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Wieseck, den 25. Oktober 1930.

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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Verluste, der uns so schwer betroffen, sagen wir aut diesem Wege allen unseren herzlichst. Dank.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Elisabethe W eller, geb. V ölzel

Heinrich Flach

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Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen sagen wir besten Dank.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Job. Karl Pfeiffer.

Wieseck, den 25. Oktober 1930.

Pfarrerkonferenz in Schotten.

ch Schotten, 24. Oft. Unter dem Vorsitz von Dekan Widmann, Gedern, fand hier eine Konferenz der Geistlichen des Evan­gelischen DekanatsSchotten statt. Vach Eröffnung mit Schriftlefung und Gebet begrüßte der Vorsitzende den Superintendenten der Pro­vinz Oberhessen, Oberkirchenrat D. Wagner, Gießen, und den neu in das Dekanat eingetretenen Pfarrer Kornmann, Laubach. Hierauf hielt Pfarrer 2 ob, Rodheim v. d. H., der Provin­zialvertrauensmann des Evangelischen Prehver- bandcs sür Hessen, einen Vortrag über das ThemaEvangelischer Oeffentlich- k e i t s d i c n st" , der eine lebhafte Aussprache ouslöste. Die weiteren Punkte der Tagesord­nung befahlen sich mit geschäftlichen und dienst­lichen Angelegenheiten.

Spielplan der Frankfurter Theater.

Todes-Anzeige.

Heute morgen ist unser liebes, gutes, unvergeßliches und ein-

Opernhaus. Sonntag, 26. Olt., von 18 bis nach 22.30 Uhr: Lohengrin. Montag, 27., 19.30 bis nach 22.30 Uhr: Zar und Zimmermann. Dienstag, 28., 19.30 bis 22.30: Der Bettelstudent. Mittwoch, 29., 19.30 bis nach 22: Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny. Donnerstag, 30., 19.30 bis 22.30: Der Tenor der Herzogin. Frei­tag. 31., 19.30 bis nach 22: Das Land des Lächelns. Samstag, 1. Rov.» 19.30 bis 22.30:

Mineralstoffen, die die Ausfuhr von Stoffwechsel- schlacken begünstigen und damit den Organismus entlasten. So ist die harnsäurelösende Wirkung der Weintraube von jeher ebenso bekannt und geschätzt wie die anregende und reinigende Wirkung auf den Darm, und wo, etwa wegen empfindlichen Zahn­fleisches, dqs Verzehren der Weinbeeren Schwierig­keiten macht, wird als nicht weniger vorteilhaft der frisch abgepreßte Traubensaft verwendet, der gerade die wertvollsten Eigenschaften der Beere in sick- vereinigt.

Aber eine solche stoßweise Zufuhr ist natürlich nicht das hygienische Ideal, wir können damit ja nur die schlimmsten Schäden ausgleichen.Nicht was wir vier Wochen im Bade treiben, sondern was wir die 52 Wochen des Jahres über tun, entscheidet nach Dr. Sonderegger unser Schicksal." Darum machen wir am besten, um der Entwicklung von Störungen vorzubeugen, nicht nur ein paar Herbst­wochen lang, sondern solange es uns die Natur über­haupt gestattet,Traubenkur".

Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage!

Die Antwort lautet eindeutig: richtige Ernährung 1 Jetzt Wein­trauben, ihre überragenden Ge­sundheitswerte helfen trefflich im Daseinskampf.

iragendeMderuiidKiihe in unseren Stallungen zum Verlauf. 3. u. &. ©fern

Gießen,Zu denMhlen2

und Marienburg (Westpr.). Tel. 2036.

