Ausgabe 
28.6.1930
 
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Nr. 149 vierter Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)Samstag, 28. Juni 1930

Wirtschaft.

Wochenbericht

vom Frankfurter Produktenmarli.

Die in letzter Zeit eingetretenen Niederschläge, aus Grund deren doch mit einer günstigen diesjährigen Ernte gerechnet wird, bewirkten wieder größeres Angebot von Jnlandgetreide. Hinzu kam noch die zumeist schwächeren Auslandnotierungen, die bei der starken Zurückhaltung der Händler eine fast völlige Geschäfts st ockung he.rbeiführten. Besonders Weizen lag unter Druck und hatte einen gröberen Verlust hinzunehmen. Dagegen lag Roggen oer- hältnismätzig wenig verändert, obwohl auch hier die Nachfrage bescheiden blieb. Das herauskommende Material wurde von der Stützungskommisflon aus- genommen, und hierdurch erklärt sich der wenig veränderte Preis. Der Bedarf in Brotgetreide ist von selten der Mühlen weiter sehr gering da die Lagerbestände noch ziemlich groß sind. Die Ten­denz dar ausgesprochen schwach. Auf dem stark er­mäßigten Niveau konnte doch zum Wochenschluß einige Abschlüsse getätigt werden. Neue Ernte wird von Tag zu Tag weniger berücksichtigt.

Am Weizenmarkt war, wie schon erwähnt, die Umsatztätigkeit minimal. Am Roggenmarkt ei gab sich, durch die Aufnahme des herauskommen- den Materials durck die Stützungsaktion, nur ein geringfügiger Verlust.

Für Hafer machte sich dagegen etwas mehr Nachfrage bemerkbar, das Angebot Hieb klein, für geringe Qualitäten trat sogar eine leichte Erholung ein. In Gerste war das Geschäft ebenfalls ruhig, Ware kam aber auch kaum an den Markt, so daß in dieser Woche die Notierung ausgesetzt wurde.

Das M e h l g e s ch ä f t war weiterbin schleppend. Die Mühlenkonvention hat eine Preissenkung vorge­nommen. Weizenmehl gab stark im Preise nach, während Roggenmehl gut behauptet blieb.

Am Futtermittelmarkt war Roggen, riete etwas gefragter und im Preise leicht er­höht.

Im Vergleich mit den Preisen der vergangenen Woche büßten Weizen 11,50, Roggen 3,50, Weizen­mehl je 1,25 Mark ein, während Hafer zum Teil leicht gebessert lag.

Die Woche schloß zu folgenden Notierungen: Wei­zen 307,50, Roggen 165, Hafer, inländ., 165, Wei­zenmehl, südd., 43,50 bis 44,25, Weizenmehl, nie- derrg., 43,25 bis 44, Roggenmehl 24,50 bis 25,50, Weizcnkleie 6,75, Roggenkleie 6,75.

Wochenbericht

vom Frankfurter Effektenmarkt.

Die neue Woche eröffnete in etwas freundlicherer Stimmung: die Diskontsenkung der Fe­deral Reserve Bank in Neuyork und die Ermäßigung des Reich sbankdiskont- s a tz e s auf 4 Prozent stimulierten. Doch konnte das Geschäft keine Belebung erfahren, da auf der an- deren Seite die innerpolitischen Schwierigkeiten, die durch den Rücktritt Moldenhauers ver­ursacht wurden, stark auf den Geschäftsumfang drückten. Hinzu kam noch ein erneuter Rursein- brud) an der Ncuyorker Börse, so daß auch hier­von ausgehend die Börse ungünstig beeinflußt wurde. Die Tendenz neigte zur Schwäche, und es eraaben sich in den schweren Werten teilweise ganz erhebliche Kursobschwächungen. Die übrigen internationalen Börsen, die eher eine Besserung auf- wiesen, blieben ganz ohne Einfluß. Aufträge waren in der ganzen Zeit kaum eingetroffen. Das Ausland schritt durch die verschlechterte Lage zu Abgaben, und bei der herrschenden Aufnahmeunlust kam das Geschäft, wobei das herauskommende Material oft­mals kaum untergebracht werden konnte, fast völlig zum Stillstand. Nachdem im Laufe der Woche immer noch keine Entscheidung über die Besetzung des Finanzministeriums getroffen worden war, Höpker-Aschoff hatte abgelehnt verschlech­terte sich die Situation weiter. Es herrschte in der innerpolitischen Angelegenheit ein kaum mehr zu Überbietender Pessimismus. Auch die Ver- schlschterung der Wirtschaftslage in Amerika und die immer noch ungünstige Arbeitsmarkt­lage in Deutschland ließen keine Besserung zu. Aus der anderen Seite waren aber einige günstige Mo­mente vorhanden, die sich aber nicht oder weniy- ftens nur geringfügig auswirken konnten, da die nachteiligen Nachrichten zu stark überwogen. Die aktive Handelsbilanz, der sehr g ü n st i g c

Dietrichs Deckungsprogramm.

