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der Kölner Filiale der amerikanischen Handels­kammer für Deutschland der amerikanische Bot­schafter in Deutschland, Sackett, sich ausgespro­chen. Er bezeichnete die jetzige Krise als Folge einer '..Warenüberschwcmmung von 1930, einer Acberproduktion also, die auf der künst­lichen Anregung aus der Zeit der Kriegsgcschäfte beruhe, und stellte ausdrücklich fest, das; das ganz besonders auch für den amerikanischen Bin­nenmarkt gelte. Er sah schon die Anzeichen einer schmerzlichen und langsamen Genesung, die kom­men werde. Aber er vertrat nicht Len Standpunkt, daß sich die weltumfassende Krise von selber durch die Kräfte des Kapitalismus heilen würde. Er stellte den Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Zusammenarbeit der Staaten und überzeugter Friedenspolitik her, und er hatte den Mut, auf

denweltwirtschaftlichen Störungsfaktor ersten Banges" den Finger zu legen, der in der Belastung Deutschlands mit den un­produktiven Reparationsausgaben liegt. So forderte er das gemeinschaftliche Han­deln der verantwortlichen Führer der Rationew Diese Klarheit und der Mut bei einem so hervorragenden Bertreter der amerikanischen Staaten sind nur zu begrüßen und werden auch drüben in Amerika wirksam sein. Wenn das so ausgesprochen wird, wie es geschehen ist dann ist wohl der vorsichtige Optimismus berechtigt, der in dieser Rede des Botschafters widert.ang und ist die Hof nung begründet, daß schließlich die W rtschaftskrise ohne schwere Erschütterungen der sozialen und politischen Ordnung in Europa überwunden werde.

Wirtschaft.

Holzversteigerungs - Termine.

Montag. 9. Februar.

Versteigerer: Stadt Gießen. Vcrsteigerungsort: Abteilungen des Distrikts Hangelstein. Zusammen­kunft Daubringer Straße in der Nähe des Stein­bruchs. 9.30 Uhr.

Versteigerer: Bürgermeisterei Großen-Linden. Versteigerungsort: Gemcindewald Großen-Linden. Zusammenkunft Provinzialstraße GießenLeih- gestern, Kreuzungspunkt Schützenschneise. 10 Uhr.

Versteigerer: Bürgermeisterei Krofdorf Gleiberg. Versteigerungsort: Wirtschaft Moos zu Krofdorf. 10 Uhr.

Wochenbericht

vom Frankfurter Effektenmarkt.

Die Börse eröffnete den neuen Monat zuver­sichtlich. Die unveränderte Siemessdividende machte einen vorteilhaften Eindruck. Die Kurs- besserungen der letzten Woche setzten sich weiter fort. Zum Wochenende wurde es jedoch etwas schwächer, da man der Meinung war, daß der Dividendensah von 14 Prozent, bei Siemens nur aus Prestigegründen gegenüber den amerikani­schen Aktionären bewilligt wurde. 3m allgemei­nen haben jedoch b<^oe Abschlüsse (AEG. und Siemens) befriedig. Inzwischen ist auch der große Elektrisizierung^auftrag der Reichsbahn an die deutschen El^'ckrokonzerne erfolgt. Don diefen Mitteilun^zn ging eine stärkere Befestigung der Elektrov^'rte aus. Etwas geschäftshemmend wirkte allerdings der bevorstehende Reichstagsbeginn. Ferner ging von dem ungünstigen Bericht der preußischen Handelskammern, der in seinem Urteil zusammensaßt, daß keinerlei Ansätze zu einer Besserung vorhanden seien, eine stärkere Ver­stimmung aus. Daneben war die ungeklärte Stahlvereinsi ividende das Hauptunsicherheits- moment. Auch die Lage der Braunkohlenindustrie ist recht ungünstig infolge der anhaltend milden Witterung. Der weitere Verlauf der Börsenwoche brachte dann eine starke Aufwärtsbewegung der Kurse, da zwischen der Deutschen Volkspartei und dem Kabinett Brüning eine Einigung erzielt wurde und auch der bisher ruhige Verlauf der Reichstagssitzung stark anregte. Schließlich machte jedoch die französische Kapitalbeteiligung am deut­schen Markt den größten Eindruck Das Ausland zeigte daraufhin starkes Interesse an deutschen Werten und auch die Kulisse schritt zu größeren , Meinungskäufen. Es ergaben sih durchschnittliche Kursgewinne von 36 Prozent bei Spa'ialpapie- ren wie J.-G.-Farben, Siemens und andere bis zu 12 Prozent. Der Wochcnschluß eröffnete dann wider Erwarten in schwächerer Haltung, da die bekanntgewordene Stahlvereinsdivi'ende von 4'Prozent (i. CB. 6 Proz.) stark verstimmte. ^Gegenüber der Vorwoche ergaben sich jedoch auf "allen Märkten ansehnliche Kursgewinne. Cie Be­itrugen bei Banken 1 4 Prozent, bei Montan­werte 38 Prozent, und bei den übrigen Werten -von S10 Prozent. Besonders fest lagen I.-G.- Farben, Siemens, Salzdetfurth, Conti Gummi und Chade, die Besserungen bis zu 20 Prozent zu verzeichnen haben. Am Anleihemarkt er­fuhren Reubesitzanieibe infolge der neueren Aus­führungen Dr Dietrichs einen leichten Rückschlag. Der Pfandbriefmarkt hatte weiter freund­liche Tendenz Tagesgeld war auch nach dem Ul­timo noch gesucht, erleichterte sich jedoch zum Wochenschluß wesentlich Am Devisenmarkt konnte sich die Mart gegen den Dollar merklich befestigen, während Schweiz international weiter schwach tendierte.

Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt.

Auf dem internationalen Getreidemarkt steht jetzt argentinischer Weizen im Vordergrund, für den die Cnrteschähung inzwischen auf 8 Millionen Tonnen erhöht worden ist. Trotzdem ist die Preis­gestaltung sehr ruhig gewesen. Am hiesigen Ge­treidemarkt lag Inlandbrotgetreide im gan­zen fest. Die Festsetzung des Dermohlungszwanges auf längere Sicht wirkte etwas nach, zumal mit einer Herabsetzung des Weizenzolles kaum mehr gerechnet wird. 3m allgemeinen herrschte ziem­liche Geschästsstille, da die Unlust der Händler- schast anhielt. Die Preisbewegung war im ganzen ruhig. '

Am 3nlandweizenmarkt erhielt sich von Mühlenseite noch einige Rachfrage, nachdem auch vom Auslande gegen Wochenende höhere Kurse gemeldet wurden. Zu größeren plmsätzen ist es jedoch dabei nicht gekommen, trotzdem das Angebot sehr gering war. Gegen die Vorwoche ergab sich erneut ein Preisgewinn von 2,50 Mark pro Tonne.

Der Roggenmarkt schwächte sich infolge des stärker gewordenen Angebots gegen Ende der Woche etwas ab. Der Llmsatz war unbedeutend.

H a f e r lag wieder sehr still. Bei unveränderten Preisen war die Grundstimmung eher etwas schwächer, da der inländische Bedarf überhaupt geringer geworden ist. Der Gerstenmarkt ist stark vernachlässigt, zumal die Brauereien infolge des rückgängigen Bierabsatzes keine Kauf- neigung bekundeten. Die Preise blieben indessen behauptet. Industriegerste ebenfalls sehr ruhig.

Das Geschäft am Mehlmarkt zeigte sich weiter schleppend, trotzdem nahmen die Mühlen am Ende der letzten Woche eine weitere Er­höhung um 0,25 Mark pro Doppelzentner vor. Roggenmehl hatte selbst zu ermäßigten Forde­rungen nur kleinstes Geschäft.

Der Futtermittel marft lag fest. Die Rachsrage war z:m Teil etwas lebhafter. Leichte Preiserhöhungen konnten erzielt werden für Kleie, Futtermehle sowie für ölhaltige Futtermittel. Bei ruhigem Handel waren die Preise für Kar­toffeln weiter rückgängig. Der Zentner 3n* dustriekartoffeln hiesiger Gegend bei Waggon- bezug wurde mit 2,25 Mark bezahlt.

