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Rüstigkeit. Sie hat sechs Enkel und sieben Ur­enkel. Don den verschiedensten Seiten gingen ihr Glückwünsche zu. Besonders erstaunlich ist, mit welcher Frische die Greisin noch Unterhaltung pflegt und die Ereignisse in der Zeitung ver­folgt. Sie entsinnt sich noch deutlich der Vor­gänge des Unruhenjahres 1848, als die hie­sigen Bauern sich unter Trommeln zusammen­rotteten, um den Gräflich Laubachschen Besitz an sich zu bringen. Mit Humor weih sie noch zu berichtet, wie dann später die Rot im Dorf groß war. als die Rädelsführer gesucht wurden. Fast täglich macht die Hochbetagte noch Gänge und Besuche im Dorfe. Gleichfalls in erstaun­licher Rüstigkeit beging Altbürgermeister August Schneider küzlich seinen 8 4. Ge­burtstag. Er ist während der drei aufein­anderfolgenden Wahlperioden Bürgermeister ge­wesen. bis zum Jahre 1919. Während seiner langen Amtszeit wurde die Feldbercinigung un­serer Gemarkung durchgeführt. Schneider ist fer­ner langjähriges Mitglied des Gesamtkirchen­vorstandes des Kirchspiels Trais-Horloff, in welche Körperschaft er im vergangenen Jahre wiedergcwählt wurde. Da er über eine eisern« Gesundheit verfügt, kann man ihn im Sommer fast täglich mit Feldarbeiten beschäftigt sehen.

Kreis Büdingen.

# Echzell, 28. Ian. Der hiesige Gesang­vereinFrohsinn", einer der ältesten Ver­eine der mittleren Wetterau, trat dieser Tage mit einer für unsere Verhältnisse neuartigen Ver­anstaltung auf den Plan: er veranstaltete einen Liederabend, einmal für die Mitglieder und An­gehörigen des Vereins, dann für die breite Oeffentlichkeit. Jedesmal war der SaalZum Deutschen Haus" bis zum letzten Platz beseht. Unter Leitung seines Dirigenten Heinrich Groths., der nun fast 30 Jahre dem Verein vorsteht, kam eine große Zahl Chöre zum Vor­trag. Reben dem Volkslied« und dem volks­tümlichen Lied« waren auch größere Chöre mit bedeutenden rhythmischen und dynamischen Schwierigkeiten ins Programm ausgenommen, die alle von der Sängerschar in bester Weise ge­meistert wurden, so daß die Besucher voll auf ihre Rechnung kamen. Auch die Grothsche Musik­kapelle leistete Vorzügliches. Gelegentlich dieses Abends wurde die Ehrung verdienter Sänger mit 25jähriger aktiver Vereinstätigkeit vorge- nommen. Der erste Vorsitzende Wilh. Groth I. überreichte den Sängern Gustav Roos, Utto Heller, Hermann Wagner und Louis C h r i st k a u Ehrendiplome und würdigte meiner Ansprache deren Verdienste. Dem ersten Vorsitzen­den wurde durch den Stellvertreter Otto O st - heim eine Ehrenurkunde mit herzlichen Dankes» worten für seine aufopfernde Tätigkeit zum Wohle des Vereins übergeben. Der Verein kann mit seinem Liederabend einen vollen Erfolg buchen.

ld. Aus dem oberen Riddatale, 23. Ian. Im strengen Winter 1928/29 tauchten Fischreiher an der rasch fließenden und daher nie zufrierenden oberen Ridda auf, die auch im letzten Sommer und jetzt noch beobachtet werden konnten. Die Vögel scheinen hier heimisch werden zu wollen, da sie ein ihnen zusagendes Jagdgebiet gefunden haben. Ob die Fischreiher im letzten Sommer brüteten, konnte leider nicht festg^stellt werden.

Rundfunkprogramm.

Sonntag, 26. Januar.

