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fichtigung der Bedürfnisse bet ® e- meinben. Die Erklärungen beS Finanzministers erwecken bei und doch Befürchtungen. Der hessische Staat hat Ausgaben der Gemeinden aus sich genommen, aber die Gemeinden er­heben deswegen nicht weniger S t e u e in. Der unterste Derwaltungs- körper muh daher an der Ausgabcwirtschaft und der Verantwortung beteiligt werden. Dieser Jahr gibt daS Finanzministerium die Eingänge auS der Gewerbesteuer mit 7,85 Mil­lionen an, obwohl nur 7,2 Millionen erhoben werden dürfen. Durch die .vorsichtige Ein­schätzung" im vorigen Jahre habe man hier eine Sieuererhöhung eingeschvben^ denn daS Ge­werbe habe keinen Aufschwung genommen. Daher müsse der Gewerbesteuerfotz für einen Steuer­ertrag von nur 7,2 Millionen gesenkt werden. Die Streichung der 2 Millionen für den Woh­nungsbau widerspreche den reichSge- schlichen Vorschriften, die mindestens 12 Millionen verlangten. Die Realsteuern seien ohne Rücksicht aus die LeistungSsähigkeit deS ein­zelnen übersteigert worden und bildeten mit einen Grund für die Kapitalflucht. Wir halten daher an unseren im Ausschuß abgelehnten An- trägen fest.

Aus aller Welt.

Der 1. Internationale Kongreß für psychische Hygiene.

Der 1. Internationale Kongreß für psychische Hygiene in Washington ist unter dem Ehrcnvorsitz des Präsidenten Hoover ausgezeichnet verlausen. Die deutschen Redner kamen bei den Referaten und Diskussionen sehr gut zur Geltung. Aus dem Dr- ganisationskomitce ist ein internationales Organisa- tionskomitec für psychische Hygiene hervorgegangen. Als Vorsitzender wurde von den Vertretern der etwa 40 nationalen Verbände Dr. Arthur Ruggles, Direktor des Butler-Hospital» in Rhode Island, seit­her Vorsitzender des ausführenden Ausschusses des Rationalkomitees für psychische Hygiene in den Ver­einigten Staaten von Nordamerika, gewählt, als Vizepräsidenten Pros. Toulouse in Paris und Geheimrat Sommer in Gießen, die beide ver­hindert waren, an dem Kongreß teilzunehmen. Aus dem Vorstand des deutschen Verbandes für psy­chische Hygiene wurden im übrigen Prof. Wey- g a n b t (Hamburg) und Obermedizinalrat Roe- m e r (Illenau) in die beiden Ausschüsse des Inter­nationalen Kongresses gewählt. Der nächste Kongreß soll in Europa, und zwar in Paris stattfinden, wo- bei im übrigen England und Deutschland in Be­tracht kamen. Der deutsche Verband hatte auch für den Fall der Wahl von Frankreich seine leb­hafte Mitarbeit zugefagt.

Einbrecher im Schlöße des Staatssekretär» von Schubert.

In einer der letzten Nächte statteten Einbrecher dem Schlosse Grünhaus bei Waldrach (Mosel), das dem Staatssekretär von Schubert gehört, einen Besuch ab. Sie erbrachen alle Schränke und Schreib­tische und entwendeten zahlreiche Ge­brauchsgegenstände. Da nur ein Flügel des Schloßes vom Pförtner bewohnt ist, konnten sie ungestört das ganz« Gebäude durch­suchen. Die Vorräte in Küche und Keller gaben ihnen Veranlassung zu einem Gelage. Nachdem sie im Badezimmer nochein Bad genommen hatten, verschwanden sie. Don den Einbrechern fehlt sede Spur.

Die Wetterlage.

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^cUiiDürnaviage.

