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Prozent'ge Arbeitslosigkeit, bagegeit im Sommer nur nou) eine solche von 9 Prozent. Diese Para­bel wird wohl zunächst auch in diesem Jahr in Erscheinung treten, da das Baugewerbe nicht in der Lage ist, die Gunst der Witterung in genügendem Maße auszunutzen. Die finanziel- ien Schwierigleiten haben auch hier zu großen Stillegungen geführt.

Diele Wahlen geben ohne Frage ein klares Bild vom Ärbeitsmarkt. Sie la,sen aber auch deut­lich erkennen, wo die Möglichkeiten lie­gen, um hier das "Regulativ zu finden. Eine Besserung des Arbeitsmarktes hängt einzig und allein von der Gestaltung der Kapital­verhältnisse ab. Denn erst eine Förderung der Produktion wird dazu führen, daß die er­werbsfähigen Kräfte zu Brot und Existenz kom­men Die sozialen Probleme, so sehr sie auch größte Beachtung verdienen, dürfen deshalb auf der anderen Seite nicht zu einer Unterschätzung der Wirtschafts, und Kapitalprobleme führen.

Oberheffen.

Landkreis Gieften.

Klein-Linden. 27. Febr. Im Saale des GasthausesZur deutschen Eiche" wurde am Mitt­wochabend der Lutherfilm, derFilm der deutschen Reformation", von dem Hessischen Haupt- ocrein der Gustao-Adolf-Stiftung und des Evange­lisches Bundes oorgeführt. Die Besucher brachten dem Film großes Interesse entgegen. Der Posaunen­chor hatte sich in den Dienst der guten Sache ge­stellt und begleitete die gemeinsam gesungenen Lie­der. Der Film war am Nachmittag den Kindern gezeigt worden. In unserer Gemeinde, in der schon viele Jahre lang Nonnenweier Schwestern als Krankenschwestern und Kinderschulschwestern dienen, wurden für die Erbauung eines Feier­abendhauses in Nonnenweier 184,75 Mk. gesammelt. Das Diakonissenhaus Nonnenweier hat bis zu seinem 85jährigen Bestehen im Herbst v. I. 983 Schwestern in seine Stationen entsandt.

U Großen - Linden, 24. Febr. 2lls einziger Punkt der Gemeinderatssitzung vom Samstag stank) die Festsetzung der Ausschlag- sähe für die endgültige Steuerveranlagung zum Rechnungsjahr 1929 zur Beratung. Der Bürger­meister wies nochmals auf die hierzu ergangene Zuschrift des Kreisamts hin, dessen Inhalt er in der letzten Sitzung schon bekanntgegeben hatte. Das Kreisamt schlägt hierin folgende Umlage- sätze vor: Grundsteuer: auf 100 Wk. Steuer­wert für Gebäude 15 Pf., für land- und forstwirt­schaftlich genutzten Grundbesitz 30 Pf.; Ge­werbesteuer: auf 100 Mk. Steuerwerk für gewerbliche Anlagen und Betriebskapital 100 Pf., fürGewerbecrlrag330Pf; Sondergebäude­steuer: von einer Mark staatlicher Sonder- aebäudesteuer 25 Pf. Die Regelung auf dieser Basis ist möglich, weil eine Rachprüfung höhere Steuerwerke ergeben hat und der noch verblei­bende Fehlbetrag von rund 8000 Mk. aus dem Äaushaltsüberfchuß von 1928 beglichen werden raun. Gegenüber der vorläufigen Veranlagung erfahren hiernach die Sähe der Grund- und Sondergebäudesteuer keine Veränderung, wäh­rend die der Gewerbesteuer, und zwar für Ge­werbekapital um 50 v. H. und für Gewerbeertrag um 33Vs v. H., ermäßigt werden. Der Vorschlag des Kreisamts wurde mit großer Stimmenmehr­heit angenommen. Hiermit hat eine Ange­legenheit ihre Erledigung gefunden, die viele Einwohner in den letzten Wochen stark erregt hatte.

