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Rr. 250 vierter Blatt

Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesfen)

Samstag, 25. Oktober 1030

Wirtschaft

Oie Arbeiismarktlage in Hessen und Hessen-Aassau.

lieber die Arbeitsmarktlage in Hessen und Hessen.Nassau berichtet das Landes- arbeitsam! Hessen in Frankfurt a. TL: Mit der fortschreitenden Jahreszeit verschlechtert sich der Arbeitsmarkt immer mehr. In der zweiten Sep­temberhälfte war die Zahl der Arbeitsuchenden um 5557 gestiegen, in der ersten Oktoberhälfte ver­größerte sie "sich um 7069 auf 213 648. Aus dem Baugewerbe kamen 1836 Fach- und 689 Hilfs­arbeiter hinzu, obwohl infolge des Arbeitsbefchaf- fungsprogramms der Reichsregierung eine größere Anzahl Sträfte vermittelt werden konnte. Die Ent- laffunaen zum Quartalschluß brachten rund 1300 arbeitsuchende Angestellte mehr an den Arbeits. markt. Auch die Metall- und Steinindustrie wurde stark belastet. Aus dem Gastwirtsgewerbe nahmen die Arbeitsuchenden um 14,2 v. H. zu durch Ent­lassungen aus der Fremdenindustrie und den Kur. betrieben. Sogar die Landwirtschaft, die sonst im Oktober noch gut aufnahmefähig war, stieß Arbeits­kräfte ab. Eine leichte Saisonbelebung erfuhren lediglich die Leder-Industrie und das Bekleidungs­gewerbe. Mit den Entlassungen nimmt auch die Kurzarbeit zu. In der letzten Septemberwoche wurde an 8405 Personen Kurzarbeiterunterstühung ge­zahlt, gegen 7614 in der letzten Augustwoche. Die Statistik erfaßt jedoch nur die Kurzarbeiter mit drei und mehr Ausfalltagen wöchentlich. Die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger in der Arbeitslosen­versicherung ist während der Berichtszeit um 2327 von 92 315 auf 94 642, in der Krisenunterstützung um 1572 von 29 857 auf 31 429 gestiegen, obwohl in beiden Unterstützungszweigen zusammen in den letzten vier Wochen rund 13 300 Unterstützte infolge Erschöpfung ihres Anspruchs aus der Unterstützung ausgeschieden sind.

(Geringere Qua'iiäi ber Getreide­ernte 1930 in Preußen.

Nach der Statistischen Korrespondenz ist mit der Erntevorschätzung im September und Ok­tober gleichzeitig die voraussichtliche Güte der Ernte festgestellt. Die Qualität ist bei Winter­roggen. Winterweizen. Sommergerste und Hafer geringer als 1929. Geringerer Roggen wurde besonders viel in Schleswig-Holstein, der Rheinprovinz, in Brandenburg und in der Grenz­mark Posen-Westpreußen geerntet. Auch die mindere Qualität in Winterweizen hat sich gegen 1929 um 10 Prozent vermehrt, lieber 15 Prozent mehr der Sommergerstenernte ist gegenüber dem Vorjahre minderwertig, so daß mit einem ver­minderten Angebot von Braugerste zu rechnen ist. Der Hafer hat ganz besonders durch dar schlechte Wetter der Erntezeit gelitten. Von den vier beurteilten Getreidesorten sind im Staat jeweils 37 bis 40 Prozent mit durchschnittlicher Güte geerntet worden. Bei Winterweizen. Win­terroggen und Sommergerste übersteigt das gut Geerntete das gering Geerntete um 18,9 bzw. 6 Prozent. Bei Hofer dagegen beträgt die mangelhaft eingebrachte Menge 36 Prozent, die gut geerntet? Menge nur 27 Prozent.

Preisherabsetzung für Zndustriebraunkohle.

Das Mitteldeutsche und das Ostelbische Braun- kohlensyndikat haben beschlossen, mit Wirkung vom 25. Oktober einen Racklaß auf den Industrie- listenpreis für Brikett zu gewähren. Das Aus­maß dieses Nachlasses beträgt 6 Mk. für zehn Tonnen. Die Hausbrandpreise bleiben bei bei­den Syndikaten unverändert.

