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Fvrtbilbungsfchulpflicht). Verläßt ein Schüler oder eine Schülerin eine höhere Lehranstalt nach dem neunten Schuljahre, dann ist die Fort­bildungsschule noch zwei Iahre, verläßt er die Lehranstalt nach dem zehnten Schuljahre, dann ist die Fortbildungs- oder Berufsschule noch ein Jahr zu besuchen. Oluf die zuletzt besuchte Klasse

der Wgangsschule kommt es dabei nicht an. Der staatlichen Schulbehörde steht die Entscheidung zu über die Frage, ob der Besuch eines Berufs- fortbjldungskursus mit dem Besuch der obliga­torischen Fortbildungs- oder Berufsschule gleich­geachtet werden kann.

Wirtschast.

Müssiger Geldmarkt.

3n die Derichtswoche fiel das Osterfest: in dem Bericht über die Vorwoche war gesagt wor­den, daß die durch das Osterfest erhöhte Geldnachfrage und der Medio zu einer leichten Anspannung führten, die jedoch an der durchaus flüssigen Grundtendenz des deutschen Geldmarktes nichts ändern konnten. Wie an den internationalen Märkten, so ist auch in Deutschland die Anspannung sehr schnell über­wunden worden. Die Sähe für kurzfristiges Geld, insbesondere am Tagesgeldmarkt, haben wie­der ihren Tiefstand erreicht. Auch am Termin­markt hat die Entwicklung angehalten, insbeson­dere, weil die Leihdevisen weiterhin billig an­geboten werden. Am Wcchselmarkt hat sich eben­falls wiederum eine Erleichterung nach der Ab­wicklung des Medios durchsetzen können. Der Ein­fluß dieser äußerst günstigen Entwicklung am Geldmarkt auf den Kapitalmarkt macht sich jetzt immer mehr bemerkbar. Die Aufwärtsbe­wegung am Pfandbriefmarkt hat da­zu geführt, daß in der Derichtswoche zum ersten Male 8prozentige Pfandbriefe den Paristand erreicht bzw. überschritten haben. Aus dieser Tatsache geht hervor, daß sich die Er­leichterungstendenz auch am Kapitalmarkt mehr und mehr durchsetzt und die Banken sollten ihrerseits dazu beitragen, sie noch zum Vorteil ihrer Kapitalnehmer zu verstärken. Dies liegt vor allem im Interesse aller der Bestrebungen, die auf eine Wiederbelebung der Kon­junktur abzielen. Die Flüssigkeit des Geld­marktes genügt allein nicht, um einen nachhal­tigen Konjunkturaufschwung in die Wege zu leiten, und die Lage des deutschen Kapitalmarktes ist zur Zeit noch nicht so weit entspannt, daß ein Konjunkturaufschwung innerhalb der nächsten Mo­nate wahrscheinlich gemacht wird. Man muh auch berücksichtigen, daß am Kapitalmarkt infolge der Vorbereitungen für die Emission der großen Reparationsanleihe eine gewisse Un­sicherheit vorhanden ist, die an sich mit der gegenwärtigen tatsächlichen Entwicklung des Ka­pital- und Geldmarktes in Widerspruch steht. An den internationalen Märkten ist, wie gesagt, die Anspannung, die in der Vorwoche fest­gestellt werden mußte, auch wieder schnell über­wunden worden. Reuyork hat seine Dankakzept­rate wieder ermäßigt, allerdings besteht wegen der Steigerung der Maklcrdarlehen an der Reu- horker Börse auch weiterhin eine gewisse Be- unruhigung. Sehr flüssig ist zur Zeit der Lon­doner Geldmarkt, aber bei der bestehenden Daisse des Pfundes ist wohl vorläufig an eine Diskontsenkung der Dank von England nicht zu denken. Unter den geschilderten Umständen dürfte der April-Ultimo einen leichtenVer- iauf nehmen. Die Danken und die Wirtschaft werden wiederum die kurzfristigen Finanzierun- gen, wie bei dem letzten Ultimo, vorzieyen, so daß wahrscheinlich nur die Sätze für kurzfristige Geldanlagen stärker anziehen werden.

