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Weißkraut 8 bis 15, Rotkraut 15 bis 20, gelbe | fiofrat Professor Dr. Walter Koenia zu Gießen Rüben 10 bis 15, rote Rüben 10 bis 15, Spinal aus sein Nachsuchen mit Wirkung vorn 1 April 1930 30 bis 35 Unter-Kohlrabi 8 biS 10, Grünkohl ab. — Durch Entschließung des Ministers für Siul*
tue und Bildungswesen wurde der Studienreferendar Anton Bayer zu Gießen zum Studienassessor
TrotiZoHerhöhung-
Jäckchen zu 40 Pf reicht 4 Wochen.
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Kaffee wird dadurch kräftiger im Geschmack, voller im Aroma, schöner im Aussehen!
Wichtig nur:
Bohnen feiner mahlen und mit Hilfe von „Webers Carlsbader“ besser ausnutzen.
15 bis 20, Rosenkohl 35 bis 40, Feldsalat 150 bis 180, Tomaten 70 bis 80, Zwiebeln 10 bis 15, Meerrettich 50 bis 70, Schwarzwurzeln 40 bis 60, Kartoffeln 4'/, bis 5 (der Zentner 3,80 bis 4 Mk.), Aepfel 10 bis 15, Dörrobst 30 bis 35, Honig 40 bis 50, junge Hähne 120 bis 130, Suppenhühner 100 bis 120, Rüsse 50 bi- 80 Pf. das Pfund. Tauben (Stück) 70 bis 80, Eier 9 bis 10, Blumenkohl 50 bis 100, Salat 25 bis 30, Endivien 20 bis 60, Lauch 5 bis 15, Rettich 10 bis 20. Sellerie 10 bis 40 Pf. das Stück: Radieschen Bd. 15 bis 20 Pf.
Cigarettenfabrik
DelTa"G.m.D.H. Dpesden-A.16.
Deutschlands meistgeraachte oPfg. Cigarette ohne Md st.
its“ im Jahre 1918, 1510 Messerstichen tot worden war.
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die Tage Vorkommen abgespielt. Degen beide verliebt Iwestern ernstlich .em Fest hinter ihr Dntmen waren. Da- Jedonken eingegeben dm Geliebten zu V\ä) jum 3toei* ^üche ihres Wohn- )ie beiden Dnelian-
Messerstiche dabei sie in lebensgesähr- -ans geschasst werden
Würden Sie einen edlen Wieinwein. aus einem Wasserglas hinken ? \\ KsM, Der wirkliche Kenner, der Mensch von feinster
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Die weit überwiegende Mehrzahl der Raucher der Welf raucht Cigaretten ohne Mundstück.
Warum nicht auch Sie?
Aus der Provinzialhauptstadt.
Gießen, den 29. März 1930.
,Manschen war allein zu Haus .. Z
AIS jetzt die Frühlingssonne ihre Strahlen auch
|]u mir In mein Zimmer sandte, öffnete ich beide Imster weit, um das Himmelslicht cinströmen zu «assen. Bor mir auf dem Schreibtisch lag eine nichtige Arbeit, aber die Sonne war mir ein neuer Helfer. Sie lockte zwar und schien zu rufen: temm doch herausI Aber ich blieb standhaft wie xrt Knabe In dem bekannten Gedicht und sagte: Lcst laß mich fertig sein! Die Kinder auf der »kaße freilich Hatten es besser. Sie lärmten und engen, spielten und genossen den schönen Früh- ingStag. 3hre Stimmen schallten allzulaut zu rir ins Zimmer, und ich mußte die Fenster Meßen, leider. Während ich noch schrieb, wurde für kurze Augenblicke ganz ruhig, dann aber Erklang Die getragene, uralte Kinderwelse: Mariechen war allein zu Hau- . "
' Da legte ich doch den Federhalter weg, öffnete MSN neuem die Fenster und schaute hinaus: denn i ) cf€ Melodie rüttelte Die eigene Jugendzeit m meinem Herzen wach, ließ mich alles vergessen [hmb nur schauen und lauschen auf Die froDluije s!^Inderschar Da unten. Bor vielen, vielen Jahren ihing auch ich in Diesem Kreise, Jang auch ich i)i« einschmeichelnde Melodie mit, im Gleichschritt hnit meinen Kameradinnen. Ein Mädchen sah in Ker Mitte, die anderen gingen feierlich um es Kerum und fangen Zum Schluß wurde Dann ge- ^crnzt. Wenn Das CieD noch so traurig enDete, Lenn noch soviel MorDtaten Darin vorkamen, Lim Schluß wurde Doch getanzt! Sangen wir $),onalS nicht auch: Der Karl, Der war ein Räu- jber? ODer: Er stoch Mariechen in Das Herz? kNas lag uns an Der Deutschen Sprachlehre?
