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Samstag, 26. April 1950

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

Nr. 97 viertes Blatt

Wirffchast.

Weitere Entlastung der Reichsbank.

Doch dem Ausweis der Deichsbank vom 2 3. April hat sich in der dritten April- Woche die gesamte Kapitalanlage der Dank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 147,2 Millionen aus 1779,0 Millio­nen Reichsmark ermäßigt. 3m einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und Schecks um 135,2 Millionen auf 1630,5 Millionen Mark und die Lombardbeständ« um 12,0 Millionen aus 55,4 Millionen Mark abgenommen. Destände an Reichsschatzwechseln sind, wie am Ende der Dor­woche, nicht vorhanden.

An Reichsbanknoten ib Renten 1 bankscheinen zusammen find 215,4 Millio nen Mark in die Kassen der Lank zurückgeslos sen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichs- banfnolen um 198,8 Millionen auf 4109.9 Mil­lionen Mark, der Umlauf an Rentenbankscheinen um 16,5 Mill, auf 309,0 Mill. Mark verringert. Unter Derücksichtigung der Tatsache, daß in der Derichtswoche Rentenbankscheine in Höhe von 1,3 Mill. Mark getilgt worden sind, haben sich die Destände der Reichsbank an Rentenbank­scheinen auf 71,3 Mill. Mark erhöht. Die frem­den Gelder zeigen mit 732,5 Mill. Mark eine Zunahme um 94,1 Millionen Mark.

Die Destände an Gold und deckungsfähigen Devisen haben sich um 4,4 Millionen aus 2911,9 Mill. Mark erhöht. 3m einzelnen haben die Goldbestände um 6,9 Millionen auf 2557,1 Millionen Mark zugenommen, die Destände an deckungsfähigen Devisen um 2,5 Mill, auf 354,9 Millionen Mark abgenommen.

DieDeckung dcrRoten durch Gold allein erhöhte sich von 59,2 d. Sy in der Vorwoche aus 62,2 V.H., diejenige durch Gold und del- kungssähige Devisen von 67,5 v. Sy auf 70,9 v. Sy

Wochenbericht

vom Frankfurter Effektenmarkt.

3nfolge der mehrtägigen Unterbrechung des Dörsengeschäftes durch das Osterfest umfaßt die nunmehr abgeschlossene Dörsenwoche nur drei Dörsentage. In dieser Zeit konnte eine Dele- bung des Geschäftes nicht eintreten: die Umsatz- tätigfeit beschränkte sich auf ein Minimum, ab­gesehen von einigen Spezialmärkten, an denen 3nteressenkäufe zu beobachten waren. Das Geschäft ruht jedoch nach wie vor in der Haupt­sache auf den Schultern der beruflichen Speku­lation. Don außcnher ist das 3nteresse für die Dörse noch nicht wieder reger geworden. Don verschiedenen Werten ausgehend, trat am ersten Dörsentage eine nicht unbeträchtliche Ab- s ch w ä ch u n g der Tendenz ein. Eine starke Ver­stimmung ging von den in der Großindustrie sich häufenden Arbeiterentlassungen aus; man verwies dabei auf die Kündigungen im Siemens-Konzern, beim Stahlver­ein, bei der Mansfeld A.-G. und im Leu­na w e r k der I.-D.-F arbenindustrie. Recht ungünstig wirkten auch die Meldung von Der- luftabschlussen der amerikanischen G l a n z st o f f - und D e m b e r g gesellschaften und die Rachricht von dem vorläufigen Scheitern der internationa­len Kunstseideverhandlungen. Raturgemäß wur­den Kunstseideaktien dadurch stark in Mit­leidenschaft gezogen, und bei erheblichem Ange­bot gaben A k u und D e m b e r g über 5 Prozent nach. Auch in 3. G. Farben wurden größere Verkäufe vorgenommen, so daß sich der Kurs um mehrere Prozent abschwächte. Am stärksten gedrückt waren Mansfelder, da infolge der Kupferbaisse mit einem Dividendenaus­fall gerechnet wird und außerdem der Verkauf eines größeren Pakets von Mansfeldaktien auf den Markt drückte. Der Kurs ging um 10 Pro­zent zurück. Einen nennenswerten Kursverlust erlitten außerdem Siemens. Vorübergehend besserte sich die Stimmung etwas, und die Kurs­rückgänge konnten zum Teil wieder aufgeholt werden. Die anhaltende Flüssigkeit am Geld­märkte, die zu einer Ermäßigung des Tages- gcldsahes bis auf 3,5 Prozent führte, befriedigte und veranlaßte die Spekulation zu Deckungskäu­fen. Man glaubt mit einem leichten Ul­timo rechnen zu können, da die bestehenden En­gagements im allgemeinen nicht bedeutend sein dürften. Eine Sonderbewegung verzeichneten

