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Kabinett er- MrxeMte« Vie- \\e\\\oit Don kn en säst alle im Ka- Zalesli, Matutzewsti l s und Justizmmister An die Stille des letz- izminister Car. fan* i bleibt vorläusiger ^entscheidende SM- hr bei Marschall Pil- Slawe! zum Staats- atorisch eingestellten der Oberstengruppe, >eniae Stunden nach 'n M d°u.li^ ton 14 Tagen W t den FrMNssck vagungcn entsma« chen der oM* Echwierigke'len J» pposition gezM ungenundtver-

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Urteil.

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In dem Dachstuhl eines fünfstöckigen Miet- Hauses am Iosephring, Ecke Rakoczh-Straße, einer der belebtesten Gegenden der Stadt, brach ein Brand aus, der rasch einen so großen Um­fang annahm, daß in kurzer Zeit em großer Teil des Dachstuhles in Hellen Flam­men stand. Die Feuerwehr, die mit einem großen -Aufgebot an der Brandstelle erschienen ist, war eifrig bemüht, das Feuer zu lokalisieren. Drei Monteure, die auf dem Dache arbeiteten, fan­den in den Flammen den Tod. Zwei Per­sonen wurden schwer verletzt. Der Verkehr an der Straßenkreuzung war vollständig lahmgclcgt, da die Polizei umfangreiche Absperrungen vor­nehmen mußte.

Zwei Kinder in den flammen umgetommen.

In einem Bauernhof in der Bähe von Leibnih (Steiermark) brach in der Rächt ein Großfeuer aus das in kurzer Zeit vier Gebäude vernrch- tete' Zwei Kinder, ein sechsjähriger Knabe und ein elfjähriges Mädchen, die beide schon schUe- fen, blieben in dem brennendenWohn- h a u s Die Eltern hatten die Kinder verges­sen da sie, als das Feuer die Stallungen er- griff' die Feuerwehrleute baten, zuerst das Vieh zu retten. Als das Dach des Wohnhauses zusammenstürzte, erinnerten sich die Eltern, daß in der Schlafkammcr d i e beiden Kmder zu­rückgeblieben waren. Die Feuerwehrleute drangen in das zusammenstürzende Haus, doch konnten sic nicht mehr in die Kammer gelangen. Vach Beendigung der Löscharbeiten fand man die beiden Kinder als verkohlte Leichen auf.

Das verfahren gegen die Wirtschafterin Neumann.

In der Strafsache wegen Ermordung des Bres­lauer Professor 3 Aos en und des Schuhmachers Stock lautet ba3 abschließende amtsärzt- licheGutachten folgendermaßen: Wenn man alles zusammenfaht, was die bisherigen ärztlichen

Erweitertes Schöffengericht Gießen.

Gießen, 28. März. Die heutige Sitzung wurde durch die Verhandlung einer einzigen umfangreichen Betrugs- und Wech­selfälschungssache ausgefüllt. Ein ober­hessischer Schweinehändler wurde beschuldigt, in sechs selbständigen Fällen sich des Betrugs, so­wie in zwei Fällen der Urkunden- bzw. Wechsel­fälschung schuldig gemacht zu haben. Die Beweis­aufnahme ergab, dah der Angeklagte eine ganze Anzahl von Personen, darunter namentlich Land­wirte und auch eine Frau, je um mehrere hundert Mark dadurch geschädigt hat, daß er ihnen falsche Vorspiegelungen gemacht und sie hierdurch veranlaßt hat, ihm an sich nur gegen bar verkaufte Schweine ohne Zahlung zu liefern.

