z-schätzt.
. jtoung nicht bewußt war uno somit o e i Objektive Tatbestand fehle. Das
Grohherzogspaar leit Vorbehalten. Für teil vorgesehen, zu tetn Syauled geloben /in-.
b<tn zu Hilfe, brach aber selost ein. Polcar zer- idfctug die Eisdecke mit seinen Fäusten und ar- leitete sich langsam an die Kinder heran. Drei- »«al ging er in das eiskalte Wasser und ver- iuo ch t e alle sechs Kinder zu retten.
)e n Plan gefaßt, nach Südamerika auszuwandern, .im sich dort in einer unbewohnten Gegend anzu- iedeln und auf primitivster Kultur- iufe nur derGesundheit zu leben. De-
Drei Studenten beim Skilauf getötet.
Bei einem Skiwcttlauf in den Abruzzen iltrzten 3 Studenten in einen Abgrund. Alle drei jaren auf der Stelle tot. Die Wettspiele 2 urden sofort unterbrochen.
fahrenden elektrischen Eisenbahnzug geworfen lMa.lte. Der Angeklagte, ein Mensch mit verhärrn-
11 Gesichtszügen, sagt aus, daß man ihm seine
'nsei-enz.
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licht schloß sich dem Antrag des Staatsanwalts Ln und erkannte auf Freispruch.
Oie Wetterlage.
Vier Millionen Pilger am Ganges.
Troße Scharen von Pilgern aus allen Teilen 3nötenÄ find an der Mündung des Dschamna il den Ganges eingetrosfen, um am Kurnbh Llela-Tage in dem heiligen Wasser zu ad en. Es handelt sich um das Hauptfest der »nidus, das entsprechend feinen astronomischen 2 araussehungen nur alle zwölf 3aßre stattfindet. Die Zahl der Pilger wird auf vier Millionen
Die Robinsonade auf der Charles« Insel.
Die der ,,‘BcrI. Lokalanz." meldet, handelt es 4 bei dem auf der C h a r l e s - 2 n f e l (Gala- .aigos-Archipel) wohnenden deutschen Paar um )en R o hkostler undRaturarzt Dr. R i t- er und eine Frau Korvin. Die beiden hatten
Nachrichten. ...
,:i A, ,, riompete ge stöhlen hatte, und daß seine iV,/ 7umQli* 5iau mit einem Mat rosen durch- i ■aatr? lebrannt sei. Er habe dann auch längere entsprechend, in aller Zeit keine Arbeit finden können und die begangen toci« Liest zu leben verloren. Er habe bei der Tat
1 ttotoaiwren werten -äeßt daran gedacht, daß er den Zug durch seinen rechend ist von allen öe-lbstrnordversuch gefährden würde. Der Staats- nftalhingen abgeschrn. anmalt beantragte Freisprechung des An- »ruar ist den Cöeglüd« ;.Uagten, da er sich offenbar der Transport« nschali und denen ter ;.sährdung nicht bewußt war und somit der ten Dohlsahrtsvercinr ' - ---- - - -
lretbun9tnin.?omm“' •fSSÄi *nÄQ1?
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ZM 7/ ch"'ng ter rin, ^/.rennte Kate. £nCn Äreujer und °ls eine öty.e • Ännerhalb ter JJjy* ÄQ^orie zu. R bet Trsamt. ftj* Verteilung der Wpen nächtige, nte für dies^dMe tctlä im Mai 1929 find sie nach Südamerika gelbe lonnaoe für ‘aforen und haben ihren Plan zum Teil ver-
Torpedoboot« zu ver- " Glicht.