Die Woche schloß zu folgenden Rotierungen: Weizen 285 bis 287,50; Roggen 182,50; Gerste 210 bis 215; Hafer 160 bis 165; Weizenmehl, süd­deutsches, 42,25 bis 43 25; Weizenmehl, nieder- rheinisches, 42 bis 43; Roggenmehl, 60prozentige Ausmahlung, 26,25 bis 27.25; Weizenkleie 9,90 bis 10; Roggenkleie 9,50 Mark.

Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt. Die katastrophalen Preisrückgänge am Frank­furter Schlachtviehmarkt kamen in dieser Woche zum Teil zum Stillstand. Der ziemlich perringerte Auftrieb in einzelnen Viehgattungen trug zu einer leichten Preisbesserung bei. Rur am Schweine markt hielt die Depression an. Der Frankfurter Markt verzeichnete in dieser Woche die n ie d r i g st e n Schweine preise von sämtlichen deutschen Schlachtviehmärkten. 3m all­gemeinen war das Geschäft etwas besser als in den Vorwochen, in denen sich noch die Aus­wirkungen der Feiertage bemerkbar machten, so daß Angebot und Rachfrage nicht einheitlich waren. Auf dem Rindermarkt war der Auftrieb etwa der gleiche wie in der Vorwoche. Bei ruhigem Handel und wenig veränderten Preisen verblieb ein geringer Lieberstand. Für

einzelne Gattungen bestand etwas mehr Intereffe, so für beste Ochsen, Bullen und diesmal auch wieder für Kühe, die im Preise behauptet lagen. Färsen wurden weniger beachtet. Am Kälher- markt war der Auftrieb stark vermindert. In­folgedessen waren daher auch geringere Quali­täten besser gefragt. Der Handel war relativ ruhig, doch konnte der Markt geräumt werden. Die Preise lagen um 7 bis 8 Mark höher. Schafe hatten bei mäßigem Auftrieb und regem Geschäft Preisbesserungen bis zu 2 Mark. Die Beschickung des Schweinemarktes be­deutete mit 6046 (gegen 6230 in der Vorwoche) Stück eine wesentliche Erleichterung. Das Geschäft war trotz der allgemein ungünstigen Lage ziem­lich lebhaft. Die Preise neigten allerdings erneut von 2 bis 4 Mark nach unten. Der Markt wurde vollkommen geräumt. Der Auftrieb betrug bei Großvieh 1333 (1336), Kälbern 1045 (1320) und Schafen 190 (200) Stück. Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen Al 46 bis 50, A2 42 bis 45, BI 38 bis 41; Dullen A 45 bis 48, B 40 bis 44; Kühe A 38 bis 41;

B 34 bis 37, C 29 bis 33, D 24 bis 28; Färsen

A 46 bis 50, B 42 bis 45, C 38 bis 41; Kälber

B 63 bis.67, C 58 bis 62, D 53 bis 57; Schafe

Al 45 bis 48, B 40 bis 44, C 35 bis 39; Schweine A 48 bis 50, B 49 bis 51, C 50 bis 52, D 50 bis 52, E 46 bis 49, F und G nicht notiert.

Handels- und Gewerbebank e. G. m. b. H., Gießen. In der gestrigen Bilanz- sihung der Bank wurden die Abschlußziffern des Jahres 1930 vorgel?gt. Danach war die Ent­wicklung des Instituts trotz der ungünstigen wirt­schaftlichen Verhältnisse besri diGend. D'.e Bilanz­summe ist auf 3 237 438,53 Mk. gesti g n, der Ge­samtumsatz belief sich auf 120 Millionen. Die fremden Einlagen betrug n 2 298 545,89 Mk., das eigene Vermögen cinschl. Reserven 837 402,98 Mk.. die Gesamtgarantiemittel 2 588 402,98 Mk., die Zahl der Mitglieder 1477. Aus einem Rein­gewinn von 63 094,80 Mk. wird die Verteilung einer Dividende von 8 Prozent vorgeschlagen. Generalversammlung am 23. Februar.

* Volksbank Gießen. Die am Donners­tag stattgehabte ordentliche Generalversammlung war von 160 Mitgliedern besucht. Sämtliche Punkte der Tagesordnung wurden einstimmig erledigt. D.e Dividende wurde wieder auf 10 Pro­zent festgesetzt. Rechtsanwalt Zimmer, Gießen, und Rechner Becker, Kesselbach, wurden neu in den Aufsichtsrat gewählt. DahnassistentSom­mer gehört jetzt nicht mehr dem Aufsichtsrat, sondern dem Vorstand an.

