Achtung! Verjährung!
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Da- erste Thema: „Wichtige Üagjt« fragen au - unseren bäuerlich trieben" wurde von LandwirtschastSrat Dr.
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riährbare Forderungen gewiß seltener vorhanden fein, weit die große Mehrzahl aller Gläubiger gezwungen ist, schon frühzeitig gegen säumige Schuldner vorzugehen. In jedem fialle zwingt das Rechtsinstitut der Verjährung zur Ordnung. Es hat deshalb neben seinen materiellen Auswirkungen ge- radezu auch eine erzieherische Seite.
Die Vorschriften über die Verjährung sind in der Hauptsache in den Paragraphen 194 ff. des BGB. geregelt. Es fei hier kurz auf folgende wichtige Der- lährungsfriften hingewiesen.
Aus der provin^ialbauptflodi
Gießen, ben 12.Dezember 1931.
Kaufen! - Hecht,eitig kaufen!
den hiesigen Turnverein weitergegebenen Darlehens von 00 000 Mark, sondern auch den Verkauf von Immobilien angcsonnen hat. Das Ansinnen wurde ebenso obgelehnt, wie die erbetene Zustimmung zur Abtretung der Forderung an die Akzept- und Garantiebank, AG, Berlin, oder an die Deutsch« Girozentrale — Deutsche Kommunalbank — Berlin. Die geforderten Zinsen von 12 v. H pro Jahr wurden abgelehnt und beschlossen, nur Zinsen in Höhe der von der Bezirkesparkasse Ridda jeweils berechneten Zinsen für Darlehen ähnlicher Art, zur Zeit 91 0 H., zu zahlen.
Landwirtschaftlicher DoriragSkursuS in Butzbach.
pb. 2 uhbach. 10. Dez. Die hiesige Landwirt- schaftSamtS-Außenstelle veranstaltete gestern Im Saale des „Deutschen HauseS" einen stark bc-
Billige Weihnachtsreisen.
Die Reichsbahnverwaltung hat beschlossen, für den Weihnachtsverkehr eine allgemeine Rücksahrkartengenehrnlgung zu erteilen. ES sollen nicht nur Rückfahrkarten mit 3 3'/, Prozent Ermäßigung für die Hin- und Rückfahrt nach den SonntagSrückfahrt- siationen e.neS Direltion Bezirks auSgegeaen werden. sondern auch nach all den Stationen der Deutschen Reichsbahn, die zu den anderen Reichsbahndirektionsbezirken gehören, so daß man mit der billigen Rückfahrtkarte überall hinfahren kann.
Alle ReisebureauS, die Fahrscheinhefte deS Mitteleuropäischen ReisebureauS verkaufen, können jetzt nach allen Orten in Deut sch - land, die mit einer billigen Rückfahrkarte zu erreichen sind, Fahrkarten auSstellen. Die Karten gelten vom 23. Dezember. 12 älhr, biS zum 4.3o nuar 1932, 9 Uhr.
3m unerforschten Borneo.
