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kurrenz der Kommunisten nicht ganz der wirklichen Stimmung entsprechen, Tatsache ist doch, daß nur ein geschlossenes Zusammen st ehen aller staatsbürgerlichen Kräfte von Westarp bis Koch-Weser, möge auch der Wahlkampf selber in getrennten Parteien geführt werden, dem künftigen Reichstag ein Gesicht zu geben vermag, das gegen den sich vielleicht noch verstärkenden Druck der radikalen Strömungen den stetigen, zielbewußten Wiederaufbau von Staat und Wirtschaft im Sinne Hindenburgs die Sicherstellung einer gesunden Sozialpolitik, die Förderung der nationalen Kultur und die Rettung des Ostens für deutsches Volkstum gewährleistet.

Oie Antwort -er Demokraten an Dr. Scholz.

Le rlin, 25. Juli. (CRB.) Der Führer der Deutschen Volkspartei, Dr. Scholz, hat, wie erin­nerlich, vor einigen Tagen an die Christlich-Ratio­nalen, die Wirtschaftspartei, die Gruppe Westarp und die Demokraten die Einladung zu einem Zusammenschluß aller staatsbejahen­den Parteien" gerichtet. In seiner Antwort hat sich Koch-Weser für die Demokratische Partei, lautVossischer Zeitung",mit betont er Z u rückhaltung" bereiterklärt, an der gewünschten Besprechung teilzunehmen.Er hofft, daß die Be­sprechung eine nähere Erklärung darüber schaffen wird, was unter der Zusammenfassung aller staatsbejahenden Kräfte gemeint ist, und warum die Besprechung gerade diejenigen Parteien umfaßt, die in Ihrem Rundschreiben erwähnt sind."

Arbeiterschaff und Konservative.

Berlin, 25. Juli. (Priv.-Tel.) Die neu ge­gründete Konservative Dolkspartei und die mit ihr in naher Gemeinschaft verbundenen Christ- lichnationalen Bauern und der Christlich-Soziale Dolksdienst erfahren durch die neuesten Aeuhe- rungen aus den Kreisen der ch r i st l i ch n a t i o - nalen Arbeitnehmer eine starke Linker- stützung. Man betont, daß schon die alte Volks- konservative Bereinigung ein durchaus so­ziales Gesicht gezeigt habe, und daß die Anerkennung des berufs ständischen Ge­dankens von Anfang an deutlich gewesen sei. Dieses soziale Gesicht wird auch die Konser­vative Volkspartei zeigen, dafür bürgen die Per­sonen, die aus der Volkskonservativen Bereini­gung Herkommen." Es besteht also kein Zweifel mehr, daß die neue Rechte die weit­gehendste Unterstützung der christ­lichen Gewerkschaften, die heute ein be­deutsamer Machtfaktor im sozialen und politi­schen Leben sind, genießen wird. Bon dieser Seite machen sich auch starke Bestrebungen gel­tend, die Arbeitsgemeinschaft dieser drei Gruppen, die grundsätzlich schon im alten Reichs­tag bestand, nicht nur im neuen Parlament wieder aufleben zu lassen, sondern auch eine engere Zusammenarbeit zu schaffen.

Oie deutschnationale Partei­vertretung hinter Hugenberg.

Berlin, 25.3uli. (Bdz.) Die Sitzung der Parteivertretuna der Deutschnationalen Bolks­partei im Reichstag wurde durch ein Referat des Parteivorsihenden Dr. Hugenberg ein­geleitet. der die Stellung der Partei im zu­künftigen Wahlkamps behandelte. Die Partei habe habe sich zurückgefunden zu ihren ur­sprünglichen Grundlagen. Die Ge­schlossenheit, mit der sie dadurch in den nächsten Reichstag einziehen wird, erleichtere ihr -die Lösung der dann bevorstehenden Aufgaben. Weite Kreise des deutschen Bürgertums stün- 7ben heute im Dienst eines falschen Systems, Jnteressenpolitik mache in ihm eine einheitliche Linie unmöglich. Die Mitte stütze die Borherr­schaft der Sozialdemokratie und gehe dabei ihrer eigenen Auflösung entgegen.

Anschließend daran schilderte Dr. Oberfohren die Borgänge im Reichstag und kritisierte das Verhalten der Westarp-Gruppe.