; Loch nein! Die KinDer spielten Das Lied zum Ijtixitenmal, aber sie fangen ja gar nichts von einem Mariechen. Las war ja ein ganz anderer j£ejt, aber diefelbe Melodie. Ich hörte: Dom- kköSchen war ein schönes Kind... Da kam der Ijunge Königssohn... Da feierten sie das Hoch- Izeitsfest... Ja, jetzt paßt Der Tanz zum Schluß. I Die kleinen Bübchen, die eben noch am Sandhau- Ifcn spielten, hörten auch aus und wurden von Den Lieberen Mädchen mit in den Kreis genommen. , Lieh! wie sie emsig mittrottelten, wie sie in Die Hände ■Hatschten I Und Die Knaben, die nebenan mit ihren Ml icke rn in die Kaute warfen, sie fangen den Schluß- j ie 1 von jeder Strophe mit, einer sogar Die zweite F Stimme!
. Die Kinder scheinen unermüdlich zu sein. Nach Mein Dornröschen folgten: Ist die schwarze Köchin |bc?... Klein Eischen in der Mühle... Laßt uns Muis die Wiese gehn... Dort auf jenem hohen ■Berge ... Liebe Schwester tanz mit mir .. und noch L, ubere. Ich kenne sie alle, diese lieben Kindervolks- llirtcr. Wir fc-rnten sie einst von unfern größeren ■Geschwistern und gaben sie an die kleinen weiter. |6le pflanzen sich genau wie die Volkslieder von Ge- ■chlecht zu Geschlecht fort, Freude und Geben brin» ■hend. Sie sind unverwüstlich. Es kommen ja manch« ■ mal einige neue Liedchen dazu, aber M)ie uralten
Melodien bleiben und werden weiter gesungen. Ich hatte eine Freundin, die einst viele Wochen in Norddeutschland gewesen war. Auch sie brachte uns neue Lieder mit Wir fangen sie und spielten danach. Aber unsere eigenen tarnen doch immer wieder obenauf.
Was find gegen diese köstlichen Kinderlieber alle Schlager ober Operettenmelodien? Die Kinder hören sie von den Erwachsenen, fingen sie wohl mit, aber auf dem Spielplatz kehren sie zu Den alten vertrauten Weisen zurück.
„Mariechen war allein zu Hau».. * fangen mir einst, langen unsere Mütter, und nun hören wir Die unschuldigen Liedchen von den Kleinsten auf der Straße. Die Mütter und Kindermädchen dort auf der Bant, die ihre Kinder auf dem Arm halten, schauen zu und summen mit. Das Kinderlied gehört mit zu den Frühlingsfreuden, genau so wie Lerchengesang und Deilchenduft.
Und während ich meine Arbeit fortfetzte, ging un- willtürlich wie einst vor langen Jahren die Kinder- melodie mit mir: „Mariechen war allein zu Haus . ", ich sah mich mit fliegenden Zöpfen und turzen Röckchen im Kreise gehen, mit ernstem Gesicht und ganz dem Spiele hingegeben.
... Ich denke dies und denke das, ich sehne mich, und weiß nicht recht, nach was: Halb ist es Lust, halb ist es Klage, mein Herz, o sage, .
«was webst du für Erinnerung in golden grüner Zweige Dämmerung?
— Alte unnennbare Tage! (Mörike.)
O. Schm.
Karl Noack-Oormstadt t
Am Nachmittag des 26. März starb Im Alter von nahezu 71 Jahren der Stadtbibliothekar i R. Karl N o a ck in Darmstadt. Der sich nicht nur um die Geschichte und das Geistesleben von Darmstadt, son- dem um die hessische Landes- und Volkskunde überhaupt sehr verdient gemacht hat. Am 12. April 1859 zu Fränkisch-Crumbach als Sohn des Revierförsters Friedrich Noack geboren, besuchte er in Darmstadt zunächst die Reinhardsche Prioatschule, von Herbst 1869 bis Herbst 1877 das Gymnasium und studierte dann in Leipzig Germanistik. Don März 1897 an leitete er in Darmstadt die neugegründete städtische Lese- und Bücherhalle bis zum Sommer 1924, wo er nach erreichter Altersgrenze in den Ruhestand trat. Aus kleinen Anfängen entwickelte er die Anstalt zu einer ansehnlichen Büchersammlung. Die gleiche Pflege ließ er auch dem von ihm verwalteten städtischen Museum angedeihen. Daneben entfaltete er eine vielseitige literarische Tätigkeit und oer- faßte zahlreiche Aufsätze für Zeitschriften, Zeitungen und Sammelwerke. Die Spezialgebiete seiner Stu- dien waren Namenforschung, Volkskunde, hessische Kunstgeschichte. Mit ihm ist nicht nur ein reiches Wissen dahingegangen, sondern auch ein guter, treuer, hilfsbereiter Mensch, dessen Schlichtheit und Bescheidenheit ihn oft im Schatten stehen und ihm nicht die gebührende Anerkennung zuteil werden ließen.
Gießener Wochenmoffrktpretse.
