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Nr. 150 Zweite; Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Montag, 50. Zuni 1950
Akademischer JesiaN der Theologischen ZakullA
sburgischen B e
mit allen
keime und ein Stück
freien Willens des Ulen-
im Bekenntnis seiner Kirche zu vereinen Festakt wurde beschlossen, indem die Ver
dis 4 Mark: da- Pfund: Himbeeren 55 bis 60 Pfennig.
Treue weih". Der
darf die Dierhundertjahrfeier nicht ohne einen eigenen festlichen Mt vorübergehen. Er soll bestehen in einem Versuch deutender Vergegenwärtigung des DeRmntnisgehaltes der Augustana. Vicht die Betrachtung des Menschen von der Vergänglichkeit her, sondern von der Schuld her ist eigentümlich christlich. So sieht die Augustana den Menschen als ganze Person zunächst unter dem Verhängnis der Schuld in einem lückenlosen Zusammenhang, der nicht wie in der katholischen Lehre durch kaum verdorbene Vatur-
Am Sonntag jedoch - da tauchen die Väter auf.
Sie sind selbst ein bißchen verlegen, dah sie da sind und einen städtischen Park bevölkern, (tatt un Büro, oder in der Fabrik, oder im Laden nützliche Arbeit zu leisten. Aber sie sind nicht umsonst tüchtige und weltgewandte Leute, die ihren Mann im Leben stellen und sich in jeder Lage zurechtsinden.. .
Sie sind bloh ein wenig vom Park überrascht.
1930 - ein Lemming-Zahn.
DieS Jahr ist für Norwegen ein Fahr der Beun- ruhigung, denn es hat den Anschein, dah die Lemminge wieder auf eine ihrer gesürchteten Wanderungen gehen, Aot und Krankheit verbreiten. Diese kleinen Wühlmäuse, in der Gröhe zwischen Maus und Ratte, sind wieder einmal auf der Wanderschaft und bieten damit der Welt da- Schauspiel eines einzigartigen, noch nicht ganz aufgeklärten Raturereignisies. Die Rager, die sonst scheu in ihren Berghöhlen leben und wenig von sich reden machen, vermehren sich zu bestimmten Zeiten plötzlich saft wie der Sand am Meer und unternehmen dann eine Kile Wanderung, bis sie sich in den Meeresfluten kegraben. 3n normalen Zeiten haben die Lemminge jeden Sommqr zwei Würfe von etwa sechs Zungen, und von denen sterben dann viele durch Krankheiten und werden die Deute von Raubvögeln und andern Tieren, die ihnen nachstellen. Dann aber schwillt auf einmal die Fruchtbarkeit dieser Tierchen ins Ungeheure. Augenscheinlich ist die besonders reichliche Rahrung in fruchtbaren Zeiten, vielleicht auch klimatische Bedingungen, die die zahlreichen Würfe hervorbringen. Die Feinde der Lemminge halten nun reiche Mahlzeit, und auf unerklärliche Weise verbreitet sich die Aachricht, dah eS ein .Lern- ming-Zahr" gibt, über ganz Europa und einen Tell Asiens. Eulen, Geier und andere Tiere kommen nach Rorwegen. um sich an dem reichen Frah zu beteiligen. Die Wälder find voll von Wieseln, Hermelinen, Dachsen usw.