Tonnage nach Wunsch D r Cet'.stmordkcnd'.det vor dem Schn llrichter. 2chis'/stypen zu verleb "Bor dem Berliner Schnellrichter wurde die che beteiligten MM. h’flen den 38jährigen Musiker Wieczikowski er« in dieser fiinfkbt der, 9°*enc Anklage verhandelt, die dahin geht, daß eilen und von Llen. ,c der fahrlässigen Transport- rechtzeitig, dH lew« grfährdung schuldig gemacht habe, weil er itritt ter Aenternnl ln selbstmörderischer Absicht auf dem Stadt- * ?ihnhof Alexanderplah vor einen ein«
ernenmnmert habe. Für beide Angeklagte falle | ( jjfiniUernb i..s 'Gewicht, daß sie bisher nicht . eftraft seien un > daß ihnen ihre Gewissenhaftig« leit im Dienste allgemein bezeugt wurde, ferner, haß in dem ülnglüc s-ug württembergiiche Wagen , ngcstellt waren, außerdem, daß dieser Zug so li cet beejt war. Sir. f rschwcren) falle die fürchtete S xre d:s Hn-ludS i.'.s Gewicht.
Sechs Kinder vom Tode des Ertrinkens gerettet.
In der Rähe von Ianowih bei Klatlau stürz- uetx sechs Kinder, die auf dem Eis spielten, ins , iSalfcr. Der zufällig des Weges kommende ergehilfe Polcar eilte den Kin« Hilfe, brach aber selbst ein. Polcar zer-
Mß bie’SoXXiton« ung dem VeichS- hi hat, hat ter Äei^ ten ter Vereinigung, üntwort zugehen lassens servativen Vereinigung iches Meingetenken tei und für das Gclöbnii h gern entgcgemehme. urg, Veichspräsiteni
lehnte gegen die Stur- n und einige ohmma m sozialdemolratiM ung der Staätt' rn jn den iit /eibt es bet » -rr/enötaatsgeMte in ten Sorten M
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29. Januar jgSQJ^abdSjrz^,
C wolkenlos o neuer. (H nai6 oedecki. ® wolkig. • Bedeckt • Regen, * Schnee ä Graupeln B MeDel K Gewiper.^windslille. sehr lct.hte> Osi -nass.-fle' Südsüdwest Q stürmische« RordWesl t 1 pieue ihtgen mn oem wmdt Die Beiden Stationen stenenden Zahlet oeBen die Temperatur an. Pie Linien verBmden Orte nut qlelchea> > ui' neeresmveau umaereenneten Luftdruck
Lvcucrvorausiage.
pon der neuen Tiefdruckstörung gewinnt die Dfeitc auf dem Festlande weiter an Ausdeh- uvg. Ihr Einfluß wird zu wolkigem Wetter ihren, aber nur mäßigen Temperaturanstieg Dec« wichen. Aiederschläge, jedoch nur vereinzelt, •t len auf, die bei den herrschenden Tempera- itrtn vielfach als Schnee niedergehen.
Wettervoraussage für Freitag, ^o-iübergehend wo.kiges Wetter mit geringem leriperaturansticg, vereinzelt leichte Aieder« Icüge, meist als Schnee.
D i 11 e r u n g s a u s s ich t e n für Sams« h 6- Vorübergehend aufheiternd, sonst wenig Üen-ibcrung der Wetterlage.
Lufttemperaturen am 29. Januar: mittags tC,6 Grad Celsius, abends — 0,4 Grad; am 6. 3anuar: morgens -f- 0,1 Grad. Maximum kl Grad, Minimum — 1,2 Grad. Crdtempera- I rtn in 10 cm Tiefe am 29. Januar: abends 0,4 Iwb, am 30. Januar: morgens 0,3 Grad Celsius.
Amtliche Wintersportnachrichten.
Schwarzwald. Feldberg, liebel, minus lErad, 20 Zentimeter Schnee, gekörnt, Ski« wd Aodelmöglichkeit gut
Alpen. Hirschberg: Aebel, minus 5 Grad, f Zentimeter Schnee, Firnschnee, Sportmöglich- bit für Ski gut, für Rodel mäßig.
