Ausgabe 
26.3.1930
 
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erhebliche Zuschüsse gezahlt hatte, unb der em Schwesterschisf der durch ein U-CBoot versenkten Lusitania" war, der eine Geschwindigkeit von 26,06 Knoten erreichte und damit das Blaue Band des Ozeans an sich riß, das seit dem Jahre 1907 bis zur letzten Rekordfahrt derBremen" des Norddeutschen Lloyd ihm nicht wieder abzuringen war. Am 23. 2uli 1929 erreichte dieBreme n" Neuyork nach einer Rekordfahrt von 4 Tagen 17 Stunden 42 Minuten und gewann damit das Blaue Band des Ozeans. Unb nun hat heute der Lloyd-DampferEuropa", der 5.54 Uhr amerikanischer Zeit das Ambrose-Feuerschiff pas­sierte, den Rekord seines Schwesterschiffes um 36 Minuten gebrochen.

Zum fünften Male ist damit diese Auszeichnung an Deutschland gefallen und zum vierten Male an den Norddeutschen Lloyd.

Es ist ein Rekord, gewiß, aber der Rekord legt doch nur davon Zeugnis ab, daß die deutsche Nachkriegsindustrie den großen Aufschwung nahm, der sie in vieler Hinsicht der ausländischen 3n- dustr ie überlegen machte. Der Brand derEu­ropa" im Dock der Reederei ist vergessen. Heute freuen wir uns dieses Sieges der deutschen Tech­nik, im Bewußtsein, daß dadurch auch die deutsche Weltgeltung eine nicht zu unterschätzende Stär­kung erfährt. Sobald wird der Sieg trotz des internationalen Wettbewerbes uns nicht genom­men werden. Dies soll uns ein Symptom dafür fein, daß die deutsche Technik den rechten Weg eingeschlagen hat.

Die neuen Oberpräsidenten m Preußen.

Berlin, 25. März. (WTB. Amtlich.) Das preu­ßische Staatsministerium hat in seiner heutigen Sitzung beschlossen: Zum Oberpräsidenten der Pro­vinz Hessen-Nassau den Beigeordneten der Stadt Köln Haas, M. d. L., zum Oberpräsidenten der Provinz Pommern bAi Regierungspräsiden­ten von Halfern (Stettin), ferner zum Re­gierungspräsidenten in Stettin den Ministerialrat im preußischen Ministerium des In­nern Hans. Simons und zum Regierungspräsi­denten in Frankfurt a.O. den Vizepräsidenten der Regierung Gumbinnen Dr. Fitz ne r zu er­nennen. Für das freigewordene Oberpräsidium der Provinz Sachsen hat das Staatsministerium den Ministerialdirektor Dr. Falck, Präsident des Bun­desamtes für das Heimatwesen, in Aussicht genom­men. Anstelle des im Laufe der nächsten Monate wegen Erreichung der Altersgrenze ausscheidenden Regierungspräsidenten Pohlmann in Magdeburg ist in Aussicht genommen, den Oberbürgermeister Weber (Halberstadt) zum Re­gierungspräsidenten zu ernennen. Der Minister des Innern ist vom Staatsministerium ermächtigt wor­den, zur Durchführung der oben angeführten Be­schlüsse sich mit den P r o v i n z i a l a u s s ch ü s s e n der betreffenden Provinzen in Verbindung zu setzen, um das gemäß Artikel 86 der preußischen Ver­fassung erforderliche Einvernehmen herbeizu­führen.

Das preußische Staatsminifterium beschloß fer­ner, wie der Sozialdemokratische Pressedienst er­fährt, die rechtsstehenden Landräte Klein (Leer), Rotberg (Fallingbostel) und Freiherr von H a m m e r ft e i n (Seesen), die zugleich Abgeord­nete des Provinziallandtages der Provinz Hanno­ver sind, aus politischen Gründen ihrer A em ter zu entheben. Die Staatsregierung hat weiter beschlossen, den sozialdemokratischen Ab­geordneten des preußischen Landtages Meyer (Solingen) zum Ministerialdirektor im Wohlfahrtsministerium zu ernennen.

T) r neue Oberpräsident von Heffen-Naßau.

