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Aus der Provinz,alhaupisiadt.

Gießen, den 28. November 1930.

Weihnachtsbesorgungen und Einzelhandel.

Don Dr. Walter Elauß.

Die unerfreulichen wirtschaftlichen Verhältnisse machen eS in diesem Iahre der Hausfrau beson­ders schwer, die Deschenkfrag« nach allen Seiten hin lösen, und manche Hinderungsgründe fi­nanzieller und ökonomischer Art können wohl zum Verzögern und Hinausschieben der beabsich­tigten Weihnachtsbesorgungen führen. Deshalb durfte ein besonderer Appell an alle Haus­frauen in diesem Jahre berechtigt und erfolg­versprechend sein, ein Appell des gesamten Ein­zelhandels für die kommenden Wochen, der in der Aufforderung gipfelt: Tätigt frühzeitig eure Einkäufe! Kauft überhaupt vor Weih­nachten ein!

Der erste Wunsch will besagen, daß die not­wendigen Fest- und Geschenkeinkäufe nicht erst in den letzten Tagen vor Weihnachten ausgeführt werden sollen. Cs gibt sicher Dinge, die bis zuletzt zurückgestellt werden müssen, oder über deren Anschaffung noch Zweifel bestehen. In­dessen 196t sich das Meiste schon spätestens An­fang Dezember besorgen. Und es wäre aus ver­schiedenen Gründen gut, wenn in diesem Iahre von den Hausfrauen von solcher Möglichkeit Ge­brauch gemacht wurde. Denn die wirtschaftliche Depression, in der wir heute leben und die nicht zuletzt den gesamten Einzelhandel gefährdet, macht es erforderlich, daß der Kaufmann alle Un- kosten zu senken und zu vermeiden versuchen muß. Dei diesem Bestreben bedeutet für ihn der früh­zeitige Verkauf seiner Weihnachtsartikel eine wesentliche finanzielle Entlastung. Er tarnt, ohne neue Krfedite aufzunehmen, Nachbestellungen vor- trehmen, kann die Kosten der Lagerhaltung sparen, kann Zinsersparnisse zu einer Preisherabsetzung bei schwerer absetzbaren, aber um deswillen nicht weniger begehrten Gegenständen verwenden u. a. m. Zum andern bietet die frühzeitige Er­ledigung der Weihnachtseinkäufe für die Haus­frau eine Zeit der Besinnung, ob das Nichtige erstanden ist, oder ob man es nicht besser um­tauscht, ändern läßt oder ergänzt, bzw. ob man nicht noch dieses oder jenes Stück hinzukaufen muh, um die Wirkung des Geschenkes zu erhöhen. In der Hast der letzten Weihnachtswoche besteht die Gefahr, Dinge einzukaufen, die sich zu spät als ein Mißgriff Herausstellen und die Freude am Geschenk nehmen. Der frühzeitige Weihnachts­einkauf bedeutet endlich auch eine anerkennens- iverte Rücksichtnahme auf die im Einzelhandel Beschäftigten, für die nicht selten die Dielarbeit der Hochbetriebstage vor Weihnachten ein die Festfreude beeinträchtigendes Abgespanntsein nach sich zieht.

Nach dringender ist der zweite Wunsch des Geschäftsmannes: Kaust überhaupt vor Weih­nachten ein! Hiergegen gibt die Hausfrau zwei Gründe an: Erstens, die Bequemlichkeit und die Vorteile des Bargeschenks, zweitens, die Aussicht auf einen allgemeinen Preisabbau.

Das Bargeschenk ist zum Leidwesen des Einzel­händlers verbreiteter, als man annimmt. Es hat verschiedene, zugegebenermaßen auch berech­tigte Gründe, z. B. Gaben an Notleidende usw. Vielfach aber entspringt es der Bequemlichkeit des Schenkenden, oder der Wunschträgheit des­jenigen, für den der Betrag bestimmt ist. Auch spricht oft mit die Aussicht auf den bald nach Weihnachten folgenden Inventurausverkauf, wo man billiger einzukaufen hofft. Ein Dargeschenk ist doch aber reinster Materialismus, wenn es in solcher Erwägung um weniger Pfennige willen, die nur für einige Warengruppen gelten kann, und zudem nicht sicher ist, seinen Ursprung hat. Das paßt gar nicht zum Weihnachtsfest, welches noch ein wenig Idealismus in unsere materielle Zeit hineinträgt.