* Steinberg, 24. Febr. Der hiesige Gesang­vereinJugendfreund" vereinigte sich dieser Tage zu einem Sängerabend, zu dem die für 25- jährige Mitgliedschaft im Verein zu Ehrenmit­gliedern ernannten Herren Georg Jung, Ludwig Schmitt, Ludwig Schneider und Heinrich S a m e s in Gemeinschaft mit Bürgermeister Schäfer (Watzenborn-Steinberg) eingeladen hatten. Bürgermeister Schäfer war für sein vorbildliches Wirken im Interesse des Vereins bei dem Gesangswettstreit im Jahre 1928 als äußeres Zeichen der Dankbarkeit die Vereins-- nadel verliehen worden. Er erhielt nunmehr für seine Verdienste bei dem damaligen Wettstreit noch ein Diplom überreicht, ferner wurde er mit Wirkung vom 16. Juni 1928 ab ebenfalls zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt. Bürger­meister Schäfer dankte dem Verein in herz­lichen Worten für die Auszeichnung und wünschte dem Verein ein weiteres gutes Dorwärksschreiten. Frohgestimmte Geselligkeit bereitete im übrigen den Mitgliedern frohe Stunden.

Garbenteich, 25. Febr. Am vorigen Samstag beging der hiesige Gesangverein Victoria" sein 51. Stiftungsfest. Rach einem Eröffnungsmarsch begrüßte der erste Vorsitzende die Gäste und gedachte dabei nochmals in gro­ßen UmriNen des verflossenen Iubiläumsjahres. Mit Dankesworten an den Chorleiter Groß, an die Milwirkenden des Abends und mit einem Hoch auf den deutschen Männergesang und den Verein schloß die mit Beifall aufgenommene Ansprache. Anschließend ernannte der Vorsitzende die aktiven Sänger Friedrich B r i e g e l und Georg Kissel, sowie das inaktive Mitglied H. Keil I., für 25jährige treue Mitgliedschaft zu Ehrenmitgliedern. Rach dem Vortrag von Musikstücken und einiger Gesangschöre, welch" letztere für den Dirigenten und die Sänger das Zeugnis feiner und rastloser Arbeit in sich trugen, wurde der DreiakterDer Glockenguß zu Breslau" in guter Weise aufgeführt. An­schließend folgte noch ein humoristisches Theater­stück, sodann beschloß Tanz den für den Gesang­verein erfolgreichen und wohlgesungenen Abend

3 Lollar, 26. Febr. Dieser Tage fand der letzte der Vorträge des Musiklehrers Bauer aus Gie­ßen im Rahmen der Volkshochschule über die Entstehung und Entwicklung der Gesangsmusik statt. Der Besuch der Dortrage war für alle Hörer unent­geltlich und war besonders aus Sängerkreisen stark. Am 23. März soll nun als Ergänzung und Abschluß der Vortragsreihe ein gemeinsames Kon­zert der drei hiesigen Gesangvereine stattfinden, wobei Volkslieder, Madrigale, Balladen, Opern- und Oratoriengesänge zum Vortrag gelangen sollen.

! M a 1 n z l a r , 26. Febr. Am Samstagabend hielt der Krieger- und Schühenvercin im Müllerschen Saale seinen dies ährigm, sehr gut besuchten Familienabend Für den durch Krankheit am Erscheinen verhinderten ersten Vor­sitzenden entbot Kam. Ernst Schlapp den Will- kommengruh des Vorstandes. In eindringlichen Worten ermahnte er zur weiteren Pflege der Kameradschaft in der jetzigen schweren Zeit: an­schließend fang man gememfam das Deutschland­lied. Bei der Auszeichrumg für treue Mitglied­schaft erhielten Abzeichen für 50jährige Dereins- zugchörigkeit Kam. Christoph F i n d t : für 40- jährige die Kameraden Ioh. Kltngelhö-

Gchach-Ecke.

Bearbeitet von W. Orb ach.

Alle für die Redaktion bestimmten Mit­teilungen, Lösungen usw sind zu richten an die Schachredallion desGießener Anzeigers".