Ehadeaktien. die in Erwartung einer Divi­dendenerhöhung um über 10 Mk. anziehen konn­ten. Zum Wochenfchtuh wurde die Stimmung wieder recht lustlos und zurückhaltend, und un­ter dem Druck der Geschäftsstille und des Or­dermangels gaben die Kurse meist erneut etwas nach. Einiges 3nteresse bestand lediglich für Reichsbahn-Dorzugsaktien. Deut- f ch e Anleihen waren gut gehalten. Am Markte der Auslandrenten zogen D o s n i e r etwas an, Türken lagen eher schwächer.

Wochenbericht

vom Frankfurter Produktenmarkt.

3nfolge der Ofterfeiertage war in dieser Woche nur einmal Markt, so daß nur wenig darüber zu berichten ist. Die Stimmung war im Grund­ton im Zusammenhang mit der am 25. d. M. in Kraft tretenden neuen Zollerhöhung allgemein fester, doch war das Geschäft sehr klein und äußerst ruhig.

Die Auslandofferten für Weizen waren er­mäßigt, dagegen war das Angebot in Inland» weizen und bereits im 3nland befindlichem Aus' landweizen infolge der neuen Zollerhöhung ziemlich knapp und die Tendenz fest. Auch sollen von feiten der Großmühlen stärkere Käufe vor­genommen worden fein. Auch Roggen war in Erwartung neuer Regierungsmaßnahmen (Er­höhung des Einfuhrscheinwertes) etwas be­festigt. Ebenso lagen Gerste und Haser auf die Zollmahnahmen hin fest. Der Konven­tionspreis der rheinischen Grohmühlen für Weizenmehl war bereits am Dienstag um 50 Pf. erhöht, am Marktage selbst unverändert. Llmsähe kamen aber auch nur im Bedarfsfälle zustande. Roggenmehl zeigte keine wesent­lichen Veränderungen. Futtermittel hatten abwartende Tendenz bei zum Teil leicht abbröckelnden Preisen. Für Hülsenfrüchte und Rauhfuttermittel wurden in dieser Woche keine Rotizen hergestellt. Kartoffeln ruhig und im Preise unverändert.

3m Vergleich mit den Preisen der vergan­genen Woche lagen Weizen um 10 Mk., Roggen und Gerste um je 5 Mk. und Hafer um 2,50 Mk., Weizenmehle um 0,75 Mk. höher. Roggenmehl und Weizenkleie behauptet, Roggenkleie minus 0,25 Mk.

Es notierten Getreide (per Tonne, alles übrige per 100 Kilogramm): Weizen 297,50, Roggen 190 bis 192,50, Gerste 210, Hafer 190 bis 192,50, Roggenkleie 10, Weizenmehl 42 bis 43, nieder- rheinisches 41,75 bis 42,75, Roggenmehl 27,25 bis 28,50, Weizenkleie 9, Kartoffeln der Zentner 3 bis 3,10 Mk.

Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt. Das Geschäft am Frankfurter Schlachtviehrnarkt war in dieser Woche im allgemeinen ruhig, lediglich Kälber hatten etwas lebhafteres Ge­schäft, das jedoch zum Schluß des Rebenmarktes stark abflaute. Infolge des geringen Auftriebs konnten Schweine und Kälber wieder ganz erheblich im Preise anziehen, während Rinder teilweise etwas nachgaben. Auf dem Rindermarkt war der Auftrieb sehr schwach. Trotzdem ver­lief der Markt sehr ruhig. Da auch die Rach- fragc aus den Versorgungsgebieten zum großen Teil fehlte, wurden nur etwa 40 Proz. des Auftriebs nach auswärts ausgeführt. Das ab­getriebene Vieh war von mittlerer Qualität. Es wurde nahezu ausverkauft. Auch auf dem Schweinern arkt war die Beschickung sehr gering. Bei ruhigem zum Schluß abflauendem Geschäft verblieb Üeberstand. Fettschweine waren kaum verkäuflich. Die Preise zogen stark an. Kälber wurden bei anfangs regem, zum Schluß stark abflauendem Geschäft ausverkauft und lagen gegen die Rotiz vom vergangenen Donners­tag erheblich höher. Schafe wurden wegen des geringen Auftriebs nicht notiert. Der Gesamtaustrieb bestand aus 1058 Rin­dern, darunter 280 Ochsen. 55 Bullen, 420 Kühen und 220 Färsen, ferner aus 1184 Kälbern, 90 Schafen und 3856 Schweinen. Verglichen mit dem Auftrieb der vergangenen Woche waren 288 Rinder, 1225 Kälber, 163 Schafe und 2718 Schweine weniger angetrieben. Bezahlt wur­

den pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 57 bis 60. a 2) 53 bis 56, bl) 48 bis 52. Bullen a) 55 bis 58, b) 49 bis 54. Kühe a) 48 bis 51, b) 44 bis 47, c) 38 bis 43, d) 30 big 37. Färsen a) 56 bis 61, b) 54 bis 57, c) 50 bis 53. Kälber b) 80 bis 85, c) 74 biS 79, d) 62 biS 73. Schafe nicht notiert. Schweine b) 70 bis 72. c) 73 bis 75, d) 73 bis 75, e) 70 bis 73. Im Vergleich mit den Preisen der vergangenen Woche lagen Ochsen und Färsen je V Mark niedriger, während Schweine 6 bi- 7 Mark und Kälber bis 4 Mark anziehen konn­ten. Dullen und Kühe behauptet.

*

Reue Arbeiterentlassungen bei der Vereinigte Stahlwerke A.-G. Rach- dem im Hamborner Dergbau in den letzten Tagen rund 1000Bergarbeitern gekündigt wurde, sollen nunmehr auch bei der August-Thyssen-Hütte, die zum Konzern der Vereinigte Stahlwerke A.-G.. Düsseldorf, gehört, 1000 Mann entlassen werden. Die Leitung stellte an den Demobilmachungs­kommissar den Antrag auf Zustimmung zur Kün­digung von 1000 Arbeitern zum 3. Mai, die dann am 17. Mai zur Entlassung kommen. Im Antrag wird dargelegt, daß sich der Auftrags­mangel fortgefeht verschärfe und eine Besserung auch in den nächsten Monaten nicht zu erwarten ist, um den Betrieb überhaupt aufrechterhalten zu können. Es müsse daher zur Entlassung ge­schritten werden. Es werde befürchtet, daß auch nach dieser Entlassung das Werk ohne Feier­schichten nicht auskommen werde. Von den still- gelegtc? kleineren Abteilungen der Hütte wurde auch die Walzenstrahe II stillgelegt, wo 50 Mann beschäftigt sind.

DerVermahlungssahfürInland- weizcn. Wie amtlich bekanntgegeben wird, hat der Reichsminister für Ernährung und Land­wirtschaft auf Grund der ihm im Gesetz über die Vermahlung von Inlandweizen vom 4. Iuli 1929 (Reichsgesetzblatt I Seite 129) gegebenen Ermäch­tigung den Vermahlungssah für Inlandweizen entsprechend der bisherigen Regelung auch für den Monat Mai 1930 auf. 50 v. Sy festgesetzt.

Berliner Börse.