Der zum Öberpräsidenten von Hessen-Nassau ernannte Bsherige sozialdemokratische Beigeord­nete August Haas ist 1881 als Sohn des Plüschwebermeisters Haas in Waldbröl geboren. Nach seiner Schulentlassung kam er nach Solin­gen, arbeitete als Metallarbeiter bis 1899 in Remscheid. Hier wurde er zum Bevollmächtigten des Metallarbeiterverbandes unb später zum Borsitzenden des Gewerkschafts.artells gewählt. 1907 kam Haas als Geschäftsführer des Metall- arbeiterverbandes nach Köln und wurde 1910 erster Bevollmächtigter des Verbandes. Dem Kölner Stadtverordnetenkollegium gehört er seit 1918 an. 1920 wurde er zum Beigeordneten der Stadt Köln gewählt. Dem Preußischen Landtag gehört der neue Oberpräsident seit 1920 an. Weiter ist Haas Mitglied des Provinzialland­tages für die Rheinprovinz, der ihn 1926 zum stellvertretenden Vorsitzenden wählte. Als Bei­geordneter der Stadt Köln stand er den Ver­waltungsausschüssen für öffentliche Anlagen sowie für Häfen unb Brücken vor.

Günstige Aussichten für den Noung- plan in der pariser Kammer.

Paris, 26. März. (WTB. Funkspruch.) Zu der Debatte über die Ratifizierung des Poung- Planes, die morgen in der Kammer beginnt, haben sich schon 16 Redner zum Wort gemel­det, woraus man schließen dars, daß fruhstens Mitte nächster Woche die Abstimmung erfol­gen kann. Ihr Ergebnis ist nicht zweifelhaft. Für die Ratifizierung wird sich eine Mehrheit finden, auch bann, wenn das Verhalten der Radikalen und der M a r i n g r u p p e mit den rechts von ihr stehenden Anhängern noch llcberrafd)ungen bringen sollte. Die Lage hat sich nämlich infofern geklärt, als die So­zi a 11 ft e n gestern beschlossen haben, für die Ratifizierung zu stimmen, auch dann, wenn Ministerpräsident Tardieu die Vertrauensfrage stellen sollte. Die Marin-Gruppe hat ihren Mitgliedern die Adst-immung freigege- b c n. Es können also beliebig viele Anhänger dieses Mannes, der selbst in der Debatte das Wort ergreifen wird, und in derselben energischen Weise wie seinerzeit gegen das Locarnoabkom- men auch gegen den Voungplan und die Rheinlandräumung sprechen dürste, für ober gegen bie Ratifizierung Stellung neh­men. Die R a b i k a l e n, bie gestern getagt ha­ben, haben noch keine Entscheidung ge­troffen; sie wollen sich erst heute schlüssig wer­ben. Es scheint nun, baß eine Einigung über eine einheitliche Stellungnahme nicht zustande kommen, daß Fraktionszwang nicht geübt werben wird, daß zum wenigsten eine starke Min­derheit für bie Ratifizierung stim­men wird. An der Ratifizierung selbst ist also nicht zu zweifeln.

Aus her Provinzialhauptstadt

Der Abbau im hessischen Schulwesen

Oie Wetterlage.

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4.

erklärt, bis an Schüler Zwang schwere

Die bie Schiss bas Landstraße

Als bie maßgebenden Oppositionsparteien Szy­manski ihre A b s a g.e mitteilten, gab er seinen Auftrag zurück. Die Lage ist äußerst ge­spannt. Im Augenblick ist noch nicht bekannt, wen der Staatspräsident mit der Bildung eines Kabinetts beauftragen wird.

nicht einfach an braucht.

Demgemäß hat Jugendherbergen mit den anderen

Gießen, den 26. März 1930.

Wanderwege.

Eisenbahn den Schienenstrang, das Wasserbett und der Kraftwagen die braucht, so der Ritter auf Schusters

Wenn man den neuen Schritt der Reichsbahn bei der Reichsregierung mit dem Ziele einer Ge­nehmigung der schon vor Jahresfrist beantragten Tariferhöhung richtig würdigen will, muß

Prügeleien im Münchener Stadtrat.