Was die Aussicht auf einen Preisabbau betrifft, so ist der Hausfrau einzuräumen, daß sie nach allem, was sie über die Maßnahmen der Reichsregierung in den letzten Monaten gelesen und gehört hat, wohl auf den Gedanken kommen mußte, _ daß ein allgemeiner Preisabbau nahe bevorstünde. Eine allgemeine Senkung des Preis­niveaus kann sich jedoch nur allmählich durch­setzen, und es wäre daher ganz falsch, mit der Deckung seines Bedarfs zurüc^uhalten in der Erwartung, daß nun gerade auf dem in Betracht kommenden Warengebiet in nächster Zeit ein Preisabschlag eintreten würde.

Dies gilt besonders für die Weihnachtsein­käufe der Hausfrauen. Cs wäre im gegenwärtigen Zustand unserer Wirtschaft verfehlt, den Einzel­handel in größte Gefahr zu bringen, zumal es sich nicht um gegenteilige Interessen, sondern um das gemeinsame Ziel, dem Volksganzen zu helfen, handelt. Die Bedeutung gerade des Weihnachts­geschäfts ist für viele Einzelhantelsbetriebe weit großer, als die Konsumenten annehmen. Mit seinem Erfolg oder Nichterfolg steht und fällt unzähliger Spezialgeschäfte Existenz. Alle Kate­gorien sind darauf eingestellt, mit einem guten Weihnachtsgeschäft rechnen zu müssen. Die Fol­gen des Gegenteils würden weitere Arbeits-

Forderungen der Wirffchast.

Mitgliederversammlung des Mittelrheinischen Fabrikanten-DereinS.

Die in Mainz abgehaltene Mitglieder- ve r s am ml un g wurde von dem Vorsitzenden, $ a '" ser (Höchst) geleitet.

Der Geschäftsführer, Dr. MeeSmann, gab einen kurzen Ueterblick über

die Wirtschaftslage.

Er besprach zunächst das SanierungSprv- aramm der Reichsregierung, das zwar in be^ug auf die von der Wirtschaft seit Iahren geforderte Einschränkung der Ausgaben erste An­sätze enthalte und zur Dereitrfachung des Steuer­systems, Aenterung der Arbeitslosenversicherung, Senkung der Realsteuern usw. dankenswerte Re­formen in Aussicht nehme, das aber angesichts der seit Anfang des Iahres eingetretenen wei­teren Derfchlechlerung der Wirtschaftslage durch­greifenden Erfolg nicht verspreche. Es fehle vor allem noch die Verwaltungs- und Verfassungsreform, die Verminderung ter fozia-

Lasten durch Abbau ter nicht unbedingt nötigen Leistungen und die Senkung ter den wichtigsten Anteil an den Produktionskosten bil­denden Löhne, die Hand in Hand mit ter teil­weise bereits eingetretenen Preissenkung erfolgen müsse. Lebhafte Anerkennung zollte er dann Dr. Sch acht, ter auf feiner Amerikareise einmal mit Energie die Forderung auf Beseitigung des Deutschland auferlegten Tributsystems auf gestellt habe. Ohne Beseitigung dieses Systems sei es aber ausgeschlossen, daß die deutsche Wirtschaft wieder gesunden könne. Im übrigen sei die Beurteilung ter Lage eine Sache des Ver- trauens und hänge außerdem von dem Ge­samtbild ab, das man sich von dem Zusammen­hang nationaler, politischer und wirtschaftlicher Fragen mache. Der Redner erwähnte sodann die Auflösung des Wirtschaftsaus- schusses des besetzten Gebietes und hob besonders hervor, daß unter ter Leitung des Herrn Dr. Kalle das Wirken des Ausschusses sich als sehr ersprießlich erwiesen habe. Der Vorsitzende dankte auch den übrigen Mit­arbeitern im Wirtschaftsausschuß, insbesondere Dr. Mee s m a n n, ter als Vertreter ter Wirtschaft des Bezirks von Anfang an in ihm tätig gewesen ist. Oberbürgermeister Dr. K ü l b. Mainz, bestätigte namens des Ausschusses ter Stadt- und Landgemeinden das einige Zusammen­arbeiten ter verschiedenen Ausschüsse und machte sodann Ausführungen über die Notlage ter Fi­nanzen ter Gemeinten, die hauptsächlich durch die ihnen vom Reich auf erlegten Wohlfahrts­lasten verursacht sei.

