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waren, wie sie hier hinzusteslen versucht werden, wissen wir aus der amtlichen englischen Akten­veröffentlichung. Nicht minder doppelzüngig und gegen Deutschland gerichtet war die englische Politik zur Zeit der Agadirkrisis im Jahre 1911. Durch die Rede Lloyd Georges vom 21. Juli ging England in der Unterstützung der französischen Politik bis zur Kriegsdrohung. Hnscre Vorbereitungen", schreibt Harold Ni- colsvn",waren in der Tat viel weiter vorge­schritten, als es von der britischen Oeffentlich- keit bemerkt wurde. So war zum Beispiel nicht bekannt, dah wir vom 8. bis 22. September 1911 dauernd den Ausbr uch der Feindse­ligkeiten erwarteten, und dah die Tun­nels und Brücken der südöstlichen Eisenbahn Tag und Rächt patrouilliert wurden. Erst am Morgen des 22. September, nach Erhalt der Rachricht aus Berlin, dah Herr von Kiderlen wankend werde, konnte Ricolson die Aufhebung eines Zustandes der Kricgsvorbereitung anord­nen. Die Ausdehnung dieser Vorbereitung er­hellt aus einem Briefe, den er am 14. Sep­tember an Lord Hardinge schrieb: in ihm heiht es unter anderem:Ich hatte einige Besprechun­gen mit Haldane, Lloyd George und Winston Ehurchill, und ich freue mich, dah alle drei völ­lig bereit, ja ich möchte sagen, begierig sind, allen möglichen Eventualitäten entgegenzutreten. Die sorgfältigsten Vorbereitungen sind hierzu getroffen. Alle drei sehen vollkommen ein, dah nicht nur Marokko auf dem Spiele steht, son­dern dah es sich um die Frage handelt, ob wir uns jedem Diktat Deutschlands unterwerfen sollen* wenn dieses es für notwendig hält, seine Stimme zu erheben. Ich kann Ihnen vertraulich mittei­len, dah alle Vorbereitungen für die Landung von vier oder sechs Divi­sionen auf dem Kontinent bis in die letzten Einzelheiten ausgearbeitet worden sind."

Den gleichen Zielen wie die englisch-französische Entente galt die englisch-russische An­näherung, die herbeizuführen Sir Arthur Ricolson während seiner Amtszeit als Botschaf­ter in Petersburg mit allen Kräften bemüht war: auch in dieser Hinsicht ist das Buch Ricolsons auhcrordentlich aufschlußreich. Daß Ricolson sich der Mission Haldanes gegenüber ablehnend ver­hielt, wie er auch die deutsch-englischen Be­sprechungen von 1910/11 mihbilligte, liegt nur im Rahmen der von ihm vertretenen Politik, die im Endeffekt hinauslief auf eine Stärkung der Entente und ihrem Ausbau zu einem regelrech­ten Bündnis. Mit einem solchen Bündnis fast gleichbedeutend ist das Rovemberabkommen, das in dem Schriftwechsel Grey-Cambon vom 22./23. Rovember 1912 (Konzentrierung der britischen Flotte in der Rordsee, Schuh der britischen In­teressen im Mittelmeer durch Frankreich) enthal­ten ist.Mit diesem Dokument hatte Cambon etwas erreicht, was über seine optimistischsten Erwartungen hinausging. Es erscheint beinahe unglaublich, dah die britische Regierung nicht er­kannt haben sollte, wie weit sie verpflichtet wurde. Sie hatte sich in der Tat auf eine Garantie verpflichtet, die für England entweder einen Treubruch oder einen Krieg mit Deutschland bedeu­tete." Diesem zutreffenden Urteil Harold Ricol­sons ist nichts hinzuzufügen. England hatte end­gültig für Frankreich optiert. Alle seine wei­teren Handlungen zum Krieg hin wurden von dieser Option diktiert, und zwar bevor die bel­gische Reutralität verletzt wurde.