7 bis 8.15: Hafenkonzert. 7: Die Glocken vom Großen Michel. 7.05: Hamburger Morgen ruf. 9 bis 10: Morgenfeier. 10.30:Altes und neues vom Wintersport", Vortrag von Dr. Walter Bing. 11: Stunde der Jugendbewegung:Jugend und Krieg", Dreigespräch zwischen Ernst Glaeser, Dr. Wehn und Fritz Grebenstein. 11.30: Eltern- stund«. 12: Schallplattenkonzert. 13: Zehnminuten­dienst der Landwirtschaftskammer Wiesbaden. 13.10: Stunde des Chorgesanges. 14: Kinder­stunde. 15: Bobsleigh-Weltmeisterschaft. 15.30: Stunde des Landes. J6.30 bis 17.30: Unterhal­tungskonzert. 17.30:Die Krisis des Films", Vortrag von Dr. Johannes Cckardt. 18.30: Sport­nachrichten. 18.45: Debatte über das Thema: Student und Volk". 19.30: Volkslieder. 20.30: Er und Sie", vier Dialoge für den Rundfunk von G. Schake. 21: Querschnitt durch die euro­päische Musik seit Mozart. 22.15: Rachrichten. 22.40 bis 0.30: Tanzmusik.

Montag, 27. Januar.

6.30: Wetterbericht und Zeitangabe. Anschlie­ßend: Morgengynmastik. 12.30: Schallplattenkon­zert. 13.30 bis 13.45: Werbekonzert. 15.15 bis 15.45: Stunde der Jugend. 16: Hausfrauennach­mittag. 17 bis 17.45: Konzert. 18: Interview mit einem deutsch-russischen Dauern. 18.10:Wander­bühnenarbeit in Süddeutschland". 18.35: Die Be­stimmungen derSchülerselbstverwaltuna an den höheren Schulen in Preußen". 19.05: Englischer Sprachunterricht. 19.30: Zeitberichte. 20.15: Un­terhaltungskonzert. 21.15: Stunde für Laienmusi­zieren 11. 22: Rachrichten. 22.25 bis 23.25: Eine Stunde Kabarett.

Dienstag, 28. Januar.

6.30: Wetterbericht und Zeitangabe. Anschlie­ßend: Morgengymnastik. 13.15: Werbekonzert. 13.30 bis 14.30: Schallplattenkonzert. 15.15 bis 15.45: Stunde der Jugend. 16 bis 17.45: Konzert. 18.05:Kriegsromane". 18.35:Die deutschen Mennoniten in Rußland". 19.05:Die Hörer der Welt". 19.30: Musikalische Unterhaltung. 20: Kammermusik. 21.30:Ehezauber". 23: Rachrich­ten. 23.25: Tanzmusik.

Mittwoch, 29. Januar.

6.30: Wetterbericht und Zeitangabe. Anschlie­ßend: Morgengymnastik. 11.15 bis 11.45: Schul-

Gtarkenburg lehnt ebenfalls die Hekoga-Deriräge ab.

WSR. Darmstadt, 24. Ian. Wie die Provinztaldirektion Starkenburg mitteilt, trägt das von dem Vorstand der H e - k o a a vorgelegte Vertragswerk über die Gasfern­versorgung durch Ruhr und Saar den in dem Beschluß vom 16. Mai 1929 enthaltenen Bedin­gungen, daß der Provinzialausschuh ermächtigt ist, nur einer Lösung der Frage der Gasfernver­sorgung zuzustimmen, die die gerne intoir t» schaftliche Erzeugung und Vertei­lung des Gases unter Beteiligung Hessens an der Produktion, keine Rech-

funk. 13.15: Werbekonzert. 13.30 bis 14.30: Schall­plattenkonzert. 15.15 bis 15.45: Jugendstunde. 16 bis 17.45: Konzert. 18.05:Schutzpolizei und Pu­blikum bei Strahenunruhen". 18.35: Esperanto­kurs. 19.05:Von den Wundern der amerikani­schen Raturschuhgebiete". 19.30: Volks-Sinfonie- konzert. 21.05: Einführungsvortrag über Char­pentier und seine, OperLouise". 21.15:Louise". Dichtung und Musik von Gustave Charpentier.