Harz. Draunlage: Rebel, minus 4 Grad, -l^)brochene Schneedecke, vereist, Sportrnöglich- »it nur stellenweise vorhanden.
Aus der Provinzialhauptstadt.
Gießen, den 30. Januar 1930.
Fremdkörper.
Don Dr. mcb. Hans Krauß, Lichtenfels.
Mit dem Worte „Fremdkörper" bezeichnet man Gegenstände der verschiedensten Art, sofern sie auf irgendeine Weife in eine Körperhöhle oder nach Durchbohrung der Haut in den Körper selbst eingedrungen sind. Die Gefahren, die durch Fremdkörper ausgelöst werden, find verschieden groß. Bei einer gieichzeitigen Verletzung der Haut ist die wichtigste Frage die nach den mit- eingedrungenen Krankheitserregern oder Bazillen. Denn sie find daran schuld, wenn es nachher zu Eiterung, Blutvergiftung oder zu Starrkrampf kommt. Darum sollten Verletzungen nicht dann schon als geheilt angesehen werden, wenn der Fremdkörper selbst wieder aus der Haut entfernt ist, sondern erst, wenn auch alle miteingedrungenen Daz llen unschädlich gemacht find. Richt selten wird der Arzt nach der eigentlichen Wundreinigung noch eine Einspritzung von Tetanusheilserum zur Verhütung des Starrkrampfes vornehmen. Das ist besonders nötig, wenn die Wunde mit Gartenerde oder Straßen- schmutz verunreinigt war, weil der zumeist damit vermengte Pferdedung besonders reich an solchen Starrkrampferregern ist.
Wie bei den genannten Verletzungen, so ist auch bei dem Eindringen eines Fremdkörpers in eine Körperhöhle die rechtzeitige, sachgemäße Hilfe von größter Bedeutung. Richt umsonst wird darauf hingewiefen, daß man Kalkspriher, die dem Maurer ins Auge spritzen, nicht durch Reiben zu entfernen versuchen soll. Die einzig zweckmäßige Behandlung besieht in dem Aus- spülen des Auges mit einigen Litern reinen WasserS. Dann kommt ein Schuhverband über das Auge, und so wird der Verletzte unverzüglich zum Arzt geführt.
Auch bei Fahrten mit der Eisenbahn kann man immer wieder beobachten, daß mancher Reisende, dem ein .Kohlenstäubchen ins Äuge geflogen ist, es durch Reiben zu entfernen sucht. Was ist die Folge? Das Kohlenstäubchen wird immer fester in die zarte Schleimhaut des Auges hineingedrückt, so daß es von dem einsetzenden Tränenstrom nicht mehr sortgeschwemmt werden kann, und der Schmerz wird immer größer. Am besten ist es, das Auge durch einen losen Schutzverband ruhig zu stellen und sobald als möglich ärztliche Hilfe aufzusuchen. Je weniger das Auge durch starkes Reiben gereizt ist, desto leichter wird dem Arzt die Entfernung des Fremdkörpers gelingen. Gar oft sitzt der Fremdkörper nicht auf dem Auge selbst, sondern auf der Innenseite des oberen Augenlides. Das letztere muß deshalb umgedreht werden, und das gelingt um so leichter, je ruhiger der Kranke sich dabei verhält. Das fällt den Kindern natürlich sehr schwer. Um so mehr muß man diesen immer wieder einschärfen, daß sie aus dem fahrenden Zuge nicht nach der Loko- motive vorschauen, weil von dort der ganze Kohlenstaub herkommt.
Auch in der Landwirtschaft kommen Augenverletzungen durch Fremdkörper häufig vor, so besonders beim Garbenauflagen zur Erntezeit und beim Dreschen. Auch in solchen Fällen wird das ülebel durch Reiben am Auge nur verschlimmert. Aber es kommt hier noch etwas hinzu: Während die Kohlenstäubchen meist bazillenfrei sind, weil sie ja aus dem Feuer der Lokomotive kommen, ist das bei den Grannen und Spelztrümmern der Arhre nicht der Fall. Darum muß man bei landwirtschaftlichen Augenverlehungen stets mit der Gefahr einer schweren Eiterung rechnen.
