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Luch nur annähernd beanspruchen konnten. Eine unmögliche Grenzziehung habe man hier vor- aenommen. Die Abtrennung Ostpreußens vom Reich fei ein unhaltbarer Zustand. Polen rechne offensichtlich stark damit, daß Ostpreußen sich ihm aus wirtschaftlichen Gründen eines Tages anschließen würde. Rein geschichtlich wäre eben­falls kein Anrecht Polens auf die zugeteilten Teile begründet. Mit Recht nenne man die Ost- grenzc gegen Polen den europäischen TeufelS- gürtel, Denn hier habe man viel Konfliktsstoff angehäuft. Eine Grenzregulierung gegen Polen müsse aus jeden Fall kommen. Der Redner wies zum Schluß auf die Wichtigkeit der Minder­heitenfrage hin und gab ein eindrucksvolles Bild von der Zusammenarbeit der Minderheiten aller Rationalitäten, die, von gemeinsamem Schicksal betroffen, schon wertvolle und wichtige Arbeit geleistet haben. Dem Redner wurde starker Bei- fall zuteil.

Werbeabend für Seefischver­brauch. Die Propagandaabteilung des staat­lichen Fischmarktes Cuxhaven veranstaltete in Verbindung mit der Elektrogemeinschaft und der HauSsrauenberatung Gießen am Dienstag einen Vortragsabend. Die Veranstaltung, die im Cafe Leib stattfand, war sehr gut besucht und nahm einen interessanten Verlauf. Frau Dr. Koeppe als Leiterin der Gießener Hausfrauenberatungs- sdelle begrüßte die Anwesenden und wies tn kurzen Zügen auf den Zweck des Abends hin, dankte zugleich allen, die sich zur Ausgestaltung der Vorführungen zur Verfügung gestellt hatten. Sodann sprach Herr Mühlhäuser als Be­auftragter der Propagandaabteilung des staat­lichen Fischmarktes Cuxhaven über den Wert des

Seefisches. <3r schilderte zunächst die einzelnen Widerstände, die einer Erhöhung des Verbrauches von Seefischen int Wege stehen und bemühte sich, Vorurteile, denen man heute nur noch allzu oft begegnet, aufzuheben. Er wies auf England hin, das klassische Land des Seefischgenufses, und ar­beitete sinnfällige Unterschiebe in dem Fisch­konsum Englands und Deutschlands heraus. Zu­gleich betonte er, daß sich der deutsche Seefisch- konsum gewaltig steigern könne, wenn sich die Hausfrauen entschließen würden, Fisch in der ver­schiedensten Form auf den Tisch zu bringen. Der Redner ging dann auf die große volkswirtfchaft- liche Bedeutung des Seefischwnsums ein und wies auf die vielseitigen, hvchzuwertenden gesundheit­lichen Vorteile hin, die regelmäßiger Seefisch- genuß im Gefolge habe. Der Vortrag war unter­stützt durch Diele Beispiele aus dem praktischen Leben, durch Zahlenmaterial und durch Erörte­rungen wissenschaftlicher Art, hauptsächlich so weit sie die gesundheitlichen Auswirkungen des See- fischgenusses betraf. 'Die Hörer folgten dem Vor­trag mit großer Aufmerksamkeit. 3m weiteren Verlaufe des Abends wurde ein Film gezeigt, der in interessanten Bildern den Fischfang und seinen Versand wiedergab. Den Hausfrauen wurde schließlich noch eine Reihe von Anregungen für die Zubereitung zuteil, zugleich wurden Kost­proben gegeben, die durch die Art ihrer Her­stellung zu einer wirksamen Reklame wurden. Die Kostproben wurden auf elektrischen Herden bereitet, die von der Elektrogemeinschaft zur Ver­fügung gestellt wurden. Verschiedene Gießener Fischfirmen bereicherten die Veranstaltung mit Ausstellungen ihrer Waren.

ZreundschastSkampf Hessen-Hannover gegen Mittelrhein.

Am kommenden Sonntag gelangt der seit eini­ger Zeit geplante Freundschaftskampf zwischen einer kombinierten Mannschaft von Hessen- Hannover gegen eine gleiche Mannschaft deS Gaues Mittelrhein zum Austrag. Aus- tragsort ist Glz (bei Limburg). Der Gau Hessen- Hannover nominiert für diesen Kamps folgende Mannschaft: Weyand (VfB. Marburg); Eusterger- ling (Germania Marburg), Schmitz (VfB. Mar­burg); Pfeil (VsB. Marburg), 3rrle (Spv. Wetz­lar), Berndt (VfL. Marburg); Rueff (VfB. Mar­burg), Waldschmidt (Spv. Wetzlar), Zscholke (Ger­mania Marburg), Adorf (VsB. Marburg), Wag­ner I. (Germania Marburg).

