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Aus der Provinzialhauptstadt.
Gießen, den 28. März 1930.
Berufswünsche
der Bottsschüler Obei Hessens.
Vom Arbeitsamt Gießen. Abt. Berufsberatung, wird uns mitgeteilt:
Auf Grund der für die Berufsberatung an alle Volksschulen unseres Arbeitsamtsbezirks, der sich fast mit ganz Oberhessen deckt, hinausgegebenen Schülerpersonalbogen haben wir auch dieses Jahr wiederum die Berufswünsche der an Ostern zur Schulentlassung kommenden Knaben und Mädchen zusammengestellt. 12 21 Knaben äußerten auf die Frage: „Was willst du werden?" folgende 71 verschiedene Berufswünsche:
Unbestimmt 269, Schlosser 99, Landwirt 93, Maurer 79, Maler und Weißbinder 75, kaufmännische Berufe 68, Schreiner 57, Autoschlosser 51, Metzger 42, Bäcker, Friseur je 40, Elektriker 33, Schuster 32, Schneider 21, Schmied 1& Spengler und Installateur 17, Zimmermann 16, Gartner 15, Knecht 12, Buchdrucker 11, Schriftsetzer 9, Konditor, Feinmechaniker je 7, Mechaniker, Küfer, Wagner je 6, Koch, Handelsschule, Lehrer, Musiker je 5, Dachdecker, Sattler, Förster je 4. Aufbauschule, Kellner, Schornsteinfeger je 3, ßaboraut, Uhr« macher, Polsterer, Dekorateur, Pflasterer, Fabrikarbeiter. Geometer. Buchbinder, Steinmetz. Lackierer, Verwaltungsbeamter. Schweizer. Arbeiter. Hei- zungsmonteur, bleibt zu Haufe je 2, Schriften- maler, Maschinist, Chauffeur. Steinhauer, Viehhändler. Brauer, Reichswehrsoldat, Fliesenleger, Vernickler, technischer Zeichner, Schweißer. leie- araphenbaulehrling. Werkzeugmacher^ Korb- und Stuhlflechter, Kriminalkommissar, Bandagist, Beamter, Former, Kürschner, Hutmacher, Plattenleger je 1.
Diese so erfaßten Berufswünsche müssen natürlich mit gewissem Vorbehalt betrachtet werden. Diele Jugendliche kommen mit ganz anderen Berufs- wünschen zur Berufsberatung, als Jie auf dem Personalbogen angegeben haben. Richt selten Hot ein Knabe oder Mädchen nur deshalb einen bestimmten Berufswunsch, weil der Schulkamerad, die Schulfreundin, dasselbe werden will. Die gegenseitige Ansteckung von Berufswünschen ist manchesmal derart, daß selbst in größeren Schulklassen nur ganz wenige verschiedene Berufswünsche vorkommen. Aber wenn die angeführten Berufswünsche auch nicht den endgültigen gleichzustellen sind, jo können sie doch zusammen mit den Erfahrungen der Berufsberatung gewisse wirtschafts- und berufspolitische Aufschlüsse und Hinweise geben.
