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mit einem Steinhagel empfange n. Sie muhte von der Schußwaffe Gebrauch machen. Hterbei wurde der 28jährige erwerbslo e Maurer Hoffmann tödlich getroffen und eine wei­tere Person durch Armschuh verletzt.

Lohnsenkung Dotgenom« rbindlichkeitSer- ruHeS nahm die Hiilsie it mietet auf, während ns fiommuniften, i m hon MmlagnachMag lzuDeschimpsun- öligen durch die an- mb Erwerbslosen. Pv.i- Miinü-pei die Drmvn- wurdr mit Steinen in Polizeiossizirr eine (trug. Dienstag 1Z Uh ichtwechelsinderFab.ik nmenstbhen zwi^chm Ar­en und Eaverbs.o.en.

Arbeitswilliger Polizei wurde, als sie Lkorüens räumen wollte,

knüppel 4,50, Erlenknüppel 5,20, Eichenknüppel- reisig 4, Fichten knüppeireisig 3 Mk. pro Raum­meter.

' Freie Schul st eile im Kreise Dre­hen. An der Volksschule zu Geilshausen ist eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer peigeworden. Eine Dienstwohnung steht zur

Bei diesem Winterwetter müssen Sie morgens*, mittags und abends Ihre Haut mit CREME MOUSON einreiben) Herren auch vor und nach dem Rasieren Es kostet t&glich nur 2 Pfennige und 5 Minuten Zeit

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un, doch bald nach dem ie$n Jahre?Was ist :tt er noch an?" ,Aein, 11Um so besser, dann mfgehött Und wer hat tben oder der Süden?

!n? " Es stellte sch ,ealaubt hatte, es handle jit hatte seitdm von ihr vernommen. Cc war Sklave gewesen, und die Hutten ihn M W>* l Aber er hatte zellohen, und dort W Jahrhundert gan- allem XKultur. Wtz m Staunen etwas erhck nicht mehr der Kmg,

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und eigenartige Gebilde gezeitigt hatte. An bcn Hängen des Mtenbergs entlang führt« bei Weitermarsch durch daS anmutige Tal der Salz- böde. Der recht friedlich fliehende Dach lieh tauir ahnen, ein wie reihender Strom er noch vor wenig Tagen gewesen war und dah seins Flute« das ganze Tal in einen See verwandelt hatten. Bei der idyllisch gelegenen Schmelz wurde das Tal verlassen, und über einen mähigen Höhen- rüdcn ging cs zum Endziel Fronhausen. Dei der Schluhrast wechselten Ansprachen und Lieder mit heiteren Vorträgen, namentlich des Heimat­dichters Dasti an aus Odenhausen. Letzterer gab mehrere Erzeugnisse seiner Muse in der dortigen Mundart zum Besten. Der Abendzua brachte die Wanderschar in die Heimat zurück.

Wichtig für Auswanderer nach Kanada. Reisebureau der Hamburg- Amerika-Linie Gießen, SeltcrSweg 93, teilt uns mit. dah über die Einrei'emögiichteiten sür Reu­einwanderer für Kanada im Jahre 1931 bestimmt» Unterlagen noch nicht voriiegen. Soweit die Schiffahrts-Gesellschasten biS jetzt unterrichtet sind, werden Landwirte und landwirtschaftlich« Familien mit Kapital (etwa 500 bis 1000 Dol­lar» im Frühjahr 1931 in Kanada wieder zuge­lassen. Es ist zu erwarten, dah hierüber genau« Mitteilungen den Schiffahrts-GeseUschasten dem­nächst zugehen werden. Rach wie vor können Frauen und minderjährige Kinder, die zu ihrem in Kanada ansässigen Ehemann oder Dater rei­sen wollen, das kanadische Disum erhalten. Des­gleichen wird das Einreisevisum an Personen erteilt, die im Desitze einer besonderen Einreise« j crtaubnis sind. Dies gilt auch für Dräute, die I sich eine derartige Einreiseerlaubnis von ihrem in Kanada ansässigen zukünftigen Ehemann be­schaffen lassen müssen. Weiter wird auf Grund zahlreicher Anfragen mitgeteilt, dah nach Ka­nada zurückkehrende Reisende alsNon-Immi­grants, also als Richteinwanderer, behandelt werden, wenn sie innerhalb eine- Jahres die Rückreise antreten. Die Einholung eine- kana­dischen Visums ist nicht erforderlich, doch muh der Rachweis der ersten gesetzlichen Zulassung in Kanada durch Vorlage der Landungskarte, I oder sonstiger Dokumente erbracht werden.

