Ausgabe 
28.5.1930
 
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läge und die Gründe dieses ungünstigen Zustandes. Trotzdem seien die Geschäftsergebnisse der im Ver­bände zusammengeschlossenen 27 Kreditgenossen­schaften durchaus erfreulich. Nach der vorliegenden Statistik hat sich deren Umsatz von 1020,6 Millionen Mark in 1928 auf 1069,8 im Jahre 1929 gehoben; das eigene Vermögen ist von 7,6 auf 8,9 Millionen Mark angewachsen, die Einlage fremder Gelder von 38,4 auf 42,8 Millionen Mark. Die offenen Reserven betrugen statt 4,7 v. H. in 1928 im abgelaufenen Jahre 1929 = 4,9 v. H. der Gesamtbetriebsmittel, die flüssigen Mittel 32 v. H. der gesamten fremden Verbindlichkeiten und 77,8 v. H. der täglich fälligen Verbindlichkeiten (Spareinlagen). Der Brutto­gewinn stieg von 2,5 auf 2,8 Millionen Mark, und die Unkosten den Zeitverhältnissen entsprechend von 0,154 d. S). auf 0,168 des Gesamtumsatzes. Die Durchschnittsdioidende betrug 9,7 o. H. Die Kredite in laufender Rechnung beliefen sich auf 33,6 Mill. Mark, die Wechselkredrte auf 10,2 Millionen Mark. Die Zahl der Spareinleger hat sich von 36 039 auf 40 039 erhöht. Der Berichterstatter wies darauf hin, daß die Genossenschaften aus die Sicherheit fremder Gelder größtes Gewicht zu legen hätten und daß von der Gewährung zu hoher Kredite Abstand zu nehmen sei. Die Liquidität einer Genossenschaft gehe ihrer Rentabilität vor. Noch mehr als bisher muffe sich der Einzelhandel und das Handwerk den Ge­nossenschaften anschließen, in denen alle Stände und Berufskreise bereits vertreten feien. Die Grün­dung der oben erwähnten Stützungsgemein, schäft gewähre den Spareinlagen einen besonde­ren Schutz; sie soll das Vertrauen des Publikums zu den Genossenschaften besonders erhöhen. Das Ziel fei die Schaffung einer Einheitsbank.

An Stelle des durch Krankheit verhinderten Deut- schon Genossenschaftsanwaltes Prof. Dr. Philipp £tein (Berlin) sprach Dr. Lang (Berlin), Mit­glied der Anwaltschaft des Deutschen Genossenschafts­verbandes, über:

Die Sicherung der Mitglieder und Gläubiger der Genossenschaft durch Revision des Aufsichts- rats und Verbandes.

Er behandelte dabei die Rechtsbefugnisse von Vor­stand und Aufsichtsrat und ihr Verhältnis nach in­nen und außen, sowie die vom Deutschen Genossen- schastsverlage herausgegebene Geschäftsanweisung. Der Vortragende beschäftigte sich weiter mit höchst- richterlichen Entscheidungen über die zivil- und straf­richterliche Haftung von Vorstand und Aufsichtsrat.

Bankdirektor Dr. Bredenbreuker (Frank­furt o. M., Dresdner Bank) besprach in ausführ­licher Weise

Die wichtigsten Bestimmungen des Depot- gesehes".

Jede Genossenschaftsbank müsse über bankmäßig vorgebildete Beamte, die notwendigen Einrichtungen und die Kenntnis der gesetzlichen Bestimmungen verfügen, sofern sie sich mit Wertpapiergeschästen befasse.

Direktor Burk (Berlin) besprach Organisa - tionsfragen unter besonderer Berücksichtigung der Verwendung von Maschinen zwecks Senkung der Unkosten.

Aus Oberhessen nahmen an der Tagung Vertreter aus Alsfeld, Bad-Nauheim, Büdingen, Butzbach, Friedberg, Grünberg und Gießen (Handels- und Gewerbebank) teil.

Tumen, Sport und Spiel.

Bataillons-Sportiest.

Vorschau auf die Wettkämpfe.