Die Rot unserer berufssuchenden Jugend dürfte vor allem durch die große Zahl derjenigen (269 Knaben -- 21 v. H.) zum Ausdruck kommen, die keinen bestimmten Berufswunfch haben. Dazu kommen noch viele Schulabgänger mit zwar bestimmtem Berufs- wünsch, aber gan$ falscher Berufsvorstellung, die nach Aufklärung über den gewünschten Beruf von ihrer ursprünglichen „Berussneiaung" häufig gar nichts mehr wissen wollen. — An zweiter Stelle unserer Statistik steht der Schlosser als Berufswunsch. Die Anzahl dieser Berufswünsche dürfte etwa der Bedeutung dieses Handwerks entsprechen. — 93 Schulabgänger, also rund 7.6 v. H., wollen angeblich in der wohl elterlichen Landwirtschaft verbleiben; voriges Jahr waren es noch 9 v H Ein bedenklicher Rückgang, den die Berufsberatung bei der bekannten Leutenot in der Landwirtschaft nicht unterstützen darf — Trotz des Darniederliegens des Baugewerbes wünschen unverhältnismäßig viele Knaben. 154 = 12,5 v H.. Maurer oder Maler und Weißbinder zu werden. Meist sind dies Söhne kleiner Landwirte, die später bei Uebernahme der elterlichen Landwirtschaft einen baugewerblichen als den günstigsten Ergänzungsberuf betrachten. — Diel zu viel begehrt sind die kaufmännischen Berufe. Wer eine gute Handschrift hat. glaubt schon als Kaufmann besonders geeignet zu fein. Zwar beziehen sich „nur" 68 Berufswünsche (= 5,5 o. H.) darauf, im Vorjahre waren es noch 8 o. H Ein Jahr Aufklärung der Berufsberatung dürfte in diesem Rückgang zum Ausdruck kommen. Aber zu den Volks- ichülern gesellen sich noch viele Handelsschüler und Schüler höherer Lehranstalten, die gleichfalls kauf- mänischen Berufen zuströmen, so daß der Andrang zu den kaufmännischen Berufen bei weitem den Anteil des Handels an der Dolkswirtschaft übersteigen dürfte. — Auch die Berufe des Friseurs, Autoschlossers und Elektrikers gehören^u den sog Mode berufen, trotzdem die meisten dieser Berufswünsche aus Mangel an Lehrstellen nicht realisiert werden können. — Auffallend ist, daß nur ein einziger Schulabgänger Former und gar keiner Dreher zu werden wünscht. Die Berufsberatung hat auch da schon ausgleichend wirken und diesen unter den Schülern meist unbekannten, aber wichtigen Berufen des Metallgewerbes Nachwuchs zuführen können. — Als erfreuliches Zeichen ist noch hervorzuheben, daß der Wunsch, in ungelernte Arbeit zu wollen, nur wenig vorkommt.
1307 Mädchen äußerten folgende 23 Der« schiedene Berufswünsche Unbestimmt 463, Schneiderin 259, Hausangestellte 169, Verkäuferin 99. in eigenen Haushalt 77, in der eigenen Landwirtschaft 73. Bureauanaestellte 40. Friseurin 23 ungelernte und angelernte Arbeit 20, Weißnäherin 16, Kindergärtnerin 15, Kindermädchen ungelernt 12, Köchin 8, Büglerin 7, weiterer Schulbesuch 6, Krankenschwester 5, Kinderpflegerin 5, Handarbeitslehrerin 3. Hauswirtschaftslehrerin 2, Sportlehrerin 1. Lehrerin 1, Strickerin 1, Gärtnerin 1, Konditorin 1.
Ausfallend groß ist die Zahl derer die keinen be stimmten Berufswunfch äußerten: der größte Prozentsatz dieser Schülerinnen stammt aus den Land kreisen, und es ist wohl mit Sicherheit anzunehmen, daß ein Teil von ihnen im elterlichen Hausl)all, ober in der eigenen Landwirtschaft verbleibt, so daß
die dafür oben angegebenen Zahlen in der Praxis noch höher fein werden.
