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für Samstag. Pictätoctjtt. - nps um Sie Selb« tzerz m Mvbu»

sür Sonntag. und 19 bis 22 M: Lichtspielhaus Dahn.

- Moria-Licht- die Goldselder" und Autobus verloren", eßen. Man schreibt die letzte klall>lche Izeif .Mvigo" von ist aus Dienstag, den pielleiterch^Ta n.

nett. Bef für Bit nächste Spielzeit an BaS Stadttheater Krefeld verpflichtet worden ist, wird hier in Giehen mit diefem Stück seine letzte klassische Inszenierung herauSbringen Tannert bringt den Llavigo auf einer konstruktiven Bühne heraus, um vor allem der Idee deS Doethe- scheu Trauerspiels gerecht zu werden. Es verab­schieden sich in dieser Dorstellung Franz Arz. d o r f (HeueS Theater, Frankfurt) und Trude Heß (Stadttheater Zwickau).

UeberMieternotundBodenresorm spricht am Dienstag. 29. d. M 20.30 Uhr. im ..Post­keller" der Geschäftsführer des Bundes deutscher Bodcnreforrner. Dr. Wagcnbach (Berlin), in einer vom Mieteroerein Gießen e. D. und vorn Bund deutscher Bodenreforrncr. Ortsgruppe Gießen, (unberufenen öffentlichen Versammlung. (Siehe heuttge Anzeige.)

Von der Bewegung für religiöse Erneuerung wird uns geschrieben: In den zeit­gemäßen Gegenwartsfragen, welche die heutigen Menschen bewegen, gehört die Psycho-Analyse. von Sigmund Freud, die aus den ausgestellten Anschau­ungen heraus in das praktische Leben des Menschen einzugrcifen sucht. Zu einem gegenwartsgcmähcn Christentum gehört cs, Grundlagen zu geben, die zu einem Verständnis solcher Erscheinungen führen und damit auch zu Richtlinien für deren Beurteilung verhelfen. Aus diesem Grunde veranstaltet die Be­wegung für religiöse Erneuerung, die Christenge- meinschast, in der kommenden Woche einen öffent- lichen Vortrag von Wilh. Salewski (Mannheim) über das Thema:S. Freuds Psycho-Analyse in ihren Auswirkungen auf Stunft, Pädagogik und Religion." Dienstag, 29. April, im Universitätsgebäude. Nähe­res in der heutigen Anzeige.

** Das erste F r ü h l i n g s g e w i t t e r zog in den gestrigen Dachmittagsstunden über unsere Stadt. Die Entladungen waren von Nieder­schlägen begleitet, und der warme Degen hat der Degetatton in Feld und Gärten sichtlich sehr wohl getan und allenthalben das Wachstum ge­fördert. Auch in der näheren Umgebung kam cs zu Niederschlägen. Lieber Grohen-Duseck ging gestern abend ein Gewitter mit großen Wasscr» mengen nieder, die der Landwirtschaft zweifellos zustatten gekommen fein dürften. Die Welzbach trat stark über ihre Ufer, so daß die Ernst- Ludwigstraße, die Alten-Buseckcr Straße und die untere Dismarckstrahe teilweise erheblich unter Wasser gesetzt wurden.

' Anlagenkonzert findet morgen, Sonntag, 11 Uhr durch das Musikkorps des I.Datl. 15. Inf.-Regt bei günstiger Witterung am Liebig-Denkmal statt. Leitung: Obermusik- meister L ö b e r. Die Musikfolge ist: 1. Armec- marsch II. Nr. 123; 2. Ouvertüre zur Operette Die Fledermaus"', Ioh. Strauß; 3.Hinter den Bergen, bei den sieben Zwergen", Charakter­stück, P. (Sim (Gießen); 4. Große Fantasie aus der OperDer fllegenbe Holländer", N. Wag­ner; 5.Feierlicher Festmarsch in Es-Sur", W. fieber.

" Schiffenbera-SOO-Iahrfeier. Am Freitagabend fand bte erste Sitzung des neuge­bildeten Finanzausschusses statt, der sich wie folgt konstituierte: Q3anfbtreltor Griesbauer, Dor­sitzender, Geschäftsführer Kirchner, Rechner, Bureaubirektor Kehler, Schriftführer. Nach einem kurzen Bericht des Dorsitzenden des ge- fchäftsführenden Ausschusses, Forstrat Niko­laus, über die geplanten Veranstaltungen und den Stand der Dorarbeiten fand eine rege Aus­

sprache statt, ht welcher zum Ausdruck kam, daß die geplante SVO-Iahrfeier weit über die Grenzen unseres cnaeren Vaterlandes hinaus Bedeutung habe und daß daher wohl auch mit einer weit­gehenden Unterstützung seitens der Behörden, so­wie weiter Kreise ber Bevölkerung gerechnet werden dürfe. Die Schaffung eines Garantic- sonds ist mit Rücksicht auf frühere Erfahrungen nicht geplant.

