führt ab, es wirkt sehr milde, versuch es, und vFfiJfJöu bist im Bilde
Nervensystems' 11.15 Uhr, km Physiologischen In- sisUtt.— Obst» und Garlenbauoerein: Vortrag mit Lichtbildern über: „Moderne Pflanzen-Züchluna" von Unio.»Prof. Dr. Eesious, 15.30 Uhr, im Hör- soal des Landwirtschaftl. Instituts. — Hilfsbund für Elfah-Lothringer im Reich: Vortrag über: „Die Aufgaben und Ziele des .Hilfsbundes' in Gegenwart und Zukunft", 16 Uhr, im Hotel Köhler. — Licht- fplelhaus Bahnhofstraße: vorm. 11.15 Uhr: Mär« chcn-^estspiele, abends „Die vom Rummelplatz". — «^^'Lichtspiele: „Der Adjutant des Zaren" und „Weltmeister Mar Schmeling".
Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute um 20 Ahr. Erstausführung de« musikalischen Lustspiels ..Meine Schwester und ich'' von Darr und Der- neuil. Musik von Ralph Denahky. Spielleitung Intendant Dr. P rasch. Musikalische Leitung Kapellmeister Fritz Cuje. Einstudierung der T^änze Ewald Däulke. Die Dorstellung findet im Freitagsabonnement statt. — Morgen. Sonn- tag 30„ als Fremdenvorstellung zum letzten Male ..Sektion Rahnstetten" von Curt Corrinth, unter der Spielleitung des Intendanten.
— Weihnachtsmesse der Deutschen Frauenkultur. Die Deutsche Frauenkultur veranstaltet am 1. und 2. Dezember im Caf6 Amend eine Ausstellung, in der hiesige Geschäftsleute Produkte deutscher Wertarbeit aus allen Gebieten Handwerk- lichen Schaffens zur Schau stellen. Daneben werden Handarbeiten, Spitzen aus einer schlesischen Spitzenschule u. a. m. ausgestellt. Der „Dippelui" von Wieseck wird seine Kunst an der Drehscheibe zeigen.
— Der Oberhessische Kun st verein und die Gesellschaft der Gießener Kunstfreunde veranstalten am Montag, 1. Dezember, 20.15 Ahr. im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Institut«, Ludwigstraße 34, einen Lichtbildcrvortrog des Aniversitätsprvfessors Richard Hamann, Marburg, über „Mittelalter und Antike", zu der die Mitglieder der beiden Dereine mit ihren Familienangehörigen freien Eintritt haben. Näheres in der heuttgen Anzeige.
— C in Wohltätigkeitskvnzert der Gesangsschule Heermann findet am SamStag, 6. Dezember, in der Reuen Aula der Aniversität statt. Der Ertrag soll zum Besten des Frauenbundes der Deutschen Kolonialgesellschaft Dcrwendung finden. Zur Aufführung gelangen Werke von Dach, Händel, Mozart, Schubert, Arien und Ensembles aus der Oper „Freischütz" von C. M. v. Weber. Das vorzügliche Programm dürfte einen recht genußreichen Abend in Aussicht stellen. (Räheres in der heuttgen Anzeige.)
Aus der Provinzialhauptstadt.
Gießen, den 29. November 1930.
Advent.
Das Volk Israel ist in alter Zeit ein Volk von Hirten und Bauern gewesen. Künstlerisch, politisch, auch im Handel und Verkehr hat es sich nicht über die anderen Völker Kleinasiens erhoben. Dennoch gebührt ihm in der Geschichte eine besondere Stellung, hervorragend war Israel durch seinen Gottesglauben. In einer Zeit, in der man in Rom die Zukunft noch aus dem Fluge der Vögel zu deuten glaubte, in der man in Hellas den sagenhaften Gott- heilen noch Tiere zum Opfer darbrachte, erkannte man am Flußlaufe des Jordans und im Berglande Iudas schon daß es nur einen wahren Golt gibt, und daß dieser Gott ein überweltliches, persönliches, lebendiges Wesen ist. ein Gott der Liebe, ein heiliger Gott, dem alles Sündige ein Greuel ist. Man preist mit Recht die griechische Dichtung, was ist aber der in ihr immer wiedertehrende Schicksalsgedanke gegen, über der jüdischen reinen und geistigen Gottesidee. Man findet in der germanischen Mythologie viel uralte Poesie, sie bedeutet nichts gegenüber den Worten, die uns aus dem Alten Testamente entgegentönen, etwa den Worten: „Israel hüt dennoch Gott zum Trost, wer nur reinen Herzens ist" oder: „Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachten so bist^du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil." Der Historiker Heinrich Leo hat gesagt: „Lieder, wie der 73., der 103., der 139. Psalm und so viele andere, werden die Herzen erheben und die Menschen zu Gott führen, wenn längst die schon- sten Dichtungen Griechenlands dem Strome der Vergessenheit anheimgegeben sein werden. Denn diese werden gelesen, und ihr Verständnis wird gepflegt nur in glücklichen, an äußerer Bildung reichen Zeiten; jene aber sind in unwandelbarer Schönheit dem edleren Menschen nahe und wert in allen Zeiten, und in Unglück, Trübsal und umgebender Barbarei am wertesten."
