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Aus der Provinziashauptstadt.
(Sieben, den 4. April 1931.
Ostern.
Diele Jahre sind verflossen, feit ich in der Schule das Buch des griechischen Philosophen Plato la», in dem dieser die letzte Nacht beschreibt. die Sokrates zubrachte, bevor er den Giftbecher trinken mutzte. In diesem Buche wird ein Gespräch vorgeführt, bas Sokrates in jener Nacht mit seinen Schülern führt und in dem er seiner Hebet^cugung von der (Unsterblichkeit der Seele Ausdruck gibt. 3n ähnlicher Form und auch in ähnlichen Gedankengängen bewegt sich das Buch des jüdischen Philosophen Moses Mendelssohn, das den Titel trägt „Phädon oder die ilnftetb» lichkeit der Seele". Wer über die wichtigsten Fragen des Lebens Ausschluß haben will, liest die Bücher dieser beiden Männer mit lebhaftem Interesse, beide schreiten in scharfsinnigen Sätzen, in festem Gefüge einher. Man wird da- ernste Bemühen sowohl bei Plato, wie bei Mendelssohn anerkennen und wird doch, wenn man mit dem Lesen fertig ist. den Eindruck haben, daß keiner von ihnen einen zwingenden Beweis für die Unzerstörbarkeit der Seele vorbringt: in beiden Fällen wird ein Gedankengebäude aufgerichtet, aber der Leier hat schließlich den Eindruck, daß es zusammensällt wie ein Kartenhaus. Was der Mensch braucht, um sich angesichts des Todes ausrechtzuerchalten, das ist der llnsterblichkeils- glaube. Dieser kann aber niemals durch philosophisch-dialektische Beweisführung, sondern nur durch Tatsachen gewonnen werden. Der Christ gründet seinen LlnsterblichkeitSglauben auf die Tatsache der Auferstehung Iesu. Diese Tatsache ist geschichtlich auf daS beste beglaubigt. AIS Iesus starb, war die alte Welt eine Welt absterbender Kultur, übersättigt mit Gütern aller Art, vielfach dem Unedlen hingegeben. Allenthalben Dersallserscheinungen, Zirkusspiele. Gladiatorenkämpfe. Pessimismus, Astrologie, Schmarotzertum, im Nömerreiche bei allem Reichtum, wie der deutsche Philosoph Paulsen, sagt, ein leeres und verwüstetes Leben. Nun geschah das Unglaubliche, daß eine kleine Schar von Männern. die in den Augen der großen Welt gar nichts bedeuteten, diese alte welke und absterbende Welt erneuerten. Iesu Apostel, einfache Fischer und Zollerheder, an ihrer Spitze der allerdings mit dem ganzen Wissen seiner Zeit vertraute Paulus, haben die antike Welt mit neuem Leben erfüllt. Neue Tatsachen, Wahrheiten. Ziele, Möglichkeiten haben sie den Iuden. Griechen und Römern übermittelt, mit der Siegeskrast deS Frühlings zogen sie durch die Welt, sie erfüllten die Menschenherzen mit dem Glauben, daß eS eine ewige Gotteswelt gebe und daß der auf- erstandene Heiland der Bürge für diese Weltsei.
Matt und trübe schleicht heute in Europa, besonders auch in Deutschland. daS seelische Leben dahin, allenthalben gewahrt man die Nachwirkungen einer großen Völlerkatastrophe. Technik und Maschine siird alles. Hatte man um die Wende des 19. IahrhnndertS in Deutschland den Kultus der großen Persönlichkeit, so haben wir heute den Kultus der Masse. Früher war die Iugend die Trägerin neuer Ideen, sie war erfüllt von Enthusiasmrrs für das Schöne und Edle. Der Romantiker Eichendorff redet von zwei jungen Gesellen, die zur Nachtzeit wairdernd sangen von Marmorbildern. von Gärten, die über in Gestein in dämmernden Lauben verwildern, Palästen im Mondschein. Heute ist die Iugend zum großen Teile aller romantischen Gefühle bar. sie richtet ihr Interesse auf Betätigung im Ausland. Fluglechnik. Automobil und Partei- Politik. Die Menschen von heute sind vielfach ohne Hoffnung, der religiöse Glaube entfaltet sich nicht besonders regsam, oder er geht wunderliche Seitenpfade. Der heutige Mensch braucht eine Anregung, die ihn über den Iammer des Alltags hinaushcbt und ihm wieder Mut und Hoffnung gibt. Diese Hilfe kann nur kommen, wenn der Glaube an die Unzerstörbarkeit der Seele, an die ewige Gotteswelt, an den Sieg des Guten in der Welt wieder die Seelen erfüllt.
