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Vorschlag auf Zahlung von 300 Mark für die auf . dem fraglichen Grundstück vorgenommene Wert- Verbesserung wurde genehmigt.

Zum Schlüsse wurde noch eine Entschließung über die Einschränkung von Festlichkei- t e n im kommenden Winter e l n st i m m i g an­genommen, die an sämtliche Laubacher Vereine gerichtet wird.

Gemeinderat in Büdingen.

h Büdingen. 27. Ott Der Bürgermeister gab in der jüngsten Sitzung der Gemeinde­vertretung zunächst Kenntnis von den Revi- sionsbemerkungen zum Gemeindevoranschlag 1931. Der Gemeinderat beschloß u. a., für die Be­kämpfung der Mäuseplage einen Kre­dit von 500 Mk. zur Verfügung zu stellen und sich die Forderung der Zückzahlung vorzubehal­ten. Zwei Gesuck^n um käufliche Hebet» lassung städtischer Grundstücke zum Preise von 1 Mark pro Quadratmeter konnte unter gewissem Vorbehalt entsprochen werden. Don der Auflage des Ministers für Arbeit und Wirtschaft über die Schlußabrechnung der aus der Sonderst euer gezahlten M ie t Unter­st ü h u n g wurde dem Gemeinderat Kenntnis ge­geben. Aus dem nicht verbrauchten Betrage wur­den 488,50 Mk. und 577,90 Mk. zur Auszah­lung genehmigt. Für die Schulkinderspei- sung stellte der Gemeinderat 100 Mark zur Ver­fügung unter der Voraussetzung, daß sich auch der Landesausschuh an dem Hilfswerk beteiligt. Die Regelung der Schulkinderspeisung soll einer Kommission überlassen bleiben. Unter der Be­dingung, daß Büdinger Handwerker berücksichtigt werden, war der Oberpostdirektion ein Zuschuß zum Bau von Deamtenwohnungen in der Hindenburgstraße versprochen worden. Die Oberpostdirektion trat nunmehr an die Gemeinde mit dem Ansinnen heran, für ein verbillig­tes Darlehen die Bürgschaft zu über­nehmen. Der Gemcinderat beschloß, dies Er­suchen obzulehnen mit der Begründung, daß die Oberpostdirektion den seinerzeit gestellten Be­dingungen nicht entsprach. Einen wesentlichen Beschluß faßte der Gemeinderat, indem er die Einführung der Bier- und Bürger­steuer genehmigte.

Landkreis Gießen.

X Klein-Linden, 27. Okt. Der Krieger- verein hielt am Sonntag im Saale der Wirt- schoftZur Burg" eine Mitgliederversammlung ab, die gut besucht war. Der 1. Vorsitzende, Fr. Schim - mel, gedachte einleitend der Opfer des BergPerks- unglücks in Alsdorf. Sodann berichtete er über den Bezirkstag in Gießen. Das 50. Stiftungs- f c ft des Vereins im Jahre 1931 soll mit dem B e - zirkskriegerfest verbunden werden. Die Ver­anstaltungen sollen am 5. Juli 1931 stattfinden. Zur Erledigung der Vorarbeiten wurde ein Ausschuß gc- wählt. Weiter wurde beschlossen, den Altveteranen alljährlich auf Kosten des Vereins ein Geburtstags­geschenk zu überreichen. Bei Beerdigungen von Käme, raden |oll in Zukunft von einer Kranzspende ab­gesehen werden, an deren Stelle aber militärische Ehrenbezeugungen treten. Gefallenen-Ehrungen sol­len am Totensonntag gemeinsam mit den übrigen hiesigen Vereinen abgehalten werden. In Anbetracht der ungünstigen Wirtschaftsverhältnisse wurde für diesen Winter von jeder Feier abgesehen.