B e r I i n , 28. April. Auch nach der Ultimoliquida' tion war von einer Oefdjäftsbelebung zum min­desten nichts zu spüren. Die Jnteresfelofig- keit außen st ehender Kreise hält an, und zu dem üblichen Ordermangel an dem frühen Sams­tagsbeginn kam das Fehlen neuer Limite für den neuen Monat. Die Spekulation selbst war sehr un­sicher und zurückhaltend, so daß kleinste Abgaben genügten, um die auf den Kursen liegenden Reports per Mai verloren gehen zu lassen. Schon gestern abend hatten in Frankfurt a. M. einige Sonder- bewegungen (Zellstoff Waldhof auf ein- bis zwei- prozentige Dividendereduktionsgerüchte und Kunst- seidewerte auf gescheiterte internationale Verhand­lungen) die Tendenz etwas beeinflußt. Heute lagen keine anregenden Momente vor. Die ersten Notierungen kamen nur sehr schleppend zu­stande. Siemens mußten mangels Umsatzes bis 11.30 Uhr ausgesetzt werden. Besondere Veränderungen hatten aus den bereits genannten Gründen und auf die Meldung, daß die Bemberg-AG. das Werk Sieg­burg nicht in Betrieb nehmen werde, Kunstseide­werte, von denen Aku, abgesehen vom Report, und Bemberg 2 v. Sy verloren, und Aschaffenburger Zell- ftoff, die gegen den gestrigen Schluß 6,5 v. Sy ein- büßten. Eine verhältnismäßig feste Haltung zeigten Aktien für Verkehrswesen, Danatbanf, Berliner Han. delsgesellschast, und im Verlaufe Deutsche Erdöl, bei denen Hoffnungen auf eine Dividendeerhöhung laut wurden. Auch Reichsbahnvorzugsaktien hatten weiter lebhaftes Geschäft. Von deutschen Anleihen setzten besonders Altbesitz ihre Aufwärtsbewegung fort (65,6 o. H.). Ausländer waren wenig verändert. Pfandbriefe zumeist recht freundlich, aber noch wenig entwickelt. Der Geldmarkt zeigte heute eine kleine Versteifung, die mit dem herannahenden Ultimo zu­sammenhing. Man nannte Tagesgeld 3,5 dis 5,5 v. H., Monatsgeld 5,5 bis 7 v. H.: Warenwechsel zirka 4,75 v. Sy Auch im Verlaufe trat im allgemeinen keine größere Unternehmungslust heroyr, die Kurse schwankten unbedeutend hin und her. AG. für Ver­kehrswesen machten eine Ausnahme nach oben und lagen etwa 2 v. Sy über Anfang. Anderseits hatten Mansfeld auf einen erneut einsetzenden Baissevorstoß eine Einbuße im gleichen Ausmaße aufzuweisen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 26. April. Tendenz: abge­schwächt. Auch an der Wochenschlußbörse konnte

Letzte Nachrichten.

r($raf Zeppelin" 110 Kilometer von Paris entfernt.

Zriedrichshascn, 26. April. (HJIB. Funk- spruch.) Da» LuftschiffGraf Zeppelin" befand sich um 11 Uhr über Sen», etwa 11 0 ft I (o -e meter südöstlich von Pari».

sich das Geschäft nicht beleben, und bei der mini­malen Umsatzläligkeit neigte die Tendenz eher zur Schwäche. Verstimmend wirkten der anhaltende Order mangel und die überwiegend schwächer.-n, Auslandbörsen. Ein weiterer sehr ungünstiger Mo« ment war der starke Kursrückgang von Aschaffenburger Z e 11 ft o f f, die auf eine wahrscheinliche Dioidendereduktion von 1_ bis 2 v. H« gegen den letzten Kurs etwa 10,5 v. Sy verloren. Verschiedentlich kam noch Prämienware heraus, |o daß sich gegenüber der gestrigen Abendbörse über- wiegend Kursverluste von 1 bis 2,5 v H. ergaben. Auf der anderen Seite waren A.-G. für Verkehrswesen auf Berliner Abitrageköuse 3 v. H. fester. Am Ehemiemarkt lagen I.-G.-Farben, Schei­deanstalt und Rütgerswerke bis 1 v Sy niedriger. Dagegen blieben Deutsche Erdöl aut behauptet. Von Elektrowerten gaben AEG. 1 v. S). nach. Am Kunst- seidemarkt lagen Bemberg 2,5 v. Sy und Aku 1 v. S) abgeschwächt. Montanwerte waren infolge des wei­teren Rückgangs der Ruhrkohlenförderung vcrtwch- lasfigt und 1 u. Sy niedriger. Bank werte waren ge­halten. Schiffahrtsaktien weiter etwas angeboten und schwächer. Am Rentenmarkt waren Altbesitz recht lebhaft gehandelt, bei einem Gewinn von 0,75 d. S).; Neubesitz waren nur wenig verändert. Aus- ländifche Renten umsatzlos. Im Verlaufe war das Geschäft weiterhin sehr klein, bei kaum veränderten Knrsen. Etwas mehr gefragt waren Reichsbankanteile, die etwa 2 v. H. gewannen. An- derseits lagen Mansfeld im Angebot und 3,5 v. Sy schwächer. Von Renten konnten jetzt auch Neubesitz vermehrtes Interesse auf sich lenken und zirka 9,5 v. H. anziehen. Die Börse schloß lustlos Am Geld­markt war Tagesgeld mit 4 v. H. unverändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,18825, gegen Pfund 20,3640, London gegen Kabel 4,86225, gegen Paris 123,91, gegen Schweiz 25,0790, gegen Holland 12,08.

