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Fürforgearbeil für ausgesteuerte Erwerbslose.

Für die Bereitstellung von Fürsorgearbeit für ausgesteuerte Erwerbslose wird ein Kredit von 10 000 Mark zur Verfügung gestellt. Es kommen rund 250 ausgesteuerte Erwerbslose, die in Fürsorge beim Wohlfahrtsamt stehen, in Betracht. Diese Leute sollen neben ihrer Unter­stützung aus dem obengenannten Kredit als Gegen­leistung f^ir die Fürsorgearbeit, die man zum Teil als Pftichtarbeit ansehen kann, eine Zulage von 2 bis 4 Mark pro Woche erhalten, wodurch sie un­gefähr auf den Tariflohn kommen. Wer diese Ar­beit leistet, wird sich also wöchentlich besser stehen als derjenige, der sie nicht leistet. Unabhängig da­von werden Notstandsarbeiten gegen tarifliche Be­zahlung ausgeführt. Verschiedene Arbeitsprojekte sind bereits vorgesehen.

Für die Versetzung von Motoren, Erneuerung von Leitungen, Beschaffung einer neuen Schalttafel und Einrchtung einer Späneabsautzungsoorrichtung in der Lehrwerkstätte für Schreiner der G e - werbe- und Maschinenbauschule wird ein Kredit von 2750 Mark bereitgestellt.

Ausstattung der Schulhäuser in der kirchstrahe und in der Schillerslrahe.

Der Finanzausschuß beantragt: Der für die Aus­stattung der Schulräume in der Kirchstraße be­nötigte Kredit in Höhe von 29 000 Mark wird zur Verfügung gestellt. Für die Ausstattung der Schi'llerschule wird gleichfalls ein Betrag von 29 000 Mark bereitgestellt. Die Kredite werden auf die Betriebsrechnungen für 1929 und 1930 gleich­mäßig verteilt.

Städtratsmitgl. Nicolaus (Wirtsch. Vgg.) erklärt im Namen seiner Fraktion, daß diese zur Bewilligung bereit sei, jedoch die Kosten und die Anschaffungen auf die Jahre 1929/30/31/32 ver­teilt haben möchte. Diese Verteilung auf vier Jahre, anstatt der vorgesehenen zwei, sei im Hin­blick auf die Finanzlage dringend erwünscht. Er empfehle deshalb für die Jahre 1929/30 zunächst je nur 15 000 Mk. bereitzustellen und den Nest von je 15 000 Mk. auf 1931 32 zu veranschlagen. Bürgermeister Dr. S e i b erhebt gegen die Ver­teilung der Anschaffungen auf vier Jahre Beden­ken und spricht sich namentlich im Hinblick auf die mangelnde Beschäftigung des Handwerks für die sofortige Anschaffung aus, damit der Not des Handwerks gesteuert werden könne. Den glei­chen Standpunkt vertreten die Stadtratsmitglie- dec Horn (Arbeitsgem. d. M.), Fischer (Ar- beitsgem. d. 2IT) und Loeber (Arbeitsgem. d. M.), wobei sie als besonders bestimmendes Moment für die sofortige Bewilligung der Vor­lage nach den Empfehlungen des Finanzaus­schusses geltend machen, daß einerseits schulische Erfordernisse dringend sind und anderseits die überaus große Beschästigungsnot des Handwerks die volle Bereitstellung der vorgesehenen 58 000 Mark ratsam erscheinen läßt. .Unter dem Ge­wicht dieser Vorstellungen zieht Stadtratsmitglied Nicolaus seinen Antrag zurück. Die Vorlage wird dann in der Fassung des Finanzausschusses einstimmig angenommen.

Gewerbe- und Maschinenbauschule.