Problem Nr. 253.

Don D. Marin.

8

8

6

6

5

5

3

3

2

2

Schwarz, abedefgh

abedefgh Weiß.

Weiß zieht und setzt in zwei Zügen matt

Weih: 8 Steine. Khl; Da4; Tf5, g2; Lgö; Se3, gl; B12.

Schwarz: 12 Steine. Kh4; Da8; Tb6, h8; Lai, e2;

Sa7, d2; ßdö, e5, g4, g7.

Partie Nr 179.

Die folgende Partie wurde in der 7. Runde des internationalen Meisterturniers zu San Remo gespielt.

Indisch.

WeH: Dr. Aljechia.

Schwarz: Kmoch.

1 62-64 1. Sg8-f6

2. c2 c4 2. e7-c6

3. Sbl -c3 3. Lf8-b4

4 Lei-62

Dies ist wohl die lung gegenüber 4. . ..

5. e2-e3

6. Sgl f3

7. a2-a3

8. L62X c3

9. Tal -cl

10. Tclxc3

einfachste und beste Aufstel- dem kecken Läuferausfall.

4. (j-0

5. 67-65

6. c7-c5

7. Lb4xc3

8. Sf6-e4

9. Se4xc3

Der Turm soll zum späteren Königsangriff Ver­wendung finden.

10. ... 10. cdx64

11. e3xd4 11. Sb8-c6

12. Lfl e2

13. Le2xc4

14. 0-0

15. Tc3-d3

16. Tfl-el

17. D61-62

12. 65XC4

13. 1)68-k6

14. TJ8-68

15. Lc8-67

16. Ld7-e8

17. Scö-e7

Um den Springer auf f5 zu postieren: der fol­gende Zug Aljechins widerlegt jedoch diesen Plan.

18. Sf3-g5 18. Se7-65

I Denn 18.... Sf5 wäre setzt ein grober Fehler wegen 19. Sxe61, fXe6 12. Txe 6 und gewinnt.

19. T63-f3

20. Tf3-g3

21. Sg5-t3

22 Tel -e4

23. Sf3-e5

24. Tg3-63

25. h2h3

19. Df6-e7

20. H7-H6

21. De7-f6

22. 565-e7

23. Se7-f5

24 Ta8-c8

25. Sf5-66

Kmoch. der sich in seiner schwierigen Stellung bisher sehr gut verteidigt hat. läßt sich hier die ausgezeichnete Fortsetzung 25.... Lc6 26. Sxc6. Txc6 27. 65. ex65, 26. Lx65, Tc66 ent­gehen. Rach dem Textzug entscheidet der Welt­meister die Partie auf feine Weise.

26 Te4-f4

27. Se5xc4

28. T63-g3

29 Sc4-e3

30. Kgl-h2

31. D62-b4

32. 64-65!

33. Db4-e4

34. De4 e5

35 Dc5-h5!

26. S66xc4

27. Df6-g5

28. Dgö-65

29 D65-c6

30 Dc6-cl

31. Del -c7

32. a7-a5

33. T68-66

34. g7-g6

35. T66x65

Falls 35...,

36. Se3x65

37. Dh5xh6

38. Tf4-h4

Kh7. so 36. Sg4!, gXh5 37. Sf6+ nebst Tg8 matt.

36. eöx65

37. Dc7-e5

38. De5-g7

und Schwarz gab gleichzeitig auf. Auf 38..., Dxb2 wäre 39. Txg6+! nebst Matt in einigen Zügen erfolgt.

Lösung des Problems Dr.249. Don Josef Posplsil.

1. Tc4c3! usw.

Schachbriefkastcrr.

G. Pf., Launsbach. Bei Problem Rr. 248 schei­tert 1. SXgT-j-, an 1.... TXgZ-r.

Oie Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom Redaktionstifch.

Bismarck im Kolleg.

Bismarck hörte als Student ein Kolleg bei einem Dozenten, der äußerst nervös war und bei der geringsten Störung den Vortrag unter­brach.

