Nr. 226 viertes Blatt
Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Samstag, 27. September 1950
Wirtschaft.
Reue Bedingungen für den Frankfurter . Getreidehandel.
Der Dorstand der Frankfurter Börse, Abteilung Getreide, hat unter Mitwirkung und Zustimmung von Vertretern des Getreid^anbels, der Müllerei, der Landwirtschaft, der landwirtschaftlichen Genossenschaften und der Landwirtschaftskammern Wiesbaden und Darmstadt folgende Richtlinien zur Beurteilung von QualitätSabweichungen grgenüber den amtlichen Votierungen von Weizen und Roggen für das Erntejahr 1 93 0/31 beschlossen' Der amtlich notierte Weizen und Roggen darf bis zu 17 Prozent Feuchtigkeit und bis zu 1 Prozent Auswuchs haben. Bei Käufen, welche an der Frankfurter Börse oder zu deren Bedingungen stattsinden, haben die Käufer bzw. Verkäufer bei Lieferungen, cvelche in bezug auf Hektolitergewicht, Feuchtigkeit und Auswuchs Abweichungen zeigen, Anspruch auf nachfolgende Vergütungen^ Bezüglich deS Hektolitergewichts gilt bei Weizen 0,5 Kilogramm nach oben oder unten alS Freigrenze. Ilebergewichte: Für Aebergegrichte find, vorausgesetzt daß di« gelieferte Ware nicht mehr als 17 Prozent Feuchtigkeitsgehalt und 1 Prozent Auswuchs hat, vom Käufer an den Verkäufer für jedes Kilogramm über 75 Kilo bei Weizen und über 70,5 Kilo bei Roggen 1 Prozent deS Kaufpreises zu vergüten. Untergewichte: Für Untergewichte sind vom Verkäufer an den Käufer zu vergüten: für daS erste Kilo 1 Prozent des Kaufpreises, für daS zweite Kilo 1,5 Prozent des Kaufpreises, für das dritte Kilo 2 Prozent des Kaufpreises. Ueberfeu chtigkeit: Bei Lieferungen von Weizen und Roggen mit einem Feuchtigkeitsgehalt von mehr als 17 Prozent hat der Käufer Anspruch auf nachfolgende Vergütungen: Für das erste Prozent Ileberfeuch- tiakeit über 17 Prozent eine Vergütung von 1 Prozent des Kaufpreises. Für das zweite Prozent Feuchtigkeit über 17 Prozent eine Vergütung von 1,5 Prozent des Kaufpreises. Die Vergütung wird für Bruchteile eines jeden Prozentsatzes der Ueberseuchtigkeit berechnet. Bei einer Feuchtigkeit von mehr als 19 Prozent kann der Käufer die Uebernahmc der Ware oblehnen.
Von der Frankfurter Börse. Am Donnerstag, 2. Oktober, fällt die Abendbörse aus.
* Srhohung des Prtvatdiskontes. Der Privatdiskont wurde gestern um 1 8 Prozent auf 3' « Proz. für beide Sichten erhöht.
* Weizenvermahlungszwang im Oktober und Vovember 80 Prozent. Für Oktober und Vovember ist, wie WTB- Handelsdicnst erfährt, mit einer Quote von 80 Prozent für den Vcrmahlungszwang von 3n- landweizen zu rechnen. Die bisherige Quote belief sich bekanntlich in diesem Erntcjahrc auf 60 Prozent. Der Wortlaut der Verordnung dürfte in den nächsten Togen veröffentlicht werden. Aeber eine angeblich beabsichtigte Erhöhung des Weizenzolls ist bisher nichts Positives zu sogen.
* Adam Opel, A G., Rüsselsheim. Von der Verwaltung der Adam Opel AG. wird den, WTB.-Hondelsdienst mitgeteilt: Aus Gründen der Inventuraufnahme wird der Betrieb der Adam Opel AG. in Vülselsheim vom 15. Oktober vorübergehend geschlossen. Der allgemeine Betrieb wird am 1. Vovember wieder ausgenommen. Soweit die Inventuraufnahme innerhalb einzelner Abteilungen früher beendet ist, wird die betreffende Abteilung die Arbeit bereits vor dem 1. Vovember wieder aufnehmen. Veränderungen in der Arbeiter- und Angestelltenschaft sind lediglich in dem Rahmen zu verzeichnen, wie sie in einem Betrieb mit Tausenden von Arbeitern und Angestellten täglich Vorkommen.