Erhöhung der Mchlpreisc.

Die Süddeutsche Mühlenkonvention hat ab 25. d. M. den Preis für Weizenmehl, Spezial 0, der am 24. d. M. auf 43,25 Mark ohne Zoll er­höht worden war, auf 44.75 Mark e i n s ch I i e ß - lich neuem Zoll festgesetzt. Die rückständigen Käufe für Märzlieferungen werden ohne Zoll Zu­schlag geliefert, wenn sie bis zum Mittag des 24. April disponiert waren. Die Käufe per April- Lieferung werden restlos ohne Zollzufchlag ausge­liefert, wenn die Verfügung bis 30. April vorliegt und bis 10. Mai ausführbar gestellt ist. Alle Ab­schlüsse, die auf spätere Lieferung ausführbar sind, sowie alle rückständigen Schlüsse vom Februar oder vorher werden mit einem Zuschlag von 2 Mark pro 100 Kilogramm belastet. Hart- Weizengrieß mit 4 Mark. Ab 25. April wird der Mühlenpreis einschl. Zollzuschlag festgelegt.

Kleine Strafkammer Gießen.

Gießen, 25. April.

Wegen Beleidigung des Beigeordneten Gar ein Bürger aus L. von dem Amtsgericht Grünberg zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Er hatte dem Sohn des Beleidigten gegenüber ge­äußert:Wenn sein Vater damals nicht die Bür germeifterei gehabt hätte, hätte er lange ni-ht solche Vergünstigungen (gemeint war bei der Feld­bereinigung) erlangt." Der Angeklagte bestritt in der Berufungsverhandlung eine Beleidigungsab­sicht, behauptete außerdem, der Beigeordnete habe tatsächlich mehr bei der Feldbereinigung erreicht, als ursprünglich vorgesehen war, außerdem habe er in Wahrung berechtigter Interessen gehandelt. Das Berufungsgericht verwarf seine Berufung und schloß sich den Ausführungen der Dorinstonz an. Es sah den Wahrheitsbeweis nicht als erbracht an und verneinte außerdem das Vorliegen eines berechtig­ten Interesses für den Angeklagten an einer der­artigen Aeußerung.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt deschlosienen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 o. Sy. Lombardzinsfuß 6 v. H.

Frankfurt a. Ul.

Strltn

Frankfun a. M.

Berlin

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1-Ubr- fiur»

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1-Uhr- Kurs

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kurs |

Anian g- Kurs

Datum

25- 4.

26.

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Datum

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6% Deutidje «eichc-anleihe

Hamvurg-Ämerika Palet ... 7

110.5

-

109,5

109

von 1927

87,25

87,1

>

Ham bürg. S üdam. Dampfschiff. 8

7% Deutle RcichZanleihe

Han io Dampfschiff - 10

- 159 ,

von 1929 ......

101 1

101,25

Norddeutscher Lloyd.....8

110,5

109,5

109,13

109

Teutfcfie -Anl.-Ablöl.-Schuld mit

Allgemeine Deutsche Ereditanii. 10

116

115,75

116.23

AuSlof.-Rechten - -

56,13

56,7

55,9 '

56.6

Barmer Bankverein ... 10

127.5

127

126,7a

126,75

DeSgl. ohne Aurtos^Rechte 8% Heii. Kolkfla.it von 1929 lrüctzahlb. 102%)......