Eine breite Rinne tiefen Druckes, in der Störun­gen vom Atlantischen Ozean heranrücken, erstreckt sich nach dem Mittelländischen Meer hin. Infolgedessen besteht vorläufig noch keine Aussicht auf besseres Wetter, sondern vielmehr dürfte der erneut ein- fe-jenbe Luftdruckfall westlich von Irland bis Wo­chenmitte wieder Niederschläye bringen. Morgen wirkt sich jedoch die an der Rückseite der Dänemark­störung abwärts fließende kühl« Luft noch aus, wo bei zunächst einzelne gewitterartige Niederschläge nicht ausgeschloßcn sind. Die Temperaturen werden wieder im Laufe des Tages von der neuen Warm­luft beeinflußt, so daß sie langsam ansteigen dürsten.

Wettervoraussage für Dienstag. Wechselnde Bewölkung, vorübergehend aushei- ternd, zunächst vereinzelte gewitterhafte Hiebet- schlage, wieder etwas wärmer. ,

W i t te r u n g s aussi ch t e n für Mitt­woch. Weitere Erwärmung und Wetterverschlech­terung wahrscheinlich.

Lufttemperaturen am 25. Mai: mittags l3,c Grad Celsius, abends 9,6 Grad: am 26. Mai: morgenä 10,9 Grad. Maximum 13,9 Grad, Mini­mum 10 Grad. Erdtemperaturen in 10 Zenti­meter Tiefe am 25. Mai: abends 14,4 Grad, am 26. Mai: morgens 12,2 Grad. Niederschlag 0,1 mm. Sonnenfcheindauer zwei Stunden.

Aas der Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 26. Mai 1930.

(Sleibergverein.

Der V leiberqverein hielt am Samstag- nachmittag auf der Burg Gleiberg seine dies­jährige Generalversammlung ab, an der u. a. der Landrat des Kreise- Wetzlar, Miß (Wetzlar), RegierungSbaurat Schrader' (Wetz­lars und Bürgermeister Drockmeier (Krof- dvrs) teilnahmen.

Aach Begrüßung der Erschienenen durch Pro- vinzialdirektor Graes (Gießen) erstattete dieser den Geschäftsbericht. Daraus war zu ent­nehmen, daß der Verein sich hinsichtlich der Mit- gliederzahl seit 3ahren in einer Aufwärtsbewe­gung befindet. 3m abgelaufencn 3ahre ist die Zahl der Mitglieder von 575 auf 645 gestiegen. Die Rechnung 1929'30 schließt mit einer Heber- zahlung von 487,17 Mk. ab. Rach dem Dor- anschlag des Daufachverständigen waren die Kosten der notwendigsten Unter bal tu ngSar beiten tm vergangenen Geschäftsjahr mit 4500 Mk. an- gefeit. Diese- Bauprogramm hätte nicht durch­geführt werden können (zumal der Gcsamtvoran- schlag schon mit einer Ueberzahlung von 2700 Mark abschloh). wenn nicht seitens deS Oberpräsi­denten der Rheinprovinz eine Beihilfe zur Un­terhaltung aus Mitteln des Lotteriefonds in Höhe von 2000 Mk. zugewiefen worden wäre. Auch die Stadt Gießen hat dem DaufondS einen weiteren außerordentlichen Unterhaltungszuschuh von 1000 Mk. zugeführt. Desgleichen hat der Hessisch« Staat für das 3ahr 1929 einen wei­teren Dauzuschuh überwiesen, der in den Vor­anschlag 1930 eingestellt wurde.

Bei der Rechnungsablage zeigte die Ab­rechnung über das Gleiberg-3ubiläum einen Fehlbetrag von 627,13 Mk.» der aus den Hauptmitteln gedeckt wurde. Durch den Zuschuß der Stadt Gießen für die Durgunterhaltung in Höhe von 1000 Mk. wurde die Hauptkasse um diesen Betrag entlastet, so daß hierdurch das Manko des Gleiberg-3ubiläums ohne Be­lastung der Mitglieder gedeckt werden konnte. Außerdem ist durch den Verkauf der noch vor­handenen Festschriften ein Ausgleich möglich.