der Schnakenplage, vom 28. Rovember 1911, zur Folge.

" Der Mädchenmörder Lehr von Altenstadt, der am 4. Januar abends seine Ge­liebte Martha P e p p e l In der Absicht, sie zu töten, zwischen Or.enberg und Selters in die hochgehende Ridder stieh und erst nach mehr­tägigen Demühungen der Polizei und der Gie- hener Staatsanwaltschaft die Mordtat cingestand. ist gestern vom Amtsgerichtsgefängnis Orteir- berg in das Landgerichtsgefängnis zu Gichcn überführt worden. Dah Lehr gleich am Tage nach der Mordtat, als der erste Verdacht sich auf ihn lenkte, sofort in polizeilichen Gewahr­sam gcl rächt werden konnte, ist vor allem den nachdrücklichen Vemühungen des Kriminalpolizei­meisters Hofmann ton der Gichener Kriminal­polizei zuzuschreiben, der noch am Abend nach dem Mrrdtage mit Zustimmung des Giehener Staatsanwa ts Dr. E ck c r t zur Festnahme Lchrs schritt. Auch an den weiteren Rachforschungen in dieser Mordangclcgenheit war Kriminal» polizcimeister 55 ofinann in hervorragendem Mc.ße mit be. eilig?

* Zugendy erbergSvater Mandler 70 Jahre alt. Der Zugendherbergsvatcr Philipp Mandler, Asterweg 25, feiert heute. Mittwoch, in großer geistiger und krpcr- lichcr Frische seinen 70. Geburtstag.

* Stä d tischc Drennhvlzverstcige- rung. Dei der gestrigen Drennhoizv.rsteigerung aus den Waldungen der Stadt Giehen (Stadt­wald) wurden im Durchschnitt folgende Preise erzielt: Buchenscheiter 12,20 Mk.. Fichtenscheiter 5, Vuchenknüppel 9,80, Eichenknüppel 6, Fichten-

Der jetzige deutschnationale Führer H u g e n - berg sei der bestgehaßte Mann. Man werfe ihm unsoziale Einstellung vor. Hugenberg sei so- I zial im modernen Sinne. Der Tributplan mache die Arbeiter brotlos. Deshalb bekämpfe er ihn. Deshalb fordere auch Hugenberg, um die Lasten 5u erleichtern, von allen eingeführten Waren eine leparationsabgabe zu erheoen, deshalb seine

Vorschläge zur Entschuldung der Landwirtschast, deshalb sein Ruf nach Wehrpflicht oder Arbeits­dienstpflicht. Tie Unkosten bei der Warenherstel­lung mühten gesenkt werden, damit wir mehr ab­setzen könnten, die Lüge von der alleinigen Schuld Deutschlands am Weltkriege müsse verschwinden. Die kommende Reichstagswahl müsse die Wen­dung nach rechts vollständig machen. Rur das Kaisertum sei die Rettung für Deutschland, viel­leicht erst nach der Uebergangszeit einer Diktatur.