DieGesellschaftfürErd-undDölker. künde halte für Donnerstag wieder zu einem Vortrag in die Neue Aula der Universität eingeladcn. Dav Thema des Abends führte die Zuhörer im Ge.fte nach Borneo. Prof. Dr. Hans Winkler (Hamburg), der zu botanischen Forschungen eine Reife in das Innere Borneos unternommen hatte, erzählte von feinen dortigen Eindrücken und Erlebnissen. Borneo, so führte der Vortragende u. a. aus, sei nach Grönland die zweitgrößte Insel der Welt und mit insgesamt 734 000 Quadratkilometer weit- aus großer ai® Deutschland vor dem Kriege. Bornco sei in großen Teilen noch nicht erforscht. Große Urwaldgebiete haben noch nie eines Menschen Fuß betreten, Strotzen gebe es nur in der Nähe der gröberen Städte, und wer in das Innere vordringen wolle, fei auf die Wasserwege angewiesen. Politisch stehe Borneo zum größten Teil unter Hollands Ober- Hoheit. Die Bevölkerung setze sich aus Malaien (von Sumatra und Java zuaewandert), Chinesen und Dajatern (die Dajaker stellen die Urbevölkerung dar), zusammen. Er (Redner) habe feine Reise in das Innere vom Osten her angetreten, sei mit viel Gepäck auf den Regierungsdampfern den schiffbaren Kavua (den größten Strom im Osten des Landes) aufwärtsgcfahren und habe dann in Einbäumen der Eingeborenen die Fahrt fortgesetzt. Diese Wasser- reise habe mancherlei Abenteuer gebracht, denn der Kavua, nicht breiter als die Elbe, führe zehnmal soviel Wasser als die Elbe und stehe sehr ost wäh- rend der Regenzeit unter Hochwasser, das den Fluß innerhalb weniger Sekunden um mehrere Meier anschwellen lasse. Das Ziel der Reise war das Schwanergebirge, das nur während weniger Tage im Jahre auf gröbere Entfernung sichtbar fei, la Tarneo eines der regenreichsten Lander ist und mit über 4000 Mill meter jährlichem Niederschlag den Regendurchschnitt Deutschlands mit etwas über 700 Millimeter bei weitem übertreffe. Die Reise führte schließlich auf dem Landweg weiter, eine Träger- kolonne von 45 Mann übernahm da® Gepäck. Eine Gruppe holländischer Soldaten begleitete zum Schutze die wissenschaftUche Expedition. da die Reise nun- mehr in da® Land der Dajaker, der Kopfjäger, führte, über deren Grausamkeiten meist übertriebene Schilderungen im Umlauf feien. Er. der Forscher, habe die Kopfjäger, nachdem er mit Ihnen nach und nach bekannt geworden sei, al® ducchaus verträgliche und zum Teil auch charaktervolle Menschen kennenge- lernt, die das Kopfjagen aus religiösen Gründen und nicht etwa als Kampfsport betrieben. Die Expedition habe an die Teilnehmer hohe Anforderun- gen an Mut und Energie gestellt, denn mancherlei Unannehmllchkelten seien zu überwinden und manche® Abenteuer zu bestehen gewesen. Das Ergebnis der Forschungsreise sei al® autzcrordentllch bedeutungsvoll anzusprcchen, denn die tropische Flora Borneo® sei von einer berückenden Mann.gsaltlgkeit. Dit verschiedensten Psianzen, die in vielen Spielarten vorhanden waren, wurden gesammelt, in ver- löteten Blechkisten zwischen alkoholgetränktem Panier verpackt und kamen später auch wohlbehalten in Hamburg an.
Mit großer Ausmerksamkelt folgten die Zuhörer den zum Teil humorvollen Schilderungen der Er- lebnifie in den Daiakdörfern, den Episoden, in denen der Redner da® Wesen und die Gebräuche der Eingeborenen schilderte, die Abenteuer auf dem Wasserwege im Lager und auf dem Marsch in di« Berge. Die Schilderung der starken Eindrücke de® Urwalde®, die der Vortragende In wochenlanger Durchquerung in sich aufnehmen konnte, beschloß den InterefTanten und mit starkem Beifall aufgenommenen Vortrag.