Don allen Berufen ist nach der Statistik der Beruf der Schneiderin am begehrtesten. Diele Mädchen toollen diesen Beruf auch nur erlernen, um nach der Lehrzeit in der eigenen Familie das erlernte Handwerk verwerten zu können und um auf diese Weise die Kosten für eine bezahlte fremde Arbeitskraft zu sparen. Aus dieser Tatsache ist es wohl auch zum Teil zu erklären, daß von keiner Schülerin der Beruf der Putzmacherin gewünscht wird, trotzdem die Arbeitsart dieses Berufes viele Aehnlichkeit mit dem der Schneiderin besitzt. — Die kaufmännischen Berufe (Verkäuferin und Dureauangestellte) werden von den in den Städten wohnenden Schülerinnen außerordentlich stark begehrt. Allein 21,5 Prozent aller in Gießen zur Schulentlassung kommenden Dolksschülerinnen wollen Derkäuferin werden, manche von ihnen allerdings ohne sich bewußt zu fein/ welche großen Anforderungen dieser Berus heute an die geistigen und körperlichen Kräfte der jungen Menschen stellt. Ein erfreuliches Zeichen ist, daß nut ein geringer Prozent- fatz der Mädchen ungelernte Arbeit aufnehmen will. Alle stammen aus dem Landkreise Gießen und wollen zum größten Test in Zigarrenfabriken
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben. Heute, 20 Ahr, findet die Erstausführung des Lustspiels ..Leonce und Lena" und des Trauerspiels „Woyzeck" von Georg Büchner statt. Die Spielleitung beider Stücke hat Oberspielleiter Hans Tannert. Das Trauerspiel „Woyzeck", das nach der historischen Tragödie ..Dantons Tod" entstand, ist leider ein Torso geblieben, die Dollendung des Werkes verhinderte der allzu frühe Tod des Dichters. Im Lustspiel „Geonce und Lena" spielen Eduard Wesener und Ingeborg Scherer die Titelrollen, es sind ferner tätig die Damen: Doering, Jahn, Koch und Mewes und die Herren: Haeser, Hais, Heitzig, Linkmann. Ritter, Dolck und Zingel. Den Woyzeck spielt Peter Fassott, seine Partnerin Marie: Lieselotte Fuhrmann: als Gast wirkt ferner Frau Prasch-Grevenberg mit und die Damen Doering und Jahn: ferner sind beschäftigt die Herren: Arzdorf, Dommifch, Haeser, Hais, Heitzig, Linkmann, Ritter, Dolck und Zingel. Die Inspektion hat Anton Wahlen. Kapellmeister Cuj6 hat die musikalische Leitung übernommen.
*
* Fremdenvorstellung im Gießener Stadttheater. Man schreibt uns: Als
Erstes Funkbild von der Ankunst der „Europa" in Veuyork
Der deutsche Botschafter in Amerika von Prittwitz beglückwünscht den Kapltän der „Europa". Kommodore Johnson, zu seiner Rekordfahrt.
eintreten. — Manche Berufe (wie Kindergärtnerin, Handarbeits» und Sportlehrerin u. ä.) werden genannt, die Wittel- und höhere Schulbildung verlangen und von der Dolksschülerm entweder einen weiteren Schulbesuch, oder Um« ftellung des Derufswunsches fordern.
Oer Schulabbau in Gießen.
Die Sparmaßnahmen der Regierung auf dem Gebiete des Volksfchulwesens werden sich in Gießen, soweit der zuständigen Gießener Stelle bis jetzt bekannt geworden ist, dahin auswirken, daß vier Lehrer st eilen eingehen und mithin auch vier V o l k s s ch u l k l a s s e n als in sich geschlossene Unterrichtsabteilun en verschwinden werden. Im neuen Schuljahr sind nun 6 0 Kinder m e h r zu erwarten, da dem Abgang eines schwäche- ren Jahrgangs die Ausnahme eines stärkeren Jahrgangs gegenübersteht Um der ungünstigen Gestaltung in der Volksschule, die aus diesen beiden Tatsachen zu erwarten ist, einigermaßen entgegenzu wirken, sollen von den jetzt bestehenden neun Sonderklassen einige aufgehoben und die Schüler auf andere Klassen verteilt werden. Es wird dabei besonders angestrebt, daß die Grundschuljahrgänge nid) allzu stark onwachsen Ueber die Durchführung dieser Maßnahmen werden bie_ näheren Anord- nungen getroffen, sobald die endgültige Entscheidung oorlicgt
Von der Krastpostlinie Gießen- Kleebacbtal.
Wir berichteten in unserer Nummer 67 vom 20 März über eine Besprechung auf dem Bürgermeisteramt in Groß-Rechtenbach wegen der Verbesserung des Verkehrs aus der Kraft- post l in ie Gießen — Kleebachtal. Wie wir nun erfahren, hat die Oberpostbirektion Darmstadt dem Anträge der Gemeinden Groß- und Klein- Rechtenbach auf Führung der Kraftpostlinie über diese Orte zunächst für die Dauer eines Monats stattgegeben Die neue Linie soll vom 1. April ab durchgeführt werden.
Vornotizcn.