Daß es in der Julikrisis 1914 wiederum Ricol­son war, der mit allen Kräften auf Grey ein­wirkte, sich auf die Seite Frankreichs und Ruß­lands zu schlagen, ist selbstverständlich. Zweifel­los hat es dem Kriegswillen in Petersburg einen mächtigen Auftrieb gegeben, als Ricolson dem britischen Botschafter, Sir George Bucha­nan, in einem Privatbrief vom 28. Juli die Teilnahme Englands an einem Krieg auf feiten Rußlands so deutlich wie nur möglich ankün­digte. In diesem Briefe wird unter anderem ausgeführt,daß wir (England) bereit sind, an den Feindseligkeiten teilzunehmen, wenn Um­stände eintreten, die dies für uns notwendig machen. Hierbei herrscht kein Zweifel, daß wir in diesem Falle an der Seite unserer Freunde stehen. Wenn wir also auch nicht in der Lage sind, Sasonow einen endgültigen Bescheid über unsere Haltung zu geben, so wer­den Sie doch bemerken, dah wenig Zweifel dar­über herrscht, daß wenn wir aufgerufen werden, unseren Anteil zu tragen, wir nicht zögern, un­sere Pflicht zu tun. Und einGott sei Dank" entrang sich Ricolsons Lippen, als am 3. August die Entscheidung endlich gefallen war.Jetzt

liegt der Weg klar vor uns, aber es wird oine schreckliche Sache fein.

Als Englands Vertreter auf der Algeciras- Konferenz hat Ricolson, wie wir gesehen haben, das erste diplomatische Zusammengehen der englisch-französischen Entente geführt, als Bot­schafter in Petersburg den Abschluß der welt­historisch so bedeutsamen Abmachungen zwischen

England und Rußland ermöglicht, als ständi­ger Unterstaatssekretär im gor eign Office seine Hauptaufgabe gesehen in der Festigung der En­tente, zu deren Schöpfern er in erster Linie ge­hört. Daß Deutschland diese Ententepolitik mit Recht als gefährlich und bedrohlich ansehen muhte, dafür gibt die Biographie Sir Arthur Ricolsons einen neuen schlüssigen Beweis.

Wirtschaft.

Zunahme der Erwerbslosigkeit in Hessen und Hessen-Rassau.

Ueber die Arbeitsmarktlage in Hes­sen und Hessen-Rassau berichtet das Lan­desarbeitsamt Hessen: In diesem Jahre hat die sommerliche E nt l a ft u n g des Ar­beitsmarktes schon Mitte Juni aufge­hört. Die von diesem Zeitpunkt ab einsetzende leichte rückläufige Bewegung hat sich im Laufe der Berichtszeit verstärkt, denn die Zunahme der Arbeitsuchenden betrug in der ersten Juli­hälfte 2752 gegen 561 in der Zeit vom 1. bis 15. Juni und 1402 vom 16. bis 30. Juni. Im Bezirk des Landesarbeitsamts sind zur Zeit 186 318 Arbeitsuchende vorhanden, davon beziehen 87 746 (Anfang Juli 89 591) als Hauptunterstützungsempsänger Arbeitslosenunter­stützung und 24 630 (23 685) Krisenunterstühung. Von den 18 Arbeitsämtern hatten nur drei (Dillenburg, Limburg und Treysa) eine verhält- nismähig kleine Abnahme an Arbeitsuchenden zu verzeichnen. In den übrigen 15 Bezirken sind die Zahlen gestiegen, absolut am stärksten im Frankfurter Bezirk (um 1739) und in Kassel (529). In den Berufsgruppen tritt die Verschlechterung besonders in der Metallindustrie mit einer Zunahme von 1166, im Bekleidungsge­werbe mit 753 und in den Angestellten- berufen hervor, die infolge des Vierteljahrs­wechsels 1281 Arbeitsuchende mehr zählen, als zu Anfang der Berichtszeit. Auch der Bergbau, das Spinnstofigewerbe, die Papierindustrie und das Vervielfälngungsgewerbe haben relativ er­hebliche Zunahme aufzuweisen. Demgegenüber brachten die Landwirtschaft, die Steinindustrie und das Baugewerbe dem Arbeitsmarkt nur eine verhältnismäßig geringfügige Erleichterung. Bei Rotstandsarbeiten, die aus Mitteln der Reichsanstalt gefördert werden, waren 1628 Per­sonen beschäftigt, gegen 1436 am 30. Juni und 3631 am 15. Juli 1929.

Z.-G.-Zarbenindustne A G.

Bericht über das zweite Quartal 1930.

