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und damit eines erheblichen Teiles unseres Volks­einkommens. Man nimmt an, daß in Deutschland durch die Hände der 1 1 Millionen Haus­frauen jährlich nicht weniger als etwa 16 Milliarden Reichsmark laufen. Da­mit bestimmt sie aber auch wesentlich Richtung und Art des Verbrauchs. Es bleibt ein großes Verdienst der Hausfrau, daß in den letzten Jahren unter dem Druck der wirtschaftlichen Rot der Gedanke des planmäßigen und rationellen Verbrauchs mehr und mehr Fuß gefaßt hat. Damit hat sich die Hausfrau mit Erfolg in die Front derer gestellt, die für vernünftiges Wirtschaften und den Spargedanken cintretcn. Der Spargedanke ist eine wertvolle Stühe und selbstverständliche Ergänzung des rechtverstandenen Verbrauchs. Sparen ist im Grunde genommen ja auch nur eine Art des Ver­brauchs, denn das nicht aufgezehrte Einkommen wird planmäßig für künftigen Verbrauch in Rot­

fällen, im Alter oder für andere Ziele rechtzeitig stchergestellt. Trotz oder gerade wegen der schlech­ten Zeiten hat der Spargedanke in den letzten Zähren bei uns immer tiefer Wurzel gefaßt, wie der erfreulich schnelle Aufbau des kleinen Spar­kapitals beweist. Wer glauben sollte, es komme auf das Verhalten des einzelnen in solchen Fra­gen wie der Kapitalbildu.ig nicht an, dem sei gesagt, dah die Milliardenziffern des Spar­kapitals allein die Sparkassen verwalten über 10 Milliarden Reichsmark sich aus unzähligen kleinen Beträgen zusammensetzen. Das Beispiel der Hauswirtschaft lehrt, daß es nicht so sehr in erster Linie auf die Men^e und die Zahl ankommt, als aus die richtige Einstellung des Menschen zum Wirtschaften überhaupt. Der Welt­spartag will auf diese lebenswichtigen Zusam­menhänge zwischen Wirtschaft und Haushalt Hin­weisen.

Neues für Öen Büchertisch.

Reue Sprachgestaltung. Ein Hand­buch für Sprachlehrer, für Forscher und Künstler, für Techniker und Werber. Von Hans Lorenz Stoltenberg, Privatdozent in Gießen. 100 Seiten 8°. Kart. 3,50. Moritz Schauenburg KG., Verlagsbuchhandlung, Lahr (Baden), 1930. (448) Wer eine wissenschaftliche Arbeit abfassen, eine Dichtung gestalten, höheren sprachlichen Unterricht erteilen, durch Bericht, Gesetz oder Werbsache wirken will, sollte alle Ausdrucks­möglichkeiten der Sprache beherrschen. Wege zu dieser Herrschaft weist, jahrelange Erfahrung von Wissenschaft und Kunst, von Llnterricht und Werbung in sa^emäher deutscher Sprache zum einheitlichen Ausdruck bringend, Stoltenbergs »Reue Sprachgestaltung", über die der Gießener Germanist Prof. Götze folgendes schreibt: ... Riem and wird die Sprachmeisterei Der alten Zeit neu herbeiwünschen. Aber fragen muh man doch: soll die Fortentwicklung dieser Kunstsprache, die noch nie rein organischen Kräften gefolgt ist, den ungeschulten Sprachgenossen ohne geschichtliche Kenntnis und ohne gebildeten Geschmack über­lassen bleiben, oder sollen die geübten Kenner und Freunde unseres sprachlichen Lebens ver­suchen, Einfluß zu gewinnen und an ihrem Teil unsere sprachliche Zukunft mitbestimmen? Zn der Fremdwortfrage hat der Deutsche Sprachverein mit Entschiedenheit und Glück Stellung genommen, in Fragen der Sprachrichtigkeit tut es die Schule jeden Tag kann dieses Gebiet erweitert werden und wie ist Einwirkung solcher Art zu denken und vorzunehmen? Harrs Lorenz Stoltenberg, der vor anderen die Kunst versteht, in vielbe­gangenen Gebieten neue Wege zu finden, hat diese Frage beantwortet und dabei die Tugenden, auf die es hier vor allem ankommt, Kenntnis, Takt und Geschmack, so hundertfältig Gewährt, daß mit keinem weiteren Wort seine Ausführun­gen vorweg genommen werden sollen, damit kein Leser in dem Genuß beschränkt werde, sie selbst aus Stoltenbergs ausgezeichnetem Buch kennen- zulernen.'