Aber dieses feindliche Aufgebot kann dem einmal zu Riesenanstrengungen erwachten Lemming nichts anhaben. Sie vermehren sich zu Schwärmen, von denen die alten Norweger glaubten, dah sie von den Göttern aus dem Himmel herabgeschüttet wurden, drängen in die Täler und freflen das ganze Land kahl. Man mag noch so viele töten, Hunde und Katzen aus fie hetzen — es nützt nichts. 3m ersten Jahr macht fich nur als warnendes Zeichen eine gröhere Lebendigkeit der Tiere in den Gebirgsgegenden bemerkbar, aber im zweiten Sommer, wenn der Schnee schmilzt, dann ist die Flut der Lemming-Maflen nicht mehr zu halten, und die Spur, die fie hinterlaflen, ist Der- Wüstung und Oede-
Verschiedene Gelehrte vertreten die Ansicht, dah die Wikinger durch solche Lemmingjahre zu ihren
jtte etwa solgendes aus: An einer nach ihrer Stiftung auf die unveränderte Ausburgische Konfession gestellten Universität
fammlung stehend die erste Strophe des Reformationsliedes »Gin feste Burg ist unser Gott' sang. —
schen durchbrochen ist. Andererseits stellt sie den Menschen hinein in den Zusammenhang der Schöpfung, indem sie der Ehe und dein Beruf ihre volle Heiligkeit wiedergibt, die sie in der Un5rrordnung unter das mönchische 3deal verloren hatten. Erlösung aus diesem Gefängnis, das die Augustana nicht als Sinnenknechtschast, sondern als Gottesferne versteht, heiht den Menschen in einen neuen, schöpferischen Zusammenhang überführen. Sie vollzieht sich allein in dem klaren geistigen Akt: Verheißung Gottes — Glaube des Menschen und stellt den Menschen hinein in die wahre und lebendige Gemeinschaft der neu, nicht als Hierarchie und Anstalt verstandenen Kirche. Zugleich wird der protestantische Mensch damit übergeführt in völlige Freiheit, in der er nicht mehr nach einem äußeren Gesetz, sondern nach innerer Sicherheit handelt. Dieses Bild des ganz gefesselten und ganz befreiten Menschen muß Kirche und Theologie immer wie-
1646: der Philosoph Gottfried Wilhelm von Leib- niz in Leipzig geboren; — 1867: die Verfassung des Norddeutschen Bundes tritt in Kraft.
Gictzener Wochcnmarktpreise.
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Butter 140 bis 160; Matte 30 bis 35; Käse (10 Stück) 60 bis 140; Wirsing 10 bis 15; Weißkraut 10 bis 15; Römischkohl 8 bis 10; grüne Bohnen 30 bis 35; Spargel 40 bis 70; Erbsen 20 bis 25; Tomaten 40 bis 70; Zwiebeln 10 bis 15; Rhabarber 10 bis 15; Pilze 35 bis 40; alte Kartoffeln 4,5 bis 5; neue Kartoffeln 10 bis 12; Dörrobst 30 bis 35; Kirschen 20 bis 50; Heidelbeeren 40 bis 50; Stachelbeeren 20 bcs 25; Johannisbeeren 25 bis 30; Erdbeeren 50 bis 80; Aprikosen 50 bis 55; Pfirsiche 70 bis 80; Honig 40 bis 50; junge Hähne 120 bis 130; Suppenhühner 100 bis 120; Nüsse 60 bis 70; das Stück: Eier 10 bis 11; Tauben 70 bis 80; Blumenkohl 30 bis 70; Salat 8 bis 10; Salatgurken 20 bis 50; Ober-Kohlrabi 8 bis 10; Rettich 10 bis 15; das Bund: gelbe Rüben 8 bis 10; Radieschen 10 bis 15 Pfennig; der Zentner: Kartoffeln 3,80
Wenn sie aufmerksam sind, lernen sie einiges...
Sie erfahren etwa, warum und zu welchem Ende ein Kind Kalzan bekommt; oder fie nehmen zur Kenntnis, welche Bewandtnis es mit der fiaubfreten Luft hat: und falls sie sehr anschlägige Kopfe find, begreifen sie auch, dah keine Mutter es gerne sieht, trenn ein Vater seinen Hut zwanglos auf den Km- derwagen legt. v _ .. ,
Anderes hingegen werden sie niemals erlernen.
— Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei Ortsgruppe Gießen, und der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund veranstalten am Mittwoch. 2 Juli, 20.15 Uhr, in der Turnhalle am Oswatdsgarten eine ossentliche Versammlung; Reichstagsabgeordneter Dreher spricht über das Thema: „Der Nationalsozialismus marschiert!"
An Wochentagen ist der Etadtpark eine Idylle.