* Di e Museen sind am morgigen Sonntag zu gewöhnlichen Preisen geöffnet.

Geschäftsjubiläum. Am 1. Mai d. I. wird die Geschäftsführerin Frau Derzbach 25 Jahre ununterbrochen bei der Firma Spring- manns Schuhwarenhaus tätig fein. Die Jubilarin war während eines Bierteljohrhunderls in ver­schiedenen Filialen des Hauses tätig und hat während dieser Zeit stets mit dem größten Interesse. Fleiß und Treue ihren Posten ausgefüllt, den sie noch heute vorbildlich verwaltet.

* Arbeitsjubiläum. Ihr 25jähriges Ar- beitsjubiläum feierte die Zigarrenmacherin Frau Elise Johannette Frey aus Gießen, bei der Zi» aarrenfabrit Julius R a t t m a n n, G. m. b. H. in Gießen. Der Jubilarin wurde ein Diplom desDeut, schon Tabakoereins" überreicht. Auch wurde sie von der Firma in geziemender Weise geehrt. Am blumon- geschmiickten Arbeitstisch ' brachte die Arbeiterschaft ihre Glückwünsche dar und gab der Hoffnung Aus­druck, daß Frau Frey noch lange ihre Arbeitskraft behalten möge.

** (Ein Anfängerlehrgang in der Ein- hcitskurzfchrift wird am Dienstag, 29. d. M., 19 Uhr, in der Peftalozzifchule unter Leitung eines staatlich geprüften Lehrers der Stenographie von der 1. ReichskurzschriftgesellschaftGabelsberger" und Damenckvteilung c. D. Gießen eröffnet. (Näheres in der heutigen Anzeige.)

* (Sin Tafeldeck- und Servier- Kursus findet am Mittwoch, 30. d. M., und Donnerstag, 1. Mai, im Hotel Schütz statt. Es sind für beide Tage Nachmittags- und Abend­kurse vorgesehen, wobei jeweils auch eine Unter- Weisung in Umgangsformen gegeben wird. Näheres ist aus der heutigen Anzeige zu ersehen.

** Diebstähle. Das Polizei amt teilt mit: Entwendet wurden in der Nacht zum 6. d. M. aus einem im Schiffenbergertal gelegenen Aufent­haltsraum einer Gärtnerei ein Dreirohren-Nadio- apparat mit Lautsprecher, (der Lautsprecher war viereckig mit gelbem Stoff bezug); in der Nacht »um 15. b. TR. aus einem am Heegstrauch (Schif- fcnbergcrtal) gelegenen Gartenhaus, das gewalt­sam geöffnet wurde, eine braune Herrenstrick- woste. Personen, die zu den genannten Straftaten über die Täterschast Angaben machen können, werden gebeten, bei der Kriminalpolizei, Zim­mer 24, vorzusprechen. Don den Geschädigten ist eine Belohnung ausgesetzt.

Oberheffen.

Landkreis Gießen.

Leihgestern, 26. April. Am morgigen Sonntag findet um 13.30 Uhr die feierliche Einweihung unseres Gefallenen­ehrenmals statt. Gin gut zusammengestelltes Programm wird der Feier einen würdigen Ein­druck geben.

Grünberg, 25. April. Die Oster- konferenz der Pfarrer des Dekanats Grünberg sand am Mittwoch nach Ostern statt. Alle Mitglieder mit zwei Ausnahmen hatten sich eingefunden. Nach der Eröffnung

durch Pfarrer Georgi, Ermenrod, begrüßte der Dorsitzende. Dekan Schmidt, Grünberg, die Erschienenen; es folgte zunächst die Besprechung geschäftlicher Angelegenheiten. Inzwischen war auch der Superintendent Oberkirchenrat Wag­ner. Gießen, erschienen und der 'Referent des Tages. Pfarrer König. Groß-Eichen, hielt seinen Dortrag über die hochkirchliche Bewegung. Die Klarheit und Anschaulichkeit des Dortrages, der mit großem Fleiß diese Bestrebungen schil­derte und in der Ablehnung der Auswüchse bei Anerkennung des berechtigten Kernes die Zu­stimmung aller fand, wurde in der Aussprache anerkannt. 2lach gründlicher Aussprache wurde der offizielle Teil ter Konferenz durch den Dor- fihenden geschlossen.