* Haus Neuerburg. D e 3igarettenfabrit Haus Reuetvurg in Trier wird vom 6. bis 23. Februar ih.e Zigarettenfabrikation wegen Absahmangels einstellen. Sie kaufmännischen Än- geste.lten werden während dieser Zeit weiter- beschäftigt. Rach dem 23. Felr.:ar soll der Be­trieb im bisherigen Almfang wieder ausgenom­men werden.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 7. Febr. Tendenz: fest. Die Wochenschlußbörse eröffnete zunächst bei sehr kleinem Geschäft, nach den starken Steigerungen an der Abendbvrse, in leicht geschwächter Haltung, da die Kulisse die hohen Kurse zu Gewinnmitnahmen be­nutzte und auch von außen her infolge des frühen Börsenbeginns noch feine Anregung vorlag. Die elften Kurse lagen etwas nachgebend, doch betrugen die Kursrückgänge nur selten mehr als 1,5 o. H. Etwas mehr gedrückt lagen Deutschs Linoleum mit 1,5 o. H., Zellstoff Aschaffenburg mit 2 v. H., und von Bankwerten neue Reichsbankanteile, die 2,75 o. H. verloren. Ziemlich fest lagen dagegen Zell­stoff Waldhof mit plus 3,75 v. H., Lahmeyer mit plus 2,40 v. H. und von Montanaktien Gelsen­kirchen mit plus 2 v. H. Gleich nach den ersten Kursen schritt die Spekulation zu neuen Käufen, zumal auch das Publikum einiges Kauf­interesse zeigte. Stimulierend wirkten die zum größten Teil günstig aufgenommenen Bilanzziffern des Siemens-Abschlusses. Das Geschäft wurde leicht lebhaft, und Kursbesserungen für Spezialwerte bis 3 v. H. waren zu hören. Das Gros der Papiere lag ebenfalls bis 1 v. H. gebessert, so daß die Anfangs­verluste überwiegend eingeholt wurden. Am Anleihe­markt lagen Altbesitz weiter fester; dagegen blieben Neubesitz nur behauptet. Im Verlaufe war die Kurs­gestaltung nicht mehr ganz einheitlich, die Grund­stimmung aber unverändert. Besonders stark gesucht waren Schuckert, die bis 2 v. H. gewannen. Wan motivierte diese Aufwärtsbewegung damit, daß

Schuckert In der letzten Zeit besonders scharfen Baisseangriffen ausgesetzt gewesen sei. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4 vH. unverändert leicht. Am Devisenntvrkt lag das Pfund unverändert fest. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2050, gegen Pfund 20,4450, Kabel gegen London 4 861750, gegen Mai­land 92,98, gegen Madrid 45,80, gegen Schweiz 26,1625, gegen Holland 12,1050.

Berliner Börse.