Es kosteten auf Dem heutigen Wochenmarkt: Butter 140. bis 170, Matte 30 bis 35. Käse (10 Stück) 60 biS 14fl. Wirsing 20 bis 35.
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ermoM ".gehöriger der Neu- seppe Parano. P rS ben 6 .führte, ha, den seiner Schmuggler, chen viertel aus und Reooioerschüs- lkL der g/ohte °h°l in Brooklyn. >r, daß er stets sehr Krawattenperle soll gehabt haben. Näh', er lote dreimal
Taten für Lonntag 30 Mrz.
Sonnenaufgang 5.42 Uhr. Sonnenuntergang 18.28 Uhr. - ÖKonDaufgang 6.01 Uhr. Mond- Untergang 18.54 Uhr.
1746: der spanische Maler und Radierer Fran- cisce De Goya y Lucientes in Fuente De Todes geboren (gestorben 1828); - 1862: Der Literar- Historiker Wilhelm Bode in Hornhausen geboren (gestorben 1922); - 1925: Der Anthroposoph Rudolf Steiner in Dörnach gestorben (geboren 1861).
Daten für Montag, 31. März.
Sonnenaufgang 5.40 Uhr, Sonnenuntergang 18.30 Uhr. - Mondaufgang 6.13 Uhr. Mond- Untergang 20.10 Uhr.
1596: Der Phito.oph RenS Descartes in La Hohe geboten (gestorben 1650); — 1727: Der englische Raturforscher Isaac Rewton In London gestorben (geboren 1643); — 1809: Der Schriftsteller Aikolaj Wassilij Gogol in Sorotschinzy geboten (gestorben 1852); — 1811: Der Chemiker Robert Wilhelm Bunsen in Göttingen geboren (gestorben 1899) H — , 1814: Einzug Der Verbündeten in Paris.
Bornotizen.
— Tageskalender für Samstag. Stauf- männifdjer Verein,'Ortsgewerbeverein: 6. Vortrag (Eine Wanderung durch den Schnelldampfer „Bremen"), 20 Uhr, Neue Aula. — Lichtspielhaus, Bahn- Hofstraße: ,Katharina Knie". — Astoria-Lichtfpiele: „Die Goldmine von Santa Pari" (mit Tom Mix) und „Varietö-Sterne".
— Tageskalender für Sonntag. Stadt- theater: „Wie es euch gefällt", 8.30 bis 21 Uhr. — Bienenzüchtervsrein Gießen und Umgebung: Versammlung bei Straft, Frankfurter Straße 81. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Katharina Knie". — Astoria-Lichtspiele: „Die Goldmine oo'n Santa Pari" (mit Tom Mix) und „Variete-Sterne".
Durch fremde Schuld. In der heutigen Ausgabe der Illustrierten des Gießener Anzeigers" wird zum 6. April der Beginn eines neuen großen Romans von A. von Panhags angekündigt. Das Werk ist betitelt „Durch fremde Schuld" Wir verweisen auch an dieser Stelle auf die Voranzeige.
*• Personalien. In den Ruhestand versetzt wurde der ordentliche Professor in Der Philosophischen Fakultät der Landesuniversität Gießen Geh.
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"DieMuseen sind am morgigen Sonntag zu gewöhnlichen Preisen geöffnet.
*• Fahrplanänderungen der Reichsbahn. Der Personenzug 558 Mücke — Gießen kommt ab 1. April in Gießen um 7.10, anstatt seither 7.35 Uhr an. Der Personenzug 2559 Sonntags Gießen — Londorf fahrt ab 1. Avril in Gießen um 22.51 ab, anstatt seither 20.51 Uhr.
♦* Der Gießener Wochen markt findet vom 1. April ab in der Zeit von 7 bis 13 Uhr statt. Interessenten mögen die heutige Bekanntmachung der Stadtverwaltung beachten.
Eine 21 u 9 ft e H u n g von Schülerinnen a r b e i te n der Goethe- und Schillerfchul« findet heute von 15 bis 18 Uhr und morgen von 11 bis 18 Uhr im Zeichenfaal der Goetheschule statt. Interessenten seien auf Die gestrige Anzeige hin- gewiesen. _ Ä
= Vom hessischen Roten Kreuz. Der Hessische LanDesverein vom Roten Kreuz gibt bekannt, Daß Die Gruppen- und Zugsührcrprüfun- gen für Die Freiwilligen Sanitätskolonnen vom Roten Kreuz in Diesem Jahre wieder provinz- weise vorgenommen werden. Die Prüfung für Oberh essen findet am 18. Mai in Gießen statt.
** Der Verband mltteldeutfcher Rot- d 11 h 3 ü di t e r veranstaltet eine Ausstellung und Zuchtviehversteigerunfl für mitteldeutsches rotes Höhenvieh'am 4. April in Wetzlar. Näheres in der heutigen Anzeige._________________________________
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geidjlofkn
Für unverlangt eingefandte Manuskripte ohne beigefügte» Rückporto tdirD keine Gewähr übernommen _______________
Kaffee doch nicht teurer!