Eines Tages hatte Bismarck sich verspätet und betrat einige Minuten nach Beginn der Vorlesung das Kolleg.

Der Professor hielt inne. Eisiges Schweigen. Aller Augen lagen auf Bismarck.

Verzeihung," sagte der,ich dachte, hier sei Kolleg."

Sprach'- und machte die Tür von draußen zu.

Der Schwur des Antiquitätenhändlers.

Der Antiquitätenhändler S. weckte, so schreiben Kunst und Künstler", nachts um ein älhr seine Frau aus tiefem Schlaf und bat sie:Biete mir auf die Boucher-Tapisserie 500 000 Franks." Sie sagt:Du bist verrückt, mich darum zu wecken." Er:Tu mir den Gefallen und biete mir. Sie: Also gut, ich biete dir 500 000, nun laß mich in Ruhe." Am nächsten Tage kommt der große Käufer, der um das Stück schon feit einiger Zeit handelt. Er will den Preis noch einmal drücken. Worauf S.:Ich schwöre Ihnen, so wahr ich hier stehe, heute nacht um ein Uhr hat mir jemand 500 000 Franks dafür geboten."

s e r II., Hch. H 0 rmann VII., Ioh. H or- mann, Ludwig Fortbach II. und Friedrich Schwarz 1. Vorträge und Gedichte heiterer und ernster Art, sowie der Gesang alter Sol­daten- und Volkslieder hielten die Anwesenden noch lange beisammen. Am Montagabend ver­anstaltete der Evangelische Frauenver­ein bei Gastwirt Müller sein diesjähriges, außerordentlich stark besuchtes Kaffeekränzchen. Ein von Mitgliedern des Vereins flott gespiel­tes Theaterstück aus der Biedermeierzeit wurde sehr beifällig ausgenommen, während in wech­selnder Reihenfolge Vortrags- und Gesangs­stücke, sowie einige selbstversahte Gedichte die Teilnehmen in der angenehmsten Weise unter­hielten. Durch eine Verlosung vieler von den Mitgliedern gestifteten Gegenstände konnte jedem Teilnehmer ein kleines Geschenk überreicht wer­den. Dekan Guhmann dankte allen, die zu dem guten Gelingen dieses Abends beigetragen hatten, insbesondere der ersten Vorsitzenden, Frau Lehrer Weisel, und der anwesenden früheren Vorsitzenden, Frau Lehrer Kurz, Gie­ßen. Der Verein zählt zur Zeit über 100 Mit­glieder.

3 Allend 0 rf a. d. L d a., 26. Febr. Ain Sonn­tag tagten hier in der Gastwirtschaft von Eberhard Ranft Wwe. die dem Verband hessischer Kleinkaliberschützenoereine des Krei­ses Gießen -Nord, angehörenden Kleinkaliber- schützenoereint. Außer drei am Erscheinen verhin­derten, waren alle Vereine vertreten. Die Versamm- lung wurde von dem Vorsitzenden Hilfsförster För - ste r (Allendorf) geleitet. In einer kurzen Ansprache wies dieser auf die Bedeutung des Schießsportes hin und ermahnte die Anwesenden, auch fernerhin treu zu dem Verbände zu stehen. Sodann wurde über das diesjährige Kreisfchießen beraten. Man einigte fich dahin, daß dieses Schießen in diesem Jahr in Allendorf a. d. Ld a. auf dem zur Zeit im Bau sich befindenden neuen schießstand, der mit 6 Schießbahnen und Wechselscheiben ausgestattet wird, am 27. Juli stattfinden soll. Für die Folge soll das Kreisschießen in alphabetischer Reihenfolge den einzelnen Vereinen, die über einen entsprechenden Schiehstand verfügen, übertragen werden. Als Un­parteiische bei dem diesjährigen Kreisschießen sollen fungieren: Vermessungsobersekretär Lotz (Allen­dorf), Förster Karberlah, Rüddingshauscn, und W. Schlosser, Lauter. Weiter wurde beschlossen, daß im Laufe des Jahres M a n n f cha f t s - V e r - gleichsschießen abgehallen werden sollen, um den Vereinen Gelegenheit zu geben, sich in der Ge­samtleistung mit anderen Vereinen messen zu kön­nen.