Heber das zweite Vierteljahr des laufenden Geschäftsjahres der I.-G.-Farbenindu- st r i e A G. wird dem WTD.-Handelsdienst fol­gendes berichtet: In Farbstoffen und Fär­bereiprodukten bewege sich das Jnland- geschäft etwa auf gleicher Höhe wie im ersten Vierteljahr 1930. Der Absatz im europäischen Ausland ist zum Teil belebt, in Export-Hebersee nicht unbefriedigend. Chemikalien und Lö­sungsmittel seien im Hinblick auf die Lage der inländischen Abnehmerindustrien etwas sta­gnierend gewesen. Der Jnlandabsah an Stick­stoffdünger verlief der Jahreszeit entspre­chend: Erzeugung und Versand erlitten keine Störung. In den Derichtsabschnitt fällt die Er­neuerung des Stickstoffsyndikats, dessen Tätigkeit sich nicht mehr wie früher nur auf den Verkauf von Stickstoffdüngemitteln, sondern auch auf den Absatz von Stickstoffproduk en für technische Zwecke erstreckt. Das Syndikat umfaßt mehr als 98 Proz. der gesamten deutschen Stickstofferzeugung. In der Mitte Juni nach Ostende einberufenen euro­päischen Stickstoffkonferenz wurde eine Verstän­digung über den Absatz im kommenden Düngejahr angebahnt. Die Verhandlungen, welche zu einer gewissen Annäherung geführt haben, bieten noch große Schwierigkeiten und werden Ende d. M. fortgesetzt. In den wichtigsten pharmazeu­tischen Produkt en wurden weitere Fort­schritte erzielt. Die Wirkungen der allgemeinen Wirtschaftsdepression konnten für den Gesamt­verlauf des pharmazeutischen Geschäfts dadurch ausgeglichen werden. Photographische Produkte zeigten eine leichte Belebung, die eine entsprechende Produktionssteigerung be­dingte. Auf dem Gebiet des Kinofilms macht sich die noch ungeklärte Tonfilmfrage bemerkbar. Für K u n st s e i d e zeigte sich vorübergehend günstige Rachfrage. Die Lagervorräte konnten erheblich vermindert werden. An der bekannten Preisentwicklung hat sich bisher nichts geändert.

Oeffentliche Hilfe für Mansfeld.

Zwischen der Reichsregierung, der preußischen Staatsregierung und der Mansfeld AG. für Bergbau und Hüttenbetrieb in Eisleben ist auf Grund der Verständigung mit den Gewerkschaften eine Vereinbarung zustandegekommen, wonach der Betrieb noch im Laufe dieser Woche wieder ausgenommen werden wird. Die Vereinbarungen tragen den Charakter einer pro­visorischen Regelung bis zum 31. Dezember 1930. Die Reichs- und Staatsregierung gewährt vom Tage der Wiederaufnahme der Betriebe ab für die Weiterführung des Kupferbergbau- und Hüttenbetriebs eine finanzielle Beihilfe in der Form eines zunächst zinslosen Kredits in Höhe von 450 0 0 0 b i s 5 0 0 0 0 0 Mark monatlich. Zur Feststellung der Gesamt­betriebsergebnisse der Mansfeld AG. soll als­bald eine Prüfung seitens der Deutschen Revi- sions- und Treuhandgesellschaft erfolgen. Falls das Ergebnis dieser Prüfung feststellt, daß bis zum 31. Dezember 1930 der Mansfeld AG. fein Heberschuß verbleibt, so gilt die bis zum 31. De­zember 1930 bewirkte öffentliche Geldleistung als verlorener Zuschuß. Bei Feststellung eines Heber* schusses ist der Kredit in dieser Höhe innerhalb Jahresfrist bei Verzinsung zum Reichsbank­diskont zurückzuzahlen. Angesichts der Gefahr einer bei den heutigen Kupferpreisen an sich unvermeidlichen längeren Stillegung des Kupfer­bergbaues haben die Reichs- und Staatsbehörden geglaubt, eine geldliche Hilfeleistung gewähren zu sollen, um die drohende Verelendung des ge­samten Mansfelder Landes zu verhindern.

*

* Die Auslosung der Anleiheab- l ö s u n g s s ch u l d. Die diesjährige Auslosung der Auslosungsrechte der Anleiheablösungsschuld des Deutschen Reiches wird am Montag, 6. Oft., stattfinden. Für 100 Mk. Rennwert (500 Mf. Auslofungswert) gelangen am 31. Dezember 1930 unter Zuwachs der aufgelaufenen Zinsen von 22V» Proz. bei Berücksichtigung des Abzugs vom Kapitalertrag 601,25 Mf. zur Auszahlung. Die Einlösung erfolgt durch die Reichsschuldenver­waltung in Berlin. Auswärts wohnende Eigen­tümer ausgeloster Stücke können die kostenfreie Vermittlung der Reichsbankanstalten in Anspruch nehmen. Die Einlösungsbeträge können erneut in Auslosungsrechten angelegt werden. Die Reichsschuldenverwaltung wird, wie im Vorjahr, auf Antrag die Beschaffung der neuen Stücke übernehmen, die auf Wunsch auch in Reichs­schuldbuchforderungen umgewandelt werden können.