Q Lollar, 27. Oft. In der jüngsten Gemeinde- raissitzung wurde u. a. beschlossen, die dem Turn­verein gehörige Schuhhütte am Sportplatz zum Preise von 225 Mark zu erwerben, um sie allen Vereinen zugänglich zu machen. Die Beseitioung der Verkehrshindernisse, Treppen in der mittleren Hauptstraße, stand alsdann wieder zur Aussprache, der Gegenstand verfiel jedoch abermals der Ver­tagung. Die Errichtung einer elektrischen Hei­zung für die Kirche in Lollar wurde auf erneutes Ersuchen des Pfarramtes einstimmig beschlossen. Die Kosten mit 500 Mark wurden bewilligt. Ein Antrag, die Stromkosten auf die Gemeinde zu übernehmen, wurde abgelehnt. Auf ein Gesuch des Zugendherbergeverbandes wurde ein ein­maliger Betrag von 20 Mark genehmigt. Als Ersatzmann für den verstorbenen Landwirt Hein­rich Schadeck VII. wurde der Landwirt Heinrich Schwarz als Feldgeschworener bestellt. Zum Kommissionsmilglied für die Was ergenossenschaft Glück auf" wurde als Rachfolger für den verstor­benen Johannes Schupp das Gemeinderatsmit­glied Georg W i s s e m a n n bestimmt. 3n dem kürzlich erworbenen ehemaligen Fabrikgebäude soll im Erdgeschoß eine Wohnung eingerichtet werden. Die Kosten sind auf 700 Mark veranschlagt. Die Arbeiten sollen sofort ausgeschrieben werden. Gemäß einer Forderung des Kreisamtes wurde der Tilgungssah für die Gemeindebaudarlehen von 1 Prozent auf 2 Prozent erhöht. Dem Gesuch um Genehmigung zur Errichtung einer Tankstelle bei Wilhelm Schieferstein wurde stattgegeben.

: Beuern, 27. Okt. Die hiesige Gemeinde feierte am Sonntag ihr E r n t e d a n k f e st. Die Konfirmanden hatten den Altar geschmückt. Die Gemeinde lauschte in Andacht der Predigt des Ortsgeistlichen, Pfarrer Schmitt, die im Aus­druck der Dankbarkeit gegen Gott gipfelte. Die Feier wurde verschont durch Gesang des hiesigen Kirchengesangvereins und der Schulkinder unter ßeüung von Lehrer Edelmann,

O ® r" n b e r g, 27. Oft. Am Samstag hat der Winter seine ersten Boten oorausgeschickt. Gegen 11 Uhr ging der Regen allmählich in Schneefall über, es schneite etwa eine Stunde. Aus den Höhen bildete sich allmählich eine weiße Decke, die natürlich nach kurzer Zeit wieder verschwand.

Kreis Buvtngen.

--- Ridda, 27. Okt. 3m Rahmen der monat­lichen Bezirkslehrerkonferenzen aus derTreppe" sprach am Samstag Lehrer Sauer (Ober-Lais) über'Sie Eiseng ewinnung im Ridda-und Riddertale". Ausgehend von der primitiven Art der Eisengewinnung in der Frühzeit, wo in entlegenen Waldtälem die Hüttenmanner, Köhler und Waldschmiede ihrem geheimnisvollen Gewerbe nachgingen, zeigte der Redner die technischen Fortschritte im Lause der 3ahrhunderte. Die Eisenhämmer vergrößerten sich, wurden gn Dachläufen angelegt, wo die Wasser­kraft die Blasbälge bewegte und das Hammer­werk trieb. Der Riedergang der Eisenindustrie fällt in den Anfang des 17.3ahrhunderts. Rur die Eisenhütte' zu Hirzenhain mochte sich durch günstige Umstände in einen zeitgemäßen Groß­betrieb zu entwickeln. Obmann Ganz (Ober- Widdersheim) brachte dem Redner den Dank der Versammlung zum Ausdruck.

N i d d a, 27. Okt. Im Straßenbaubezirk Nidda sind eben fünf Damofstraßenwalzen damit beschäftigt, Straßendecken zu erneuern und auszu- bestem. Die Straße zwischen Ortenberg und Hirzenhain erfährt eine Verbreiterung und wird neu hergerichtet, die Strecke Salzhausen

Grund-Schwalheim wird gleichfalls gewalzt und geteert. Bei den Arbeiten kommen fast aus» schließlich Arbeitslose zur Verwendung.

Kreis Schotten.