Auch bei dem Familienabenb war ein Zu­schuß aus der Hauptkassc erforderlich. Die Haupt- rechnung weift eine Einnahme von 10 557,65 Mark, eine Ausgabe von 11 044,82 Mark auf. Die lieber- »zahlung findet dadurch ihren Ausgleich, daß die vom hessischen Staat für 1929 zur Verfügung gestellten 600 Mark erst in 1930 eingegangen sind und da­her auch für dieses Jahr verbucht wurden.

Der Voranschlag für das laufende Jahr sieht eine Einnahme von 4030 Mark, eine Ausgabe von 5958 Mark vor. Man hofft, den Fehlbetrag von 1928 Mark durch weitere Zuwendungen und er- höhte Mitgliederbeiträge hereinzubekornmen, an­dernfalls sollen die für bauliche Unterhaltungsarbei- ten vorgesehenen Mittel entsprechend eingeschränkt werden. Hierbei wies Provinzialdirektor Graes darauf hin, daß der Verein nicht nur bestrebt sein müsse, die Burg nebst den zugehörigen Wirtschafts- räumen zu erhalten, es sei auch in den nächsten Jahren beabsichtigt, die noch vorhandenen unge­nützten Räume dem Verkehr zugänglich zu machen. Zu diesem Zwecke sei die Beschaffung besonderer Mittel in den nächsten Jahren notwendig.

Einer aus der Versammlung gegebenen An- regung, diese Mittel durch Erhebung einer Umlage bei den Mitgliedern zu beschaffen, wurde nicht zu­gestimmt. Einer Reihe weiterer Vorschläge, wie Renovierung der vorhandenen Oelbilder, sowie Auf­stellung von Wegweisern wurde gutgeheißen.

Bei den Wahlen wurde an Stelle von Geh. Hofrat Pros. Dr. König, der von Gießen ucr- zieht, Rektor Echternach (Gleiberg) gewählt, außerdem hat der Vorstand zum zweiten Vorsitzen­den des Vereins Bürgermeister Brockmeier (Krofdorf) bestimmt.

Im weiteren Verlauf der Versammlung wurden eine Reihe von Mitgliedern durch Ernennung zu Ehrenmitgliedern ausgezeichnet, und zwar Geh. Hofrat Prof. Dr. König, Prof. Dr. Ebel, Buchhändler Emil Roth, Geh. Rat Prof. Dr. Elbs, Geh. Rat Prof. Dr. P o p p e r t, Geh. Rat Prof. Dr. Geppert, Iustizrat Dr. R o f e n b c r g, Landgerichtsdirektor Bücking, sämtlich in Gießen, und Burgwirt N i e b e r g a l l (Gleiberg).

Weiter wurde beschlossen, das S o m m e r s e st des Vereins auf der Burg am 22. Juni in der üblichen Weife zu feiern.

Bornotizcn.

Tagcskalender für Montag. Aka­demischer Gesangverein Hauptversammlung, 20 Ahr. Hörsaal der Universität. - Lichtspielhaus Bahnhofstraße: TonfilmSer blaue Engel".

Stadttheater Gießen. Man schreibt uns. Die Winterspielzeit hat morgen die letzte Abonnemente Vorstellung (M ittwoch-Abon- n c m e n t)Meine liebe, dumme Mama", Lust­spiel in drei 211 ten von Ludwig Reiz und Louise Maria Mayer. Abschiedsvorstellung Scherer. Samstag. 31. Mai, Abschluß der Spielzeit, zum letzten MaleElavigo" (Spielleitung Tannerti: Schülervorstellung, Beginn 16 Uhr. Kleine Prelle.

