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S.Jl.-tfport

dem

Der Sport im Reiche

er sich auf den mondänen Charakter seines Be­triebes berief. Das nutzte ihm nichts. Als die Verbrecher immer zudringlicher wurden, blieb ihm nichts anderes übrig, als das Lleberfall- kommando herbeizurufen. Do war er die uner­wünschten Eindringlinge zwar los, dafür fand man ihn aber kurze Zeit darauf in einer Rächt schwer verwundet vor seiner Haus- t ü r. Wer der Angreifer gewesen war, bedurfte keiner weiteren Nachforschung. Don einer An­zeige sah der Darbesitzer freilich ab. Die Gäste aber blieben mit der Zeit weg, und auch diese Bar muhte geschlossen werden. In diesen Tagen entfalten die Ringverein« wieder ihre terro­ristische Tätigkeit. Ein ganzes Dtadtviertel wird von dauernden Ausschreitungen heimgesucht, ge­gen die die Polizei völlig wehrlos ist. Es han­delt sich keineswegs nur um Racheakte. Oft ver­üben die Unterweltler auf der Strahe liehet- fälle, als ob sie ihre zweiten Flegeljahre er­lebten, wenn sie z. B. den Lieferwagen einer Konditorei umstürzen und den süßen Inhalt unter die Leute bringen.

Die Amerikanisierung der Krimi­nellen in Deutschland läßt nichts mehr zu wünschen übrig. Rur die Unbestechlichkeit unserer Beamten erlaubt, noch einen Unterschied zwischen

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58,10 112.05 20.384

16.37 168,31 12,0 112,03

58,Ö 2.485 112,11 80.60 43,81 ft 73.00

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59,02 12,^ 1,37« 73,155

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16,43 168, W 22,09 112,47 Ä

44,09 11,469 73,30

Wetzlar mit einer Niederlage heimsenden.

In der Jugendklasse stehen sich Gießen Naun­heim, Rodheim Wieseck II, Großen-Linden Fel­lingshausen, Fronhausen Rödgen, Lollar gegen Hausen und Staufenberg Wieseck I, jeweils auf Platze des erstgenannten Vereins gegenüber.

Aus der Berliner Llnterwelt.

Oie ^ingtereine" regen sich wieder. - Oer Schrecken der Beniner Gastwirte. Verbrecher in den zweiten Flegeljahreri.

14000 halbwüchsigeCliquen^-Mtgneder.

Äon Gert Gallwih

Daten für Sonntag, 3 Mai

Sonnenaufgang 4.57 Uhr, Sonnenuntergang 19.48 Uhr. Mondaufgang 22.19 Uhr, Monduntergang 4.57 Uhr

1469: der italienische Staatsmann Niccolo Machia- velli in Florenz geboren; 1849: der ehemalige Reichskanzler Fürst Bülow in Klein-Bottbeck ge­boren. .

Taten für Montag, 4 Mai.

Sonnenaufgang 4 55 Uhr, Sonnenuntergang 19.50 Uhr. Mondaufgang 23.40 Uhr. Monduntergang 5.26 Uhr.

1521: Luther wird auf die Wartburg gebracht; 1776: der Philosoph I. F Herbart in Oldenburg ge­boren; 1889: der Maler und Schriftsteller Richard Seewald In Arnswalde geboren

99,14 & 7,392 73.Z 3,0^ 18'8 81;" 1-78?

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2,73? 20.9»

Der erste Sonntag im Mai gehört der Iugend. An diesem Tage sollen die Jugendlichen des Deutschen Fußball-Bundes und der Deutschen Sportbehörde für Leichtathletik einmal vor der Oefsentllchkeit Kunde geben von ihrem meist im Verborgenen vor sich gehenden Leben und Trei­ben. Zahlreiche größere sportliche Deranstaltungen stehen im Dienste des Iugendtages.

Im Fußball der mitteldeutsche Derband, der den Iugendtag in vorbildlicher Weise auf- zieht, einen Städtekampf LeipzigFrankfurt a. M. In den übrigen Landesverbänden wird leider der Tao der Iugend von den Meisterschafts- Endspielen überschattet. Das zweite Zusammen­treffen von Hertya/DSC. und Tennis Borussia wird eine Massenwanderung nach dem Grune- wald-Stadion auslösen.