— lagesfalenber für Freitag. Stadttheater: „Leonce und Lena", 19.30 bis 22 Uhr. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Katharina Knie" — Astoria-Lichtspiele: „Die Goldmine von Santa Pari" (mit Tom Mix) und „Variets-Sterne"
Fremdenvorstellung bringt das Stadttheater am nächsten Sonntag, 30. März, zum letzten Male eines der besten und heitersten Lustspiele von William Shakespeare: „Wie es euch gefällt“. Gerade im jetzt beginnenden Frühling dürste dieses köstliche Lustspiel, echte Feiertagskunst, mit seiner graziösen Leichtigkeit und seinem neckischen Liebesgetändel am Platze sein. Mit hübschen, eigens für das Stück geschaffenen Kostümen nach Entwürfen des Obergarderobiers Curt Huber und den der luftigen Liebe ^Handlung poetisch angepahten Dekorationen von Karl Löffler hat das Lustspiel bei feinen bisherigen Aufführungen überaus herzlichen Beifall gefunden. Spielleitung: Oberspielleiter Hans Tannert. In den Hauptrollen wirken mit die Damen Scherer und Heß und die Herren Arzdorf, Tannert und Linkmann. Musikalische Leitung: Fritz Cuje. Beginn der Dorstellung 18 Ahr. Ermäßigte Preise.
= Studienfahrt durch Hessen. Eine Ctudienfahrt nach Hessen veranstaltet in der Zeit vom 10. bis 19. April die Staatliche Stelle für Raturdenkmalpflege in Preußen. Die Reise beginnt in Kassel, führt nach Wilhelmshöhe, Amöneburg, Marburg und weiter nach Gießen, wo die Studiengesellschaft zweimal übernachten wird. Don Gießen aus werden der Gleiberg, Wetzlar, Braunfels und dann Münzenberg und Büdingen besucht. Die Fahrt endet in Gelnhausen. Im Vordergrund der Reise stehen fünft- und bau- geschichtliche Studien. Aber auch Beobachtungen naturkundlicher Art sollen daneben nicht zu kurz kommen. Die Hauptführung liegt in Händen von Prof. Dr. Bock von der Technischen Hochschule Berlin (Kunstgeschichte). Als naturwissenschaftliche Führer sind Prof. Dr. Schaefer (Kassel) und Lehrer Watz (Ehringshausen bei Wetzlar) gewonnen.
*• Gießener Pädagogium. Der unter dem Dorsitz von Dekan Widmann, Gedern, am Mittwoch abgehaltenen Reichsverbandsprüfung unterzogen sich sieben Prüflinge, von denen einer nicht bestand.
•* Goldene Hochzeit. Das Ehepaar Kaspar Herdt, Wiesecker Weg 28 wohnhaft, feiert am morgigen 29. März das Fest seiner goldenen Hochzeit. Beide Iubllare sind erfreulicherweise noch recht rüstig.
*• Die Rehbockjagd imRegierungs- ! bezirk Koblenz. Der Bezirksausschuß in
Koblenz hat den Schluß der Schonzeit für Rehböcke auf den 27. Mai festgesetzt, so daß der 28. Mai der erste Iagdtag ist.
Stadtvorstand in Lauterbach.
£. Lauterbach, 24. März. Der Stadt» Vorstand beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Walz zunächst mit der Vergebung der Arbeiten zur Herstellung der Adolf-Spieh-Strahe. Die Arbeiten wurden der Firma Ioh. Christian Ruhl in Angersbach zum Preise von 2226,50 Mark übertragen. Die Erbauung einer Eisen- betonbrücke über die Lauter zur Der- bindung von Müllers Weg und Bleichstrahe wurde der Firma Hermann Hardt in Lauterbach zum Preise von 9707,90 Mark in Auftrag gegeben. Die Fahrbahn der Drücke soll fünf
dringt den deutschen Roggen wieder zuEhren!