* Großhandelsindex. Die auf den Stich­tag des 23. April berechnete Großhandelsindex- ziffer des Statistischen Reichsamtes war mit 126,7 gegenüber der Vorwoche unverändert. Von den Hauptgruppen hat die Indexziffer für Agrar­stoffe um 1,0 Prozent auf 112,8 (111,7) angezogen. Die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren ist um 0,9 Prozent auf 124,2 (125,3) zurückgegangen, während diejenige für industrielle Fertigwaren mit 151,9 keine Veränderung auf­weist.

* Im März 47,6 Millionen Mark Spareinlagenzuwachs in Preußen. Der Bestand der Spareinlagen der preußischen Sparkassen belief sich Ende März auf 5898,5 Mil­lionen Mark. Die Einzahlungen betrugen 388,6, die Auszahlungen 341, so daß der Reinzuwachs 47,6 Millionen Mark beträgt. In den einzelnen Provinzen betrug der Bestand der Spareinlagen zum gleichen Termin: Berlin 415,1 (+ 6,4), Brandenburg 422,1 (+ 2,5), Hannover 705 (+ 6),

Hessen-Rassau 317,7 (+ 5), Riederschlesien 348,4 (+ 4,5), Oberschlesien 111,6 (4- 1,2), Ost­mark 204,1 (+ 1,9), Pommern 299,9 (-4- 0,9), Rheinland 1440,6 (+ 4,4), Westfalen 886,8(4-9,1) Sachsen, Thüringen, Anhalt 480,4 (4- 2,7). Der Bestand der Giro- usw. Einlagen betrug Ende März insgesamt 900,8 gegenüber 898,6 Millionen Mark im Vormonat.

* Die Hartmann & Braun AG., Frank­furt a.M. schlägt für 1929 aus dem nach erhöhten Abschreibungen von 396 699 (283 660) RM. sich er­gebenden Reingewinn von 259 533 (266 667) RM. wieder 10 v. H. Dividende auf 1,92 Mill. RM. Stammaktien vor. Die Beschäftigung im vergangenen Jahre war befriedigend. Die Gesellschaft trat mit einem ausreichenden Auftragsbestand in das neue Geschäftsjahr ein, über dessen weitere Entwicklung jedoch angesichts der unübersehbaren wirtschaftlichen Lage keine Voraussage möglich sei. (Generalver­sammlung am 15. Mai.)

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 28. April. Tendenz: be­hauptet. Auch zu Beginn der neuen Woche verkehrte die Börse in sehr st i l l e r Hal­tung. Die uneinheitlichen Auslandbörsen konn­ten keine Anregung bieten. Vor allem aber ver­hinderte der andauernde Ordermangel weiter eine Belebung des Geschäftes. Im Anschluß an den festen Schluß der Samstagbörse war die Stimmung jedoch eher freundlich. Man erwartet, daß im Hinblick auf die anhaltende Flüssigkeit des Geldmarktes der herannahende Ultimo keine Schwierigkeiten bereiten wird, zu­mal die Engagements weiterhin recht gering sein dürften. Die Kurse waren im allgemeinen etwa behauptet. Rennenswerte Abwei- chüngen gegen den Samstagschluh traten nur vereinzelt ein. Reichsbahnvorzugsaktien waren auf die 7prozentige Dividendenausschüttung wie­der lebhafter gefragt und erneut 0,75 Prozent höher. Regere Rachfrage hatten außerdem Reichsbankanteile, die erneut 2,5 Prozent an­ziehen konnten, und Deutsche Erdöl, die weiter 1 Prozent gewannen. Ferner lagen am variablen Markt Iunghans, für die am Samstag mangels Materials kein Kurs zustande gekommen war, 5,5 Proz. gegenüber dem letzten Kurs fester. Dagegen waren Aschaffenburger Zellstoff auf wahrscheinliche Dividendenkürzung abgeschwächt, der Kurs lag um 3 Prozent gedrückt. Montan­werke lagen bei minimalem Geschäft eher etwas schwächer. Farben eröffneten vollkommen unver­ändert. Elätrowerte waren knapp behauptet. Später konnten sich Aku 2 Prozent erholen. Auch Kali Salzdetfurth waren gefragter und 3 Pro­zent höher. Deutsche Anleihen zogen bei leb­hafter Rachfrage weiter an. Von Ausland­anleihen waren Türken etwas gesucht. Im Ver­laufe ging das Geschäft noch weiter zurück. Regeres Interesse bestand lediglich für Holz­mann, die auf den günstigen Abschluß 2 Pro­zent und später erneut 1 Prozent gewinnen konnten. Sonst waren die Kursveränderungen gering. Die Grundstimmung blieb jedoch freund­lich. In Aku wurden weitere Deckungskäufe vorgenommen, Pfandbriefe blieben gefragt. Der Geldmarkt war unverändert leicht. Tagesgeld wurde mit 4 Prozent notiert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar, 1880, gegen Pfund 20,3630, gegen Paris 123,925, London gegen Kabel 4,8619, gegen Mailand 92,78, ge­gen Madrid 39,60, gegen Schweiz 20,0790, ge­gen Holland 12,0790.