Und wenn der Seidenhimmel der Paradiese über ihm blaut, fitzen die jungen Mütter unter den schimmernden Kastanienkerzen so unschuldig da, ouu ne nicht einmal zu wißen brauchen, wie ihre tägliche Nachbarin heißt: es genügt ihnen vollauf, daß fie die Mutter von Hannelore, Brigitte oder Herbertchen
3n einem Stadtpark kommt man damit schon aus.
der ganz frei dem Denken und Fragen der Zeiten abgewinnen, um nicht nur ein geschriebenes, sondern auch ein lebendiges Bekenntnis zu behalten.
Nach der mit lebhaftem Beifall auf genommenen Festrede Prof. Dornkamms und einem Zwischenspiel auf der Orgel betrat Professor D. Dertram als derzeitiger Dekan da» Podium, um die
Ehrenpromotionen
der Theologischen Fakultät anläßlich der Augu- stana-Iubelseier vorzunehmen und durch Verlesung der Diplome zu verkünden.
Die Theologische Fakultät hat zum Doktor der Theologie ehrenhalber ernannt:
1. den Psarrer i. R. Otto W i s s i g, Dad-Rau- heim, .den langbewährten Prediger und Seelsorger, den sinnigen Dichter kirchlicher Schauspiele, den Gelehrten, der seine Altersmuhe unermüdet zu eindringlichen geschichtlichen Studien nutzt und besonders die DonisatiuSsorschung gefördert hat."
2. den Studienrat Professor Dr. Eduard Edwin Decker. Darmstadt, .den verdienten Erforscher der Stadt- und Adelsgeschichte Oberhessens. den gelehrten Kenner und feinsinnigen Deuter der hessischen Kirchengeschichte, den eindrucksvollen Lehrer und verantwortungsbewußten Erzieher";
3. den Präsidenten des Evangelischen Landes- kirchenrateS zu Frankfurt a. M. und vormaligen Konsistonalpräsidenten zu Wiesbaden und Frankfurt a. M. Philipp Richard Friedrich Schulin, .bewährt als Sachwalter der deutschen Schule in der Westmark, ausgezeichnet als Kirchenleiter an der Spitze zweier evangelischer Landeskirchen, erprobt als feinsinniger Schöpfer und Pfleger kirchlicher Ordnungen und als ein aufrechter Charakter, der Sachlichkeit und Gerechtigkeit in der Führung der Kirche walten zu lassen versteht";
4. den Superintendenten von Oberhessen zu Gießen, Oberkirchenrat Karl Wagner, .den vorbildlichen Seelsorger, der seinen Gemeinden in allen Lagen sich als ein sicherer, geistlicher Führer bewies, den bewährten Sachwalter christlicher Liebestätigkeit. der mit geschickter Hand die Werke der 3nneten Million in Hessen durch die Klippen der Zeit steuerte, den ausgezeichneten Kirchenleiter. der hervorragendes praktisches Geschick der Leitung mit Weisheit und
Nun, die Mütter wißen es um so besser: vom Zufall zu winzigen Gruppenzufammengewurfelt. hocken fie auf ihren Klappstühlchen unter den stellen, Weißen Flammen der Kastanienblute , unö mit fröhlich stiller Würde schweift ihr erfahrenes Auge über die kleine Wagenburg der blauen, grauen gvrmen Gefährte, in denen es schläft oder kräht oder sonst- wie sein einjähriges Leben bezeugt.
Sanft und glücklich lächeln fie vor fich hm.
Und weil sie glücklich, sind sie auch mttterlsam, fie lächeln einander ermunternd zu und geben durch ein lobendes Nicken zu verstehen, daß icnes zarte Etwas, das im nachbarlichen Kiß^r ruht, em hübsches, nettes, wohlgeratenes Kindchen sei. Woraus dann die Angelächelten ebenso ermunternd und nickend zurücklächeln und das freigebig gezollte mit Wucherzinsen begleichen.
Auf diese Weise entstehen ihre Freundschaften^ ...
Das find dann Freundschaften, die täglichfeff« werden. Denn sie gründen ihren Bestand auf be allgemein mütterlichen Wißen, daß für ^"der mch so gesund sein kann als staubfreie Luft. sie vahr fich von der Meinung, daß es ein wahrer Segen für Herbertchen war, dah er Ka^an ^am. und s wärmen sich an der Erkenntnis, daß Hannelore und Drigittchen durch Zemalt gedeihen.