X Der Oberhessische Verein für DaslerMission tagte am Dienstag int 3o- hannessaal zu Gießen. Aach Choralgesang be­grüßte der Vorsitzende, Dekan Guß ina n n (Kirchberg), mit Losung und Lehrtext des Tages die zahlreich Versammelten, mahnend zu unver­drossener Weiterarbeit auch in schwerer Zeit. Mis- sionsinspektor D. Dr. Oehler (Basel) hielt dann einen Vortrag überKommunismus und Mission in China". Wie vielsach bei uns, wird auch in China das Christentum und dem­gemäß die Mission mit Imperialismus gleichge- seht. Der Kommunismus ging nicht aus von der wirtschaftlichen Aotlage der Städte und des Bau­erntums: diese waren nur Zündstoff für den Fun­ken einer studentischen Bewegung. Zn Rußland sah sie ihr Ideal: es war ein Aationalismus mit bolschewistischem Einschlag, zurückgehend auf die Enttäuschungen des Versailler Vertrags für China, dessen Früchte Japan 1919 zugute kamen. 1922 kam hinzu eine antichristlichr und antikirch­liche Bewegung gegen die Weltkonfercnz der christlichen Kirchen: auch diese Hetze war stark bol­schewistisch durchsetzt. In der sozialen Revolution, die der politischen folgte, sollte Rußland Lehr­meister sein. Pfingsten 1925 kam es mit den Waf­fen des passiven Widerstands zu einer Erhebung gegen das Ausland. Rußland half mit Ausbil­dung des Militärs und mit Propaganda durch Arbeiter- und Bauernbünde. Die Christengemein-

Milliardenderluste am Nationalvermögen.

In Ihrem geschätzten Blatt wird in einem län­geren Artikel auf die verderbliche Entwicklung der Kapitalabwanderung ins Ausland in zutref­fender Weise hingewiesen, die ihre immerhin begreifliche Begründung hat durch den schlechten Geschäftsgang, wodurch Kapitalien frei werden, die ihrerseits im Inland keine sicheren Anlagen finden, weil das Vertrauen in den Staat, wie gleichermaßen in Privatunternehmen durch die heutige Mißwirtschaft leider geschwunden ift. Kehrt das Vertrauen wieder zurück, dann fliehen auch diese Gelder von selbst wieder in die Hei­mat zurück. Der angerichtete Schaden wird also nur temporär sein. Aber eine andere Art der Kapitalabwanderung gibt es, die weit schlimmer und niemals wieder gutgemacht werden kann, das ist der Verbrauch meist unnötiger Artikel aus dem Ausland, als ausländische Zigaretten, Bananen, Apfelsinen, Schokolade und noch viele andere entbehrliche Genuhmittel, deren Verbrauch in erschreckender Weise gegen die Vorkriegszeit trotz unserer Verarmung zugenommen hat. Aus­ländische Früchte werden gekauft und die ein­heimischen Aepfel nicht angenommen, obwohl sie bedeutend seiner im Geschmack als die kaliforni­schen Aepfel sind, so daß sie voriges Iahr teil­weise verfault sind. Man stelle eine Statistik dieser aus dem Ausland bezogenen, nicht un­bedingt zum Leben notwendigen Artikel auf, und es werden Milliardenbeträge herauskommen, um die wir ärmer geworden sind: und zwar un­wiederbringlich. Aationalökonomen wür­den sich ein Verdienst erwerben, dem Volke reinen Wein einzuschenken und auf die Gefahren auf­merksam zu machen, schon im Hinblick aus die Tributlasten an unsere früheren Feinde. Wenn die Parteien und vor allem jeder einzelne da­mit ins reine kommen würden, würden im Staat wie bei jedem Haushalt Defizite niemals vor­kommen. A. G.

Die Schweinezuchtgenossenschaft für das veredelte deutsche Landsdiwein

zu Hörnsheim (Kreis Wetzlar) hat zur Zeit einige erstklassige, spninÄe Eber mit Abstammungsnachweis abzugeben. Näheres durch Albert Engel, Hörnsheim (Kr. Wetzlar). 7250D

allzu früh im Alter von 5 Jahren von uns gegangen.

