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Nr. 126 viertes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

Samstag, 51. Mai 1930

Wirtschaft.

Wochenbericht

vom frankfurter Effektenmarkt.

Auch in dieser Woche erfuhr das Geschäft im allgemeinen noch keine Belebung, da der Auftragseingang weiter sehr bescheiden war. Lediglich Spezialaktien machten wieder eine Ausnahme und erfreuten sich zeitweise einer regeren Nachfrage von feiten der Banken und vor allem dcS Auslandes. Ausgehend hiervon erhielt die Börse durchweg eine gute Stühe, und die Grundstiminung war im allgemeinen zumeist freundlich, obwohl man sich einem größeren Optimismus nicht hingab. Anregungen von wirt- schastllcher Seite waren kaum vorhanden, nur verschiedene Dividendenerhöhungsaussichten gaben den entsprechenden Märkten eine Anregung. Ber- schiedentlich schritt die Kulisse zu Abgaben, so daß ö;c Kursgestaltung nicht immer einheitlich war. 3n Andclrachl des bevorstehenden Prämien- erklärungstages schritt die Spekulation in etwas stärkerem Maße zu Abgaben, so daß die Kurse bei einem Vergleich mit den der vergangenen Woche verschiedentlich etwas nachgeben mußten. Die Aeuhorker Börse konnte keine Anregung bieten, da deren Tendenz meist nach unten neigte. Mehr in den Vordergrund treten konnten Warcn- hausaktien auf die Zurückstellung der Sonder­steuer und eines eventuellen Wegfallens der­selben. Aber auch günstige Abschlußzissern, die demnächst zu erwarten sind, gaben diesen Werten eine Anregung. Tieh gewannen 9 Prozent, wäh­rend Karstadt hiervon kaum berührt wurden. Etwas mehr gedrückt tagen von Bankaktien Aeichsbankanteilc mit minus 5 Prozent, während die übrigen Werte dieses Marktes kaum verändert schlossen. Für Schiffahrtswerte machte sich ver­schiedentlich etwas mehr Interesse geltend, doch blieb der Kursgewinn infolge der schwankenden Verfassung der Börse mit plus 1 Prozent ziem­lich gering. Mehr hervortreten konnten noch am Montanmarkt Buderus mit plus 6 Prozent, da­gegen lagen Mansseld mit minus 4 Prozent und Rheinische Braunkohlen, die in der vergangenen Woche einen größeren Gewinn aufwiesen, mit minus 5 Prozent stärker gedrückt. Die übrigen Werte waren dagegen gehalten. Am Clektro- markt lagen Siemens 3 Prozent fester, obwohl ein schon höherer Kursstand nicht behauptet wer­den konnte. Aach Berücksichtigung des Dividen­denabzuges bei Schuckert lag dieses Papier eben­falls etwas höher AEG. gaben etwas nach, Kaliaktien bei vorübergehender Geschäftsbelebung gehalten. In Hirsch-Kupseraktien hat das Ge­schäft ebenfalls nachgelassen: es ergab sich ein Verlust von 6 Prozent. Nachdem das An­aleichungsverhältnis bei Scheideanstalt-Holzver­kohlung bekannt war, gaben Scheideanstalt 8 Pro­zent nach. Holzverkohlung konnten sich behaupten. Auch Zellstosfwerte lagen unter Druck und 4 Pro­zent schwächer. Ausgehend von der schwachen Veranlagung der Aku-Altien wurde es zum Wochenschluß und in Erwartung des Zahltages schwächer. Aufträge waren nicht hereingekommen, fo daß bei mangelnder Anregung das Geschäft fehr klein war. Tagesgeld war jedoch leicht. Aus diesem Grunde dürfte der Ultimoübcrtoin- dung keine Schwierigkeit erwachsen. Nur 3.-®.- Farben hatten bei gut gehaltenem Kurs einiges Geschäft. Dauunternehmungen und Schiffahrts­aktien waren etwas fester. Aütgerswerke traten mit plus 2 Prozent in Erscheinung, ebenfalls Deutsche Erdöl, nachdem bei letzteren eine Divi- denbenerhöhung um 1 Prozent bekanntwurde. Renten waren still. Deutsche Anleihen gehalten: Schutzgebiete etwas fester. Am Geldmarkt war die Lage wenig verändert.