* Chemische Werke norm. H. & E. Al­bert, Amöneburg. Nachdem die G.-V. am 28. Juni infolge eines Formfehlers bei der Ein­berufung nicht abgehalten werden konnte, ge­nehmigte die gestrige G.-V. einstimmig den be­kannten dividendelosen Abschluß. Die Verwaltung erklärte u. a., die Gesellschaft bemühe sich, wei­tere neue Fabrikationszweige aufzunehmen. Ende 1929 sei eine Reihe neuer Verfahren in Be­trieb genommen worden, doch könnten im Hin­blick auf die Konkurrenz nähere Einzelheiten dar­über nicht mitgeteilt werden. Die Verlustbetriebe seien inzwischen stillgelegt, d. h. so weit rationali­siert, daß sie minbeftend keine Berluste mehr brächten. Die Rationalisierungsbestrebungen wür­den fortgesetzt. Auf Anfragen und Anregungen wurde noch erklärt, daß eine Liquidation der Ge­sellschaft in Form eines Abbaus der Betriebe und ihrer Veräußerung nicht in Frage komme.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 25. Juli. Tendenz: schwach. Die Börse eröffnete wieder in schwa­cher Haltung. Die matte gestrige Neuyorker Börse machte einen ungünstigen Eindruck. Hm- sähe kamen infolge der anhaltendenOrder- l o s i g f e i t anfangs kaum zustande. Gleich nach Beginn des offiziellen Marktes kam Material) in stärkerem Umfange an den Markt, und es ergaben sich bei der geringen Aufnahmelust bet»

schiedentlich recht erhebliche KurS- einbußen. Ungünstige Wirtschaftsnachrichten trugen ebenfalls zur stärkeren Lustlosig­keit und Zurückhaltung bei. Durch be­sonders großes Angebot fielen am Montanmarkt Rheinische Braunkohlen auf mit minus 5 Prozent gedrückt. Die übrigen Werte dieses Marktes büßten bis zu 2,5 Prozent ein. Aber auch i» Zellstoff Aschaffenburg war Angebot in größerem Umfange zu bemerken, und diese gaben 4,5 Pro­zent nach. Am Elektromarkt eröffneten Schuckert und Siemens je 3,5 Prozent schwächer. AEG. und Bergmann gaben je 2 Prozent nach, Lahmeyec 1 Prozent. Süddeutsche Zucker tagen auf dem ermäßigten Niveau gehalten. Der Kunstseide­markt mußte Kurseinbuhen bis zu 2,5 Prozent, hinnehmen. Am Chemiemarkt eröffneten J.-G- Farben 2 Prozent schwächer. Auch die Schiff­fahrtswerte zogen eine um 1 Prozent weiter ab» steigende Kurve. AG. für Verkehrswesen lagen 2 Prozent niedriger. Danken lagen nur wenig abgeschwächt. Etwas gebessert eröffneten Deutsche Erdöl mit plus 1,5 Prozent und Conti-Gummi, die 1,75 Prozent gewannen. Der Rentenmarkt war ohne besondere Umsahtätigöe t. Neubesitz lagen gut behauptet, Altbesitz gao Dagegen leicht nach. Im Verlaus trat keine' DesArzing ein. Es kam weiter Material an den Markt" so daß- sich bei der herrschenden Aufnahmeunlust noch weitere Abschläge bis zu 1,5 Prozent ergaben. Siemens lagen mit minus 2,5 Prozent schwächer. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 3 Prozent unverändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1890, gegen Pfund 20,3750, London gegen Kabel 4,8662, gegen Paris 123,68, gegen Mailand 92,89, gegen Madrid 42,40, gegen Schweiz 25,0340, gegen Amsterdam 120,49.

Bücheriisch.