In tiefem Schmerz:

Otto Hoffmann und Frau Elly, geb. Linker und alle Angehörigen.

Gießen (Schiffenberger Weg 23), den 24. Oktober 1930.

Die Beerdigung findet am Montag, dem 27. Oktober, nachmittags

2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt.

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Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, 26. Oktober. 19. Sonntag nach Trinitatis.

Slodtkirche. 9.30 Uhr: Pfr.Mahr; 11: Kinberkircke für die Matthäusgemeinde; Pfr. Mahr: 18: Pfr. Becker. Iohanneskirche. 9.30: Pfr. Bechtolsheimer; 11: Kinderkirche für die Lukasgemeinbe; Pfr. Bech° tolsheimer; 18: Missionar Blümer; 20: Bibelbespre- chung im Johannessaal: Missionar Blümer (Mis­sionsvortrag mit Lichtbildern). Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfr. Lenz; 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde; Pfr. Lenz. Elifabeth-Kleintinder- fchule. 9.45: Pfr. Eie. Waas; 11: Kinderkirche für die Petrusgemeinde; Pfr. Eic. Waas. Klein-Linden. 9: Kirchweihgottesdienst; 10: Kindergottesdienst; 13.30: Abendmahl für die Alten. wieseck. 9.30: Beichte; 10: Predigtgottesdienst; im Anschluß Feier des hl. Abendmahls; Kollekte für evangelische Ge- meinden in Oesterreich. Kirchberg. 10: Kirchberg; 11: hl. Abendmahl für die allen Leute von Rutters­hausen und Daubringen; 13.30: Mainzlar; Ernte­dankfest; hl. Abendmahl für die allen Leute von Mainzlar. Alten-vufeck. 9.30: Beichte; 10; 11: hl. hl Abendmahl. Trohe. 15: Beichte; 15.15: hl. Abend­mahl. Hausen-Garbenteich. 10: Hausen; Feier des hl. Abendmahls; 13: Garbenteich.4BjJ}enborn- Steinberg. 9: Beicht; 9.15: Predigtgottesdienst; im Anschluß hl. Abendmahl (jüngere Eheleute). Lich. Erntedankfest; Kollekte für Leipziger und Herrn­huter Mission: Mitwirkung des Posaunenchors und der MännergesangvereineCäcilia" und Rothscher Männerchor; 9.30: Stiftsdechant Kahn; 12.45: Kin­dergottesdienst; 14: Pfarrvikar Draudt.

katholische Gemeinden.

Samstag, den 25. Oktober.

Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte.

Sonntag, 26. Oktober. 20. Sonntag nach Pfingsten: Chri st-Königs-Fe st.

Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Frauen; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Pre­digt- 11: Messe mit Predigt; 17.30: Christenlehre und Andacht mit Segen. Echzell. 11: Hochamt mit Pre- digt. Grtinbertz. 9.45: Messe mit Predigt Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt und Christen­lehre. Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt; 20: Christenlehre und Andacht. Lollar. 8.45: Messe mit Predigt. Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt.

Montag, den 27. Oktober.

Laubach. 7.30 Uhr: hl. Messe für Verstorbene. Dienstag, den 28. Oktober.

Gießen. 20 Uhr: Rosenkranzgndacht mit Segen. Mittwoch den 29. Oktober.

Hungen. 7 Uhr: hl. Messe für Verstorbene. Freitag, den 31. Oktober.

Gießen. 20 Uhr: Rosenkranzandacht mit Segen.

LonntaaSdientt Mimte u?2(votbcrennm26 10.30 Frau Or.Rolhcnberger. Or.Meyerboff. Peltkanapoth.

trtbnnrxt: Dr. bischer.D

chen Höhe gegenüber. Von einem Gewinn kann also gar nicht die Rede sein. Unsere Forderung darf des- wegen vom objektiven Standpunkte aus unbedingt als berechtigt angesehen werden, denn cs ist doch ein Unding, daß der Landwirt ohne Verdienst pro- duziert. Die Milchhändler lehnten unsere Forderung ab. Der Milcherzeugerverband suchtzp mit ihnen zu verhandeln, um eine Verständigung herbeizuführen. Die Händler waren zu vier Verhandlungen geladen, aber nicht erschienen.