22.30: Äachrichtendienst. 22.55: Funkstille.

Donnerstag, 30. Januar.

6.30: Wetterbericht und Zeitangabe. Anschlie­ßend: Morgengymnastik. 12.30: Schallplattenkon­zert. 13.30 bis 1345: Werbekonzert. 15.15 bis 15.45: Stunde der Jugend. 16 bis 17.45: Unter­haltungskonzert. 18:Das Gersonsche Diät-Sana­torium". 18.35: Französischer Sprachunterricht. 19.05: Interview mit führenden Autofabrikanten. 19.30: Bayerisch« Bauernkapelle. 20: Literarische Veranstaltung. 20.30: Virtuosen-Violinmusik. 21: Kammermusik. 22: Rachrichten. 22,35: Tanzmusik.

Areilag, 31. Januar.

6.30: Wetterbericht und Zeitangabe. Anschlie­ßend: Morgengymnastik. 12.30: Schallplattenkon­zert (Wunschkonzert). 13.30 bis 13.45: Werbekon­zert. 15.15 bis 15.45: Stunde der Jugend. 16 bis 17.45: Konzert. 18.05: Buch und Film. Buchbe­sprechung. 18.35:Wie sieht es im Innern eines Sternes aus?" 19.05:Kartelle und Trusts im heutigen Wirtschaftsleben". 19 30: Italienische Lie­der und Arien. 20: Konzert. 21.45: Rachrichten- dienst. 22 bis 23: Tanzmusik.

Samstag, 1. Februar.

6.30: Wetterbericht und Zeitangabe. Anschlie­ßend: Morgengymnastik. 11.15 bis 11.45: Schulfunk. 12.45: Schallplattenkonzert. En­rico Caruso. 13.45: Werbekonzert. 14 bis 14.45: Stunde der Jugend. 16: Tanze, Schelmenlieder und Schnurren. 17 bis 17.45: Tanz-Tee. 18.35:Wie steht der Proletarier zur modernen Kunst?" 19.05: Spanischer Sprachunter­richt. 19.30:Der Barbier von Sevilla" 22: Volkstümliche Vorträge für Zither und Gitarre. 23: Rachrichten. 23.20: Uebextragung vom 25- Stunden-Rennen in Stuttgart. 23.45: Tanzmusik.

nung. Abgesehen davon, daß daher aus grund­sätzlichen Erwägungen die Annahme des Der- tragswerkes nicht möglich ist, kann auch aus an­deren wesentlichen Gesichtspunkten den vorliegen­den Verträgen nicht zuge stimmt werden. (Cs werden dann an den fünf Verträgen im ein­zelnen Bedenken erhoben.)

Spielplan der Frankfurter Theater.

Opernhaus. Sonntag, 26. Ian., 15.30 bis 17.30 Uhr: Hänsel und Gretel. 20 bis nach 22.30 Uhr: Das Land des Lächelns. Montag, 27. Ian., 20 bis nach 22 Uhr: Orpheus und Eurydike. Dienstag, 28. Ian., 19.30 bis 22.30 Uhr: Der Zigeunerbaron. Mittwoch, 29. Ian., 19.30 bis

22.30 Uhr: Othello. Donnerstag, 30. Ian., 19.30 bis 22 Uhr: Der Freischütz. Freitag, 31. Ian.. 20 bis nach 22.30 Uhr: Das Land des- chelns. Samstag, 1. Febr., 19.30 bis nach 22 Uhr: Don heute auf morgen. Der getreue Musik­meister. Sonntag, 2. Febr., 19.30 bis 22.30 Uhr: Die Afrikanerin. Montag, 3. Febr., 20 bis 22.30 Uhr: Schwanda, der Dudelsackpfeifer.