AuskunftbuchfürSchwerhörigeim Deutschen Reiche. Herausgegeben von Max Seufer t, 1. Vorsitzender des Schwerhörigen-Der- eins München von 1913 e. V. unter Mitwirkung zahlreicher Behörden und Mitarbeiter. 4. Ausgabe. 130 Seiten 8°. Preis 3,70 Mark. Druck und Verlag Heinrich Kroepfl, München 9, Entenbachstr. 50. (158)

GeorgReik: DieZarten. Novellen. 240 Seiten. 8°. Ganzleinenband 5,50 RM. Verlag der I. G. Cottaschen Buchhandlung Nachfolger, Stuttgart und Berlin. (125)

Max Kröning:Dgs intime Buch der Fra u. Ein Führer durch das Eheleben für denkende Menschen, 1. bis 10. Tausend, Ex­perten-Verlag, Dresden Al, Carolastrahe 13. (256).

Revolution 1 9 3 3, . Brunnenverlag Karl Winkler, Berlin SW 48. Preis 2,80 Mk. (257). Der ungenannte Verfasser gestaltet ein nahes Zukunftsbild: Die rote Revolution und die völlige Versklavung des deutschen Reiches dank der Hneinigleit seiner Volksgenossen.

Prof. Dr. Ewald Geißler: Pan­europa in der deutschen Dichtung der Gegenwart. Schriften zur politischen Bildung, herausgegeben von der Gesellschaft Deutscher Staat". Langensalza, Hermann Beyer & Sohne (Beyer & Mann). Drosch. 1,80 Mk. (201)

Louis Raymond ß e f e r> r e: D i e Stadt der Wunder. Ein tolldreister Ro­man. Autorisierte Hebersetzung aus Dem Fran­zösischen von Gert Frank. 228 Seiten 8°. Preis 4 Mk. Oesterheld & Co., Verlag, Ber­lin W 15. (249.)

Kannibalennächte. Von Kapitän H. E. Raabe. (Verlag F. A. Brockhaus, Leipzig. Gebd. 4,50 Mk. 510.) Der Ver­fasser, ein jetzt in Jersey City im Ruhestand lebender alter Seekapitän, berichtet in diesem Buche über seinen wildbewegten Alltag mit Menschenfressern, Strandräubern und Perlen­suchern, über blutige Kämpfe, die er als Raub­händler bei den Wilden der Salomonen zu be­stehen hatte.

Hessenlan d", herausgegeben von Dr. C. H i tz e r o t h, Verlag N. G. Eiwert, Marburg. Aus dem Inhalt des 7. Heftes (41. Jahrgang 1930) erwähnen wir die folgenden Beiträge: Landgraf Karl von Hessen als deutscher Reichs­fürst" von Bibliotheksrat Dr. Fr. Israel:Der Grundriß der Elisabethkirche in Marburg" von Prof. Friedrich Wachtsmuth:Der Melsunger Marktplatz im Jahre 1843 von Prof. Dr. Ed. Schroder;Aus dem Leben und Leiden eines hessischen Landpfarrers von Otto Paulus: außerdem: Vereinsnachrichten: Bücherschau: Per­sonalien: Mitteilungen des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H

tfrantfun a. Ul.

Berlin

Sranffurl a. Dl

Berlin

Schluß»! kurs |

l'Uhr» Rur«

Schluß»! für« |

Ansang- Rur«

Schluß» s lur« |

1-Uhr» Kur«

Schluß» kure |

Anfang- Kur«

Datum

24- 1.

25. 7.

24. 7.

25. 1.

Dalum

24. 7.

25. 7.

24. 7.

25. 7.

o% xruiiaie tneiajöaiueujt: von 1927 ......

88

_

88,2

_

vaniburg-Arnenta Patei ....

Hainburg-Südain. Dampfschiff. 8

89,5

88,5

89

149,5

88,4

148,5

7% Deutsche Reichsanleihe von 1929 .......

101.75

_

102,1

_

Hansa Dampsschiss.....10

Norddeutscher Lloyd.....8

89,5

88,5

125

89

124,5

88,4

Deutsche Anl..Ablös.»Schuld mit

Auelos.-Rechten.......

60,2

59.9

60,2

60,13

Allgemeine Deutsche Creditanst. 10

Barmer Bankverein .... 10

Berliner Handelsgesellschaft . 12

109

117

109,5

116,5

109,3

115

Desgl. ohne Auelos.-Rechte . .

7.4

7,35

7.3

7,25

147

147,75

147

8% Hell. Volksstaal von 1929 (rüd^ab'.b. 102%).....