Paul Ernst: Erdachte Gespräche. Preis 10,50 Mark. München. Georg Müller Ver­lag. (375) Ein philosophisches Buch. Fast alle großen Geister der Weltgeschichte erscheinen als wirtliche, namentliche oder symbolische Vertreter bestimmter Ideen und Gedanken, so dah man neben anderem in diesen Gesprächen eine geistige Weltgeschichte bzw. eine Darstellung des Geistes -der Welt, des sich ewig Wandelnden und den­noch Bleibenden des inneren Lebens der Jahr- hunderte und Jahrtausende vor sich hat ... von einem Dichter geschrieben und gestaltet, der alle ..Philosophie aus ihrem System (und uns, seine 'Leser mit) frei macht und erlöst aus allem nur "Henkerisch Beengenden zur geistig-seelischen Wirk­lichkeit. Die Philosophie dieses Buches ist, und wird wahrhaftes und eigentliches Leben, sie wird wirkende Gegenwart ins uns. Lind dann: Sind es nun allegorische Geschichten, Erzählungen. Le­genden, sind es Essays, philosophische Diskurse, die uns in Gesprächsform, manchmal in drama­tischer Steigerung und drängend zur Pointe, fesselnd, spannend und nicht ohne Witz gestaltet werden: immer sind sie interessant, wesentlich und erschöpfend, immer rückführend auch zu uns selbst, und also in die fernere Zukunft.

Toni Rothmund: Glas. Ein Buch von deutscher Sehnsucht. Roman. Ganzleinen 5,50 Mark. Verlag Philipp Reclam jun., Leipzig (340) Zn der rauhen Zeit des 17. Jahrhundert z, in Schwarzwälder Glashü ten beginnt diese Erzäh­lung, die von der Geschichte, von der Seele des Glases handelt, beginnt mit einer zarten Kin­derfreundschaft zwischen einem vernachlässigten Herrenkind und einem Glasbrennerbuben vom "Wald. Lieber der düsteren Kindheit und Jugend der beiden, in die Krieg, Rot und Mord ihre Schatten werfen, steht wie ein lockender Stern Venedig, die Wunderstadt im Meer, wo des Glases Heimat, und wo ein Glaskünstler so hoch geachtet ist, daß er feine Hand nach Ge- schlechtertöchtern strecken darf. Das Mädchen folgt dem fremden Glasherrn in feine Stadt. Die Glas­hütte im Schwarzwald geht in Flammen auf, der Jüngling zieht nach Rürnberg, um in seiner Kunst weiterzukommen. Das alte, reiche Rürn­berg steigt vor uns auf. In das Leben der einst berühmten Oläfermaler. wird der Bub aus dem Schwarzwald verwickelt, reift zum Mann und zieht nach Venedig, um die Jugendfreundin aus schwerem Bann zu lösen.

Werner Riemerschmid, Das Buch vom lieben Augustin. Ein Roman vom unsterblichen Augustin, von der blonden Geliebten und dem Orünäugigcn, vom schwarzen Dämon, Vom Halbmond und von der Stadt am blauen Strom. F. G. Speidelsche Verlagsbuchhandlung, Wien und Leipzig. Leinenband 6,50 Mk. (381). Tas Buch ist durchleuchtet von der ewigen Sym­bolgestalt des Dudelsackpfeifers Augustin, der durch die magische Kraft seines Liedes jeg­liches Linheil übersteht und durch Jahrhunderte, durch Pest, Türkennot, Weltkrieg, Hunger und Zusammenbruch sieghaft dahinschreitet. Eine große Wiener Romandichtung, die, jenseits alles selbstgefälligen Lokalspießertums, alle Symbol- fraft besitzt, ein heiter-ernstes Dokument dieser märchenhaften Stadt zu werden!