Berlin, 28. Juni. (IDIB. Funkspruch.) 3m Neichsrat führte Reichsfinanzminister Dietrich u. a. aus: Zur Deckung des Fehlbetrages ist einmal vorgesehen di e Reichshilse der Personen des Sfsentlichen Dienste». Darunter sind verstanden die Beamten nicht nur de» Reiche», der Länder und Gemeinden, sondern auch der öffentlich-rechtlichen Körperschaften. Ferner die Dauerange st eilten der öffentlich- rechtlichen Körperschaften, die Pensionäre, aber nicht die Witwen und Waisen. L» ist eine Frei­grenze gesetzt von 2000 Mark Jahreseinkommen, auch die Kinderzulagen (240 Mark) sind srcigemacht. Bei den Dauerange st eilten de» Reichs und der öffentlichen Organisationen beginnt die Zah­lungsverpflichtung erst bei 3 6 0 0 Mark, weil diese AngesleUien der Arbeitslosenversicherung unter­liegen. Die höhe der Reichshilse Ist auf 2,5 v. h. der Bezüge festgelegt, vom 1. August 1930 bis jum 31. März 1931 soll diese Reichshilfe einen (Er­

trag erbringen von 135 Millionen Reichsmark. Der 5 - o. h.- Zuschlag zur Einkommen st euer von allen Einkommen über 8000 Mark soll 58 Mil­lionen Reichsmark, der Zuschlag für die Le­digen bedeutet den Wegfall der 25-u. h.-Ermäßi­gung bei Einkommen bl» zu 2640 Mark und bei den darüber hinau»gehenden Einkommen den Weg­fall der Ermäßigung von 36 Reichsmark und einen Zuschlag von 10 o. h. Da» soll 110 Millionen Mark erbringen, von den in»gefaml 168 Millionen ent­fallen auf die Länder 5,5, auf da» Reich 162,5 Millionen. Au» der verkürzungder Sleuer- fristen für bie Zigarettenbanderolen und Verlängerung der Kontingentie­rung der Zigarettenfabriken erwartet man 48. au» Etatsersparnissen für 1929 35, für 1930 100 Millionen Reichsmark. 3n»gefamt ergeben sich 480,5 Millionen für da» Reich und 5,5 Millionen für die Länder.

Reichsbankausweis, die verschiedenartigen Versuche, eine Wirtschaftsankurbelung in die Wege 3U leiden und die beabsichtigte Verteilung größerer Aufträge der R e i ch s p o st, die den Zweck haben sollen, der geplanten Wirtschaftsankurbelung die Wege zu ebnen, um somit eine Verringerung der Arbeitslosigkeit herbeizuführen, wurden kaum beachtet. Vorübergehend konnte sich jedoch die Ten­denz wieder etwas bessern. Das erholte Amerika und Jnterventionskäufe von feiten der Banken gaben doch wieder eine Zuversicht, so daß die Kulisse in Spezialaktien zu Deckungen schritt, zumal von dieser Seite doch für den Ultimoausgleich noch Be­darf bestand. Es traten wieder kleinere Kursbesse­rungen ein, so daß bei einigen Werten fast ein Ausgleich hergestellt werden konnte. Aber das Ge­schäft erfuhr im großen und ganzen keine nennens- roe/tc Belebung, da die innerpolitische Krise im Hintergrund blieb. Die Kurse wurden aber auf dem wieder erholten Niveau künstlich hochgehalten, um die diesmaligen Ultimodifstzrenzen, die sowieso ein erschreckende- Ausmaß angenommen haben dürften, etwas zu verkleinern, so bafj_ die Liqui­dation noch einigermaßen erträglich überwunden werden kann. Gegen Ende der Woche war die Stimmung erneut zuversichtlicher: es ergaben sich weiter kleine Kurserhöhungen: aber Auftrage fehlten nach wie vor. Innerpolitisch war doch eine Beruhigung durch die Einigung im Reichskabinett und der so gut wie ge­sicherten Annahme des Reichsfinanzrnini- st e r i u m s durch Dietrich eingetreten. Die Kulisse schritt vereinzelt weiter zu Deckungen. Der Ultimo darf als überwunden gelten. Doch kam später wieder etwas Material an den Markt, so daß vereinzelt geringfügige Abschläge ein­traten. Die Auslandverkäufe, hauptsächlich von Schweizer Seite, haben aufgehört. Einen größeren Verlust Patten gegenüber der vergangenen Woche immer noch aufzuweisen: Dem berg, Dt. Li­noleum, Schuckert, Siemens und Ilse Bergbau, die bis zu 12 Prozent eingebüht hatten. Reichsbank, die zeitweise stark unter Druck standen, verloren 3 Prozent.