Väter im Gtadtpark.
Von Harry Schreck.
Am Wochentage sind die Väter meist unsichtbar. Denn vom Montag bis zum Samstag verrichten fie irgendeine nützliche Arbeit, die uil einem^Duro, ober in einer Fabrik, ober m einem Laden erledigt werden will. Und darum wißen fie nichts von der paradiesischen Unschuld eines Stadtparkes in den die jungen Mütter morgens ihren Kinderwagen 1<6l6ton'toiffen nicht, daß er ein Garten Eden ist.
bal^auch^ettiDü^7der e?ne Fabrik, o^ein Laden- npfchäft Und die sanften, freundlichen jungen WLt«wir-nmw°r1ch°ns i« einem .AeichSveeb-nL
protestantischeMensch nach demDer ständnis des Aua k e n n t n i s s e s" und süh:
•• Evangelische Kirche und Rhein- lanbbefreiung DaS Evangelische LandeS- kirchenamt gibt bekannt, daß auS Anlaß der Rheinlandbefreiung in Mainz am 20.3ufi ein Festgottesdienst stattfindet, an dem auch Reichspräsident von Hindenburg teil nehmen wird. Den einzelnen Gemeinden deS besetzten Gebietes bleibt e» über!allen, den Termin ihrer Defrei- ungSf eiern einer etwaigen Sonderfeier der Gemeinde zeitlich anzupasien Am Sonntag, dem 6. 3uli, soll in allen Gottesdiensten des Ereignisses der ‘Befreiung gedacht werden. Aus Ersuchen der Reichsregierung und der hessischen Regierung wird am 1. 3uh, dem Tage, da daS besetzte Gebiet vollständig von den B.-fatzungS- tnippen geräumt fein wird, im ganzen Deutschen Reiche mittags von 12 bis 12.10 Uhr
Aus der provinzialhaupifiadt.
Gießen, den 30.3uni 1930.
Gruß des Hessischen Slädtetages an die befreiten hessischen Städte.
Der Vorsitzende des hessischen Slädke- lages, Oberbürgermeister Dr. Keller (Gießen), Hai am Tage der Befreiung namens des hessischen Slädtelages an die befreiten hessischen Städte Mainz, Worms, Bingen, Alzey und Oppenheim folgendes Telegramm gerichtet:
„Am Tage der Befreiung grüße ich namens des hessischen Städtetages mit herzlichen wünschen die von fremdem Joch befreiten Schwesterstädte. Dank und Anerkennung für Opfermut und Treue! Möge die wiedergewonnene Freiheit erlittene Schäden rasch heilen und die Städte glücklicher Zukunft entgegen sühren."
LiedertagdesOeutschenSängerbundeö
Aus Anlaß des deutschen Liedertages fand gestern, Sonntagvormittag, auf dem Canbgraf- Philipps-Plah eine von der Arbeit sge- meinschaftGießenerMännergesang- vereine veranstaltete Kundgebung für das deutsche Lied statt.
Eine stattliche Sängerschar hatte sich einge- funden. um unter der bewährten Leitung von Ehormeister Görlach Zeugnis abzulegen von dem gemeinsamen Bestreben, das deutsche Lied, als Kraftquelle des deutschen Volkes, zu pflegen und zu fördern. Dies kam auch in dem „ länger - grüß", wie in den einzelnen Chören »Wem Gott will rechte Gunst erweisen", »Wer hat dich, du schöner Wald" und »Wo gen Himmel Eichen ragen" in bester Weise zum Ausdruck. Erfreulicherweise hatte sich auch der Orchesterverein in den Dienst der Sache gestellt, um einesteils zu beweisen, daß Musik und Gesang eng verbunden sind, anderseits aber, um durch Unterstützung der Bestrebungen der Gießener Männergesangvereine der Veranstaltung eine besondere Weihe zu geben.