* Halbjahrssihung der DD - Bank. In der gestrigen Aufsichtsratssihung der Deutschen Bank und Disconto-Gesellschaft, Berlin, berichtete der Vorstand, dost im ersten Halbjahr der Geschäftsgang verhältnismäßig befriedigend war. Im dritten Vierteljahr machte sich dagegen die zunehmende Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse geltend. Dem steht aber gegenüber, dah die als Folge der Fusion erwar
tete erhebliche Herabminderung der Unkosten bereits zehr in stetig steigendem Umfang« zutage tritt.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a- M., 27. Sept. Tendenz: schwächer. Während sich im vorbörslichen Verkehr noch eine gewissermaßen freundliche Grundstimmung bemerkbar gemacht hotte, war die Haltung zum offiziellen Beginn der heutigen Samstagborse wieder überwiegend schwächer. Bei stillstem Geschäft verhielt sich die Spekulation zurückhaltend, da sie die Veröffentlichung des angekündigten Regierungsprogramms abwarten will. Das Angebot überwog, die Verkäufe nahmen jedoch kein größeres Ausmaß an und beschränkten sich in der Hauptsache aus Wochenschlußglottstellungen. Zu der schwächeren Tendenz trug das schwache Reu- york nicht unwesentlich bei. Bei den ersten Rotie- rungen ergaben sich meist 1—2-v. H.-R ü ck g ä n g e gegenüber der gestrigen Abendbörse. Etwas stärker gedrückt waren am,Elektromarkt Siemens, die 3 o. H. verloren: Felten dagegen gebessert, mit einem Gewinn von 2,25 v. H. Am Chemiemarkt lagen F. G.- Farben 1,60 v. H. niedriger, Metallgesellschaft behauptet. Am Bankenmarkt waren Commerzbank und Dresdner Bank je 1 o. H. abgcschwächt. Von Montan- werten verloren Mannesmann 1 v. H., Fetten 2 kl. H. Niedriger lagen noch Norddeutscher Lloyd mit minus 2 o. H., ebenfalls Süddeutsche Zucker, minus 2 v. H. und Salzdetfurth, die 1 v. H. verloren. Am Bau- Unternehmungsmarkt konnten Hoch- und Tiefbau 1 v. H. anziehen: Zement Heidelberg blieben behauptet. Am deutschen Anleihemarkt gaben Altbesitz 0,25 v. H. nach. Neubesitz dagegen etwas anziehend. Von Ausländern lagen türkische Renten schwächer. Am Pfandbricfmarkt war das Geschäft sehr still. Zm Verlaufe ftagnierte da s Geschäft fast voll- kommen, die wenigen Kurse, die genannt wurden, waren kaum verändert. Am Geldmarkt machte die Versteifung zum Ultimo Fortschritte. Tagesgeld 4 o. H. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,20, gegen Pfund 20,41, gegen Paris 123,81, London gegen Kabel 4,8595, gegen Mailand 92,80, gegen Madrid 45,45, gegen Schweiz 25,05, gegen Hol- land 12,05.
Berliner Börse.
