Ausgabe 
30.1.1930
 
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Nr. 25 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesfen) Donnerstag, 30. Zanuar 1930

Wirifchast.

Konkurse und Vergleichsverfahren im Jahre 1929.

Für daS Jahr 1929 liegen nunmehr für drei Vierteljahre die Konkurszahlcn, einschl. der Zah­len für die mangels Masse abgelehnten Konkurse vor. für das vierte Vierteljahr nur die Zahlen für die eröffneten Konkurse. Da die mangels Masse abgelchnten Konkurse regelmäßig zwischen 30 bis 32 Prozent der eröffneten Konkurse aus­machen, und da die endgültigen Zahlen der er­öffneten Konkurse in der Regel etwas über den vorläufigen liegen, dürfte ein Aufschlag von 33,33 Prozent auf die vorläufigen Zahlen des vierten Vierteljahrs eine Gesamtzahl ergeben, von der die endgültige In der Größenordnung kaum abweichen wird. Es läßt sich daher schon jetzt daS Ergebnis des ganzen Jahres 1929 über- sehen. Cs ergeben sich lautWirtschaft und vta» tist'k" insgesamt 13 095Konkurseund4940 Vergleichsverfahren. 1928 beliefen sich die Konkurse auf 10 525, die Vergleichsverfahren auf 3147. Die Konkurse sind also um 24 Prozent, die Vergleichsverfahren um 57 Prozent gestiegen. Die Zahlen bleiben aber hinter denen der Jahre 1925/23 (14 805 bzw. 15 829 Konkurse, 6032 bzw. 7454 Vergleichsverfahren) noch beträchtlich zu­rück Die Erhöhung der Gesamizah'en gegenüber 1928 en.spricht durchaus der Versch'echterung der Konjunktur im Laufe des Jahres 1929. Die monatliche Bewegung der Konkurse und Ver­gleichsverfahren gibt aber kein deutliches Bild vom Ab'aus der Konjunktur. Während die Span­nungen in den letzten Monaten des Jahres am stärksten gewesen sind, liegen die höchsten Kon- kurözahlen in den Monaten März und April, die höchsten Zah en der Vergleichsverfahren in den Monaten 3u;i und August. Es ist zwar da­mit zu rechnen, daß die Zahlungsschwierigkeiten des letzten Vierteljahrs 1929 in den Konkursen der ersten Monate 1930 in Erscheinung^ treten werden. Während gegenüber 1928 die eröffneten Konk r e der Erwerbsunternehmungen insgesamt um 21 Prozent, die Konkurse der größten Gruppe, nämlich des Einzelhandels, nur um 14 Prozent gestiegen sind, beträgt diese Steigerung beim Großhandel 29 Prozent, bei den Danken sogar 63 Proent. Die St.teerung bei den Danken er­gibt sich allein aus den Konkursen der beiden c':t:n Monate 1929. Die Vergleichsverfahren ind bei den Danken sogar um 200 Prozent lestic. en. De Zahlungs'chwierigkeiten haben also »cmnach im Jahre 1929 besonders stark den Geld- und f redit-erteilungSapparat brt.osfen, während die Produkt' on und der Wareneinzelhandel we­niger in Mitleidenschaft gezogen worden sind.

Zur Gage der deutschen Kunst- seideindustrie. Auch auf die gegenwärtige Lage der deutschen Kunstseideindustrie macht sich der Einfluß der Wirtschaftsde'-ression, insbeson­dere aber der ungünstigen Entwicklung der Sextil- w rtschaft geltend. Allerdings nutzen die deut­schen Kunstseidesabriken gegenwärtig noch ihre volle Produktionskapazität aus. Das Jahr 1929 hat mengenmäßig ein nicht ungünstiges Ergebnis oufzuweisen. aber die im Laufe des Jahres 1929 vorgenommenen Preissenkungen, die zum Tell erhebl'ch sind, haben die Gcwinnergebnisse schlech­ter gestaltet, so daß der Mehrobsah keinen Aus­gleich bieten konnte. Die deutsche Kunstseidegarn- oussuhr übersteigt in 1929 die Einfuhr, sie hat um 2 72 Millionen Kilogramm zugenommen, wäh« rend die Einfuhr um 0,75 zurückgegangen ist. Dem Werte nach ergibt sich eine Aktivierung des Kunstseidoaußenhandels in Höhe von 25,2 Millionen Mark.