Am höchsten erhebt sich der jüdische Gottesglaube in der messianischen Idee. Das Volk war im Kriege besiegt und gebemütigt worden, hart lastete auf ihm die Fremdherrschaft, Elend und Verarmung zogen durch das Land von Dan bis Berfaba, aber die Menschen, die in diesem Lande wohnten, behielten ihren Mut. Ihre geistigen Führer waren die Pro- pheten, sie waren die Bannerträger der Zukunft. Sie hörten nicht auf zu sagen: Einst werden wir wieder eine neue Blütezeit erleben, ein König wird kommen aus Davids Stamm, der wird die Feinde mit Heeres, macht vertreiben und ein neues herrliches Reich auf- richten. Diese ursprünglich politische und nationale Idee wandelte sich immer mehr in das Geistige. Der Messias wird Israel erlösen von seinen Sünden, er wird Frieden bringen und ein Reich der Gerechtigkeit aufrichten. In Jesus fand diese Erwartung ihre Erfüllung, er hat auf sich das Wort des Jefaia an- gewandt: „Der Geist des Herrn ist bei mir, darum, daß er mich gesalbt hat, er hat mich gesandt, zu ver. kündigen das Evangelium den Armen, zu heilen die zerstoßenen Herzen, zu predigen den Gefangenen, daß sie los sein sollen, und den Blinden das Gesicht, und den Zerschlagenen, daß sie frei und ledig sein sollen, und zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn."
Seitdem Jesus in der Welt war, haben Millionen von Menschen in ihm den Retter und den Heilbringer gesehen, den Heiland, der ihre Herzen über den Alltag und seine Nöte erhebt und sie eines unvergänglichen, jenseitigen Lebens gewiß macht. Ohne diese Hoffnung wäre die Menschheit schon längst innerlich zugrunde gegangen. Auch wir in der Gegen, wart haben diese Hoffnung nötig. Wie November- nebel liegt es auf uns, unser Volk ist von stolzer Höhe herabgestürzt worden und seufzt unter dem Drucke seiner Gegner. Auch in früheren Zeiten ist Deutschland schon arm yewesen, aber die Menschen haben damals doch wenigstens Arbeit gehabt, heute stehen die Millionen arbeitslos auf der Straße, ihre beste Lebenszeit vergeht in erzwungener Untätigkeit, die die seelische Spannkraft erlahmen läßt. In Kunst, Philosophie, Dichtung fehlt es an großen Gedanken, in der Politik herrscht Zerrissenheit. Soll unter diesen Umständen Jesus unseren Zeitgenossen nichts mehr zu sagen haben?
Die Adventsfeier der christlichen Kirchen preist Jesus als den Freudebringer und Friedensfürsten, den Seligmacher, der immer wieder von den Herzen Besitz ergeift. Alte große Worte aus der Vergangen- heit werden wach, wenn man an ihn denkt, die Worte: „Das Volk, fo im Finstern wandelt, siehst ein großes Licht", oder „Die Nacht ist vergangen, der Tag aber nahe herbeigekommen." Namentlich gewinnen in der Adventszeit Jesu Worte Bedeutung: „Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben!" und „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken." Advent feiern heißt, gestützt auf die Tatsache, daß Jesus neue Kräfte in die Welt gebracht hat und noch immer bringt, Hoffnung haben. Gewinnt unser Volk diese Hoffnung, dann wird es den Widerstand der stumpfen Welt besiegen und einer besseren Zukunft entgegengehen. H. B.
Srauerfeier für Or. Modde.
CMtern nachmittag versammelte sich eine außer» ordentlich große Trauergemeinde in der Ka- Friedhofes, um dort dem ver- ctoigten Sch.achthofdircktor, Stadt-Ob:rveterinär- otm &ie khte Ehre zu erweisen.