Hermann Sinsheimer: Der Schau­spieler Peter Unglaub. Roman. 175 S. 8°. Kart. 3,80 Mark. Paul List Verlag, Leipzig C1. (331.) Sinsheimer, selbst ehemaliger Theater­direktor und Theaterkritiker, hat hier mit witziger Ueberlegenheit die Karikatur eines Menschen ge­zeichnet, der typisches Mittelmaß ein un­heldischer Held unserer Zeit ist. Die Geschichte schil­dert die Karriere eines kleinen, gewitzten Genießers, der zufällig ein blonder Heldenspieler ist. Das Milieu des Theaters, des entwurzelten Bürgertums und einer wankenden Großindustrie geben dem Ro­man Farbe und Hintergrund.

Jack London: »Die Zwangsjacke". Llniversitas Deutsche Derlags-AG., Berlin W 50. Leinen 4,80 Mk. (329) Diese Aufzeichnungen des zum Tode verurteilten Professors Darrell Standing sind so quälend, daß sie einen bis in den Traum hinein verfolgen, seine geistige Hochspannung aber überwindet selbst diese Qual. Die mächtige Lebenskraft Jack Londons ist auch diesem Elend noch gewachsen und zeigt einen Weg ins Freie.

William Beebe: I m Dschungel d e r F a s a n e n. 183 Seiten mit 51 Abbildungen nach Aufnahmen des Verfassers. Geheftet 7 Mk., Leinen 9 Mk. Verlag F. A. Brockhaus, Leipzig. (367.) Die Suche nach wilden Fasanen führte Beebe nach Ceylon, Kaschmir, Birma, hinauf in die Berge des Himalaja, hinab nach den Malaii­schen Inseln und in das wilde Borneo, auf un- begangene Pfade, durch Llrwald und Dschungel, über Berge voll Eis und Schnee. Er stand auf der Wasserscheide zwischen China und Birma, angesichts von Mount Everest und Kintschin- dschunga verfolgte er die seltensten Vögel, zwi­schen kopfjagenden Dajaks lauerte er den scheuen Wildfasanen auf. Lieber diese Abenteuer be­richtet fein neues Buch, und wieder staunt man, mit welchem Temperament, welcher Raturliebe, welchem Humor dieser Raturforscher schreibt.

Die Stadtkirche zu Darmstadt von D. Dr. Wilh. Diehl und Amalie S ch a e d e l, neu bearbeitet und ergänzt von H. Walbe Mit 19 Abbildungen. L. C. Wittich Verlag, Darmstadt. Kart. 1,50 Mk. (334.) Die Ge­schichte der Stadtkirche ist eng mit der Geschick'« - Ser Stadt Darmstadt verknüpft. Die Kirche relch. in den ältesten Teilen in die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts. Mißstände in praktischer Hin­sicht heischten schon Jahre vor dem Kriege eine gründliche Instandsetzung. 1929 30 wurde sie unter Leitung von Geheimrat Walbe durchgeführt. Zur Erinnerung an den Llmbau legt jetzt der Verlag Wittich die vor Jahren herausgegebene Schrift über die Stadtkirche, von Geheimrat Walbe neu bearbeitet und besonders nach der baugeschicht- lichen Seite ergänzt, vor.

Lieber Gefährdung und Erneue­rung der deutschen Liniversität. Von Professor Dr. Eduard Spranger. Geheftet 1,80 Mk. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. (360) Professor Spranger geht aus von der Feststellung, daß die Liniversität den heute an sie gestellten Anforderungen durch traditionelles Festhalten an den alten Grundsätzen nicht mehr gerecht werden kann. Er führt die heute vielfach erörterte Ge­fährdung der Liniversität zurück auf drei Haupt- ursachen: den berftärften Andrang nicht wissen­schaftlich eingestellter Studierender zur Llniversi- tät, die Veränderung der Wissenschaftslage und die Lieberlastung der Professoren. Für die Be­seitigung der sich daraus ergebenden Mißstände fordert er in erster Linie eine Reform des Lini- vcrsitätscv-fbaues durch Einfügung einer College- artigen Stufe.

Das deutsche Wirtschaftsleben seit Beginn des neunzehnten Jahr­hunderts. Von Prof. Dr. L. Pohle. Reu­bearbeitet und ergänzt von Prof. Dr. M. Muß. 6. Aufl. Geb. 4.80 Mk. (325). Verlag von B. G. Teubner, Leipzig. Das Buch bringt in gedrängter Form das problemreiche deutsche Wirtschaftsleben in feiner Entwicklung bis auf unsere Tage dem Verständnis der Allgemein­heit nahe. Das Werden der deutschen Volks­wirtschaft vom Beginn des 19. Jahrhunderts an wird aufgerollt; der erstaunliche Aufstieg bis zum Beginn des Weltkrieges, die zehnjährige Zerrüttung, die Ansätze zum Wiederaufbau wer­den knapp, aber mit sorgfältiger Erörterung aller wesentlichen Ursachen öargeftellt. Die Vorgänge der Kriegs- und Jnflationsjahre und des neuen Aufbaus haben in zwei neuen Ka­piteln Platz gefunden.