Die deutschnationale Parteivertretung nahm dann im Anschluß an die Aussprache eine Entschließung mit 283 gegen 4 Stimmen aus Mecklenburg an, in der es u. a. heißt: Die Porteioertretung spricht ebenso wie der Parteivorstand ihrem Partei­führer Dr. Hugenberg und dem Vorsitzenden der Reichstagsfraktion Dr. Oberfohren ihr Ver­trauen aus.

Wir Deutschnationalen kämpfen dagegen, daß durch die an Enteignung grenzende lieber» drehung der Steuerschraube und durch eine verhängnisvolle T r i b u t p o l i t i k die Ver­elendung der deutschen Menschen immer weiter ge­trieben wird. Wir wehren uns gegen die Christen­tum und Kultur vernichtende Bolschewisie- rung unseres ganzen öffentlichen Le- bens; wir kämpfen gegen das durch die Mittel- Parteien immer wieder gestützte marxistische S y st e m. Die Parteivertretung bedauert es, daß der Reichslandbund durch den Aufruf zu Landvolklisten die für die Landwirtschaft so bedeut­same Wirtschaftsorganisation praktisch zu einer Par­tei umgestaltet. Wir werden das Landvolk zur Ent­scheidung aufrufen, ob es seine Zukunft besser inner­halb einer geschlossenen Rechten oder durch eine in das System der Mitte sich eingliedernde Interessen- Partei gewahrt wissen will. In Fortsetzung des von ihr mit Volksbegehren und Volksentscheid eingelei- teten Freiheitskampfes tritt die Deutschnationale Volkspartei in neuer Kraft und Geschlos­senheit in den Wahlkampf ein. Sie wird ihn führen getreu ihren großen nationalen, christlichen und sozialen Zielen, getreu ihren monarchistischen Grundsätzen, getreu der Fahne Schwarz-Weiß-Rot." Oie Minister Schiele und Bazille aus

der Oeutschnaiionalen Volkspariei ausgetreten.

Berlin, 25.Juli. (WTB.) Wie dieLandvolk- Nachrichten" mitteilen, hat Reichsminister Dr. h/c. Schiele heute seinen Au s t r i t t aus der Deutsche nationalen Volkspartei erklärt. Minister Schiele dürfte der Landvolkpartei beitreten. Mit ihm dürf­ten sich diejenigen landwirtschaftlichen Abgeordneten, die aus der Deutschnationalen Volkspartei aus- geschieden find, gleichfalls der Landvolkpartei an- schließen, um die politische Einheitsfront des Land- volks herzustellen. Auch der württembergische Kultus­minister Reichstagsabgeordneter Dr. Bazille hat in einem Schreiben an den Landesoorsitzenden der Deutschnationalen Volkspartei (Württembergische Bürgerpartei) seinen Austritt aus der Deutsch- nationalen Volkspartei erklärt.

Sie Aot im Wlalienischen Erdbebengebiet

Erschütternde Einzelheiten der Katastrophe. Schwierige Bergungsarbeiten, diesiger Gebäudeschaden.

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Ein Wohnhaus in Neapel, bei dem bei dem Erdbeben die oberen Stockwerke wie bei einem Puppenhaus vollständig bloßgelegt sind und fast sämtliche Bewohner von dem stürzenden Mauerwerk erschlagen wurden.

Rom, 25. Juli. (TU.) Roch immer fehlt ein Tieberblick über die endgültigen Berlustziffern im Crdbebengebiet. Die bisher angegebenen Totenzahlen wachsen ständig durch die er­gänzenden Meldungen aus den zerstreuten kleinen Siedlungen, die noch nicht alle von dem Ret­tungswerk erfaßt werden. Am schwersten be­troffen wird ein Gebiet von 180 Kilometer in der Provinz Avellino, das verhält­nismäßig dicht bevölkert war, da es sich um eine landwirtschaftlich fruchtbare Gegend handelt. Fast alle Berichte stimmen darin überein, daß die Landbevölkerung besonders ge­litten hat, da die leicht gebauten Bauern­häuser den heftigen Stößen wenig Widerstand boten. Auch in den Städten dieses Haupt- erdbebengebietes und den angrenzenden Teilen der Provinzen Foggia und Potenza sind die Bergungsarbeiten noch lange nicht zu Ende. Aus Aquilonia wird z. B. berichtet, daß zwei Drittel der Bevölkerung, die 4000 Seelen zählt, von den Trümmern be­graben wurde. Bis Donnerstag waren hier etwa 100 Leichen geborgen. Man rechnet damit, daß die Zahl der Toten auf 500 steigen wird. Die Bergungsarbeiten sind äußerst schwierig, besonders dort, wo die Häuser nur noch einen Haufen von Schutt und Holzsplittern darstellen. Seit mehreren Stunden versucht eine Gruppe von Milizleuten eine Frau zu bergen, deren Hilferufe unter einem Berg von Trümmern zu hören sind. Traurige Szenen spielen sich ab. Da sieht man einen Mann und eine Frau die Leichen zweier Kinder auf einer notdürftig ge­zimmerten Bahre forttragen. Sie haben ihre Kinder selbst ausgegraben. Weiter ab­seits hat ein jüngerer Mann ebenfalls ohne fremde Hilfe die Leichen seiner beiden Schwestern unter dem Durcheinander von Dalken hervorgezogen.