Berlin, 7. Febr. Die Tendenz blieb auch zum Wochenschluß weiter f e ft. Die gestern abend ver­öffentlichte Sicmens-Bilanz wurde int allgemeinen sehr günstig ausgenommen. Die elften Kurse lagen überwiegend 1 bis 3 v. H. über den gestrigen Vor­mittagskursen, und das Geschäft war schon zu Be­ginn für einen Samstag recht lebhaft. Vom Aus­land und vom Publikum lagen am Elektro- markt für einige Spezialpapiere kleine Kauforders vor, während bei der Spekulation eher etwas Realisations­neigung bestand. Die vorliegenden Momente, ab­gesehen von den bereits erwähnten Siemens-Bilanz- Ziffern, waren nicht ganz einheitlicher Natur. Am Eisenmarkt zeigte sich eine Belebung. Die Stickstoff­absätze stellten sich im Januar etwas niedriger, da­gegen beurteilte man die politische Lage weiter gün­stig und rechnet mit einer Ablehnung der Miß­trauensanträge gegen die Regierung Verschiedene Werte wurden mit Plus-Plus notiert^jo^olzmann, Berger, Aku und Bemberg. Die Kursgewinne be­trugen bei letzteren 3 v. H. Zellstoff Waldhof, Soenska, Chade, Rheinische Elektrizität, Lahmeyer und Salzdetfurth wiesen bei lebhaften Umsätzen Bes­serungen bis 6,5 v. H. auf. Für Textilaktien zeigte sich ebenfalls stärkeres Interesse, da die Ausfüh­rung des Streiks in Lancashire anregte. Auch Warenhausaktien waren heute lebhaft gefragt Schwächer lagen heute Schubert & Salzer, Rhei­nisch-Westfälisch^ Elektrizität und vor allem Ham­burg-Süd, letztere verloren über 3 v. H. Deutsche Anleihen schlossen sich der allgemeinen Aufwärts- entwicklung ebenfalls an. Von Ausländern neigten Mazedonier etwas zur Schwäche, dagegen zogen Ungarn an. Pfandbriefe blieben weiter freundlich, ebenfalls Reichsschuldbuchforderungen. Tagesgeld erleichterte sich auf 5 bis 7 o. H., die übrigen Ätze blieben unverändert. Nach den ersten Kursen wurde die Stimmung etwas schwächer, später setzte sich aber vom Elektromarkt ausgehend, an dem die Gerüchte über eine internationale Elektrifizierungs­anleihe, die feit einiger Zeit umgehen, anregten eine neue Aufwärtsbewegung durch. AEG. zogen auf über 100 v. H. an und eine ganze Reihe niedri­gerer Werte konnten 1 bis 3 o. H. über Anfang ge­winnen. Später konnten sich diese Gewinne nicht überall behaupten.

Amtsgericht Gießen.

Eine überaus rohe Tiermißhandlung fand durch Verhängung einer ho)en Geldstrafe über den Tierquäler ihre Sühne. Es handelt sich um den Gang eines schwerkranken Pferdes zur Schlachtbank. Das Tier befand sich in einem Zu­stand, der sein Treiben nicht mehr zulieh. Trotz­dem bediente sich der Angeklagte, der junge Knecht eines Pferdemehgers, keines Transport­mittels, obwohl ein Wachtmeister, der von meh­reren entrüsteten Passanten auf den Vorfall auf­merksam gemacht worden war, die sofortige Be­nutzung eines solchen angeordnet hatte. Der An­geklagte trieb das Tier in der seitherigen Weise weiter. Ein Zeuge sagte aus, das Pferd sei fast nur noch gekrochen, -ein anderer, es sei alle Augenblicke zusammengekniclt DieHandlungsvxi?e des Knechts zeugt von einer hochgradigen Ge­fühlsroheit, und derartige Tierquälerei, für die der neue Strafrechtsentwurf erhöhte Strafe, auch Gefängnisstrafe, vorsieht, verlangen gebieterisch eine Sühne, auch wenn der Täter nicht unmittel­bar durch Schläge und dergleichen auf das Tier einwirkt.

Drei Arbeitslose zechten in hiesigen Wirtschaf­ten ohne Geld; sie fürchteten eine Anzeige wegen Zechprellerei und bemühten sich, solches auf jeoe Weise herbeizuschaffen. Zunächst versuchten sie vergebens, Arbeit zu erhalten, dann verfielen sie auf betrügerische Manipulationen. Einer von ihnen kaufte sich in einem Laden einen Anzug auf Kredit, offensichtlich in der Absicht, ihn nie zu bezahlen. Sein Komplice, der, wie er selbst zugibt, sich sagte, es handle sich um ein un­sauberes Geschäft, nahm den Anzug an sich und verpfändete ihn. Er erhielt wegen Hehlerei, da immerhin Milderungsgründe Vorlagen, statt einer Gefängnisstrafe eine Geldstrafe von 25 Mark. Die Verhandlung gegen die Mitangeklagten wurde wegen Stellung neuer Beweisanträge ausgesetzt.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt bejchlossenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 5 v H., Lombardzinsfuß 6 o.H.

iiantiun a. v>.

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Berlin

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6.2.

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7.2

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6.2.

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7.2.

Datum

Sa)» h.--

6.2.

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6.2.

Bn'anz» Kurs

7.2.

6% Deunche »ieldjüanlfüie Bon 1027 ........