Fremdkörper in Rase und Ohr sind auch nicht selten die unliebsamen Folgen kindlichen Spieles. Hm das zu verhüten, muß sich die Mutter bei jedem Gegenstände erst überlegen, ob sie diesen ihrem Kinde in die Hand geben darf. Erbsen, Bohnen, Perlen, Rägel, Knöpfe sind ebenso gefährliche Spielzeuge, wie scharfkantige Gegenstände oder Zündhölzer. Fremdkörper in der Rase find im allgemeinen durch den Arzt leicht wieder zu entfernen. Gefährlicher ist ungeschicktes Hantieren am Ohr des Kindes. Ost ist schnell ein hilfsbereiter Rachbar zur Stelle und fängt an, mit einer Haarnadel oder sonst einem harten, länglichen Gegenstände nach dem Eindringling im Ohr zu fahnden und mehr oder weniger kräftig in dem Gehörgang des schreienden Kindes herumzubohren. Dabei stößt er natürlich die Erbse oder was es sonst sein mag, nur immer tiefer in den Gehörgang hinein. Bald kann er sie nicht mehr sehen, während sie anfangs ganz außen im Gehörgang lag. Das verdoppelt seinen Eifer. Da auf einmal, was ist das? Blut! Run wird dem Helfer doch selbst vor seinem Werke bange und er drängt darauf, daß das Kind zum Arzt gebracht wird. Für diesen wäre es ein Leichtes gewesen, den Fremdkörper zu entfernen, wenn nicht andere durch ihre Pfuscherei diesen in die Tiefe des Gehörganges gestoßen und dabei auch das Ohr selbst noch schwor verletzt hätten. Jetzt wird der fest eingekeilte Fremdkörper wohl nur noch auf operativem Wege entfernt werden können, und die Eltern müssen sich glücklich schätzen, wenn nicht infolge der Ohrverlehung auch das Hörvermögen des Kindes dauernd beeinträchtigt bleibt.
Diese wenigen Beispiele aus dem Leben des Alltags beweisen, wie verhängnisvoll ein Fremdkörper werden kann, wenn nicht jede falsche Behandlung vermieden und sogleich ärztliche, also sachverständige Hilfe in Anspruch genommen wird.
Hessischer Landjugendbund.
Der Hessische Landjugendbund hielt dieser Tage im Saale des Hotel Hindenburg dahier feine diesjährige ordentliche Generalversammlung ab. Der Bundesvorfitzende Robert S ch m i d t (Steinheim) kam im Verlaufe feiner Begrüßungsansprache an die stark besuchte Versammlung auch auf die wirtschaftliche Rot der Landwirtschaft zu sprechen. In einem Rückblick auf die Geschichte des Bundes im letzten Jahre wurde u. a. eingehend der eindrucks- volle Landvolttag in Hungen, der aus Anlaß des 10jährigen Bestehens des Hessischen Landjugendbundes gefeiert wurde, erwähnt. Rach der Rechnuvgs- ablage, die ein zufriedenstellendes Bild zeigte, wurde dem Geschäftsführer Lenz (Friedberg), der gleichzeitig die Grüße des Altlandbundes überbrachte, Entlastung erteilt. Als Rechnungsprüfer wurden auf die Dauer von 3 Jahren die Herren Pape (Rodheim), T r e u f ch (Echzell) und Mohr (Gam- bach) gewählt. Die Ergänzungswahl des Vorstandes brachte folgendes Ergebnis: Fenchel (Ober- Hörgern), der dem seitherigen Vorstande auch angehörte, sowie Heinrich Weil (Echzell) und Willi 3 u (a u f (Eudorf). Redakteur Dümas (Friedberg) hielt dann einen Vortrag über die politisch