Die Baupolizei von Neapel hat 300 Wohnungen wegen Einsturzgefahr räumen lassen. Den betroffenen Familien wurden anderweitig Woh­nungen zugewiesen. Sechs Kirchen in Neapel

sind von der Baupolizei ebenfalls wegen Einsturz­gefahr gesperrt worden. Diese Zahlen aus Neapel, das vom eigentlichen Erdbebenherd ziemlich weit abliegt, und wo verhältnismäßig geringer Schaden angerichtet worden ist, zeigen, wie groß der G e d ä u d e s ch a d e n im eigentlichen Erdbebengebiet fein muß. Eine aus Potenza gemeldete Statistik ergibtz daß in einer im Erdbeben­gebiet selbst liegenden Gemeinde von 14 000 Ein­wohnern, die den verhältnismäßig geringen Verlust von 22 Toten und 200 Verwundeten hat, weil ihre zum großen Teil landwirtschaftliche Einwohnerschaft an d) nachts auf den Feldern bleibt, 100 Häuser eingestürzt, 600 von Einsturzgefahr bedroht und 2000 mehr ober minder beschädigt sind. Dem Ein­sturz nahe sind in dieser Gemeinde fast alle Kirchen und das Rathaus.

MOrganisierungderHilfsMon

Rom, 25. Juli. (WTB.) In einem heute vor­mittag veröffentlichten amtlichen Bericht wird mitgeteilt, daß alle Verletzten bereits ärzt­liche Hilfe erhalten haben und daß die tele­graphischen und telephonischen Ver­bindungen in mehreren Provinzen wieder­hergestellt worden sind. Auch für Beleuch­tung ist gesorgt worden. Die notwendigen Maß­nahmen zur Lieferung von Lebensmit- telnund Tlnterkunftsmaterial sind ge­troffen. Der Llnterstaatssekretär für öffentliche Arbeiten hat in einer Konferenz der Präfekten, Militärbefehlshaber und technischen Betriebs­leiter die erforderlichen Anweisungen erteilt. In allen Dörfern treffen Beamte der Bauverwal­tung zur Organisierung der Aufräu­mungsarbeiten ein.

Der König von Italien- hat das Erd­bebengebiet besucht. Die Fahrt führte durch die Gegend von Lacedonia, Aquilonia und die Bi- faccia. Der König suchte in den einzelnen Orten die Hospitäler auf, sprach den Verletzten au und tröstete die Hinterbliebenen. Die Bevölkerung bereitete ihm einen herzlichen Empfang.

Oie Untersuchung der Koblenzer Brückenkatastrophe

Keine weiteren Opfer geborgen.

Koblenz, 25. Juli. (WTB.) Die Bergungs­arbeiten im Lüheier Hafen wurden heute vor­mittag emsig fortgesetzt. Weitere Leichen sind aber nicht gefunden worden. Bei den zu­ständigen Stellen ist man nunmehr der Ansicht, daß nach dem Ergebnis der Rachforschungen kaum mehr als 3 7 Opfer, die bereits geborgen wurden, zu beklagen sind und daß die Vermihtenanzeigen heute oder im Laufe der nächsten Tage zurückgenommen werden. Es stellt sich heraus, daß ein Teil der Vermihtenmeldungen schon aus der Zeit vor dem Llnglück stammen: auch dürste ein Teil der Vermißtenmeldungen zu denen gehören, die erfahrungsgemäß häufig nicht wieder zurück­genommen werden, aber erledigt sind.