Der Handball steht im Zeichen der Zwi­schenrunde der DSB.-Meisterschaft. Drei Spiele bei den Männern: Polizei WeißenfelsSpvg. Fürth, Polizei GochaSD. 98 Darmstadt, Han­nover 96Polizei Spandau, und zwei bei den Frauen: Eintracht FrankfurtSC. Charlotten- bürg und Asco KönigsbergViktoria Hamburg werden ausgetragen.

Berlin und Chitago zu machen. Die traurigste Seile dieses Problems ober sind d ie jugend­lichen Verwahrlost en, die Vierzehn- bis Achtzehnjährigen, die in den sog.wilden Cli­quen" organisiert sind. Ihre Zahl wird für Deutschland von Vertretern der Fürsorge auf 14 000 geschäht, von denen ein beträchtlicher Pro­zentsatz vom Verbrechen lebt. Auch sie haben chreRinge", die der Clique übergeordnet sind. Die Cliquen selbst trogen ähnlich markige Ra- men wie ihre großen Vorbilder.Tartarenblut", Mädchenscheu",Wildsau" u. a. Sie haben ihre geheimen Schlupfwinkel, ihre straffe Organisa­tion, ihre Sitten und Gebräuche. Bei unzähligen Autodieöstahls-, Landfriedensbruchs- und Brand- stiftungsprozeÜen wird die unterirdische Tätig­keit der Cliquen sichtbar. Sie wirft ein grelles Licht auf die ungeheure soziale Gefahr der Unter- Welt.

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Dor wenig mehr als zwei Jahren erfuhr die Oeffentlichkeir zum erstenmal von der Existenz einer nach amerikanischem Muster organisierten Unterwelt Diese Erkenntnis verdankte man der blutigen Schlacht, die die Dcrbrecherwelt der Reichshauptstadt den Hamburger Zimmerleuten lieferte und bei der schwer bewaffnete Einbre­cher und Zuhälter viele Stunden lang zum Schrecken der Bevölkerung ein ganzes Stadt­viertel. die Gegend um den Schlesischen Bahnhof, beherrschten. Roch größer aber war das Befremden, als man erfuhr, daß die Po­lizei von dem Dorhandensein dieser Organi­sationen unterrichtet gewesen war. Die Po­lizei konnte allerdings mit gutem Recht gegen eine übereifrige Kritik geltend machen, daß es doch wohl besser sei, die vielen Tausend zweifel­hafter Existenzen, die sich In diesen Verbrecher­bünden zusammen geschlossen haben, in ihren Ver­einen zu beobachten, statt jeden einzelnen Kri­minellen dauerndbeschatten" zu müssen. Das Publikum beruhigte sich wieder, und mit der Zeit sind die ..R1 n g v e r e i n e" mit den schö­nen RamenImimr reu",Deutsche Kraft", Bruderhand" usw. sogar Gegenstand fast wohl­wollenden Interesses für all« die geworden, die gern ins volle Menschenleben greifen und es unterhaltsam finden, an einem Ball der älnter- weltvereine teilzunehmen. Zu mächtig ist der Ai re.z, den die Atmosphäre des Asozialen, der C«> setzesübcr.retung aus Prinzip, des Verbrechens ausstrahlt. Frellich asozial geben sich die Mit­glieder dieser Vereine gar nicht. Die Gäste aus der richtigen Welt, die an solchen Vergnügungen teilnahmen, waren ''ets enttäuscht, statt des erwarteten Rervci kih:ls in ein Milieu zu kom­men, das vcrzweiie.le Aehnüichkeit mit einem bürgerlich-biederen hatte. Tatsächlich legen die Mitglieder der Ringvereine, ungeachtet der Tä­tigkeit. mit der sie ihren Lebensunterhalt be­streiten, ein durchaus bürgerliches Gehaben an den Tag. in dem nichts von Verbrecher­romantik und von Kriminalreißerstimmung, dafür um so mehr von Kasseekränzchen- und Stammtischatmosphäre ist. ..