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Die regelmäßige Verjährungsfrist betragt 30 Jahre, die kürzeren Fristen sind jedoch häufiger. In 30 Jahren verjähren Darlehen oder Forderun- jen, die, um hie D
Unsere Geschäftswelt hat auch für das diesjährige Weihnachtsgeschäft wieder in weitgehendem Maße Vorsorge zur Befriedigung der Wünsche des Publikums getroffen. Eine Musterung der Schaufensterauslagen, mehr aber noch ein Besuch der Ladengeschäfte selbst und ein Blick auf die aufgejpeidjerten Warenvorräte zeigt, wie sehr unsere Geschäftsleute trotz der Schwere der Zeit sich anstrengen, um die Zufriedenheit der Verbraucher zu erringen. Daß unter dem Drucke des scharfen Wettbewerbs auch die Warenpreife in vielfacher Hinsicht eine zum Teil sehr erhebliche Abwärtsbewegung angetreten haben und dadurch die Möglichkeit zu Einkäufen entsprechend der heutigen Leistungsfähigkeit des Geldbeutels geboten ist, steht ebenfalls außer Zweifel. Nachdem dergestalt die Geschäftsleute ihre Aufgabe erfüll» haben, hat nunmehr da» kaufende Publikum das Wort. Bor allem gilt cs für alle die wirtschaftlich noch leistungsfähig sind, diese Kraft jetzt in Erscheinung treten zu lassen! Wer seinen Warenbedarf fortgesetzt in normaler Weise befriedigt und im Hinblick auf das Weih- nachtsfest seine K a u f t ä t i g t e 11 sogar ft ei- gert, trägt In wirksamer Weise zur Belebung der Geschäftstätigkeit und zur Förderung unserer Produktion bei, er hilft also das Wirtschaftselend und die Arbeitslosigkeit bekämpfen. Dringend erforderlich ist es aber auch, schon Im eigenen Interesse, die Einkäufe frühzeitig zu besorgen und damit nicht erst unmittelbar vor Toresschluß, wo- möglich erst am Heiligen Abend zu beginnen. Wer frühzeitig kauft, hat natürlich größere Auswahl unter den Warenvorräten, er kann von dem Ge- schästspersonal viel sorgsamer bedient werden, als es bei großem Publikumsandrang in den letzten Stunden vor dem Fest auch beim besten Willen möglich sein kann, und er erspart sich selbst die üble Hetzjagd, die mit jedem Einkauf unmittelbar vor Toresschluß für ihn verbunden ist und einen guten Teil der Weihnachtsstimmung trübt oder gar der- ftört. Man kaufe also nach Maßgabe aller wirt- chaftlichen Leistungsfähigkeit und man kaufe fr ul), zeitig, beides im eigenen Interesse und zum Dor- test der anderen!
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Bereits in zwei Jahren verjähren tt. a. die Ansprüche der Kaufleute, Fabrikanten und Handwerker für Lieferung von Waren mit Einschluß der Auslagen, es fei denn, daß die Leistung für den Gewerbebetrieb des Schuldners erfolgt ist, ferner die Ansprüche der Land- und Forstwirte für die Lieferung ihrer Erzeugnisse, weiter der Gastwirte, der gewerblichen Arbeiter, der Lehrherren wegen de® Lehrgelde®, der Unterrichtsanstaften, der Aerzte. Tierärzte, Zahnärzte, Apotheker, Hebammen, der RechtsanwäUe, Notare und Gerichtsvollzieher.
Ersatzansprüche gegen b I e P 0 st ver- jähren bereits nach Ablauf von sechs Monaten vom Tage der (Einlieferung an gerechnet- Wer durch eine in Verlust geratene Postsendung geschädigt ist, soll den Verlust unverzüglich bei der Postanstalt anmelden.
Im Postscheckoerkehr verjährt der Anspruch in zwei Jahren. Die Frist läuft vom Ende de® Jahres an, in welchem der Auftrag dem zuständigen Postscheckamt erteilt wurde, fiür Postanweifun- gen läuft eine fechsmonalliche Verjährungsfrist, da® gleiche gilt für Zahlkartenaufträge und für Ansprüche auf Gebührenrückerstattungen im leie- grammoerkehr.
Ansprüche gegen die Eisenbahn wegen Schadensersatzes verjähren in einem Jahr. Die Verjährungsfrist beginnt mit dem Tage der Ablieferung oder mit dem Tage, an dem die oenbung hätte abgeliefert werden müssen.
O6erf)efftfd)er Sunftoerein.