Berliner Börse,

Berlin, 28. April. Das Hauptinteresse kon­zentrierte sich auch an der heutigen Montags­börse auf den Markt der festverzinslichen Werte und Anleihen. Schon heute vormittag hatte die Festigkeit der Altbesitzanleihe eine freund­lichere Stimmung hervorgerufen, die sich auch zu Beginn der offiziellen Dörse erhalten konnte. Die Provinzkundschaft und das Aus­land zeigte, vielleicht im Zusammenhang mit dem optimistischen Monatsbericht der Dedibank, kleines Kaufinteresse, das daraufhin bei der Spekulation etwas Deckungs- und Rück­

kaufsneigung auslöste. Das Geschäft an den Aktienmärkten war aber im allgemeinen wie­der sehr klein, und die Kursveränderungen hiel­ten sich in denkbar engsten Grenzen. Durch Festigkeit zeichneten sich Reichsbankanteile, Ilse Bergbau, Kali Westeregeln, Lorenz, Holzmann, Polyphon und Spritwerte aus, während Mcms- felder chre Abwärtsbewegung um 3,5 Prozent fortsetzten. Bei Schlesische Gas- und Commerz- Dank ist bei der heutigen Rotiz der Divi­dendenabschlag zu berücksichtigen. Dei der Suche nach hochwertigen festverzinslichen Pa­pieren gewinnt der Rentenmarkt immer mehr an Bedeutung: die schon am Samstag favorisier­ten Werte blieben weiter gesucht. Ablösung mit Ablösungsrechten stiegen um fast 1 Proz. auf 58,6 Prozent. Reubesitz waren dagegen nur un­wesentlich befestigt. Die ausländischen Renten lagen etwa behauptet. Am Pfandbriefmarkt trat der 7prozentige Typ mehr in den Vordergrund, nachdem der 8prozentige verschiedentlich schon die Parigrenze erreicht hat. Am Geldmarkt erfuhren die Satzwerte weitere Versteifung. Tagesgeld stellte sich auf 4 bis 6,5 Proz.: Mvnatsgeld auf 5,5 bis 7 Proz.: Geld über Ultimo 5,5 bis 7,5 Prozent: Warenwechsel etwa 4,75 Prozent. Auch nach den ersten Kursen standen festverzins­liche Werte weiter im Vordergründe. Aber auch Spritwerte und A.-G. für Verkehrswesen waren auf angeblich ausländische Transaktionen stärker gefragt. Sonst lagen die Märkte ruhig, aber nicht unfreundlich. Später wurde es am Aku-Markt lebhafter, und der Kurs zog auf neue Käufe auf 114 Proz. an. Die Spekulation, die darauf­hin nun doch mit einer 6prozentigen Dividende rechnen zu können glaubt, schritt an diesem Markt ebenfalls zu Rückkäufen. Chadeaktien, für die zunächst keine Rotiz zustande kam, stellten si'ch später auf die zu erwartende Dividendener­höhung 3,5 Prozent höher als am Samstag auf 368 Mark.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a.M., 28. April. Auftrieb: 1412 Rinder, darunter 357 Ochsen, 90 Bullen, 483 Kühe, 360 Färsen; 421 Kälber: 30 Schafe: 5282 Schweine. Es wurden notiert: Rinder: Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 55 bis 59 Mk., (ältere) 51 bis 54, sonstige vollfleischige (jüngere) 45 bis 50: Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 53 bis 56, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 48 bis 52; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 46 bis 50, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 42 bis 45, fleischige 37 bis 41, gering genährte 28 bis 36; Färsen (Kalbinnen, Iunarinder): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 57 bis 60, vollfleischige 53 bis 56, fleischige 48 bis 52. Kälber: beste Mast- und Saugkälber 78 bis 82, mittlere Mast- und Saugkälber 72 bis 77, ge­ringe Kälber 60 bis 71. Schweine: voll­fleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 63 bis 66, von etwa 160 bis 240 Pfund 65 bis 67, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 63 bis 66 Mk. Markt­verlauf: Rinder ruhig, nahezu ausverkauft. Schweine sehr langsamer Handel, äleberstand. Fettschweine schwer verkäuflich. Kälber ruhig, geräumt.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 28. April. Zu Beginn der neuen Woche erhielt sich die Rachfrage für Inlandgetreide. Bei weiter kleinem Angebot konnten die Preise erneut anziehen. Futtermittel waren dagegen stark vernachlässigt und nur schwer verkäuflich, so daß für Hafer und Kleie Rückgänge eintraten. Am Mehlmarkt war das Geschäft stiller, doch ergaben sich hier Preis­erholungen, namentlich für Weizenmehl. Die Preise verstehen sich für Getreide je Tonne, für die übrigen Waren je 100 Kilogramm. Es wur­den notiert: Weizen 300, Roggen 185 bis 187,50, Sommergerste für Brauzwecke 205 bis 210, Hafer, inländ. 187,50 bis 190, Weizenmehl, südd. Spe­zial 0 44 bis 45, Roggenmehl 27 bis 28,50, Weizenkleie 8,75, Roggenkleie 9,75 bis 10, Erbsen 26 bis 35, Linsen 38 bis 80, Heu 8,75 bis 8,50, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreht 5 bis 5,25, gebündelt 5 bis 5,25, Treber, getrocknet 11,75 bis 12,25. Tendenz ruhig.