Geh. Rat Dr. H a e u f e r wies demgegenüber darauf hin, daß eine Besserung auch dieser kommu­nalen Verhältnisse nur durch eine Wieder­belebung der Wirtschaft eintreten könne und daß die Steuerpolitik und andere öffent­liche Maßnahmen nur dem einen Ziele, einer

Wieterankurbelung ter Wirtschaft, zu dienen hätten.

Als Hauptreferent des Tages sprach alsterm Oberbürgermeister Professor Dr. Mo st über das Thema

Eisenbahn und Kraftwagen".

Der Referent behandelte diese umstrittene Frage von unparteiischer Warte unter den Ge­sichtspunkten sowohl des Erfordernisses einer Verbilligung des Verkehrswesens, wie auch ter Erhaltung volkswirtschaftlich bedeutungsvoller Werte, wie sie in der Reichsbahn investiert sind. Kommende gesetzliche Bestimmungen dürften unter keinen Umständen von einseitigen Gesichtspunkten diktiert fein. Die bisher gemachten Vorschläge, den gewerbsmäßigen Kraftwagenverkehr zwangs­weise an die Tarife ter Reichsbahn zu hinten, oder die Einführung von Mintesttarifen, oder ter Beförterungszwang erscheinen teils undurch­führbar, zum Teil verstoßen sie gegen den Grund­satz eines gesunden Wettbewerbs. Eine Lösung sei vielmehr nur darin zu erblicken, daß die Reichsbahn sich in ihrer Tarifgestaltung bezüglich ter besonders umkämpf ten Gütergruppen zu Senkungen entschließe und daß das Kraftwagen­gewerbe auf Grund einwandfreier Untersuchungen zu den Straherrunterhaltungskosten herangezogen werte.

Die anschließende Aussprache, an ter sich Ver­treter ter beiden Derkehrsgruppen beteiligten und in ter eingehend auf die besonderen Ver­hältnisse ter Reichsbahn durch Reichsbahnpräsi­dent Lochte, die Verhältnisse ter Automobil- Industrie durch Assessor Machenheimer bei Opel und auf die Bedürfnisse des Personen- Kraftwagenverkehrs durch Ober-Regierungsrat Dr. Der n he i m (Darmstadts eingegangen warte* brachte zahlreiche wertvolle Anregungen zu dieser Frage, die demnächst auch die zuständigen Organe des Aeichsverbantes ter Deutschen In­dustrie und des Deutschen Industrie- und Han­telstages beschäftigen wird.

Im weiteren Verlauf berichtete ter stellver­tretende Geschäftsführer Dr. Heger über die Frage ter

Kalender-Reform.

Vach anschließender Diskussion entschied sich die Versammlung, bei dem deutschen Studienkomitee für Kalender-Reform vor allem eine Festlegung des Osterterrnins zu befürworten und für den Fall einer weiteren Kalender-Reform für den Plan b des Völkerbundes mit gewissen Aente- rungen einzutreten. Rach diesem Plan wird das Iahr in vier gleiche Vierteljahre zu je drei Monaten bzw. 91 Tagen eingeteilt und ein be­sonderer Dlanko-Tag ohne Wochentagsbezeich­nung eingeschoben, so daß ein immerwährender Kalender geschaffen wird. Ietes Datum fällt da­nach jährlich auf ten gleichen Wochentag.

losigkeit und Fortschreiten des wirtschaftlichen Niederganges sein.