Es darf mit Recht gesagt werden, daß sowohl die gesanglichen wie auch die musikalischen Darbietungen allen Beteiligten, nicht zuletzt aber auch der Stadt Gießen zur Ehre gereichten. Gauvorsihender E. Koch sprach nach einer kurzen Begrüßung über die Bedeutung des deutschen Liedes. An dem Tage, an dem zu der gleichen Stunde in allen Gauen das deutsche Lied erklinge. seien sich die Sänger nicht nur seiner hohen Reinheit und sittlichen Kraft bewußt sie seien auch davon durchdrungen, dah die Pflege des deutschen Männergesangs dazu beitrage, die deutsche Kultur zu heben und den Gedanken der Volksgemeinschaft zu fördern. Darüber hinaus sei das deutsche Lied geeignet, unsere Auslanddeutschen mit der Heimat eng zu verbinden. Möchte diese Kundgebung unseren Volksgenossen im besetzten Gebiet die so lange ersehnte Freiheit verkünden und zu gleicher Zeit ein Herold der erstrebten deutschen Volksgemeinschaft sein. Er schloß mit einem Hoch auf das deutsche Cieo.
Cs folgte der gemeinsame Gesang des ^utsch- landliedes, worauf Obcrregierungsrat Ritzel als Vertreter des Kreisamtes und der Prvvrn- zialdirektion darauf hinwies, daß der Manner- gelang das beste Stück der deutschen Volksseele sei. Der Männergesang stehe heute auf beachtenswerter Höhe. Mit dem Hinweis auf die Rheinlandbefreiung gab der Redner demWunsche Ausdruck, daß diese ein Auftakt fein möge für die baldige Befreiung des deutschen Volkes. Die außerordentlich zahlreiche Beteiligung der Bevölkerung bewies das besondere 3nteresse. das man dem deutschen Männergesang entgegenbringt.
Daten für Dienstag, 1. Juli.
Sonnenaufgang 3.47 Uhr, Sonnenuntergang 20.20 Uhr. — Mondaufgang 9.55 Uhr, Monduntergang 23.30 Uhr. __________ __
Dor allem werden fie es nie verstehen, was Park-' freundschaften sind: nicht ohne Mißtrauen und De- fremden nämlich gewahren sie daß Mutter anderen Kindern mit ermunterndem Lob zunicken und anderen Müttern plötzlich mitteilen. wie ungemein reizend und niedlich doch heute wieder der nachbarliche Nachwuchs ausfehe . - . was doch ganz offensicht- lich eine grobe Unaufrichtigkeit bedeutet. _
( Wo bas eigene Kinb zehnmal hübscher ist ' )
Unb noch viel weniger können sie sich damit ad- finben, bah ihre Frauen mit anderen Stauen be- lannt zu fein scheinen und nicht einmal vnßA. was üÄ 7lam“n öiefe N-gm «--b si° l-,ch»«i, aenua find um harmlos zu äußern. dah die Dame mtt dem andgrauen Mantel doch Herbertchens Mutter wäre unb bah ber stattliche schwarze Herr neben ihr wohl Herbertchens Vater sein .muhte:....
Damit nämlich beruhigen fich Da ter keineswegs Denn bann wißen fie auf einmal, was Ne zu tun haben; während die Mutter in paradiesischer Un. febulb wie immer miteinanber plaudern, ^cken fie sich auf und gehen mit vollendeter Höflichkeit °uf den nächsten Vater zu, um dem zu sagen, wie sie heißen. Und bann freut sich ber nächste Vater ebenso, daß enblich einmal Otbnung in ben Park kommt, her eben noch ein Garten Eben war.
Glocken geläutet werden.
"Militärgottesdienst. Au»' Anlaß der Befreiung des belegten Gebiets findet morgen, Dienstag, um 10 Uhr in der Iohanneskirche ein Militärgottesdienst statt, wo zu auch die Gemeinde eingeladen ist Die Predigt halt Pfarrer Lenz.
’* Heimatvereinigung Schis senke rg. 3m Rahmen der 800-3abrfeier auf dem Schis sende rg wird am Samstag, 5. 3uli, 19 Uhr, am Hauptgebäude deS Dchifsenl>erqs eine Ge- denktasel für den Kulturhistoriker Wilhelm Heinrich Riehl enthüllt, der im Sommer 1843 und 1844 als Gießener Student dort gewohnt hat.