Man schreibt uns: Die Verlosung von Kunst- werken für die Mitglieder des Kunstoereins ist gestern durchgeführt worden. Es sind insgesamt 30 Gewinne vom Kunstverein zur Verfügung gestellt, so daß auf je 10 Mitglieder ein Gewinn kommt. Sämtliche Gewinne sind, soweit sie nicht in Büchern bestehen, gerahmt und können von morgen ab in der Ausstellung während der Besuchtszeiten besichtiat und auf Wunsch auch schon abgeholt werden. Die Kunstwerke stammen sämtlich von Künstlern, die im letzten Jahr im Kunstoerein ausgestellt habeix, und sind auch von diesen signiert. Ihr Gesamtwert beträgt 900 RM. Der Vereinsvorstand hofft damit den glücklichen Mitgliedern eine kleine Weihnachtsfreude bereitet zu haben.
Taten sin Tonmaq 13. Dezember.
Sonnenau'gang 8.23 Uhr, Sonnenuntergang 18.15 U&r. — Mondausgang 12.00 Ujr, Wond- Untergang 20.23 U&r.
1769: der Dichter Christian Fürchtegott Gellert in Leipzig gestorben: — 1797: der Dichter H.inrich Heine in Düsseldorf geboren: — 1816: der Ingenieur Werner von Siemens in Lenthe bei Hannover geboren; — 18«3: der Dichter Friedrich Hebbel in Wien gestorben.
*• Die Museen und der Heidenturm sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr bei gewöhnlichen Prei.en geöffnet.
* Der Wanoeroerein „Bund der Lahnfreunde" hielt, wie man uns schreibt, am Sonntag im Hotel Hopfeld seine diesjährige Hauptversammlung ab, deren geschäftlichem Teile eine Nikolausfeier folgte. Die Feier nahm einen sehr har- manischen Verlaus. Der Raum war mit Tannen- grün, Adventskerzen und -Kränzen stimmungsvoll geschmückt. Nach einem einleitenden Weihnacht®- marsch eröffnete ein sinnvoller Dorspruch die fielet. Das Duett „Am Heldehügel geht ein Singen" (Löns) galt dem Gedenken des großen Naturfreundes, ein Terzett hinterließ einen tiefen Eindruck. Ein (Beigen- solo fand starken Beifall. Das Melodram „Mozart" unter Benutzung Mozartfcher Melodien wurde von musikkundigen Mitgliedern formvollendet zu Gehör gebracht. Nachdem das Lied „Es ist ein Rof ent- Iprungen", gemeinsam gesungen war, teilte der Ni- kolau® seine Gaben aus und sorgte für Humor, so daß der restliche Abend in bester Stimmung verlief.
DberDefien.
Kommunalsteuer-Erhöhung in Nidda.
□ Nidda, 9. Dezember. Die vorgestrige G e • meinderatsfitzung hatte in der Hauptsache die Sicherung der Haushaltsführung der Stadt zum (Beacnftanb. Nachdem in terjior- hergehenden Sitzung fcftgefteUt war, daß die Stadt im laufenden Rcchnunaciahr mit einem Fehlbetrag von etwa 30000 Mark zu rechnen hat und von zuständiger Stelle inzwischen mitgeteili wurde, daß die Anteile der Statt an dem Einkorn- men- und Körperschaftssteuer-Aufkommen sich voraussichtlich um 27 o. Sy (27 v. H. von 16 000 - 4320 Mark) vermindern, hat der Reichsfinanzminister in einem Rundschreiben an die Landesregierungen herauf hingewieien, daß bei der Zuweisung aus der Reichshilfe zur Erleichterung der Wohlfahrts- lasten nur solche Gemeinden berücksichtigt werden, die die (Bcmeinbeblerfteuer mit dem Doppelten der reichsrechtlichen Steuersätze, die Gemeindegetränkesteuer mit mindestens 10 0 H. de® Kleinhandelspreise® und die Bürgerst e u er mit mindesten® dem Dreifachen de® Landessatzes erheben. Voraussetzung für die Erhebung der Gctränkesteuer ist, datz der Haushalt durch Wohlfahrtslasten in außerordlichem Umfange belastet ist, Gewähr für eine ordnungsmäßige Verwaltung der Steuer besteht und das Steuererträg- nie den Verwaltungeaufwand rechtfertigt. Obwohl der Gemeinderat im Prinzip gegen eine Erhöhung der schon bestehenden Steuern sowohl, al® auch gegen die Einführung jeglicher neuen Steuern war, konnte er sich der Aufgabe nicht entziehen, den durch geringere Einnahme an Gras, Obst, Holz, (Einkommen- und Körperschastssteuer - Ueberwei>ungen in Verbindung mit den Gewerbesteuer-Ermäßigungen und erhöhten Wohlfahrtslasten entstandenen Fehlbetrag von 30 000 Mark durch Erhöhung der Einnahmen, oder Senkung der Ausgaben auszugleichen.