Wochenbericht

vom Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Am Frankfurter Schlachtviehmarkt war das Ge­schäft in dieser Woche in allen Viehgattungen ruhig und ging schleppend vonstatten. Im allgemeinen ver­blieb auch, da der Auftrieb auf allen Gebieten teil­weise erheblich höher und die Nachfrage infolae der Sommerzeit sehr gering war, Ueberstand. An den meisten Märkten ergaben sich durch die Ver­ringerung der Nachfrage recht empfindliche Preis- verluste. Besonders der Rindermarkt ließ viel zu wünschen übrig. In Kälbern war der Preisverlust dem des Rindermarktes voll angepaßt, doch konnte der Markt wenigstens geräumt wer­den. Schweine, die in der vergangenen Woche schon einen größeren Verlust aufzuweisen hatten, blieben diesmal ziemlich gut behauptet, aber auch hier war das Geschäft sehr gering: es verblieb Ueber­stand. F e t t s ch w e i n e konnten kaum unterge- bracht werden. In Schafen war die Beschickung kaum verändert, doch wurde seit längerer Zeit, we­nigstens für eine Sorte, am Nebenmarkt eine amt- liche Notiz festgestellt. Der G e s a m t a u s t r i e b

bestand aus 1538 Rindern, darunter befanden sich aus Oesterreich 9 Stück Vieh, 375 Ochsen, 140 Bul­len, 526 Kühen und 380 Färsen: ferner waren dem Markte 1585 Kälber, 79 Schafe und 5832 Schweine zugetrieben. Verglichen mit dem Auftrieb der ver­gangenen Woche standen 111 Rinder, 203 Kälber, 1 Schaf und 754 Schweine mehr zum Verkauf. Be­zahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht: Ochsen al 56 bis 59, all 52 bis 55, bl 47 bis 51; Bullen a 52 bis 56, b 48 bis 51; Kühe a 46 bis 50,

b 42 bis 45, c 36 bis 41, d 30 bis 35; Färsen

a 58 bis 61, b 54 bis 57, c 50 bis 53; Kälber

b 74 bis 78, c 69 bis 73, d 60 bis 68; Schase

al 48 bis 53; Schweine b 59 bis 62, c 63 bis 65, d 63 bis 66, e 62 bis 64 Mark. Im Vergleich mit den Notierungen der vergangenen Woche waren Ochsen bis zu 3 Mark, Bullen und Kühe bis je 4 Mark und Färsen um 2 Mark billiger. Kälber gaben 3 bis 4 Mark nach, während Schweine im Preise durchweg behauptet blieben.

* Die Preußische Landespfandbries- a ii ft a 11 in Berlin, die satzungsgemäß Darlehen zur Herstellung und Erhaltung von Klein- und Mittel­wohnungen gewährt, hat sich im Hinblick auf die Notwendigkeit der Zinssenkung für den Realkredit dazu entschlossen, zum 7prozentigen Pfandbrief über­zugehen und damit zu einer Verbilligung der Bau- kosten beizutragen. In einer Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil weist die Anstalt darauf hin, daß sie in der Zeit vom 3. Juli bis 23. Juli 1930 eine neue Pfandbriefreihe XXI mit 7prozentiger Ver­zinsung zur öffentlichen Zeichnung auflegt. Ange­boten werden zunächst 10 Millionen Goldmark dieser Reihe zum Vorzugskurs von 95 v. H. Die Einfüh- rung der Pfandbriefe an den Börsen zu Berlin, Frankfurt a. M., Köln, Düsseldorf und Essen ist mit 95,5 v. H. in Aussicht genommen. Die Gesamtkün- digung der Reihe XXI ist bis zum 1. Oktober 1935 ausgeschlossen. Die Stücke sind lieferbar in Ab­schnitten zu 100, 200, 500, 1000 und 5000 Goldmark. Alle durch den Verkauf dieser Pfandbriefe auffom- menden Betröge werden ausschließlich dem Woh­nungsbau zugeführt.