•• GeschäftSjubiläum. Schneidermeister Euler. Nordanlage 3, feiert heute fein ^jähriges Geschäftsjubiläum.
"Jubiläum. Gerichtsinsvektor Scharmann wohnt morgen 25 Jahre bei Geschwister Helsen- dein, Ederstroße 7, in Pension.
" OessentlicheDücherhalle. 3m 3unl wurden 1049 Bände ausgeliehen. Davon kommen aus: Erzählende Literatur 764, 3ugend- schrisien 41. Gedichte und Dramen 10, Länder- unb Völkerkunde 64. Kulturgeschichte 9, Geschichte und Biographien 80. Kunstgeschichte 1. Naturwissenschaft und Technologie 19. Heer- und Seewesen 3. Haus- und Landwirtschaft 5. Delund- heitslehre 4, Religion und Philosophie 4. Staats- Wissenschaft 10, Sport 3. Fremdsprachliche» zwei Bände. Rach auswärts kamen 6 Bände.
" Schützt die Sensen! ErsahrungSgemäh werden in jedem 3ahre eine ganze Anzahl Menschen durch ungeschützte Sensen verletzt. Mäher, die ihre Sensen abend» im Felde liegen lassen, um gleich am nächsten Tage weiterarbeiten au können, müssen unbedingt die Schneide umwickeln. Unvorsichtig unb gefährlich ist efl auch, die un* K"' Itjtc Sense in einen Daum zu hängen. Spie- Kinder oder ein kleiner Windstoß lassen die scharfe Sense herunterfallen unb große» Unheil anrichten.
Annahme ber Hekoga-Verträge durch den rheinheisischen provinzialiag.
WSR. Mainz, 29. Juni. Der Provinzial- tag der Provinz Rheinhessen war am SamS- tagoormittag zur endgültigen Deschluhsassung über die neuen Ferngasverträge der Hekoga zusammengetreten. Provinzialdirektor Dr. Wehner erklärte, daß alle Forderungen und Bedenken der sozialdemokratischen Fraktion und des Zentrums nahezu restlos erfüllt und geklärt wurden. Unrichtig sei eS, wenn behauptet werde, daß durch die Annahme der Verträge der Hekoga die Tarifhoheit der Kommunen in Frage gestellt sei. Die Städte könnten nach wie vor die Gaspreise von sich au» sest- sehen. Landtagsabgeordneter Späth (Ztr.) meinte, dah die Frage, wie hoch der Ga-prei» kühnen Raubfahrten an die Küsten Europas getrieben wurden, als sie fich der Hungersnot gegenüber sahen. Weder Flüßenoch Gebirge vermögen ben Wan- bertrieb ber Tiere auszuhalten. Wenn Menschen (ober feindliche Tiere) in ihre Reihen einbringen, bann stoßen sie einen seltsamen bellenden Laut au», richten sich auf ihren Hinterfüßen auf unb zeigen wütend ihre Schneidezähne. Aber wenn sie auch in baS Schuh- werk beißen, io finb fie boch nicht gefährlich unb können mit Knütteln totgeschlagen werben. DeS Nacht«, wenn sie Rast machen unb ihre andern Feinde fie nicht mehr verfolgen, dann kommen große Schwärme von Nachteulen und hatten unter ihnen lautlo» ihr Mahl
Die Raubvögel und Aaubfiere bevorzugen besonder- die vorderen Reihen der Lemminge, weil sie dort die fettesten und stärlsten Tiere finden. Selbst Dor einer Stabt machen die Scharen nicht Halt, sondern ziehen durch die Straßen, bellen Menschen unb Kraftwagen an unb marschieren durch offene Türen, wenn sie in ihrer Richtung liegen. Während der großen Wanderung von 1862 liefen sie die Granittreppen der Universität von Ehristiania herauf unb bräng» ten fich in bie Hörsäle. 3m Jahre 1876 waren sie so zahlreich, bah in manchen Küstenstäbten da« erste, was man jeben Morgen tun mußte, war, bie burch bie Katzen getöteten Lemminge au« ben Straßen unb Holen sortzuräumen. Sie kennen keine Furcht unb kein Hatten, wenn ganze Reihen in große Löcher ober Gräben fallen, so klettern bie folgenben über fie weg unb drücken fie tot.