Berlin, 27. Sept. Die heutige Samstagbärse hatte eine wider Erwarten gutbehaupteteEr- Öffnung. Noch vormittags hätten die Kurstaxen verloren. Man verwies vor allem auf das schwache Neuyork und auf den weiteren Rückgang der deutschen Anleihen drüben, beurteilte den Rückschlag am Metallmarkt ungünstig und diskutierte über den für den 2. Oktober geplanten Berliner Verkehrsstreik. Ferner beschäftigte man sich mit dem Beschluß der Wirtschaftspartei lebhaft, die sich gestern ebenfalls gegen eine Koalition mit der Sozialdemokratie ausgesprochen hat. Auch das für heute zur Veröffentlichung angekündigte Regierungsprogramm mahnte zur Zurückhaltung. Zu den ersten offiziellen Kursen war die Stimmung noch ganz unregelmäßig, doch hatte man den Eindruck, als ob die Börse einen ruhigen Verlauf nehmen würde. Das Geschäft bewegte sich allerdings wieder in sehr ruhigen Bahnen. Bei den Banken war eine Zurückhaltung wohl auch im Zusammenhang mit dem früheren Samstagsbeginn festzustellen. Selbst mit der Limite schien cs etwas zu hapern. Ueber den Report hinaus waren Salzdetfurth, Deutsche Linoleum, Schultheis und Schubert & Salzer gebessert. Schlesische Bergbau und Schlesische Zink erschienen mit Plus-Plus- Zeichen und notierten 3,5 o. H. höher. Auch Kanada Plus-Plus. Als schwächer sind dagegen Bayerische Vereinsbank. Leonhard Tietz und Aku zu nennen, die gegen die gestrigen Abend Schlußkurse ohne Berücksichtigung des Reports noch 1,75 bis 2,5 v. H. verloren. Renten ruhig. Von Ausländern Bosnier eher etwas fester. Am Pfandbriefmarkt zeigte sich wieder ein Angebot, wohl zu Geldbeschaffungs- ,zwecken. Stadtanleihen standen bereits mit Minus- Minus-Zeichen an den Maklertafeln. Der Geldmarkt zeigte zum Zahltag eher weiter eine A n - f p c n n u n g. Tagesgeld 4 bis 6 v. H.. Manatsgeld 5 bis 6 v. H., Warenwechsel zirka 4,5 v. H. Gleich nach Festsetzung der ersten Kurse neigte die Tendenz weiter zur Schwäche. Später wurde es, vom Salz, detfurthmarkt ausgehend, leicht besser. Bei einigen verspätet eingetroffenen Kaufaktien schien es sich um nicht ganz freiwillige Abgaben der Platzspekulation 3ii handeln. Auch von Exekutionen für eine hiesige Privatbank war die Rede. Die Kurse lagen gegen
Anfang im allgemeinen 1 bis 2 v H. niedriger. Papiere, wie Reichsbank, Kaliaktien. Spritwerte. Polyphon. Berger und Deutsche Linoleum, verloren bis zu 4 v. H. Schiffahrtsaktien gingen bis zu 1,5 v H. zurück.
Berliner Pror rtterrmarkt.
Berlin, 26. Sept. DaS Angebot von Weizen und Roggen zur Wasserverladung übt hier weiterhin einen empfindlichen Druck aus den Markt aus, da einerseits die Mühlen bei dem schlechten Mehlgeschäft wenig Aufnahmeneigung bekunden, anderseits bereits Lagerraum^chwierigkeilen vorhanden sind. T-ei Weizen drückt sich dies besonders in einer beträchtlichen Erhöhung der Reports aus. Ossertenmalerial für prompte Wag- xonverladung an märkischen Stationen Legt weder bei Weizen noch bei Roggen in größerem Ausmaße vor Am Lieferungsmarkte waren die vorderen Weizensichien um 3 bis 4 Mark, die späteren dagegen nur bis zu 1 Mark im Preise rückgängig, bei Roggen beliefen sich die Preis- ab'ch'äge auf 1,50 bis 2 Mark. Entsprechmd den Abschlägen für die nahen Sichten waren auch die Preise für Kahnware rückgängig. Weizen- und Roggenmehle werden wiederum um etwa 25 Pf. billiger offeriert, die Umsätze halten sich jedoch weiter in den engen Rahmen dringendster Tesarssdeckungen. Hafer bei ausreichendem Angebot und nur mäßiger Vachfrage im Preise gehalten. Gerste still. Es notierten (1000 Kilo): Weizen, märkischer, 224 bis 226 (flau), Sept. 240 bis 238.50, Oft. 242 bis 241, Dez. 256. bis 255, März 267,50 bis 267 (Brief): Roggen, märkischer, 152 bis 154 (flau), Sept. 171 bis 169, Oft. 171,50 bis 169, 5>ey 185 bis 183,50, März 197 bis 196,25; Braugerste 200 bis 220 (matt); Industrie» und Futtergerste 175 bis 188; Haler, rnärkifcher. 150 bis 160 (ruhig), Sept. 155 bis 157.
Wochenbericht
vom Frankfurter Effektenmarkt.