Dieses bürgerliche Gehaben, das natürlich nicht über die soziale Gefahr dieser Organisationen Hinwegtäuschen kann, ist nichts weiter als der verwirklichte Wunschtraum des Angehörigen der Unterwelt, der in den bürgerlichen Formen ein« Art bürgerlicher Rehabilitierung findet, di« ih n die Gesellschaft versagt. Aber so harmlos er sich im Smoking gibt, wenn er auf dem Ball seines Rings Walzer tanzt oder mit Musik und Fahnen einen Gefährten zu Grabe geleitet, so ge­fährlich ist er im Alltag. Die Ringvereine, toi« sie in Derlen bestehen, terrorisieren be­stimmte Stadtgegenden und be° stimmte Berufsschichten. Heimgesucht werden vor allem die Gastwirte und Kell­ner. Der Beruf des Kellners ist für den An­gehörigen der Unterwelt ein beliebter Unter- chlnpf. Die Bevorzugung des Kellnerberufes ührt nun häufig zu Zusammenstößen mit den Gailw'.rten. an die ein Ringverein das An­sinnen stellt, ein Mitglied oder mehrere als Ke-ll- ner zu engagieren. Der Gastwirt dürfte kaum mehr als einmal diese Forderung zurückweisen; wagt er es dennoch, aus Unkenntnis oder Trotz, so muß er gewärtig sein, in allernächster Zeit höchst unerwünschten Besuch und eine entsprechendeAbreibung" zu erhalten. Dabei laufen di« Ring'rüder keine Gefahr. Die fürchten selbst eine Anzeige nicht. Es ist schon häufig vor gekommen, daß ein schwer mißhandelter Gast­wirt, vor Gericht als Zeuge vernommen, unter den drohenden Blicken der Angeklagten und des hauptsächlich von Ringbrüdern besetzten Zu­schauerraums alles wieder abschwor. was er vorher in seiner Anzeige angegeben hatte. Daß er damals nicht gelogen hatte, bewiesen die schwe­ren Wunden, die das Opfer einer brutalen Der- aewaltigung davongelragen hatte. Ratürlich muß das Gericht in solchen Fällen zu einem Freispruch kommen. Der Terror geht sogar so weit, daß Existenzen bedenkenlos ruiniert werden. Eines Tages wird der Besitzer eines großen Ver­gnügungslokals von Berlin gezwungen, mehrer« Mitglieder eines Ringvereins als Kellner in seinen Dienst zu nehmen. Sein anfänglicher Wider­stand nützt ihm nichts; die Dcr.recher sehen ihren Willen durch. Die neuen Kellner zeigen vom ersten Tage ihrer Tätigkeit an «in« merk­würdige Auffassung von ihrem Beruf. Sie be­handeln die Gäste schlecht, versuchen sie auf jede erdenkliche Art zu betrügen und erreichen in kürzester Frist, daß sich der Zustrom des Pu­blikums verläuft. Rach wenigen Wochen ist das Lokal, das vorher eine Goldgrube war, so her­untergewirtschaftet. daß der Besitzer sich dazu verstehen muß. es zu schließen. Es kommt häufig vor. daß Mitglieder eines RingvereinS, die als solche bekannt sind, Zechprellereien verüben, ohne daß der Wirt es wagt, sein Geld zu fordern. Er weiß, was ihm in solchem Fall bevorstehen würde. Dann wieder werden völlig harmlose Gäste von einemRollkommando" an- gerempelt und verprügelt, ohne daß der Wirt von seinem Hausrecht Gebrauch ma­chen darf.

Gegen dieses Schreckensregiment schützen sich nun ole Berliner Gastwirte dieses Viertels da- durch, daß sie selbst Mitglied eines Ringvereins werden. In vielen Fällen er­weist sich dies als recht vorteilhaft. So ist es schon mehrfach dorgekommen, daß Gastwirte, die von unorganisierte« Verbrechern belästigt wur­den. sich eine Anzahl von Ringbrüdern verpflich­ten, die binnen wenigen Stunden mit eiserner Faust di«Ordnung wiederh«rstellt«n". Ab«r di« Mitgliedschaft bei einem solchen Verein hat auch seine Schattenseite. So gab es vor einiger Zeit am Kurfürstendamm in Berlin eine sehr mondän« Tanzbar. Der Besitzer war ein Mann, der früher einmal, mehr durch die Verhält­nisse gezwungen, als freiwillig, einem Ringverein angehört hatte. Er hatte sich in fleißiger Arbeit schrittweise .emporgearbeitet und glaubt nun die Vergangenheit endgültig begraben. Eines Abends erschienen In dem Lokal, in dem vorzugsweise Künstler verkehrten, die wiederum gutes Publi­kum nach sich zogen, mehrere ehemalig« Vereins- brüder des Inhabers und verlangten, als Por­tier, Kellner, Garderobier usw. beschäftigt zu werden. Der Besitzer schlug dies ab, indem

Av Weyen der elvUtzengesellfchast 1926

im Winler-Zimmerstuhenschiehen.

