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gende Erklärung abgegeben: Wie unser Bot- schafter in Poris, Herr v. Hoefch, beauftragt trorfen ist. es 2 riand zur Kenn nis zu bringen, wünschen wir zu betonen, daß

unsere Anwesenheit in England keineswegs gegen Frankreich gerichtet ist.

Mnfer Ziel ist, uns mit den Vertretern der eng­lischen Regierung über viele Schwierigkeiten zu unterhalten, die in der ganzen Welt vorhanden sind und eine böse Gefahr für die Existenz der industriellen, landwirtschaftlichen und der Ar­beiterkreise darstellen. Es versteht sich von selbst, das; wir namentlich über die Schwierigkeiten sprechen werden, die wir in Deutschland hin­sichtlich unseres Dudgetausgleichs und un­seres Wirtschaftslebens haben. Die gegen­wärtige Regierung hat wiederholt im Laufe der letzten 14 Monate die Steuern erhöht und die Ausgaben erheblich gesenkt. Eine solche Aufgabe ist für eine Regierung alles andere, als angenehm.

Bankiers und Wirtschaftler sind dabei.

£ o n b o n , 6. Juni. (2DIB. Funkspruch.) wie der diplomatische Korrespondent desDaily Telegraph" erfährt, fleht zu erwarten, dah Macdonald am Samstag und Sonntag hervorragende Ban - kiersundwirlschaftler, darunter solche, die an der Ausarbeitung de» Houngplanes teilge- nommen haben, nach Lhequers einladen wird, um sie mit den deutschen Gästen zusammenzubringen.

Oie neue belgische Regierung.

Brüssel, 5.Juni. (WTB.) Die neue bei- gische Regierung ist wie folgt gebildet: Mi­nisterpräsidentschaft und Inneres: Renkin, Aus­wärtiges Hymans, Justiz: Cocq, Finanzen: Houtart, Industrie, Arbeit und soziale Fürsorge: Heyrnann, Kolonien: Crockaert, öffentliche Arbeiten: van Waenegem, Post und Telegraph: Bovesse, Krieg: Dens, Unterricht: Petitjean, Landwirtschaft: van Dieooet, Verkehr: van Isacker.

Das neue Kabinett zählt sieben Katholiken und fünf Liberale.

Do X" in Natal gelandet.

Rach einem TU.-Funkspruch aus Reuhork ist das FlugschiffDo X um 15.45 Ahr über MEZ. von FernandoRoronha zumWeiter- fluge nach Ratal gestartet und dort um 18.15 MGZ. eingetroffen. Die Bevölkerung verfolgte dicht gedrängt von den Uferstraßen aus das Riedergehen des Luftriesen. Die Führer der Do X'7 und die Passagiere wurden kurz nach der Wasserung von den Spitzen der Stadtbehörden empfangen. Fast sämtliche Häuser waren mit Flaggen in den deutschen und brasilianischen Far­ben geschmückt.

Do X soll in Ratal gründlich überholt wer­den, was wahrscheinlich eine Woche dauern wird. Dann wirdDo X" direkt nach Rio de Janeiro fliegen. Don einer Zwischenlandung in Pernain- buco, die ursprünglich beabsichtigt war, wird Ab­stand genommen, da der Hafen von Pernambuco für die Landung eines so großen Flugbootes nicht für geeignet gehalten wird.

Aus der provinzialhauptfiavt.

Gießen, den 6. 3uni 1931.

Oie kritische Ader.

Die guten Kritiker sind Künstler. Sie wissen un« fern Blick auf das Wesentliche zu lenken, sie lassen sich nicht verblüffen und gehen auf das Ganze. Diese aufbauende Kritik ist immer gut. Ich habe schon manche Buchbesprechung gelesen, die besser war, als das Buch selber. Im Gegensatz zu dieser positiven Kritik steht die rein neßaüoe. Hierher gehören jene Kritiker, die glauben, sie müßten an allen Dingen etwas auszusetzen haben, sonst wäre es doch keine Kritik. Etwas kann man schließlich an jedem Werk finden, das unferm Geschmack nicht entspricht. Des­halb darf man aber das Gute nicht übersehen und wegen einer schwachen Stelle nicht alles in Grund und Boden verdammen. Gar oft werden diese schar­fen Kritiken auch noch oberflächlich und unsachlich abgefaßt, mit vielen geistreich scheinenden Aus­drücken und Schlagwörtern gewürzt. Man gibt sich den Anschein, als ob man etwas verstünde. Das ist schlimm.