' Militärpersonalien. Hauptmann H o ß f e l d , bisher Chef her 2. Kornpan e unseres 1. Batl. 15. 3nf.-Regts.. wurde mit Wirkung vom 1. Mai zum Stab des Zägerbataillons 15.3ns.- Regts. nach Kassel verletzt. An feine Stelle trat als Chef der 2. Komp. 1. Batl. 15. 3ns-Regts. Oberleutnant Scheuerpflug vom hiesigen Bataillon mit Wirkung vom 3. Mai ab

QU. Don der Landes-Universität. Dem Oberarzt an der Universitäts-Kinderklinik Dr. Paul Frick wurde die venia legendi bei bet Medizinischen Fakultät unserer Conbeä-ilni- versität für bas Zach der Kinberheilkunbe er­teilt. Unter ben Hörern ber Hessischen Lanbes- Uniocrfität befmbet sich auch der amerikanische Geophysiker Macelwanc. Professor an ber 6t. Louis-University in ben (Bereinigten Staaten von Rorbamerika: et hört die Vorlesung von Professor Uder über Einführung in die Theo­rie ber freien und geführten Wellen". Die im Verlage von A. Töpelmann in Gießen seit 1918 erscheinenden Rachrichten der Gie­ßener Hochschulgeseilschaft haben lo­chen ihren siebenten Band vollendet. Der reiche Inhalt ber ersten sieben Bänbe legt Zeugnis ab von Pen weitreichenben 3ntereffcn. denen die Hochschulgesellschaft bient. Da wirb die Geschichte ber Hessischen Landes-Universität gepflegt und ihre Stellung in unserem geistigen Oefamtlcben bestimmt: wichtige Papyri ber Gießener Samm­lung werben untersucht. Briefe namhafter Lehrer unb Promotionsakten nachmals berühmter Hörer ber Universität mitgeteilt. Darüber hinaus grei­fen bic Rachrichten" mit Aufsätzen und Vor-

Stirnen, Sport und Spiel.

Faustball im Tumgau Hessen D.T.

Zwei Lietzener Vereine ttaumcister.

Bei der gestern in Friedberg durchaeführten Rückrunde um die Gaumet st erschüft tm 5 a u ft b a H schlug die Mannschaft deS Turn­vereins 1 8 4 6 Gießen sicher den langjät)- rigen Oauincifter Tgm. Friedberg. Die Gau- meisterfchüft der Tur.terinnen errang wiederum die Mannschaft des M t v Gießen. Beide Mannschaften haben den Gau demnächst bei den Spielen in der Gaugruppe MainLahn zu vertreten. Ausführlicher Bericht folgt

Westdeutscher Spielverband.

Am Samstag fand in Godesberg die diesjährige Hauptversammlung des Westdeutschen Spielver­bandes statt. Man beschäftigte sich zunächst mit aktuellen Fragen der Leichtathletik und konnte dabei einen erfreulichen Aufschwung der westdeutschen Leichtathletik im letzten Jahre feft- stellen. Für den am 15. Juni in Köln staltsindendcn Bnrverbandekamps werden die wesibeunch» n Vertreter in Ausscheidungswettkämpfen ermittelt. Ein Frauenwettkamps zwischen West- und Nordbeutschland soll den in diesem Jahre aus­fallenden Damcnkampf Westdeutschland Holland ersetzen. Die Erstattung des Jahresberichtes ging glatt vonstatten, während der Kassenbericht eine Debatte zur Folge hatte. Einige Anträge wur­den glatt erledigt. Die Vereins-Pauschalbeiträge wurden ermäßigt, unb zwar zahlen in Zukunst: Sonderklasie 400 Mark 1. Bezirksklasse 200 Mark, 2. Bezirksklasse 100 Mark, 1. Gouklassc 50 Mark und 2. Gauklassc 35 Mark pro Jahr. Bei den Vor­standsneuwahlen schied der bisherige Vorsitzende Klose (Krefeld) aus. An seiner Stelle wurde der bisherige Ehrenvorsitzende des WSV., Rechtsanwalt I e r f ch , zum 1. Vorsitzenden gewählt. Fug- mann (Duisburg) wurde 2. Vorsitzender, die Her- rcn Becker (Hessen), Klein (Üerdingen) und Z ü n d o r f (Köln) Beisitzer.

Zwischenrunde zur 0. T.-HandbaNmeisterschast.

To. Friesenheim Polizei Frankfurt 5:4 (3:2).