Die Stadt Gießen übernimmt ab 1. April 1930 in jeder Zeit widerruflicher Weise die Trägerschaft für die bei der Gewerbe- und Ma­schinenbauschule bestehende Schuhmache r - f a ch s ch u l e unter der Bedingung, daß die bis­her vom Neichsverband des deutschen Schuh- macherhandwcrks, der Hess. Handwerkskammer in Darmstadt und dem Hess. Schuhmachermeister- Innungsverband in Darmstadt gewährten Zu­schüsse auch fernerhin in gleicher Höhe wie bis­her gewährt werden, die Schülerzahl im Laufe eines Schuljahres nicht unter die Zahl 20 sinkt und daß der städtische Zuschuß den Betrag von 750 Mk. jährlich nicht übersteigt. Der von der Stadt Gießen zu leistende Zuschuß ist in den Voranschlag für 1930 aufzunehmen. Der bei der Schuhmacherfachschule tätige Lehrmeister ist im Angestelltenverhältnis auf Privatdienstvertrag zu beschäftigen und nach Gruppe V des Reichsange- stellten-Tarifs einzustufen.

Die Stadt Gießen übernimmt ferner ab 1. April 1930 in jeder Zeit widerruflicher Weise die Trägerschaft für die bei der Gewerbe- und Maschinenbauschule bestehende Keramische W e r k st ä t t e unter der Bedingung, daß der bisher von der Hess. Handwerkskammer in Darmstadt gewährte Zuschuß in gleicher Höhe wie bisher gewährt wird, daß als Gehalt des Lehrmeisters nicht mehr als 1/5 bei der Kera­mischen Werkstätte verrechnet wird, und daß der städtische Zuschuß den Betrag von 500 Mk. jährlich nicht übersteigt Der von der Stadt

Gießen zu leistende Zuschuß ist in den Voran­schlag für 1930 aufzunehmen. Der bei der Ke­ramischen Werkstätte tätige Lehrmeister ist im Angestelltenverhältnis auf Privatdienstvertrag zu beschäftigen und nach Gruppe V des Reichs» angestellten-Tarifs einzustufen.

Anschaffung für das Elektrizitätswerk.

Für die Beschaffung eines Durchgangsschal­ters ohne Nelais zum Preise von 820 Mk. und von vier Stationsschaltern zum Preise von 783 Mark pro Stück wird ein Kredit von rund 4020 Mk. zu Lasten des Elektrizitätswerkes für 1929 Nj. bewilligt. Die Lieferung des Durch­gangsschalters ohne Nelais wird der Allgem. Elektrizitäts-Gesellschaft Gießen, die Lieferung der vier Stationsschalter den Bergmann-Elek­trizitätswerken A.-G. übertragen.

Die Wohlfahrtsabrechnung für 1928.

Die Nechnung der Kasse des städtischen Wohlfahrtsamtes für das Rj. 192 8 schließt in Einnahme mit 1 443 628,95 Mk., in Ausgabe mit 1438 354,19 Mk. ab. Nachdem der Berichterstatter, Stadtratsmitglied Reiber

(Arbeitsgem. d. M.) Bericht erstattet hat, wird die Rechnung glatt genehmigt.

Stadtratsmitgl. Reiber bringt bei dieser Ge­legenheit zur Sprache, daß zahlreichen Kapital­rentnern bei der neuen Festsetzung ihrer Rente allzustarke Abzüge gemacht worden seien, und ersucht, nach dieser Richtung mehr Entgegenkom­men zu bekunden. Bürgermeister Dr. Seid weist darauf hin, daß die Nachprüfung und Neufest­setzung der Renten nicht durch das Wohlfahrts­amt erfolgte, sondern von einem Ausschuß vor­genommen wurde, in dem auch Rentner mitge­wirkt haben.

Kleine Angelegenheiten.

Das Haus genehmigte ferner ein Baugesuch von Heinrich Schmal! zur Errichtung einer Halle in der Boothausstraße, einen Vertrag mit dem Oekonomen Heistermann über die lieber» tragung der Vollen« und Eberhaltung, sowie 'die Verpachtung der seither an den Oekonom ©ottmann verpachteten Grundstücke, schließ­lich noch- eine Ergänzung zurK raftdroschken- orbnung.