Frankfurter Eiermarkt.

Marktlage: Das Geschäft ist nach den Feiertagen doch etwas ruhiger geworden, immerhin war der Absatz weiter gut. Die Preise sind teilweise etwas ermäßigt, doch ist die all­gemeine Marktlage stetig. Es notierten in Pf. per Stück; Italiener 7,758,75, Bulgaren 6,75

bis 7, Jugoslawen 6,757, Rumänien 6,50 bis 6,75, russische 6,507, polnische 55,50, Hol­länder 7,5010, Dänen 7,5010, Belgier 8,25 bis 8,50, französische 7,508,50, Schlesier 7,50 bis 7,75, bayrische 7,507,75, norddeutsche 8 bis 8,25.

Kunst und Wissenschaft.

Der diesjährige rheinische Dichlerlag.

Am diesjährigen rheinischen Dichtertag, der am 10.Mai in Bad Kreuznach stattfindet, werden folgende Dichter teilnehmen: Rudolf G. Binding, Edmund Hahn, Adolf v. Hatzfeld, Laurenz Kies gen, Paul Kneip, Heinrich fier f d), Wilhelm Michel, Alfons P a q u e t, Martin Rockenbach, Detmar Heinrich Sar­ne tz k y, Rens S ch i ck e l e, Nikolaus Schwartz, köpf, Heinz S t e g u w e i t, Leo Sternberg und eine Reihe anderer bekannter rheinischer Schrift­steller.

Letzte Nachrichten.

Rückkehr nach Berlin.

Berlin, 28.April. (WTB. Funkspruch.) Der Herr Re i ch s p r ä s i d e n l ist gestern um 18.10 Uhr, von Groß-Schwülper kommend, wieder in der Reichs- hauptstadt eingetroffen.

heute früh traf Reichskanzler Dr. B r ü n i n g von seinem Osterurlaub, den er in Badenweiler verbracht hatte, wieder in Berlin ein.

Verhaftung von Kommunisten bei Leipzig.