3n Mannheim wurde am Sonntag das vor acht Tagen in Frankfurt wegen Regens abge­brochene Zwischenrunbenspiel zwischen Tv. Frie­senheim unb Polizei Frankfurt wieberholt. Das Treffen wurde außerordentlich bart und unfair ausgetragen und zeitigte zwei Platzverweise bei der Frankfurter Mannschaft, von denen allerdings einer zu Unrecht erfolgte. Frankfurt lag 2:0 in Führung, die Friesenheim ausglich. Dann erfolgte der erste Platzverweis eines Frankfurter», und Friesenheim schraubte das Ergebnis auf 5:2. Trotz nur 10 Mann holte Frankfurt auf 5:4 auf, vecklvr aber dann einen weiteren Spieler und mußte den Pfälzern den Sieg überlassen. Frank­furt hat allerdings wegen einer Regelentscheidung deS Schiedsrichters Protest eingelegt.

Damen: lurnetbunb Ulm Tv. Main; 1817 0:0.

Auch das zweite Damenspiel zwischen Turner- bund Htm und Tv. Mainz 1817 endete unent­schieden. illm konnte bei besseren Feldspielleistun­gen seine Chastcen nicht auswerten. Beide Stür­merreihen waren sehr schwach. Das Treffen muß nun zum dritten Male neu angesetzt werden.

Fußballmeisterschaft der Arbertersvoriler.

Rurnberg-Ost Deutscher Meister.

Dor gut 15 000 Zuschauern wurde am Sonn­tag im Rürnberger Stadion das Endspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft der Arbeitcrsportler ausgetragen. Das Spiel endete mit einem hohen und verdienten 6:1-Sieg des süddeutschen Mei­

sters Rürnberg-Ost über den norddeutschen Vertreter BSD. Hamburg. Rürnberg war beson­ders in der zweiten Halbzeit stark überlegen und schußfreudig Bei den Rorddeutschen machte die Hintermannschaft einen schwachen Eindruck.

Abschluß

der Deutschlandrundfahrt.

Bufc (Berlin) Sieger im (Befamtergcbni» der Fahrt.

Die erste Deutschlandfahrt des Industrieringes fiir Berufs- und Straßenfahrer wurde am Sonn- tag mit der 10. und letzten Etappe von Ham­burg nach Berlin über 280 Kilometer abge­schlossen. Buse konnte seinen Vorsprung von 96 Sekunden vor Stapel hatten und damit in seiner jungen Berufsfahrerlaufbahn einen sensatio­nellen Erfolg erringen.

Die 10. Etappe von Hamburg nach Berlin über 280 Kilometer verlief auf dem größten Teil ber Strecke reichlich monoton. Eine au» acht Mann be­stehende Spitzengruppe kam im Berliner Stadion ein, im Endkompf siegte Rudolf Wolke knapp vor Stapel.

Das Gesamtergebnis der 10 Etappen: 1. Buse (Berlin) 82:52:06 unb 92 Punkte: 2. 6t öpcl (Eharlottenburg) 82:53:42 unb 99 P.; 3. Tietz (Berlin) 82:56:57 und 89 P., 4. Thier- buch (Robfchütz) 82:59:29 und 71 P.. 5. Manlhey (Berlin) 83:05:34 und 65 P.: 6. Siegel (Breslau) 83:14:13 und 80 P.: 7. Remold (Schmeinfurt) 83:17:12 unb 79 P: 8. Uffat (Berlin) 83:40:12 und 42 P.: 9. Bulla (Wien) 84:01:10 unb 59 P: 10. Koch (Berlin) 84:02:41 und 41 P.

Baiaittons'Sportfest.