4 Babenhausen II, 27. Okt. Die Gemeinde Babenhausen hat eine P r o t e st e i n g a b e an die Fraktionen des Hessischen Landtags gerichtet, in der die Bitte ausgesprochen wird, dafür zu sorgen, daß der Verkraftungsplan der Oberpost, b i r e f t i o n , der demnächst in Kraft gesetzt werden soll, nicht zur Durchführung gelangt. Die Einführung des neuen Planes würde für die Gemeinde Baben­hausen und für die anderen Gemeinden der Um-

Sine neue Bereicherung der lluiverW.

Oie Kurse zur Ausbildung technischer Assistentinnen an Medizinischen Instituten.

gebung eine große Verschlechterung der an sich schon ungünstigen Verkehrsoerhältnisse bedeuten.

ö Rudingshain, 27. Okt. Die Gemeinde feierte am gestrigen Sonntag das Erntedank- f c ft. Der Altar war mit den Früchten des Feldes geschmückt, die Schüler fangen ein Danklied, Verse, die dem Charakter des Tages entsprachen, gelangten zum Vortrag. Der Geistliche sprach herzliche Worte des Dankes an Gott für den reichen Erntesegen. Für die alteren Mitglieder der Gemeinde war mit dem Erntefest das Abendmahl verbunden. Am Sonntagnachmittag fiel hier der erste Schnee, der sich jedoch nicht lange zu halten vermochte.

Im Hörsaal des Pharmakologischen Instituts fand am gestrigen Montagoormittag in Anwesenheit von Vertretern der Regierung, des Landtags, der Uni­versität, der Stadt Gießen und in Gegenwart der Schülerinnen die Eröffnung der Kurse zur Ausbildung technischer Assistentin» nen an Medizinischen Instituten in Gießen statt.

Professor Dr. Hildebrandt, der Direktor des Pharmakologischen Instituts und Dekan der Medizinischen Fakultät, hieß die Gäste im Namen des Kuratoriums der Kurse willkommen. Er begrüßte besonders Ministerialrat S ch r o h e als Vertreter des Ministeriums des Innern, Abteilung für Gesundheitswesen, der sich um die Gründung der Schule besonders verdient gemacht hatte; ferner den Vertreter des Ministeriums für Kultus und Bildungswesen Ministerialdirektor U r st a d t, den Vertreter der Gießener Stadtverwaltung, Beigeord­neten Dr. Hamm, die Landtagsabgeordnete Frau Birnbaum und die Mitglieder des Lehrkörpers der Universität. Der Redner gab sodann einen kur­zen Rückblick auf die Bemühungen um die Einfüh­rung der Ausbildungskurse für technische Assisten­tinnen, und stattete in diesem Zusammenhangs den Dank an das Ministerium des Innern ab für An­regung und tatkräftige Förderung, ferner dem Finanzminister und dem Finanzausschuß des Landtages, sowie dem Landtage selbst für die der neuen Einrichtung bereitwilligst gewährte finanzielle Unterstützung. Das Ministerium habe in sorgfälti­ger Arbeit die gesetzlichen Grundlagen für die Aus» bilbung und für die Prüfung der Kursistinnen, sowie für die staatliche Anerkennung ihrer Aus» bildungsreife geschaffen. Der Redner ging sodann kurz auf den Sinn und Zweck der Kurse ein, in denen Assistentinnen herangebildet werden sollen, die über einen bestimmten Standard von Kennt­nissen verfügen, der für ihre zukünftige Tätigkeit Voraussetzung sei. Mehr und mehr mache sich bei der Kompliziertheit der gesamten medizinischen For- schungs. und Untersuchungsmethoden, sei es der chemischen oder der physikalischen, die Notwendigkeit bemerkbar, geschulte Hilfskräfte mit einem sicheren Fundus von fachlichem Wissen zu haben. Der Unter» richt soll in drei Semestern durchgeführt und durch eine halbjährige praktische Tätigkeit ergänzt wer­den; in diesem Rahmen will die Kursleitung die Schülerinnen zu Röntgenassistentinnen oder zu La» boratoriumsassistentinnen heranbilden. Im ersten Semester werden beide Fachgruppen gemeinsam unterrichtet, im zweiten Semester wird getrennt