Die Gießener Handballelf (Stadt- mannschaft), die im Rahmen der Bataillons- Wettkämpfe am morgigen Himmelfahrtstag (auf dem B. f. D.-Sportplatz ab 15,30 Uhr) gegen eine Handballmannschaft des Ba­taillons aufgesteUt ist. setzt sich aus Spielern aller Vereine zusammen. Ihr steht eine kombi- nierte Batls.-Mannschaft gegenüber, deren Spie­ler in letzter Zeit wiederholt Proben ihres Kön­nens abgelegt haben und durch zahlreiche Spiele Dallerfahrung sammeln konnten. Das Spiel schiedsrichtert Verbandshandballobmann Ientzsch.

In den übrigen Wettbewerben finden wir neben einer Anzahl auswärtiger, durch ihre Leistungen bekannter Gäste die in den Wettkämpfen der D. T. und D. S. B. vielgenannten Leichtathleten des Bataillons. Sie konnten am Mittwoch voriger Woche im Mannschaftskampf gegen Spielver­einigung 1900 und Universität. V. f. B. und Mtv. einen guten 2. Platz in der Gesamtplacierung belegen.

Die 100 Meter, sowie die 4x100- Meter-Stafette sollte ganz eine Qlnge- legenheit der 1. Kompanie werden, die mit W e i - .gand. Behren und Salz gut vertreten ist. Der frühere Divisions- und Württembergische ;; Meister Hägen sollte trotzdem knapp vor Wei­gand das Zielband zerreißen.

Im 1500-Meter-La uf werden zunächst die hessischen Grenadiere unter sich sein, um den Aufstieg in die Rennmannschaft zu erkämpfen, während im Anschluß daran wohl das inter­essanteste Rennen über die verkürzte Meile in hervorragender Besetzung gelaufen wird. Der Thüringische Meister Stuckard (Weimar), der im Vorjahr bei der Deutschen Heeresmeister- schaft 4.09 lief, wird wohl das_ Tempo angeben. Es sind weiter im Rennen Schütze Reih (Mar­burg), Iäger Brehm (Kassel), Gefr. M e tz n e r (Meiningen), und Oberschütze Forster (Stutt­gart). Dom Bataillon starten Büttner und Z i e r e s.

Die lange Strecke wird in Form eines Mannschaftslaufes mit vier Teilnehmern und Wertung des 4. gelaufen. 2. und 4. Kompanie liegen hier aussichtsreich im Rennen, wenn die 1. nicht mit einem neuen Mann überrascht. Die Zeit sollte für einen Mannschaftskampf, der einer besonderen taktischen Ueberlegung bedarf, gut werden, da alle Teilnehmer durch ein planmäßiges Waldlauf training gegangen sind.

Die Sensation des Tages dürfte neben einer kriegsmäßig gelaufenen Rachrichten st affel mit Meldehund, Blinktrupp und Fernsprecher dieGroße Staffel" werden, an der alle vier Kompanien mit je 30 Mann teilnehmen. Hier gilt es den Stab über 1000 Meter zu einem Radfahrer zu bringen, der nach einem Spurt über vier Runden zwei S.-M.-G.-Schühen mit Gerät über Hindernisse schickt, die sich ihrerseits wieder nach Beseitigung einer Hemmung am M.-G. von einer feldmähigen S.-M.°G.-Bedienung ab­lösen lassen. Die Staffel setzt sich nun über Hin­dernisse auf verschiedenen langen Strecken im Sportanzug oder felümäßig fort, und wenn nicht allzu komplizierte Hemmungen unterwegs schon eine Mannschaft ins Hintertreffen bringt, sollten unter Llmständen die kameradschaftlichen Ermun­terungen den Sieg entscheiden.

In den Sprüngen finden wir abgesehen vom Weitsprung, der feldmätzig Lurchgeführt wird bekannte Ramen, wie Steines, Ia - k o b. D e h r e n, zu denen sich von Süddeutschland Singer (£Um), aus Marburg Götsch, aus Meiningen 4S ü n h e l hinzugesellen. Im Hoch­sprung kann 1,70 Meter, im Stabhochsprung 3,30 Meter übersprungen werden, wobei die nicht sehr günstigen Sprunganlagen des V. f. B.-Platzes be­rücksichtigt werden müssen.

3m Kugelstoßen kann Mohl zeigen, daß sein HirschfeldÄraining von Wilnsdorf ihn an die 14 Meter gebracht hat, wenn die auswärtige Konkurrenz .vorlegt". Im Diskuswerfen wird der erste Platz nicht unter 37 Meter zu belegen fein, da das Bataillon allein drei Anwärter über und um diese Leistung hat. Als feldm. Wett­bewerb unter den Würfen darf Handgranaten­werfen auf einem Truppensportfest nicht fehlen,

eine herrliche volkstümliche Hebung, die das teure Speerwerfen besonders in kleinen Ver­einen vollauf ersetzen könnte. 60 Meter sind in Llnisorm schon eine beachtliche Leistung.