-Am Sarge des Heimgegangenen hielten dieEhar- n V? tilgen Landsmannschaften mit den Fahnen die Totenwacht. Pfarrer Decker zeich- nete in seiner Gedenkrede ein eindrucksvolles Dlld von dem Leben und Dirken des Dahingegangenen den er als einen Mann von großer Treue, Descheidenheit, Frömmigkeit und Demut ehrte. Herzliche Nachrufe, verbunden mit Worten Tankes für fein Wirken, wurden dem entschlafenen gewidmet von Oberbürgermeister Dr. Keller namens der Stadt, Sr. Magni- ttzenz dem Rektor der Landesuniversität Prof. Dr. Eger, dem Dertreter der Deterinärmedi« zimschen Fakultät Pros. Dr. Z w i ck. Geheimrat 93rof. ®r. Olt als Dertreter der Deterinär- medizinischen Gesellschaft Eüddeutschlands und der Tierärztlichen ^Bereinigung. Ferner sprachen in gleicher Weise Rektor Schmidt für das Stadtschulamt und die Fortbildungsschule, ein Schüler der hiesigen Mehgerfachschule, ein Dertreter der praktischen Tierärzte Hessens, ein Der- treter der Alten Herren der Landsmannschaft Marchiae und der akttven Landsmannschaft, ein Dertreter des Vereins der städtischen 'Beamten, Oberstudiendirektor Dr. Kalbfleisch als Der- treter der Alten Herren der Landsmannschaft Merovingia, ein Dertreter der Aktivitas dieser Landsmannschaft, Obermeister Pirr für die Metzgcrinnung, ein Vertreter der Veterinärmedizinischen Fachschaft, ein Vertreter des Tierschutzvereins, Prof. Decker für die Vereinigung alter Landsmannschafler. Rektor Kling für die Altersvereinigung 1872/1922, Studienrat Freitag für das Kronbauer-Quartett, ein Vertreter des _ Fleischbeschauervereins, Landgerichtsrat Trümpert für die Freimaurerloge Ludewig zur Treue und ein Dertreter des Diehhändler- vereins für Gießen und Amgegend. Reiche Kranz- und Dlumenspenden waren die äußeren Zeichen des Dankes und der Derehrung, die dem Heimgegangenen allgemein entgegengebracht wurden.
Daten für Sonntag, 30. November.
Sonnenaufgang 7.40 Uhr, Sonnenuntergang 15.57 Uhr. — Tlonbaufganp 13.42 Uhr, Monduntergang 1 Uhr.
1667: der englische Satiriker Jonathan Swift geboren; — 1796: der Balladenkomponist Karl Löwe geboren; — 1817: der Geschichtsschreiber Theodor Mommsen geboren; — 1900: der englische Dichter Oscar Wilde in Paris gestorben.
Daten für Montag, 1 Dezember.
Sonnenaufgang 7.41 Uhr, Sonnenuntergang 15.56 Uhr. — Mondaufgang 13.52 Uhr, Monduntergang
1521: Papst Leo X. in Rom gestorben; — 1709: der Kanzelredner Abraham a Santa Clara in Wien gestorben; — 1893: der Dichter Ernst Toller geboren.
Gießener Wochenmarttpreife.
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Kochbutter von 130 Pf. an, ‘Butter 150 bis 160, Matte 30—35 Ps. das Pfund, Eier 16—18 Pf. das Stück, Käse 10 Stück 60—140 Pf., Wirsing 8—10, Weißkraut 5—6, Rotkraut 8—10, Gelbe Rüben 8—10, Rote Rüben 8—10, Spinat 15—20, Anter-Kohlrabi 5—6, Grünkohl 10—15, Rosenkohl 25—30, Feldsalat 80—100, Tomaten 50—70, Zwiebeln 8—10, Meerrettich 30—60, Schwarzwurzeln 30—50, Kürbis 8—10, Kartoffeln 3,5—4, Aepfel 25—40, Dirnen 20—30, Dörrobst 30—35, Honig 40—50, Nüsse 40—60 Pf. das Pfund, Tauben 50 bis 70 Pf. das Stück, Iunge Hahne 90—100, Suppenhühner 90—100, Gänse 80—100 Pf. das Pfd., Dlumenkohl 30—70. Salat 10—15, Endivien 10 bis 15, Ober-Kohlrabi 6—10, Lauch 5—10, Rettich 10—15, Sellerie 10—50 Pf. das Stück, Kartoffeln 2.20-2.50, Weißkraut 3,00, Wirsing 4,00, Rotkraut 5,00 Mk. per Zentner.
Vornotizen.