VHC. Giehen. Eine stattliche Wander­schar von nahezu 80 Teilnehmern hatte sich am Sonntagvormittag am Trcfspuntt eingefunden, um an dem schönen Wintertag die erste dies­jährige Dereinswanderung des VHC. Giehen auszusühren. Lahnauswärts führte der Weg die Wihmarer Straße entlang; am sog. Felsen vor­bei, von dem die Chronik berichtet, dah er einst die Steine zum Dau der Zeughauskaserne ge­liefert habe und dah eigens für diesen Trans­port ein Kanal von dort bis zum Drand an­gelegt worden sei. Am Dahnkörper derKa­nonenbahn her, wo man die Arbeiten an der neuen Eisenbahnbrücke über die Lahn beobachten konnte, ging' man zur Ruttershausener Strahe un^ auf dieser, zumeist am Lahnufer her, das hümche Landschastsbilder auf wies, durch Rutters­hausen zur Mittagsrast nach Odenhausen. Einen interessanten Anbiick gewährten die verschiedenen hohen Steinbrüche vor Odenhausen, in denen das von oben herabsliehende Wasser gefroren war

euf nteresniveee umgerrthntlte Luftdruck

Wettervoraussage.

Der Einfluß der Tiefdruckrinne, die mehrere Hel« nere Wirbel aufweist, bewirkt auch in unserem Bezirk neben stärkerer Bewölkung verbreitete Schneefälle. Durch das Vordringen der Kaltluft von den britischen Inseln her gehen über West­deutschland und Frankreich die Temperaturen wie­der zurück. Gleichzeitig gewinnt damit der hohe Druck im Westen auf dem Festlande an Raum. Im Gefolge der Kaltluft treten vorerst noch einzelne Schneeschauer auf, aber mit dem ansteigenden Luft­druck wird die Bewölkung wieder zurückgehen und die Riederschlagstätigkeit nachlassen. Kältluft und Aufklaren dürften dann wieder eine Frostzunahm« in Aussicht stellen.

Aussichten für Donner-tag: Vorerst bewölkt mit leichteren Schneeschauern, dann wech­selnd wolkig mit Aufklaren und kälter.

Aussichten für Freitag: Wehr auf» klarendes und ausheiterndes Wetter mit Frost- zunahme.

Lusttemperaturen am 13. Januar: mittags 1,1 Grad Celsius, abends1,7 Grad; am 14. San.: morgens2,7 Grad. Maximum 1,6 Grad, Mini­mum 5.4 Grad. Erdtemperatuven In 10 cm Ties« am 13.3an.: abends0,8 Grad; am 14. 3cm,: morgens1,4 Grad Celsius.

Amtliche Dinterfportnachrichten.

Vogelsberg, H o h e r o ds k op f: 4 Grad, heute morgen Schneefall, Im Wald 10 bis 15 cm Schnee, die Schneedecke ist etwas verweht, 5 cm Reuschnee; Sportmöglichkeit gut.

Aus der Provinzialbauptstadt

Giehen, den 14.Januar 1931.

Blick in ein Kinderbuch.

In einem Kinderbuch habe ich geblättert. Ein ganz simples Büchlein war es, mit primitiven Biloerm und großen Vuchstaben, naiven 'Vervchen und sonstigen Kinder tümUchi.eiten. And fast wollte ich ein wenig geringschätzig darüber lächeln, ja, es kam mich nahezu an. etwas spöttisch drein­zublicken. Ader da fiel mein Dlick auf ein kleines Mädchen, das hinter mir stand und mit mir in das Buch sah. Die großen, verträumten, er­staunten Augen des Kindes drängten alle meine überheblichen Empfindungen zurück.

Wir war. als stunde ich meiner eigenen Kind­heit gegenüber, und ich glaube, so muh es auch sein, wenn wir in Kinderbücher schauen. Die schlichten Berschen waren da gar nicht so dumm, sondern sie besahen sogar viel Sinn und vor allem viel Farbigkeit. Die etwas krausen Zeich­nungen gaben eine Welt wieder, die viel reicher war als die, von der ich jetzt umgeben war. weil sie das ganze unendlich weite Reich der Phantasie erofmeten. Unö wie griff doch da­mals die Phantasie mächtig aus! Richts war ihr zu hoch, nichts zu steil, nichts unmöglich. So mannigfaltig war die Welt, so weit, und man brauchte nur zuzugreifen, so faßte man auch schon, was man begehrte. Hinter den Bergen lag daS Wunderland, und schon im ©arten vor dem Hause war eine bunte Fülle ausgebreitet, in der 'alles lebte und sich bewegte nach eigenem Wunsche.