10.65

10.7

10.7

10,6

Berliner Handelsgesellschaft . 12

(Sommer;, und Privat-Bank . 11

174 160.75

160,75

174 (60

175,25 160.75

93

92

-

Darmstädter und Nationalbant 12

228,75

227,25

228,5

Oberbeilen Provinz - Anleihe mit

53,5

-

Deutsche Bank und

TiSconto-Sesellichajt, ... 10

149,75

149

149

Deutsche komm. GammtiabL

Anleihe Serie 1 ...

53,5

53,3

Dresdner Ban!......10

Reichsbank.......«

143,25

294

145

144,5

295

145

292

8% Frantz. Hvp.-Bank Äoldpfe. X1U unkündbar bi« 1934 . .

7% Frantz. Hyp.-Bank Soldpfe unkündbar bis 1932.....

98,5

92

-

-

8LS.6..........8

Bergmann.........9

(Siehr. LieferungSgefellichafi. 10

173

17/

171

187

158.5

172,25

186.5

Rheinische Hvp.-Vank fiiau. äolbpfc. .....

86

Licht und Kraft .....1°

Felten L Guilleaume - l¥i

125,75^

167,75

127

169

8% Br. Lande.'pfandbriefcmsialt, Pfandbriefe R. 17 -

8% Pr Lande^viandbrtefanNaU.

Somm^Obl. R. 16

7% Pr. Lande^pfandbriesanllolt, Pfandbriefe S. 10

V.E.Ä. abg. BorkrtegS-Lbligatio-

99

95,5

90,75

99

35,5

90,75

Gesellschaft für Etekiritche

Unternehmungen ... 10

Hamburger ElektrtzttütS-Derke 10

Rbc mische Elektrtzuät .... 9 Schlesische Elektrtzitül. ... 10 Schocker, L ........."

Siemens & HalSle . V,

178

248

111111

176.25

136.65

145

174

188,5

247,5

177.25

136

147

172.5

187,75

nen. rückzahlbar 1932 . . .

-

171

171,25

4% Oeiierretckmche cSolbrente . .

'n

27,4

Buderus . . - .$

72,5

n.5

71

4,20% Österreichische Silberrrnte

4

Teutfche Erdöl.......*

101.25

101,25

99

100

4% Oellerretchische Einheitliche

Essener ...............°

143.25

138,5

123,75

107

Rente

2.4

139

138,5

4% Ungariichr Goldrente ....

4% Ungarische Staatircnte». 1910 4%% Brtfll. von 1913

4% Ungarische ßronenrente .

4% Türkische Zollanleibe von 1911

4% Türkische Bagdadbohn-Anl Serie I

4% brtfll. Serie 11

5% «umäniiche vereint). Reo» von 1903

Rumänilche vereinh. Rente von 1913 .........

4% Rumantiche vereinh. Sau»

24,4

24.4

Harvener .. 1

124.5

123.9 >07

230.5 100,75 >05.25 104.65

83.75

71,75

108,75 104.5 225.5

112,75

20,5

Hoefch Eilen........

2,35 6,9

16-,6

7,95

II 1 II III

2,4 6,73

6,75 6,75

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16,6 T,95

1*1 11 1 11

I,ic Bergbau . Llöcknerwerke

Köln-Reuesien...... '

Manne» m an n-Röbrea * xiansfelder Bergbau. . - Lberschlei. Eisenbedars . . . Lberschlel. ftoUroetfe - - - - - - Phünir Bergbau . . . »y. Rheinijckie Braunkohlen . - lc Rdemfiabl..... ®

...................

102

105,25 84,25

113

101,25

105,75

105,5

83,75

108,9 , 105

228.5 , 113,70

103,75

Frankfurt a. m.

Berlin

Banknoten.

Schluß-

t-ilhr-

Schluß-, Anfang-

gerlln, 25. April

Geld

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kurS |

flur<

kurs 1

Kurs

Lmerikamiche Noten .....

4.163

4.183

Datum

25. 4.

26 4.

25 4

26 ».

Belgische Noten...... .

DB.Zd

111.73

58,47

112,17

Englische Noten.....

* 1

20.317

20,397

Bereinig» Stahlwerke.....

Ltavi Minen .....16'/,

97

96.25

96,75

Franzönsche holländische

Noten . . .

16,38

16,44

51,25 1

51

Noten . .

167.98

163,66

Kaliwerke Aschersleben ... 10

224,5

224

-

fttalienische Noten . . .