— Tageskalender für Samstag. Stabt» theater: „Meine Schwester und ich", 20 bis 22.30 Uhr. — Deutsche Bau- und Siedlungsgemeinschaft, Ortsgruppe Gießen: Aufklärungsvortrag, 20 Uhr, bei Faulstich, Bahnhofstraße. — Geflügel- und Vogelzuchtverein: Monatsversammlung, 20.30 Uhr, im „Hessischen Hof". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, nachmittags: Märchenfestspiele; abends „Die vom Rummelplatz". — Astoria Lichtspiele: „Der Adjutant des Zaren" und „Weltmeister Max Schmeling".
— Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: „Sektion Rahnstetten", 15 bis 17.15 Uhr; abends von 18 bis 20.15 Uhr. — Matthäus-Gemeinde: Gemeindeabend, 20 Uhr, im Cafä Leib. — Oberhessischer Kunstverein: Weihnachts-Ausstellung Künstlerhilfe 1930. — Gießener Konzertverein: Konzert (Prof. Adolf Busch), 19.30 Uhr, Universitäts- aula. — Sängerkranz Gießen: Konzert, 19.30 Uhr, im Saale des Gesellschaftsoereins. — Oeffentliche Vorträge über Physiologie: „Die Funktionen des
** Fahrplanerweiterung auf der Kraftpostlinie Gießen — Wißmar. Dom Postamt wird uns geschrieben: Dom 1. Dezember ab wird an Werktagen versuchsweise eine Kraftpost von Gießen nach Wißmar und zurück nach folgendem Plane eingerichtet: Gießen Bahnhof ab 18.20 Uhr, Gießen Neustädter Tor ab 18.24, Abzw. Krofdorf ab 18.30, Launsbach ab 18.35, Wißmar an 18.45; Wißmar ab 18.46, Launsbach ab 18.55, Abzw. Krof- darf ab 19.00, Gießen Neustädter Tor ab 19.05, Gießen Bahnhof an 19.08 Uhr.
Oberhessischer Kunst verein. Die bereits angekündigte Weihnachts-Ausstellung Künftlerhilfe 1 930, die nur Werke hessischer, insbesondere vberhessischer Künstler zur Schau bringt, beginnt morgen vormittag 11 Ahr und dauert bis zum 22. Dezember bei freiem Eintritt für jedermann. Möge sie von einem Künstlerschaft und Publikum befriedigenden Ergebnis begleitet sein! Dezüglich der Besuchszeiten sei auf die Anzeige im vorgestrigen Gießener Anz? ger verwiesen.
** Sie Museen und der Heidenturm sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr bei ge- wöhnlichen Preisen geöffnet.
** Geschäftsjubiläum. Am 1. Dezember kann das Architekturbureau des Architekten S e u- ling auf ein 40jähriges Destchen zurückblicken. Es wurde von Architekt Ludwig Seuling gegründet und wird heute von Architett Aug. W. Seuling geführt. Eine reiche Anzahl von Dauwerken in Gießen und Umgebung zeugt von deren erfolgreicher Tätigkeit.
•• Dienstjubiläum bel der Reichsbahn. Der Lokomotivführer Karl Göbel. Schützenstrabe 5, feiert am 1. Dezember sein 25. Fahrdienstjubiläum. Er erfreut sich der allgemeinen Wertschätzung feiner Dorgesetzten und Kollegen.
" Wer macht den erblindeten Krisle r n eine Wethnachtsfreude? Wie all» ährlich, soll auch diesmal für die Kriegsblinden eine Weihnachtsfeier stattsinden. Es ist beabsichtigt, jedem der vierzig Dlinden, die der Anier- gruppe Gießen angehören, eine Weihnachtsgabe zu überreichen. Dies ist jedoch nur dann durch- ' ührbar, wenn die Seheirden den Dorstand der Anteraruppe durch Stiftung von Geldspenden oder Passende Gaben dazu in die Lage versehen. Gaben nimmt die städtische Oberfürsorgerin, Schwester
Anita Hermannh, im Stadthaus, ®arten* ftrafjc 2, Zimmer 12, gern entgegen. Geldspenden können an die gleiche Adresse ober auf das Konto ■ der erblindeten Krieger bet der Dezirkssparkasse Gießen oder auf das Postscheckkonto von Konrad Diedenkopf, Kriegsblinder, Grünberg, Nummer 49 157 Frankfurt a. M., eingezahlt werden, älm Irrtümer zu vermeiden, macht man darauf aufmerksam, daß Sammellisten von den Kriegsblinden nicht herumgehen.
** Lebensbescheinigungen füe Auhe - und Wartestandsbeamte. Die Vordrucke für die Lebensbescheinigungen der Ruhe- und Wartestandsbeamten und der Hinter- bttebenen, _bie auch für das Iahr 1930 erfordere Uch sind, können in der Zeit vom 1.—3. Dezember bei der Reichsbahn st attonska ss« in Empfang genommen werden.