* Allianz und Stuttgarter Gebens« versicheruvgsbank 21.=©., Stuttgart. Die Gesellschaft hat 1929 einen Antrogszugang aus dem direlten Dersicherungsqefchäft von 80 000 Anträgen über 517 Millionen Mark Versicherungssumme zu verzeichnen, gegen 89 000 Anträge über 474 Mil« Honen Mark Versicherungssumme im vorherae- aangenen Jahr. In den Zahlen für 1929 sind die bei der im November fusionierten Frankfurter Gebens« vcrsicherungs-A.-©., Frankfurt a. M. beantragten Versicherungen nicht enthalten.

' Mainkraftwerke Höch st. Die Main- kraftwerle Höchst a M werden am 30. Juni ihre Limburger Detriebsabteilung auslösen. Die Di­

rektion teilt hierzu mit, daß die zur 'Betriebs­abteilung Limburg gehörenden Kreise nunmehr ausgebaut sind, so daß es im Zuge der Ratio­nalisierung sich leicht bewerkstelligen läßt, das Gebiet der Detriebsabteilung Limburg unter die Detriebsabteilungen Höchst und Oberlahnstein aufzuteilen.

-Anleihe derMainzerAktien.Bier' brauerei. Ein Bankenkonsortium unter Führung der OO-Bank, Filiale Mainz hat eine hypothekarisch sichergestellte SproA. Anleihe der Mainzer Aktien- Bierbrauerei, MmnA in Höhe von 500 000 Mark übernommen. Die Anleihe, die noch 25 Jahren mit 102 o. S). durch Auslosung zurückzuzahlen ist, wurde zu 94 v.H. aufgelegt. Der größte Teil der Anleihe dürste bereits untergebracht sein.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 30. Jan. Tendenz freund­lich. Die Dörse bot heute ein wesentlich freund­licheres Dild. ausgehend von der Festigkeit der Rcichsbankanteile, dieses Papier war schon aus­schlaggebend für die Tendenzgcstaltung an der gestrigen Abendbörse. Anregend wirkten hier die Erwartungen auf eine Aenderung des Dank- gesetzcs in der am 15. Februar stattfindenden Generalversammlung. Dei Eröffnung der Börse gewann die Aktie 6,75 Proz., nachdem an der gestrigen Abendbörse schon ein Gewinn von 6 Proz. eingetreten war. Hiervon ausgehend war die Tendenz allgemein freundlicher und das Ge­schäft nahm au chim übrigen etwas lebhaftere Formen an, zumal einige Auslandorders vorge­legen haben sollen. Material kam nich tan den Markt. Hieraufhin waren einige Orders von feiten des Publikums eingetragen. Auch hatte der Druck am Farb'nmarkt nachgelassen. Der An­griff auf den Farbenmarkt in Amerika war in den Ausführungen übertrieben. Es verlautet jetzt, daß unhaltbare Rachrichten auf Befürchtungen der starken Konkurrenz deutscher Unternehmen in die Welt gesetzt wurden. J.-G.-Farben konnten bei etwas lebhafterem Geschäft 2,5 Proz. höher eröffnen. Rütgerswerke gewannen 2 Proz. Am Montanmarkt war die Umsatztätigteit beschei­dener, doch lagen hier die Verhältnisse wieder klarer, nachdem bekannt wurde, daß von einem Desihwecbsel in den Mihrheitsverhältnissen

nicht die Rede sein könne. Rur Rhein­stahl und Stahlverein traten mit je

plus 2,5 Prozent etwas in den Vordergrund. Recht lebhaftes Interesse bestand noch für Kali­werte. Cs schien sich hier wieder verstärkles Interesse von Ausland- und DHeinlandseite gel­tend machen, nachdem diese Werte gestern eher angeboten und schwächer lagen. Salzdetfurth hatten einen Spitzengewinn von 5,5 Prozent auf­zuweisen. Aschersleben gewannen 3,5 Prozent und Westeregeln 3 Prozent. Am Elektromarkt war die Umsahtätigteit ebenfalls gebessert. Sie­mens konnten 3 Prozent höher eröffnen. AEG. plus 2 Prozent, Licht & Kraft plus 2,5 Prozent und Gesfürel plus 3,5 Prozent. Im Zusammen­hang mit der Besserung der spanischen Valuta hatten Chadeaktien wieder etwas lebhafteres Ge­schäft und gewannen 3 Mark. Deutsche Lino­leum konnten 4 Prozent gewinnen und AKU. 3,5 Prozent. Zellstoffwerte lagen bis zu 5 Proz. fester. Schisfahrtswerte bis 1 Prozent gesteigert. Renten still. Deutsche Anleihen eher etwas ge­drückt. Schutzgebiete zogen leicht an. Im Ver­laufe ließ das Geschäft wieder beträchtlich nach. Die Tendenz war aber unverändert freundlich. Teilweise traten erneut Besserungen bis zu 1 Pro­zent ein. Am Geldmarkt wurde der Sah für Ta­gesgeld auf 6,5 Prozent erhöht. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1856, gegen Pfund 20.370, London gegen Kabel 4,8655, gegen Paris 123,91, gegen Mailand 92,93, gegen Ma­drid 36,40, gegen Schweiz 25,1975, gegen Holland 12,1150.