Die einzelnen Trupp» sind nicht groß; nur an den See- unb Zlußu'ern sammeln fie fich zu großen Massen unb liefern sich in bem Gebränge gegenseitig Schlachten. Sie befinden sich in einer toilben Aufregung. so bah man sie für »toll" unb »wahnsinnig erklärt hat. Durch ba« Verwesen bet Leichen, die am Wege liegen bleiben, werben ganze Gebiete vergiftet unb viele Menschen vom .Lemmingfieber" ergriffen. besten Ausbreitung auch jetzt wieber gemelbet wirb. Schließlich kommen sie in ihrem dunllen Drang an bie Meeresküsten unb bort stürzen fie in Scharen in bie Fluten unb werben von ben Fischen verspeist, bie sich in großen Schwärmen sammeln- Was fie in bas Wasser treibt, ist noch nicht genügenb geklärt. In bem Zahr, bas einer solchen Riesenwanberung ber Lemminge folgt, hält e» schwer, ein lebendes Tier in ganz Skanbinaoien zu finben. Man sollte glauben, bah fie fich selbst ausgerottet haben, aber einige wenige haben sich in ben Bergen erhalten, pflanzen sich fort und führen Ihr unscheinbares Dasein, biS schließlich wieder einmal bie geheime Macht, bie in biesem Tierchen wohnt, zu einem neuen riesigen Ausbruch ihrer Fruchtbarkeit führt.
Gestern, Sonntagvormittag, veranstaltete bie Theologische Fakultät der Hessischen Landesuni- Perfität anläßlich ber Auguftana-3ubelseier 1930 einen Akabe m i schen Festakt in ber Neuen Aula, zu bem bie evangelische Bevölkerung ein- geladen war unb bem außer ber Theologenschast 6e. Magnifizenz ber Rektor. Vertreter bes übrigen Lehrkörpers, ber Studentenschaft. insbesondere ber Korporationen, Vertreter ber staatlichen unb stab fischen Behörden unb zahlreiche namhafte Persönlichkeiten aus ber Bürgerschaft beiwohnten.
®ie Feier würbe eingeleitet durch ein Orgelvorspiel und den seierlichen Einzug der Theologischen Fakultät in die stark besetzte Aula. Alba- Vorspiel beendet war, erhob sich der Kirchen- Historiker der Landesuniversität,
Professor D. Bornkamm,
zu feiner Festrede über daS Thema »Der
Bornotizen.
— Tageskalender für Montag. Stabt- thectter: „Flieg, roter Adler von Tirol", 19.30 Uhr. — Zapfenstreich aus Aniah ber Befreiung der Rheinlande, 22 Uhr, 22.30 Uhr auf dem Landgraf-Philipp- Platz. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Gedächtnisfeier für Hermann Löns, 20 Uhr.
— Stadttheater Gießen. Man schreibt uns: Die heute stattfindende Dorstellung von Anger- mayers Grenzlandtragödie „Flieg, roter Adler von Tirol" für die Gießener Militäroereine findet wegen des Zapfenstreiches bereits u m 19.30 Uhr statt. Da die heutige Vorstellung „Flieg, roter A d l e r v o n Tirol" für die G i e ß e n e r M i 1 i - tärvereine nahezu ausverkauft ist, besteht die Möglichkeit, daß später eingereichte Karten keine Be- rücksichtigung mehr finben können. Für diese Be- facher besteht die Möglichkeit, die Vorstellung am Freitag, 4. Juli, gegen Ausweis zu denselben Be- dingungen, wie sie für die heutige Vorstellung angesetzt waren, zu besuchen.
der parkenden Mütter Deutschland»' zusammenge- geschloßen . ..
An den Vätern liegt e» nicht, wenn ber noch fehlt-
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