7% Scutfdje Reicheanleihe von 19-20........

Teuische Slnl.-Ablöl.-Schuld mit 8lu6loi.Jfcditen ......

Seefll. ohne Ruslol.-Rcchls - .

b% .t'cfl. Voll.'float von 1939 mtdwhib 102%)......

Cbfrbillcn Provinz - Anleihe mi- ChHiol.-ffirrtHcii......

Tcuilcke fiomm. Sainmelabl.

Anleihe Gerte 1 ...

6% nranif. Hnv.-Bank Goldvie XIII untünebar 6k' 1V.3I . . .

7% i'rnnti Huv.-Aank Goldpfe untuiiobar bl» 1032 ....

<4% iHbelniirfie Hnp.-Bonl Stau, (bülovfe.......

l!r. SanbeWrnibbrtefQnftalt, Planvl'neie R. iS . .

S% l:r L'anBeelian briefanftolt, flonim.ȣbl. 'J?. 20. . .

«% 'St Sonbc - anobriefarrftalt, i'lanöbricic tR 81 .....

A EG flbfl. (8outie0S.£bll(jatio nen. rückzahlbar 1932 . .

4% Ceftcnftditldie Solvrenle . . <,2Ö% Ocstcrreichische Gllbetrente 4% Crfiecrcldjtfdie Einheitliche diente . .....

4% Unflarilcfie Golvrente ...

*% UnnarW Staatsrente v. 1910 4Vt% oeeni- oon 1913 1% llnparildie fironenrente . .

4% lürttldie Zollanieihe von 1911

4% Türkilche Bagdadbahn-Anl Serie l

4% Drofll. Serie II.......

6% Rumänische vereinh. Rente von 1903

<'/s% Rumänische vereinh. Rente von 1313 ... ......

i% Rumanilche Vereint). Renis .

85

89

48,5

49,5

100,25

92,75

88

100,5

97

97

96,5

23

2,25

19,8

17

i ,35

3,15

1,15

3,15 b,4

14,65

7.45

52,25

5,05

84,8

98,6

51,75

4,8

89

49

100,5

97

97

24,8

1,3 19.75 16,75

17,2

1.35

3,2

9,3

14,4

7,4

I IS 1 £>»'«281 II 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1

vamoutfl-jlmertfa 'Batet ... 7 hamburg-SOdam. Dampfschiff. 8 fcauia Dampfschiff .... 10

Jlorbbeuhrfter Lloyd.....8

üllnememe t'eutfdieGtebilanfL 10 Barmer Bankverein ... 10

Berliner Handelsgesellschaft . 12 Hemmet-, und Priyat-Bant. 11 Tarmktadt-r und 'JlartonaWan! 12 Deutsche Bank und

Disconto.Gesellschaft, ... 10 Dresdner Bant......10

Reichsbant........12

EG...........8

Bergmann.........9

tfleltr. LieferungSgefcpichaft., io Licht und Kraft......10

netten & Guilleaume . . . 1>/2 Getelifchait für Elektrische

Unternehmungen .... io Hamburger Elektrizitäts-Werke 10 iibcmüdw Elektrizität . . . . 0 Lcktletiiche Elektrizität. ... io srtiudcrt & ISo.......ij

Licmeus li Halske . . . 16 Ironetaoto . ....... 8 abmeper&Go.......io

Buderus..... .... 5

Teutlche Erdöl ....... 6 Estener Steinkohle ...... 8 Geilenkirchener ....... 8 Haipeuer ........ 0 Hoclch Eilen ....... 6yt Iile Bergbau...... . 10

Nlöcknerwerke ........ 7 Söln-Neucilcn..... 7

Mannesmann-Röhren .... 7

Mansfelder Bergbau . .... 7 Cberldilcr ülienbcoad .... 6 Cbcrfdilcl. iluloroede.....7

Phönix Bergbau .... 6% Rheinische Braunkohlen . . 10 Oibetnitahl ........6

Ricbeck Montan ...... 7,2

65,5

66.5

96,75

101

120,5

111,5

143

111

111

238,5

99,25

111,5 ' 75

111

104

115

178,5

115

67

72,75

76

164

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66

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36

55

157

70.5

.