Nicht minder schlimm sind aber unsere Mitmen­schen, die einekritische Ader" haben, wie sie be­haupten. Sie wollen ja im Grunde genommen gar keine Kritiker fein, sondern nur zeigen, daß sie sich kein X für ein U vormachen lassen. So erklärt sich ihre Einstellung zu allen Lebenserscheinungen. Es gibt nichts auf dieser Erde, das sie nicht unter ihre Lupe nehmen, politische Zustände, wirtschaftliche Nöte usw. Alle Neuerungen, alle Maßnahmen wer- den scharf gegeißelt und verurteilt. Am meisten na­türlich unsere lieben Nächsten. Was wird da alles ausgesetzt! Als ob sie selber Engel wären!

Es gibt Menschen mit der kritischen Ader, die eben n i e etwas Gutes sehen, sehen wollen. Sie glauben,

Riesenfeuer in München.

Oer Münchener Glaspalast völlig ausgebrannt.

München, 6. Juni. (WTB. Funkspruch.) 3n dem berühmten Münchener Glaspalast, der gegenwärtig, wie alljährlich, eine große Kunstausstellung beherbergt, brach heute 3.25 Ahr ein Brand aus, der so heftig um sich griff, daß das Gebäude in kurzer Zeit in hellen Flammen stand. Eine Stunde nach dem Alarm der Feuerwehr war der Glas- Palast vollkommen ausgebrannt. Es steht nur noch das Eisengerüst, aber auch dieses ist an verschiedenen Stellen bereits eingestürzt. Die Feuerwehr mußte sich darauf beschränken, die anderen Gebäude zu schützen. Der Südwind treibt die Funken mehrere hundert Meter weit.

Der Glaspalast war 1853 54 als Industrieaus­stellungsgebäude errichtet worden und bestand nur aus Glas und Eisen. Seit 1888 fand bis zum Weltkriege hier jährlich die von den Münchener Künstlervereinigungen veranstaltete internationale Kunstausstellung statt, die die neuesten Werke vom Kunstmarkte zur Schau brachten.

Die Entstehung der Katastrophe ist noch in Dunkel gehüllt. Ein Beamter der ständigen Feuerwache bemerkte auf seinem Rundgange, daß daS Feuer auffallenderweise in der oberen Amrandung des Rvrdflügels aus- e b r o ch e n war. Es griff mit rasender Schnei- igkeit um sich, so dah der Beamte nicht einmal mehr Zeit hatte, aus dem Gebäude selbst tele­phonisch anrufen zu können. Wie weit die durch das Großfeuer vernichteten Kunstwerke versichert sind, ist noch nicht bekannt, jedenfalls ist der Schaden durch die Verwüstung einer solchen Auslese von Kunstwerken, die die Münchener Kunstausstellung vereinigt hatte, als inter­national katastrophal zu bezeichnen. Die rasende Ausbreitung des Brandes ermöglichte nur, etwa 50 bis 60 Bilder zu retten.

Ein unmittelbar angrenzendes Gebäude mußte von der Feuerwehr, die bereits 30 Sekunden nach dem Alarm unterwegs war. geräumt werden.

Wie der Landcsdicnst des Süddeutschen Korre- spondenzburcaus authentisch erfährt, find von dem im Glaspalast ausgestellten Gemälden nur Leihgcmälde, wie beispielsweise die fast vollständig vernichteten Sammlungen der Roman­tiker, und die solcher cingeladencr Künstler ver­sichert. Für alle anderen Werke war nach den Satzungen der Ausstellung die Versicherung Sache der Aussteller selbst. Es ist daher bedauerlicher­weise anzunehmen, daß dem ungeheuren ideellen Schaden durch die Vernichtung wertvollster Kunst werte ein als nicht annähernd abzuschätzender Sachschaden von vielen Millionen anzufügcn ist, da wohl die meisten der Künstler, die Sicherheit des Ausstellungsgebäudes voraussehend, ihre Werke nicht versichert haben.