Wochenbericht

vom Frankfurter Produktenmarkt.

Der Frankfurter Produktenmarkt eröffnete auch diese Woche in ruhiger Haltung. Dem Markte fehlte es fast vollkommen an An­regungen. Die zumeist niedrigeren Auslandmel­dungen konnten ebenfalls nicht zu einem besseren Geschäft beitrogen. Die Tendenz neigte mit Aus­nahme von Weizen allgemein weiter zur Schwäche.

"3nlandweizen kam weiter nur sehr spärlich an den Markt, so daß der Preis im Zusammen­hang mit der wahrscheinlichen Verlängerung der Vermahlungsquote von 50 Prozent für den Mo­nat Juni erneut kräftig anziehen konnte. Die

Hessischer Landgemeindetag.

10. Vertreterversammlung in Lauterbach.

Die am vergangenen Mittwoch in der Turn­halle zu Lauterbach abgchaltenc 10. Ver­treterversammlung d c s Hessischen L a n d g e m e i n d« t a g c s stand im Zeichen der Finanznot der Gemeinden. Das Interesse an den zur Verhandlung stehenden Fragen der Finanzn-ü, der Reichssinanzreform, des Finanzausgleichs und des hessischen Sparprogramms kam schon äußerlich in dem starken Besuch der Versammlung zum Aue- druck. Die geräumige Turnhalle war dicht besetzt. Es waren über 400 Bürgermeister und Gemeinde- Vertreter aus dem Hessenland erschienen, ferner zahlreiche Gäste anwesend: die hessische Regierung war durch die Ministerialräte Weber und Dr. Dörr vertreten.

In seiner einleitenden Begrüßungsansprache wies der Vorsitzende, Bürgermeister Alexander (Gon­senheim), darauf hin, daß der Hessische Land- gcmeindetag sich in der Zeit seines zehnjährigen Bestehens durch seine zielbewußte, zähe Arbeit seine heutige Stellung als ein machtvoller Faktor in der hessischen Kommunalpolitik errungen habe. Die dies­jährige Tagung stehe im Zeichen der besonderen Rot der Gemeinden. Der anschließend vorgetragene, umfangreiche

Geschästsberichl über das abgelaufene Jahr gab ein beachtenswertes Bild über die vielseitigen Aufgaben, die dem Vorstand des Hessischen Land- gemeindetages in stets steigendem Maße bei ter Wahrnehmung der Interessen der Landgemeinden erwachsen. Die Zahl der Mitgliedsgemeinden beträgt 921 mit 873 390 Einwohner. Die vom Landgemeinde- tag errichtete Rechtsauskunftstelle erfreut sich einer stets steigenden Inanspruchnahme, die Zahl der Aus- kunftscrsuchen betrug über 200. Zu dem Spar­programm der hessischen Regierung und der Verwalt ungsreform nahm der Land- gemeindctag in eingehenden Vorschlägen Stellung, ebenso zu ter beabsichtigten Aenderung der hessischen Versicherungsanstalt für gemeindliche Beamte.

Die nächsten Punkte der Tagesordnung, Rech­nungsablage vom Jahre 1 9 2 9 und Vor­anschlag für das Geschäftsjahr 1 930, wurden in rascher Folge ohne Debatte erledigt. Bei der satzungsgemäh vorzunehmenden

vorslandswahl

wurde an Stelle des durch feine Ernennung zum Oberregierungsrat ausscheidenden Vorstandsmit­gliedes Ritzel Bürgermeister Lamberth (Viern­heim) neu gewählt, die übrigen Vorstandsmitglieder wurden wiedcrgewählt. Bei dieser Gelegenheit gedachte der Vorsitzende in ehrenden und anerken­nenden Worten der Verdienste der früheren Vor­standsmitglieder Dr. Riepoth und Ritzel für ihre Mitarbeit im hessischen Landaemeintetag.