wirtschaftliche Lage, welcher mit großem Beifall ausgenommen wurde. Zum Punkt „Drganifations- fragen" erklärte der Vorsitzende, daß Werbeoer- fammlungen in den Orten Bellersheim, Wohnbach, Bettenhausen, Muschenheim, Ulfa, Stornfels, Inheiden und Utphe, weiter auch im Bezirk Lich und später in der Alsfelder Gegend stattfinden Auch den Samariterkursen wurde von Seiten der Dersamm- hing reges Interesse entgegengebracht. Im Bezirk Lich, wo Dr. Schaad den Unterricht erteilt, naht der Kursus seinem Ende. Im Laufe dieses Winters sollen noch in den Orten Hungen, Steinbach und Gambach solche Lehrgänge abgehalten werden. Der Bund beaosichtigt, im Laufe dieses Jahres eine Ein- heitskleidung eiiuufüljren, es soll jedoch keinerlei Zwang auf die einzelnen Bezirke ausgeübt werden. Ende Mai 1930 soll eine Gesellschaftsfahrt zur D.L.G.-Ausstellung nach Köln unternommen werden. Die Veranstaltung eines Landvolktages im kommenden Jahre bleibt dem engeren Vorstand überlasten. Das Bundesschießen wurde für dieses Jahr der Iugendgruppe Rodheim in der Horloff zugesprochen. Nachdem unter „Anträge und Wünsche" noch einige zu lebhaften Debatten führende Punkte erledigt waren, schloß der Vorsitzende Schmidt die sehr arbeitsreiche Tagung.
Taten für Zreitaq, 31 Januar.
Sonnenaufgang 7.40 Ahr, Sonnenuntergang 16.47 ilßr. — Mondaufgang 8.55 llßr, Monduntergang 18 28 Ußr.
1797: der Komponist Franz Schubert in Wien geboren; — 1863: der Dichter Friedrich Rückert in Reuß bei Koburg gestorben.
("»ies;ener räochcnm '.rktpreisc.
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 140-180, Matte 30-C5, Wirfing 15—20, Weißkraut 10—15, Rotkraut 15—20, Gelbe Rüben 12—15, Rote Rüben 12—15, Spinat 25—35, Unt.- Kohlrabi 8—10, Grünkohl 15—20, Rosenkohl 25 bis 35, Feldsalat 100—120, Tomaten 70—80, Zwiebeln 10—15, Meerrettich 50—80, Schwarzwurzeln 40—60, Kartoffeln 4,5—5, Aepfel 10 bis 15, Birnen 10—15, Dörrobst 30—35, Honig 40—50, Rüffe 50 -80 Pf. das Pfund; Tauben 70—80 Pf. das Stück; junge Hähne 120—130, Suppenhühner 100—120 Pf. das Pfd.; Eier 14 bis 15, Blumenkohl 50-100, Salat 25-35 Pf. das Stück; Endivien 80—100, Ober-Kohlrabi 10 bis 15, Lauch 5—15, Rettich 10—20, Sellerie 10 bis 40 Pf. das Pfund; Käse 10 Stück 60—140Pf.; Kartoffeln 3,80-4,00, Wirsing 10-12, Weißkraut 7—8, Rotkraut 10-12, Aepfel 10—12, Dirnen 8—10 Mk. per Zentner.
Bornotizen.
— Tageskalender für Donnerstag. Stadttheater: „Der Gedanke" (Gastspiel Paul Wegener), 19.30 bis 22 älhr. — Akademische Kurse für Kaufleute und Gewerbetreibende: Vortrag von Professor Dr. Mombert: „Einführung in das Verständnis der gegenwärtigen Wirtschaft", 20.15 Hßr, Großer Hörsaal des Dorlesungsgebäudes der äilniversität. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Chariie Chaplin in „The Pilgrim" (Der Pilger) und „Feine Leute". — Astoria-Lichtspiele: „Flucht aus der Hölle" (ein Frcmdenlegionärsilm).