Deshalb möge die Hausfrau dem dringenden Rufe des Einzelhandels jetzt besonders folgen und in der Vorweihnachtszeit frühzeitig ihre Einkäufe vornehmen im Bewußtsein, damit einen Dienst nicht nur sich und dem Einzelhandel, sondern darüber hinaus ter notleidenden deut­schen Wirtschaft zu leisten.

Neuregelung des Steuerabzuges vom Kapitalertrag.

In den von Steuersyndikus Hermann Will zu Gießen herausgegebenenAktuellen Steuer­fragen" (Rundschreiben Nr. 22) lesen wir fol­gendes:

Alle Kapitalerträge, die nach dem 2. Ianuar 1931 aus festverzinslichen Wertpapieren, als den Reichs-, Staats- und Gemeinteanleihen, den Hypotheken- und Landschaftsbriefen, den Kom­munalobligationen, fällig werden, sind vom zehn­prozentigen Steuerabzug vom Kapitalertrag be­freit.

Die Neuregelung hat ihre wesentliche Bedeu­tung für diejenigen Personen, die in Deutschland weder W^uiih noch länger als sechs Monate Aufenthalt haben. Diese bekommen die Kapital­erträge in jeder Beziehung steuerfrei. Der In­länder mit Wohnsitz und Aufenthalt in Deutsch­land muß jedoch auch diese Kapitalerttäge in seiner jeweiligen Einkommensteuererklärung an­geben. Sie werden bann zusammen mit feinem übrigen Einkommen zur Einkommensteuer her­angezogen.

Die übrigen Bestimmungen des Steuerabzugs vom Steuerertrag sind unverändert. In ter Hauptsache wird also in der Zukunft ter Steuer­abzug vom Kapitalertrag noch erhoben von den Aktien-Dividenden und von ten Einkünften aus der Beteiligung als stiller Gesellschafter.

Die bisher schon bestehenden Befreiungen: Di­videnden aus ®. m. b. H.«Anteilen, Darlehens- und Hypothekenzinsen unterliegen dem Steuer­abzug vom Kapitalertrag nicht, bleiben auch weiterhin bestehen."

** Fremdenvorsteklung im Gieße­ner Stadttheater. Man schreibt uns auS dem Stadttheaterbuveau: Aus Grund zahlreicher Nachfragen und um vor Mem ten auswärtigen Besuchern die Möglichkeit zu bieten, ein politi­sches Zeitstück kennenzulernen, hat die Inten­danz sich entschlossen, Curt Corrinths WerkSek­tion Rahnstetten" am nächsten Sonntag einmalig als Fremden Vorstellung und zugleich auch zum letzten Male in dieser Spielzeit zu geben. Es ist der Spielleitung (Intendant Dr. Prasch) haupt­sächlich darum zu tun, unter der RubrikZeit­theater" ein aktuelles Stück eines modernen Autors zur Diskussion zu stellen. Beginn ter Vor­stellung 18 Uhr, Ende 20.15 Uhr.

** Das Heim der alten Leute. Eine Heimstätte zahlreicher alter Leute ist die Provinzial- Pflegeanstalt der Provinz Oberhessen in Gießen. In diesem Heim wohnen zur Zeit ein Mann im Alter von 90 Jahren, drei Manner im Alter von 85 bis 90 Jahren, zwei Frauen in dem gleichen Akter, sechs Männer und zwölf Frauen im Alter von 80 bis 85 Jahren und 14 Männer und 12 Frauen im Alter von 75 bis 80 Jahren. Insgesamt ver­leben also 50 Personen im Alter von über 75 Jah­ren in diesem Heim ihren Lebensabend.

** Der zweite Bundesführer des Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten, Oberst- leutnant a. D. Düster berg, weilt Mitte De- zember in Hessen. Er wird am Samstag, 13. De­zember, in einer öffentlichen Versammlung in Gießen sprechen.

Der stummeSchreil Man schreibt uns: Während ter Ueberschwemmungen sind nicht nur Scharen von Feldmäusen ertrunken, auch Feld­hasen sind viele umgekommen. Hierbei hat man in der Nähe der Dörfer mehrfach beobachtet, wie Hasen, die schwimmend sich zu retten versuchten, von Kindern mit Geschrei wieder in die lehmige Flut zurückgetrieben Worten sind, wo die schon halb ermatteten Tiere ertranken. Wir fragen: Wo sind ältere Geschwister und Erwachsene, die ter Iugend die Roheit ihrer Handlungsweise klar­macht und sie lehrt, daß ter durch menschliche Grausamkeit verschuldete Tod ter hilflosen Krea­tur Anklage erhebt?