Besteht in irgendeinem Falle für den Gläubiger die Gefahr der Verjährung so sorge er unverzüglich für die weitere Eicher st ellung seiner Rechte. Er wandle, wenn möglich, mit Zustim- mung des Schuldners und schriftlich ober vor Zcu- gen die gewöhnliche Forderung in eine der dreißigjährigen Verjährung unterliegende Darlehnsforde- ig um. Mahnung und eingeschriebene Briefe un- chen nicht die Verjährung, sondern nur gerichtliche Klage, oder Zahlungsbefehl beim zuständigen Amtsgericht. Der Urkundsbeamte der Geschäftsstelle eines jeden Amtsgerichts nimmt Anträge auf Erlaß von Zahlungsbefehlen entgegen. Vielleicht ist auch die Inanspruchnahme anwaltlicher Hilse geboten. Srfjulb titel, d. h. rechtskräftige urteile und rechtskräftig gewordene Zahlungsbefehle, verjähren erst in 30 Jahren.
Die Erhöhung der Bier- und der Bürger ft euer erschien einerseits zur teilweisen Ausgleichung des Fehlbetrages und anderseits deshalb dringend geboten, weil im anderen Falle auf die Reichchilfe zur Erleichterung der Wohlfahrtslasten von schätzungsweise 3000 Mark verzichtet werden müßte. Die Voraussetzungen für die Einführung der Getränke st euer sind nach Ansicht des Gemeinderats nicht gegeoen, denn wenn auch der Haushalt durch die Wohlfahrtslasten außerordentlich belastet ist, so mangelt es doch an der Gewähr- leistung der ordnungsmäßigen Durchführung der Besteuerung, wie auch da® Steuererträgnis den Verwaltungsaufwand schwerlich rechtfertigen würde. Während die Erhöhung der Bier ft euer erst ab. 1. Januar 1932 praktisch wird, ist die er- höhte Bürger st euer für da® Rj. 1931 in voller Höhe zu zahlen. Der Beschluß wurde mU 7 gegen 6 Stimmen gefaßt.
Um den Zuschuß der Stadt zu den Ko- st en bet Realschule auf ein erträgliches Maß K senken, hat baß Kuratorium her Realschule belassen, beim Ministerium für Kultus- unb Bll- bungswesen Antrag auf Einsparung einer Lehrkraft, ober Einstellung einer un- bezahlten Kraft zu stellen.
Mit her re [Hofen Ausgleichung des Etats durch Ausgabensenkung wird sich der Gemeinberat in einer ber nächsten Sitzungen befassen. Die Bürgermeisterei wird inzwischen eine Uebersicht über bte tatsächlichen (Einnahmen unb Ausgaben gegenüber ben Ansätzen im Voranschlag anfertigen.
Weiter nahm ber Gemeinberat Kenntnis bavon, bah bie Hessische Girozentrale Darm- stabt wiederholt die völlige, ober teilweise Rückzahlung der seinerzeit gewährten kurzfristigen Darlehen in Höhe von 130 000 Mark geforbert
den könne. Der Dortrag touibe durch den Rn» sohl-Film über Geflügelzucht und -Haltung wesentlich ergänzt.