— Aus dem St adttheaterbureau wird uns geschrieben: Das Paul-Wegener- Gastspiel ^Der Gedanke" von Andrejew beginnt 19.30 Ußr. — Morgen erste Wiederholung des Lustspiels von Verneuil w rst mich heiraten!" — Sonntag, 2. Februar, 18,30 Ußr: Fremden- Vorstellung zu ermäßigten Preisen, zum letzten Male ^Katharina Knie". — Dienstag, 4. Febr.: „Die lustige Witwe".
— Gagita. Man schreibt uns: Der Verkauf der Eintrittskarten zum Kostümfest der Dühnen- mitgäcöer hat begonnen. Cs wird nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß alle Kostüme willkommen sind; Kostümzwang besteht nicht. Es werden zwei Tanzkapellen konzertieren. Kabarett- vorstellung der Mitglieder des Stadttheaters, Tanzpaar Ewald Bäulke.
— Vorträge über Hölderlin und R o v a l i s. Die zwei letzten Vorträge der angekündigten Vortragsreihe von Lic. Robert Goebel behandeln das Thema „Rovalis und die Kunde einer neuen Welt". Diese beiden Vorträge können auch von solchen gehört werden, welche die Vorträge über Hölderlin nicht besucht haben. Erster Rovalis-Vortrag: Freitag, 31. Januar, 20.15 Ußr, Llniversität, Hörsaal 41. (Siehe heutige Anzeige.)
— Vortrag in der Burg Hohensolms. Man schreibt uns: Da die Frage nach dem Verhältnis zur Kirche heute weiteste Kreise beschäftigt, dürfte die vom Christdeutschen Bund am Sonntag, 2. Februar, auf Burg Hohensolms veranstaltete öffentliche Tagung weithin Interesse finden. Es wird dort der bekannte Offenbacher Künstler Professor Dr. Rudolf Koch über feine Stellung zur Kirche sprechen, um eine Aussprache über die Kirche einzuleiten. Mit der Tagung wird eine kleine Ausstellung von Erzeugnissen aus der Kochschen Künstlerwerkstätte verbunden. Der Beginn des Vortrags ist so gelegt, daß er von Auswärtigen bequem erreicht werden kann. (Siehe heutige Anzeige.)
— M ä r ch e n n a ch m i 11 a g im Katholischen Vereinshaus. Wie im Anzeigenteil bereits bekanntgegeben, findet am morgigen Freitagnachmittag im Kath. Vereinshaus ein Märchennachmittag mit Vorführung von Lichtbildern, veranstaltet von dem Märchenerzähler Direktor Rowakowsky, statt. Aus die Veranstaltung, die den Kindern einige frohe Stunden verspricht, fei noch einmal besonders hingewiesen.
**Die Steuererklärungen für die Frühjahrsveranlagung 1930 betrifft eine Bekanntmachung der Finanzämter Gießen, Butzbach, Grünberg und Hungen im heutigen Anzeigenteil, auf die besonders hingewiesen sei. Die Steuererklärungen sind vom 1. bis 15. Februar abzugeben.
" Dienstjubiläum bei der Reichsbahn. Der Rottenmeister Wilhelm Klein aus Klein-Linden, der bei der hiesigen Bahnmeisterei HI beschäftigt ist, konnte am Montag auf eine 40jährige Dienstzeit bei der Reichsbahn zurückblicken. Dem Jubilar wurden von dem Amtsvorstand die Glückwünsche des Reichspräsidenten, der Reichsbahnhauptverwaltung, der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. und des hiesigen Betriebamtes übermittelt. Der Leiter der Bahnmeisterei HI beglückwünschte den Jubilar im Rainen der Dienststelle.