3a, man hat viel, sehr viel davon abstreichen müssen. Bei jedem kleinsten Schritt ins Leben ging irgendeine Illusion verloren. Die bunten Bilder verblaßten, der Reichtum der Formen wurde ärmer und ärmer. Und was übrig blieb, war eben das bißchen graue Wirklichkeit, bei der man schon froh sein muß. wenn sie einige wenige Lichtpunkte aufweist.

Mit kritischem Dlick schaut man in diese Wirk­lichkeit, und es kommt einem vor, als ob auch die Kindheit, die das Recht hätte, in diese graue Wirklichkeit buntes Leben hineinzudichten, diese Fähigkeit nicht mehr besähe. Ob das zutrifft? Wenn ja, bann könnte man vielleicht mit Recht sagen: Arme Iugerkd! Wenn nein, dann versteht man vielleicht, warum map einstmals eine Kluft spürte zu benen, bie bereits ein Stück weiter ins Leben geschritten waren, benn sie bachten unb empfanden damals ja so, wie wir es heute tun.

Man kann nun aber auch nach der .Zukunft fragen. Denn unsere Jugend ist in eine bitter ernste Zeit hineingestellt, und unsere Zeit gibt ihr leider ein Erbe, das sie nicht erfreuen kann. Wenn sie aber schon in der Kindheit so angefaht wird, baß ihr für Kindertümlichkeit wenig übrig bleibt, wie wird sie einst, wenn graue Wirklich­keit ihr gegenübersteht, an diese Zeit zurückdenken, die ihr das Recht einräumen sollte, nach eigenem Gutdünken bie Gebanken unb Wünsche spielen zu lassen?

Cs ist eine kleine Sache, so ein Kinderbuch. Aber wenn man ernst hineinfragt, gibt es Ant­worten, die man gar nicht lässig abschütteln kann. Und sollte man nicht ernsthaft fragen?r.

Taten für Tonnerstag, 15 Januar

Sonnenaufgang: 7.59 Uhr. Sonnenuntergang: 16.20 Uhr. Mondaufgang: 5.46 Uhr, Mond­untergang: 12.47 Uhr.

1791: der Dichter Franz Grillparzer in Wien

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Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater:Der Kaiser von Amerika", 19.30 bis 22.30 Uhr. Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: Das Flötenkonzert von Sanssou i. Astoria- Lichtspiele:Meine Schwester und ich".

Aus i>env S t a d 11 h e a t e r bureau wird uns geschrieben: Heute, 19.30 Uhr, erste Wiederholung der Komödie:Der Kaiser von Amerika", von Bemard Shaw unter bet Spiel­leitung von Walter -Bäuerle. Tie Vorberei­tungen für bie Shakespeare-Erstaufführung:Der Widerspenstigen Zähmung", unter der Spiellei­tung von Peter Fassott sind in vollem Gang. In völlig neuer Inszenierung bringt Fassott das Lustspiel heraus. Sie Erstaufführung des Lust­spiels findet am Freitag, 16. Januar, 20 Uhr, statt. - Samstagnachmittag, 15.45 Uhr, findet eine Wiederholung des Lustspiels:Der Wider­spenstigen Zähmung" als Schülervorstellungstatt. Sonntag, 18. Januar, 18.30 Uhr, als Fremden- vvrstellung zum letztenmal: .Die erste Frau Eelby", von Ervine. , w