Kapitalhcrabsehung der Prcu - ß a g. Wie der Amtl. Preuh. Pressedienst mit­teilt, wurde in der letzten Aufsichtsratssihung der Preußischen Bergwerks- und Hütten AG. beschlossen, der einzuberusenden Generalversamm­lung aus Anlaß des Vienenburger Schacht­unglücks und der erfolgten Stillegungen eine ent­sprechende Bereinigung der Bilanz vorzuschlagen. Es ist eine Herabsetzung des Aktienkapitals von 140 Mill. Mk. um 30 Mill, auf 110 Mill. Mk. in Aussicht genommen.

Franksche Eisenwerke, Akt. - Ges., Adolfshütte bei Dillenburg. Die Ge­neralversammlung beschloß gemäß dem Vorschlag des Aufsichtsrats, aus dem Reingewinn von 291 922 (286 479) Mark eine Dividende von 6 (7) v. H. zu verteilen. Wegen der unübersicht­lichen allgemeinen Wirtschaftsverhältnisse wurde beschlossen, einen größeren Betrag als bisher auf neue Rechnung vorzutragen, nämlich 52 000 (im Vorjahre 6480) Mark. Die satzungsgemäß ausscheidenden Aussichtsratsmitglieder wurden wiedergewählt.

frankfurter Börse.

F r a n k f u r t a. M.. 28. Juni. Tendenz: freundlich. An der Wochenschluhbörse war die Stimmung an­fangs gedrückt, doch kam nach dem Bekanntwerden des neuen Finanzprogramms eine freund­lichere Stimmung zum Durchbruch, woraus man schließen kann, daß in Börsenkreisen die Deckung». Vorlagen gutgeheißen werden. Das Geschäft war aber nur auf Spezialwerte beschrankt, da der Ordereingang immer noch sehr gering blieb. Aber die Kulisse beteiligte sich lebhafter am Geschäft, und in einzelnen Werten war. in Erwartung einer bal­digen innerpolitischen Beruhigung und der damit eng zusammenhängenden Besserung der deutschen Wirtschaft, die Nachfrage von dieser Seite recht leb­haft. Die Auslandbörsen lagen zumeist ebenfalls fester (nur Neuyork war zum Schluß abgeschwächt) und machten einen etwas günstigeren Eindruck. Die ersten Kurse lagen gegenüber der gestrigen Abend- börse aber nur wenig erholt. Die gebesserte Tendenz kam erst in der späteren Kursgestaltung zum Aus­druck. Am Ehemiemarkt waren IG- Far­be n 1 v. H. fester. Der Elektromarkt lag eben­falls bis zu 1 v. H. höher. Z e 11 st o s s W a l d h o f, die an der gestrigen Abendbörse wieder gut erholt lagen, mußten ihren gestrigen Gewinn von etwa 3 v. H. wieder vollkommen bergeben. Auch am Montanmarkt war die Umsatztätigkeit ziemlich eng begrenzt. Nur Buderus traten mit plus 2 v. H. etwas mehr in Erscheinung. Banken lagen zumeist behauptet Vereinzelt auch um Bruchteile eines Prozents gebessert. K u n st s e i d e n a k t i e n waren gehalten. Am Rentenmarkt waren deutsche Anleihen anziehend, aber ohne nennenswerte» Geschäft. Im Verlaufe wurde das Geschäft sehr still. Nur für vereinzelte Spezia Iwerte erhielt sich Nachfrage. Gegen Anfang lagen die Kurse durchweg 3 v H. fester. Führend waren I.-G.- F a r b e n , A E G, Schuckert und Siemens. Aber auch ZellstoffWaldhof konnten sich um etwa 2 v. H. bessern. Am variablen Markt bestand für Jung- Hans, plus 3,5 v. H, lebhafteres Interesse. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4,5 v. H. weiter etwas versteift. Am Devisenmarkt waren De­visen gegen Reichsmark fest. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1980, gegen Pfund 20,4050, gegen Paris 123,73, London gegen Kabel 4,8606, gegen Mailand 92,76, gegen Madrid 43,75 (etwas schwa- djer), gegen Schweiz 25,0740, gegen Holland 12,0913.

Berliner Börse.