21,93

22,01

Kaliwerke Westeregeln ... 10

228.5

228

Norwegtiche

Noten . . .

111,78

112,22

Saliwerke Salzdetfurth ... 15

389

387,5 ;

388

Deutsch Crfterr . a 100 Kronen

58 81

50,05

Rumänische Noten . . .

2.46

2,48 112,59 81 .96

F. K. Farben-Invuftrie ... 12

177.25

176,25

176,4 |

176,5

Schwedische Noten . . .

Schweizer Noten ....

..

12,15 80,94

52.39

Tvnamtt Nobel ....... 6

Svanische Noten ....

52.61

Scheideanstalt........ 9

151

Tschechoslowakische Noten . -

12.36

12,42

Koldichmibl ...... b

Rütgerswerke ........ 6

70,5

70,5

69.75

70

70

69.13

70,5

Uugartiche Noten

- -

72.93

73,23

Metallgelellfchafk. ...... 8

108

107,5

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Devisenmarkt Berlin

Frankfurt a. ZIL

Philwv Hotzmonn......<

Zementwerk Heidelberg . 10

Sementwerk Karlstadt. ... 10

@ati6 & Freytag.....8

108.5

133

143,5

108

108,5

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26- April

91.5

90,5

Amtliche Notierung

Geld Sries

Amtliche Notierung

Geld 2riet

168,38

168,72

168,38

168.72

Schultheis Pa-cnhoter ... 15

295,5

Putn.-Aires

1,623

1,627

1.619

1,623

296

Brll.-Antw.

58,395

58,515

58,40

58,52

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251,5

252

Christiania.

112,01

112,23

111,98

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>09,5

109.4

108,75

Kopenhagen

112.01

112,23

112.00

112,22

Bemberg........."

140

>42,5

140,5

Stockholm .

112.44

112,66

112,43

112,63

Zellstoff Waldbo, .... 13'/,

186

185

186

185

Heist ugtorS.

Italien. . .

10,532

10,5o2

10,531

10,551

Zellitoss Aschaffenburg ... 12

Eharlonenburger Wasser ... 8

137,5

147

21,925

21,965

21.93

21,97

103,65

104,5

London. . .

20,339

20,379

20,343

20,333

Teiiauer fflaj ......»

>69

169

sJi ent) ort . .

4,183

4,191

4,1835

4,1915

Daimler Motoren . ..... 0

41

40,4

40,75

TariS....

16,405

16,445

16.41

16.45

Deutsche Linoleum ......

249

246,5

247 5

Sch wetz . .

81,10

81.26

81.115

81,275

Maschinenbau . . 0

49,25

50

Spanien . .

52,22

52,32

52,15

52.25

Rat. Auwmobil ...... 0

19

Japan . . .

2,067

2,071

2,069

2,073

C-nmftetn & Koppel .... 6

78,75

wo de Jan.

0.493

0,495

0.494

0,496

Leonhard lieg ...... 10

151

Dien in

Svens ko ........

350

350

CtfL abgesk-

58,985

59,105

59.00

59,12

Prag . . . . Belzrad . .

12,396

12,416

12,396

12,416

Frankfutter Mchchtne» .... 4

36

35,75

7,405

7,416

7.408

7,422

Grihner .........6

38,5

38,75

Budavell . .

73,09

73.23

73,11

73,25

Hevl'geniiaedl ....... 0

-

Bulgarien .

3,037

3,043

3,036

3,042

Iungbans. ........ 6

41,5

40,5

-

Lissabon

18,78

18,82

18,76

18,82

Lechwerke.......

Mainkraftwerke H3ch0 n- 3JL . . 8

105

Tanrig. . . | Konstantin,

81,34

81,50

81.34

81,50

92.1

-

1,785

1,789

1,784

1,788

Miag ......10

132

131,5

132

| Athen. . .

5,435

5,445

5,435

5,445

Sebr. Roeder...... 10

103.5

--

I Tanada . .

4,176

4.184

4,177

4,185

B oig t & Hae ffner ......

215

j -

215

1 Um uay. .

3,876

3,884

3,856

3,864

Süd deut, che Zucke» U

1 -

159

1 -

1 Kairo ...

20,86

20,90

20,80

20,90