" Unfall im Gießener Bahnhof. Gestern abend ereignete sich im hiesigen Bahnhof ein Unfall dadurch, daß beim Verladen einer acht Zentner schweren Kiste in den Gepäckwagen des um 22.35 Hßr nach Dillenburg fahrenden Perscnmzuges die Kiste umkippte und den im Gießener Bahnhof stationierten, in Wieseck
wohnhaften Zugschaffner Heinrich Rubi traK Der bedauernswerte Mann erlitt eine tlaffenbe Kopfwunde und Verletzungen am Fuße, so daß seine älebersührung nach der Chirurgischen Klinik erforderlich war.
" Eine große städtische Brennholz» Versteigerung findet am morgigen Freitag im Gießener Stadtwald statt. Wie uns mitgeteilt wird, lagern die zum Ausgebot kommenden großen Holzmengen nicht allzu weit von der Stadt entfernt, so daß sich für die Käufer günstige Hetmbcförde- rungsmoglichkeiten ergeben. Die Versteigerung, die im gestrigen Anzeigenteil bekanntgegeben wurde, beginnt um 9.30 Uhr, Zusammenkunft im Alten Anne- röder Weg an der 7. Schneise.
Don der Autolinie Holzheim-Gießen.
(X) Holzheim, 29. Ian. Seit mehr als drei Jahren erfreut sich unser Dorf in Gemeinschaft mit Grüningen, Watzenborn-Steinberg und Gambach einer Autoverbindung nach (Meßen. Der Betrieb ist so, wie man sich ihn nicht besser wünschen kann. Privater Unternehmungsgeist hat ihn Ende 1926 ins Leben gerufen und leitet ihn noch heute zur vollsten Zufriedenheit. Rasch, bequem, sicher und zu einem erträglichen Preise kann man die Stadt erreichen. Mit Grausen denkt man der Zeiten, in denen man bei Wind und Wetter eine Stunde oder gar noch mehr zu marschieren hatte, wenn man die kleinste Reise unternehmen wollte. Leider hörte man in den letzten Wochen immer wieder Gerüchte, daß diese Autolinie in andere Hände überginge, ja sogar übergehen müsse, obwohl der jetzige Besitzer keinen Grund habe, sie abzugeben. Leider dürfte der Besihwechse! für die Benützer der Autolinie nicht von Vorteil sein. Schon hört man, daß die Zahl der täglichen Fahrten vermindert und die Fahrpreise erhöht werden sollen. Alle Vehörden, die es angeht, sollten es sich angelegen sein lassen, eine Erschwerung und Verteuerung der Verbindung mit Gießen zu verhindern.
Kreistag in Büdingen.
ch Büdingen, 29. Ian. Unter dem Vorsitz des Kreisdirektors Dr. G a ß n c r hielt heute der neugewählte Kreistag des Kreises Büdingen im Sitzungssaal des Kreisamtes Büdingen seine erste Sitzung ab, zu der zwanzig der gewählten Mitglieder erschienen waren; ein Mitglied fehlte entschuldigt. Rach der Einführung und Verpflichtung der Mitglieder wurde die Wahl der Krei sausfchußmitglic- d e r vorgenommen. Es waren zwei Wahlvor- schläge eingegangen mit dem Kennwort: „Wolf- Effolderbach" und „Sozialdemokratische Partei". Aus jede dieser beiden Listen entfielen zehn Stimmen. Als gewählt gelten somit ment ersten Wahlvorschlag: Rich. Wolf (Effolderbach), Heinr. Mäfc^r, Landwirt Wolf. Rudolf Schweikher, Techniker Ortenberg; vom Wahlvorfchlag2 sind gewählt: Gz. Hildner, Bürgermeister in Büdingen, Friedr. Dietz, Vorarbeiter in Rommelhausen und Dr. Alfred An- d r a e , Oberamtsrichter in Ortenberg. Der Kreistag erklärte die Wahl für gültig.
Preußen.