Schauspielhaus. Sonntag, 26. Ian., 15.30 bis 17.30 Uhr: Hui, wir sausen um die Welt. 20 bis gegen 22.30 Uhr: Julius Caesar. Montag, 27. Jan., 20 bis gegen 22 Uhr: Drülle China. Dienstag, 28. Jan., 20 bis gegen 22 Uhr: Lil Dagover: Wera Mirzewa. Mittwoch, 29. Ian., 20 bis gegen 22 Uhr: Was nützt die schönste Frau ... wenn sie keine Zeit hat. Donnerstag. 30. Ian., 20 bis gegen 22.30 Uhr: Julius Cae­sar. Freitag, 31. Ian., 20 bis 22.30 Uhr: IuliuS Caesar. Samstag, 1. Febr., 20 bis 22.30 Uhr: Julius Caesar. Sonntag, 2. Febr., 15.30 bis nach 17.30 Uhr: Hui, wir sausen um die Welt. 20 bis 22.30 Uhr: Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk. Montag, 3. Febr., 20 bis 22.30 Uhr: Julius Eacsar.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag 26. Januar. 3. Sonntag nach Epiphanias.

Stadtlirche. 9.30 Uhr: Pfarrer Mahr: 11: Kinder­kirche für die Matthäusgemeinde: Pfarrer Mahr; 5: Pfarrer Becker. Johanneskirchc. 9.30: Pfarrer Bechtolsheimer; 11: Kinderkirche für die Lukas- aemeinde; Pfarrer Bechtolsheimer: 5: Pfarrer Aus- seid: 8: Bibelbesprechung im Johannessaal; Pfarrer Lenz. Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: Pfarrer Lenz: 11: Kinderkirche: Pfarrer Lenz. Elisabeth- kleinkinderschule. 9.45: Pfarrer Lic. Waas; 11: Kinderkirche für die Petrusgemeinde. Reue Aula der Landesuniversität. 11.15: Universitäts-Gottes­dienst: Predigt Professor D. Bertram. Klein- Linden. 1.30: Hauptgottesdienst: 11: Kindergottes­dienst. Wieseck. 9.45; 11: Kinderkirche. Alten- vuseck. 10; erste Prüfung der Konfirmanden; 1: Trohe. Kirchberg. 10: Kirchberg; 1.30: Mainzlar. Hausen-Garbenteich. 10: Garbenteich; 1: Hausen. Watzenborn-Steinberg. 1: Hauptgottesdienst. Lich. 10: Einführung von Pfarrvikar Draudt durch Dekan Engel (Posaunenchor): Kollekte f. d. ausl. Diaspora: 1.45: Kindergottesdienst. Rieder-Bes­singen. 2: Amtsantritt von Pfarrvikar Draudt.

katholische Gemeinden.

Samstag, den 25. Januar.

Gießen. 16 30 und 19 Uhr: Beichte.

Sonntag. 26. Januar. 3. Sonntag nach Epiphanie.

Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Frauen; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Pre­digt; 11: Messe mit Predigt; 17.30: Christenlehre und Andacht. Grünberg. 9.30: Messe mit Predigt. Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt. Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt. Ridda. 8.30: Hochamt mit Predigt. Echzell. 11: Hochamt mit Predigt.

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Dorzulegen sind Abgangszeugnis, Geburts- und Impfschein. 674D

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Anmeldungen der Schüler für das neue Schuljahr (Cftern 19301 werden nm Montag, dem 3. Icbruar, von 9.15 bis 1 llbr, im Amtszimmer der Direktion emgegengenommen.

Bur Ausnahme tn die unterste Klasse der Realschule werden zugelassen^ilkin^er mjt 4 VolkSschuljabren lohne Prüfung);

b) beionderS leistungsfähige Kinder nach Anhörung deö Grundschullehrers unter Genehmigung des KreiSschul- annes, nach dreijährlger Bolksschulvflicht.

Bei der Anmeldung sind vorzulegen: Geburtsschein und Jmvfschein. Das letzte Schulzeugnis ist bei der endgültigen A'-mabme, Montag, deu 28. Avril. » Uhr, miizubrlngen.

Die Realschule befolgt den amtlichen Lehrplan der Ober­realschulen des Botksstaates Hessen.

Laubach, den 25. Januar 1930. 689D

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