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vor Iahren eine öffentlich-rechtliche Wassergenossenschaft Oberwald hier gebildet, Die alle Interessenten, den Hess. Forst- fiskus, die Triebwerksbesiher, die Wässerungs- berechtigten und die Gemeinden zusammenschloß. Die Satzung der Genossenschaft wurde 1925 mini­steriell genehmigt. Die Genossenschaft hat schon mancheVerbesserungen in der Zeit ihres Bestehen- durchgeführt. Diele Wehre wurden erneuert, der Landgrafenborn, die Viddaquelle und der sog. Miesgraben wurden aufgeräumt und vertieft, manche versumpfte Wiesen wurden entwässert. Die Vorarbeiten für die Wieder­herstellung der früheren Forellen­teiche im Oberwald sind geleistet worden. Man hofft, die Teiche wieder spannen zu können, um in der Trockenheitsperiode das Viddawasser besser zu regulieren. Auch wäre eine wesentliche Verschönerung de- Landschaftsbildes erzielt, wenn die Teiche wieder gespannt werden könnten. Auch eine Fischzucht ist darin vorgesehen. Die Genossen­schaft wird diese Spannung stets im Auge be­halten. Eine Verstärkung der Staumauern und Staudämme würde notwendig sein. Dieser Tage hielt die Genossenschaft ihre Hauptversamm­lung ab, in der im Beisein des Vertreters des Forstamtes Schotten und des Kulturbauamtes Gießen alle Fragen näher besprochen wurden. Der Tätigkeitsbericht über das seither Geleistete wurde vorgetragen, ebenso die Rechnung. Die Satzung wurde ergänzt, zwei weitere Beisitzer wurden ernannt. Der Vorstand wurde wieder­gewählt, dem außer den Vertretern des Forst­amtes und des Kulturbauamtes angehören: Th. Cellarius (Schotten) als Vorsitzender, K. Weih (Schotten) als stellvertretender Vorsitzen­der, die Bürgermeister Hartmann (Rudings­hain) und D e ch e r t (Rainrod), Direktor Schanz (Ober-Schmitten). Ferner wurden noch Stellver­treter ernannt. Eine Ortsbesichtigung fand im Anschluß an die Versammlung statt.

Strafkammer Gießen.

Gießen. 28. März. Zwei Brüder von Gießen waren von dem Amtsgericht wegen Dieb­stahls zu Gefängnisstrafen von sechs Monaten und einem Iahr verurteilt worden. Ihre Berufung hatte Erfolg. Die Be­weisaufnahme ergab folgendes: Ende Oktober 1929 war in einer hiesigen Wirtschaft Metzel- suppe. Als gegen 2 Uhr nachts verschiedene Gäste Weggehen wollten, fehlten insgesamt drei Mäntel. Die Angeklagten waren auch in der Wirtschaft gewesen und hatten sich kurz vor der Entdeckung des Diebstah's entfernt. Mit Rück­sicht auf ihr etwas auffälliges Verhalten und aus sonstigen Gründen lenkte sich der Verdacht auf sie. Dieser Verdacht wurde verstärkt, weil sie bei der Polizei widersprechende Angaben machten und insbesondere leugneten, gegen 2 Uhr von der Wirtschaft zusammen von einem Polizeibeamten gesehen worden zu sein. Eine Haussuchung war ohne Erfolg: auch sonst konnte nicht festgestellt werden, daß sie im Besitz der gestohlenen Mäntel gewesen waren. Ihre nicht unerheb'ichen Vorstrafen wegen Diebstahls liegen sieben Iahre und länger zurück. Unter diesen Umständen hielt die Strafkammer die Täter­schaft der Angeklagten für nicht ausreichend er» wiefen und sprach sie f r c i.

Die Krankenschwester eines Taunusdorfes hatte Dritten gegenüber von dem Bürgermeister als einem verlogenen Menschen gesprochen und ihm selbst bei anderer Gelegenheit vorgeworfen, er habe in einem Prozeß nut ihr den Richter ange­logen. Das Amtsgericht hatte sie wegen der ersten Beleidigung zu 2 0 M k. Geldstrafe verurteilt, im zweiten Fall freigesprochen, da sie insoweit berechtigte Interessen wahrge­nommen habe. Die Strafkammer bestätigte

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oder sogar Wechsel zu seinen Gunsten auSzu- stellen. Die sämtlichen Geschädigten erklärten als Zeugen, sie hielten sich für betrogen. In einem weiteren Fall soll der Angeklagte eine fälschlich angefertigte oder gefälschte Zessionsurkunde vor- gelcgt haben. Die Beweisaufnahme schafft über diesen Punkt jedoch keine Klarheit, weshalb in­soweit Freisprechung erfolgen mußte. Da­gegen wurde die Fälschung von vier Wechseln nachgewiesen. Der Staatsanwalt wollte dem An­geklagten, der bereits wegen Urkundenfälschung bestraft ist, noch einmal mildernde Umstände zu- billigen; er forderte jedoch mit Rücksicht arf die Gemeingefährlich.eit des Treibens des Ange­klagten und die dadurch hervorgerusene Beun­ruhigung in ländlichen Kreisen höhere Gefängnis­strafen. Das Gericht schloß sich diesen Ausfüh­rungen an und erkannte auf eine Gesamt­strafe von 1 Iahr 6 Monaten Ge­fängnis, abzüglich 3 Monate Untersuchungs­haft. Es bezeichnete ebenfalls das Tun des An­geklagten als im höchsten Maße gegen Treu und Glauben im Verkehr gerichtet und lehnte die beantragte Haftentlassung ab.

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Wettervoraussage.