*

* Betriebs st illegung. Wegen Auftrags­mangel wird die Fahrzeug- und Maschinenfabrik Manderbach & Co. in Wissenbach (Dillkreis! den gesamten Betrieb vorübergehend schlie­ßen. 3n normalen Zeiten werden etwa 100 Ar­beiter beschäftigt.

Das Anwachsen der Goldbestände der Bank von Frankreich Der Wochen- auSweis der Bank von Frankreich für die Zeit vom 10. bis 17. Oktober weist einen Goldbestand von 50 567 354 167 Franken aus. Gegenüber der Vorwoche bedeutet das eine Erhöhung um 1 119 323 230 Franken. Die Golddeckung der im

e

Umlauf befindlichen Banknoten beträgt 54,14 Pro­zent gegenüber 53,54 Prozent in der Vorwoche. Die gesetzlich vorgeschriebene Golddeckung beträgt 35 Prozent.

Wochenbericht

vom Frankfurter Effektenmarkt.

Auch zu Beginn dieser Woche konnte sich die freundliche Stimmung erhalten, wozu in erster Linie die günstige Aufnahme der Red? Brü­nings im Reichstage Anlaß bot. Das Geschäft war ziemlich lebhaft, da sich das Ausland weiter­hin stark für deutsche Werte interessiert hatte. Von Reuyork wurde zumeist schwächere Tendenz gemeldet, doch machte dies keinen Eindruck, denn die Abstimmung im Reichstage war ausschlag­gebend und tendenzbestimmend. Daß die Regie­rung eine überwieg.-nde Mehrheit erhalten hatte, stimmte außerordentlich zuversichtlich und veranlaßte größeren Optimismus, wenigstens rechnet man mit einem Fortbestehen der Regie­rung Brüning und der völligen Klärung der in­nerpolitischen Streitfragen. Die Aufwärtsbe­wegung der Kurse schlug wieder raschere Schritte ein. Auch war daö Geschäft unter Be­teiligung von Ausland- und Inlandkäufen zeit­weise sehr lebhaft. Vielfach wurde vor einer starken Steigerung gewarnt, da die wirtschaftlichen Ver­hältnisse in Deutschland immer noch keine Besse­rung erfahren haben und ebenfalls von ausschlag­gebender Bedeutung für die Zukunftsgestaltung sein dürften. Anfangs hörte man jedoch nicht dar­auf. Eine Reaktion trat bald ein. die aber in erster Linie durch Gewinnmitnahmen verursacht wurde. Größere Abschwächungen waren vorläufig nicht zu bemerken, da das Angebot nicht dringend war und leicht untergebracht werden konnte. Das Geschäft hatte jedoch an Umfang erheblich eingebüßt. Das Ausland beteiligte sich nicht mehr so stark am Ge­schäft. Erst als der Wechsel im preußischen Innen­ministerium bekannt wurde, kam Material in etwas größerem Umfange an den Markt, da durch die Ernennung Severings zum Innenminister ein stärker zutage tretender Gegensatz zwischen rechts und links befürchtet wird. Material kam jetzt in größerem Umfange heraus. Anfangs wur­den bei einem Vergleich gegenüber der vergange­nen Woche Gewinne bis zu 10 Prozent erzielt. Zwischendurch war eine Beruhigung eingetreten, da der Wechsel im Innenministerin n und die Lage im Metallarbeiterstreik günstiger beurteilt wur­den. Gegen Wochenschluß griff jedoch wieder Ab­schwäch ung Platz. Die erneute Abschwächung der Mark und eine Dankinsolvenz in Reuyork waren die Gründe hierfür. Das Angebot wurde dringen­der, und die meisten Werte hatten nach vorange­gangenen Besserungen größere Verluste gegenüber der Vorwoche aufzuweisen. Deutsche Linoleum lagen 7Pzt. schwächer. Behauptet waren Aschers­leben und Gesfürel. Rur Phönix lagen noch 2,5 Prozent fester. Am Rentenmarkt war das Geschäft nicht sehr groß: Veränderungen traten kaum ein. Am Devisenmarkt konnte sich Spanien gegen Ende der Woche erholen. Aus­landdevisen lagen fest: die Mark war wieder schwächer. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 3,25 Prozent leicht.

Wochenbericht

vom Frankfurter Produktenmarkt.