Taten für Sonntag, 26. Oktober.

1757: der Staatsmann Friedrich Karl Freiherr vom und zu Stein in Rassau geboren; 1800: Graf Helmuth v. Moltke in Parchim geboren; 1828: Albrecht Thaer in Möglin gestorben.

Daten für Montag, 27. Oktober.

1728: der Forschungsreisende James Cook in Marton geboren; 1760. der Feldmarschall August Graf Reithardt v. Gneisenau in Schildau geboren, 1782; der Geigenkünstler Ricolo Paganini in Genua geboren; 1858: der ameri­kanische Staatsmann Theodore Roosevelt in Reu- York geboren.

Amtliche Gpieltermme

für Sonntag, den 26. Oktober.

Bejirfsliga.

Süd. Sport Kassel Spielverein Kassel; Kur- Hessen Marburg - Germania Fulda; Hessen Hersfeld Borussia Fulda. Rord. Hessen- Kassel SB. Göttingen; FC. Grone ST. 03 Kassel; Großalmerode Kurhessen Kassel.

1. Dezirksklasse (Gruppe Lahn).

1900 Gießen Breitenbach.

l.Dezirksklasse (Gruppe Hannover).

Sp. Einbeck Holzminden; Blau-Weiße Güt­tingen Osterode; VfB. Rortheim Weende; Lauterberg Wihenhausen.

Spie?e des VfB.

VfB. Wetzlarer Sportverein.

Die Ligamannschaft ist am kommenden Sonntag verbandsspielfrei. Sie hat nun seit Beginn der diesjährigen Derbandsspielseri" fünf Spiele aus­getragen, von denen drei gewonnen und zwei ver­loren wurden. Bis jetzt hat f.d.; me Ligamannschaft recht tapfer geschlagen, wie überhaupt die drei Lahnkreis-Vertreter (VfB. Kurhessen Marburg, FD. Ockershausen und VfB. Gießen) sich in der obersten Spielklasse überraschend gut zurechtgefun- den haben.

Den verbandsspielfreien Sonntag benutzt die Ligamannschaft zur Austragung eines Gesell- schaftsfpiels gegen den Wetzlarer Sportverein. Das Spiel hat in erster Linie den Zweck, Liga- spieler, die seither in der ersten Mannschaft nicht berücksichtigt -teerten konnten, zu beschäftigen. Es wird deshalb auch in der Halbzeit ein Austausch von vier Spielern stattfinden. Beide Gegner haben sich schon feit einer langen Reihe von Jahren Punkt- und auch andere Kämpfe mit wechselnden Erfolgen geliefert. Wetzlar spielt in der ersten Be- zirksklasse und hat dort einen guten Mittelplatz in der Tabelle inne. Lieber den Ausgang des Spiels kann man nichts sagen; eine Lleberraschung steht nicht außer dem Bereich des Möglichen.

Die Ligareserve löst eine alte Rückspiel-Der- Pfichtung in Ettingshausen beim dortigen Sport- Club ein. SiS sollte wohl mit einem Sieg Heim­kehrern Auf dem Waldsportplah trifft die dritte Mannschaft auf die erste von Steinbach. Hier wird es einen scharfen Kampf geben, der von derDrit­ten" knapp gewonnen werden dürfte.

Zn Butzbach tritt die erste Jugend der gleichen vom dortigen VfR. gegenüber. Die VfDer müssen wacker kämpfen, um Sieg und Punkte mit nach Hause zu bringen.

SpielvereinLgung 1900 Gießen.