Tagesgeld mit 6 v. H. etwas angespannter. Am De­visenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,187750, gegen Pfund 20,3750, London gegen Kabel 4,86525, gegen Paris 124,27, gegen Mailand 92,8t, gegen Madrid 39,15, gegen Schweiz 25,13, gegen Holland 12,1240.

Berliner Börse.

Berlin, 28. März. Der trotz lange andau­ernder Krise gestern abend etwas überraschend gekommene Rücktritt des Reichskabi- n e 11 s bewirkte im Vormittagsverkehr eine starke Zurückhaltung der Spekula­tion, nachdem die Börse verschiedentlich etwas schwächere Kurse nannte, wenn auch die Stim­mung durchweg als nicht pessimistisch bezeichnet toerben muhte. Die Börse verspricht sich von dem Regierungswechsel eher Vorteile für die Wirt­schaftslage. Hinzu kam, daß durch die in letzter Zeit zu beobachtende Aktivität des Reichsprä­sidenten eine längere Regierungskrise und eine damit zusammenhängende Unsicherheit voraus­sichtlich wohl vermieden wird, unif- daß auf dem Auslande festere Börsen gemdbet wurden. Die Befürchtungen, bah zu ben ersten Kursen stärker Ware herauskommen würbe, bestätigte sich nicht, ja für einige Spezialwerte erhielt sich sogar etwas Auslanbinteresse. Cs kam bei ben Anfangsnotierungen zu etwa 2- bis 3.-V. H- Besserungen, während sich im übrigen bas gest­rige Schluhniveau etwa behaupten konnte. Conti Gummi, Bemberg, A.-G. für Verkehrswesen, Oberbebarf, Akkumulatoren. Gesfürel, ^Daimler, Verger, Zellstoff Waldhof, Karstabt unb Svenska waren selbst bei Verücksichtigung bcr Reports etwas gebessert. Aus ber anberen Seite lagen Reichsbank, Siegen-Solingen, Stolberger Zink, Rheinisch-Westsälische VraunstoF, Stöhr unb Deutsche Atlanten etwas schwächer. Deutsche An­leihen ruhig. Auslänber meist unverändert. Tür­ken unb Anatolier auf ben ergebnislosen Verlauf ber Verhanblungen schwächer. Der Pfandbrief" markt war noch unentwickelt. Gelb weiter an» ziehenb. Tagesgelb 6 bis 8 v. H., Warenwechsel etwa 5,25 v. H. 3m Verlaufe blieb bie Stimmung freunblich. Es kam meist zu weiteren kleinen Gewinnen. Vesonbers für Licht & Kraft, für die sich auf bie Elektrotrustkonvention Auslanbinter­esse zeigte, bestanb Nachfrage. Die weniger günstigen Momente, wie ber Rückgang ber Ruhr» kohlenförberung unb bie Nichtbeteiligung ber Kunstseibekonvention, fanben heute keine Veach» tung. Schantungbahn zogen im Verlaufe bis 3 v. H. an, währenb Siegen-Solingen weiter schwach lagen. Später traten an einzelnen Märk­ten leichte Abbröckelungen ein, bie aber in ber Hauptsache auf bas Nachlassen bes Geschäftes zurückzuführen waren.

Letzte Nachrichten., Dr. Brüning mit der Kabinettsbildung beauftragt.