nach den Erfordernisten des gewählten Gebietes aufgebaut. Das erste Semester gilt gewistermaßen als Probesemester, in dem sich die Eignung der Teilnehmerinnen erweisen muß. Der Assistentin liegt es ob, dem Arzt als Wissenschaftler und For­scher tatkräftig zur Seite zu stehen. Ihr Arbeits­gebiet ist außerordentlich vielseitig, anregend, aber auch in hohem Maße verantwortungsvoll. Die aus­gebildete Assistentin hat die Möglichkeit, im Betriebe einer Klinik, in Krankenhäusern, in privaten La­boratorien, oder bei einem vielbeschäftigten Arzte ihren Wirkungskreis zu finden. Den Abschluß der Kurse soll ein Examen bilden, durch das die ent­sprechende staatliche Anerkennung erworben wird. In seinen weiteren Ausführungen erläuterte der Redner dann noch Einzelheiten des Unterrichtsplans. Hierauf sprach

Ministerialrat Schrohe

als Vertreter des Ministeriums des Innern, Ab­teilung für Gesundheitswesen, und wies auf die Be- deutung und die Art der Arbeit hin, die den Beruf der technischen Assistentin an Medizinischen Instituten kennzeichnen. An Hand einiger Beispiele aus seiner eigenen praktischen Tätigkeit in früheren Jahren totes er eindringlich auf die große Verantwortung hin, die mit dem Beruf einer solchen Assistentin ver­bunden ist, und gab einige Erklärungen über die Arbeit im einzelnen, die von einer Assistentin zu leisten ist. Er sprach aber auch von der hohen ide­ellen Genugtuung, die mit diesem Berufe verbunden sei und die darin liege, daß die Assistentin Wert­volles für die leidende Menschheit zu leisten imstande sei und ersten Anteil habe an den neuen Errungen­schaften auf dem Gebiete der medizinischen For­schung und Wissenschaft. Der Redner betonte, daß man sich bei der Gründung der Schule bewußt von dem Gedanken habe leiten lassen, nur weibliche Kräfte ausbilden zu lassen, aus der Erkenntnis her­aus, daß die weibliche Natur für die Aufgaben, die im Laboratorium erfüllt werden müssen, in erster Linie die Voraussetzungen erfülle. Zum Schluß gab er der Hoffnung Ausdruck, daß die Schülerinnen in diesen Kursen die Erwartungen, die man in sie setzt, auch erfüllen möchten.

Eine eigene Note erhielt die Eröffnung des Kur- ses dadurch, daß die Feier in dem Hörsaal des Phar» makologischen Instituts als einer Stätte ernster Ar- beit stattfand und sichtlich unter diesem Eindruck stand.

Im Anschluß an die Eröffnung wurde mit der theoretischen Arbeit begonnen.

SJixfpott

Ende deswilden^ Professionalismus.

Der vor acht Tauen in Köln gegründeteDeut­sche Professional-Fußballverband" ist inzwi­schen wieder aufgelöst worden. Be­gründet wird die Auflösung des Verbandes damit, daß der Verband, nachdem der DFB. den Be­rufssport in eigene Regie nehmen wolle,seine Mission als erfüllt ansieht. Es blieb den Vätern her Kölner Bewegung allerdings auch kaum ein anderer Weg, nachdem der DFB. die angezogene Erklärung abgegeben hat. Mit dem Ende des Kölner Verbandes ist es auch hoffentlich mit den von verschiedenenGeschäftemachern in süd­deutschen und anderen deutschen Städten unter­nommenen Versuchen zur Bildung von Professio­nal-Mannschaften vorbei. Man wird aber nun gespannt sein dürfen, was der DFB. 4n der allernächsten Zeit tut.

Oie ersten punkte.

Spieloereinigung 1900 gegen Jufjbaüoetein Breidenbach 4:2.