Arn Frankfurter Getreidemarkt blieb das Ge­schäft in der verflossenen Woche schleppend. Das Inlandangebot war angesichts des günstigen Wetters, das der Landwirtschaft in verstärktem Ausmaße Feldarbeiten ermöglichte, weiter gering. Anderseits lagen vom Mehlgeschäft keinerlei An­regungen vor, und die Unsicherheit bezüglich der weiteren politischen und wirtschaftlichen Entwick­lung ließ allgemein nur geringe Unternehmungs­lust aufkommen. Angesichts der Enge des Marktes blieben die Auslandmeldungen nicht ganz ohne Einfluß.

Der Roggenmarkt hatte zu Beginn des Berichtsabschnittes eine Sonderbewegung zu ver­zeichnen. Cs wurde bekannt, daß demnächst eine Vorlage eingebracht werden soll, der zufolge durch Gesetz eine Beimahlung von Roggen zu Weizen in einem Ausmaße von 15 bis 20 Prozent bzw. eine entsprechende Beimischung von Roggen- mehl zu Weizenmehl erzwungen werden soll. Obwohl die Meinungen über die Auswirkung' eine- solchen Gesetzes stark auseinandergehen.

konnte sich jedoch zunächst eine nicht unerhebliche Preissteigerung durchsetzen. Auch die Klagen über schlechte Qualitäten und damit die Befürchtung bezüglich der Haltbarkeit der diesjährigen Ernte blieben nicht ohne Einfluß. Inzwischen ist die Beratung der Vorlage infolge der Vertagung des Reichstages nicht erfolgt, und über die Möglich­keiten einer Einführung durch Rotverordnung sind die Meinungen sehr geteilt. Der Handel legte sich große Reserve auf, da die an sich schon un­sichere Lage noch weiter gestört wurde durch die Ungewißheit, ob der Mehlbeimischungszwang kommt oder nicht. Der anfänglich erzielte Gewinn ging daraufhin wieder verloren, doch war gegen die Vorwoche noch ein kleiner Gewinn zu ver­zeichnen.

Weizen hatte infolge des ruhigen Mehl­geschäfts ebenfalls sehr ruhigen Handel. Der Preis blieb gegen die Vorwoche unverändert.

Hafer hatte ruhiges Geschäft. In den gerin­geren Qualitäten war ein Preisabschlag von 2,50 Mark festzustellen. Gerste hat nach tote vor sehr stille Marktlage.

Am Kartoffelmarkt war die Tendenz weiter flau; der Preis für den Zentner gelb­fleischige Industriekartoffeln hiesiger Gegend war mit 1,80 bis 2,00 Mark jedoch unverändert.

Die Woche schloß zu folgenden Rotierungen: Weizen 250 bis 252; Roggen 165; Hafer 152,50 bis 160; südd. Weizenmehl 39,50 bis 40,25; nieder- rheinisches Weizenmehl 39,25 bis 40; Roggen- mehl 26 bis 27; Wetzenkleie 6,20; Roggenkleie 6,75 Mark.

Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt. Rachdern in der vergangenen Woche die Preise beträchtlich nachgaben, war in dieser Woche eine leichte Reaktion festzustellen, deren Hauptgrund wohl in dem verminderten Auftrieb zu suchen sein dürfte. Der Handel war allerdings weiterhin sehr eng, da der Bedarf gegenüber den immer noch für die jetzige schlechte Wirtschaftslage großen Zufuhren sehr klein ist.

Am Schweine markt scheint sich die Wider­standskraft weiter etwas zu verstärken, denn die Preise konnten sich um etwa 1 bis 2 Mk. bessern. Ob die leichte Erholung anhält, ist nicht sicher anzunehmen, da es namentlich von dem Auftrieb abhängt, der in dieser Woche mit 5617 Stück wesentlich geringer war. Auf dem Rindermarkt war der Auftrieb wieder nor­mal. Das Vieh war von mittlerer Qualität. Rach ruhigem Handel und zumeist anziehenden Preisen verblieb etwas Ueberstand. Kälber und Schafe hatten meist ruhiges Geschäft. Der Auftrieb war in beiden Gattungen etwas höher, doch wurden die Märkte bei allerdings nach­gebenden Preisen geräumt. Kälber und Schafe büßten je 2 Mk. ein.