96.5

97

Commerz- und Privot-Bank . 11

Darmstädter und Nationalbank 12

134,75

188,5

134,5

134,75

188,25

134,5

187

Lberhellen Provinz» Anleihe ml

Auslol.-Rechlen.....

59

_

Deutsche Bank und

DiSconto-Gesellschaft, ... 10

126,5

126

127

126,5

Deullche komm, ©ammdabl.

Anleihe Serie 1 ...

60,25

_

59,65

_

Dresdner Bank ...... 10

Reichsbank........12

127

251

126,75

127,5

250,5

127

246,25

6% flrankf. Hyp.-Bank Goldpse XIII unkündbar bi» 1934 . .

101,75

140,5

138,65

140,5

139,65

7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar bi« 1932 . .

96

_

_

Bergmann.........9

Elektr. Lleserungsgesellschaft. 10

_

172

174,25

130,5

172,5

128,5

<y2% Rheinische Hyp.-Bank Liau. Goldpse.......

88,6

_

_

Licht und Kraft......10

Felten L Guilleaume . . . ?y,

135

97

134

135,4

96,75

135

95,9

8% Pr. LandeSpsandbriefanslall. Pfandbriefe R. 17 .... .

101.25

_

101,25

Äesellschast für Elektrische Unternehmungen .... 10

_

_

137

137,75

8% Pr Lanbeeplanbbriefanstali Komm.-Lbl. R. 20......

7% Pr. Lande-ulandbriefanstalt

Pfandbriefe R. 10......

A.E.G. abg. BortriegS-Lbltgatio nen, rückzahlbar 1932

98

_

98

Hamburger ElektrizltätS-Werke io

Rheinische Elektrizität .... 9

128,25

128

128,5

125,5

97

-

97

Schlesische Elektrizität. ... 10

Schuckert L Eo. . . . . . 11

«56,5

153

131,75

156

129,5

155

91.5

-

Siemens & Halske . 16

Transradio ......... 8

200

196,25

200

112

197

4% Oesterretchlsche Goldrenle

26,5

26,65

26,7

Lahrneyer & (£o...... . 10

Buderus ... ...... i>

157

63,5

158

61

158,75

62

159

4,20% Oesterretchlsche Stlberrenli

3,6

3,6

Deutsche Erdöl.......k

71

71,5

70,5

71,75

4% Oelterrelchilche Einheitlich, Rente .......

2

-

Essener Steinkohle ...... k

Gelsenkirchener ....... 8

112,5

119,5

122,4

112,75

118,65

109,75

106

«% Ungarische Goldrente ....

23,3

23,5

23,65

109,5

110

109,5

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

Hoesch Eisen........6y,

84

84

4>/,% desgl. von 1913

20,8

2,15

--

Ilse Bergbau ....... 10

227,5

4% Ungarische Kronenrente . .

2,1

83,5

82

4% Türkische Zollanleihe von 1911

4,8

4,75

1.75

4,5

Köln-Ncuessen....... 7

81,65

81,75

4% Türkische Bagdadbahn-Anl Serie 1 . . . -

>,05

4,65

Manncsmann-Röhren .... 7

2,25

t2

82,13

61,75

83

61,75

4% desgl. Serie 11 ...

5

4,65

Oberschles. Eisenbedarf . . . . b

-

51

50

6% Rumänische vereinh. Rente von 1903 ........

i,45

3,4

-

Oberschles. Kokswerke.....7

Phönix Bergbau......6y2

78

77,25

84,25

77,5

83,65

78

»yt% Rumänische vereinh. Rente von 1913 ..........

16

15,9

15,75

Rheinische Braunkohlen . . 10

Rhetnstahl..... 6

Rlebeck Montan......7,2

217

92

212,5

91

217

91,13

214

91,25

1% Rumänische vereinh. Rente

/,425

7.35

7,35

1 ~

97

Frankfurt a. M. |

Berlin

Schluß-s tur« |

l'Uhr. 1

Kur« |

Schluß« für«

Anfang- Kur«

Datum

24. 7.

25. 7.

24. 7.

25. 7.

Bereinigte Stahlwerke ....

77,5

78

77

Otavi Minen......16*/»

38,25

39

Kaliwerke Aschersleben ... 10

188

188

187

Kaliwerke Westeregeln ... 10

195

192

195

192

Kaliwerke Salzdetfurth ... 16

337

337

330

I. G. Färben-Industrie ... 12

151,9

150

152!