Dach dec Mittagspause hielt Obervcterinärrat Dr. R 0 h k 0 p f. Gießen, einen Dortrag über: „Tuberkulose im Diehstall und ihre Bekämpfung". Cr wandte sich zunächst an die jüngere Generation deS Dauernstandes und ermahnte sie, nicht alle Hilfe vom Staat, der selbst arm geworden, zu erwarten, sondern zur Selbst- hckfe zu greifen, um noch vom Bauernstand zu retten, waS zu retten möglich sei. Sr verwies auf bie seit 1. August 1931 eingeführte freiwillige Tuberkulose-Dckämpsuna. und erläuterte an Hand von Beispielen, welche Dortelle diese für die bäuerlichen Betriebe brächte. Wesentlich unterstützt wurde der Dortrag durch die Dor- sührung eines Film«, der in klarer Weise die Dekämpsung der Tuberkulose unter den Rindvieh- beständen darstellte.
Rn den Dortrag schloß sich eine kurze Aussprache an. Zum Schlüsse dankte Landwirt Faber, Leihgestern. Der hiesigen Landwirt- schastSschule für den lehrreichen Kursul.
-Hassia^Bezirlstag im Doge'.Sberg.
L Betzenrod. 9. Dez. 2m Sonntag sand hier bei Kamerad Appel der 2. Bezirkstag de« Bezirke« Dogel«berg der Kriegerkameradschast . H a s f i a" statt. Der Dorlitzende de« Ort «verein«, Kamerad Lang, eröffnete die Tagung und begrüßte besonder« den Präsidenten der Kriegertameradschast, Exzellenz Generalleutnant von Oidtmann. der bann In längeren Ausführungen Zwecke und Ziele der „Hassta" umriß und außerbem über den AuSgang de« Krieges sprach. Zum Schluss« seine« Dortrag« überreichte er dem 1. Dorfitzenden de« Kriegerverein« Rudingshain. Kamerad Louis Straub, der zugleich Rechner de« Bezirk« ist, eine Auszeichnung für sein« "Verdienste um da« Kriegerverein«wesen. Krei«direktvr Dr. 3 a n n hielt dann eine kurze Ansprache. 3m weiteren Derlaus der Tagung berichtete Kamerad Ding, Schotten, über den Derlauf de« diesjährigen Derbandstages in Michelstadt, Kamerad Bon Hard, Dießen, gab Aufllärung über di« Kriegsbeschädigten-Fürsorge und ging besonder« auf die Kürzung der Bezüge entsprechend den Rotverordnungen ein. Der DezirkSvorsteber Kamerad Scriba, Schotten, referierte über das Kleinkal-bcr'chießwesen. drr Drzir'S'chleßleiter, Förster Frank. Stornfels. führte Räheres über das Scbiehwesen Im allg'meinen au« SrzellenA Generalleutnant von Oidtmann wandte sich schließlich noch in einem kurzen Dortrag der 3ugenb zu, forderte die Mitglieder ber ..Hassia* auf, baju beantragen, blc 3ugcnb für di« „Hassia" zu gew'nnen und zur lebendigen Anteilnahme an der Zukunft unsere« deutschen Dolles anzuhalten. Die heutige Jugend sei nicht schlecht, cS gehe ihr nur sehr schlecht, die 3ugend sehe einer dunklen, ungewissen Zukunst entgegen, und deshalb bedürfe sie der 6?font>eren Aufmerksamkeit der Aelteren, wenn ihr die Spannkraft für den Kamps um die Behauptung erhalten bleiben soll. Am Schluß der Tagung wurde beschlossen, den nächsten Bezirkstag in Breungeshain abzuhalten.
Landkreis (Wicficn.
' Wleseck, 11. Dez Der hiesig« Ob st - und Dartenbauverein hielt «inen Vortrag«- abend ab. ber verhältnismäßig gut besucht trat. Rach der Begrüßung durch ben Vorsitzenden. Lchrer Bep Pier, sprach Obstbaulnspellrr E n I l« r vom Lanbwirlschaftskammer-AuSIchuß Gießen über ..Rationellen Obstbau, unter beso derer Berücksichtigung einer planmäßigen Schädlingsbekämpfung". Seine Ausführungen wurden durch etwa 83 Lichtbilder, teilweise eigene 2u'- nahmen. ergänzt. 3n der anschließenden lebhaften Aussprache wurden noch Fragen Über Um- psropssorten, Daum'chnitt und die Bedeutung de« Kalkanstr chS geklärt. Drr Dorsitzend« gab noch den Beschluß des Dorstande«. eine Prämiierung der bc st gepflegten Baumcmlagen durchzuführen, bekannt.