Ruhiges Wetter hat unter dem Einfluß hohen Druckes entsetzt, wobei die nächtliche Wärme­ausstrahlung vielfach einen Temperaturrückgang bis zum Gefrierpunkt verursacht. Mit dem Heran­nahen neuer Störungen vom Ozean her wird wieder ein Witterungsumschlag einsehen. Be­reits im Laufe des morgigen Tages dürfte Be­wölkung aufziehen und später auch Riederschläge folgen. Dabei gleichen sich später die Tempera­turen zwischen Tag und Rächt mehr aus, jedoch bleibt es im ganzen frühjahrlich warm.

Wettervoraussage für DienStag: Meist beiter, später aufkommende Dewölkurtg mit Riederschlagsneigung, nachts kühl, tagsüber kräf­tige Erwärmung.

Lufttemperaturen am 30. März: mittags 13,2 Grad Celsius, abends 5,2 Grad; am 31. März: mor­gens 2,1 Grad. Maximum 13,6 Grad, Minimum 1,7 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 30. März: abends 12 Grad: am 31. März: mor­gens 4,4 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 91 Stunden.

Neufestsetzung der Bad-Nauheimer Strompreise.

4 Bad-Nauheim, 30.März. Bürgermeister Dr. Ahl eröffnete die jüngste Stadtrat s- f t h u n g mit einem warmen Nachruf für den ver­storbenen Bürgermeister i. N. Dr. Kayser. Die Versammlung hörte die ehrenden Worte stehend an. Als Hauptpunkt stand dann die N e u f e st s e tz u n g des Elektrizitätsstromtarifs zur Be­ratung. Die vom Lerwaltungsrat des Ltchtwerks vorgeschlagenen Abänderungen zum seither bestehen- den Tarif, die eine weitere Verbilligung des Lichipreises bringen, wurden mit großer Mehr- heit angenommen. Danach beträgt der Preis für den elektrischen Lichtstrom in dem für Kleinab- nehmer bestimmten Tarif für die ersten 200 Kilo- Wattstunden Monatsoerbrauch im Sommer 40 Pf. je Kilowattstunde und im Winter 28 Pf. je Kilowatt- stunde. Bei Mehrverbrauch ermäßigt sich der Preis bei je 200 weiteren Kilowattstunden je um einen Pfennig. Für Großabnehmer mit dem Drei- Phasen-Zähler tritt ebenfalls eine Vergünstigung ein, indem die Sperrzeit (Lichtspitze), die sich seither noch dem Sonnenuntergang richtete, für das ganze Jahr einheitlich auf die Zeit von 19 bis 23 Uhr fest­gesetzt wird. Der Höchstpreis (40 bzw. 28 Pf.) gilt für die Sperrstunden, während von 23 bis 7 Uhr 15 Pf. und für die Zeit von 7 bis. 19 Uhr der mittlere Satz von 22 Pf. gezahlt werden. Der An- trag des demokratischen Stadtrats Apotheker Heß, den Lichtpreis im Sommer auf 40, im Winter auf 35 Pf. festzusetzen und von dem errechneten lieber- schuß von 40 000 Mark 20 000 Mark zurückzustellen und 20 000 Mark zur Senkung der Gewerbesteuer im kommenden Etatsjahr zu benutzen, verfiel der Ablehnung. Die Stadt bezieht ihr Licht (Gleichstrom) vom hiesigen staatlichen Elektrizitätswerk.

Die Wassergenossenschost Oberwald.

y. Schotten, 30. März. Um das auS dem QueUengebiet der R i d d a kommende Wasser wirtschaftlich besser auszunuhen, hat sich schon

Untersuchungen über den Geiste'zustand der Wirtschasierm Reumann zutage gefördert haben, so ergibt sich ein Gesamtbild geistiger Ab­normität bei der Angeschuldigten, auS wel­chem sich nicht mit Bestimmtheit der Beweis der Zurechnungsfähigkeit zurzeit der Tat ableiten läßt. Auf Grund dieses Gutachtens ist die Staatsanwaltschaft ge­genwärtig mit der Durcharbeitung des Akten­materials für die nunmehr zu stellenden, daS Gesamtverfahren betreffenden Anträge befaßt.

Begnadigung des Deutschamerikaners Edel.

Der Gouverneur des Staates Neuyork Roosevelt hat die Todesstrafe, die über den deutschen Staats­angehörigen Edel wegen Ermordung der Schauspielerin Harrington verhängt worden Ist, in eine lebenslängliche Oe« fängnisftrafe umgewandelt. Der Gouverneur erklärte, die Begnadigung erfolgte, weil dis Prü- fung der Akten ihn nicht davon überzeugt habe, daß der Nachweis von der Schuld Edels g e nügenb frei von Zweifelsmomenten fei. Edel, der während des gegen ihn geführten Pro- zesses fortwährend feine Unschuld beteuerte, wurde auf Grund eines Indizienbeweises verurteilt.