Die vom Reichsverkehrsminister angeordnete Llntersuchung der Drückenkatastrophe durch den Ministerialkommissar hat folgendes ergeben: Die Brücke, die die Einfahrt zu einem Bauyafen über­brückt, war im Jahre 1 887 erbaut und für eine Tragfähigkeit von 280 Kilogramm- Quadratmeter Ruhlast berechnet worden. Diese Ruhlast wurde, der Zweckbestimmung der Brücke entsprechend, für ausreichend erachtet, denn die Brücke war nicht für den allgemeinen Verkehr bestimmt. Aus Anlaß der Be­leuchtung der Festung Ehrenbreitstein hatten sich am Abend des 22. Juli auf dem Llfergelände am sogenannten Reuendorfer Eck ungewöhn­lich große M e n s ch e n rn a s s e n versam­melt, die nach Beendigung des Feuerwerks in dichtem Gedränge auf dem nach Koblenz-Lühel führenden Schartwieserweg zurückfluteten.

Line Anzahl Zuschauer wählte, um schneller vorwärtszukommen, den Leinpfad, der im Zuge der Drücke liegt und der, weit er kein öffentlicher weg ist, auch keine Beleuchtung hatte. Die Brücke hätte diese Verkehrsbelastung ausgehalten, wenn nicht der über die Brücke abmarfchierende Menschenstrom durch einen f i ch von der Seife keilförmig einschiebenden Trupp junger Leule verwirrt und zu­sammengeballt worden wäre. Dies wirkte um so verhängnisvoller, als außerdem irgend­

ein Ereignis auf der Mosel oder am gegen- überliegenden Ufer die Aufmerksamkeit der auf der Brücke befindlichen Passanten erregte, die infolgedessen unvermitlell stehen blie­ben, während von den Rachkommenden nachgedrängt wurde. Infolge der Ueber- lastung wurden die Schwimmer der Brücke vollständig unter Wasser gedrückt, und die Brücke k e n l e r l e.

Rach Mitteilung des Polizeipräsidiums Ko­blenz waren von der Schutzpolizei alle Vorkeh­rungen getroffen, um eine glatte Abwicklung des Verkehrs vom Reuendorfer Eck nach Koblenz- Lühel zu gewährleisten. Einzelne Personen zogen es vor, den abkürzenden Weg über die Hafenbrücke einzuschlagen. Die Beamten duldeten schließlich die Abweichung vom Hauptweg, weil sie darin leine Gefahr erblicken konnten, denn sie kannten die Brücke und wußten, daß sie bei mancherlei Anlässen von größeren Volksmengen benutzt wurde. Es war ihnen aus eigener Anschauung bekannt, daß der Fußgängerverkehr bei früheren Veranstal­tungen ebenso groß, wenn nicht noch größer, war, als in der Rächt vom 22. zum 23. Juli. So haben die polizeilichen Ermittlungen zu dem Er­gebnis geführt, daß es sich um einen tragischen Llnfall handelte, der sich bei der Verkettung un­glücklicher Umstände jeder menschlichen Voraus­sicht entzog.

Regierungskrisis in Bayern.

Der Bauernbund scheidet aus der Koalition aus.

Die innerpolitische Lage Bayerns hat in den letz- ten Wochen eine krisenhafte Zuspitzung erfahren. Auch im bayerischen Haushaltsplan befindet sich ein Defizit, über dessen Beseitigung sich die Par­teien nicht einig werden konnten. Die Vorschläge, die gemacht worden sind, haben zu einer starken Erschütterung der Koalition geführt und schließlich den Bauernbund veranlaßt, aus der Regierungsgemeinschaft a u s z u s ch e i d e n. Auch der Landwirtschaftsminister Fehr ist zurück­getreten. Von der Koalition sind nur noch die Bayerische Volkspartet und die Deutschnationalen übrig geblieben. Die Auseinandersetzungen im deutschnationalen Lager haben aber auch den Wert der bayerischen Landtagsfraktion stark herabgemin­dert. Neuwahlen wird es aber wohl so rasch nicht

geben, weil die Bayerische Dolkspartei dazu keine Lust hat und der Bayerische Bauernbund ebenso wie die Deutschnationq^en keine Neigung ver­spüren, den Wählern die Entscheidung über die Lösung der Regierungskrise, die auch gleichzeitig eine Koalitionskrise geworden ist, zu überlassen. Zur Selbstauslösung des Landtages fehlt auch die nötige Zweidrittelmehrheit, so daß z u n ä ch st alles beim alten bleiben und die bayerische Regie­rung bis zur Beseitigung der Schwierigkeiten mit Hilfe von Notverordnungen, die ihr durch die Ver­fassung gestattet sind, wird regieren müssen.

Oer Oberpräsideni dekretiert neue Steuern für Berlin.