Auf allgemeinen Wunsch wurde der zunächst vor­gesehene Vortrag von Dr. Kiffmeyer (Kastel) überSiedlungsmöglichseiten im deutschen Osten" zurückgestellt. Man wandte sich sogleich dem Gegen­stände zu, dem das Hauptinteresse der Tagung galt, dem Referate von Bürgermeister Dr. D ö l s i n g (Alsfeld) über

Zinanznal der Gemeinden und Finanzausgleich zwischen Reich, Ländern und Gemeinden".

In einstündigen Ausführungen gab der Redner einen Ueberdlick über die Gestaltung ter Finanzen in Reich, Ländern und Gemeinden seit der Erz- bergerschen Reichsfinanzreform, die die Länder und Gemeinden zu Kostgängern des Reiches machte, und befaßte sich eingehend mit dem Hauptproblem der Finanzreform und des damit zusammenhängenden

Finanzausgleichs, mit der viel erörterten Frage des Zuschlagsrechts zur Einkorn m en- und Körperschafts st euer und der Gemeinde­bürgerabgabe, sowie mit der Gestaltung des innerstaatlichen Finanzausgleichs in Hessen auf Grund des Sparprogramm» der hessischen Regierung, das weiter nichts als eine Verschie­bung der Lasten vom Staat auf die Gemein­den bedeute. Die brennendste Frage fei jedoch zur Zeit die einseitige Belastung der Ge­meinden mit der Fürsorge für die Wohlfahrtserwerbslosen. Hierunter sind zu verstehen diejenigen arbeitsfähigen und arbeits­willigen Arbeitslosen, die nicht durch Leistungen der Versicherung und der Krifensürsorge, sei es wegen Richtersüllung der Anwartschaft, oder wegen Aussteuerung, ein Mindestmaß an Lebensunterhalt sichergeftellt erhalten. Unmöglich konnten die Ge­meinden gerade für die Auswirkung der starken Wirtschastserfchütterungen aus bein verlorenen Kriege und dem internationalen Wirtfchaftsmarkt finanziell belastet werten. Wenn diese Fürsorge nicht alsbald auf das Reich übernommen werte, so sei eine finanzielle Katastrophe für die davon besonders stark betroffenen Städte und Ge­meinden unausbleiblich.

An die mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Ausführungen des Vortragenden schloß sich eine sehr rege Aussprache an. Don allen Rednern wurde die Rotwendigkeit betont, daß auf diesem Gebiete f rf) l e u n i g ft durch das Reich A b h ilf < geschaffen werden müsse. Aus Vorschlag des Vor­sitzenden wurde eine von dem Referenten ent­worfene

Entschließung angenommen, die folgenten eindringlichen Wortlaut hat:

1. Die ständig wachsenden Lasten für die soziale Fürsorge erfüllen auch die Landgemeinden mit schwerer Beforgnis, insbesondere zwingt die in geradezu erschreckender Weife fortschreitende Zu­nahme ter Wohlfahrtserwerbslosen zu schleuniger Abhilfe, andernfalls eine finanzielle Katastrophe für die besonders stark in Mitleidenschaft gezo­genen Gemeinten unausbleiblich ist.

2. Die Gemeinden müssen im Interesse der Auf­rechterhaltung ihrer Finanzwirtfchaft mit aller Entschiedenheit darauf dringen, daß chie gegen­wärtige Regelung alsbald geändert wird, welche die Last ter Dauer-Arbeitslosigkeit den Gemeinden auferlegt. In Anbetracht ter trostlosen allgemei­nen Wirtschaftslage muß die Krisenfürsorge auf alle Berufe ausgedehnt werten, phne jede zeitliche Begrenzung bis zur Wiederaufnahme der Arbeit.

3. Es müffen Mittel und Wege gefunden wer­ten, um allen Arbeitslosen, in erster Linie den langfristigen Arbeitslosen, die Maßnahmen einer weitgehenden Arbeitsfürsorge zuteil werden zu lassen, um zu verhüten, daß eine große Men- schenmaste für dauernd aus dem Arbeitsmarkt ausscheidet und auf Jahre hinaus sich eine Maste zur Unproduktivität verurteilter Menfchcn heraus- bildet.

4. Der Hessische Landgemeindetag bittet den Herrn Minister für Arbeit und Wirtschaft, sich auch seinerseits mit allen Kräften für eine schien- nige und restlose Lösung des Problems der Wohl- fahrtserwerbslofen einzufetzen, da andernfalls die Maffennot den Ruin ter einseitig belasteten Gemeinden herbeiführen muß.