Leipzig, 28.April. (WTB. Funkspruch.) Line Gruppe 3 u n g k o m m u n i st en, die am Samstag­abend in Brandts ein Feldlager gebildet hatten, erschien gestern im Ort und hielt eine öffentliche Versammlung ab, um für die Bildung antifaschisti­scher Jugendorganisationen Propaganda zu machen. Daraufhin wurde sofort eine Bereitschaft der Leip­ziger Schutzpolizei nach Brsndis entsandt, die Tine Gaststätte umstellten, in der sich die Kommunisten be­fanden. Bei der Durchsuchung der anwesenden Per­sonen wurde eine große Zahl hieb- und Stichwaffen gefunden. Sechs Personen wurden fe ft genommen.

ZurchtbarerWolkenbruchimErzgebirge

B u n z l a u, 28. April. (WTB. Funkspruch.) Am Samstagabend ging ein Wolkenbruch über Groß-Hartmannsdorf nieder, der unge­heure Verheerung en anrichlele. Im Nu war das 2500 Einwohner zählende Dorf in einen reißen­den Strom verwandelt. In den Hausfluren ftand das Wasser meterhoch. Die Bewohner muhten sich in höher gelegene Räume flüchten. Aus einem Hause konnten die Bewohner nur durch das Dach gerettet werden. Besonders schlimm wütete das Un­wetter im Kalkbergwerk, wobei der Arbeiter Gustav £ ier 5, der die Pumpen bedienen wollte, er­trank. Seine Leiche wurde am Sonntag geborgen. In einem anderen Steinbruch konnten sich die Ar­beiter, die in einem Stollen Schuh gesucht hatten, nur über ein Drahtseil hinweg retten. Gegen 11.30 Uhr halten sich die wassermassen wieder verlaufen. Es blieben aber Schlohenberge zurück, die noch heute dort liegen. In dem so-^. kleinen Sleinbruch lagern meterhohe S ch ßenberge auf dem Grunde. Die Arbeiter, <<e hier in Nachtschicht tätig waren, wurden durch das Unwetter überrascht und muhten bis zum halse durchdaswasserwaten. Der kleine Bober wurde in kurzer Zeil zum reihenden Fluh. Hilferufe gellten durch die Nacht. Ls war die furcht­barste Nacht, die die Groh-hartmannsdorfer je er­lebt haben. Selbst das große Unwetter im Jahre 1906 Hal nicht so schlimm gewütet wie dieses. Die Kalkwerke wurden, obwohl sie aus einer Anhöhe liegen, bis zu 1,20 Bieter höhe unter Wasser gesetzt. Der Schaden, den die Kalkwerke erlitten haben, wird auf 250 000 Mark geschäht. Der Betrieb wird not­dürftig aufrechterhatten. Die Ausräumungsarbeiten dürften über 14 Tage in Anspruch nehmen.

OieAbrüstung" der andern.

Rom, 28.April. (WTB. Funkspruch.) Auf oer- schiedenen Wersten liefen gestern vier Kreuzer und ein Unterseeboot vom Stapel.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. ReichsbankdiskonL 5 v. H., Lombardzinsfuß 6 o. H.

Frankfurt o. M. |

Berlin

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß« kurs

l«llhr« KurS

Schluß« kurs

Anfang- Kurs

Schluß«! kurs |

l«Uhr« Kurs

Schluß« kurs

Anfang- Kurs

Datum

26. 4.

28-

26. 4.

28- 4.

Datum

26. 1.

28. q.

26. 4

28. 4.

6% Deutsche Reichsanleihe

Hamburg-Amerika Pakel ... 7

109,75

-

111,25

111.4

von 192? ........

7% Deutsche ReichSaulelhe

87,25

87,1

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 8

Hansa Tampsschifs.....10

159,75

von 1929 ..........

101

'

101,75

Norddeutscher Lloyd.....8

HO

111,5

111,75

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

57,5

57,6

Allgemeine Deutsche Credttanst. 10

116

116

116,25

Auslos.-Rechten

58,6

Barmer Bankverein .... 10

127

126,9

126,75

Desgt. ohne Auslos.-Rechte . . .

11.2

11,45

11,13

11,5

Berliner Handelsgesellschaft . 12

175

176,25

176

8% Hess. Bolksstaat von 1929 (rückzohlb. 102%)......

Commerz- und Privat-Bank. 11

161

151

161,75

1-1

92,5

-

92,5

Darmstädter und Nationalbank 12

229

230

230

Oberhelsen Provinz Anleihe mit

53.5

Deutsche Bank und

Auslos.-Rechten......