Berlin, 28. Juni. Nachdem der letzte Vormit- tagsvcrkchr der neuen Woche sehr still und ohne ausgesprochene Tendenz gelegen hatte, kam zu Be­ginn des offiziellen Verkehrs eine freundlichere Stimmung zum Durchbruch. Das Geschäft hatte an Umfang zwar nicht wesentlich zugenommen, doch stellte man mit Befriedigung fest, daß so gut wie gar keine Verkaufsorders zur Ausführung gelangten. Der Vorlage der bereits fertiggestellten Finanz- g e s e tz e, die in der heutigen Reichsratssitzung er­folgen soll, sicht man mit Spannung entgegen. Die günstige Entwicklung bei der R e i ch s p o st, von der 200 Millionen zur Arbeitsbeschasfung zur Verfügung gestellt werden, wurde als Zeichen einer beginnen­den Gesundung der Wirtschaft angesehen. Der ©er­lauf der Generalversammlung der D e s s a u e r G a s AG. wurde interessiert verfolgt. Demgegenüber traten Momente wie der schwache Schluß der gestrigen Neu- yorker Börse und die bevorstehende Kapitalreduk­tion um 30 Millionen auf 110 Millionen bei der Preussag etwas in den Hintergrund Die Ver» Linderungen gegenüber der gestrigen Abendbörse waren nur gering; überwiegend beobachtete man je­doch kleine Besserungen. Nur Schultheis, Sa- rotti und Tietz waren mit 2- bis 2,5 v. H.-Ge- roinnen etwas stärker erhöht. Teilweise bemerkte man auch Rückgänge bis zirka 1 v H Deutsche Eisenhandel büßten 2 v.H. ein Rheinisch- WestfälischeSprengstoff notierten exklusive Dividende. Anleihen waren unverändert. Aus­länder eher etwas schwächer. Für Mexikaner verstimmten die Ausführungen des mexikanischen Finanzministers D e D c a aus der Neuyorker Ban­kierstagung. Der Pfandbriefmarkt war un­entwickelt. Der Geldmarkt war weiter versteift. Tagcsgeld 4 bis 6,5 o. H., Monatsgeld 4,5 bis 5,75 d. H, Geld über Ultimo 4,5 bis 6,5 v. H, Waren­wechsel etwa 3,90 v. H. Im Verlause wurde es freund, licher, was wohl mit verspätetem Ordereingang zu­sammenhing. Bei lebhafterem Geschäft zogen die Kurse etwa 1 bis 2 v. H. an. Führende Werte wie Siemens, Farben, Spritroertc und P o - 1 yphon zogen 3 bis 5 v. H. an, nachdem sie heute früh schwächer eingesetzt hatten. Die Tendenz konnte als fester bezeichnet werden.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 4 v. H, Lombardzinsfuß 5 v. H.

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C&trfrilrn Provinz - Anleihe mV

AuSlos.-Rechten......

57

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132,5

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Paris. . . - Schwei; . .

Spanten.

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5,2

5,3

Ille Bergbau - -

.....................'

242

241,5

97.25

93.25

94

66,65

97,25

93

94,5

.^rankkurier Maschwen .

. . (

25

25,5

1 -

7,416

7,430

7,416

7,430

3,043 18,86 81,66 1,789 5,435 4,198 3,614 20,93

4% Ungarische Lronenrentr . . . 4% Türkische Zollanlcihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anl.

2

_

1,95

97

31,75

Bndaprst -

73,33

73,47

3,043

18,84

81,66

73,35 3.037

18,82 81,50 1,784 5,425 4,190 3,606

20,89

5,25

_

.....................'

94

94,13

Pnlcariea

3,037

Mannesmann-Röbren ;

-Ransfelder Bergbau .....<

Iunghanr.......

Lechwerle.......

öatnhafwede Höchst a.

... 6

... 8

35,5

97

39

36,25

Lissabon - Tanrig... jRonfuntm. Ltben- .

18,80 81,50

4% dergl. Serie n.......

5% Rumänische vereinh. Rente

von 1 <K)9..........

Oberschles. Eilenbedarf . . . . ö

Oberschlel. Sokrwerie. . . . :J

101,75

87

216

108,75

102,25

87,25

215

109

$L. - 8

. . 10

112,75

112,5

1.785

5,425

1,789

5,435

4,199

3,614

20,925

_

_

9,4

Phönix Bergbau......Oft

Rheinische Braunkohlen . . W

tziebr. Roeder.....

. . 10

105

Canada -

4,191

4%% Rumänische vereinh. Rente von 1913 ..........

216

... 9

150

150

Um anal).

3,606

16,32

16,2

Rheiuftahl......- - «

Lübdeursche Suda . V. . 10

156,5

155,5

Tatro . -

20,885

|% «vutLnischr vereinh. Role .

7,15

M

RitbedäRsntai , «jL»k» **