3m Stadtrat kam es zu einem schweren Tu­mult. Den Anlaß hierzu bildete eine Aeußerung des kommunistischen Fraktionssührcrs Hu- bex, der den Nationalspzialismus als organisier­ten Arbeitermord bezeichnete. Die national­sozialistischen Stadträte drangen hierauf unter stürmischen Protestrufen zu den Sitzen der drei Kommunisten vor, worauf sich zwischen diesen und den Nationalsozialisten eine hef­tige Schlägerei entwickelte, in die auch sozialdemokratische Stadträte mit Stühlen ein­griffen. Die Schlägerei konnte erst nach einiger Zeit durch das Dazwischentreten der Angehö­rigen anderer Fraktionen beendet werden. Ver­schiedene Etadträte trugen Beulen amKopf, ein Nationalsozialist auch eine blutende Wunde an der Hand davon. Das Handgemenge im Saal führte auch zu tätlichen Aus­einandersetzungen auf den stark be­setzten Tribünen, wo die Anhänger der Kommunisten und der Nationalsozialisten eben­falls aneinander gerieten. Die Tribünen wur­den daraus von den Ordmingsbeamten geräumt.

die Grenze des für die Lehrer und die Erträglichen gehe. Lediglich unter dem der Finanzlage seien so außerordentlich Abstriche gemacht worden, so daß man

der Reichsverband für deutsche im vorigen 3ahre gemeinsam am Wandern in erster Linie

beteiligten Spihenverbänden einen Hilferuf an die Straßenunterhaltüngsp'liHtigen (Länderre­gierungen) gerichtet. Das Echo ist noch gering,

Die Regierungskrisis in Polen.

Szymanskis Bemüyttngcn gescheitert

Warschau, 26. März. (TU.) Wie zu er­warten war, hat die Aufgabe des Senatsmar­schalls Szymanski, eine parlamentarische Re­gierung zu bilden, mit einem völligen Fehl­schlag geendet, weshalb er sich auch genötigt sah, seinen Auftrag z u r ü ck z u g e b e n. Den Parteivertretern, die Szymanski um 9 Uhr abends zu sich gebeten hatte, teilte er mit, daß Marschall Pilsudski die Bildung einer parlamentari­schen Regierung von folgenden Bedingungen abhängig "mache, die von den Parteien ange­nommen werden mühten. Das Ultimatum Pil- sudskis besteht aus folgenden vier Punkten:

tung desBudgets durch die Regierung, fallen lassen, und schließlich

wird gefordert, daß der Sejm im näch­sten Halbjahr nicht zusammenzu­treten hat.

Dlenstaa 25. Marz.

sogar auf Beamte mit acht Änwärter- jähren, die verheiratet seien und Kinder hätten, zurückgehen müsse. Von volksparteilichcr Seite wurde auf die Tragweite der vorgesehenen Ab- baumahnahmen (insgesamt 44 Stellen) hinge­wiesen. Don Anträgen zu diesem Kapitel sehe man ab, da bei der Zusammensetzung des Aus­schusses der Erfolg nicht zu erreichen sei. Der sozialdemokratische Antrag auf stärkere Degabten- auslese bei der Zuweisung in die unteren Klassen der höheren Schulen wird mit allen bürgerlichen Stimmen abgelehnt. Der Landbundantrag, alle höheren Schulen auf den Stand vom 31. Dezember 1918 zurückzusühren oder den Sih- gemeinden alle Mehrkosten für den Ausbau auf­zulegen, wird für erledigt erklärt, da von der Regierung dargelegt wird, daß tatsächlich seit 1918 mit einer einzigen, vom Landtag genehmig­ten Ausnahme (Bingen) keine neuen Lasten auf den Staat übernommen wurden, sondern daß in allen Fällen des Ausbaus die Gemeinden die Kosten tragen. Das Kapitel wird mit acht gegen zwei Stimmen bei zwei Enthaltungen angenommen.

Bei Kapitel 61a (Aufbauschulen in Friedberg, Bensheim, Alzey und (für Mädchen) Darmstadt mit 87 231 Mk. Einnahmen und 552 573 Mark Ausgaben) widerspricht die Regierung dem Ländbundantrag, die Aufbauschulen in Päda­gogische Seminare zur Ausbildung der Volks­schullehrer umzuwandeln unter Streichung der betreffenden Ansätze bei den Hochschulen, aus prinzipiellen und finanziellen Gründen. Eine Er­sparung erblicken auch die übrigen Ausschußmit- glieöer in diesem Vorhaben nicht. Von volks­parteilicher Seite wird die Notwendigkeit von Aufbauschulen gemäß Artikel 146 der Reichs- Verfassung bejaht, allerdings bezweifelt, ob Hessen auf die Dauer vier solche 3nftitute erhalten kann. Der Landbundantrag wird gegen die An­tragsteller abgelehnt und das Kapitel bei Stimmenthaltung der Volkspartei (wegen der Schulgelderhöhung) genehmigt.