Kreis Wetzlar
<> Hochelheim, 28. Jan. Auf Veranlassung des Kriegervereins fand am Samstagabend im Saale der Gastwirtschaft Philipp Jung ein M i - litärkonzert statt, das vom Musikkorps des 1. Batl., Inf.-Rgts. 15, Gießen, unter Leitung des Obermusikmeisters L ö b c r gegeben wurde. Das Konzert war zahlreich besucht. Im ersten Teil wurde Streichmusik, im zweiten Teil Blasmusik geboten. Vor Beginn des Konzerts fand eine Feier am Kriegerdcnkmal statt, bei welcher der Vorsitzende des Kriegervereins eine Ansprache hielt lind die Musik das Lied vom guten Kameraden spielte.
cv> Dornholzhausen, 28. Jan. Ain Sonntagabend wurde in der hiesigen Turnhalle ein M i s s i o n s f i l in vorgeführt, in welchem Bilder aus der Arbeit der Evangelischen Muhammedaner- Mission im Nillande gegißt wurden. Die Bilder wurden durch einen Vortrag des Missionsinspektors Held (Wiesbaden) erläutert. Die Feierstunde wurde durch den gemeinschaftlichen Gesang kirchlicher Lieder verschönt. Die Schlußansprache hielt der Ortsgeistliche, Pfarrer Schneider (Hochelheim. — Dieser Tage sand im hiesigen Gemeindewald die zweite diesjährige Holzversteigerung statt, bei der folgende Preise erzielt wurden: Buchenscheitholz 30 bis 32 Mark, Buchcnknüppel 20 bis 26 Mk. je zwei Raummeter, Buchenmellen 10 bis 14 Mark, gemischte Wellen 4 bis 7 Mark je 50 Stuck, Kiefernknüppel 4 bis 5 Mark je zwei Raummeter, Kiefernwellen 4 bis 5 Mark je 50 Stück, Fichtenstangen zweiter Klasse 1 bis 1,50, dritter Klasse 0,50 bis 0,75 Mark, vierter Klasse 0,10 bis 0,20 Mark, fünfter bis achter Klaffe (Bohnenstangen) 0,03 bis 0,05 Mk.
. rc.v Marvura.
O Fronhaufen (Lahn), 26. Jan. Unsere neugewählte Gemeindevertretung versammelte sich dieser Tage im Rathaufe in Gegenwart zahlreicher Zuhörer zur Reuwahl des Bürgermeisters, des Beigeordneten und dreier Schöffen. Rach Bildung des Wahlvorstandes wurde der Wahlakt vorgenommen, an dem elf Gemeindevertreter teilnahmen. Hierbei- wurde der bisherige Bürgermeister Schnabel mit neun Stimmen wiedergewählt. Zum Beigeordneten wählte man einstimmig den bisherigen Beigeordneten Heinrich T ö r n e r wieder. Für die Schöffenwahl hatte man sich auf eine Liste geeinigt, nach welcher der Land- und Gastwirt Heinrich Ebert, der Efenbahnrotten- führer Georg Scheid und der Dahnarkeiter i. R. Philipp Hoß als Schöffen und Land- und Gastwirt H. Pfeffer als Erfahschöffe gewählt wurden. Bürgermeister Schnabel und Beigeordneter T ö r n e r nahmen mit Dankesworten die, Wiederwahl an. Ein geselliges Beisammensein auf Einladung des Bürgermeisters Schnabel schloß sich in harmonischer Weise an die Wahl- fitzung an. Der Gesangverein bereicherte die geselligen Stunden durch den Vortrag einiger schöner Lieder.
RitWidhe Nachrichten.
Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 1. Februar. Vorabend: 5.15 Uhr; morgens: 9 Uhr; abends: 5.30 und 6.10 Uhr.
Israelitische Religionsgemeinschaft. Sabbatfeier den 1. Februar. Freitag abend 4 55 Uhr; Samstag vormittag 8.30; nachmittags 3.30; Sabbatausgang 6.10. — Wochengottesdienst: morgens 7; abends 5 Uhr.