Das Iagdspringen als Abschluß des Festes bringt die Maschinen-Gewehr-Kompanie auf den Plan.Amazone",Edelmann" und Attila" werden hier getippt. Da nach den Feh­lern aber auch die Zeit entscheidet, sollte St. Georg auf dem großen Parcours ebenso gut einem anderen seiner vierbeinigen Schützlinge hold sein.

Das Patrouillenspringen mit je vier Reitern schließt die Sportwettbewerbr ab, nach denen die Sieger aller Wettbewerbe ihren Preis aus den Händen des Kommandeurs in Empfang nehmen werden.

D. f. B.

Das Samstagabendspiel gegen D. f.R. 1900 Offenbach konnte die Ligamannschaft nur mit dem knappsten aller Resultate, aber ver­dient gewinnen. Im großen und ganzen konnte das Spiel nicht erwärmen, da die von beiden Mannschaften gezeigten Leistungen recht mäßig waren. Besonders enttäuschten die Gäste, von denen man sich etwas mehr versprochen hatte. Was die DfB.-Elf bot, ließ ebenfalls viele Wünsche offen. Während ihr Zuspiel meist sehr schlecht war, oft sogar der Ball dem gegnerischen Spieler vor die Füße gespielt wurde, sah man nachher wieder einmal geradezu glänzende Kom- binationszüge. in deren Verlauf der Gegner nicht an den Ball kam. ein Beweis, daß die Mannschaft in der Lage ist. ein ansprechendes Spiel vorzuführen, wenn sie den ernsten Willen dazu hat. Dieser schien aber etwas zu fehlen, sonst hätte wenigstens das Tempo ein flotteres sein müssen, das mit Ausnahme von zwanzig Minuten der zweiten Halbzeit geradezu schleppend war. Vom Spielverlauf ist nicht viel zu sagen. In der ersten Halbzeit war keine Partei wesent­lich im Vorteil. Beide hatten wohl einige Tor­chancen, von denen VfB. eine zum einzigen und damit zum Siegestreffen verwertete. Rach dem Wechsel beiderseits wieder temperamentloses Spiel, bis etwa nach einer Viertelstunde die Platzmannschaft das Tempo plötzlich verschärfte und etwas mehr Leben in die Spielhandlungen brachte. Offenbach lieh sich aber nicht überrum­peln und verteidigte geschickt. Dabei stand ihm das Glück insofern zur Seite, als die VfB.- 6 türm er nur ungenau schossen. Auch VfR. 1900 brachte verschiedentlich das Gießener Tor in Gefahr. Cs blieb aber beim 1:0 für VfB.

Am Sonntag war die Ligamannschaft Gegner des D. f.A. 07Olympia" auf dor­tigem Platz und mußte eine 1:5-Riederlage hin» nehmen. Die Platzmannschaft zeigte eine aus­gefeilte Technik und war Gießen auch im Zuspiel überlegen; nicht zuletzt war sie auch ein gutes Teil schneller. Trotzdem ist das Resultat dem Spielverlauf nach etwas hoch ausgefallen, ein 2:4 hätte ihm wohl eher entsprochen. Auch hier hätte der Sturm Gießens bei etwas mehr Durch­schlagskraft und Schußsicherheit von den sich ihm bietenden Torgelegenheiten mindestens noch eine verwerten müssen, anderseits hätte auch die Verteidigung ein Tor verhüten müssen. Die Leistungen im Feldspiel waren nicht so verschieden wie das Resultat es vermuten läßt. VfB. zeigte diesmal bedeutend mehr Eifer, als am Vortag und begann mit einem vielversprechenden Elan. Auch rein spielerisch konnte man mit ihm zufrieden sein. Es gelang ihm sogar, in Führung zu gehen. Bis zur Halbzeit war das Spiel völlig verteilt,Olympia verstand sich aber besser aufs Toreschiehen und führte bet der Pause mit 2:1. In der zweiten Spielhälfte zeigten sich bei der VfB.-Mannschaft Ermüdungserscheinungen, die sie zeitweise abfallen ließen.Olympia wurde überlegen und konnte bis zum Schluß noch drei Erfolge hinzufügen, denen VfB. trotz eifriger Bemühung nichts entgegenzusetzen vermochte.