Anatole France er,zählt von einem Einsiedler, der im Waldesdickicht wohnt unb sich in seiner heidnischen Umwelt ganz verlassen fühlt, es schien ihm, als ob Iesus wirklich gestorben sei und nie mehr zum Leben erwache. Da geht die Öfter* sonne auf. und der einsame Mann saht wieder Mut. er begrüßt den Wald und seine Geschöpfe mit dem Ruse: „Christus ist auferstanden!" Da antworteten die Tiere auf seinen Gruß. Das Reh kommt aus dem Dickicht gesprungen und sagt: „Er ist auferftanöen!" Der Häher auS der hohen Lust, der Fink vom Baume, die Amsel aus ihrem Neste, auch Fuchs. Glster. Eichhorn und Wildtaube stimmen in den Ruf ein: „Er ist auferstanden, Halleluja!" In dieser sinnreichen Legende klingt es wieder von der großen, schönen Osterfreude. Möge sie auch in diesen Tagen aller Herzen erfassen! H. B.
Gics;cner Wochcnmarktprcisc.
E-s kosteten auf dem heutigen Wvchenmarkt das Pfund: Kochbutter von 1 Mark an; Butter 120 biS 130; Matte 30 bis 35; Kale (10 Stücks 60 bis 140; Wirsing 20 bis 35; Weißkraut 15 bis 20; Rotkraut 20 bis 25; gelbe Rüben 10 bis 12; rote Rüben 10 bis 12, Spinat 45 bis 50, Hnter-Kohl- rabi 5 bis 6; Grünkohl 20 bis 25; Rosenkohl 40 bis 45; Feldsalat 150 bis 200; Tomaten 70 bis 80;
Zwiebeln 10 bis 12; Meerrettich 30 bis 60; Schwarzwurzeln 35 biS 40; Kartoffeln 4 bis 5; Acchfel 40 bis 50; Dirnen 30 bis 40; Dörrobst 30 bis 35; Honig 40 bis 50; junge Hähne 90 biS 110; Suppenhühner 90 biS 110; Russe 60 biS 70; daS Stück: Tauben 70 biS 80; Eier 9 biS 10; Blumenkohl 30 bis 70; Salat 35 bis 40; Endivien 15 bis 35; Ober-Kohlrabi 10 bis 15; Lauch 5 bis 15; Rettich 10 bis 15; Sellerie 10 bis 50; das Bund: Radieschen 20 bis 25 Pfennig; der Zentner: Kartoffeln 3 bis 4; Weißkraut 10 bi« 12; Wir- sing 20 bis 25; Rotkraut 12 bis 15 Mark.
Dor dem Schneilnchter.
Am Mittwochabend, nach Schluß der nationalsozialistischen Versammlung im Cafe Leib, wurde ein auf dem Heimwege nach seiner Wohnung bc- kindlicher junger Nationalsozialist an der Ecke Dammstraße Zozclsgasse von dem 25 Iahre alten Hilssarbeiter Wilhelm Hedderich, Asterweg wohnhaft, der anscheinend der kommunistischen Partei nahesteht, mit .Heil" angerufen und. als der Nationalsozialist weglies, verfolgt und schließlich nach Einholen mißhandelt. Glücklicherweise kam gerade eine Polizeistreife vorbei, die den Angreifer und den ilcberfaUenen mit zur Polizeiwache nahm, wo Hedderich alS Angreifer nach Feststellung des Sachverhalts in polizeilichen Gewahrsam genommen wurde, während der Nationalsozialist sich nach Hause begeben konnte. Am DonnerStagsrüh wurde Hedderich dem Echncll- richter beim Gießener Gericht. Amtsgerichtsrat Bachmann, zur Aburteilung vorgeführt. Das Gericht stellte fest, daß Hedderich ohne Grund den Nationalsozialisten angcfallen hatte und verurteilte ihn zu vier Wochen Gefängnis, deren Verbüßung er sofort antreten mußte.
Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei. i
Am Mittwochabend fand im Cafe Leib eine Versammlung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei statt. Herr Madel (Braunschweig) sprach über die Ereignisse der letzten Tage. Er kritisierte die Notverordnung „gegen politische Ausschreitungen" und gab der Meinung Ausdruck, daß die Notverordnung nicht geeignet fei, die Verhältnisse, oder an den Verhältnissen grundsätzlich etwas au ändern. Der Redner wies sodann auf die katastrophale Arbeitslosigkeit hin und schilderte die Entwicklung der Republik, die sie im Laufe von zwölf 3obren unter dem Einfluß der Sozialdemokraten genommen habe. Er kritisierte weiter die Arbeit der Regierung, insbesondere unter der Initiative des Reichskanzler- Müller und unter dem Einfluß Molden- Hauers, erinnerte an Inflation und Dawesplan und an die Warnungen der Nationalsozialisten vor der Annahme des Voungplanes. der Deutschland an den Rand des völligen Ruins gebracht habe. In seinen weiteren Ausführungen befaßte er sich eingehend mit der Ideologie deS Marxis- mus und griff besonders den Einfluß der marxistischen Ideen auf das Familienleben an. Er stellte dem die nationalsozialistische Auffassung von dem Wert und der Bedeutung der Familie gegenüber und forderte auf, nach Kräften beizutragen zum sittlichen und moralischen Wiederaufbau unterer Nation von der Familie aus. Die Familie sei die Keimzelle des Staates und das Rückgrat einer Nation, das nicht straflos am Mark getroffen werden dürfe. Zum Schluß seiner Ausführungen bat er. mitzuhelfen beim Kampf um die Freiheit auch dann, wenn die Früchte erst der kommenden Generation lugutctonimen sollten. Dem Redner dankte anhaltender lebhafter Beifall. Zur Aussprache meldete sich niemand.
Kunstausstellung Darmstadt 1931 MathUdenhöhe
Aus Anlaß dcr im September 1931 in Darm« ft a b t ftattfindendcn Iahrestagung des Reichsoer- banhs bildender Künstler Deutschlands wird unter Leitung der Neuen Hessischen Arbeitsgemeinschaft für bildende Kunst vom 2. August bis Ende Scp- tember eine K u n ft a u 5 ft c 11 u n g der Hessischen K ü n st I c r v e r b ä n d e auf der Mathil- dcnhöhe zu Darmstadt stattfinden. Zugelassen sind alle im Volksstaat Hessen lebenden Künstler unter Jury ohne Frachtcnischadigung. Außerhalb Hessens wohnende Künstler sind nur dann zur Teilnahme berechtigt, wenn sie Mitglieder Hessischer Künstlerverbände und juryfrei cingeladen sind. Die Verbünde find benachrichtigt. Termin für Beschickung zur Mathildenhöhe vom 1. bis 8. Juli; für Anmelde- bogen bis l.Juni an die Geschäftsstelle. v. H.
Vornotizcn.
— Tageskalender für Samstag, ©tabltbcater: „3m Spiel her Sommerlüfte", 19.30 bis 22 ilftr. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „3hre Majestät die Liebe". — Astoria-Lichtspiele: „Der Doppelgänger" und ..Die drei um Edith".
— Die Erdal - Filmvorführungen, die in den Tagen vom 13. bis 15. April in Gießen stattfinden, werden nicht im Cafe Leib, sondern in den Palast-Lichtspielen zur Vorführung gebracht. Näheres in der heutigen Anzeige.