(Berlin, 25.Juli. (TLI.) Am Freitag hat der Oberpräsident der Provinz Brandenburg die Grundvermögenszins st euer für die Stadt Berlin von 200 v. H. auf 275 v. H., die G e- werbesteuer von 425 v. H. auf 510 v. H. und die L o h n s u m m e n st e u er von 1000 v. H auf 1250 v. H. erhöht und hat sich dabei nicht an die niedriger bemessenen Magistratsvorschläge gehalten. Durch die Erhöhung der Grundver­mögenssteuer ist trotz der wirtschaftlichen Rot eine weitere Steigerung d^r Mieten in Berlin eingetreten, und zwar um weitere 3 v. H., nachdem erst vor kurzem die Mieten auch um 4 v. H. erhöht worden waren. So erhöhen sich die Berliner Wohnungsmieten um i n s - gesamt Von7 v.H. Hinzukommt noch, daß die Steuern mit Beginn des Haushalts­jahres, das bekanntlich am 1. April beginnt, zu zahlen sind, also auch die erhöhten Mieten für die vergangenen Monate nachzuzahlen sind. Die Erhöhung der Lohnsummensteuer trifft die Arbeitnehmer nicht, da diese Steuer vom Arbeitgeber zu tragen ist.

Oas Ende -es Oikiators.

Woldemaras von der litauischen Regierung verbannt und unter Polizeianfsicht gestellt

Woldemaras, der früher den guten deut­schen Ramen Waldemar trug, ist von der Kow- noer Regierung kurzerhand in die Verban­nung g e sch i ck t worden. Er soll zunächst ein­mal für ein Jahr sich auf einem Staatsgute aufhalten, wo er unter Staatsaufsicht gestellt wird. Inzwischen wird wahrscheinlich gegen ihn ein Hochverratsverfahren eingeleitet werden, weil man Flugblätter beschlagnahmt hat, die den ehemaligen Diktator recht erheb­lich belasten sollen. Da Hochverrat in Litauen stets mit dem Tode b e straft wird, wird Woldemaras seine ganze Derteidigungskunst auf­bieten müssen, um sich von den gegen ihn er­hobenen Vorwürfen rein zu waschen. Es ist aber wohl anzunehmen, daß es die Kownoer Re­gierung es erst gar nicht zu einem Sensations-

Oie Wetterlage.

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Wettervoraussage.

An der Rückseite des abziehenden Ostseetiefs sind in der letzten Nacht in Nord- und Nordostdeutsch­land noch recht erhebliche Niederschläge gefallen. 3n unserem Gebiet dagegen gingen nur ganz leichte Schauer nieder. Durch den dauernden Zustrom von kalter Lust hat sich der hohe Druck jetzt mehr nach dem Festlande bin verlagert und führt bereits stellenweise zu Aufheiterung. In seinem Bereich wird sich das Wetter zunächst etwas ruhiger und freund- kicher gestalten. Jedoch hat die schon gestern an der Westküste Irlands herannahende Tiefdruckstörung schnell an Raum gewonnen und sich über die brl- tischen Inseln ausgebreitet, wo die Temperaturen allgemein etwas angestiegen sind und stellenweise auch schon Niederschlagstätigkeit eingesetzt hat. Mit dem weiteren Vordringen der Störung dürfte der Einfluß des hohen Drucks allmählich wieder abge­schwächt werden. Die Warmluft an der Vorderseite wird zu Temperaturenanstieg und später auch zu Bewölkung und erneuter Niederschlagsneigung führen.

Aussichten für Sonntag: Zunächst ziemlich aufheiternd, später erneute Trübung, wärmer, vorerst trocken, jedoch wieder auf­kommende Riederschlagsneigung.

Aussichten für Montag: Wolkiges

Wetter mit zunehmender Riederschlagsneigung.

Lufttemperaturen am 25. Juli: mittags 17,4 Grad Celsius^bends 15 Grad; am 26. Juli: morgens 14,3 Grad. Maximum 19,4 Grad, Minimum 13,4 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tie e am 25. Juli: abends 18,3 Grad; am 26. Juli: morgens 15,4 Grad. Niederschläge 1 mm. Sonnenscheindauer eine Stunde.

Reisewetterdienst.

W e st e r 1 a n d aus Sylt. 18 Grad, gestern oer Jahreszeit angemessene Temperatur, heute halb bis ganz bedeckt. Westwind.

B a d T ö l z. 13 Grad, Südostwind, heute halb bis ganz bedeckt