Der Kursversall machte in der vergangenen Woche zunächst erhebliche Fortschritte; di« nachhaltige Depression verstärlte sich. War noch in der Vorwoche die Tatsache, daß das Ausland größere Ruhe als die deutschen Börsenkreise an
den Tag legte und abwartete, nicht ohne günstigen Einfluß auf die Stimmung geblieben und hatte die 'Abwärtsbewegung aufgehalten, so verschärften die nunmehr einsetzenden Auslands Verkäufe großen Umfangs die Situation und verursachten neue Kurseinbrüche. Die Zurückhaltung und mangelnde Aktivität der Regie» rungskreifc, die Ungewißheit über die Möglichkeiten einer Regierungsbildung und schließlich sinnlose Putschgenichte, die an der Londoner und der Veuvvrker Börse auftautten, riefen lebhafte Beunruhigung der in Deutschland interessierten ausländischen Finanzkreife hervor und bewirkten geradezu eine Flucht auS deutschen Werten. Bedenklicher noch alS die starken Kursrückgänge an den Aktienmärkten war aber das beträchtliche Angebot am Rente n m a r k t. Die Goldpfandbriefe der Realkreditanstalten, landschaftliche Pfandbriefe, Reichsfchuldbuchforderungen wurden vom AuS- lande und dann auch von der überängstlich gewordenen Inlandkundschaft in großen 'Beträgen zum Verkauf gestellt. Zwar griffen die Hypothekenbanken sofort ein und nahmen täglich Hunderitausende Reichsmark ihrer Emissionen aus, doch ließen sich Kursrückgänge um mehrere Prozent, namentlich bei den Liquidationspfandbriefen, nicht vermeiden. Ein Beweis für die Vervrsität mancher ausländischer Besitzer von deutschen Pfandbriefen ist die Tatsache, daß die vom Ausland vorliegenden 'Verkausslimiten verschiedentlich um mehrere Prozent unter den bereits erniedrigten Kursen lagen. An den Aus - landbörsen gingen die deutschen Werte st a r k zurück, und der KurS der Voung- anleihe, eine der bestgesicherten Anleihen der Welt, war in London und Veuyork erheblich gedrückt.
Stark verstimmend wirkten aber auch die Vorgänge am Geld- und Devisenmarkt. Die Vachfrage nach Devisen hielt unverändert an, zum Teil infolge von nun doch erfolgenden K ü n- digungen von Auslandkrediten, zum Teil durch Kapitalflucht- und Vermö- genssicherungsbestrebungen. Gegenüber allen diesen Befürchtungen, die eine Gefahr für die deutsche Währung erblicken wollen, kann
Reichsbahn und Kraftwagen.
Oie Lage der Lokoyioiivindustrie.
Die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft hat über die in diesen Tagen aogehaltene Sitzung des Derwaltungsrats ein Kommunique herausgegeben, in dem auf den Verkehrs- und Ein- nahmerückgang als Folge der Wirtschaftskrise hingewiesen, insbesondere aber der zunehmende Wettbewerb des Kraftwagens hervo^aehoben wird. Die laufenden Einnahmen der Reichsbahn sind durch biefen Wettbewerb ständig im Rückgang begriffen. Das Problem. Reichsbahn und Kraftwagen ist in den interessierten Kreisen oft genug erörtert worden, so daß sich ein näheres Eingehen erübrigt; nur soviel fei vom Standpunkt der Oessentlichkeit und der Wirtschaft, die gerade heute die Gesamtheit besonders angeht, gesagt, daß der Kraftwagen im Wettbewerb mit kwr Reichsbahn dort seine Berechtigung hat, wo er wirtschaftlichere Leistungen aufweist, als die Reichsbahn. Wenn die Reichsbahn heute selbst über eine große Zahl eigener Kraftwagenlinien, die noch im Zunehmen begriffen sind, versügt, so zeigt sich darin, daß sie den natürlichen Weg eines gesunden Wettbewerbs gegenüber dem Kraftwagen geht. Gesetzgeberische Maßnahmen für das Verhältnis Reichsbahn und Kraftwagen erscheinen u. C. nicht am Platze zu sein, da Fragen der Wirtschaftlichkeit nicht auf gesetzlicher Grundlage in einem der Bedeutung des Verkehrswesens entsprechenden Maße gelöst werden können. Wenn die Reichsbahn das Problem Reichsbahn und Kraftwagen in den Mittelpunkt ihrer Erörterungen über die ungünstige finanzielle Lage stellt, so entspricht dies nach unserer Auffassung nicht den Interessen der Gesamtheit und der deutschen Wirtschaft an den Leistungen des Verkehrswesens, welches auch den Kraftwagen einschließt.