Die ohnehin schon erbitterten Landwirte sahen sich durch dieses rücksichtslose Geschäftsgebaren gezwun­gen den Milchhändlern die Milch zu sperren. Um ihre Machtstellung in der Milchversorgnung nicht zu verlieren, versorgen die anderen Milchhändler ihre Geschästskollegen mit Milch. Die um ihre Existenz ringenden Landwirte werden von ihnen noch ver- spottet!

Wir find nun gezwungen, um unsere Produkte nicht verderben zu lassen, fc l b ft den Milch ver­trieb zu übernehmen! Wir appellieren daher an die Verbraucherschaft, uns in unserem Werk zu unterstützen, damit unsere Milch wieder den seit­herigen Weg gehen kann und die Milch unserer Be­rufskollegen aus anderen Bezirken nicht verdrängt wird. Im übrigen verweisen wir auf die Anzeige im heutigen Anzeigenteil desGießener Anzeigers".

Milcherzeugerverband

A l t e n - B u f e ck.

Othello.

Schauspielhaus. Sonntag, 26. Okt., von 16 bis gegen 17.30: Tartüff. 20 bis gegen 22.30: Wie werde ich reich und glücklich. Montag, 27., 20 bis gegen 22: Mississippi. Dienstag, 28., 20 bis gegen 22: Magdalena. Mittwoch, 29., 20 bis gegen 22.30: Wie werde ich reich und glücklich. Donnerstag, 30., 20 bis gegen 22: Magdalena. Freitag, 31., 19.30 bis gegen 23: Geschichte Gott­friedens von Bcrlichingen mit der eisernen Hand. Samstag, 1. Rov., 20 bis 22.15: Hufnägel. '

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem

Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Kampf um den IHUdjprci».

Der Zweck dieser Zeilen ist, die Verbraucherschast über die in A l t e n - B u s c ck zwischen den M i l ch - Händlern und den Milcherzeugern ausge- brochenen Streitigkeiten aufzuklären.

Am 22. September d.J. setzten die Milchhandler den Milchpreis in Gießen ohne vorherige Verständigung mit der Landwirtschaft auf 28 Pf. pro Liter herab, worauf sie den Erzeugern 18 Pf. auszahlen wollten. (Ein Milchhändler zahlte sogar IG Pf. aus, obwohl er in der Stadt noch 32 Pf. genommen hatte.) Der Milcherzeugerverband for- dcrte 19 Pf., weil er der Ansicht ist, daß 9 Pf. Preisspanne pro Liter bei einem täglichen Umsatz von zirka 250 bis 300 Liter, wie ihn ein Alten- Busecker Milchhändler schätzungsweise aufzuweisen hat, einen schönen Verdienst in sich birgt.

Zur weiteren Begründung unserer Forderung möchten wir folgendes anfirgvn: In Alten-Buseck wird die Milch ausschließlich von Kleinbauern ge- liefert, die im Besitze von zwei bis vier Milckkühen sind. Wenn man bedenkt, daß eine Kuh durchschnitt- lid) im Iahr 6 Liter pro Tag gibt, so ist das eine tägliche Einnahme von 1,08 Mark. Dem steht eine Ausgabe an Futterkasten von mindestens der glei- soviel chemische Spannkraft, wie ein erwachsener Mann bei mäßiger Arbeit im Laufe des Tages verbraucht.