Auf dem Waldsportplatz des D. f. 03. wird am HimmelfahrtStag unser Bataillon mii einem vielseitigen und spannenden militürsport- lichen Programm aufwarten. (Siehe An­zeige in Samstag-Ausgabe) Besonders die mi­litärischen Wettkampfübungen und Vorführungen bilden für die Bevölkerung starke Anziehungs­kraft, da sie in dieser Form in Gießen noch nicht gezeigt worden sind. 3m Zeitalter der Technik und des Einzelkämpfers ist der sportliche Charakter des vielseitigen Ausbildungsbetriebes ein her­vorragendes Erziehungsmittel im Reichs Heer für die Heranbildung der Frontsoldaten. Daß mili­tärische Strammheit und Exaktheit eng damit verbunden sind, ist für die Disziplin eine selbst­verständliche Grundbedingung und wird manchen alten Soldaten, der vielleicht durch den Sport eine Lockerung dieser militärischen Tugend be­fürchtet. von der Zweckmäßigkeit des modernen Ausbildungssystems überzeugen. Der Reichswehr ist in den sportlichen Wassenübungen ein vor­zügliches Mittel gegeben, sich trotz der spärlichen Truppenübungen und Paraden der Zivilbevölke­rung in der ganzen Vielseitigkeit der praktischen Ausbildungszweige mit ausgesuchtem Menschen­material zu repräsentieren.

Wir entnehmen aus dem Programm, daß sport­liche Einzelkäntpse unter Beteiligung auswärtiger Truppenteile sich mit Leistung-proben in feld­marschmäßigem Anzug, Maschinengewehrhinder- nisläufen, 30 Mann starken Stafetten und Mas­senvorführungen abwechseln. Mut- und Gewandt­heitsübungen ergänzen die moderne Körperschule des Soldaten und werden als Vorführungen auf der Bodenmatte und am Sprungfifd) gezeigt. Das Programm endet mit reiterlichen Spring- übungen in der Form eines 3agdfpringenS und eines Patrouillenspringens

Mit Rücksicht auf das abendliche Strauß- Konzert find die Wettkämpfe so gelegt, daß der Besuch der Dolkshalle bequem möglich ist. Das Bataillon hat der Volkstümlichkeit halber die Eintrittspreise ganz niedrig gehalten und ge­währt in den aus den Plakaten kenntlich ge­machten Vorverkaufsstellen eine Ermäßigung.

trägen weit hinaus in den Kreis ber in Gießen gepflegten Wissenschaften. So erfüllen bieRach- richten" ben Zweck, bic Laubes-Universität mit ihren zahlreichen Freunben unb Gönnern im Lanbe zu verbinben. Wenn bas Leben einer Körperschaft burch bie Hingabe bestimmt wirb, mit ber bie in ihr vereinigten Kräfte zur Gesamt­heit stehen, bann bars bie Hessische Lanbes- ilniDerfität auch in biefer Rotzei! mit berechtigten Hoffnungen ber Zukunft entgegensehen.

ee Vier Wochen Gefängnis für Feuermelber-Unsug. 3n ber Rächt vom 14. auf 15. Dezember v. 3 wurde unt>efugtertoeifc ber Feuermelber an bem Hause Reuenweg 4 eingeschlagen und die Feuerwache alarmiert Der Täter wurde von zwei Polizeibeamten in ber Perlon bes W. Sch. in Gießen ermittelt unb zur Bestrafung bei ber Staatsanwaltschaft ange­zeigt. Er erhielt nun burch Urteil bes Hessischen Amtsgerichtes wegen Sachdeschäbigung eine Ge­fängnisstrafe von vier Wochen. Das Urteil mag allen Leichtsinnigen, bie ber Uebermut plagt unb bie ihn an berart wichtigen Einrichtungen, wie es ber Feuennelber ist, austoben wollen, eine Warnung sein!