Den Maßnahmen der Reichsbahn gegenüber der deutschen Lokomotivindustrie. die darauf ab- zielen, mit der Aufstellung eines großen Be
st ellungsprogramms von 300 Lokomotiven für die nächsten drei Iahre die noch immer bestehende ungünstige Lage in der Lokomotivindustrie zu bereinigen, kann dagegen nur zugestimmt werden. Die deutsche Lokomotivindu- ftrie ist nach wie vor übersetzt, ihre Produktionskapazität zu groß, und die bisherige Konzentrationsbewegung hat einen vollen Erfolg, der in der Beseitigung der Ueberfetzung liegt, noch nicht gebracht. Dadurch, daß in dem Testellungsprogramm der Reichsbahn nur eine beschränkte Anzahl von wirklichen leistungsfähigen Fabriken berücksichtigt wird, findet natürlich die im Gange befindliche Konzentrationsbewegung einen neuen Antrieb, und es wird sich in den nächsten drei Iahren Herausstellen, welche Lokomotivsabrilen endgültig schl eßen müssen und in welchem Umfange die bestehenden leistungsfähig bleiben. Schwierigkeiten bestehen nur insofern, als aus politischen Gründen durch die sog. Länderquoten einige Fabriken bevorzugt werden müssen, wobei es sich um Massei und Krauß in Bayern und um die toürlt. Lokomotivsabrik in Eßlingen handelt. Bekanntlich schwebt eine Klage der bayerischen Regierung vor dem Staatsgerichtshof auf Erhöhung der auf Bayern entfallenden Länder- quolen, und auch Württemberg scheint eine solche Klage zu beabsichtigen. Selbst wenn diese Klagen erfolgreich durchgefochten würden, wird damit eine höhere Auftragserteilung der Reichsbahn nicht erreicht. Die Reichsbahn hat bei ihrer schwierigen finanziellen Situation ein Interesse daran, zu möglichst günstigen Preisen abzuschließen, die nur von den wirtschaftlich arbeitenden Fabriken geboten werden können. Tatsache ist, daß die 100 Lokomotiven, die jährlich bestellt werden sollen, die bestehenden zwölf Loko- motivfabriken nur zu einem geringen Bruchteil ihrer Kapazität beschäftigen können.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlostenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 0.5)., Lornbardzinsfuß 5 o H.
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Frankfurt a. M.
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Datum
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Deutsch«Oesterreich, 1 100 Lchilling
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2,47
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Schwedische Noten.......
112,73
113,17
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81.63
81,94
Spanische Noten........
44.66
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Tschechoslowakische Noten.....
12.42
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Stockholm -
112.69
112.91
112,70
112,92
HeistngforS.
10,555
10,575
10.558
10,578
Italien . . .
21,975
22.015
21.97
22,01
London. . .
20.39
20.43
20,392
20,432
Neunork . .
4.1965
4.2045
4,196
4,204
TörtS....
16.465
16.505
16.465
16,505
Schwei, . .
81,385
81,545
81.415
81,575
Svauim .
54,96
45,04
44.96
45,04
Jovan . . . 'Kto de Ran Dien in T «
2,075
2.079
2,075
2,079
0,437
0.439
0.437
0,439
£eft- abgeft
59,20
59,32
59.215
59,335
Prag . . . .
12,456
12,476
12.457
12,477
Bcljvad - .
7.428
7,442
7,428
7,448
Dndav^k - .
73,40
73,57
73.39
73,53
Bulgarien
3,039
3,045
3,045
3,051
Lissabon . .
18,84
18,88
18,83
18,87
T anstg. . .
81,51
81,67
81.54
81.70
Konst ntin.
1.784
1.789
1.784
1,789
Äkben. . .
5,441
5,449
5.445
5,455
Canoda . .
4,200
4,208
4.200
4.208
Uru uat). .
3,407
3,413
3,407
3,413
Cairo ..
0,905
20,945
20,905
20,945