Die Ligamannschast der Spielv:reinigung 1900 konnte am Sonntag im Verbandsspiel gegen den Futzballverein Breidenbach ihren Anhängern sehr gut gefallen. Die Mannschaft fand sich über Er­warten schneU zusammen und vermochte in rascher Folge zu Toren zu kommen. Der Sturm zeigte ein flüssiges Kombinationsspiel, wurde gut unter­stützt von der Läuferreihe, die Verteidigung war auf dem Posten und der Tormann voll aus der Höhe. Demgegenüber führten die Gäste ein sehr zerfahrenes, ungenaues Spiel vor, vermochten sich zu keiner einheitlichen Aktion aufzuraffen; dec Kontakt zwischen den einzelnen Mann- schaftsreihen fehlte völlig, der Tormann spielte reichlich leichtsinnig. Angenehm berührte, daß die Mannschaft, trotzdem sie doch bis Halbzeit vier Tore über sich ergehen lassen muhte, sich des fairsten Spieles bemühte. Der Schiedsrichter Dörr (Grünberg) war dem Spiel ein sicherer Leiter.

Der Spielverlauf: 1900 hatte Anstoß und schuf sofort vor dem Gästetor eine kritische Situation. 3n der sechsten Minute vermochten die Hiesigen nach flüssiger Kombination des 3mun- sturms und ohne daß der Gegner an den Ball kam, das erste Tor vorzulegen. Bereits in der achten Minute fiel durch den Halblinken der zweite Erfolg. Die Gäste wurden dadurch sichtlich aus dem Konzept gebracht imb 1900 beherrschte das Spielfeld einige Zeit souverän. So fiel auch in der 16. Minute abermals nach einer sauberen Leistung des 3nnenfturm8 das dritte Tor. Zwei Minuten später hatte allerdings Brambach Ge­legenheit, einen sehr gut situierten Schuß in bestechender Manier zu halten. 3n der 25. Minute konnten die Hiesigen ein viertes Mal erfolgreich sein, währenddem sich die Gäste etwas aufrafften, ohne daß ihnen jedoch ein verdienter Erfolg be- schieden war.

Die zweite Halbzeit stand im Zeichen eines gleichverteilten Spieles. Die Gäste brachten ver­

schiedentlich das Tor des Platzbesitzers in ernste Gefahr, jedoch erst gegen Mitte der zweiten Halbzeit konnten sie den ersten Treffer für sich buchen, dem bald darauf ein zweiter folgte, wäh­rend sich die 1900er sichtlich im Ruhme des guten Halbzeitergebnisses sonnten und die Angriffe nicht mehr mit dem Elan der ersten Spielhälfte angelegt wurden. Das Ergebnis entspricht dem Spiel­verlauf.

Spiele des VfB.

Der Spielausschuß hatte den verbandsspiel- freien Sonntag der Ligamannschaft dazu ver­wandt, auf verschiedenen Posten der Els neue Kräfte auszuprobieren. Zu diesem Zweck hatte man die Ligaelf des Wetzlarer Sportvereins zu einem Gesellschaftsspiel verpflichtet und betrachtete die Begegnung als ein älebungsspiel. Daraus erklärt sich auch das etwas lustlose Spiel und die schwachen Leistungen der BfB.-Mannschaft. 3m Gegensatz dazu zeigten die Gäste vorbildlichen Kampfgeist. Sportverein Wetzlar gewann das Treffen mit 3:2. Ohne die Riederlage der Ein» heimischen entschuldigen zu wollen, beroinberte doch dreimal die Torlatte einen naheliegenden Erfolg. Von Beginn an merkte man schon, daß die DfB.er nicht mit dem richtigen Ernst bei der Sache waren. 3hre Akttonen waren oft plan- und energielos. Die erste Halbzeit verlies bei wechselnden Angriffen für beide Parteien erfolg­los. Erst kurz vor der Pause gelang es dem Platzbesitzer, in Führung zu gehen. Fünf Minu­ten nach Wiederbeginn konnte Wetzlar gleich­ziehen und kurz darauf ein zweites Mal erfolg­reich fein. Der Gastgeber wurde nun etwas ngressiver und drängte den Gegner für eine zeit- lang in seine Hälfte zurück, der sich den Ausgleich gefallen lassen mußte. Beide Mannschaften kämpften nun auf Sieg, und Wetzlar gelang es, zehn Minuten vor Schluß das Ergebnis auf 3:2 zu stellen. Schiedsrichter Spurk, Butzbach, leitete forrelt.

