Ausgabe 
24.12.1930
 
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Nr. 501 Drittes Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Mittwoch. 24. Dezember (930

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Oer Voranschlag

des Kreises Gießen für 1931.

Q3on bet Gießener Kreisverwaltung wird uns mitgeteilt:

Der Voranschlag des KrelfcS ® ic - ßensürdaSRj. 1931 wird verhältnismäßig früh vorgelcgt. Die KreiSverwaltung ließ sich bei der Vorbereitung der Arbeiten, die zur Ausstel­lung des Voranschlags erforderlich waren, von der Absicht leiten, dem vielfach geäußerten und durchaus berechtigten Wunsch zu entsprechen, die Steuerzahler möglichst srüh zu un­terrichten. welche Leistungen sie im kommen­den Rechnungsjahr ausz'rbringen haben. Die Kreisverwaltung sand in ihrem Vernähen die vollste Unterstützung des KreiS^usschulses, der in eingehender Beratung in mehreren Sitzungen den Voranschlag für 1931 zur Beschlußfassung durch den Kreistag seststellte. Eine frühzeitige Verab­schiedung des Voranschlag- deS Kreises ist auch im Hinblick daraus notwendig, daß in der Wohlfahrtspflege des Kreises zahlreiche Ausgaben enthalten sind, die s re i willige, Leistungen darstcNrn und deren Abbürdung die GemeindehaushaltSpläne belasten müßte. Die Aufstellung des Kreisetats muß also sinngemäß der Aufstellung LerGemeinde- voranschläge vorangehen. 3m übrigen erwartet die Kreisverwaltung, daß das Beispiel der frühzeitigen Ausstellung deS Kreisvoran­schlags Veranlassung geben wird, daß auch die Gemeindehaushaltspläne für das Rj. 1931 so rasch aufgestellt werden, daß mit Be­ginn deS Rechnungsjahre« geneh­migte Voranschläge in allen Kreisgemein­den vorliegen.

Der Voranschlag des Kreises Gießen enlhäli auch für 1931 keine wie immer geartete Steuererhebung.

Diese- Ziel konnte unter Einstellung verfüg­barer Restmittcl nur durch äußerste Spar­samkeit erreicht werden. Alle irgendwie ver­meidbaren Ausgaben wurden unterlassen. Eine Abwälzung seitheriger freiwilliger KreiSleistungen auf die Gemeinden des Kreises findet nicht statt. Die finanzielle Situation des Kreises ist augerrblicllich zwar noch nicht ungünstig, sie wäre aber wesentlich günstiger, wenn die Kreisverwaltung die durch die seiner­zeitige Veruntreuung des verstorbenen Krcis- kassedirektors dem Kreis verloren gegangenen 70 000 QHt noch zur Verfügung hätte.

Die Hauptaufgabe der Kreisverwaltung war darin zu sehen, eine wesentliche Senkung der Persvnalkvsten, soweit sie irgendwie vertretbar war. herbeizuführen. Durch Abbau­mahnahmen und auf Grund der durch die Rot- Verordnung der Reichsregierung vom 1. 12. 1930 angenommenen Gehaltskürzung konnten gegen­über dem Etat des Rj. 1933 ----- 8,1 Prozent an Personalkosten etngespart wer­den. Würde weder eine Personaleinsparung noch eine Gehaltskürzung eintreten, dann wären die Personalausga^en tm Rj. 1931 sogar um rund 10,5 Prozent höher, als sie infolge der Maß­nahmen der Kreisverwaltung in der Tat im Voranschlag erscheinen. Diese Sparpoiitll ist auch im übrigen im Etat festzustellen, da

die Kürzung im allgemeinen (Etat des Kreises im Rj. 1931 rund 6 o. h. beträgt.

Durch diese Ersparnisse ist es gelungen, trotz wesentlicher Einnahmeausfälle einen relativ gün­stigen Abschluß zu erzieien. Unter den Ein­nahmen usfällen ist be'onders der Ver­lust von etwa 10 Prozent der seitherigen Heber* Weisungen an Re.chssteucr anteilen hervorzu- heben, die infolge des Rückgangs der Einkom­men-, Körperichafts* und Umsatzsteuer weniger eingehen werden. Anderseits sind eine Reihe von Mehrausgaben in den Etat eingestellt, - die rein zwangsläufiger Hatur sind. So werden auf Grund einer von dem Ministerium erhobenen Wietanforderung allein 2300 Mark für die Mietung von Diensträumen in einem Staatsgebäude vorae'ehen. ®:r im Kreistag viel­fach umstrittene und stets abgelehnte Betrag für die Bestellung eines Daukontrolleurs wurde, ge'ehlichcr Vorschrift gemäß, wieder ein­gestellt. Die Ge'amt-Mehrausgaben des all­gemeinen Teils, die auf zwingenden Dor'chriften und Verhältnissen beruhen, beziffern sich auf rund 5330 Mark.