Für den 16. Rovember werden voraussichtlich aus den Vereinen von Göttingen, Fulda und Kassel Spieler bestimmt, die gegen eine Mann­schaft des Gaues Südwestfalen anzutreten haben. Der Verlierer aus diesem Kampfs hat dann noch ein Spiel gegen den Gau Mittelrhein und der Gewinner gegen den Gau Westfalen zu liefern. Die Kämpfe haben den Zweck, der Derbandslct- .tung eine Uebersicht über die fähigsten Spieler

zu geben, aus denen die Repräsentativnsmann- schaft des WSV. nach Bedarf ergänzt werden soll.

Deutschland-Norwegen.

Fußball-Länderkampf In Breslau.

Deutschlands Fußballelf, die am Sonntag zum fünften Male gegen Norwegen in Breslau im Länderkamps antreten wird, ist nach äleberwin- dung mehrfacher Schwierigkeiten wie folgt auf­gestellt worden: 3acob (Regensburg); Stubb (Frankfurt), Weber (Kassel); Kauer (Berlin), Münzenberg (Aachen), Wendl (München); Al­brecht (Düsseldorf), Lachner (München), Hohmann (Denrath), R. Hofmann (Dresden) und Straß­burger (Duisburg).

Bilanz des südwestdeutschen Turn-Verbandes.

Das 3ahr 1930, für die Turner ein Jahr großer Erwartungen, reichlicher Arbeit und guten Er­folges. geht dem Abschluß entgegen. Von eifriger Arbeit legen die Gaufeste und das DerbandS- tumfeft beredtes Zeugnis ab.

Aus den einzelnen Gauen ist viel Erfreuliches xu berichten. So rühmt der Main-Rodgau fein diesjähriges Gauturnfest als eines der er­

folgreichsten der Nachkriegszeit, der Wetterau- Gau hat zwei Reuaufnahmen von Inheiden und Gichelsdorf zu verzeichnen, während sich im Lahn-Dünsberg-Gau die sichere Führung auch im letzten Jahre bewährte; ein Verein trat bei, der Bestand ist geblieben. AlS erste Derbandsver- anftaltung fand der Derbandswaldlauf statt. Dis Durchführung war dem Wetterau-Gau übertra­gen. Am 18. Mai wurden in Gießen auf dem Äniversitätssportplatz die Verbandsspielmeister­schaften ausgetragen, die einen schönen Verlauf nahmen. Das Derbairdsturnfest zu Steinbach am 20. Juli verlief auf das denkbar beste, da der Ort olles aufgeboten hatte, um den Turnerinnen und Turnern den Aufenthalt angenehm zu ge­stalten. Die Bundesveranstaltungen waren von feiten des STB. nur gering besucht. Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die xum großen Teil der Main-Rodgau stellte, wur­den einige sehr schöne Leistungen erzielt und Dundesmeisterfchaften errungen. Die erfolgreichste Teilnehmerin unseres LTV. war die Wetterau- Gau-Turnerin Marie Wagner aus Rieder- Florstadt, die in Remscheid nicht weniger als drei Meisterschaften erringen konnte.

Don den Lehrkurfen wurden die für dos Handballspiel mit gutem Erfolg durchgsführt. Die Turnkurfe kamen bis jetzt leider nicht zur Durchführung. Wenn trotz ausgefallener Lehr­gänge und erhöhter Zahl der Sportler und trotz starker Vermehrung der Spielmannschaften das Geräteturnen nicht zurückgegangen ist, so ist dos dem echten Turngeist der G«äteturner zu­zuschreiben.

Handball im Lahn-OünSberg-(Sau. Caunsbad) I Wieselt I 11:6.

Trotz schlechter Platzverhältnisse zeigten die beiden Mannschaften ein gefälliges und faires Spiel. Launsbach konnte bereits kurz nach Anpfiff in Füh­rung gehen, Wieseck glich bald darauf aus; zur Halbzeit ergab sich ein Stand von 4:3 für Launs­bach. In der zweiten Spielhälfte übernahm Launs­bach endgültig die Führung und gewann hoch.