Die Ligareserve weilte in Ettingshausen, um der ersten Mannschaft des dorttgen Sportvereins ein fälliges Gesellschaftsrückspiel zu liefern. Sie trat die Reise nur mit zehn Wann an und mußte sich nach scharfem Kampf knapp mit 4:5 geschla­gen bekennen. Eine knappe Riederlage bezog die Al-3ugenb. Sie war als Pflichtspielgegner in Butzbach und unterlag mit 1:2.

Die dritte Mannschaft batte sich die erste Steinbachs zu einem Gesellschaftsspiel eingela­den. Die Gäste waren eifrig und schnell und lie­ferten auch im Übrigen ein recht ansprechendes Spiel, mußten sich aber trotzdem den technisch besseren und routinierteren Vf Dem mit 3:5 beugen.

Siegesfeier im VfB.

Die Leichtathletische Abteilung des Vereins für Bewegungsspiele vereinigte ihre Mitglieder und deren Angehörige zu einer Siegesfeier, die den Abschluß der diesjährigen Leichtathletensaison bil­dete. Die Veranstaltung war sehr gut besucht.

Die Hauskapelle eröffnete den Abend mit guter Musik und sorgte für beste Unterhaltung. Der Leiter der Leichtathletenabteilung im VfB., Herr Ragel, begrüßte die Anwesenden und hieß be­sonders die Gäste aus Wetzlar herzlich will­kommen. Er gab in feinen (Ausführungen einen gedrängten Rückblick auf das Erreichte und be­tonte, daß die vergangene Saison der Abteilung einen großen Fortschritt gebracht habe, auf den man mit Recht stolz sein könne. Er dankte zu­gleich allen jenen, die sich in nimmermüder Ar­beit um die gute Sache zur Verfügung gestellt hatten. Der Redner unterzog die einzelnen her­vorragenden Leistungen einer kurzen Betrach- tung und brachte im weiteren Verlauf de« Abends die Diplome, die sich die Teilnehmer des VfB. an den verschiedenen Konkurrenzen erringen konnten, zur Verteilung. Der Abend nahm einen überaus harmonischen Verlauf.

Handball der Sp.-Dg. 1900.

1900 I To. (Barbcnteid) I 3:3.

Das Rückspiel, das der ADT.-Gruppenmeister To. Garbenteich am Sonntag den 1900cm lieferte, brachte den erwartet spannenden und hartnäckigen Kamps. Zunächst lagen die Einheimischen im An­griff, konnten aber nichts Zählbares erreichen. Dann gingen die Gäste zur Offensive über und warfen in kurzen Abständen drei Tore. Als dann sogleich 1900s Rechtsaußen einen Gegentreffer erzielte, änderte sich bis zur Pause nichts mehr. Nach dem Wechsel drehten die 1900er auf, um das Ergebnis günstiger zu gestalten.. Die planvollen Angriffe wur­den zweimal von dem Linksaußen durch schöne Schrägwürfe abgeschlossen. Die Turner setzten aber ihrerseits der 1900er Hintermannschaft stark zu. Das Spiel wurde zwar hart, aber jederzeit fair durchge- führt. Die Entscheidungen des Schiedsrichters konn­ten nicht immer entsprechen.

Die Schüler blieben ohne Spiel, da der VfL. Wetzlar noch in elfter Stunde absagte.

Handball im Gau Hessen (O.T.)

Io. vad-Nauhelm I To. 1846 I 6:4 (3:2).

Nach dem 6:l»Sieg der Einheimischen im Vor­spiel kommt diese Niederlage etwas unerwartet. Sie war auch in keiner Weise verdient. 1846 lieferte ein gutes Spiel, kam jedoch durch einige Entschei­dungen des Schiedsrichters ins Hintertreffen. Bei Halbzeit führte Nauheim 3:2. Kurz nad) der Pause wurde Gießens Mittelläufer herausgestellt. Trotz­dem hielt eine aewisse Ueberlegenheit der 1846er im Feldspiel an. Beim Stande von 5:4 lag der Aus­gleich nahe. Erst als die Platzbesitzer nach einem Durchbruch in den letzten Minuten ein sechstes Tor erzielten, war der Kampf entschieden.