Der Gesamtauftrieb bestand aus 1446 Rindern, darunter 273 Ochsen, 138 Bullen, 495 Kühen und 435 Färsen, ferner aus 1287 Kälbern und 604 Schafen. Verglichen mit dem Austrieb der ver­gangenen Woche waren 306 Rinder und 658 Schweine weniger angetrieben, dagegen standen 162 Kälber und 7 Schafe mehr zum Verkauf.

Bezahlt wurden pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al )5860, a2) 52-57, bl) 47-51; Bullen a) 53-55, b) 48-52; Kühe a) 46-48, b) 4045, c) 3539, d) 30-34; Färsen a) 58-60, b) 53-57, c) 47-52. Kälber b) 75-79, c) 70-74, d) 65-69. Schafe al) 46-49, b) 4045, c) 3539. Schweine a) 5759, b) 5860, c) 5961, d) 59-61, e) 57-59.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. TL, 25. Oft. Tendenz: freundlich. Im Anschluß an die festere gestrige Neuyorker Abendbörse war die Stimmung an der Wochen- schlußbörse weiter freundlich. Das Geschäft be­schränkte sich jedoch auf ein Minimum, da der O r - dereingang sehr gering blieb. Bei der Ku­lisse war immer noch Zurückhaltung zu bemerken, und die schon bekannten ungünstigen Momente hatten jepes Vertrauen unterbunden. Die gebesserte gestrige Neuyorker Abendbörse gab der Händlcrschaft jedoch einen Anreiz, so daß bei den wenigen zustande ge­kommenen Erstnotierungen zum Teil Äursbeffe» r u n g e n um bis zu 2 o. H. gegenüber der gestrigen Abendbörse festzustellen waren. Etwas in den Vor­dergrund treten konnten am Clektromarkt Licht & Kraft, Felten und Chadeaktien, die 2,5 v. H. bzw. Mark höher lagen. Schuckert und Siemens zogen je 1 v. H. an. Am Chemiemarkt lagen Farben und

Deutsche Erdöl (plus 1 v. H.) höher, während Metall- gesellschaft eher leicht angeboten waren und 1 v. H. niedriger eröffneten. Deutjche Linoleum gewannen 2 v. H. Auch heute war die Umsatztätigkeit am Man- tanmarkt sehr bescheiden. Die meisten Werte wurden zunächst hoher taxiert. Mehr Interesse bestand für Zement Heidelberg plus 3 v. H. Etwas schwächer lagen von Schiffahrtspapieren 'Norddeutscher Lloyd, die 1 v. H. verloren. Renten verkehrten in stillster Haltung Das Psandbriefgcschäst war sehr gering. Im Verlause wurde das Geschäft etwas lebhafter, später bei Gcwinnmitnahmen wieder etwas lang samcr, und die Kurse gaben gegen Anfang bis zu 1 v. H. nach. Anläßlich des Alsdorfer Grubenunglücks wurde als Zeichen der Trauer der Börsenverkehr von 12 Uhr bis 12.05 Uhr ftillgelcgt. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4,5 v. H. unverändert. Am De­visenmarkt konnte sich die Mark weiter etwas erholen. Das Angebot von Ausland- d c v i s c n war wieder größer geworden. Spanien lag weiter fester. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1955, gegen Pfund 20,3890, London gegen Kabel 4,8594, gegen Paris 123,81, gegen Mailand 92,82, gegen Madrid 45,01, gegen Schweiz 25,0175, gegen Holland 12,0613.

Berliner Börse.