Tv Londorf Jugend To. Staufenberg Jugend 8:5.

Bei einem Halbzeitstand von 4:4 entschied in der zweiten Hälfte das ausgebildetere Schuh- Vermögen der Londorfer den lebhaften Kampf. Die Londorfer Schüler gewannen in Allerts­hausen verdient mit 3:1.

Kraftfahrer! Vorsichtan derBergstraße!

Die Provinzialdirektion Starkenburg teilt mit: Zur Zeit wird die Kleinchfiaster-Fahrbahn der Strecke Frankfurt a. M. Darmstadt Heidelberg im hessischen Gebiet verbreitert. Die Dauarbeiten werden ohne Sperrung der Straße ausgeführt, um Umleitungen, die xum Teil beträchtliche Umtoege für den Kraft- fahrzeugverkehr mit sich bringen, zu vermeiden. Es handelt sich um die Verbreiterung auf einer Straßenseite, nach deren Fertigstellung der ge­samte Strahenzug sechs Meter Fahrbahnbreite aufweisen wirb. Da zwecks Herstellung eines gleichmäßigen StraßenprofiiS auch ein Teil der derzeitigen Fahrbahn aufgebrochen und dem Ver­kehr entzogen werden muh, verbleibt an den Dau­sbellen, die jeweils einige hundert Meter lang

sind, für den Verkehr nur einschmalerS

ten, der vorsichtiges Befahren erforder­lich macht. In Anbetracht des starken Verkehrs auf der Straße Frankfurt Darmstadt Berg­straße werden die Kraftsabrxeugfübrer auf diese Gefahrenstellen hingewiesen. Besonders zur Racht- zeit wird größere Vorsicht empfohlen. Hm die Arbeiten in wenigen Wochen bewältigen zu können, wird an drei Baustellen, die nachts durch Anbringung von roten und weißen Laternen ^Kenntlich gemacht sind, zugleich gearbeitet.

Briefkasten der Redaktion.

E. St. in Gießen. Nach hessischem Landesrecht (vergl. Verordnungsblatt Nr. 24 vom Jahre 1921) dürfen Kellnerinnen nur gegen festes Entgelt be­schäftigt werden.

Tischtennis. 3m Gießener Tennioklub wird auch Tischtennis gepflegt. Vorsitzender des Tennisklub» ist Herr Dr. Dönges, Heuchelheim, Sandweg 11, von dem Sie sicherlich den erwünschten Ausschluß erhalten werden.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem

Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Oesfenllichc Anfrage an die Strafocnbauoerroaltung.

Auf der Landstraße zwischen Steinberg und Grüningen wurden vor ungefähr einem halben Jahre Klopfsteine und Kleinschlag in beträchtlicher Menge angefahren. Offenbar sollte dieses Material zur Ausbesserung der zahllosen kleineren und größe­ren Schlaglöcher verwendet werden. Im Lause des Sommers ist Gras und Unkraut aus den Haufen hervorgewachsen, das Material liegt unberührt. Soll etwa mit der Beseitigung der gröbsten Schä­den gewartet werden, bis ein Unglück passiert ist?

31.91.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Freitag, den 31. Oktober.

Stadtkirche. 9 Uhr: Pfarrer Mahr, besonders für die Jugend. Johanneskirche. 9 Uhr: Pfarrer Aus­feld, besonders für die Jugend. wieseck. 10: Jugendgottesdienst; Gustav-Adolf-Kindergabc für Salzerbad in Oesterreich. Alten-Buseck. 10: Resor- mationsfestgottcsdienst. Kirchberg. 10: Kirchberg. Hausen-Garbentcich. Reformationsfcst. Jugend- gottesdienst; 9: Garbentcich; 10: Hausen. Wahen- born-Steinberg. Rcformationsfeier; 10: Jugend­gottesdienst. Lich. Reformationsfcst. 9.30: Stifts- dcchant Kahn; 10.45: Kindergottcsdienst.

Israelitische Gemeinden.

Israelitische Bcligionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 1. November. Vorabend 4.45 Uhr; morgens 9; abends 5.10 und 5.50 Uhr.

Israelitische Rellgionsgelellschasl. Sabbatfeier den 1. November. Freitag abend 4.35 Uhr ; Samstag vor­mittag 8.30; nachmittags 3.30; Sabbatausgang 5.50. Wochengottesdienft: morgens 6.45; abends 4.30 Uhr.

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