Als Tagungsort für die nächstjährige Haupt­versammlung wurde Dieburg bestimmt.

Mühlen schritten hier zu größeren Käufen. Aus- landweizen vernachlässigt. Das Angebot von Roggen war weit« groß, der Preis neigte wei­ter nach unten. Gerste still und unverändert. Feine Brauqualitäten wurden verschiedentlich aus dem Markte genommen. Hafer bei großem An­gebot schwach. Eine Meldung, wonach die er­höhten Einsuhrscheine in jedem Falle gewährt werden, sobald der zur Ausfuhr bestimmte Hafer dem Zollamt bereits vorgeführt wurde, auch dann, wenn in der Zwischenzeit eine Sperre mit einwöchiger Frist verlangt worden ist, wirkte nicht anregend, da die Unsicherheit des Handels ja nicht auf diesem Punkte beruht, sondern ganz all­gemein auf der Unmöglichkeit, vorauSzusehen,

wann die Voraussetzungen für eine Sperre gege­ben sein werden.

3m Vergleich mit den Preisen der vergangenen Woche konnte sich Weizen um 12,50 Mk. befesti­gen, während Hafer 10 Mk. und Roggen 7,50 Mk. schwächer waren. Gerste unverändert. Weizen­mehle lagen 0,25 Mk. höher, dagegen Roggen­mehl 0,50 Mk. niedriger. Don Futtermitteln war Weizenkleie behauptet, aber Roggenkleie 0,50 Mk. schwächer. Die Woche schloß zu folgenden No­tierungen: Weizen 316 bis 317,50, Roggen 171 bis 172,50, Gerste 200 bis 205, Hafer 165 bis 167,50, Roggenkleie 7,50; Weizenmehl, südd., 44,75 bis 45,75, desgl, Niederrhein . 44,50 bis 45,50, Roggenmehl 25,50 bis 26.75, Weizenkleie 6,90 bkS

7.00, Kartoffeln per Zentner 3,30 bis 3.35 Erb­sen 26 bis 35, Linsen 38 bis 80, Heu 8,00, Wei­zen- und Roggenstroh drahtgepreßt 4.75, gebün­delt 5,25 bis 5,50. Treber 9.50 bis 10,75. Die Preise verstehen sich für Getreide per Tonne, für alles übrige per 109 Kilogramm Frachtverrech« nung Frankfurt am Main.

Frankfurter Börse.

Frankfurt, 31. Mai. Tendenz gcfchaftslos. Zum Wochenfchluß eröffnete die Dorfe in luft­leer Sj a 11 u ng. Infolge des früheren Börsen« beginne und der anhaltenden Orderlosiakeit kamen Umsätze vorläufig kaum zustande. Anregungen fehlten, fo daß die Kulifse verschiedentlich «bgulte- neigung bekundete. Neuuork hatte gestern Feier­tag: die übrigen Auslandbörsen lagen eher schwa­cher, Holzverkohlung blieben knapp gehalten. Etwas sich bei geringster Aufnahmelust zumeist kleiene 7lv f d) I a g e. Nur am Kalimarkt druckte verstärk­tes Angebot; Salzdetfurth büßten 1 v. H. ein Am Ehemiemarkt eröffneten Farben 0,73 v H. fchma- cher,Holzverkohlung blieben knapp gehalten Etwas starker gedrückt lagen am Elektromarkt Siemens mit minus 1,5 v H. Banken lagen zumeist be­hauptet. Hirsch Kupfer minus I v. H. Auch am Montanmarkt war die Umfatztätigkeit nur be­scheiden bei wenig veränderten Kurfen. Aus der anderen Seite bestand dagegen für Holzmann eher einiges Intereste, bei einem Gewinn von 1 v. H. Schwächer eröffneten noch Eonti Gummi und Zell­stoff Afchasfenburg mit je minus 2 v. H Renten still. Irn Verlaufe trat ebenfalls keine Belebung des Gefchäftes ein, doch schritt die Spekulation vei- einzelt zu Wochenschlußdeckungen, fo daß fich die Tendenz wieder etwas besserte. Der Grundton der Börse war nicht unfreundlich. Gegen Anfang konnten die kleineren Kursverluste zumeist wieder ausgeglichen werden. Tagesgeld war mit 5,5 v. H. versteift. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,190250, gegen Pfund 20,36, London gegen Kabel 4,8592, gegen Paris 123,94, gegen Mailand 92,75, gegen Madrid 39,00, gegen Schweiz 25,1125, gegen Holland 12,08.