<? Allendorf a. d. Lda., 25. Febr. Zu der gestern hier stallgehabten diesjährigen ersten Holz- submissi 0 n waren die Offerten nicht so zahlreich eingelaufen, wie in den oorbergegangenen Jahren. Die Höchstgebote lauteten pro Festmeter auf: A. Abschnitte, Güteklasse N: Eichen 4. Kl. 53,55 Mk., Kiefern Id-Kl. 14,05 Mk., 2a-Kl. 17,05 Mk., 2d-Kl. 19,05 Mk., 3a-Kl. 27 Mk., 3d-Kl. 28,50 Mk. , Fichten: la Kl. 17,55 ML, Id-Kl. 18,05 Mk., 2a-Kl. 19,55 Mark, Ja-Klasse 32,35 Mark, Sb-Klasse 33,-55

Mark, 4a-Klasse 34,65 Mark,- 4b-Klafse 35,45 Mark, 5. Klasse 32 Mark. Güteklasse F, Fichten: 2a-Kl. 12,65 Mk., Sa-Kl. 16,25 Mk., 3b-Kl. 16,85 Mark, 4b-Kl. 23,55 Mk. B. Langholz, Stämme, Güteklasse N: Kiefern la-Kl. 13,05 Mk., Id-Kl. 13,05 Mk., 3a-Kl. 21,75 Mk., 3d-KL 31,25 Mk.; Fichten la-Kl. 17,90 Mk., Id-Kl. 16,50 Mk., 2a-Kl. 22,45 Mk., 2d-Kl. 23,05 Mk., 4a-Kl. 23,05 Mk. Vor einigen Tagen fand die Neuverpachtung der städtischen Jagd, 566 Hektar Wald und 864 Hektar Feld umfassend, deren Pachtperiode am 31. Januar abgelaufen war, in zwei Abteilungen auf 9 Jahre statt. Höchstbietende blieben für den ersten Bezirk nördlich der Lumda Rechtsanwalt und Notar Albrecht (Gießen) für jährlich 1050 Mark, für den zweiten Bezirk südlich der Lumda Kommerzien­rat Ludwig Rinn (Heuchelheim) für jährlich 1300 Mark. Bei der vorigen Verpachtung erbrachte die Jagd einen jährlichen Gesamterlös von 3620 Mark.

0 Kesselbach, 27. Febr. Der hiesiae Turn- verein und der Verein der Musik- und Wanderfreunde hatten gemeinsam zu einem Ilnterhaltungsabend bei Mitglied Gastwirt Johs. Höchst eingeladen. Der Saal war vollbesetzt, und die Teilnehmer kamen auf ihre Rechnung. Eröffnet wurde der Abend durch eine Ansprache des Vor- fitzenden Schäfer vom Verein der Musik- und Wanderfreunde. Die flott und ausgezeichnet ge­spielten Theaterstücke befriedigten vollauf und ernte­ten wohlverdienten Beifall. Eine Musterriege der Jungturner zeigte ihr Können am Barren. Tanz hielt dann die Teilnehmer noch einige Stunden beilammen.

I Odenhausen (Lah n), 25. Febr. Der hie­sige GesangvereinLiederkranz" (Vor­sitzender G. Fritz, Dirigent Lehrer Reinhardt) ist dem .^Lumdatal-Eängerbund", unb damit dem Hessischen" und dem Deutschen Sängerbund" bei­getreten.