Am Mittwoch fand auf der Lieoigshöhe das Abschiehen im Zimmcrstutzenschiehen statt. Bei 40 Serien ä 6 Schuß errangen die folgenden Schützen Preise: 1. Hans Kummerow, 2746 R.; 2. Ed. Gondner, 2711 R.; 3. R. Darihelmes. 2532 R.: 4. Hch. Blum, 2530 A.; 5. Fritz Be­wald. 2497 R.: 6. Konr. Decker, 2466 R.

Die besten R i n g d u r ch s ch n i t t e im ge­samten Wintcr-Zimmerst.:tzenschießen erzielten: 1. Ed Gondner mit 11,03 R.; 2. H. Kummerow mit 10.98 R.; 3. R. Dorchelmes mit 10.27 R.. 4. Fritz Dewald mit 10,19 R.; 5. Hch. Blum mit 10,15 R.; 6. Th. Schneider mit 10,14 R.; 7. Konr. Decker mit 10,03 R.

Den silbernen Wanderbecher errang mit 6X12 = 72 Ringen Eduard Gondner.

Di« Schießresultate können durchweg als sehr gut bezeichnet werden. Di« von den einzelnen Schützen im Winterhalbjahr erreichte Schieß- fertigt eit wird bei dem am Sonntag. 3. Mai, auf dem Waldschießstand beginnenden Eroßkaliber- schießen erneut unter Beweis gestellt werden können.

Arbeiter Turn- und Gportbund

Das interessanteste Spiel des kommenden Sonn­tags wird zwischen den beiden Nachbarn Gießen I gegen Wieseck I vormittags auf dem Trieb zum Aus­trag gelangen Beide Mannschaften lieferten sich bisher immer spannende Spiele: das bevorstehende Treffen dürste den früheren kaum nachstehen. Den Einheimischen ist ein Plus zuzusprechen und sie sollten als Sieger den Platz verlassen.

In Lollar stehen sich Lollar I und Naunheim I gegenüber. Wenn die Gäste, die mit Ersatz antre­ten müssen, sich nicht sehr anstrengen, dürsten die Einheimischen als Sieger aus dem Kampf hervor­gehen.

In Wetzlar stehen sich Wetzlar I und Heuchelheim I gegenüber. Nach den bisher erzielten Ergebnissen dürften die Gäste das Spiel für sich entscheiden.

Hachborn I ist in Marburg zu Gast und wird Sieg und Punkte wohl der dortigen ersten Mannschaft überlassen müssen. Wieseck II und Gießen II stehen sich am Sonntagvormittag auf dem Wiesecker Platze gegenüber. Zwei gleichwertige Gegner werden hier ihre Kräfte messen. Im Spiele Burkhardsfelden I gegen die Erste von Großen-Buseck in Großen- Buseck, ist bei den gleichoerteilten Kräften kaum eine Vorhersage möglich.

Leun I wird in Rodheim I einen gleichwertigen Gegner vorfinden, der zugleich alles daran setzen wird, im Spiel Sieger zu bleiben. Großen-Linden I ist in Kinzenbach zu Gast, und wird sich um ein ehrenvolles Resultat bemühen müssen.