Die Deutschnationale Volks- Partei, Ortsgruppe Gießen, lädt in unserem heutigen Anzeigenteil zu einer öffentlichen Der- fammlung am nächsten Dienstagabend in der Turnhalle am Oswaldsgarten ein. Redner ist der Reichstagsabgeordnete Dr. von Freh- tagh-Loringhoven. Räheres in der heu­tigen Anzeige. e

Schneefall. Nachdem das Ende der vorigen Woche trockenen Frost brachte, trat gestern ein leichter Witterungsumschwung ein, der etwas mildere Temperaturen zeitigte. Heute morgen begann es zu schneien, und es ist zu hoffen, daß der Schnee auf dem geschloss.nen Boden sich einige Zeit zu halten verniag, sofern nicht eine völlige Aenderung des Wetters den Schnee zu Wasser werden läßt. Den Anhängern des Rodel- und Skisports ist jetzt auch Gelegenheit gegeben, sich zu betätigen. Richt weniger wird der Landmann den Schneefall begrüßen, denn die Schneedecke schützt seine Saaten vor Frostschaden.

Bekämpfung der Schnakenplage. Das Polizeiamt Giehen teilt mit: Die Grund­stückseigentümer werden nochmals auf bie Be­kanntmachung des Kreisamts Gießen im Amts- verkündigungsbiatt Rr. 89 vom 5. D.zember 1930 hingewiesen, wonach jeder Grundftückseig'ntümer verpflichtet ist, in den Monaten Dezember bis Februar bie auf seinem Grundstück befindlichen, den Schnaken zur Brut dienenden Gewässer (Wassertümpel), Regenfässer, Bassins, Wasser­lachen, Iauchegruben, Abortgruben usw. mit einem zur Vertilgung der Brut geeigneten Mittel (Saprvl, Petroleum usw.) zu. über­gießen. Richtbefolgung hat Bestrafung gemäß 8 3 der Polizeiverordnung, bett:, die 'Bekämpfung

Große Schmuggelasfäre in Rumänien.

Das rumänische Finanzministerium hat eine besondere Kommission in den Grenzort Dalea Mihai entsandt zwecks Erhebungen in einer gro­ßen Dchmuggelaffäre, an der nicht nur ein Teil ber Bevölkerung, sondern auch das gesamte Grenzzollamt mit dem Amtsleiter an der Spitze, sowie der Stations­chef beteiligt sind. Sämtliche Beamte werden suspendiert und eine Untersuchung gegen sie eingeleitet. Die Kommission hat eine Geld­strafe von 36 Millionen Lei festgesetzt, welche von allen Schuldigen gemein« f a m z u zahlen ist. Balea Mihai ist ein kleiner, abgelegener, mehrere Stunden von Grvst- wardein entfernter Grenzort. wo der Schmuggel ungestört feit Jahren blühen konnte. Die Cin- wohncr hatten sich unter Duldung unb Mit­arbeit der Beamtenschaft vollständig auf diese Tätigkeit ver'egt.

Bier britische Militärflieger tödlich verunglückt.

Bei Flugzeuaunfällen sanden vier Mitglieder der brittschen ßuftftreitfräfte den Tod. 2n der Röhe von Misson (Grafschaft Rottingham) rannte ein Bombenflugzeug, das eine Rot­landung vornehmen muhte, in einen Gra­ben, schlug um unb wurde zertrümmert. Die drei Insassen, zwei Offiziere und em Ser­geant, konnten nach mehrstündiger Arbeit nur noch als Leichen geborgen werden. 2n der Grafschaft Essex stießen bei einem Geschwader­fluge von Einsitzern zwei Flugzeuge zusammen und das eine stürzte in die Tiefe. Der Insasse, ein Offizier, war sofort tot. 3m ganzen sind hiermit im neuen Jahre bisher sieben Mit­glieder der britischen Luftstreitkräfte tödlich ver­unglückt.

Pestseuche In Lonstanline.