— Tageskalender für Sonntag (1. Ofterfcicrtag). Stadttheater: „Lady Windermeres Fächer", 18.30 bis 21 Uhr. — Liebigshöhe: Militärkonzert, von 16.15 Uhr ab. — Lichtspielhäuser: Programm wie am Samstag.
— Tageskalender für Mont a g (2. Ofterfcicrtag). Stadttheater: „X Y Z“, 15 bis 17 Uhr. — Gießener Theater-Vereinigung: Theater-Mend, Saalöffnung 19 Uhr. ____
— Aus dem St ad 11 h c a t e rb u r ea u wird unS geschrieben: Heute, 19.30 Uhr, Uraufführung von Arthur DchnitzlerS .,3m Spiel der Hommerlüfte", Spielleitung Walter Bäuerle. Mitwirkende: Damen: Doering, 3ahn, .Koch. Wielander; Herren: Bäuerle, Druck, Hauer. Ritter, Schelcher, Wefener. Die Vorstellung findet im Freitag-Abonnement statt. — Ostersonntag als Fremden Vorstellung Gastspiel von Frau Auguste Prasch-Grevenberg. Ehrenmitglied des Meinmger Landescheaters in Oskar WildeS „Lady WindermereS Fächer", Spielleitung Walter Bäuerle. Beginn 18.30 llbr. — Ostermontag, 15 ilbr. zum letzten Male ,.XYZ" von Klabund. Spielleitung Dr. Ritter. Kleine Preise. — Mittwoch. 8. Apr.l (im Mittwoch-Abonnement), und Donnerstag. 9. April (im Dienstag- Abonnement!). zweimaliges und letztes Operetten-Gaft- spiel der Vereinigten Operettentheater Bochum- Hamborn mit der Schlager-Operette „Viktoria und ihr Husar". — DaS Operettentheater wird mit seinen sämtlichen Solokrästen sowie dem gesamten Chorperfonal und verstärktem Orchester das Gastspiel bestreiten, so daß die zweimalige Aufführung dieser Operette auch für Gießen eine Bereicherung deS Spielplanes bilden dürfte.
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•* Mondfinsternis. Am Donnerstagabend rückte der Mond, dcr zuvor klar und hell leuchtend am Sternenhimmel stand, in den Schottenkegel der Erde. Die Mondfinsternis war, wie überall, auch in Gießen außerordentlich gut zu beobachten. Dom linken unteren Rand des Mondes her schob sich der Schatten über die Helle Fläche, bedeckte bald den Mood völlig, der dann als matte, kupferrot glühende Scheibe am Himmel stand. Das Schauspiel wurde viel beobachtet; auf allen Straßen und Plätzen standen die Menschen in Gruppen beieinander und betrachteten den an sich einfachen und verständlichen, nichtdestoweniger aber großartigen Doraang. Kurz vor 23 Uhr verließ dcr Mond den Kernschatten dcr Erde und bald leuchtete er wieder in klarer Pracht am nächtlichen Himmel.
** Die städtische Kunstsammlung im Neuen Schloß. Eingang Senckenbergstraße, ist an den beiden Ofterfeiertagen von 11 biS 13 ilbr bei freiem Eintritt geöffnet. Kinder haben nur in Begleitung Erwachsener Zutritt.
*• D i e Museen nebst H e i d e n t u r m sind am ersten und zweiten Dftcrfeiertag zwischen 11 unb 13 Uhr bei kleinen Eintrittspreisen geöffnet.