Erweitertes Schöffengericht Gießen.

* Gießen, 26. Nov. In ter heutigen Sitzung des Erweiterten Schöffengerichts tourte nur eine umfangreiche Strafsache verhandelt. Vor längerer Zeit fand in ter Marburger Straße in Gießen ein Automobilunfall statt, bei dem ter Chauffeur, ter das Auto allerdings nicht steuerte, sondern nur im Wagen saß, fein Geben verlor. Das Auto kam vom Walltor in scharfer Fahrt. In ter Nähe des Wiefecker Wegs platzte ter Reifen an dem einen Hinterrad, so daß das Auto auf ter vom Vegen nassen und schlüpfrigen Straße zu schleu- tern begann; plötzlich wandte sich ter Wagen nach links, rannte über ten Straßenrand und mit großer Gewalt wider einen Baurn. Dabei flog ter im hinteren Teil sitzende Chauffeur G. aus Frank­furt auS dem Wagen und wurde mit dem Hinter­kopf gegen eine Mauer geschleudert. Er verstarb an Bruch der Schädelbasis. Der fahrlässigen Tötung waren nun angeklagt ein in Frankfurt wohnhafter Architekt als Eigentümer des WagenS und eine Frau, welcher er die Führung des Autos überlassen hatte. Die umfangreiche Be­weisaufnahme, die sich unter Zuziehung von vier Sachverständigen abspielte, ergab, daß die Führerin mit übermäßiger Geschwindigkeit fuhr und daß sie nach dem Platzen des Pneumatiks nicht, wie sie mußte, auskuppelte. Hätte sie dieS getan, so wäre nach dem Urteil ter Sachverstän­digen der Wagen zum Stehen gebracht und das Unheil vermieden worden. Und gerate dadurch, daß der neben ter Autoführerin sitzende Eigen­tümer auf deren Zuruf in das Steuerrad ein­griff, wurde die plötzliche Linksbewegung teS Autos herbeigeführt. Das Gericht sprach dem Antrag des Staatsanwalts gemäß beite Ange­klagten schuldig und verurteilte beide an Stells einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von sechs Wochen zu einer Geldstrafe von je 10 0 0 M k. und in die Kosten. Wegen Vergehens gegen das Kraftfahrverkehrsgesetz wurde auf je 20 Mk. Geldstrafe erkannt. Nur ter Um­stand, daß ter Wagenreifen geplatzt war, bewog das Gericht, von einer Freiheitsstrafe abzusehen.

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Wettervoraussage.

Da sich die Luftdruckgegensätze ziemlich aus­geglichen hatten und die Zufuhr ozeanischer Luft­massen unterbunden war, ist in der Wetterlage eine Beruhigung eingetreten, und die rege Niederschlags- tatigkeit der letzten Zeit hat einen Stillstand erfahren, lleber Westfrankreich lagert ein neues Störungs- gebiet, das dort bei verhältnismäßig hohen Tempera- turen schon Niederschläge hervorruft. Da der Wirbel in nordöstlicher Richtung weiterziehen wird, so ist damit eine erneute Gefährdung unserer Witterung verbunden. Seine Warmluft wird auch unser Gebiet überqueren und wieder zum Auftreten von Nieder­schlägen führen.

AussichtenfürSamstag: Erneute Eintrü- bung und Erwärmung, zeitweise Niederschläge.

Aussich ten für Sonntag: Teils wolkiges, teils aufklarendes Wetter, wieder etwas kühler

Lufttemperaturen am 27. November: mittags 11,2' Grad Celsius, abends 8,3 Grad; am 28. November- morgens 5,2 Grad. Maximum 12,2 Grad, Minimum 3,5 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 27. November: abends 8,2 Grad; am 28. November: morgens 5,8 Grad Celsius. Sonnenscheindauer % Stunde.

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