Der Fußballderein Breidenbach (Kreis Bieden­kopf) ist der Gegner des Sonntags für 1900s Liga im Kampf um die Punkte. Das Spiel findet auf dem Trieb statt. Wenn auch 1900 noch immer nicht die stärkste Vertretung zur Stelle hat. so müßte doch die aufgestellte Mannschaft einen knap­pen Sieg zu erringen vermögen. Vor allen Din­gen hofft man, den Sturm durch Llmstellungen schlagkräftiger zu machen. Voraussetzung für einen erfolgreichen Kampf der Einheimischen ist ein Mehr an Eifer und Ernst. Die Mannschaft muß sich zu einer Energieleistung aufraffen, wenn sie nicht an Ansehen verlieren will. Breidenbach ist besser als seine Papierform und konnte am ver­gangenen Sonntag die Wiesenbacher 3:1 schlagen. Mit Ausnahme vonGermania" Marburg dürfte diesmal in der 1. Bezirksklasse der Gruppe Lahn kaum ein nennenswerter Stärkeunterfchiod feftzu- stcllen fein. 1900 ist als einziger in dieser Kon­kurrenz noch ohne Gewinnpunkte.. Spielleiter ist Dörr, Grünberg.

Von den unteren Mannschaften spielt nur die dritte, und zwar gegen den schwersten Gegner der Spielgruppe. Die Gießener müssen schon gute Form beweisen, wenn sie die erste Elf der Spiel­vereinigung Leihgestern bezwingen wollen.

Fußballklub 1926 Großen-Buseck.

Der VfR. Butzbach, eine unter Leitung des be­kannten Frantfurters Heinigll. stehende Liga- mannschaft, tritt derselben Mannschaft des FC. 26 Großen-Buseck am nächsten Sonntag gegenüber. Obwohl der Gästemannschaft die Verbesserung in der Tabellenstellung bis jetzt nicht gelungen ist, so muß sie doch als ernster Gegner betrachtet wer­den. Sollte der Platzverein das Spiel zu seinen Gunsten entscheiden können, so bleibt die Mann­schaft weiter an der Spitze. Vor dem Spiel der Liga spielen die Reservemannschaften.

$. <5 Teutonia Steinberg.

Am Sonntag empfängt die 1. Mannschaft des Fußballklub Teutonia Steinberg die 1. Mann­schaft des Sportvereins Rieder-Weisel zum fälli­gen Derbandsspiel. Steinberg muß mit zwei Mann Ersatz antreten, und sich deshalb doppelt an- strengen, um nicht zu unterliegen. Eigenartig ist, daß die Steinberger Mannschaft auf auswärtigen Plätzen stets gewann und auf eigenem verlor.

Handball der Sp.-Vg. 1900.

Am Sonntag kommen zwei Spiele, und zwar auf eigenem Platz, zum Austrag. Die erste Mannschaft empfängt die gleiche des Tv. Garben­teich zum Rückspiel, und den 1900er Schülern stehen diejenigen des VfL. Wetzlar gegenüber. 1900s erste Garnitur wird den ADT.-Leuten wohl in der Aufstellung des Vorspiels, das die Gieße­ner vor 14 Tagen mit 3:1 im Vorteil sah, gegen­übertreten. Cs wird zu einem harten Kampf kommen, den die Platzbesitzcr aber dann nur für sich entscheiden können, wenn sie sich eines ge­naueren Zuspiels befleißigen.

Das Spiel der Schüler läßt keinen Schluß auf den Ausgang zu, da sich beide Mannschaften schon lange nicht mehr gegenüberstanden.

Handball im Gau Hessen (£>. T.)

Mtv. Gießen T. u. Spv. Butzbach.

Das erste Derbandsspiel der Rückrunde führt am kommenden Sonntag in Butzbach die ersten Mannschaften der beiden Vereine zusammen. Im

Vorspiel konnten die Mtver den Gegner zahlen­mäßig hoch besiegen, das Rückspiel wird die Män- nerturner allerdings vor eine härtere Aufgabe stellen, besonders deshalb, da der Butzbacher Platz schon manche Mannschaft straucheln ließ. Ein Sieg der Gießener dürfte allerdings zu erwarten fein, wenn auch nicht in der Höhe des ersten Spieles.

Die zweite Mannschaft fährt zum Derbandsspiel nach Friedberg. Da die Mtver im Vorspiel knapp mit 2:1 verloren, ist der Ausgang des Spieles nicht sicher vorauszusagen. Die erste Zugend- mannschaft empfängt auf eigenem Platze die gleiche des Turn- und Sportvereins Butzbach und dürfte, vorausgesetzt, daß sie in kompletter Aufstellung antritt, das Spiel knapp für sich entscheiden.