Mrei* Büdingen.

ch Büdingen, 24. April. Die Berufung geyen das Urteil des Kreisausschusfes des Kreises Büdingen vom 21. Dezember 1929 i. L. Einwen­dungen gegen die Gemeinderatswahl in Büdingen wurde zurückgenommen.

Helft ber Landwirtschaft: Eßt Roggenbrot!

Der am 17. November 1929 gewählte neue Gc> mcinberat kann somit in seinen Dienst eingewiesen werden.

ch Ortenberg, 24. April. Die Eheleute Karl Suhl und Katharina geb. Hofmann zu Ortenberg feiern am 25. April in geistiger und körperlicher Frische das Fest der goldenen Hochzeit.

< > Ober-Mockstadt. 24. April. Zur Freude aller Dorfbewohner ist unser Storch- n e st. das seit 1927 unbewohnt war, am ersten Osterfeiertag wieder bezogen worden. Dor Ostern fand eine Besichtigung des Nestes durch zehn Störche statt, und in der darauf folgendenBe­sprechung" ist anscheinenddie Sperre", die über unser Storchnest feit drei Iahren verhängt war. aufgehoben worden. Hier wurden sieben Mäd­chen konfirmiert, drei aus Ober-Mockstadt und vier aus Nieder-Mockstadt. Seit drei Wochen ist hier eine Masern-Epidemie ausgebrochen, so daß mit Beginn des neuen Schuljahres die Unterklasse noch acht Tage ge­schlossen bleiben muh.

Kreis Schotten.

I Ober-Lais. 25. April. Die Zahl der Arbeitslosen ist hier noch immer sehr hoch, und es bestehen kaum Aussichten, daß sie noch wesentlich zurückgehen kann. Dies hat seinen Grund in der außerordentlich großen Zahl der hiesigen Bauhandwerker. Es gibt nur wenige Hauser, in denen nicht wenigstens ein Maurer. Zimmermann oder in Unter-Lais Weiß­binder wohnt. Die Bautätigkeit ruht hier völlig, auch Reparaturen werden kaum ausgeführt. Die hiesigen Maurermeister, die in früheren Iahren fast alle hiesigen Maurer beschäftigten, haben jetzt kaum noch für wenige Arbeit.

Kreis Alsfeld.

Ober-Ohmen . 25. April. Gestern Abend brach auf noch unaufgeklärte Weise im Anwesen des Landwirts Peter Korell Feuer aus. Die Oekonomiegebäude, deren Inhalt und sämt­

liche Hühner äußert einem wurden ein Raub Bef Flammen. Die übrigen Dichbestände konnten ge* rettet werden. Den anwesenden Wehren von Unter-Seibertenrod. Ruppertenrod, und hier ge­lang eS nach anstrengender Tätigkeit, das wü­tende Element auf seinen Herd zu beschränken. Da die sieben fast oneinandergebauten Häuser: der Nachbarschaft ein weiteres Umsichgreifen be­fürchten ließen, wurde die Msfelder Motorspritze alarmiert, jedoch durch Automobilisten unter­wegs wieder abbestellt. Der Schaden ist durch Dersicherung gedeckt.

Wetzlarer Stadlsorgen.

Wetzlar, 25. April. Nachdem der st ä d- tische Etat mit vielen Mühen und allerhand Steuer- und Tariferhöhungen vor einigen Wochen verabschiedet worden ist, kommen in bet Stadt verschiedene neue Fragen zur Erörterung, deren Lösung noch manches Kopfzerbrechen be­reiten dürfte. Die wirtschaftliche Lage in unferm Industriebecken ist noch immer sehr ge­drückt. besonders was die Eisen- und Bau­industrie betrifft. Größere Arbeit Sein- fchränkungen mit Arbeiterentlassungen oder Kurzarbeit haben das Heer der Arbeits­losen im Laufe des Winters in stärkster Weise vermehrt, und die im Frühjahr erwartete Ent­lastung ist nur beschränkt eingetreten. Nach den letzten Veröffentlichungen beträgt die Zahl der ausgesteuerten Erwerbslosen allein 130 Mann und dürfte sich in den nächsten Wochen etwa noch verdoppeln. Die Ausgaben der Stadt für U n t e r ft ü t) u n g c n dieser ganz der Gemeinde zur Last gefallenen Armen steigen daher in eines Weise, die ernsteste Sorgen für die Deckung bet erforderlichen Ausgaben verursachen. Wie wir hören, hat die Stadtverwaltung nunmehr Schritte unternommen, um eine Beschäftigungsmöglichkeit für die Leute zu ermöglichen. Daß es sich hier­bei nur um sehr große Summen handeln kann, ist bei der genannten großen Zahl verständlich.