Die Abgeordneten haben es zu unter lassen, sich in Personalfragen der Re> gierung und in öic Reg ierungs

Fahren mit Wandern zu verbinden trachten, jedenfalls sind die Fußgänger noch in erdrücken­der Mehrheit, noch sind sie eine Macht, die sich die Wand zu drucken lassen

Ein älterer volksparteilicher Antrag, der die Rückgängigmachung der Schulgeld- erhöhung fordert, wird mit allen Stimmen gegen Volkspartei und Volksrechtpartei a b ge­lehnt bzw. durch die Annahme des Kapitels für erledigt erklärt. Don Regierungsseite wurde ..... daß die Gestaltung des Voranschlags

Darmstadt, 25. März. WHP. 3m Finanz­ausschuß des Hessischen Landtags ist eine Ent­scheidung über die Abbaumahnahmen an der Volksschule und den höheren Lehranstalten ge­fallen. Es blieb bei den im Staatsvoran­schlag enthaltenen Abbaumahnah - men, die mit 7 Stimmen der Sozialdemokraten und des Zentrums gegen die Stimmen des Land­bundes bei Enthaltung der Deutschen Volks- Partei, der Volksrechtspartei und des demo­kratischen Vertreters bestätigt wurden. Es ist also nicht gelungen, unter den Regierungs­parteien eine Einigung zu erzielen, die Verstim­mung bei den Demokraten ist groß. Für die mor­gige Sitzung des Ausschusses dürften daher von den drei RegierungsparteienErklärungen" über ihre Haltung zu erwarten fein.

Unter Ablehnung aller Aenderungsanträge der Volkspartei und des Landbundes wurde Ka­pitel 53 (M inisterium für Kultus und B i l d u n g s w e s e n) mit 8 gegen 2 Stimmen bei 2 Enthaltungen angenommen. Annahme sand der sozialdemokratische Antrag, den Gewerbe­schulrat im Ministerium auf 3nfjaber zu be­willigen. Kapitel 54 (Stellvertretungs-, Aushilss« und sonstige Verwal­tung s k o ft e n) wird mit 10 Stimmen bei zwei Enthaltungen angenommen. Abgelehnt wird der volksparteiliche Antrag, an den sachlichen Kosten 10 000 Mk. zu streichen. Es bleibt auch dabei, daß für Schulausflüge im Etat nichts eingesetzt wird.

Kapitel 57 (Volksschulen) wird mit 7:2 Stim­men bei drei Enthaltungen in der Regierungsfassung angenommen. Alle Anträge des Landbundes und der Volkspartei wegen der Gerne-ndebeiträge für die Volksfchulstellen, wegen des Abbaus an den Sonder­klassen, auf Abbau einiger Schulratsstellen und Ab­baumaßnahmen bei den Fortbildungsschulen sowie Aufhebung des Werkunterrichts, verfallen der Ab­lehnung. Ein deutschnationaler Antrag auf Wahrung der Parität bei Abbau wird der Regierung als Ma­terial überwiesen. Die Regierung wird ersucht, dafür zu sorgen, daß künftig der Landtag mit drei Mit­gliedern in den Kuratorien der Seminare für Hand­arbeit und Hauswirtschaft vertreten ist. Kapitel 58 (Schul turn - und - s p o r t we s e n), Kapitel 59 (Taubstummenanstalten Friedberg und Bensheim) und Kapitel 60 (B 1 i n d e n a n st a ^t) werden ohne wesentliche Aussprache genehmigt.

Heber Kapitel 61 (Gymnasien, Real­gymnasien, Oberreal» und Realschu­len und Pädagogische Seminare) mit 4,5 Millionen Einnahmen und 7,1 Millionen Ausgaben entspinnt sich eine längere Aussprache.

ge schäfte einzu mischen,

2. sie haben es ferner zu unterlassen, sich in die Handhabung des bewilligten Haushaltsplans einzumischen,

3. sie werden bei der endgültigen Annahme des Haushaltsplans den Artikel 6 des Fi» nanzgesehes, betreffend Ueberschrei-

Rappen den Wanderweg.