Berlin, 25. Oft. Schon der heutige Vormittags­verkehr ließ erkennen, daß die vorliegenden ersten Auslandmeldungen, besonders vorn 'Neuyorker Platze, und die weiter günstige Konstellation am Effekten­markt ausreichen würden, um die bereits gestern durchgebrochene bessere Stimmung in E s f e k t e n zu erhalten. Eine kleine Abgabeneigung, die vielleicht auf Grund des erreichten höheren Kurs­niveaus oder zum Wochenschluß resp. vor dem Ultimo bestand, wurde mehr als ausgeglichen durch Kaufinteresse seitens der Privatkundschast. Stärker herangezogen wurden besonders Bankaktien, Kar­stadt, Salzdetfurth, Spritwerte und Ilse Bergbau, , die der Spekulation zu kleinen Deckungen Anlaß gaben. So waren Durchschnittsgewinnc von 1 bis 3 v. H. die Regel. Banken gewannen 3,5 v. H., da man vor Zusammentritt des Reick)staqes auf dem Wege der Notverordnung mit einer Siegelung des Bankgesetzes rechnet. Hackethal plus 3 v. Sy, Salz­detfurth plus 5 o. Sy, Deutsche Linoleum plus 3,25 v. Sy, Chadeaktien plus 6,5 Mark. Deutsche Anleihen waren wenig verändert. Auch Ausländer lagen gut behauptet. Pfandbriefe fast geschäftslos. Liquida­tionspfandbriefe meist nachgebend. Am Geldmarkt war Tagesgeld auf 3,5 bis 5,5 v. H. erhöht; Mo­natsgeld blieb mit 6 bis 7,5 v. H., Warenwechsel blieben mit 5,5 v. Sy und darunter unverändert. Der heute von den Banken festgesetzte Reportgeldsatz wird bis zu 1 d. Sy höher taxiert. Die Geldanspannung zum Zahltag war wohl mit ein Grund für die stär­kere Devisenanspannung. Der Dollar ging im Frei­verkehr jedenfalls auf 4,1950 zurück. Auch nach den ersten Kursen war es zunächst sehr ruhig, aber freundlich später trafen noch einige Kauforders ein, und die Tendenz konnte sich um 1 bis 2 v. H. be­festigen. Licht & Kraft zogen um 2,75 v. H. an. Auf Beschluß des Börsenvorstandes wird der Verkehr heute in der Zeit von 12 bis 12.05 Uhr eingestellt, als Zeichen der Trauer für die bei dem Alsdorfer Grubenunglück ums Leben gekommenen Bergleute, deren Beisetzung heute stattgefunden hat. Im wei- ieren Verlause trat eine leichte Reaktion ein; die im Verlaufe erzielten Gewinne konnten sich nicht immer behaupten, und die Kurse gingen teilweise wieder aufs Anfangsnioeau zurück.

Berliner Produktcnmarkt.

Berlin, 24. Oft. Dir Erörterungen bezüglich einer Einführung deS Beimischungsztoanges auf Grund einer Rotverordnung standen auch heute im Mittelpunkte des Interesses der hiesigen Pro­duktenbörse. Am Roggenwa lte machte daraufhin die Befestigung weitere Fortschritte. Der Liefe­rungsmarkt setzte bis 2 Mk. fester ein. 3m Prompt­geschäft hat sich das Angebot, namentlich für Waggonware, verringert, auch für Kahnmaterial lauten die Forderungen wesentlich höher. Cs wa­ren etwa 2 Mark bessere Preise als gestern zu erzielen. Das Weizenge'chäft bleibt weiter schlep­pend. Aus dem Inlande liegt keineswegs reich­liches Angebot vor, infolge des unbefriedigenden Mehlabsahcs kaufen die Mühlen jedoch nur vor­sichtig unter Bevorzugung der wenig offerierten guten Qualitäten. Der Lieferungsmarkt ist infolge einiger Realisationen um 0,50 bis 1,50 Mark ab» geschwächt. Weizen- und Roggenmehl hat unver­ändert kleines Geschäft. Hafer ist ausreichend an­geboten und nur in feinen Qualitäten zu stetigen Preisen gefragt. Gerste ruhig

Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 v H., Lombardzinsfuß 6 v. H.

Frankfurt a. Di.

33tr(in

Frankfurt a. Ul.

Berlin

Schluß.

1-Uhr-

(Schluß- Aniang-

Schluß«

1-Uhr-

Gchiuß-

Anfang-

Kure

lur-

fiur«

fürs

Rurfi

ftirS

Kurs

Datum

24 10

25 10

24 10

25 10

Datum

24 10

25 10

24 10

25 10

6% Deutsche Reichranleihe

Hamvurg.'.'lmerika Pakei ....

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 8

79,5

79

79,4

von lSe? ..........

87,5

87,25

163,5

7% Deutsche Reich-anleihe

97,75

Hansa Dampfschiff.....10

124,5

von 1929 ..........