Berliner Börse.

Berlin, 30. Jan. Vormittags und an der Vorbörse setzte sich, ohne daß nennenswerte Um­sätze getätigt wurden, die schon gestern abend freundlichere Tendenz fort. Maßgebend hierfür war die bessere und freundliche Hallung der Reichsbankaniieile, für die man an der Börse optimistische Hoffnungen hegte, im Zu'ammenhang mit den in der Generalversammlung zu erwar­tenden Dankgesehänderungen. Hinzu kam, daß

die Spekulation Deckungen vorzunehmen geneigt war, und daß das Ausland Heinere Kaufauf­träge geschickt haben folL Bei den ersten Kursen kam es aus diesem Grunde zu 1» bis Zprozen- tigen Kursbesserungen: für Spezialwerte betru­gen die Gewinne sogar bis zu 6 Prozent. Die Erholung der Farbenaktie um 3,25 Prozent be­friedigte allgemein. Beträchtlichen Gewinn hatten außerdem die schon oben erwähnten Reichsbank­anteile mit plus 10.75 Prozent. Ferner Schu­bert & Salzer mit plus 6 Prozent, aus den ge­stern genannten Gründen. Chadealtien plus 8 2.1, Salzdetfurth plus 5,25 Prozent, und Siemens plus 4,5 Prozent. Kunstseideaktien und Spritwerte waren ebenfalls recht fest, während Schiffahrts­aktien ziemlich vernachlässigt waren. Rennens­wert schwächer eröffneten led glich Transradio mit minus 3 5 Prozent, Schlesische Bergwerk, Beu­chen, mit minus 2,5 Prozent, Akkumulatoren minus 1,13 Prozent. Deutsche Anleihen freund­lich. Ausländer anziehend, Pfandbriefe unein­heitlich. Der Geldmarkt neigte zu dem be­vorstehenden Ultimo zur Versteifung. Tagesgeld 5 bis 7 Prozent: Monatsgeld 7,25 bis 8.50: Warenwechsel etwa 6 5 Prozent. Rach den ersten Kursen bei etwas lebhafterem Geschäft zu­nächst etwas anziehend und überwiegend 1 Pro­zent fester, konnten von Kunstseidewerten Alu 2.75 Prozent, Bemberg 4,75 Pro'ent. Rütgers- werke, auf Dividendehoffnungen._ 1.5 Prozent ge­winnen. Später ließ die Geschäftstätigkeit nach und es ergaben sich vielfach Verluste, die bis unter das Anfangsniveau führten.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 30. Jan. Auftrieb: 111 Rinder, 873.'ber, 360 Schafe, 416 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 63 bis 72 Mk., mittlere Mast- und Saugkälber 63 bis 67, geringe Kälber 53 bis 62. Schafe: Mastiämmer und jüngere Mast- hämmel (Weidemast) 48 bis 52, mUttere Mast­lämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 40 bis 47. Schweine: vollfleischige Schweine von elwa 240 bis 300 Pfund Lebend­gewicht 73 bis 81, von etwa 200 bis 240 Pfund 80 bis 81, von etwa 160 bis 200 Pfund 78 bis 81, fleischige Schwüne von eiwa 120 bis 150 Pfund 73 bis 80 Mk. Marktverlauf: Kälber schleppend, Schafe ruhig, geräumt. Schweine sch.eppend, Ueberstand.

T lincr Produktenbörse.