Berlin, 28. März. (IDIB. Funtspruch.) Der Herr Reichspräsident empfing heute vor­mittag ben Reichslagsabgeordneten Dr. Brüning (Zentrum) unb erteilte ihm ben Auftrag jur Jleubilbung ber Reichsregierung, hier­bei brachte ber Herr Reichspräfibent zum Ausbruck, bah es ihm angesichts ber Schwierigkeiten ber parla­mentarischen Lage nicht zweckmähig erscheine, bie künftige Reichsregierung auf einer foali- tionsmähigen Binbung aufjubauen. Dr. Brüning hat ben ihm in biefer Form erteilten Auf. trag angenommen. Auherbem empfing ber Herr Reichspräfibent heute vormittag ben Reichs- tagspräfibenten Loebe zu einer Besprechung ber durch ben Gesamtrücktritt ber Reichsregierung ent- flanbenen politischen Lage. Der Herr Reichspräfibent empfing weiter auch bie beutschnationalen Reichstags- abgeorbnefen hugenberg unb Schiele. Diese Tatsache wirb in parlamentarischen Kreisen bahin gebeutet, bah auch ber Reichspräfibent versucht, ben Abg. Schiele zu bewegen, in bas Reichs- kabinettalsLrnährungsminifterein- 3 u t r e t e n.

Sprechstunden ver Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen

Für unverlangt eingefanbte Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wirb keine Gewähr übernommen.

Anzeigenaufträge sind lediglich an die Geschäfts st eile zu richten.

Wirischast.

* Von der Frankfurter Vörse. Am Gründonnerstag, 17. April, fällt die Abendbörse aus: ferner bleiben am Samstag vor Ostern, 19. April, die Vörsenräume für jeden Verkehr geschlossen.

* PreuhischeCentral-Vodenkredit« A. - G. Die Zeichnung auf 8 000 000 Mark 8proz. Zentral-Goldpfandbriefe vom Jahre 1928 ist be­reits am ersten Zeichnungstage alsbald nach Er­öffnung geschlossen worden, da der aufgelegte Vetrag schon durch die eingegangenen Voranmel­dungen erheblich überzeichnet wurde.

* Schramm Lack- und Farbenfabrik A.°G. Offenbach a. M. Nach dem Geschäfts­bericht beträgt der Reingewinn 168 000 (im Vor­jahre 212 000) Mk., nachdem für Linkosten 980 000 (970 000) Mk. abgeschrieben wurden. Der Vortrag beträgt 175 000 (217 000) Mk. Der Reserve wur­den. wie im Vorjahre, 20 000 Mk. zugeteilt. Für Abschreibungen wurden 67 000 (83 000) Mk. vor­gesehen. Wie bekannt, wird für das Geschäfts­jahr 1928'29 eine Dividendenreduzierung um 2 Prozent vorgenommen, "o daß also nwr 8 Pro­zent ausgeschüttet werden. Die allgemein un­günstige Wirtschaftslage und die Erschwerung des Verkaufs infolge des strengen Winters 1928/29 werden als Grund hierfür angegeben. Doch sei der Veschäftigungsgrad immer zufriedenstellend gewesen, trotz vorgenommener Einschränkungen. Die Generalversammlung findet am 4. April statt.

Rhein. Hypothekenbank, Mann­heim. 3n der gestrigen Generalversammlung wurden die Anträge der Verwaltung genehmigt, so daß eine Dividende von 10 Prozent zur Aus­schüttung gelangt, wobei die jungen Aktien zur Hälfte dividendcnberechti.gt sind, lieber die Ver­wertung der restlichen Vorratsaktien wurde be­richtet, daß der Vanl ein Rückkaussrecht ein­geräumt ist, so daß etwaige in den Aktien lie­gende Zukunftschancen für die Vank späterhin vorteilhaft verwertet werden konnten.

* Maschinenfabrik Vadenia bleibt in deutschem Vesitz. Der WeinheimerVür- gerausschuß beschäftigte sich gestern in gehei­mer Sitzung mit der Frage des Verkaufs der Maschinenfabrik Vadenia vorm. Wilhelm Platz Söhne A.-G. in Weinheim. Das Angebot Dr. Malmanowsky, das namens einer englischen Ge­sellschaft abgegeben worden war. wurde abge­lehnt, dagegen das Angebot der Weinheimer Firma Keller L Co. mit Zusätzen angenommen.