Die Ligareserve konnte die im Vorspiel erlittene Riederlage in derselben Tordifferenz wieder wettmachen, indem sie Cappels erste Mannschaft mit 3:2 schlug. Beide Mann- schäften enttäuschten. Was DsB. in punkto Ball­behandlung und Zuspiel besser war, glich Cappel durch vermehrten Eifer einigermaßen wieder aus, ging aber dabei oft über die Grenze des Er­

laubten; zwei seiner Spieler wurden deshalb des Feldes verwiesen, ebenso ein Spieler der Platzmannschaft. Das Ergebnis entspricht dem Spielverlauf und wohl auch dem tatsächlichen Stärkeverhältnis beider Parteien.

Auch der dritten Mannschaft gelang es, mit umgekehrtem Resultat die Scharte vom Vor­spiel wieder auszuwehen. Mit 3:2 blieb sie über die Zweite C appels Sieger. Wenn auch hier nicht allzuviel besondere Leistungen gezeigt wurden, so stand das Spiel doch auf einer anderen Stufe. Der Sieg der VfB.er war verdient.

Rächt» mehreren Riederlagen ein Bombensieg der A. - H. - E l f. Sie überfuhr eine aus Aktiven und Alten Herren kombinierte Mann­schaft Grünbergs mit 12:1. Trotz bewun­dernswertem Eifer tarnen die Gäste gegen die routinierten VfB.er nicht auf, die mühelos ge­wannen.

Eine aus erste und zweite Iugendmannschaft kombinierte Elf konnte gegen L i ch s erste Iugend auf dortigem Platz nur einen 3:2» Sieg erringen.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

pofalenbfpiel in Wetzlar.

ö. Durch einen 3: 0-Sieg über den Sportverein Herborn hatte sich der Iubilar, Wetzlarer Sport­verein, für das Endspiel gegen 1900 Gießen qualifiziert, das am Samstagnachmittag statt­fand. Der bis zum Spielbeginn ständig nieder­gehende Regen hatte das Spielfeld in sehr schlech­ten Zustand gebracht, wodurch naturgemäß die das technisch bessere Spiel pflegende Gießener Mannfchaft außerordentlich litt, während die Schlag- und Laufspiel treibenden Platzbesiher weniger beeinträchtigt waren. Bei 1900 fehlte Henr ich. Schon gleich nach Beginn erhielt Gießen einen Elfmeter zugesprochen, den der sonst sichere Schütze Adelberger an den Pfosten schoß. Wetzlar kam durch riesigen Eifer mächtig auf, zu Erfolgen langte es aber nicht, obwohl sich der Gießener Mittelläufer zunächst auf dem glatten Boden nicht zurechtfand. Torlos wurden die Seiten gewechselt. Auch nach der Pause hin- und herwogender Kampf. Die Gie­ßener gingen 15 Minuten vor Schluß durch Adelberger in Führung. Wetzlar glich aber einige Minuten später aus. Eine Verlängerung von zweimal 10 Minuten wurde Nötig. Direkt nach Wiederanstoß ging Wetzlar erneut in Führung. Dann Seitenwechsel, Anstoß und schon hatte 1900 erneut ausgeglichen. Drei Minuten vor Schluß fiel die Entscheidung. Der Wetzlarer Halbrechte | erzielte aus einer weiten Vorlage mit der Hand den Siegestreffer. Er bestritt zwar dem Schieds­richter gegenüber das Handspiel, gab es alber |

nach dem Spiel zu. Die letzten Minuten machte 1900 verzweifelte Anstrengungen, aber ohne Er­folg, und muhte sich somit 3:2 geschlagen be­kennen. Bei den Blauweihen versagte der. An­griff, auch die Verteidigung war schwach. Schiede richter S p u r k (Butzbach) leitete das harte Spiel ausgezeichnet.

Die Ligareserve der Spielvereinigung 1900 verlor gegen Riedershausen 6:0. Man lernte in den Gästen eine guteingespielte Elf kennen, deren Sieg verdient war, wenn er auch etwas zu hoch ausgefallen ist. Der Platzverein trat nicht komplett an, worin die Ursache für die hohe Riederlage zu suchen ist.