Der Jürforgcooranfdjlag

schließt in 1931 in Ausgabe ab mit 483 296 Mk., gegenüber 524 732 Mk. im Rj. 1933. Die Ein­nahmen betragen in 1931 voranschlagsmäßig 236 849 Wk, gegenüber 285 539 Mk. im Jahre 1930. Die Differenz gegenüber dem Vorjahre ist in der Hauptsache auf den Wegfall von durch­laufenden Posten zurüchuführen. Der Fehl­betrag (reiner Zuschuß des Kreises) beträgt 1931 246 447 Mk, gegenüber 239 373 Mk. im 3ahre 1930. Mithin ist im Jahre 1931 eine Mehrausgabe von 7074 Mk. vorhanden. Diesig Mehr ist bedingt einmal durch die Vor­sehung von 4310 Mk. rückständiae Umlagen zur Hessischen Versicherungsanstalt für gemeindliche Beamte für die inzwischen mit rückwirkender Kraft kraft Gesetzes versicherungspflichtig gewor­denen Geschäftsführer Ewald und Höll. Diese Ausgabe ist im Grunde genommen nur eine Rück­lage für spater den Kreis belastende Pensions­lasten. Sie trifft allerdings den Kreis in einer schweren Zeit. Trotz dieser Vorsehung beträgt infolge der Besoldungskürzung und der Kürzung der sachlichen Ausgaben der Gesamtaufwand an Derwaltungskosten (Kitei 1 und 3) gegenüber 1930 nur 1421 Ml. mehr. Ohne die Rücklage von 4310 Mk. wäre mithin gegenüber 1930 bei den Verwaltungsrosten (Titel 1 und 3) gegenüber 1930 Mark eingetreten. Der Mehraufwand von 7074 Mark ist weiter dadurch entstanden, daß die Zuschüsse für 1931 nicht mehr in der alten Höhe wie 1930 geleistet werden. Der Zuschuß des Staates für die gehobene Fürsorge (Sozial-, Kleinrentner- und Wochenfürsorge) be­trug bis zum Jahre 1929 vom Gesamtaufwand 30 Prozent. Seit dem Jahre 1930 wird nur noch ein Pauschalbetrag überwiesen, der an den frühe­ren Zuschuß nicht heranreicht. Bei Ausstellung des vorjährigen Voranschlags konnte dies nicht mehr berücksichtigt werden, da die Ermäßigung des Etaatszuschusses noch nicht betaimt war. Obwohl der Gesamtaufwand für Sozialrentner- und Kleinrentnerfürsorge zurückgegangen ist, ent­steht bei Titel 2 eine Mehrausgabe von 4440 Mk. Diese Mehrausgabe entsteht einmal durch die

I Linser Weihnachts-Preisrätsel für Kinder.

Oer Rätselonkel spricht:

Nun ist es wieder mal so weit: Jetzt naht die schöne Ferienzeit, Da kommt mit seinem großen Sack Der Ratselonkel huckepack: Er schmunzelt über das ganze Gesicht Räuspert sich, streicht sich den Bart und spricht: Der alte Brauch wird nicht gebrochen Alljährlich in den Weihnachtswochen, Da muß ich für die lieben Kleinen (Auch für die Aeltern, will mir scheinen) Etwas zum Kopfzerbrechen bringen Und stiften auch vor ollen Dingen Nach altgewohnter Weihnachtswelse Zum Lohn für Pie Mühe wertvolle Preise. Denn was den Großen zu Weihnachten billig ist, Sei den Kindern recht zum heiligen Christ; Und was für die Großen das Weltgeschehen, Das muß für die Kleinen in Rätseln bestehen: Die gibt es wie in jedem Jahr Auch diesmal wieder das ist ja klar. Doch sollen es Heuer nicht allein Kreuzwort, und Silbenrätsel fein;