Treis I und Rüddingshausen I werden sich in Treis ein scharfes Treffen liefern, während im Spiele Londorf I Odenhausen I die Einheimischen Sieger bleiben dürften. Grünberg I und Marburg II stehen sich in Grünberg gegenüber, hier dürften die Ein­heimischen, wie auch im Spiele Grünberg II gegen Lich I die Gäste Sieger bleiben. Sichertshausen I und Allertshausen kämpfen in Sichertshausen. An­nerod I hat Hausen I zu Gast, während sich in Beuern Beuern I und Saasen I gegenüberstehen. Nieder-Ohmen I und Watzenborn II treffen sich in Nieder-Ohmen. Frankenbach I wird wohl in Allen- dorf Punkte lasten müssen. Klein-Linden I und Glei­berg I dürften sich in Klein-Linden, Waldgirmes I und Launsbach I in Waldgirmes ausgeglichene Spiele liefern. Wißmar I wird seinen Gast, die Zweite von

Di« Leichtathletik feiert ihr« fröhliche Auferstehung. Im Mittelpunkt der Erelgniss« steht am Sonntag das 11. Laufen und Gehen Quer durch Berlin" über 25 Kilometer, gleich­zeitig dl« erste Internationale Veranstaltung des Iahres. Dl« Eröffnung der Dahnfeste leitet Stettin mit guter Besetzung ein. 3m Tennis sind zur Zeit die Davispokalspiele das Tages­gespräch. 3m Kampf DeutschlandSüdafrika fällt am Sonntag in Düsseldorf bi« Entscheidung.

Eins der letzten großen Hallenseste der Schwimmer ist die 3ublläumsveranstaltung des SD. Aachen 06. Die erste internationale Damenreigen-Konkurrenz findet in München statt.-

Hochbetrieb herrscht im Radsport. Bahn­rennen sind vorgesehen in Berlin (Olhmpia- bahn), Braunschweig, Nürnberg, Erfurt, Mün­ster und Rüsselsheim. Der Straßenrenn­sport steht im Zeichen derDeutschland-Rund­fahrt", die am Montag in Rüsselsheim beginnt. 3m Motorensport sind das Hainberg­rennen und die Motorradrennen auf der Fichten­hainbahn in Heide (Holstein) zu nennen.

furter Gäste, die vor 14 Tagen ein derartiges Ren­nen vor namhaften süddeutschen Vereinen gewan­nen, den Wetzlarern und Einheimischen voraus sein.

Zu unterer Dorsch au vom Freitag über das Spiel der Ligareserve gegen die erste Mannschaft von Watzenborn-Steinberg fei berichtigend mit­geteilt, daß das Spiel nicht in Watzenborn-Stein­berg, sondern am heutigen Samstagabend auf dem Platz an der Liebigshöhe stattfindet.

Oanöball tm Gau Hessen (D.T.)

Io. Großen-Linden I Io. Großen-Buseck komb.

Für den kommenden Sonntag hat sich die Mann­schaft des To. Großen-Linden die erste Elf des Tv. Grohen-Busecks verpflichtet. Durch Absage einiger Spieler sind die Gäste gezwungen Ersatz einzustellen. Immerhin werden die Großen-Lindener, auch geaen diese kombinierte Mannschaft vor keiner leichten Auf­gabe stehen. Vorher spielen die Jugend und Schüler­mannschaften gegen die gleichen Mannschaften des To. Krofdorf bzw. Lützellinden.

Handball tm Latin - Oünsberg - Gau

Mit zwei weiteren Spielen werden am kommen­den Sonntag die Spiele um die Gaumeifterfchaft fortgesetzt. Mit dem am vergangenen Sonntag er- ftritfenen Sieg über Atzbach spielt Wieseck in der Meisterrunde und trifft am Sonntag auf eignem Platz auf Londorf, während Garbenteich im zweiten Spiel gegen Dorlar antritt. In beiden Spielen sollen die Meister der Vorjahre sicher siegen.

Richard Seth verläßt den Gau Hessen.

Der Turner Richard Seth vom Turnverein Großen-Linden, der sich beim letzten Hessenturn­kamps um den Wanderpreis des Staatspräsidenten als der beste Turner des Gaues Hessen erwies, ist, wie uns mitgeteilt wird, aus beruflichen Gründen nach Saarbrücken-Völklingen übergesiedelt. Der Turnverein Großen-Linden und mit ihm der Gau Hessen der DT. verliert dadurch einen seiner tüch­tigsten Kämpen, der Gau und Verein des öfteren repräsentativ vertreten hat.

Oer Mittelrheinkreis bei den Gerätemeisterschasten der OT.