* Ford Motor Company A. -G., Ver- l i n. Die Generalversammlung der Ford Motor Companv A.-G., Verlin, genehmigte den Ab­schluß mit 10 v. H. Dividende. Die Kölner Trans­aktion trete in der Vilanz noch nicht in die Er­scheinung, da das Anwesen in Köln erst am 28. Januar 1930 käuflich erworben worden sei. Es sei zunächst der Vau einer Fabrik mit einer Tagesproduktion von 150 Wagen vorgesehen, die nötigenfalls auf 200 Wagen gesteigert wer­den könne. 3n der Verliner Fabrik könnten zur Zeit täglich 100 Wagen hergestellt werden. Die geplante Automobi^zollerhöhung fürchte man nicht, denn zur Zeit würden mindestens 60 v. H. aller Wagenbestandteile in Deutschland gekauft. Sodann wurden einige Ziffern über die Ge­schäftsentwicklung des laufenden Jahres mitge­teilt. 3m 3anuar 1930 seien 685 Wagen ver­

kauft worden, gegen 625 Wagen im 3anuar 1929, im Februar 1004 (Februar 1929 300), im März 1500 (822) und im April schätzungsweise 1800 (981). Die Tagesproduktion in Verlin be­trage augenblicklich 75 Einheiten. Sie werde ab 1. April auf 90 Wagen täglich gesteigert, da erhöhte Nachfrage vorhanden sei. Die volle Kapazität von 100 Wagen täglich hoffe man im 3uni zu erreichen. Die Verwaltung erwartet für 1930 eine Hmsahsteigerung um 50 bis 60 v. H. gegen das Vorjahr.

D e m a g" - A. - G., Verlin. 3n der Ge­neralversammlung derDemag"-A.-G. Duis­burg, deren Hauptaktionäre die Maschinenbau- Unternehmungen A.-G. in Duisburg und die Vereinigte Stahlwerke- A.-G. in Düsseldorf sind, wurde beschlossen, für 1929 aus dem Rein­gewinn von 2 055 149 Mark (i. V. 2 022 731) auf das Aktienkapital von 38 Millionen Mark eine Dividende von wieder 5 Prozent zu ver­teilen und 118 149 (72 806) auf neue Rechnung vorzutragen, lieber den augenblicklichen Ge­schäftsgang wurde mitgeteilt, daß der Auftrags­bestand der jetzigen Velegschast noch für mehrere Monate Arbeit sichere.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 28. März. Tendenz behaup­tet. In den ersten Stunden des heutigen Tages war man sehr pessimistisch, denn der plötzliche und nicht gerade erwartete RücktrittderReichsregie- rung wirkte deprimierend, und man hatte mit einer schwächeren Börse gerechnet. Doch war der Beginn des heutigen Marktes wider Erwarten eher freundlich. Man hofft, daß die Neubildung des Kabinetts nicht lange auf sich warten lassen wird, und man verspricht sich nach dem Zustandekommen der neuen Regierung größere Vorteile. Das Geschäft blieb aber an allen Märkten sehr gering, da nicht verkannt werden darf, daß durch die plötzliche Umgestaltung der Situation der Spekulation eine große Zurückhaltung auferlegt wurde. Aber auch der größere Auftragsmangel blieb nicht ohne Ein­wirkung auf die Geschäftsentwicklung. Die gestrigen Auslandbörsen lagen uneinheitlich, und auch der noch nicht überwundene Ultimo drückte etwas auf die Stimmung: doch wird von letzterem keine Schwie­rigkeit erwartet, da der Geldmarkt trotz der Ultimo­anspannung unverändert günstig liegt. Erstnotizen kamen nur wenig zustande. Gegenüber der gestrigen Abendbörse, die etwas fester lag, ergaben sich ver­einzelt kleine Abbröckelungen. Nur am Elektro­markt waren Siemens mit minus 2 v. H. etwas stärker gedrückt. Schuckert eröffneten gut behauptet. Lechwerke und AEG. lagen nur um Bruchteile eines Prozents schwächer. Am Farbenmarkt war die Kurs­entwicklung ähnlich. Am Montanmarkt lagen Bu­derus 1 v. H. fester, Mannesmann 1,5 v. H. ab- gefchwächt. Einiges Interesse erhielt sich für Bau­unternehmungen, die teilweise etwas anziehen, konnten. Schiffahrtsaktien bis 1 0. H. höher. Am Bankenmarkt lagen Commerz- und Dresdner Bank leicht gedrückt, während Barmer Bank etwas an­ziehen konnte. Auch heute fanden Renten nur wenig Beachtung. Türken etwas niedriger. Im Verlaufe schrumpfte das Geschäft fast vollkommen zusammen. Die Spekulation verhielt sich abwartend. Unter dem Druck der Geschäftsstille gaben bie Kurse zumeist um Bruchteile eines Prozentes nach. Am Geldmarkt war

Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter ben Papieren angeführten Ziffern geben bie Höhe ber zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 v. H., Lombardzinsfuß 6 v. H.

Frankfurt a. Vt.

Nrrlln

Schluß» j iure

1 »Uhr- Kur-

Schluß» iure

Antanq» fiure

Datum

27 d

78 d

ii 3

/8 3

b% Deutsche tHeidieanieibe von 1027

87

_

86,9

«% Teutfdje NeichSonleihe von 1929

99,2

_

99

_

2cutfd>e 'Jlnl.-älbtül.-Gdiulb mft Auslos.-Rechten

55,5

55,3

55.4

Defgl. ohne AuSlos.Rechte

9.5

9,5

9.6

8% Helt. BoMtacit von 1929 (rüdiablb. 102%)

90.65

92

CDerbeffen Provinz - Anleihe mit

AuSIvi.-Rechten

52

Deutsche Ko in in. Gainmelabl.

Anleihe Serie 1

53,3

53.65

53,6

8% nranlj. Hnp.-Bonl Goldpse. XIII unkündbar bis 1931

97.5

_

7% firanff Hnv.-Bonl Aoldple unkündbar bi3 1938

88,5

_

_

_

4V3% Rheinische Hnp-Bank Stau. lMdvte.

84

_

6% Pr. Vanbeotdanbbrtefcmfialt, Pfandbriefe R. 17

97

_

97

_

8% Pr VanDc-Mfanbbdelanfiali, Komm.-Ldl. R.

94

_

94

_

7% Pr. Landespfandbriefanstalt, Pfandbriefe R. 10

89

_

89

AEG- abg. BorkriegS-ebligatio- iien. tüdiahlbar 1932 . . .

4% Ccftcneidindje (Soldrente . . 1,20% Leiterrcichijche Sllberrente

30

29,75

29,75

5,5

.____

1% Lekterreichtiche Einheitliche Rente

_

2,9

4% UnnariWie Goldrente

26,5

26,6

_

1% Ungarilche Gtaatormtf v. 1910

iy2% deeo> oon. 1913

-

24.5

_

4% Ungarische Kronenrente

3

3

z .95

4% Türkische Zollanleibe von 1911

-.4

-

1.5

7,25

4% Türkische Bagvadbahn-Anl Serie 1

',4

1.65

7.25

4% desgl Serie II

6.95

7.65

7.13

5% Rumänische veretnd Rente von 1903

11,5

11,5

iyt% Rumänische vereint,. Rente von 1913 ..........

17,8

17.75

_

1% Rumänische vereint,. Rente .

9,175

9,25

Hranksun a. 2)1.