In der französischen nordafrikanischen Pro­vinz Constanttne ist die Pest ausgebrochen. Die Seuche scheint sehr viel größeren älmfanges zu sein, als man französischerseits zugeben will. Die sanitären Schutzmaßnahmen, die jetzt ergriffen worden sind, lassen jedenfalls erkennen, daß für die Bevölkerung größte Gefahr besteht und dah sich aus der im Entstehen begriffenen Seuche leicht eine unübersehbare Katastrophe entwickeln kann. Auf Anordnung der Gemeindebehörden wurde nunmehr eine große Zahl von Bahnhöfen ber Provinz geschlossen. Reisenbe, die dort eintreffen, werden sofort in Quarantäne gesetzt und dürfen bie Ortschaft vorläufig nicht wieder verlassew Hm Constantine herum wurden zehn äl'b rwachungsposten einge­richtet so daß es praktisch keinem Einreisenden möglich ist, den Fuß in bie Stadt setzen ohne vorher untersucht worden za fein. Ern arabisches Dorf mußte von sämtlichen Bewohnern geräumt werden; diejenigen Häuser, in denen Pestfälle zum Ausbruch gekommen waren, wurden durch Feuer vernichtet.

Lin Caftaulo fährt in eine poliieifdjülergroppe.

Ein Lastauto aas Siegburg fuhr an oer Bonner Drücke in eine auf dem Markt befindliche Lehrabteilung der Bonner Polizei- schule. Sieben Polizeischüler wurden verletzt unb mußten ins Beueler Krankenhaus einge­liefert werden. Der Lenker des Lastwagens will bei der angeblich mangelhaften Beleuch­tung der Rheinbrücke in der Dämmerung die dunklen Uniformen der Polizeischüler nicht ge­sehen haben. Der Wagen soU so schnell gefahren sein, daß einzelne der verunglückten Schüler bis zu 15 Meter beiseite geschleudert wurden.________

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Die Frage

der Ovppetverdiener.

Aus dem Ftnan ausschutz des Hessischen Laidtasts.

2) a r m ft a b t, 13. Jan. (WHP.) Im Finanzaus­schuß wurden die als erste Punkte auf der Tages­ordnung stehenden Anträge Aur Arbeit s- losensrage zuruckgestellt. Das Kabinett wird morgen darüber noch einmal beraten, da sich berausfleftelU hat, daß die Anträge neue Mil­li o n e n b e t r ä g e notwendig machen wurden, deren Bereitstellung noch nicht gesichert ist. Die Frage der Doppelverdiener brachte eine längere Aussprache insbesondere über bie Klarm g ber BegriifeDoppelverbiener" unbNebenver­dienst". Schließlich wurden Anträge der Sozialde­mokraten und des Zentrums teilweise angenommen, in denen die Regierung ersucht wirb Maßnahmen zu treffen, baß in staatlichen Betrieben unb bei Behörden lebe Doppelbeschaf- tigung möglichst vermieden wird. Eine entiprechenbe Prüfung soll oorgcnommen werden. Auch auf bie unterstellten Derwaltungskorper soll im gleichen Sinne eingewirkt werden, damit auch hier geeignete stellenlose Angestellte neu eingestell wer- den können. Weiter wirb die Regierung aufge or­dert, tunlichst folgendes zu berücksichtigen:Erhalten Beamte des Staates, der Gemeinden ober ber Kör­perschaften öffentlichen Rechtes für eine ne­benamtliche Tätigkeit Bezüge au s öffentlichen Mitteln, so sinb bicse Neben- einnahmen auf bas Gehalt anzu rechnen. Für eine Tätigkeit, bie ber Beamte wahrend seiner Dien st zeit verrichtet, wie z. B bei den Kreisämtern usw., barf keine besondere Vergütung mehr gewährt werden. Doppelver­diener sollen bei staatlichen Behörden nicht mehr beschäftigt werden."

Aus oller Welt.

Do X startet am 25. Januar.