65,75

101

112

143

111

111,25

99,25

111.75 79.9

110,5

116

177 Ji 117,4

65,25

77

E -

i

70

64 128,75

108 65,65 97,25 100.9 121,25 111.5 140,5

110,4 110,75 241,25

97,75 107,25

114 109,75

76,5

107 107,5 102.25 109.25

113,5 170.25

125,5 112,5

46,4

61,25

75 73,75

61

163,5

57

67 64.25 30.75

36 70

54

159 68,9

64,5

125,5

109

66.25

97,4

101

122

112

142,5

110,75

110,75

99,4

114.5

111,75

79

110

108.5

108,75

110.5

114,5 178

116

46,75

65,5

77

76,5

166,5 58

65,5

32

38

62

55,5

161.5

59,65

vrantiun a.

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Banknoten.

SritC"""

Schluß»! ii re |

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Äntang» fiurd

Berlin 6. Februar

Geld

AmeNkani'che

Roten......

4.193

4,213

Velgtickie Noten . . .

58.41

58,65

Datum

6.2.

7.2.

6.2.

7.2.

Tanliche Roten . . .

* *

112,08

112,52

Eiig'ifche Roten . , , Ktuntüiiidie Roten . . .

20,39

20,47

Bereinigte Stahlwerks .

56

59

58

59

» .

16,45

16,51

Ltavt Minen . . .

. 16'/.

30.5

30

30.5

Holländische Roten . . .

168,46

169,14

Kaliwerke Aschersleben .

10

137

134,5

137

Italientscho Noten....

21,97

22,05

Kaliwerke Westsregeln .

10

145

144

141.5

144,5

Rorwegitche Roten . . .

... .

112,08

112,52

Kaliwerke Salzdetfurth .

15

205,75

204,5

200

204,5

Deuttch-Oesierreich, i 100 Schilling

58,88

59,12

Rumannch.- Roten . . .

2,475

2,495

I. G. ftarben-gnbufate. Tvnamit Nobel .... Scheideanstalt.....

e

12

138,5

137,5

136,4

137,5

Schwedische Roten . . . Schwei.,cr Roten ....

112,28

81.12

112,72

81,44

. 9

125,75

125,75

Spanische Noten ....

T'chechotlowakische Noten.

42,61

12,385

42,79

12,445

GoidsAMtdl . e e

Nütflerswerte

6

. 6

36

47.9

47,9

36

47

37,85

47,5

llngaritche Noten

73.13

73,43

Metallgelelllckast. . . .

. 8

68

68,5

68

68,5

Devisenmarkt Berlin Frankfurt

a.M.

Philipp Holzmann . . . Zementwerk Heidelberg Gement,uerf Karlstadt. . SBanfe & ffreytag . . .

. 7

77

77,5

74,5

77

6.$ebruar

7-Febmai

10

10 . s

73

42.25

-

40,5

Amtliche Wein

Notierung

»rief

Amtliche (Selb

Notierung »rief

21 nUt.» flott.

168.68

169.02

168,71

169,05

Schultheis Patzenhojer . Cftroerfe.......

Aku.........

Bemberg.......

Zellstoff Waldbok . . . Zellstoff Afchaftenbura . Lharlottenburger Waller Dessauer (Bai ...

Daimler Motoren . . . Teutlche Linoleum . . Maschinenbau QL»®. . Nat. Automobil . . . Lrenllein & Koppel . . Leonhard Tietz ....

15 12 18 H IS'/.

12 . 8 . V . 0 * 6 . 0 . 6

10

61

58

93,75

74

24,5

105

103

Illi | 1 Sen 1 £ 1 1

158,9

137

59,5

56,5

92

70

83,25

110,65

23

101,5

31

42,65

101,5

162,5

140,5

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81,16 42,81

2.080 0.362

1.286 58.725 112.56 112,56 112,70 10,589

22,03 20,451 4,2085 16,505

81,32 42.89

2,084 0,364

1.282 58,63

112,40 112,42

112.52 10,571 22,005

20,423 4,201 16,47

81,185

42.91 2,080 0,362

1,286 58,75

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4,209 16,51

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1.784

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10

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5,447

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10

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10

-

118

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20,925

20,965

20,935

20,975