Berlin

Sch--l flirt? |

t-llhr- kk

Schluß-! furd |

Anfang- Kurs

Datum

27 3

28 3

27 d

28 3

ramvurg-Amerika Pakei . .

7

1'0.75

111

110 4

111

Hamburg-Südam. Dampsschiss

8

165

Hansa Dampsschiss .

10

-

154,25

-

Norddeutscher Lloyd ...

8

105,9

>04 9

105.25

Allgemeine DcutscheCreditansi.

10

117,65,

117

117.75

Barmer Bankverein

10

133

133,5

133

133 5

Berliner Handelsgesellschaft

12

172,5

171 5

172.75

Commerz- und Privatbank

11

>59.5

158.5

158.75

158.5

Darmstädter und Wattonalban!

12

236

234,75

235

Deutsche Bank und

TiSconto-Gesellschast, . .

10

150.5

149,5

149,5

Dresdner Bank......

10

153

152.5

152.5

152.5

ReichSbank ......

12

287,5

>86.25

384.25

A.E.G..........

. 8

'67.5

167.25

166.75

167

Bergmann........

. 9

205

203 5

Etektr. LieferungSgelellichast

10

169

170.5

Licht und Kraft

10

176

174.5

175

gelten & Guilleaume

7VZ

129

-

129.4

129,25

Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen

10

182

180.4

182.5

Hamburger ClektrizttätS-Werke

10

134.5

-

Rheinische Clekrrizitat . . .

. 9

145

Schlesische Elektrizität. . . .

10

167.5

168-25

Schuckert & Go. . .....

11

193

192,5

193

Siemens & Halske .....

16

255

253

254

254.5

Trant-kodio . . ......

. 8

129,75

Labmener & Go.......

10

166

165

- - .

Buden,-?.........

. c>

79

79,75

78.25

79

Deutsche Erdöl ..

. 6

102.13

102.25

Essener Steinkohle .

. v

. 8

141

140.65

141.5

Harpencr ......

. 0

131

>29.5

130.5

Hocich Eilen . ......

6Vi

111

Ilse Bergbau .

10

252

252

Rlodnerroerft . ..

. 7

104,75

104 25

ffoln-Neuellen .....

. 7

-

108.25

108 75

Mannes mann-Röhren ...

. 7

107 75

106.25

>06.4

106

Manefelder Bergbau . .

. 7

106

106

Lberschlei. Eisendevarl . . .

. 6

69

71

Öberfchlel. kottwerke . . .

. 7

,03.25

103 5

Phönix Bergbau ....

6'/,

102,75

102 75

Rheinische Braunkohlen . .

10

233,5

. 6

118

116,25

117.5

Ricbeck Moni« »

7,2

-

Frankfurt a. M.

Serlin

Schluß- turS

1-ilhr- Kur>

Echluß- lur-

Ansa g- flurd

Datum

27- 3

28 3

27 3

28. 3

Bereinigte Stahlwerke

96.25

95.4

96.25

Otavi Minen

1

5*/.

56,25

56 5

Kaliwerke Aschersleben

U

217,5

215.4

214

Kaliwerke Westeregeln

e

e

10

219

217.13

217

Kaliwerke Salzdetfurth

15

372

371.9

371

I. G- irarben-Industrte

*

12

170

169.25

168.9

169,25

. Dynamit Nobel . . .

. 6

78.75

80

ScheideanstaU...»

. 9

Goldlchmidt ....

. 5

69,5

69.25

68.5

Rütgeröwerke ....

e

e

. 6

>9.25

79

78.75

79.25

Metcdlgeiclllchaft. . .

. 8

109.75

109.5

108

-

Phllivp Hofmann . .

. 7

103

1035

101.75

102,75

Zementwert Heidelberg

10

>31.5

121.25

Gementwerk Karlstadt.

10

143

'Qao6 & irren lag

. 8

86,75

86

Schultheis PaHenhofer

15

-

276.5

276 5

Oiiwerke .....