Klein-Linden Jugend AUendvrf.

Dem Bericht über das Freundschaftsspiel Klein- Linden gegen Allendorf ist nachzutragen, daß Klein-Linden den Kampf nicht mit der ersten akti­ven Mannschaft, sondern mit der ersten Jugend bestritt, und bis drei Minuten vor Halbzeit mit 1 ;0 in Führung liegen konnte. Beim ©Tärtfre von 1:1 wurde das Spiel vom Schiedsrichter abgebrochen. Allendorf trat mit 10 Mann an.

23 Gauturntag im Lahn - Oünsberg - Gau.

Am Sonntag findet in Wieseck, pünktlich um 9 Llhr der 23. ordentliche Gauturntag statt. Auf der Tagesordnung stehen folgende Punkte: Ge­nehmigung des Protokolls vom vorjährigen Gau­tag; Bericht des Gauvorsitzenden, sowie der Turn-, Spiel- und Sportwarte; Rechnungsablage für das Geschäftsjahr 1930; Wahl der Orte für das ©auturnfeft, das Bergfest 1931, das ©au- schillerwetturnen 1931, das Gerätewetturnen, den turntag; Bericht des Gauvorsihenden, sowie der Gausporttag und für die Gauwettschwimmen; Wahl des Gauvorstandes; Anträge des Gauvor- standes; Anträge der Gauvereine; Verschiedenes.

Oer Sport im Reiche.

Herbstnebel und Regen, die ärgsten Feinde des Freiluftbetriebes, haben ihr feuchtes Regi­ment angetreten. Für die am Sonntag angefetzten Rasenspiele sind aus diesem Grunde die Aus­sichten so trübe wie das Wetter selbst. Im Fußball gehen trotz des Streites Amateur oder Profi die Punktekämpfe weiter. -- 3m Handball stehen in Pommern und Branden­burg die Spiele der Turner am Sonntag im Zeichen des Max-Heiser-Gedächtnis-Spieltages. Sonst werden in beiden Lagern die Pflichtspiele fortgesetzt. Die Turner rüsten für die Groß­kämpfe der nächsten Wochen. Das Berliner Aus- scheidungsturnen für den großen und ältesten Dreistädtekampf findet Sonntag in der Turnhalle, Wrangelstraße, statt, das Hamburger Auswahl­turnen in der Halle der Hamburger Turnerschaft von 1816, das westfälische Ausscheidungsturnen für Rheinland - Westfalen in Dortmund. In Hildesheim gelangt der Städtekampf Magdeburg- Kassel-Hildesheim zum Austrag und in Eßlingen stehen sich zum dritten Male die Turngemeinde Eßlingen und der Schweizer Turnverein Arbon gegenüber. Das Ereignis im Schwimmen sind die internationalen Kämpfe im neuen Düsseldorfer Hallenbad unter Beteiligung der besten Schwimmer und Schwimmerinnen au-3 Deutschland, Frankreich und Holland. Gute Leistungen sind auch beim Rationalen in Mann­heim zu erwarten. Die Amateurboxer führen am Sonntag den Länderkampf Deutsch­land Dänemark in Aarhus durch, wo unsere Vertreter einen knappen Gesamtsieg buchen dürften.

Magdeburg zieht am Sonntag eine Fecht - gala auf, bei der Helene Mayer und Erwin Casmir im Rahmen des Städtekampfes Magde­burg - Berlin - Dresden - Hamburg - Halle - Han­nover Proben ihres großen Könnens zeigen wer­den. Im Radsport sind jetzt nur noch die Holzlatten der Winterbahnen Schauplätze der Veranstaltungen. Im Berliner Sportpalast herrscht ununterbrochener Betrieb. Die Breslauer Zahr- hunderthalle eröffnet die Winterrennzeit mit Zweistunden-Mannschaftsfahren.

Louis Sterling,

der Generaldirektor der Columbia Graphophone Co., London, Hersteller der berühmten Columbia Gram­mophonplatten, führt seine Erfolge auf tatkräftige In­sertion zurück. Er erklärt:

Die Rekord-Zeitungsanzeigen haben Rekord- Verkäufe mit sich gebracht!

Schöne weiße Zäh ne: Ch lorodont WW