Die 1.Iugend hatte ihr großes Spiel gegen die des Fuhballsportvereins Frank­furt. Allgemein rechnete man nyt einer hohen Riederlage der 1900er, doch ihr M>end anzu­erkennender Eifer verhütete diese. Mit 4 Toren muhten die Frankfurter zufrieden sein, darunter war ein Elfmeter und ein Eigentor. 1900 verschoß einen Elfmeter, hätte aber immerhin ein Tor verdient gehabt.

Die 2.2 u g e n d mußte auf eigenem Platz im Rückspiel gegen die 1.Iugend aus Weil­burg eine 0:1-Riederläge einstecken, die ver­hütet werden konnte, wenn verschiedene Spieler nicht eigenmächtig ihre Plätze gewechselt hätten.

Die Schüler weilten am Mittwoch in Wetz­lar und verloren dort 0:2, konnten dafür aber am Sonntag die Weilburger Schüler mit einer 2:1-Riederlage heimschicken.

Kegelsport.

Bei dem 6.Bundesfest des Kegler­bundes LahnDuseckertal wurden außer den gestern berichteten Erfolgen noch nach­stehende Ergebnisse erzielt:

Beim Vereinskegeln erhielten: 1.Preis Kegelklub Dahnfrei, Lollar, 129 Keael; 2. Kegel­klub Gut Holz, Alten-Buseck, 125 Kegel; 3. Ke­gelklub Alle Reun, Wieseck, 123 Kegel: 4. Ke­gelklub Gut Holz, Krofdorf, 122 Kegel; 5. Kegel­klub Alle Reun, Alten-Duseck, 120 Kegel; 6. Ke­gelklub Gut Holz, Lollar, 115 Kegel; 7. Kegel­klub Dahnfrei, Wißmar, 112 Kegel; 8. Kegel­klub Alle Reun, Grohen-Linden, 111 Kegel; 9. Kegelklub Alle Reun, Trohe, 108 Kegel; 10. Kegelkranz Vorwärts, Wieseck, 106 Kegel; 11. Kegelklub Gut Holz, Wieseck, 95 Kegel; 12. Ke­gelklub Gut Holz, Reiskirchen, 95 Kegel; 13. Ke­gelklub Alle Reun, Wißmar, 71 Kegel.

Beim öffentlichen Preiskegeln er­hielt: 1. Preis: Otto Benner, Grohen-Buseck; 2. Hch. Dech, Wieseck; 3. Wilh. Schäfer, Wieseck; 4. Heinr. Schneider, Wieseck.

Deutsche LuMhrt-Werbewoche 1930.

Unter dem MottoWerbt für den deut­schen Flugsport" wird die laufende Woche im ganzen Deutschen Reiche alsDeutsche Luftfahrt-Werbewoche 193 0" durchge­führt. An dieser Veranstaltung sind mehrere 100 Vereine, Werbe- und Jungfliegergruppen des Deutschen Luftfahrtverbandes e. D. (D. L. V.) beteiligt.

Das für unsere deutsche Luftfahrtbewegung zum Mahnruf gewordene LosungswortLuft­fahrt ist not" möge gerade heute jedem Deut­schen, gleich welcher parteipolitischen und son­stigen Einstellung, warm ans Herz gelegt sein. Welche Bedeutung, ja welche Berechtigung dieses Wort für unser Volk gewinnen mußte, beweisen die unübersehbaren Schwierigkeiten, mit denen selbst heute noch unser Luftsport zu kämpfen hat.

Während alle übrigen Sportarten durch Reich, Länder und Gemeinden von Amts wegen ge­fördert werden, darf der kostspieligste Spvrt- zweig, der Motorflugsport, infolge inter­nationaler Bindungen von öffentlicher Hand keinerlei Unterftüfcung erhalten.

Ganz anders liegen die Verhältnisse im Aus­lande! Dort werden die dem Deutschen Luft­fahrtverband e.V. (D.L.V.) entsprechenden Or. ganifationen nicht nur von privater Sette unter­stützt, sondern auch ganz besonders aus öffent­lichen Mitteln tatkräftig gefördert. Dabei weisen diese Verbände Mitgliederzahlen auf, die meift in die Hunderttausende gehen, teilweise sogar Millionenziffern erreichen.

Aber selbst der volkstümliche Giert- und Segelflugsport, der innerhalb der Ver­eine, Werbe- und Iungfliegergruppen des D.