Eine der größten Katastrophen der nationalen Kunst.

München, 6. 3uni. (MTB. Funkspruch.) Gegen 9 Uhr früh konnten die ersten £öschzüge von bed Brandstätte des Glaspalastcs wieder abrücken. Ins­gesamt waren in der diesjährigen Kunstausstellung 2 8 20 Merke der Malerei, Graphik und Plastik ausgestellt. Davon konnten nur 50 bis 60 g e - rettet werden, und auch diese nur wahllos. Die unersetzliche Sonderschau der Romantiker ist völlig vernichtet. Abgesehen von dem materiellen Schaden ist der ideelle so ungeheuer, dah man wohl von einer der gr ö ß t c n K a l a st r o - phen der nationalen Kun st sprechen kann.

es sich schuldig zu sein, immer von neuem zu kriti­sieren, irgend etwas schlecht zu machen. Damit meinen sie, Geist zu zeigen. Geht es dann irgendwie aufwärts, bann finb die Kritiker erst recht nicht zu­frieden.Das ist alles nur scheinbar!" behaupten sie.Das Schlimmste kommt nach!"

Daß sich die kritische Ader hauptsächlich bei den Pessimisten zeigt, nimmt uns nicht wunder. Sie haben eben eine schwarze Brille auf und sehen dem. entsprechend alles düster. Aber auf die Nerven fallen uns diese ewigen Kritiker doch, weil sie an allem herummäkeln. Es ist schließlich keine Kritik mehr, sondern Nörgelei. Und solche Nörgler soll man sich vom Leibe halten. Sie sind wie eine Krankheit und wirken ansteckend.

Durch diese Nörgelei wird ja auch in den selten­sten Fällen etwas gebessert. Die AusredeIch tue es meinem Mitmenschen zuliebe", ist doch sehr durch- ichtig. Wir Menschen sind nun einmal sehr Der« chieden nach Anlage, Lebensauffassung usw. Und ms ist gewiß kein Schaden. Warum will der ewige Kritiker alles nach seinem Sinne ummodeln? Der Hauptgrund ist wohl in dem allzu großen Selbstge­fühl dieser Menschen mit der kritischen Ader zu sehen. Sie meinen, die andern müßten so sein wie sie. liebten sie aber an sich selber einmal mehr Kritik, gingen sie an sich und ihre Eigenschaften mit einem schärferen Maßstab heran, dann würde mancher Satz unausgesprochen bleiben.

Weshalb versuchen wir nicht, unsere Mitmenschen und die Dinge um uns so zu nehmen wie sie finb? Unvoreingenommen, rein fachlich und harmlos soll­ten wir ihnen begegnen. Ich glaube immer noch, daß das ein gutes Wort ist:Von deinem Mit­menschen sollst du zunächst das Beste annehmen!" Warum immer das Schlimmste? Vielleicht deshalb, weil ich dadurch besser erscheine? Welch törichtes Be- ginnen! Darum muß unser Urteil zurückhaltend und vorsichtig sein.

Gute Kritik ist immer von Vorteil. Wenn mir ein Fachmann etwas über eine Arbeit von mir, dem Dilettanten, sagt, dann nehme ich das als selbstver­ständlich hin. Das ist eine gesunde Beurteilung, positive Kritik. Ich weiß bei der nächsten Arbeit, was ich besser machen muß. Ein Nörgler aber würde mir alle Zuversicht rauben.

Es gibt sogar Nörgler, die sich an die Natur heranwagen, um dort ihre Kritik zu üben. An Blumen, Bäumen und Früchten Haven sie etwas auszusetzen.Das könnte fo und so sein!" Fällt uns da nicht die alte Geschichte vom Schulzen Hoppe ein, der da glaubte, das Wetter besser machen zu können als der liebe Gott? Oder auch die Fadel von dem Bauern, der sich während des Heumachens unter einem nahen Eickbaum ausruhte und dabei feine Betrachtungen anstellte, warum der große Baum fo kleine Früchte hätte und der Kürbis in feinem Gar­ten fo große? Als ihm dann während des Schlafes eine Eichel auf die Nase fiel, da wurde er auf ganz natürliche Weise belehrt, daß man nicht zu viel kritisieren soll.