ö Saasen, 27. Febr. Vergangene Woche fand in einer Sitzung der Kirchengemeindever­tretung die Beratung des Voranschlages der Kirche Veitsberg für 1930 statt. Be­sondere Lim stände, wie die gründliche Erneue­rung der Kirche und der Rechnerwechsel, patten die Ausstellung des Voranschlages verzögert. Der Vorschlag, der die Amortisation des aufgenom­menen Kapitals zur Herrichtung dec Kirche auf 23 Jahre verteilt, wurde nach Vorlage einftinunig angenommen. Die neue elektrische Äir» chenheizung hat sich bisher, wie allgemein anerkannt wurde, gut bewährt. Im Frauenverein hielt der Pfarrer am selben Abend einen Licht­bildervortrag über »Seemannsberuf und Seemannsmission". Die Lichtbllder waren von der Deutsch-evangelischen Seemannsmifsion in Dahlem-Berlin bezogen und gefielen nicht nur gut, sondern erweckten auch das Interesse für diese Missionsarbeit.

--- Lich, 28. Febr. Morg« jährt sich zum 50. Male der Todestag des am 29. Fe­bruar 1880 im Aller von 75 Jahren ver­storbenen Fürsten Ludwig von Solms, eines Großonkels des jetzigen Fürsten Reiw- hardt und der ehemaligen Großherzogin Elev°- 1

nore. Die Bevölkerung erinnert sich noch aeru dieses edlen Fürsten und Menschelnsreunves, dem unsere Stadt viel zu bauten gehabt.

df. Langsdorf. 24. Febr. Am Samstag veranstaltete die hiesige Ortsgruppe des Hessi­schen Landjugendbundes einen Thea­terabend und trat damit zum ersten Male in dieser Weise vor ein recht zahlreich erschienene» Publikum. Vorweg kann gesagt werden, daß alle Mitwirkenden ihr Bestes gaben und daß man die Veranstaltung als in jeder Beziehung gelungen bezeichnen darf. Rach einer kurzen Ansprache und einem Prolog wurde der Dreiakter .Treu der Heimatscholle" von Carl Silber vorgeführt, ein Stück so gut passend für die heutige Zeit, wo so mancher den Wert der Heimatscholle nicht mehr recht einzuschähen weiß und einem un­gewissen unb meist trügerischen Glück in der Stadt nachiagen möchte. Im zweiten Teil des Programms wurde ein Schwank aufgeführt der Die Lachmuskeln öfters in Bewegung setzte. Musikstücke und ein Lied des Gesangvereins um­rahmten die theatralischen Darbietungen. Die­ser Tage wurden hier 447 Ob st bäume durch die Motorspritze deS Kreisobstbauvercins mit lOprozentig. Obstbaumkarbolineum bespritzt. Da nicht alle angemclbeten Bäume bespritzt werben konnten und noch Rcuanmeldungen hinzukamen, soll nochmals Karbolineum bestellt und die Ak­tion weiter fortgesetzt werden. Diesmal stellte fich einschließlich aller Ankoftcn der kleine Baum auf 28 Pf., der mittlere auf 43 Pf., der große aus 67 Pf. Es wäre zu begrüßen, wenn nicht nur die Bäume einzelner Besitzer, sondern ganze Be­zirke bespritzt würden, da dann einmal die Kosten etwas niedriger und zweitens bu Wir­kung wohl auch augenfälliger wäre.

LJ Ronnenroth, 24. Febr. Der hiesig« Kriegerverein hielt biefer Tage unter ber Leitung seines Vorsitzenden, Kam. Rin­ker, seine diesjährige Generalversamm­lung bei Kam. Eller im GafthauS «Zum Stern" ab. Der Dorsitzenbe gedachte zunächst eines im verflossenen Jahre verstorbenen Ka­meraden, dessen Andenken in üblicher Weise geehrt wurde, und brachte bann nach weiteren zündenden Worten ein begeistert auf genom­menes Hoch auf das Vaterland aps. Hieraus überreichte er an die Altveteranen von 1870/71 Konrad Mißler und Georg Drück zu deren 80. bzw. 81. Geburtstag je ein Bild mit Glück­wunschschreiben des GroßhcrzogS Ernst Ludwig und sprach dabei den Wunsch aus, daß dir beiden alten Kameraden noch lange im Kreise der Vereinsmitglieder weilen möchten. Aus dem Bericht des Rechners, Bürgermeister Hoppe, war ein kleiner ttcberschuh der Kasse ersichtlich: dem Rechner wurde Entlastung erteilt Für langjährige Mitgliedschaft würben mit dem .Hassia"-Abzeichen geehrt: Kamerad Adam Koch VII., der 40 Jahre dem Verein angehört, Heinrich Lang und Friedrich Drück, die feit 25 Jahren Mitglied sind. Dei der Vorstands- Wahl wurde der bisherige Vorstand in feiner Gesamtheit einstimmig wicdergcw h t. In di sem Jahre gedenkt man ein Preisschießen abzu­halten, ferner wurde noch die Frage der Grün­dung einer Iugendgruppe besprochen, ein Be­schluß jedoch noch nicht gefaßt