L. V. eine besondere Pflegestätte gefunden hat, ist bei den ungünstigen wirtschaftlichen Verhält­nissen der Gegenwart in seiner Entwicklungsmög­lichkeit stark beeinträchtigt. Dieselben Schwierig­keiten begegnen auch der Ausübung des F r e t - ballonsportes.

Wenn es deutschen Männern trotz allen Hem­mungen, die sich der friedlichen Fortentwicklung unserer Luftfahrt immer noch cntgcgenftellen, dennoch vergönnt war, Spitzenleistungen von Weltruf auf allen Luftfahrtgebieten sei es Luftsport oder Luftverkehr zu vollbringen, so wollen wir als Deutsche stolz darauf fein, daß unser Vaterland in schwerer Zeit 'dazu be­rufen ist, auf diesem Gebiet mit an erster Stelle unter den Völkern der Welt zu stehen.

Den hohen Stand der deutschen Luftgettung in der Welt zu erhalten, die friedlichen Be­strebungen unserer Luftfahrt auf gemeinnütziger Grundlage und unter Ausschluß jeder partei­politischen und gewerblichen Betätigung ohne Rücksicht auf die berufliche ober gesellschaftliche Stellung des einzelnen zu fördern das sind die vornehmsten Aufgaben der im Deutschen Luftfahrtverband e. V. (D. L. V.) zusammenge­schlossenen Luftfahrtvereine des Reiches.

Ieder mache fich daher heute das WortL u f t- f al) r t i st not" zu eigen und trage sein Scherf­lein dazu bei, der im gesamten Reichsgebiet amt­lich genehmigten Straßensammlung zu einem für unsere deutsche Luftfahrt würdigen Erfolg zu verhelfen. Die Erträgnisse der Sammlung sollen in vollem Umfange dem deutschen Luftsport zu- fliehen.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Donnerstag, den 29. Mai. Christi Himmelfahrt.

Stadtkirche. 9.30 Uhr: Pfarrer Mahr. 2ohan- neskirche. 9.30: Pfarrer Bechtolsheimer. Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfarrer Lenz. Elisa- belh-Kleinkinderschule. 9.45: Pfarrer Lic. Waas. Klein-Linden. 11: Kindergottesdienst; 13.30: Haupt­gottesdienst. Wieseck. 9.30. Kirchberg. 10: Kirch­berg. Hausen-Garbenteich. 10: Garbenteich; 13: Hausen. Watzenborn-Steinberg. 10: Hauptgottes­dienst; 11: Kinderkirche. Llch. 9.45: Missionar Rottmann; 11: Kindergottesdienst; 15: Missionsfest in der Weilbach, Missionar Rottmann. Kloster Arnsburg. 10.30: Stiftsdechant Kahn.

katholische Gemeinden. Mittwoch, den 28. Mai.

Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte.

Donnerstag, den 29. Mai, Christi Himmelfahrt.

Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; 8: Kommu­nion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Pre­digt; 14: Vesper mit Segen. Grünberg. 9.45: Messe mit Predigt. Hungen. 8: Hochamt mtt

Freitag, den 30. Mai.

Gießen. 20 Uhr: Maiandacht. Lich. 20.30: Mai­andacht.____________________________

Sonntagsdienst d.Aerzte u.Avotbeken am 29.5.30 vr. Geyer. Or. Neumann-Svengel. Peltkanapolheke

Zabnarzt: Dr. Haubach. *D

Bedeutende Auslandoerkäufe bei Daimler-Venz.

Die vorbildlichen deutschen Einrichtungen zur Feuerverhütung und Feuerbekämpfung, sowie dis hochentwickelten Spezialfahrzeuge und Geräte haben seit Jahren das Interesse des Auslandes gefunden. Das Ausland geht immer mehr dazu über, den Feuerschutz zu organisieren, was sich in einer gün­stigen Exportziffer der auf diesem Sondergebikt führenden Firmen auswirkt. So konnte in den letzten Wochen die Daimler-Benz A.-G., Gaggenau, eine Reihe von Feuerwehrfahrzeugen, wie Motor­spritzen, Drehleitern, Mannschaftswagen, Tank- spritzen usw., an auswärtige Staaten verkaufen.

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Literatur C133 k,

Elastischer Gang Erhöhte Anmut

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MAGG!S Suppen sind Qualitätsware

Kennzeichen: Der Name MAGGI und die typische gelb-rote Packung

Helfer für sparsames Wirtschaften