Berliner Börse.

Berlin, 31. Mai. Die Tendenz der gestrigen Abendbärse, die bei kleinsten Umsätzen zur Schwäche neigte, fand heute eine Korrektur. Man nannte zwar auch im heutigen Vormittagsverkehr etwas niedrigere Kurse, und auch die ersten offi­ziellen Notierungen waren nur knapp behauptet und vereinzelt auch schwächer; der Grundton konnte aber nickst als unfreundlich bezeichnet wer den, sondern die Tendenz war nur infolge der vollkommenen Orderlosigkeit aus­gesprochen l u ft I o 9. Man besprach weiter die Vorschläge zur Borfenreform, die inzwischen von der Pre fe kommentiert worden sinh, und fuchte nach fon tigen Anregungen. Diese waren aber sehr spärlich. Im Gegenteil, die schwachen Ausland- börfe» und besonders der gestrige Kurseinbruch in Mailand mußten zur Zurückhaltung mahnen, auch die gemeldete rückgängige Beschäftigung des Berg­baues drückte sich in den Kursen des Montan­marktes stärker aus. lieber 1,5 bis 3 v.H. schwächer eröffneten Salzdetfurth, Deutsche Linoleum, Gessürel, Bemberg, I. Berger. Voigt & Haessner verloren aus den bekannten Gründen weitere 5 v. H. Dagegen zeichneten sich Nheag, Deutsche Teleohon und Kabel, Vogel Telegraph, Drenflcin & Koppel, AKU., Svenfka und Ostwerke durch Festigkeit aus. Der Monatsbericht der Eommerzbaiti blieb, da ohne ausgesprochene Tendenz, eindrucks- los. Das Geschäft hielt fich in den denkbar eng­sten Grenzen, die Kursfestsetzung war mef)r oder weniger von Zufällen abhängig. Deutsche An­leihen waren ruhig. Altbesitz etwas schwächer. Von Ausländern zogen Türkenlose auf 12,75 v. H. an, die 4,5proz. Oesterreichische SfaatPrente von 1914 setzte ihre Aufwärtsbewegung auf 48,25 v. H. fort. Festverzinsliche Werte waren eher gefragt. Der Geldmarkt versteifte sich zum Ultimo weiter, die Sätze blieben mit 5,5 bis 7,5 v. H. für Tagesgeld, refp. Geld über Ultimo, und 5 bis 6 o. H. für Mo­natsgeld unverändert. Auch nach den ersten Kursen war das Geschäft weiter fehr ruhig.

Letzte Nachrichten.

Gras Zeppelin" in Lakehurst gelandet

Cafehurff, 31. Mai. (1DIB. Drahlmeldung.) Das CuflschiffGraf Zeppelin" ist um 6 Ahr früh (12 Uhr MLZ.) hier gefichtel worden und kurz vor 6.30 Uhr (12.30 Uhr MLZ.) auf dem Flug­platz glatt gelandet.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter ten Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe ter zuletzt beschlostenen Dividende an. Reichsbcmkdiskont 4L o. H^ Lombardzinsfuß 5,5 v. H.

Frankfurt a. Dl.

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Datum

30 5

31 5

30 5

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Datum

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6% £tun<t)e mctO)»ameu)e

vamDum-rimenlü Patel . . . <

113,5

112,75

112.75

von 1927 .........

88,25

Hamburg-südam. Dampfschiff. 8

7% Deutsche Relchtanleihe

Hansa Tompslckitf.....10

von 1929 ..........

104.25

103.75

Norddeutscher Liovd.....8

113 5

113

113.13

111.13

Deutsche «nl.-ÄblSI.-LckuId mii

Allgemeine TeukscheCredtlanst. 10

115

115.25

115,5

Autlos.-Rechten.......