Berlin, 29. Jan. Infolge des unbefriedigen­den Mehlgefchäftes bleibt die Aufnahmeneigung sehr gering, auch die Erholung am Schluß der gestrigen nordamerikanischen Terminmärkte ver­mochte keine Anregung zu bieten. Jnlandweizrn zur prompten Verladung war nur mäßig und zu nachgiebigen Preisen an geboten, die Mühlen versuchen jedoch angesich'.s der Preisrückgänge int handelsrechtlichen Lieferungsgeschäft, die auf Realisationen der Provinz zurückzuführen waren, 1 Mark unter gestrigen Preisen anzukommen. Roggen zur prompten Verladung steht weiter ziemlich reichlich zur Verfügung, man glaubt, daß r.as herauSkommende Material von der mit der Stützung betrauten Stelle aufgenommen werden wird. Das Preisniveau dürfte 1 Mark unter dem gestrigen bei der amtlichen Roliz ermittelten liegen. Am Lieferungsmarkt mußte dieselbe Stelle bei der Eröffnungsnotiz etwa 1500 Tonnen März­roggen aufnehmen, trotzdem stellte sich der Preis 1 Mark niedriger. Weizen- und Roggenmehle weiter in kleinem Geschäft, wobei die Mühlen zu Preiskonzessionen bereit sind. Hafer und Gerste sind nach wie vor über Bedarf angeboten und liegen matt. Es notierten für je 1000 Kilo: Wei­zen, märt, 243 bis 246 Mark (schwächer), März 258 bis 258,50, Mai 270 bis 270,50; Roggen, märt, 160 bis 163 (stetig), März 180 bis 181, Mai 187,50 bis 188; Braugerste 170 bis 180 (ruhig/; Futtergerste 147 bis 158 (ruhig); Hafer, märt, 130 bis 140 (matter), März 145,75 bis 145, Mai 154 bis 153; Mais, La Plata, 163 (ruhig); für je 100 Kilo: Weizenmehl 29 bis 35 (ruhig); Roggenmehl 21,75 bis 24,75 (ruhig); Wcizenkleie 9,50 bis 10 (ruhig); Roggenkleie 8 25 bis 8,75 (ruhig); Viktoriaerbsen 23 bis 31; kleine Erbsen 21 bis 24; Futtererbsen 18 bis 19; Peluschken 17,50 bis 19,50; Ackerbohnen 17,50 bis 19; Wicken 20 bis 24; Lupinen, blau, 14 bis 15; Luvinen, gelb, 14 bis 15; Serradelle 25 bis 30; Rapskuchen 16,50 bis 17; Leinkuchen 21,50 bis 22; Trocken- schnihel 7.20 bis 7,40; Sojaschrot 14,60 bis 14,90; für 50 Kilo: Kartoffelflocken 13,60 bis 14 Mark.

Kirche und Schule.

)( Li ch. 29. Jan. Ein Feiertag besonderer Art war der letzte Sonntag für unsere evangelische Gemeinde. Rach achtmonatiger Vakanz war die zweite Pfarrstelle zur Freude der Ge­meinde wieder beseht worden. Pfarrvikar Draudt wurde in feierlichem Gottesdienst von Dekan Engel, Obbornhofen, in fein Amt ein­geführt. Beim Einzug der Geistlichen erhob sich die sehr zahlreich versammelte Gemeinde zur Begrüßung und machtvoll erfiangen unter der Leitung von stud. theol. Uhrhan die Weisen des Posaunenchors, der zusammen mit der Orgel auch die Begleitung der Choräle übernommen hatte. Rach kurzem Altardienst richtete Dekan Engel im Anschluß an Johannes 16,24 herz­liche Worte der Begrüßung an die Gemeinde unö ihren neuen Geistlichen und verpflichtete ihn für sein neues Amt. Pfarrvikar Draudt hielt hier­auf von bcrfciben Kanzel, auf der fein Urgroß­vater, Stiftsdechant 2 ichmann, über drei Jahr­zehnte mit größtem Segen daS Evangeliuuin ver­kündigt hatte, seine Antrittspredigt, der er daS Wort Apostelgeschichte 4,12 zugrunde legte. Rach Beendigung des Gottesdienstes begrüßte dcr Kirchenvorstand den neuen Pfarrer, indem Rektor Erb gegenseitiges Vertrauen erbat und ver­sprach. Bereits am Mittwochabend, dem Tag dcZ Einzugs, hatte der Posaunenchor Pfarrer Draudt ein Ständchen gebracht, wobei Bank­beamter Schlotthauer im Ramen des Chors eine Absprache hielt.

)( Rieder-Bessingen. 27. Jan. Im gestrigen Gottesdienst hielt in vollbesetzter Kirche unser neuer Geistlicher. Pfarrvikar Draudt, seine Antrittspredigt. Am Eingang des Dorfe- begrüßten Kirchenvorstand und Lehrer ihren neuen Seelsorger und zogen mit ihm gemeinsam in feierlichem Zug unter den Klängen des Licher Posaunenchors ein, der es sich nicht hatte nehmen lassen, ähnlich wie in Lich zur würdevollen Aus­schmückung des Gottesdienstes beizutragen. Leh­rer Hinkel hatte mit den Schulkindern einen sehr gut vorgetragenen Chor eingeübt, der sehr zur Ausgestaltung der Feier beitrug. An den Gottesdienst schloß sich eine Sitzung der K i r- ch e n g e m c i n ö e d e r t r e t u n g an, in der der Voranschlag für 1930 beraten und der Rechen­schaftsbericht vorgetragcn wurden. Es wurden im vergangenen Jahr 51 Gottesdienste gehalten, die durchschnittlich von 58 Männern und 48 ' Frauen oder von 48 Prozent der Erwachsenen besucht wurden. Zum Heiligen Abendmahl gingen 437 Semeindeglieder oder 193 Proz. der Erwachsenen. An Liebesgaben gingen 510 Mb, oder 2,33 Mk. auf den Kopf der erwachsenen Bevölkerung ein. Es fanden 7 Taufen, eine Trauung und 6 Teerdigungen statt.