Eine weitere große Sorge bereitet der Stadt der' bauliche Zustand des in ihrem Besitz befind­lichen Hotels zum HerzoglichenHause. Schon seit Wochen sind einige Teile dieses Hauses wegen ihres schlechten Zustandes baupolizeilich gesperrt worden, und der jetzige Pächter hat sich nach einer anderen Derdienstmöglichkeit um- gesehen und das neuerstandene Restaurant zum Deutschen Hause gepachtet. Die Stadtverwaltung steht nunmehr vor der schwerwiegenden Frage, das alte Hotel am Dom-Platz, in dem einst Teile des Reichskammergerichts mttergebracht waren, noch mehr verfallen zu lassen oder mit erheb­lichen Mitteln von Grund auf zu renovieren. Auch hier sind in letzter Zeit Verhandlungen aufgenommen worden, die, wie zu hoffen ist, zu einem guten Abschluß führen. Es werden aber für die Stadt sehr erhebliche Beträge sein, die für die Wiederherstellung aufgebracht werden müssen; man spricht von einer Summe von 1OOOOO Mark, die in Frage komme, wenn etwas Richtiges geschaffen werden soll.

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Bekanntmachung.

Das neue Schuljahr beginnt für die hie­sige Fortbildungsschule am Montag, dem 26. April 1930. 3170C

Die Anmeldung der in die Fortbildungs­schule neu eintretenden Schüler und Schü- lerinnen hat an diesem Tage, vormittag« 9 Ahr. zu erfolgen, und zwar

a) für die gewerbliche Abteilung I und die gewerbliche Abteilung II (seither allgemeine Abteilung) und die Mäd­chenabteilung in dem Schulhaus in der Kirchstraße;

b) für die kaufmännische Abteilung in der Allen Klinik, Liebigstraße.

Fortbildungsschulpflichtig werden mit Beginn des neuen Schuljahres alle Schüler und Schülerinnen, die an Ostern 1930 aus der Volksschule entlassen worden sowie die- Jenijjen, die aus höheren Schulen nach acht- jährigem und mehr als achtjährigem Schulbesuch, aber vor vollendetem zehnten Schuljahr ausgetreten sind. Es wird be- sonders darauf aufmerksam gemacht, daß alle in Gießen in der Lehre oder in Be- sckäftigung stehenden Fortbildungsschul­pflichtigen ohne Rücksicht auf ihren Wohn- ort zum Besuch der Schule in Gießen ver­pflichtet sind. Für Schulpflichtige, die in ein Lehrverhältnis .treten, besteht die Schulpflicht unabhängig davon, ob sie zu­nächst eine Probezeit durchlaufen oder nicht.

Gießen, den 24. April 1930.

Stadtschulamt. 3.23.: Fischer.

Beschluß

in dem Vergleichsverfahren über das vermögen der Firma Sigmund Jacob in Gießen, Inhaberin Jrau Emilie Jacob geb.

Levi in Gießen, Bahnhofstraße 54.

1. Der in dem Vergleichstermin vom 3. April 1930 angenommene Vergleich wird hierdurch bestätigt. 32750

2. Infolge der Bestätigung des Vergleichs wird das Verfahren aufgehoben.

3. Das Veräußerungsverbot, wonach der Schuldnerin verboten wird, über die ihr gehörigen Grundstücke zu verfügen, ist aufgehoben.

Gießen, den 12. April 1930.

Hessisches Amtsgericht.

Bekanntmachung.

Der vom Gemeinderat durchberatene Voranschlag der Gemeinde Londorf für 1930 Rj. liegt vom 29. April L I. ab eine Woche lang auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters zur Einsicht der Beteiligten offen, woselbst innerhalb dieser Frist Ein­wendungen schriftlich oder zu Protokoll vorgebracht werden können. 3270D

Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben.

Londorf, bett 24. April 1930.

Bürgermeisterei Londorf.

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Bekanntmachung.

Ortsansässige Personen, die in Bad« Nauheim die Kurmillel gebrauchen wollen, ohne dort Wohnung zu nehmen, erhallen nur dann Bäder verabfolgt, wenn sie eins von hier ausgestellte Ausweiskarte im Badehaufe vorzeigen können. 3170O Die Ausstellung von Ausweiskarten er* folgt im Stadthaus, Bergstraße 20, Zim« mer Nr. 29.

Gießen, den 19. April 1930.

Der Oberbürgermeister, I. V.; Dr,