Unter den insgesamt 110 Teilnehmern bei den Deutschen Gerätemeisterschaften in Essen, über die wir schon kurz berichteten, befanden sich elf Auserwählle aus dem heimischen Mittelrhein­kreis. Sie schnitten aber alle unerwartet schlecht ab. Rur drei von ihnen erreichten dl« Mindest­punktzahl 150 und konnten sich so in die Zahl der 68 Sieger einreihen. Richt ein einziger der Mittelrheiner ist unter den zehn ersten Siegern anzutreffen. Einigermaßen annehmbar placierte sich nur Frey, Kreuznach, an 18. Stelle mit 162V- P. Ferner wurden K r i m m e t, Mainz-Kostheim, der Zweitbeste im letzten Hessen- turnkampf in MainH, 20. Sieger mit 161 P., Fiedler, Darmstadt, 25. Sieger mit 15872 P Unter besonders unglücklichem Stern kämpften die bekannten mittelryeinischen Geräteturner aus Frankfurt a. M.

Unter den Siegern finden wir an 33. Stelle mit ISS1/? P- noch A. Fink, Herford, den aus der Morbuvger Schule hervorgegangenen bekannten früheren Hessenturner.

Kirchliche Hocbridtfen.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, den 3. Mai. Cantate.

Stadtkirche. 8 Uhr: Pfr. Mahr; zugleich Christen- ' lehre für die Neukonfirmierten der Matthäus» gemeinde; 9.30: Pfr. Becker; 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde; Pfr. Becker. llohcmneskirche. 8: Pfr. Bechtolsheimer; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Lukasgemeinde; 9.30: Pfr. Ausfeld; zugleich Militärgottesdienst; 11: Kinder­kirche für die Johannesgemeinde; Pfr: Ausfeld; 20: Bibelbesprechung im Johannessaal; Psr. Lic. 2ßaas. Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfr. Lenz; zu­gleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Luthergemeinde; 11: Kinderkirche für die Luther­gemeinde; Pfr. Lenz. Elisabeth-Sleinkinderschule. 9.45: Pfr. llic. Waas. Klein-Linden. 9: Fcstgottes- dienst unter Mitwirkung der Iugendvereinigung. Heuchelheim. 10: Pfarrassistent Seemann (Gießen); Abendmahl; 13: Christenlehre; Pfarrassistent See­mann. wieseck. 9.30: Beichte; 10; im Anschluß Feier des hl. Abendmahls. Alten-Vuseck. 14: Feier der Aufnahme der Kleinsten in die Schule. Trohe. 15.30; im Anschluß Beichte und Abendmahl. Kirchberg. 10: Kirchberg, 11: hl. Abendmahl für die Jugend von Mainzlar; 13.30: Mainzlar; 13.30: Daubringen; Gottesdienst und hl. Abendmahl. Hausen-Garbenteich. 10: Garbenteich; 13: Hausen. wahenborn-Steinverg. 9: Beichte; 9.15: Nachkonfir­mation, im Anschluß hl. Abendmahl (jüngere Ehe. leute); 11.15: Kinderkirche. Lich. 9.15: Beichte; 9.30: Stiftspfarrer Draudt ; hl. Abendmahl; 12.45: Kindergottesdienst; 14: Stiftsdechant Kahn.

katholische Gemeinden.

Samstag, den 2. Mai.

Gießen. 16-30 und 19 Uhr: Beichte.

Sonntag, den 3. Mai. 4. Sonntag nach Ostern.

Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Männer; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Pre- bigt; 11: Messe mit Predigt; 14: Christenlehre und Andacht. Grünberg. 9.45: Messe mit Predigt. Hungen. 5.30: Vortrag und Andacht. Laubach. 10: Hochamt mit Predigt; 14.30: Christenlehre und Andacht. Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt; 20: Vortrag und Andacht. Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt. Schotten. 10.30: Hochamt mit Predigt.

Dienstag, den 5. Mai.

Gießen. 20 Uhr: Maiandacht.

Ton"taaeb,cnit b.llrt3tc u. Avotbcken am 3 5 3L Dr. S. Klein. Dr. Steinreich. Engelavorbeke.

Sihn-TTAt 1 ' Buchinger.D

Han-ball-Städiewetttampf I Wetzlar-Gießen.