59,9

59.7

59.5

Barmer Bankverein .... 10

126.5

126.5

126.5

126.5

Detgl. ohne Audlos.-Reckte . .

11.1

_

11.13

11,13

berliner Handel«gelelllckxrit . 1t

178

178.5

178

6% Hess. Bylkellaal von 1929

kommen1 und Privai-Bank. 11

152.5

152.5

152.5

152,5

(rüd,at)lb. 102%)......

Cberbellen Provinz - «»leihe mll «ueloi.-Rechlcn......

teutldir Romm. SammelabL

95.6

96.25

Tarmstädler und Raitonaldank 12

233.5

233,25

233,25

56,75

-

-

TeuIsche Bank und

TiKonto Gesellschaft, . . . 10

TreJbner Bank......10

141.5

142.5

142,5

141,75

142,5

141,5

142 5

Anleihe Serie 1.......

59.13

59,13

-Xeichebanl........12

296

296

295.5

8% Nranks. Hyp.-Bank Soldpse XIII unkündbar bl» 1934 . . .

100

_

_

W 6.®......-.....8

169

168,75

169,25

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7% firantf. Hnp.-Bank Goldpse

Bergmann.........9

117,25

unkündbar di» 1932 .....

' 95

Slekir. Lieferung»geselllchaft. 10

156.25

4H% Rheinische Hnp.-Bank Ltqu. ®olbp|e.........

Licht und Urast......10

166

166

88,6

_

Reiten & «uUleaume . . . 7y, GesellschaU für Siektrtfche

120.25

119.5

120.25

119,75

8?o Pr. Landespfandbriesanstall,

169

169

167

Pfandbriefe 9t. 17......

101

101

Unterneümungen .... 10

8% Pr Landeepsankbriesansialt,

Hamburger (iieftrUUltHSede 10

-

140

Romm.-Lbl. N. 20......

96,5

97

Ndetnische Nekirt,itüt .... 9

150

150

152

7% Pr. Landetpsandbriesanstalt.

Lchiettiche ElektNjilLt. ... 10

170.75

Pfandbriefe 8t. 10......

95

_

95,5

-idjudrri & 5o.......11

184.25

186

184,75

81.6.0. obfl. ®ortriefli-CbUgarto-

Kiemen» 8 Haltke ..... 16

252

250.5

251,25

nen, rückzahlbar 1933 .....

96.5

I ranrradto ........ 8

Lahmeyer & So.. ..... 10

171

170.75

d

4% cesterrrichiscke Holdren le . .

27,13

_

27,3

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Buderus..........$

76,75

77,13

77,13

4,20% Leslerreichifche Stlbenente

3.75

__

3,85

Teu Ische Erdöl.......«

100.25

100,5

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4% Lesterretchilche Einheitliche Rente...........

Ei lener 5 leint o hie......*

-

2.45

dellenfir dienet.......J

138,5

-

138.75

138

4% Ungarische ©olbtente ....

23.7

23.9

23.9

Harvener.........-,

<28

128.9

127,25

4% Ungarische Slaatitcnte v. 1910

20,3

Hoesch Eilen.......

109

4ft% desgl. von 1913.....

4% Ungarische Sronenrente . . .

2,3

_

22.9

2,3

_

3-ie Bergbau.......1J-

Rlodnenoerfe........*

101.5

-

218 102.25

101,25

4«Ä Türkische Zollanleihe von 1911

-

5,9

6

«SlnReueslen........

-

106

4% Türkische Bagdadbahn-Anl.

Mannetmann-Röhren .... 7

Z

109,75

111-13

110

Serie I...........

6,3

6

9R<m«felber Bergbau ..... 7

cberichlei.Sisenbedarf .... 6

73

73.25

4% deSgl. Serie II.......

6,2

6,2

71.5

71,5

5% Rumänische vereinh. Rente

Cberi&lef. «oUroette.

1C9.75

von 1903 ..........

Rumänische vereinh. Rente

10,13

10,2

100

99,5

100.5

236.5

von 1913 ..........

IT,4

17,4

121

119,75

sA NuoMtsche vereinh. Rente .