Der Nährwert steckt vor allem im Zucker. Etwa 500 000 Zentner Fruchtzucker werden jährlich in deutschen Weintrauben geerntet, aber leider nur ein ganz geringer Teil davon wird verzehrt, das meiste vergoren, in Alkohol verwandelt, als Kohlensäure in die Luft gejagt. Der Nährwert der Traube er- schöpft sich aber nicht in dem Zucker. Schon im 18. Jahrhundert gingen die Gichtkranken, die Magen-, Darm-, Leber- und Nierenleidenden im Herbst gern zu einer Traubenkur in die Weinberge, und solche Kuren werden auch heute noch in Sanatorien und Kurorten bei den genannten und anderen Gesund­heitsstörungen wie chronischer Verstopfung, Herz­leiden, Fettleibigkeit usw. mit Erfolg angewendet. Nicht nur der Ditamingehalt, in dem die Traube denmodernsten" Ansprüchen der Wissenschaft zu genügen vermag, erweist sich dabei als wirksam, sondern noch mehr der hohe Gehalt an basischen

Preußen.

Halbmast und Trauer in Preußen.

Auf Beschluß des preußischen Staatsministe- riunrs sind die staatlichen und kommunalen Ge­bäude, die Gebäude bet übrigen Körperschaften des öffentlichen Rechtes, sowie die Gebäude der öffentlichen Schulen am 2 5. d.M., dem Tage der Beisetzung de r O p s e r de s G ru be n- ung lücks von Alsdorf, nach den Destun- mungen der Verordnung vom 26. September 1926 h a l b m a st zu flaggen. Genehmigungen zu Poll- zeistundeirverlängerungen und zu öffentlichen Tanzveranstaltungen sind für den Beisetzungstag nicht zu erteilen bzw. zu widerrufen.

Kirche und Schule.

Missionstagung in Gießen.

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den wurden durch die Starnmeskärnpfe auseinan­dergerissen, Angriffe auf Gemeinden und Schulen blieben nicht aus. Lehrer und Missionare wurden verfolgt. (Sin Arnschwang blieb nicht aus, da man immer mehr die Macht des kommunistischen Un­geheuers erkannte; aber die Greuel auf der einen Seite wurden mit Greueln auf der anderen beant­wortet, das Morden wurde freigegeben. Syste­matisch wurden alle göttlichen Gebote außer Kraft gesetzt. Herrliche Proben von Treue auf scheinbar verlorenen Poften wurden hierbei von Christen abgelegt. Den noch gefangenen Missionaren ist nach den letzten Briefen körperlich: und geistige Arbeit gestattet. Mitten in den Röten des Bür­gerkriegs zeigen sich wunderbare Erweckungen. Gott ist auch da am Werke, und solche Bewe­gungen sind für die Mission nicht umsonst.

Der Vortrag hinterließ einen tiefen Eindruck; er bot einen Blick in eine Hölle, der die Missions­gemeinde verpflichtet. Rach Beantwortung einer Anfrage durch den Referenten schloß die Ver- sammlung mit Cho^algesang.

Wein

Don Prof. Dr. med. 2H. Vogel, Dresden.

Würde man einer größeren Anzahl Menschen die Aufgabe stellen, anzugeben, was ihnen auf ein hin- geworfenes Wort zuerst einfällt, so wäre 10 gegen 1 zu wetten, daß auf das WortWein" die meisten mitFlasche",Glas" oder ähnlichen auf das Trinken hindeutenden Ausdrücken antworten, nur wenige aber auf den Eßgenuß, auf die naturgegebene köstliche frischeTraube" verfallen würden.

Das war nicht immer so! Früher man auch im Rheinland gern die süßen Trauben, die ein recht wertvolles Nahrungsmittel und ein von alters her hochgeschätztes Heilmittel darstellen. In den Mittel- meerlänbern werden nicht selten am Tage 2 Kilo­gramm und mehr verzehrt, das bedeutet bei dem 1825 % betragenden Zuckergehalt der südlichen Weine 2500 Brennwerteinheiten (Kalorien) ober

Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme

bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafe­

nen danken wir herzlichst

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Else Müller, geb. Hebbel.

undJhrbleibt gesund!