3n früheren Zeiten nahm die Landstraße gleich gastlich das Fuhrwerk wie den Zunftgesellen auf. Vor einigen 3ahrzehnten änderte sich das Bild. Den Wanderer zog es auf einfnmere Pfade, wenn möglich in die Höhe, auf der Straße tauchten der Radfahrer und in immer unheim­licher werdender Menge der Kraftwagen auf. Heute sind Radfahrer und Fußgänger auf vielen Straßen kaum noch ihres Lebens sicher. Vor Getute, Staub, Benzinduft und Kotsprihem ist der Raturgenuß dahin. Die nervenge­peitschte Menschheit schätzte ein so zweifelhaftes Vergnügen nicht, sie bleibt lieber daheim und hütet Leben wie das sonntägliche Gewand fieber auf dem Sofa oder im nahegelegenen Kaffeehaus. Dabei stehen wir erst am Anfang der Kraft­fahrerei.

Was tun? Sollen die Verfechter des Wanderns schicksalsergeben zuschauen, oder ihre Begeiste­rung für das Pilgern durch die schöne Welt in Schimpfen und Fluchen gegen die Kraftwagen verpuffen? Das wäre zwar bequem, aber es wäre auch schlapp. Es dreht sich hier um eine Frage von größter Wichtigkeit. 3mmer lauter werden die Notrufe derer, die häufig hinaus- ziehen, schon jetzt die getoaltige De rkümme- rung der Rechte des Fußgängers emp- sinden und die weitere Entwicklung klar vor sich sehen.

3n vielen Gegenden ist der Wanderer fast ganz, in anderen mehr oder weniger auf die Be­nutzung der Landstraße angewiesen. Er hat dar­auf ein 3ahrhund«rte altes wohlerworbenes Recht. Das wird ihm jetzt in steigendem Maße genommen. Der Kraftwagen verdrängt ifyn. See Fußgänger muß sich zur Wehr setzen. Nicht durch Fordern von polizeilichen Maßnahmen gegen den Kraftwagen. Der Siegeslauf des Mo­tors ist nicht zu hemmen. Also müssen wir ver­suchen, friedlich nebeneinander auszukommen. Da­für aber gibt es nur den einen Weg, daß Kraftfahrer, Radfahrer und Fußgänger mög­lichst verschiedene Wege gehen.

Zwei Beine entfallen auf jeden Deutschen. Noch sind wir selbst beim Autobesitzer nicht so weit, daß er diese einzig für den Gang nach der Garage benutzen möchte. Es mehrt sich im Gegen­teil erfreulicherweise stark die Zahl der Kraft­fahrer, die selbst Natursucher sind und oft

Berlin, 25. März. (SIL) Der Derwaltungs- rat der Deutschen Reichsbahngesellschaft hielt am Montag und Dienstag in Berlin eine regel­mäßige Tagung ab. Es wurde hierüber ein amt­licher Bericht ausgegeben, in dem es heißt: Die immer noch fehlende, seit Sommer 1929 er­strebte finanzielle Entlastung seht die Reichsbahnverwaltung nicht in den Stand, für Erneuerung und Unterhaltung in dem erforder­lichen .Umfange zu sorgen. Auch der am 8. Fe- beuar gestellte Antrag der Reichsbahn auf eine Erhöhung der Tarife ist bisher von der Reichsregierung nicht entschieden wor­den. Durch die schlechte Derkehrsentwicklung ist die finanzielle Lage derReichsbahn immer schwieriger geworden. Bis zum 23. März blieben die Einnahmen um 91 Millionen Mark gegen die an sich schon ni örigen ent­sprechenden Einnahmen des Vo^ayres zurück. Der Derwaltungsrat gab in Anbetracht dieser Lage im Interesse einer weiteren gesunden Wirt­schaftsführung der Reichsbahn seine Zustimmung zu einem sofort durchzuführenden Einschränkungsprogramm trotz schwerer Bedenken wegen der Auswirkungen auf die all­gemeine Wirtschaft. Durch Herabsetzung der Tagewerke des Personals, Entlassung von Arbeitern, und durch Unterlassung nötiger Arbeiten an Bauten und Fahrzeugen müssen so­lange weiter entsprechende Einsparungen vor- genommen werden, bis die Betriebseinnahmen wieder die notwendige Höhe erreicht haben. Die Mittel, die der Reichsbahn durch den Anschluß des Reichs an die M o b i l i s ie r u n g s an- lei h e zufließen sollen, können nicht für Ausgaben des laufendenBetriebes verwendet werden und entbinden die Verwal­tung nicht von der Verpflichtung für den Aus­gleich der Betriebsrechnung, durch Erhöhung der Einnahmen Sorge zu tragen.