I Rodheim an der Horloff, 27. Febr. Gestern mittag brach auf bisher noch unauf­geklärte Weise in der Hofreite des Ludwig Kröll dahier Feuer aus. Als die rasch her- beigeeilte hiesige Feuerwehr ankam, stand die Scheuer, welche zum Teil mit Stroh und mit Holz angefüllt war, bereits in hellen Flam­men. In dem alten und dürren Gebälk des

Gewtnnavvms

Nachdruck otrboten

Ohne Gewähr

1 gleicher Nummer in Abteilungen 1 und II

16. Zlebungslag

26 ßebruoi 193

136430 147680

238226

136321

140471

0n der heutigen NachmMagsziebuno wurden Gewüwt über 150 M. gezogen

2 V» 25000 M 3039U9

12794 91814 8W4? lUSViS

188623 198897 24223D

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338734 363544

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162243 I9618£ 237216 267385 30233t

315325 33199k

344 37k 379045

141376 166428 206046

249891 271977

306664 32122k

336496 362606

382032

160529 161005 180938 2I«540 231636 266492 277398 309938 325027 360722 376356

I66i8 19076 223497 283594 277887 3'1992

162669 183088 214474 261472 277617

311766 32572k 93716t 366261 38860k

199730 319698

196352 363372 977118

5840 23354 130476 789'IS

4U486 13860»

3H078 336610 962410 376728

205552 226154

273645 29'046

329177 363-398

168934 19666

225417

264740 293892 313'22

297526 317331 326146 377840

84 »ftoinne tu 600 M. 17280 24125 28200 30657

68070 64655 74365 78907 85969 92137 92873

1611

1661 191!

2181

4 #»tolnne in 5000 m

6 »«vinn. «c 3000 M

10 ÄefDlnn. tu 2000 W 279736

36 Steinn« tu 1000 Di 122758 13047' 132092

260207 263162 266381 323320 371696

V Klaff» 34 Pitußlfch-Lüddevtsche (260. Preub ) Klassen-Lotlerie

Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar se einer auf die Lose gleicher Nummer in den Velden

245000 *247620 2^'56'c 271'44

309310 312616 314772 31921»

364207 38P'0fc 397996

66 ......... .B 300 m I 726' 18601- 2348t 28846

25405 2826t 38537 43621 47403 4798k 51768

On der heutigen Bonnittngrziebvnq wurden chewm« über 15U M. gezogen

2 Sevlimt zu 6000 W 4464

2 »ftoinn« .u 3000 M 349'24

20 Gewinne .u 2000 M. 11020 60957 77879 79041 103730 119794 175505 206336 300'72 36'944 40 »ttolnne ni 1000 <m. 6310 ' 69*28 18573 70319 89180 109784 180907 205566 206842 209376 226819 234267 241858 272566 283866 295604

185813 202031

______ 246514 263466

305040 305062 307349

339718 366857 S72265

I236UE 163216 204446 246604 268747 30838k 32'006 332774 34909« »8'491

5492k 8796k 8991P 70'00 7380' 74431

76079 77696 ZRRöO 93424 93566 101036 11313t ----- " ------ ------ ------

329826 33848 33969t 34162» 3C558E 376748

395947

392260

21S Gewinnt tu 300 OB. 3512 3917 9417 10694 15699 21426 22966 33079 33431 37022 38034 43654

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