150,25

Dynamit Nobel.......6

72

71

Scheideanstalt........9

-

55,5

57

55

RütgerSwcrke..... 6

51

50

50,13

Metallgelettschaft.......8

108,25

107

108,5

107,5

Philipp Holzmann......7

80

78,5

75,5

Zementwerk Heidelberg . . 10

103

102

Cementwerk Karlstadt. ... 10

125

Wayg & Freytag......8

70,5

70,5

70

Schultheis Payenhoser ... 15

266,5

264

Ostwerke.........12

216

213,5

..............1?

93,5

91

93,5

93,25

90

Bemberg.........14

93,65

92

90,5

Zellstoss Waldhos .... 13'/.

131

134

132,25

Zellstoss Aschaffenburg ... 12

105

100,5

104

Charlottenburger Wasser ... 8

95,5

94,5

Dessauer GaS . ..... v

132,25

130,5

Daimler Motoren . ..... V

29,5

>

29,75

29,4

Deutsche Linoleum......

185

184,5

180,75

40

38

Nat. Automobil . ...... 0

10,5

9,5

Orenstein & Koppel ..... 6

60

60,25

Leonhard Tietz ...... 10

Svenska ........

132,5

308

130

304,5

Frankfurter Maichtnea .... 4

21,75

21

Grihncr ...... 6

33

31,13

Hcyliaensiaedt ....... O

Iunghan«....... . 6

36

36

35

Leckwerke..........k

>3,5

V

Matnkrastwerke Höchst a. M.. . k

81

Miag .........10

90

90

89,75

Gebr. Roeder.......10

Voigt & Haessner......9

158

158

Süddeutsche Zucker .... 10

150,25

150,25

143,5

Banknoten.

Berlin, 24. Juli

Geld

BZes

Amerikaniiche Noten......

4,17

4,19

Belgische Noten .......

58,44

58,68

Dänische Noten ........

111,83

112,27

Englische Noten ........

20,334

20,414

Französische Noten .......

16,45

16,51

Holländische Noten .......

168,06

168,74

Italienische Noten........

21,96

22,04

Norwegische Noten.......

111,78

112,22

Deutsch-Oesterreich, ä 100 Schilling

59,08

59,32

Rumänische Noten.......

2,465

2,485

Schwedische Noten .......

112,20

112,64

Schweizer Noten ........

81,29

81,61

Spanische Noten........

47,70

- 47,90

Tschechoslowakische Noten.....

12,387

12,447

Ungarische Noten .......

73,13

73,43

Devi

camarfl Berlin Aranksurl a. M

24. 3u1i

25.3uh

Amtliche Kotierung

Amtliche Notierung

Geld

Brte>

Geld

_ Brie'

Amit.» Nott.

168,39

168,73

168,34

168,68

Buen.-Aires

1,512

1,516

1,511

1,515

Brss.-Antw.

58,50

58,62

58,49

58,61

Christtania -

Kopenhagen

112,11

112,13

112,33

112,35

112,07

112,12

112,29

112.34

Stockholm

112,50

112,72

112,47

112.69

Helsinafors,

10,528

10,548

10,528

10.548

Italien. . .

21,925

21,965

21,91

21,95

London. . .

20,36

20,40

20,355

20,395

Neunork .

4,184

4,192

4,1835

4,1913

Paris. . . .

16,46

16,56

16,45

16,49

Schweiz ..

81,345

81,505

81,31

81,47

Spanien .

48,00

48,10

47,95

48,05

Japan .

2,069

2,073

0,457

2,067

2,071

Nio de Jan.

0,455

0,455

0,457

Wien in D.» Orst. abgcst

59,15

50,2?

59,10

59,27

Prag . . . .

12,407

12,427

12,406

12,426

Bclzrad . .

7,424

7,438

7,424

7,438

Budapest. . Bulgarien

73,335

73,475

73,34

73,48

3,033

3,039

3,033

3,039

Lissabon

18,82

18,86

18,78

18,82

Danzig . . Konst mtin.

81,40

81,56

81,38

81,54

1,784

1,789

1,784

1,789

Athen. . .

5,435

5,445

5,43

5,44

Canada

4,188

4,196

4,187

4,195

11 tu uat). .

3,546

3,554

3,536

3,544

Cairo . . .

20,875

20.915

20,87

20,91