98,1

Norddeutscher Lloyd.....8

Allgemeine TeutscheEreditanst. 10

80

79

79,25

79,5

Deutsche AnI.-Ablos.-SLuld mit

99,9

100

Auoios.-Rechten.......

54,4

54,5

54,5

Barmer Bankverein .... 10

107

107,5

107

107.5

tMfll. ohne AuSIof.-Rechte . .

6,75

6,65

6,7

Berliner Handelogeielllckiast . 12

134

134,75

134,25

8% Hell. SollOftaal von 1929 (rüdtafjlb. 102%)......

88,5

Corn men- und Privat-Bank. 11

121,5

121,75

121,5

121,75

89

Darmstädter nn? Nanonalbanl 12

159,25

158,5

160

Cbfrbcllcn Brovin, Anleihe ml'

Deutsche Bant und

Aurlol.-Rechten.......

52

Disconio Gesellschaft, ... 10

116

115,5

116,25

Ttutlrfic Komm. Sammelabl.

Dresdner Bank..... 10

116

115,5

116

Anleihe Gerte 1......

51,7

51,5

Reicheban- ......12

230

228,5

221

8% firaull. Hvp.-Bank Oolbpfe

XJII unlünbbat ble 1934 . . .

98,5

Ä.E.G..........6

123

124

122,25

124,25

<% Frankl. Hnp.-Banl Gokdpse

Bergmann.........9

138

138

unkündbar ble 1932 .....

4fc% Rheinische Hyp.-Bank

93,25

Eiektr Lieserungrgesellschaft. 10

118

120

Licht und Kraft......10

127,75

125,25

127,25

filqu. Soldpfe.........

85,13

_

gelten & Guilleaume . . . 7J4

100

98

IOC

8% Br. LandeSptandbriefanstalt,

Gesellschaft für Elektrische

Pfandbriefe R. i v .....

,00

100

Unternehmungen .... 10

127,5

126,25

129

S% Pr Landerwian rbriesanllali,

Hamburger EiektrizitäU-Werle 10

-

117,25

118

flomm.-Cbl. Si. 20......

7% Br. Canben|lanobrie,anQait.

97

97

Rheinische Q.ehryität .... 9

CchlcMche Elektrizität. ... 10

127

127

120

122,25

Pfandbriefe R. >1 .....

97

97

Schuckert & (So.......11

138,25

139

136,5

138.5

A-E.tr». abfl. Lonnes«-Obligatio-

Siemens & Halske ..... 16

183

184

180,75

183,75

nen. rüdtablbar 1932 . .

94

Transradio ......... 6

vabmetjet & So.......1<

145,5

145

4% £eftenetd)t|che Goldrente . .

< -20% Oefterreichische Silberrente

< % Oeilerreichilche Einheitliche

Rente......... .

< % Ungarische Goldrente ....

<% Ungarische Staatsrente v. 1910

<K% deSgl. von 1913

4% Ungarische Kronenrente . .

<% Türkische Zollanleihe von 1911

4%,^ 3:jtrft!dh- Bagdadbahn-Anl

26,75

3,13

26,7

Buderus...... 6

Deutsche Erdöl . ...... 6

Esiener Steinkohle ...... 8

53

111

53

67,5

68,75

13,8

19

111

23,7

19

1,85

Gelsenkirchener ...... 8

Harpener . ....... 0

Hoeich Eisen. ....... 6V3

93,5

90

1 11

91,75

89

81

91,75

81,25

20

1,9

4,55

111

19,9

4,45

1,75

Mannesman n-Röhren . . 1

Sill

Illi

222,5

70,5

82.5

75

72,5

83,25

76

«x'brtfli. Serie N.......

&% Rumänische vereinh. Rente von 1903 ..........

Rumänische vereinh. Rente

4,4

38

18,5

40

4,4

Oberschles. Eijendebars . . . . 5

Oberschles. Kokswerke.....7

43

77

79

8,5

8,7

Bbönir Bergbau . .... 6%

Rheinische Braunkohl«! . 10

68

182,5

68

181,5

69,5 183.75

<% Rumänische vereinh. Rente -

14,4

A,8

14,2

6,85

6,9

Rheinstahl ......... 6

Riebeck Mont«......7.2

81.5

82.5 83

81,5

82,5

Frankfurt a. M.