Die Reichsbahn schränkt ihre Arbeiten ein

llm die Tariferhöhung. - Gin Ginsparungsprogramm.

man sich vergegenwärtigen, daß die Personal- lasten der Reichsbahn durch Gehaltserhöhungen und Lohnerhöhungen in den letzten Jahren um etwa 780 Millionen Mark gestiegen sind, wäh­rend gleichzeitig durch Tariferhöhungen ein nominaler Mehrertrag von 417 Millionen Mark erzielt worden ist. Man darf nicht über­sehen, daß demgegenüber auch noch eine Stei­gerung der Sachausgaben bei der Reichs­bahn steht und daß das Blld durch-die bekannte Konkurrenz des Automobils noch wei­terhin zuungunsten der Reichsbahn verschlechtert wird. Das Defizit, das die Reichsbahn für 1930 erwartet und dessen Ausgleich unbedingt erforder­lich erscheint, beläuft sich aus etwa 150 Millionen Mark. Zur Tarifgestaltung der Reichsbahn ist vielleicht auch die historische Erinnerung am Platze, daß im Jahre 1924, ehe die Reichsbahn-Gesell­schaft gegründet wurde, mehrmals Ermäßi­gungen der Gütertarife, und zwar in Hohe von insgesamt 28 Prozent vorgenommen worden sind, die von der Reichsbahn im Hinblick auf die damalige relativ günstige Konjunktur zunächst übernommen werden konnten, weil man die inzwischen eingetretene Steigerung der Perso­nal- und Sachkosten in diesem Umfange nicht voraussehen konnte.

Man wird damit rechnen müssen, daß nunmehr eine baldige Entscheidung eintritt. Falls der Reichsverkehrsminister wiederum die Tariferhö­hung a b l e h n t, wird man doch noch einmal die ernste Erwägung anstellen müssen, ob nicht die Betriebsrechnung der Reichsbahn durch die Rückvergütung eines Teiles der Be­fördern ngs st euer wieder ins Gleichgewicht gebracht werden kann, da die wirtschaft­lich ungünstigen Folgen de» Tarif­erhöhung von keiner Seite verkannt werden. Der zu erwartende Verkehrsrückgang und die allgemeine Steigerung der Preise bilden zweifellos ein Argument, dem sich auch die Reichsregierung bei ihren Entschließungen nicht entziehen sollte, wobei sie allerdings um die Erhöhung der Einnahmen der Reichsbahn nicht herumkommt.

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Die Nordmeerstorung hat den hohen Druck mehr südlich nach der Biscaya hin verdrängt und wirkt auf unsere Wetterlage ein, indem sie wie­der Bewölkungszunahme und im nördlichen Deutschland heute morgen auch Niederschläge brachte. Durch ihre Rückseite erfolgt vorerst leichte Abkühlung und vereinzelte Niederschläge sind auch in unserem Bezirk zu erwarten. Der damit verbundene Darometeranstieg führt jedoch im Laufe des morgigen Tages wieder zur Aus- heiterung. Ein Wechseln der Wetterlage scheint aber später erneut einzutreten, denn im Nord­westen seht wieder Luftdruckfall ein, über Irland drehen die Winde nach Süden zurück, so daß nach Aufheiterung und Abkühlung Temperatur­anstieg und Eintrübung folgen dürften.

Wettervoraussage für Donners- t a g. Nach anfänglich wechselnder Bewölkung mit vereinzelten Niederschlägen wieder aufhei­ternd. zunächst noch etwas kühler.

Witterungsaussichten für Freitag. Zuerst teils wolkig, teils aufheiternd, später mehr bewölkt und milder.

Lufttemperaturen am 25. März: mittags 10,9 Grad Celsius, abends 3,7 Grad; am 26. März: morgens 3,1 Grad. Maximum 11,9 Grad, Mini« mum 0,3 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 25. März: abends 9,8 Grad: am 26. März: morgens 4,4 Grad Celsius. Son­nenscheindauer 6s Stunden.