Vielleicht denken auch die Menschen mit der kriti­schen Ader gelegentlich einmal an diese Fabel. Es könnte ihnen nichts schaden! E.R.

Bornotizen.

Tageskalender für Samstag: Artil­lerie-Verein: Monatsoerfammlung 20.30 UhrHes­sischer Hof". Gau Niederwald im Bunde Deut­scher Marinevereine Marine-Gautag im Bootshaus Wißmarcr Weg. Lichtspielhaus Bahnhofstraße: Der falsche Ehemann", ab 10.45 Uhr Nachtvorstel­lungAus der Sprechstunde des Dr. X".

Tageskalender f ü r Sonntag: Stadt­theaterLiebe unmodern", 20 bis 22 Uhr. Matthäusgemeinde Gießen: Familientag, 15 Uhr, im Philosophenwald. Gießener Studentenschaft: Sommerfest in der Volkshalle. Beginn 20 Uhr. Lichtspielhaus Bahnhofstraße:Der falsche Ehe­mann".

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen findet das erste Gastspiel der Sommerspielzeit statt. Das BerlinerKleine Theater" bringt mit der bekannten Tonfilmschauspie- lerin Grete Reinwald das Konoersationslustspiel Liebe unmodern" von Sterk zur einmaligen Aufführung. Trotz des Gastspiels ermäßigte Som­merpreise! Beginn der Vorstellung 20 Uhr, Ende 22 Uhr.

Familientag der Matthäus-Ge­meinde. Am morgigen Sonntag veranstaltet die Matthäusgemeinde zusammen mit der Kinderkirche ihren diesjährigen Familientag im Philvsaphenwald. Musikalische Darbietungen, Gesangsoorträge, Spiele der Mädchenvereinigung und Ansprachen werden den Nachmittag ausfüllen. Ihre Mitwirkung haben Frl. H o r ft (Sopran), Lehrer Kruger, Steinfurth (Tenor! Frau Dr. Fischer (Klavier) sowie die Iung-Mädchenvereinigung und Mitglieder des Ver­eins für christliche Musik zugesagt. Näheres in der gestrigen Anzeige.

Vom Konzertverein wird im8 ge­schrieben: Das diesjährige große Volkskonzert wird am 20. 3uni in der Dolkshalle unter der Leitung von Dr. Stefan Temesvarh stattfin­den. Die mitwirkenden 3nstrumentalkräste des Gießener Orchestervcreins, in entspre­chender Weise verstärkt, sind für die besondere Aufgabe gründlich vorbereitet worden. Zur Auf­führung gelangen Werke durchaus volkstümlichen Charatters. Die akademische Festouvertüre von Brahms leitet den Abend ein: es folgt sodann die reizvolle Suite von DizetL'Arlesienne". So­dann spielt Frl. Edeltraut Raab das ^-Moll- Konzert von Chopin mit Orchester. Den Abschluß bildet die Zweite ungarische Rhapsodie von Liszt. Die Eintrittspreise zu diesem Konzert werden ent­sprechend dem volkstümlichen Charakter sehr ge­ring gehalten werden. Es ist daher zu hoffen, daß sich die Veranstaltung, von einheimischen Kräften getragen und für alle musiklievenden Kreise unserer Stadt gedacht, eines regen Be­suches erfreuen wird. Alles Rähere geht aus den Anzeigen hervor.

Der Frauen-Derein vom Roten Kreuz für Deutsche über See, Ortsgruppe Gießen, veranstaltet am Samstag, 13. Juni, in den Räumen der Liebigshöhe einen Wohltätigkeits-

Tonz - Tee. Der Reinertrag ist zum Besten der deutschen Schwesternheime in den lieber,eelänbern bestimmt und dient dazu, das Deutschtum im Aus­land in feinem schweren Existenzkampf zu unter­stützen. Für künstlerische Darbietungen unter Mit­wirkung bekannter Kräfte, sowie für gute Unter­haltung der Besucher ist Sorge getragen. Die Ver­pflegung haben die Veranstalter in eigene Regie genommen. Speisen und Getränke werden zu Tages­preisen abgegeben. Es wird noch daraus hingewie- scn, daß der Anfang auf 19 Uhr festgesetzt ist. Im Interesse der guten Sache ist eine rege Beteiligung erwünscht. Näheres im heutigen Anzeigenteil.