g. Klein-Linden 10. Dez. Die am 1. Dezember vorgenommene Viehzählung batte folgendes Ergebnis: Pferde 22 (1933 - 20), Rindvieh 314 (329), Schweine 310 (363). Ziegen 231 (194), Federvieh 3190 (3373). Hau-schlachtunaen wurden In der Zeit vom 1. September bi« 30. Ro- vember 1931 103 durchae'ührt.
al. Allend 0 rf (Lahn), 11. Dez Die am 1. Dezember vorgenommene Viehzählung hatte in unserem Orte folgendes Ergebnis: Pferde 19 Esel 1, Rindvieh über zwei Jahre 227, unter zwei 3ahre 147, sind zusammen 374 Stück: Schweine 374, Schafe 59, Ziegen 120 Stück, Gänse 147, Enten 12, Hühner und Hähne 1775. an Federvieh zusammen 1931 Stück. (Am 1. Dezember 1533 waren vorhanden: Pferde 23, Esel 1. Rindvieh 363. Schaf« 73, Schweine 417. Ziegen 124. Gänse 12), Enten 14, Hühner und Hä§ne 1804, an Frdrrvieh zusammen 1947 Stück.)
• Großen-Buseck. 11 Dez. Einen schönen Erfolg hatte daS Mitglied un’ercS (Beflügel* zuchtvereinS Heinrich Pfeiffer mit feiner Hübnerzucht Plymouth-Rock«. Auf der Landrs- Iuolläum-geflüielschaou In Mainz wurden vier seiner Tiere mit .sehr gut“ ausgezeichnet, ein« Henne erhielt den Slaatsehrenprei«. Auch dl« Au-zeichnung bei der Geflügelschau in K r 0 s - d 0 r f (dreimal .sehr gut" und einmal .gut“, darunter zwei Ehrenpreise) zeugt von einer guten Zucht.
• Bettenhausen. 10. Dez. Der Geflügel» zuchtverein ber nördlichen ÜB e 11 e r a u, Sitz Bettenhausen, hält am nächsten Sonntag feine Localaeftügelschau in M u s ch enheirn ab E® sind über 100 Nummern Qkfiügel gemeldet Die Prämiierung liegt In ben Händen von Herrn Jäger (Oberhörgern).
«. Trais-Horloff, 10. Tty 3hren 83 Geburt « t a g feierte dieser Tage Katharina Doro- tbea Jockel, die Witwe de« Landwirt« Heinrich Jockel. Sie ist Urgroßmutter unb er.reut sich noch verbältniSmähiger Rüstigkeit. Al« einzige Tochter oe« früh:rcn Bürgermeister« Philipp Raab entstammt sie d.r hier weit verbreiteten Familie Raab, bie in Trai«-Horlofs alteingesessen ist und sich in den Kirchenbüchern bl« zum 30jährigen Krieg zurückversolgen läßt.
Kreis Sdiotten.
# fi rel en feen, g. Dez. Kürzlich wurde von hier berichtet, ein hiesiger junger Mann habe In der Ardeiter-Wohlsahrts-Lotterie den Betrag von 50000 Mark gewonnen. Die® war jedoch ein Irrtum. Nicht auf sein Co® Nr. 548, sondern auf da® Co» Nr. 407 548 entfiel der Hauptgewinn.