I. u. Spo. Buhbach I Mtv. Gießen I 4:2 (1:2).

Die 1. Mannschaft des Mtv. Gießen weilte als Gast bei der gleichen Mannschaft des Turn- und Sportvereins Butzbach. Wohl war man schon im voraus überzeugt, daß das Resultat nicht so hoch wie im Vorspiel (13:2 für Mtv.) werden würde; daß aber die Mtv.-Mannschaft von dem Tabellen-Letzten eine Niederlage einstecken mußte, lag daran, daß die Gießener den Gegner zu leicht nahmen und mit einer stark geschwächten Mannschaft antraten. Wohl konnten die Mtv. in der ersten Halbzeit stark drücken und mit 2:1 die Führung übernehmen. Nach der Herausstellung eines Gießener Stürmers glichen die Butzbacher aus und erzielten bis zum Schlußpfiff noch zwei weitere Tore.

Io. Bab-Jtaufreim II Io. 1846 II 1:10 (1:5).

Die zweite Mannschaft überfuhr die gleiche der Nauheimer mit 10:1 Toren; die Hintermannschaft der Platzherren war dem Gästesturm gegenüber nicht gewachsen.

Igm. Friedberg II 2Hfo. Gießen II 1:1 (1:0).

Die 2. Mannschaft des Männerturnvereins hielt sich mit nur 10 Mann in Friedberg sehr wacker 1. 3ugcnb I. u. Spo. Vuhbach 1. Jugend ITC tu.

Gießen 2:3 (1:2).

Die 1. Jugendmannschaft hatte die gleiche des Turn- und Sportvereins Butzbach als Gast und konnte bei leichter Ueberlegenheit während des gan­zen Spiels einen 3:2»6ieg erringen.

Europa - Meisterschaften im Gewichtheben.

Mühlberger (Frankfurt) Meister im Federgewicht.

Bei den Europa-Meisterschaften im Gewicht­heben, die in München zum Austrag kommen, konnten am Donnerstag die Meister im Feder-, Leicht- und Halbschwergewicht ermittelt .werden. 3m Federgewicht konnte der Frankfurter Wühlberger mit 280 Kilogramm überraschender­weise den Titel vor dem Münchener Wölperi und dem Franzosen Suvignh erringen. Der österreichische Wellrekordmann Hans Haas wurde wie erwartet Sieger in der Leichtgewichts­klasse mit der guten Leistung von 317,5 Kilo­gramm vor dem Franzosen Duverger und Fein, Wien. 3m Halbschwergewicht blieb der französische Favorit Hostin mit 350 Kilogramm vor Zemann (Oesterreich) und Vogt, Ochtendung, erfolgreich.

Die Europameisterschaften im Gewichtheben wurden am Freitag in München mit den Kämpfen im Mittel- und Schwergewicht beendet. Den zweiten Europatttel für Deutschland nach Mühl­berger errang im Mittelgewicht Olympiasieger Helbig, Plauen, mit der ausgezeichneten Leistung von 337,5 Kilogramm vor Galimberti (3talien). 3m Schwergewicht siegte erwartungsgemäß der Aeghpter Rosseir mit 375 Kilogramm vor Schil- berg, Wien, und Straßberger, München, die es beide auf 370 Kilogramm brachten. 3m Länder­klassement trug Deutschland mit 25 Punkten den Sieg vor Oesterreich (20 Punkte) und Frankreich (12 Punkte) davon.

Abschaffung derRanglisten im Tennis.

Am 1. und 2.Dovember treten in Berlin der Amateur-, Ball-, Ranglisten- sowie der Satzungs- und Regel-Ausschuß des Deutschen Tennis-Bundes zusammen. Das Schreiben einiger Ranglistenspielerinnen wegen Wschaffung der Rangliste wird wohl Gegenstand von Erörterun- gen innerhalb des dafür zuständigen Bundes­vorstandes bilden. Ein Zusammentreten deS Bundesvorstandes ist aber zur Zeit nicht beab- srchttgt. vielmehr ist nur mit einem schriftlichen Gedankenaustausch zu rechnen.