Der Führer des Do X, Kapitän Christiansen, er­klärte, daß Do X am Samstag ober Sonn­tag bie Werft inLissabon verlassen und am 25. Januar den mit seinen einzelnen Etappen bereits angekündigten Südamerikaflug fort- setzen werde. Die Zeit bis zum Start soll mit mehre- reu Probeflügen ausgefüllt werden. Als wahrschein­licher alleiniger Passagier wird auf besondere Ein­ladung des Kapitäns Christiansen am Transozean- ffug Senator Gago Coutinho teilnehmen.

Verfügung. -------

"DeutschnationalerArbeiterbund. berliner SöFft.

Der Deutschnationale Arbeiterbund in Giehen ,, . , .

hielt am Samstagabend imPostkeller" einen I Berlin, 14. Ian. (WTB. Funkfpruch.) Rach»« Vortragsabend ab, in dem der Landtagsabgeord- dem gestern abend etwas interveniert worixm ncte Rüfser überDeutschnationale Volkspar- war. konnte man im heutigen Frühverkehr m>ch tei und Arbeiterschaft" sprach. Der Redner gab keine Tendenz erkennen. Die Spekulation verht^tz

zunächst einen geschichtlichen Rückblick über die sich weiter abwartend. Kurse waren noch nicht

Entwicklung der deutschen Arbeiterbewegung zu hören. Am Devisenmarkt nannte man ßon- überhaupt und ging dann auf die gegenwärtigen don gegen Paris 123.84, London gegen Mai- Verhältnisse ein. Er führte hierzu u. a. aus: land 92,74, London gegen Spanien 46.65 zu Rach der Revolution von 1918 habe eine Heber- 46,70, London gegen Kabel 4,8550, London gegen

treibung der sozialen Fürsorge eingesetzt. D^ev Berlin 20,4225, und Kabel gegen Berlin 4,2080. Marxismus sei ans Ruder gelangt und seine Herrschast habe dem deutschen Volke nur älnfcgen auf allen Gebieten gebracht: den Vertrag von Versailles, die Inflation, den Tributplan, die Wirtschaftslatastrophe. Die soziale Frage habe heute ein anderes Gesicht, wie zu früheren Zeiten.

Heute laute sie: Wie schaffen wir Brot und Ver­dienst? Der Vortragende ging dann auf die Ent­stehung der Deutschnationalen Dolkspartci ein, die ein Sammelpunkt aller national Gesinnten sein wolle. Infolge ihres großen Erfolges bei den Reuwahlen 1924 habe sie dem Drängen von Land­wirtschaft, Industrie und Gewerbe nachgegeben und sei in eine Koalitionsregierung eingetreten. Aber ihr Eintritt fei verfrüht gewesen. Koalitions­regierung sei immer Kompromiß-Regierung und so sei es gekommen, daß die Partei viele ihreo Programmpunkte nicht habe verwirklichen kön­nen. Doch sei unter ihrer Mitwirkung wertvolle Arbeit geleistet worden. Die Zahl der Arbeits­losen sei von 2 Millionen im Frühjahr 1925 auf 425 000 im Herbst zurückgegangen. Der drohende Zusammenbruch der Invalidenversicherung sei ab- getoenbet und die Knappschaftsversicherung etn- gcsührt worden u. a. m. Die Deutschnationalen hätten nur gegen solche soziale Gesetze gestimmt, die nach russischem Muster gestaltet waren, wie das Bettiebsrätegeseh, das sich ja auch nicht be­währe. Zu der heutigen Wirtschaftskatastrophe übergehend, erklärte der Redner, daß es untich- tig sei, wenn man die Weltwirtschaftskatastrophe für die heutigen Zustände in Deutschland verant­wortlich mache. Der Grund hierfür sei in dem Weltkrieg und seinen Folgen (Versailler Vertrag usw.) zu suchen. Die Kaufkraft Deutschlands sei geschwächt, der Staat und die Gemeinden seien verschuldet, Deutschlands schwebende Schuld an das Ausland belaufe sich auf etwa 18 Milliarden.

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