Disconto-GeseUIchast, ... 10

149

149.5

144

Deutsche Komm. Sammel abl.

Dresdner Bank .... 10

'45

144.5

145

144,25

Anleihe Serie 1 ....

6% Franks. Hhp.-Bank Golbpse.

54,5

-

Reichsbank.......18

297

299

297

298,5

XIII unkündbar bis 1934 . . .

A.E.G..........8

172,75

173,25

173,5

173,13

?% Franks. Hhp.-Bank Golbpse unkündbar bis 1932 .....

92,25

Bergmann....... . 9

186

18),5

-

Elektr. LteserungSgeselllchaft. 10

160,5

158,25

4/1% Rheinische Hyv^Bank

Liqu. Golbpse........

8% Pr. LandeSpsaudbriesan statt.

84,5

Licht und Kraft . 10

'69,5

170

171,5

Fetten & Guilleaume . - Vfc Gesellschaft für Elektrische

127

127

Psandbriese R. 17......

8% Pr. Landespsandbriesanstatt.

99,5

99,5

Unternehmungen .... 10

178

178,75

180

Hamburger ElektrizttätS-Werle 10

137.25

137.13

Komrn.-Obl. R. 18.....

7% Pr. Landespsandbriesanstatt,

95,5

95,5

Rheinische Elektrizität .... 9

147

147

Schlesische Elektrizität. ... 10

174

Psandbriese R. 10 .....

A.E.B. abg. Borkriegö-Obligatio-

90,75

91,5

-

Schuckert LCo. ...... 11

189

188,4

Siemens & Halöke ..... 16

248,5

247,5

247,75

248

nen. rüchablbar 1932 .....

--

Transradio ......... 8

Lohmener L Co.......10

171

170,13

<% Oesterretchhche Goldrente . . 4,20% Oesterreichische Stlberrente 4% Oesterreichische Einheitliche

27,4

_______

79

__

79

3,5

4,25

102,75

103,75

102,75

103.25

143,5

Rente

4% Ungarische Goldrente . . . .

24,3

2,4

24,3

24J5

138,5

123

139,9

125

140

125

4% Ungarische StaatSrenle v. 1910

20,75

20,7b

öoesch Eisen. . ...... 6/2

108,5

109

4Vi% deSgl. von 1918

21,75

-

22,4

230

230

4% Ungarische Sronenrente . .

2,4

2'4

2,4

Klöcknerwerke ....... 7

101,5

102,5

102,5

4% Türkische Zollanleihe von 1911

6.9

-

6,7

6,7

Köln-Neuesten . . ..... 7

106,5

107.25

4% Türkische Bagdadbahn-Anl

ManneSmann-Röhreu . . . 7

106,25

106,13

107

106,5

Serie 1

6,75

6,75

ManSfelder Bergbau . .... 7

Oberschlei. Etsenbedars . . . . 6

82,5

79,25

4% desgl. Serie U......

6,75

-

73

72

6% Rumänisch, vereinh. Rente

9,95

Oberschles KokSwerke .... 7

109,25

108,25

von 1903 .........

9,75

Phönir Bergbau .... 6%

Rheinische Braualohleu . . 10

Rheinstahl.........6

105 25

105,75

105.25

ty*% Rumänische vereinh. Rente

229

231

von 1913........, .

16,4

16,5

115

115,13

115,75

119,75

1% Rumänische vereinb. Rente .

7,975

8,05

Riebeck Montau......V

103,75

104,5

Frankfurt a. M. |

Berlin

Schluß«! kurs |

l-Ufrr« |

Kurs |

Schluß«! kurs |

Anfang- Kurs

Datum

26. 4.

28. 4.

26. 4.

28. «.

Bereinigte Stahlwerke . . .

Otavi Minen......1

96,5

98

B 98

50,5

50,9

51,25

Kaliwerke Aschersleben . . .

10

223,5

224,5

225,5

Kaliwerke Westeregeln . . .

10

227,5

231,5

Kaliwerke Salidetfurtb . . .

16

388

392

389,75

390,25

F. G. Farben-Indultrte . . .

12

178

178

178

178,25

Dynamit Nobel......

. 6

84,75

Scheideanstalt.......

. 9

151

Goldschmidt .......