(Schluß^ trtlhr« turd ! flurd

Berlin

Schluß-l Ansana­tu rs fturd

3trlln,

Banknoten.

4. Oktober | weid

Arles

Amerikanisch? Roten......

Belgische Noten ....... Dänische Noten .......

Englisch' Noten........

Fränkische Noten.......

Holländische Noten ....... Italienische Noten........

Norwegische Noten.......

Deutsch-Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänisch.- Noten.......

Schwedische Noten.......

Schweizer Noten........

Spanische Noten........

T'chechoiiowaktsche Noten.....

Ungarische Noten .....

Devisenmarkt Berlin

4,188

58,23

112,06

20,35

16,44

168,56

21,89

111,97

59,01

2,47

112,40

81,24

44,91

12,40

73,25

- Frankfurt

4.208

58,47

112,50

20,43

16,50

169,24

21,97

112,41

59,25

2,49

112,84

81,56

45,09

12,46

73,55

a. M.

Datum

Bereinigte Stahlwerke .... Ltavi Minen......16'/,

Kaliwerke Aschersleben ... io Kaliwerke LLesteregeln ... 10 Kaliwerke Salzdetfurth ... 15

I. G. Warben Industrie . . . 12 Tvnamit Nobel ....... 6 Gdietbeanftalt........ 9

Goldschmidt ........ 5 Mütgerswerke ........ 6 Metallgeselllchaft...... . f

Philipp Holzmann......7

Zementwerk Heidelberg . . 10 Eemenlwerk Karlstadt. ... 10 ®an6 ä ssreytag .....8

Schulthets Patzenhoser ... 15 c «werke.........12

Aku...........18

Bem berg.........14

Zellstoff Waldboi .... IS'/.

Zellstoff Aschaffenburg ... 12 Charlottenburger Wasser ... 8 Dessauer Gas ........ S Daimler Motoren ...... 0 Deutsche Linoleum ...... Maschinenbau A.-G. . 0 Rat. Automobil ...... 0 Lrenstein & Koppel . .... 6 Leonhard Tietz ...... 10 Eveneka .......

frankfurter D/aichtnen .... 4 Gritzner........ . 6

Hehligenstaedt ....... o

Lechwerke.........8

Mainkrastwerke Höchst a.M.. .8 Miag..........io

Gebt. Roeder...... io

Boig t & Haesfner ...... 9 Süddeutsche Zucker .... io

24 10

70,25

196 197,5

276

142,9

43 0,5

81

89

54

64

70 116,75

85

'4,25 157

16,5

29,5

24

85,5

93 149,75

145

II 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 SS 1 1 1 1 1 1 II SlfSI SIM 1 £ 1 1 1 12 °

24 10.

70

29,5

196

197

273

141

66

43

50

91

78,25

53,5

183,75

145,5

64

69

114

83

84

113.75

24,25

156,5

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12,13

52

118,25

284

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n

149.25

143

25 10

71,5

30

196,75

197

278

143,5

43,75

50,9

89,5

82

186

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69.5

115

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115,75

25,6

159.75

37,5

12.25

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120 284

23

24 Oktober

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Amst.'stiott. Butn AtreS Brss- Antw Christiania - Kop.'ndaa.'n Stockholm - HeknngforS- (halten . . London. . . Network . . PoriS. . . . Schwei; . . Spanten.

Savcttt . .. 'stio de Inn Wien in T-- Ceft. abgest Prag . . . . Belirad . . Budapest. . Buk arien Lissabon Danzig. . . fionft .ntin. Athen. . . Tanaba llrn uat). . Tatra . . .

168,83 1,425 58,45

112,18 112,19

112,54

10,55 21,945 20,375 4,1935 16,451 81,435

45,10 2,084

59,135 12,442

7,436 73,393

3,027 18,808

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20,895

169,17 1,427

58,57 112,40 112,41 112,76

10,59 21,985 20.415 4,2055 16,491

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59,255 12,462

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18,845 81,65 1,789 5,445 4,206 3,253

20,935

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59,12

12,436

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20.885

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58,545 112,3?

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2,088

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. 7,449

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1.789

5,44 4,205 3,253

20,925