Tetzners Opfer identifiziert?

Bisher konnten die Personalien des Wan­derburschen, der von dem DersicherungS- betrüger und Mörder Erich Tetzner aus Leip­zig lebendig verbrannt wurde, noch nicht festgestellt werden. In dem Augsburg benach­barten Schrobenhausen meldete sich nun eine Fa­milie namens Gnonsala, die seit Rovember ihren 22jährigen Sohn, den Bergarbeiter Erich Gnonsala, vermißt. Der junge Mann, der sich auf der Wanderschaft befand, hat seinen Angehörigen seit der fraglichen Zeit, in der Tetzner sein Opfer verbrannte, k e i n e R a ch- r i ch t mehr zukommen lassen. Rach Tetzners Aussagen handelt eS sich bei seinem Opfer um einen Deutsch-Böhmen, was bei Gnonsala der Fall ist.

ein folgenschwerer vummerjungenstreich.

Der 18jährige Kassenlehrlino Heinz Riegel beim Magistrat in Strehlitz (Schlesien) und einer sei- ner Freunde fanden auf dem Boden des Rathauses eine Stielhandgranate, die sie in das Bu­reau des Magistratsangestellten Reinett trugen, u m diesen zu erschrecken. Beim Hantieren an der Granate explodierte diese. Riegel wurde sa schwer verletzt, daß er noch am selben Tage v e r starb. Auch Reinelt erhielt bedenkliche Derletzun- gen, während der Freund mit dem Schrecken davon- kam.

Ehrfurcht gebührende Persönlichkeit sollte jedem wahrhaften Deutschen zu wertvoll sein, um den 82jährigen wegen politischer Meinungsversch.e- denheiten in so unwürdiger Weise anzugreifen. Interessante Stadlverordnetenwahlen

in Münster.

Münster, 31. Älärz. (WTD.) Am gestrigen Sonntag fanden in Münster Stadtverordneten- wählen statt, da die Wahlen vom 17. Rovember 1929 durch Spruch des Bezirksausschusses Mün­ster für ungültig erklärt worden waren. Die Wahl am Sonntag hatte folgendes Erge^iiS: Reichspartei des Deutschen Mittelstandes 3 Man­date (im alten Stadtparlament gleichfalls 3), Zentrum 28 (27), Evangelischer Volksbund 5 (0 , Sozialdemokraten 5 (5), Rationalsozialisten 1 (1), Kommunisten 2 (1), Deutsche Dolksparlci 3, Deutschnationale 1 (Deutsche VolkSpartet und Deutschnationale bildeten im alten Stadtparla­ment eine bürgerliche Einheitsliste und hatten 8 Mandate), Dolkswirtschaftspartei 0 (3), Demo­kraten 0 (0).

Aus aller Wett.

Schiedsspruch

Im larifftrcU der Reichsbahnangestellten.

Im Tarifstreit der Deutschen Reichsbahngesell­schaft mit den Angestelltengewerkschaften hat unter dem Vorsitz des vom Reichsarbeitsminister bestellten Schlichters, Vortragenden Rates Dr. D v 1 ck e r s, eine Schlichtungsverhandlung in Ber­lin stattgefunden. Da eine Einigung der Parteien nicht zu erzielen war, fällte Die Schlichter­kammer einen Schiedsspruch, nach dem der Reichsangestelltentarifvertrag unverändert wieder in Kraft gesetzt wird.

Neun Todesopfer eines Vootsunglücks.

Ein furchtbares Unglück ereignete sich auf bem Ochridasee, der teils zu Jugoslawien, teils zu Alba­nien gehört. Während eines plötzlichen eturmes versagte die Maschine eines Motorbootes, in dem eine Anzahl ausländischer Konsuln und Konsulatsbeamte aus Koritza einen Ausflug unter­nommen hatten. Es entstand große Verwirrung und die Passagiere sprangen über Bord, um womöglich die 200 Meter entfernte Küste schwimmend zu erreichen. Neun von ihnen ertranken, darunter der griechische Konsul und seine Frau, ferner die Frau des tschechischen Kon- suis und die Frau eines Sekretärs des jugoflarot- jchen Konsuls. Der jugoslawische Konsul und einer seiner Sekretäre waren, trotzdem sie Verletzungen erlitten hatten, imstande, schwimmend die Küste zu erreichen.

Großfeuer in Budapest.