. b

69.75

70,13

RütgerSwerke .......

. C

70.25

71

70,25

Metällgclellschaft. .....

. 6

107,5

107,5

107,5

Philipp Holzmann.....

Zementwerk Heidelberg . .

. 7

109,5

110,5

108,5

110

10

133

Cementwerk Karlstadt. . . .

10

Wavb & Frey tag .....

. 8

91,5

91

91

-

Schultheis Patzenhoser . . .

16

297

301

Ostwerke.........

12

-

256

258,5

Aku...........

18

109,5

112,5

110,5

111.25

Bemberg....... .

Zellstoff Waldhos . . . .

14

141

143,5

153,5

3/.

184

185

185,25

185,5

Zellstoff Aschaffenburg . . .

1'2

139

138

137.5

138

Charlottenburger Wasser . .

. 8

104,75

104,6

Dessmier Gas.......

. 9

170

170

Daimler Motoren .....

. U

41

42

41,25

41,9

Deutsche Linoleum ....

249

251

249

Maschinenbau A.-G. ....

. 0

50,25

50,13

Rat. Automobil . . . . . .

. o

Orenstetn & Koppel ....

. 6

-

--

79,75

Leonhard Tietz .

IC

152

-

151

151

SvenSko ......

-

350

350

349,5

Frankfurter Maschwen . . .

. 4

35

35,75

Gritzner ........

. 6

38,5

38,75

Heyltgenftaedt ......

. 0

FungyanS.......

. (

46,75

46

Lechwerke.........

. k

105

Mainkrastwerke Höchst a. M..

. k

92,1

Miag .........

10

132,5

132

132

Gebr. Roeder . ......

IC

103.5

Botgt« Haessner.....

Süddeutsche Lucker « .. .

. 9

10

215

160

215

159

Banknoten.

Berlin, 26. April

Gelk

- bHT

Amerikanische Noten.....

4,162

4,182

58,23

58,47

Dänische Noten ......

111,68

112,12

Englische Noten........

20,312

20,392

Französische Noten ......

Holländische Noten......

16,395

167,99

16,455

168,67

(italienische Noten ......

21,95

22,03

Norwegische Noten...... Deutsch-Oesterr., ä 100 Kronen

111,68

112,12

58,88

59,12

Rumänische Noten......

2,46

2,48

Schwedische Noten ......

112,13

112,57

Schweizer Noten .......

80,99

81,31

52,35

52,55

Tschechoslowakische Noten

12,36

12,42

Ungarische Noten.......

72,93

73.23

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

26. April

28. April

Amtliche Notierung

Geld 1 Arles

Amtliche Notierung

Geld | Srlcf

Amst.« Rott.

168,38

168,72

168.35

168,69

Buen-AireS

1.619

1,623

1,619

1,628

Brss.°Antw.

58,40

58,52

58,405

112,18

Christiania.

111,98

112,20

111.96

58,525

Kopenhagen

112,00

112,22

112,01

112,23

Stockholm .

112,43

112.65

112,44

112,66

Helsingfors.

10,531

10,551

10,533

10,553

Italien. . .

21,93

21,97

21,92

21,96

London. . .

20,343

20,383

20,337

20,377

Neuyork . .

4.1835

4,1915

4,1835

4,1950

Paris....

16,41

16,4?

16,40

16,44

Schweiz . .

81,115

81,275

81,12

81,28

Spanien. .

52,15

52,25

51,92

52,02

Japan . . .

2,069

2,073

2,068

2,072

Rio de Jan.

0,494

0.496

0,496

0,498

Wien in D--

Oest. abgesi.

59,00

59,12

59,00

59,12

Prag ....

12,396

12,416

12,399

12,419

Bclzrad . .

7.408

7,422

7,408

7,422

Budapest. . Bulgarien.

73,11

3,036

73,25

3,042

73,13

3,036

73,27

3,042

Lissabon . .

18,76

18,82

18,78

18,82

Danzig. . .

81,34

81,50

31,12

81,28

Konstantia.

1.784

1,788

1,785

1,789

Athen. . .

5,435

5.445

5,435

5,445

Canada . .

4,177

4,185

4,177

4,185

Uruauat). .

3,856

3.864

3,858

3,864

Cairo .. .

20,80

20,90

20,86

20,90