"Manteldiebe an der Arbeit. In den letzten Tagen wurden aus verschiedenen hiesigen Gaststätten Mäntel gestohlen. Der Polizei wurden bisher drei Fälle gemeldet. Es dürfte sich empfehlen, daß Gäste ihr Augemnerk etwas auf ihre Garderobe richten, da zu vermuten ist, daß die Manteldiebe auch weiterhin versuchen werden, sich auf unsaubere Weise zu bereichern.
" Politische Vortragsabende de « ASTA Der Allgemeine Etudenten-AuSschuß beabsichtigt, eine Reihe von politischen Vortragsabenden zu veranstalten, in denen Vertretern aller Parteien an je einen: Abend zu sprechen Gelegenheit gegeben fein soll. Der erste Dortrags- abenb, der in der Reuen Aula der Aniversität stattfand, war gut besucht. Als Redner deS Abends sprach per nationalsozialistische Reichstomsabgeordnete Oberst a. D. Hier! über das Thema: „Dehrpolitik". In grundsätzlichen Ausführungen behandelte der Redner zunächst den Krieg in seiner naturgegebenen Form, wieS auf fcie dem Kriege innewohnenden, unumstößlichen Gesetze hin, definierte die Kriegführung als staatspolitische Aktion und als eine Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln zum Zwecke der Existenzbehauptung und Geltung eines Volkes. Des wetteren ging er auf das Verhältnis zwischen Staatspolitik und der Art der Kriegführung als Mittel zum Zweck der Erreichung eines politischen Zieles sowie auf das korrespondierende Verhältnis deS Staatsmannes zum Feldherren als den Leiter der militärischen Streitkräfte ein. Breiten Raum widmete er auch den verschiedenen Formen des Militärs, ohne indes bestimmte Richtlinien aufzustellen, da hier die Verhältnisse, die augenblickliche Lage als bestimmende Faktoren auftreten und stets als solche aufgetreten feien. Zum Schluß seiner Ausführungen ging der Redner kurz auf die Situation zwischen Deutschland und den ehemaligen Feinbundmächten in Hinsicht auf die Wehrbereitschaft ein betonte jedoch, daß noch zu keiner Zeit die Freiheit erbettelt noch erkauft werden konnte, sondern immer erkämpft werden mußte. Die Studenten unterbrachen den Redner des öfteren durch Aeußerung der Zustimmung und dankten zum Schluß mit anhaltendem Dei- fall. Die Veranstaltung, die von etwa 600 Studenten besucht war, verlief ohne den geringsten Zwischenfall.
" Konzert für Nervenkranke. Die Kapelle des 1. Datl. 15. Inf.-Deg. konzertterte
wie man uns berichtet — am Mittwoch vormittag im Garten der Nervenheilanstalt an der Licher Straße. Die Darbietungen fanden sehr aufmerksame und dankbare Zuhörer. Auch denjenigen Pattenten, die nicht im Freien dem Konzert beiwohnen formten, war an den strahlenden Gesichtern abzulesen, daß sie für die Musik außerordentlich dankbar waren.
Spielplan der frankfurter Theater.
Opernhaus. Montag, l.Dez., 19.30 bis nach 22 Ahr: „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonnh". — Dienstag, 2., 19.30 bis 22 30- -Der Tenor der Herzogin". - Mittwoch, 3.. 19.30 bis 22.30: „Der Zigeunerbaron". — Donnerstag, 4., 20 bis 21.30: „Elektra". — Srel* las, 5., 19.30 bis nach 22: „Der Darbier von Sevilla . — Samstag, 6.. 19.30 bis gegen 22 30: „Simone Doccanegra". — Sonntag, 7., 15 bis 18: »Zar und Zimmermann". 19.30 bis nach 22: „Das Land des Lächelns".
Schauspielhaus. Montag, l.Dez., 20 bis gegen 22 Ahr: „Hufnägel". — Dienstag, 2. 20 b^ gegen 23: „Wie werde ich reich und glück-
3., 20 bis gegen 22: „Sturm im Wasserglas . — Donnerstag, 4., 19 30 bis gegen 23: „Geschichte Gottfriedens von Derlichin- gen mit der eisernen Hand". — Freitag, 5. 20 bss gegen 22: „Hufnägel". — Samstag. 6., 16 30 bis gegen 19: „Kakadu-Kakada". 20.30 bis 22 30- „Der Wann, den sein Gewissen trieb“. — Sonntag, 7., 16 bis nach 18: „Kakadu-Kakada". 20 bis gegen 23: „Wie werde ich reich und glücklich?"
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