V Gedern. 11. Dez. 3m Dergwlrt-bau« frlell dieser Tage der Reichsbahnarzt Dr. Bach vor Beamten, Angestellten unb Arbeitern her Reichsbahn
Dienst, dem Lriter der hiesigen Außenstelle behandelt. Sr ging zuerst auf die allgemeine Lage der Landwirtschaft ein, betonte, daß Im Osten des Reiche« immer mehr Entvölkerung Platz greise, der durch Ansetzung von Siedlern begegnet werden müsse, und kam bann auf bie bäuerliche Familienwirtschaft Im Lüben unb Süb- westen Deutschlanb« zu sprechen, streifte bie starke Konkurrenz bc« Auslanbes auf ben Märkten, bie ilehcrprobultion in ber Viehhaltung unb demgemäß bei der Milchwirtschaft, ör wie« auf Maßnahmen hin, bie eine Verteilung ber Pro- bultion bezweckten, erläuterte an Hand von Bel- spielen unb Zahlen, wie bie Booenbearbeitung rationell betrieben werben müsse, um bie Gestehungskosten ber eigenen Probukte herabzu- brückcn usw.
lieber da« Thema: „W le muß blc bäuerliche Geflügelhaltung umgestellt werden, um Im Ertrage zu befriedigen?" sprach Landwirtschafts-Assessor Dr. Schmitt von hier. Von dem SlngangSmotto: »Deutscher, kaufe deutsche Sier!" ausgehend, sagte er u a.. daß in den bäuerlichen Betrieben noch viel zu wenig Wert aus die Geflügelhaltung unb Slerproduktion gelegt werde. Sr verbreitet« sich bann eingehenb über bie Maßnahmen einer rationellen Geflugelzüchterei, wicS auf bie Eierver» wertung-tzenoftenfchasten hin unb aab Winke, Wie bie Swrprobuktion im Winter gefördert wer
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genoffrn'cha .Xttn Pos Tn Uorfi E-ochchrim, ke.t ber ®ci Sr führte 1 Donal des hetz dann 1 lataslrophe c.tDal nach etzUchwir? QLulüdlung der fitüdja ton ötioi tr«rtung_g; Monaten il gang und Märkten, fe Te.'vertuna 2äe.' trog D r.tn Dü'r v 0:gaiu1al;Di faTnmenfdik C'.nllub dr ßinbtoirt, «chnn, mi ist Lchon vmoertunx 1'gfn Dez i
Wen. sei« b: fcrc fßn lf Ut dann Deilar an S-'iloflen I-rftfilihu
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Km Iahresschluß muh die Geschäftswelt noch mehr al® sonst die Augen auftun. Wenn sich auch im De- icmber alljährlich viele® zusammenbrängt, da® Weihnachtsgeschäft, ber Bücherabschluß, bie Inventur unb andere® mehr, so bleibt boch dem Geschäftsmann, bem Kaufmann wie bem Hanbwerker ja auch ebem Privaten in diesem Monat bie Prüfung ber einen Frage nicht erlassen: Besitzest bu Farbe- r u n g e n, die mit bem Ablauf bes Jahre® 193 1 verjähren? Hast bu alle® getan, daß sich dein Schuldner nicht auf die Verjährung einer Forderung durch Vorschützen der Verjährungseinrede mit Erfolg berufen kann?
Unter Verjährung versteht man im vorliegenden Falle den Verlust von Rechten aller Art durch Ablauf einer bestimmten Zeit. Nach § 225 des Bürgerlichen Gesetzbuchs kann die Verjährung durch Rechtsgeschäft weder ausgeschlosien, noch erschwert, wohl aber erleichert werden. Bei Kauf- und Werkverträgen ist die vertragsmäßige Festsetzung einer besonderen Verjährungsfrist zulässig: in der Praxi® wird sie selten vorkommen. In der heutigen Zeit mit ihrer Geldoerknapoung und Geldnot werden wohl auch veriährbare Forderungen gewiß seltener vor-
________Verjährung zu 0 erhin - . ,' durch ein besonderes Rechtsge -
chäft in eine Darlehensforderung umgewandelt worden sind. Ferner Ansprüche auf eine Vertragsstrafe, Schuldscheine über ben Gesamtbetrag einer Rechnung, für deren Einzelbeträge kürzere Verjährungsfristen laufen, § 195 BGB.
In vier Jahren verjähren Zinsrückstände, Miet-und Pachtzinsen. Renten, Auszugsleistungen, Besoldungen, Unterhaltsbeiträge und alle regelmäßig wiederkehrenden Leistungen.