12

220,25

220.25

Situ .......

18

101.26

-

99 75

100.9

Bemberg......

14

153

150

154

Zellstoss Walddos . .

3'/,

212.5

212

211

213

Zellstoss Aschaffenburg

e

e

12

156,5

155

Gharlottenburger Wasser

e

e

. 8

101

102

Dessauer Gas ...

. 9

172.5

173

Daimler Motoren . .

-

e

. 0

37,5

37.13

38,13

Tcutfdie Linoleum .

e

e .

247,5

247,5

248

. 0

-

48,13

48,9

9?al. Automobil . .

. 0

-

18

Crenfteln & Koppel .

. 6

73 75

75

Leonhard Tietz . . .

10

153

154

Svenska .

352

349

351

.^rankfuner Maichtneu

-

r

. 4

33,5

33.5

1

Griyner . . .

. 6

38.5

38.75

Hevllaenllaedt . . .

. 0

Zunghans - . .

Lechwerke . . .

8

39

107

106.4

37,5

Mainkrattwerke Höchst <

Di

8

'06,5

W

Miag - . .

10

133

130,25

131,5

Gebt. Roeder ....

e

10

1

. 9

218

218

1 -

Süddeutsche Zucker ,

1<

158,5

157,5

Banknoten.

Derlin, 27- Mär,

Gelb

Dries

Ämertlamiche Noten.....

4,172

4,192

Belgische Noten .......

58,21

58,45

Dänische Noten........

111,93

112» 37

Englische Noten........

20,334

20,414

französische Noten ......

16,37

16,43

Holländische Noten ......

167,66

168,34

21,97

22,05

Norwegische Noten......

Deuisch-Desterr, ä 100 Kronen

111,85

112,29

58,82

59.06

Rumänische Noten......

2,46

2,48

Schwedische Noten......

112,28

112,72

Schweizer Noten.......

80.94

81,26

52,25

52,45

12,42

Tschechoslowakische Noten . .

12,36

Ungarische Notcu

72,85

73.15

beoiftnrnarfl Berlin

- Frankfur

a. M.

27. D-dn

28. Mär,

ülmiliche Notierung

<3elD | qriel

Amtliche Notierung

Geld ; Dries

Amst--NoN.

167.93

168,27

167,86

168.20

Buen-'AireS

1.580

1584

1.589

1.593

Brn-'Antw.

58.37

58.49

58.355

58.475

Ehristiania.

112.04

112,26

112.03

112.25

Ropenbagen

112.11

112.33

112.06

112.28

Stockholm .

112,49

112,71

112.44

112.66

Helnngsors. Italien. . .

10.525

21.94

10,54

21.98

10,523

21.935

10.543

21,975

London. . .

20,358

20.398

20.349

20.389

Neunork ..

4.184

4,192

4,1835

4.1915

Paris. . . .

16.38

16,42

16,375

16.415

Schweiz ..

80.995

81,15

80.995

81.155

Spa tien. .

52,20

52,30

51.80

51 90

Hawaii . . . Rio de Jan.

2.071

2,075

2 068

2,072

0 488

0,490

0.487

0 489

Wien in D.»

59 08

Ceft. abgest Prag . . .

58.95

59 0]

59.96

12.40

12,42

12 398

12.418

Pelirad . .

7.393

7.407

7.393

7,407

Budap.'ft. .

73.07

73-21

73.07

73.21

Bul arten

3,037

3,043

3.037

3 043

Lissabon .

18.73

18.77

13.73

18 77

Danzig. . . Äonft nttn-

81.43

81.59

8143

81 59

1.784

1,788

1 785

1.789

Alben. . .

5.425

5.435

5.425

5.435

Canada . .

4,181

4,189

4.181

4.189

llru uertj. .

3,746

3,754

3,746

3,754

Eairo .

20,88

20,92

20,875

20,915