* Ein A u t o u n f a l l, bei bem drei Soldaten unseres Bataillons schwer zu Schaden kamen, ereignete sich in der Rächt zum Sonntag gegen 1 t2 Uhr zwischen Eberstadt unb Lich. Die brei Soldaten, ber Obcrgrenabier Braun unb die Obergefreiten Walther und Ma ? einer, be- fanben sich mit einem Personenauto auf der Rückfahrt nach Gießen, als zwischen Eber stabt unb Lich währenb ber Fahrt infolge eines plötz­lich auftretenden Defektes bie Steuerung bes Kraftwagens versagte, biefer in einer Kurve gegen einen Baum rannte unb umschlug. Die drei Solbaten wurden dabei aus dem Fahrzeug her- ausgeschleudert Der Obergrenadier Braun trug bei dem schweren Aufprall auf die Erde zwei Oberarmbrüche, darunter einen komplizierten, einen Unterarmbruch, einen Handgelenkbruch, er­hebliche Kopfverletzungen und eine Gehirnerschüt­terung davon Der Obergefreite Walther erlitt einen Schädelbruch und eine Gehirnerschüt­terung, ferner zahlreiche Hautabschürfungen, der Obergefreite Maxeiner brach einen Ober­schenkel und erlitt außerdem Hautabschürfungen und eine Gehirnerschütterung. Rach erster ärzt­licher Hilfeleistung durch den rasch herbei geeilten Arzt Dr. med. Schaad - Lich wurden die Sol­daten von der Freiwilligen Eanitätskolonne vom Roten Kreuz nach der Chirurgischen Klinik ver­bracht. Wie wir heute früh auf Anfrage in der Klinik erfahren, ist das Befinden der Berunalück-

1 ten den Umständen entsprechend gut, Lebens­

gefahr besteht auch nicht für die am schwersten Verletzten.

* Eine nächtliche Schlägerei spielte sich am Sonntagmorgen gegen 2 Uhr im Rcuen- weg ab. wo ein Student mit einigen anderen jungen Leuten aneinandergeraten war. Bei dem Handgemenge kam der Student zu Fall und brach dabei den Fuß. Rach Anlegung eines Rot- verbandes mußte der Verunglückte von der Frei­willigen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz der Chirurgischen Klinik zugeführt werden.

* * Mit dem Motorrad gestürzt. Am Samstag gegen 22 Uhr stürzte auf der Fahrt zwischen Gießen und Lollar, etwa einen Kilo­meter vor Lollar, ein junger Motorradfahrer aus Oberweimar mit seiner Maschine. Der be­dauernswerte Mann trug dabei erhebliche Kopf­verletzungen davon. Ein des Weges kommendes Personenauto nahm den Verunglückten mit nach seinem Heimatsorte.

Mainz für die Helogaverträge.

WSR. Mainz. 25. Mai. 3n einer nicht­öffentlichen Sitzung des Stadtrates wurden am Freitag die abgeänderten Hekoga-Der- träge erneut zur Debatte gestellt. Der Stadlrat beschloß, nachdem die für Mainz ungünstigen Bestimmungen aus dem Vertrag entfernt worden sind, die Verträge anzunehmen und den Vertreter für die demnächst stattfindende General­versammlung zu beauftragen, die Zustimmung zum Gesamtentwurf laut vorliegendem Stadtrats- beschluh zu geben.

(Schluß de» redaktionellen Teils.)

Sträflich leichtsinnig

gehen viele Menschen mit ihrer Gesundheit um! Sie hüten sich zwar ängstlich vor jeder Ansteckung, vor jebem Luftzug, achten aber dabei nicht darauf, ob eine ber Hauptbebingungen für Gefunbheit unb Wohlbefinben erfüllt ist, nämlich bie regelmäßige Darmtätigkeit. Die infolge von Darmträgheit zu lange im Körper zurückgehaltenen Speisereste wirken ungünstig auf bie Zusammensetzung des Blutes ein. Verunreinigtes Blut bedeutet aber eine große Ge­fahr für bie Gesundheit. Deshalb beseitige man die Ltuhloerstopsung rechtzeitig unb erziehe den Darm allmählich wieder zu pünktlicher Tätigkeit durch Ge­brauch eines unschädlichen rein pflanzlichen Abführ­mittels, wie es die bei Aerzlen unb Verbrauchern äußerst beliebten Richard Brandfs Schweizerpillen finb. Durch ihre Anwendung gewöhnt man sich nicht etwa an das Mittel, sondern infolge der gleich- mäßigen Anregung der Darmtaugksit an regel- mäßigen Stuhlgang. W2v