8,2

8,2

Rtebeck Montan ...... 7,8

Hronkkuri a. M. 1

Berlin

kurs

1-Uhr- 1 Pure |

Kckluß- tur«

Snfang« Rur#

Datum

30 5

31 5

30 5

31. 5

Bereinigte Stahlwerke

98

98,25

_

Liaot Minen . . . .

. . 16'/,

52.9

flaltroerfc Sickerileben

. . . 10

233

232.75

Kaliwerke Westeregeln

. . . 10

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Kaliwerke Salzdeifunh

. . . 15

423

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190

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123,5

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Philipp Hol,mann.....

. 7

104

104,75

104

104

Zementwerk Heidelberg . .

10

#

Cemenlwerk Karlstadt. . . .

10

139.5

Wavb 6 Freytog .....

. 8

88

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88,75

Cchulibeit Pagen Hofer . . .

15

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-

323

223,75

Cftroerfe.........

12

270,75

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18

102

102

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103.6

Bemberg.........

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Zellsto'f Salbbol ....

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178

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168

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Deutsche Linoleum ....

240

240

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Maschinenbau 4--<8.....

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19,13

Ctenßetn 8 Koppel ....

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Leonhard Ile®......

10

161

161

161,25

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126.5

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^rnnkfurter Maschinen . . .

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30.65

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GriAner.........

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36,5

36,75

Hegli^enstaedt ......

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Vti-g...........

10

119.5

119

118,5

Gebr. Roeder.......

10

107

*

«otgt L Haefsaee . . , 4 .

Ettddeutsche Zucke, .11.

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162

150

155 16'

150 -

Banknoten.

Deoifcnmarfl Berlin Frankfurt a. M.

Serlln, 30. Ulal

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Ämerifanfirfie Roten......

4,169

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Belgische Roten .......

58,25

58,49

Tonische Roten ........

111.68

112,12

Englische Roten........

20,305

20,385

Hro,zol»ick>e Roten.......

16.405

16.465

Holländische Roten.......

168.03

168,76

Italienische Roten........

Norwegische Noten.......

21.96

111,73

22,04

112,17

Deutsch-Leiterretch, 4 100 Lchilling

59.00

59,24

Rumaniick'e Roten.......

2,46

2.48

Lckwedische Roten.......

111.98

112,42

CchweUer Roten . . . . »/.

80.94

81,26

Cpanische Roten........

50.80

51, CO

Tlchechoilowokische Roten.....

12,40

12,46

Ungarische Roten........

72.98

73 28

30. Ma.

31. Ulai

Amtliche Dotierung

Vmiiiche

Notierung

Geld r'rie.

05t 10

»ries

Rott.

168,36

168,70

168 34

168,68

Buen- Aires

1,599

1,594

1.585

1.589

Brii.-Antiv

58,425

58,545

58,41

58.53

(tbriflianla -

111.98

112,20

111.98

112,20

Kopentzag-n

111.99

113,21

111,98

112.20

Stockholm .

112,28

112.50

112.28

112.50

HeliingforS.

10,538

10,558

10.535

10 555

Italien. . .

21,93

21,97

21.93

21 97

London. . .

20,341

20,381

20.34

20.38

Weunorf . .

4.186

4,194

4,186

4 194

Paris. . . .

16,41

16.45

16,41

16,45

Schweiz - .

80,995

81.155

80,995

81.155

Spanien.

51,05

51,15

51,00

51,10

Japan . . .

2,068

2,072

2.068

2.072

-Lia de 3an

0.495

0,497

0.4955

0,4975

Sten In

Lett, abgesl

59 06

59,18

59.06

59,18

t'tQQ - - - -

12,421

12,441

12.42

12.44

Belgrad . .

7,391

7.405

7,393

7 407

Budapest. .

73,15

73.29

73,15

73.29

Buioarüu .

3.035

3,041

3.035

3,041

L'kkabou . .

18.80

18.84

18.80

18,84

2 tinzia - - .

81.35

81.51

81.32

81.48

Äonft-mlin.

1.784

1,789

1.785

1.783

Athen. . .

5.43

5,44

5,42

5,43

Canada ..

4,183

4,191

4,183

4,191

Uruguay. .

3,816

3.824

3,796

3,804

Cairo . ..

20,865

20,905

20,865

20,905