** Reichsbahnpersonali en. Mit Wirkung ab 1. April wurden Ober-Zugführer Iohann Honig und Reichsbahnassistent Heinrich Trink- aus beim hiesigen Bahnhof in den Ruhestand verseht. Den beiden Beamten wurden Anerkennungsschreiben des ReichsbahndirektionS-Präsi- denten überreicht. Gleichzeitig konnten verschiedene Beamte das Iubiläum ihrer 25jährigen Tätigkeit bei der Reichsbahn begehen, und zwar der Reichsbahn-Sekretär Franz Heinemann, der Reichs- bahn-Lademeister Friedrich Reinstädt! er bei der Gepäck- und Expreßgut-Abfertigung Gießen, der Weichenwärter Leonhard Arnold, die Rcrn- gieraufseher Wilhelm Weber und Wilhelm Arnold, sowie der Zugschaffner Karl Wei- n a n d.
•* Volkskindergarten, ilm der Gefahr zu begegnen, daß der städtische Dolkskindergarten ein Opfer der Sparmaßnahmen wird, hat sich der Aliceschulverein bereitgefunden, die Leitung des Kindergartens zu übernehmen. Der Verein hat sich durch die Aeberzeugung bestimmen lassen, daß für viele Eltern der 3nncnftabt ein dringendes 3ntereffe an der Erhaltung der Einrichtung besteht. Den wirtschaftlichen Nöten der Zeit Rechnung tragend, hat es die Dereinsleituna für richtig gehalten, die Schulgeldsähe zu ermäßigen und hofft, den EinnahmeauSfall bei dem einzelnen Kind durch vermehrten Besuch des Kindergartens und sparsamste Verwaltung auSgleichen zu können .
** Umsatz st euerpflicht bei gegenseitigem Warenaustausch. Unter dieser lieber« schrist wird in den von Steuersyndikus Hermann Will zu Gießen herausgegebenen „Aktuellen Stcuerfragen" (Rundschreiben Rr. 7) folgendes berichtet: Zwei Firmen, die Hauptherstellcr von Holz- kalk in Deutschland, hatten miteinander vereinbart, daß sie sich gegenseitig den erzeugten Holzkalk auf Verlangen zur Verfügung stellten. Die Finanzämter zogen die gegenseitigen Lieferungen, die auf Grund dieses Abkommens erfolgten, zur Umsatzsteuer heran. Das dagegen bis zum Reichsfinanzhof durchgefochtene Rechtsmittef blieb erfolglos. Alle Einwände gegen die Steuerpflicht, daß cs sich nur um eine gegenseitige „Leihe", um einen „Austausch bei Rückgabe von Waren gleicher Art" und dergleichen handele, zogen jedoch nicht. Der RFH. erklärte die Heranziehung der gegenseitigen Lieferungen mit ihrem vollen Wert für berechtigt. (Urteil vom 24.10.30 VA 824/30.)
•• Einbruchsdieb stahl in Vilbel. In der vergangenen Nacht wurde im sog. „Wasserhäuschen", einem Kiosk, in dem allerlei Erfrischungen. Rauchwaren usw. verkauft werden, ein Einbruch verübt. Den Dieben siel eine große Wenge Zigaretten, Zigarren und Schokolade in die Hände Der Wert der gestohlenen Nahrungs- und Genußmittel konnte bisher noch nicht fest- gestellt werden. Die hiesige Landeskriminal- polizeisteile ist mit den Ermittlungen beschäftigt.
Spielplan der Frankfurter Theater.
Opernhaus. Sonntag, 5. April, 17 bis gegen 22 Llhr: Parsifal. Montag, 6. April, 15.30 bis gegen 18 Llhr: Das Land des Lächelns.
19 bis gegen 22.30 ilbr: Viktoria und ihr Husar. Dienstag. 7. April. 19.30 bis nach 22 ilhr: Die Boheme. Mittwoch. 8. April, 19.30 bis gegen 22.30 ilhr: DaS Spielzeug Ihrer Majestät, Donnerstag. 9. April, 19.30 bis nach 22 ilhr: Schwanda. der Dudellackpseifer. SamStag. 11. April. 19 bis gegen 22.30 ilhr: Tannhäuser.