Meter breit werden. Zur Verstärkung der Stromfpannung im Elektrizitätsleitungs- neh des Rordbahnhofsviertels beschloß der Stadtvorstand, auf Empfehlung des staatlichen Gutachters, Oberingenieur Guder- n a t f ch, das jetzige Ortsnetz bestehen zu lassen und eine Gleichrichteranlage im alten Klärhäuschen auf der Au einzubauen, die automatisch eingeschaltet werden kann. Diese Gleichrichteranlage soll durch Kabel mit der dicht vorbeiführenden Bahnhofstraße verbunden und auf diese Weise eine ständige normale Stromfpannung erzielt werden. Die von dem Sachverständigen errechneten Kosten in Höhe von rund 23 000 Mark wurden bewilligt. Davon sollen 15 000 Marr auf das Rj. 1930 übernommen und der Rest in Höhe von 8000 Mark aus Betriebsmitteln des Elektrizitätswerkes vorgelegt werden. Die Errichtung der neuen Anlage wurde den Eiemens-Schuckert-Werken übertragen. Die Verhandlungen mit der Mitteldeutschen Hart- steinindustrie wegen der Wiederinbetriebnahme des Bilsteinbruches und des Daitsbergbruches konnten bisher noch nicht zum Abschluß gebracht werden, da der bevollmächtigte Vertreter der Hartsteinindustrie erkrankt ist. Es soll versucht werden, die Verhandlungen mit einem anderen Bevollmächtigten der Firma baldmöglichst zum Abschluß zu bringen, damit die zur Zeit beschäftigungslosen Steinbrucharbeiter wieder Arbeitsgelegenheit finden.
Iagvhütten-Einbrüche.
|Obertleen,27. März. (Gig. Drahtbericbt.) In die in der Rühe des Rapoleonsstockes gelegene Jagdhütte der hiesigen Iagdpächter wurde heute nacht ein schwerer Ein b r uch s d i e b - stahl verübt. Die Täter haben die Tür zu der Jagdhütte mit einer Axt aufgebrochen. Es wurden folgende Gegenstände gestohlen: eine Doppelflinte, ein Flobert, 10 Bettbezüge (Damast), 8 bis 10 Frottierhandtücher, 8 weiße Leinenbettücher, 45 Schrotpatronen, 20 Kugelpatronen, 6 Bestecke, Messer und Gabel, 6 Eßlöffel und etwa 20 Alpaka-Teelöffel. Der Wert des Jagdgewehres beträgt etwa 80 Mk., des Floberts 30 Mk., Wäsche und sonstige Sachen etwa 300 Mk. Der Verdacht der Täterschaft lenkt sich auf zwei junge, unbekannte Burschen mit Fahrrädern, die abends in Oberkleen gesehen wurden. Es wurden bei der Jagdhütte Fahrradspuren festgestellt. Die telephonisch herbeigemfene Polizei stellte am Datvrt sofort eingehende Ermittelungen an, die jedoch bis jetzt noch zu keinem Ergebnis geführt haben. Ein gleicher Einbruch wurde in derselben Rächt auch in die Jagdhütte in Griedelbach verübt, in die vor kurzem schon einmal eingebrochen wurde.
Rheinhessen.
WER. Worms, 24. März. Die kürzlich verstorbene Freifrau von Heyk hat durch letzt- willige Verfügung der Stadt Worms ihre gesamten Bücherschähe, über 2000 Bände an der Zahl, vermacht. Die Verstorbene hatte als Mitbegründerin des Mufeums und als Stifterin der Lutherbibliothek sich zeitlebens für die Interessen der Stadt Worms eingesetzt.
Berliner Börse.
Berlin, 28. März (WTB. Funkspruch.) Obwohl das Reichskabinett gestern abend in letzter Minute nun doch zurückgetreten ist, scheint die Situation im heutigen Frühoerkehr bxi den Banken nicht allzu ungünstig beurteilt zu werden. Man erwartet eine schnelle Regierungsneubildung, wahrscheinlich unter Herrn Dr. Brüning, und ist daher vorläufig nicht schwächer gestimmt Farben nannte man mit 169 Geld.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der 1 Schriftleitung.)
I. H. W. W. Der Vater ist vor der Mutter zum Unterhalt der Kinder verpflichtet. Kommt er feinen Verpflichtungen nicht nach, so müssen Sie für die Kinder einen Pfleger bestellen lassen, der den Vater verklagt. Zuständig für die Pflegerbestellung ist das Amtsgericht seines Wohnortes. Das Erbrecht der Kinder bleibt selbstverständlich bestehen. Wenden Sie sich wegen weiterer Ratseinholung und Antragstellung an die Geschäftsstelle des dortigen Amtsgerichts, oder an das für Sie zuständige Bezirksjugendamt.
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