s. T r a i s - H 0 c 10 f f, 28. Jan. Aus der kirchlichen Statistik unseres Kirchspiels, einschließlich der beiden Filialen Inheiden und Utphe, ist bemerkenswert: getraut wurden im ab­gelaufenen Jahre von hier 2, von Inheiden 4, von Utphe 2 Paare, getauft insgesamt 28 Kinder, darunter 15 Knaben und 13 Mädchen. Davon entfallen auf Trais 8, Inheiden 11, Utphe 9 Kinder. Die Zahl der Konfirmanden betrug insgesamt 26. Ausfallend niedrig war die Sterv- lidjreit in allen drei Gemeinden. Es wurden von hier 4, von Inheiden 3 und von Utphe 5 Gemeindeglieder beerdigt, insgesamt 12, darun­ter 4 männliche und 8 weibliche. Die Zahl der Gottesdienste betrug 60, am heiligen Abendmahl nahmen insgesamt 1077 Personen teil. Die Summe aller im Laufe des Jahres gespendeten Gaben betrug 760.

T Ober-Lais, 26. Jan. Die kirchlich- statistischen Tabellen w:ifen für das Jahr 1929 im Kirchspiel Ober-Lais-Glas- ßü t len folgende Zahlen auf: Dei einer Ein­wohnerzahl von 600 Evang.l.sch'n in Ober-Lai- und 500 in Glashütten fanden statt: 24 Saufen, 28 Konfirmationen, 12 Stauungen und 12 Beerdi­gungen. Der sonntäglich einmal statt,indende Got­tesdienst wurde in Ober-Lais durchschnittlich von 132 Erwachsenen, in Glashütten von 61 Erwachse­nen besucht, am heil gen Abendmahl nahmen 1228 Gemeindeglieder teil. Für die Werke der Wohl­tätigkeit wurden insgesamt 1329 Mk. geopfert (auf den Kopf der Devölkerung 1,33 Mc.), dar­unter für die äußere Mission 225 Mk., für all­gemein erhobene Kirchenkollekten 204 Mk.. für den Gustav-Adolf-Dctein 71 Mk., für kirchliche Zwecke 596 Mk.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern zeben die Hohe der zulegi beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 6,5 0. H.. Gombardzinsfuß 7,5 v. H.

Banknoten.

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Berlin, 29. Januar

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Belgilcke Noten ......

Tanlfdie Noten .......

Cnflüldte Roten . .......

Hollauoilcke -Ruten .......

Italienticke Noten........

Norwegilcke Noten .......

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Tchtvediicke Noten

Lckweuer Noten . ......

Spanlitfie Noten . ......

Z'-tiemoiioroafilche Noten.....

Ungariicke Noten .....

4,163 58,13

111,70 20,335 16.445 167,78

21,85 111,43

58.70 2.465

112,08 80.84 54,89 12.32 72,90

4,183 58.37

112.14 20,415

16.505 168,46

21,93

111 87

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21,87 20,337 4,1810 16.415

80,7b 55,04

2,055 0,477

58,86

12,367 7,375

73,105 3,024 18,78 81,34 1,973 5,435

4.134 3,376 20,86

168.32 1,665

58,335 111.89

112,07 112,45

10,528

21,91 20-377 4,1890 16,455

80.92 55,16 2,059 0,479

58,96 12,38?

7,389 73.245

3,030 19,12 81,50 1,977

5,445 4.142 3,784 20,90

167.94 1.658 58,22

111.68 111.85

112,23 10 508 21,875 20,346 4,1815 16,415

80,70 56,24 2.055 0,479

58.84 12.37 7,375 73.09 3,024

18,78 81,34

1,978 5,435 4,136 3.756

20,865

178,28 1.662

58,34 111.90 112,07 112,45 10,528 21,915 20,386 4,1895 16,455

80.86 56.36 2,059 0.481

58,96

12,39 7.389 73,23 3 030 18,82 81.50 1,982 5,445 4,144 3.764

20,903