** Die städtische Kunstsammlung im Reuen Schloß. Eingang Senckenbergstrahe, ist morgen. Sonntag, von 11 bis 13 ilfor bei freiem Eintritt geöffnet. Kinder haben nur in Beglei­tung Erwachsener Zutritt.

Die Museen und der Heidenturm sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr bei kleinen Preisen geöffnet.

" 4 0. Dienstjubiläum einer Haus­angestellten . Die Hausangestellte Katherina Klinke! aus Lollar kann in diesen Tagen da- 40. Dienstjubiläum im Hause der Familie Hett- ler begehen. Die 3ubilarin, die sich der größten Wertschätzung erfreut, wurde ursprünglich als Kindermädchen in das Haus ausgenommen und hat dort Kinder und Kindeskindcr betreut. In der Folge machte sie sich im Haushalt unentbehr­lich und wurde so zur Helferin, die heute man nicht misten möchte.

** Selb st mord eines Unbekannten. Der heutige Polizeibericht meldet: Gestern abend erschoß sich in unmittelbarer Nähe der Bahnunter­führung an der Frankfurter Straße ein etwa 70 Jahre alter Mann. Da der Greis keinerlei Papiere bei sich hatte, konnte seine Person nicht feftgeftellt werden. Der Tote ist etwa 1,68 Meter groß, hat weiße Haare und einen weißen Vollbart, bekleidet ist er mit einer blauen Hose, blauer Weste und einer schwarzen Lüsterjacke. Er trägt braune, handgestrickte Strümpfe, in die die Buchstaben K. M. rot einge­strickt sind, Sandalen, ein blau und gelb gewürfel­tes Hemd, wollene Unterhosen und einen Strohhut mit einem schwarzen Band vervollständigen seine Kleidung. Bei dem Toten wurde ein Tesching ge­funden. Sachdienliche Mitteilungen, die der Fest­stellung der Person des Mannes dienen, erbittet die Kriminalpolizei.

** Rundfunk-Konzert aus Weilburg. Am morgigen Sonntag findet in der Zeit von 12 bis 13 Uhr die Uebertragung eines Promenadenkonzerts aus dem Weilburger Schloßgarten durch den Süd- westdeutschen Rundfunk statt. Die Weilburger Städti- sche Bürgergardekapelle konzertiert unter der Lei­tung des Kapellmeisters H u p s e l d.

** Linnö-Dortrag. Am nächsten Donners­tag, 11. Juni, wird Prof. Küster um 20.30 Uhr im Botanischen Hörsaal überAlter und Tod bei den Pflanzen" sprechen. Näheres in der heutigen Anzeige.

Schweres Llnglück am Bahnübergang bei Niederwalgern.

Am Bahnübergang der Main-Weser- Dahn, in unmittelbarer Rähe von Rieder- Walgern, ereignete sich gestern gegen 17.30 Llhr ein schweres llnglück. Der pensionierte Schaffner Scherer aus Rieder-Walgern pas­sierte um diese Zeit mit einem mit zwei Kühen bespannten Wagen, auf dem er, seine Frau und zwei seiner Enkelkinder saßen, den Bahnübergang bei offener Schranke. 3m gleichen Augen­blick kam der Eilzug 69, der 17.27 Ähr die Station Rieder-Walgern durchfährt, herangebraust. Das FuhrwerkwurdevonderMaschineer- faßt, Scherer und seine Frau vom Wagen ge­schleudert und so schwer verletzt, dah beidever- starben. Frau Scherer erlitt einen Genick­bruch, der ihren sofortigen Tod herbeiführte, bett Mann wurde so schwer verletzt, daß er kurze Zeit darauf verstarb. Die beiden Enkelkinder ka­men wie durch ein Wunder ohne Schaden davon. Der Wagen wurde vollständig zer­trümmert, die beiden Kühe vor dem Wagen erlitten keinerlei Schaden. Die Schranke war nicht rechtzeitig geschlossen worden. Der Schrankenwärter, der kurz nach dem Unfall flüchtig ging, kehrte indessen wieder in sein Haus zurück.

(Schluß des redaktionellen Teils.)

Verantwortlich für Politik: i. V. Ernst Blumschein.

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