Auch in diesem Iahre wird die Städtemann­schaft einige Spiele gegen starke auswärtige Gegner austragen. Das erste Treten findet am kommenden Sonntag auf dem Platze der Spiel­vereinigung 1900 statt, und zwar gegen die Siädteelf von Wetzlar. Die Gäste kommen mir ihrer stär.sten Garnitur. Die Mannschaften spie­len in folgender Aufstellung:

Wetzlar: Müller (Tv. Wetzlar); Frey (DfL. W tz ar) Berg äu vt (Tv. R e'. ergirmes); Pansch (Tv. W.), Koch (V.L.W), Reeg (Tv.W.); Rein- Hardt (Tv. Rdg.), Wagner (Tv.W.), Schmidt (Tv.Rdg.), Rold (Tv.W.), Blum (DfL. W.)

Gießen: Balser (D,D.); Deitter (Tv. 1846), Ploch (Mlv.); Burlhard (Tv. 1846), Salz (Mtv.), Geiß (1900); Schüler (Mtv.), Seipp (Mtv.), Schmitt (Tv. 1846), S tremmel (Mtv.), Kaiser (1900).

In der Gießener Mannschaft vermißt man Rothermel im Sturm und Geismar und Loh in ter Hintermannschaft. Doch ist die Elf in allen Teilen gut besetzt und den Wetzlarern ebenbürtig. Eine Hauptstütze ist Balser im Tor, der gegen den schuhgewa tigcn Gästesturrn erneut sein großes Können unter Beweis ftellm wird. In Anbe­tracht der vorzüglichen Spielstärke beider Mann- schallen dürfte ein interessanter Kampf zu er­warten sein.

Leichtathletik der Sp.-Bg. 1900.

Gerhardt (1900) läuftQuer durch Berlin.

Nach dem Waldlauf haben am kommenden Sonn­tag 1900s Lang- bzw. Mittelstreckler noch einmal ausschließlich das Wort. Die Betätigung erfolgt nach zwei Richtungen hin. Einer Einladung des Berliner Athletik-Klubs folgend, startet Gerhardt bei dem internationalen 25-K:lometer-LaufenQuer durch Berlin". Es ist.eine Riesenaufaabe, vor die der 1900er gestellt ist, wenn auch zu sagen ist, daß ihm die Strecke gut liegt. Die Elite der deutschen Langläufer wird in Berlin zusammentreffen. Es sei daran erinnert, daß im Jahre 1923 der große Vorgänger Nurmis, Tatu Kolehmainen, Finn­land, und im Vorjahre sein Landsmann L a a k s o - nen Sieger wurden. Wenn Gerhardt einen günfti» gen Platz belegt, so dürfte dies schon als großer Erfolg zu werten sein.

vereinskamps im Halbstunden-Paarlaufen.

Auf eigenem Platz wartet die Spielvereinigung 1900 mit etwas ganz Neuem für Gießen auf: Wäh­rend der zweiten Halbzeit des Städtehandballspieles auf dem 1900-Platz, wird ein Diervereins- kampf im Halbstunden-Paarlaufen durchgeführt. Es starten Fußballfportverein Frank­furt (Kaufmann-Hetzel), DfL. Wetzlar (Bärwinkel- Abb6e), Sportverein Wetzlar (Heberling-Wambach) und zwei Mannschaften des Veranstalters (erstes Paar: Peters I-Schaaf). Der Lauf geht in der Weife oenftatten, daß jedes Mannschaftspaar in dauernder Abwechselung die Zahl der gegenseitigen Ablösun­gen steht in seinem Belieben versucht, innerhalb der halben Stunde die größtmöglichste Strecke zu­rückzulegen. Es erhellt hieraus, daß der taktischen Einstellung und der Routine eine große Bedeutung zukommt. In dieser Beziehung dürften di« Frank-

Gegen üblen Mandgernch

Ah will nicht versäumen. Ihnen Mitteilung zu machen, daß ich feit dem Lebrauch Ihrer ZahnpasteChlorodont" nicht nur reine, weihe Zähne besitze, sondern auch den bei mir sonst üb­lichen Mundgeruch verloren habe. Ich werde 2hr Chlorodont aufs beste empfehlen." gez. E. (5., Mainz. Man verlange nur die echte Chlorodom'Zahnpaste, Tube 64 Pf. und 90 Pf, und weise jeden Ersatz dafür zurüL