Schauspielhaus. Sonntag. 5. April, 16 bis gegen IS ilhr: Die neue Sachlichkeit. 20 dis gegen 23 ilhr: Elisabeth von England. Montag. 6. April, 16 biS gegen 18 ilhr: Sturm im Wasserglas. 20 biS gegen 23 ilhr: Wie werde ich reich und glücklich. Dienstag, 7. April, 20 biS gegen 23 ilhr. Elisabeth von England. Mittwoch, 8. April, 20 bis gegen 23 ilhr Elisabeth von England. Donnerstag, 9. April, 20 biS noch 22.30 ilhr: Viel Lärm um nichts. Freitag, 10. April, 20 biS gegen 23 ilhr: Wie werde ich reich und glücklich. SamStag, 11. April, 20 bis gegen 22 ilhr: Bunbury.
Oie Unstimmigkeiten bei der Kreisvenvaltung in Biedenkopf.
Biedenkopf, 3. April. (WSR.) Eine ttrete- tagsfitzung befaßte sich mit den Unstimmigkeiten bei dcr Kreiskommunalkasfe. Es wurde fcstgcstellt, daß dcr bisher ermittelte Umfang dcr Unterschlagungen sich auf 8400 Mark beläuft, eine Summe, die sich im äußersten Fall noch auf 10 000 Mark erhöhen könnte. Die veruntreuten Gelder verteilen sich in der Hauptsache auf zwei Beamte, von denen einer durch Selbstmord geendet hat, während der andere vom Dienst suspendiert wurde. Nachdem die Deffcntllch- feit ausgeschlossen war, gab dcr Landrat den Ao- gcordnctcn eine ausführliche Darstellung der auf- gedeckten Unterschlcifc. Ein Mißtrauensantraa de» nationalsozialistischen Mitgliedes gegen den Land- rat wurde mit 15 gegen eine Stimme bei sechs Enthaltungen von dcr Tagesordnung abgefetzt. Don Interesse ist noch die Mitteilung des Landrats, daß die Verwaltung für das Etatsjahr 1931 einen nicht ausgeglichenen Haushaltsplan verlege.
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Wettervoraussage.
Der Einfluß des tiefen Druckes, welcher sich nun mehr und mehr über Deutschland ausbreitet und im westlichen und südlichen Teile des Reiches fchoir Ricderschläge verursacht wird auch unserem Bezirk im Lause des morgigen Tages und in der kommenden Nacht einen für die Vegetation wohltuenden Regen bringen, jedoch steht im Laufe des morgigen Tages wieder Uebcrgang zu besserem Welter in Aussicht, denn an dcr Rückseite der Störung drängt mit der Kaltlust hoher Druck vor, der später zur Auslösung der Wolkendecke führen wird. Wohl gehen die Temperaturen nach anfänglicher Erwärmung wieder etwas zurück, jedoch wird der Einfluß dcr Sonnenstrahlung tagsüber alsbald jur Milderung führen.
Aussichten füc Sonntag: Zunächst bedeckt unb während der kommenden Nacht noch Niederschläge, mild, dann wechselnd wolkig mit Aufheiterung, etwas kühler.
Aussichten für Montag: Trocken und meist auf heiternd, kühl, jedoch tagsüber wieder mild.
Lufttemperaturen am 3. April: mittags 12,9 Grad Celsius, abends 8,4 Grad; am 4. April: morgens 6,2 Grad. Maximum 13,1 Krad, Minimum 5,2 Grad. — Erdtcmpcraturen in 10 cm liefe am 3.2lpril: abends 11 Grad; am 4. April: morgens 6,4 Grad Celsius, — Sonncnscheindauer 9% Stunden.______
—Sprechstunden der Redaktion.
11J0 bis 12.39 Uhr. 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen
Anzei^enaustrage sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten.
Generalvertretung: M OTO R WAG EN-VER KAU FS G E S ELLS C H AFT mit beschränkter Haftung ■ Spezial-Reparaturwerkstätte uu Reichhaltiges Ersatzteil-Lager, Groß-Tankstelle • GIESSEN, Frankfurter Str. 52-56, Fernsprecher 2847/48
Zweisitzer (offen) Viereitxer (offen).
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