Auch schafft nicht bloß ein Rösselsprung Nachdenken und Belustigung Es gibt was Neues in diesem Jahr, Was früher nicht zu lösen war: Man nennt das Ding ein Pusselspiel, Es wird euch hoff' ich nicht zu viel. Erst ausgeschnitten mit Bedacht, Die einzelnen Teile in Ordnung gebracht, Bis sie ein richtiges Bild ergeben; Dies Weihnachtsbild ist aufzukleben Fein säuberlich auf ein Blatt Papier, Das kommt in den Brief und den schickt ihr mir Samt den vier übrigen Auflösungen. Ich denke, es ist euch bald gelungen.

Und wer, auf dem Land oder in der Stadt, Alle Rätsel richtig geraten hat Mit eignem Bemühen unb redlichem Fleiß, Dem winkt, wenn er Glück hat, ein artiger Preis. Und somit ist meine Botschaft zu Ende. Ich reiche euch allen im Geiste die Hände Und wünsche euch unter dem Weihnachtsbaum Mit Aepfeln und Nüssen und Silberschaum Im goldenen Schein der duftenden Kerzen Ein fröhliches Fest aus fröhlichem Herzen!

Bis zum Montag, 5.Januar 1931, muffen alle Lösungen mit der genauen Angabe von Dor- unb Zunamen, Alter, Schulklasse, Wohnort unb Straße des Einsenders in einem geschlossenen Umschlag mit der Aufschrift W eihnachtspreisrätsel" bei der Redak­tion des Gießener Anzeigers eingelaufen fein. Die richtigen Lösungen werden zugleich mit den Namen der Preisträger am Samstag, 10. Januar 1931, im Gießener Anzeiger veröffentlicht.

Kreuzwort-Silbenräisel.

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Die Wörter bedeuten von oben nach unten:

1 Kleiderstoff, 2 eine Art Truhe, 3 Gewicht der Verpackung, 4 deutscher Strom, 6 Heidegebiet in Westfalen, 7 Nebenfluß der Seine, 8 Sundainsel, 10 Betriebsstoff, 11 moderner Tanz, 12 Hohlmaß, 13 Wildschwein, 15 römischer Kaiser, 16 Tochter des Herodes, 17 Nachtvogel, 19 Berg der Verklärung Christi, 21 Wurst, 22 Tanz, 24 Zechgenoffe.

Bon links nach rechts:

2 Christbaumschmuck 4 Gedicht, 5 Grasfläche, 7 kleines Raubtier, 9 Präposition, 11 Weihnacht- bäum, 12 Blume, 14 Teil der Burg, 16 Graupe aus Palmenmark, 17 tierischer Körperteil, 18 weiblicher Vorname, 20 Farbe, 22 Inhalt der Staubbeutel der Blutenpflanzen, 23 Insel in der Nordsee, 25 Erbteil, 26 Gebärdenspiel.

Kreuzworträtsel.

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Die Wörter bedeuten von oben nach unten:

1 Richtblei, 2 Dramengestalt Shakespeares, 3 Ge- würzbrei, 6 Bergwiese, 7 Fluß in Oberitalien, 8 Stammutter, 10 Fluß in der Steiermark, 11 Lebensgemeinschaft, 12 größerer landwirtschaftlicher Besitz, 13 Gutschein, 16 Schweizer Kanton, 17 Hasen- anlage, 19 Papagcienart. 20 Verneinung, 21 Hand­werkszeug des Maurers, 23 Präposition.

Don links nach rechts:

2 Lotteriezettel, 4 Längenmaß, 5 Weihnachts-Fisch, gcricht, 9 Nährmutter, 12 Was man zu Weihnachten bekommt, 14 Viehfutter, 15 Gartengewächs, 18 Weih, nachtsbaum, 22 Weihnachts-Vorabend, 23 Scherz, 24 Christbaumschmuck.

Rösselsprung.

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Silbenrätsel.

Aus den Silben:

a ar bei bei bens eben chil chin doch di di e e e e ei en fän ga ge ger gon Hirsch im in ja jahr kai kett la land le le li lin ma mar me mor ne neu nu o port re ni ruh sehe, se ser son stra ta thyst li uh um un veil

sind 22 Wörter zu bilden, deren Anfangsbuchstaben, von oben nach unten gelesen, einen Neujahrswunsch für den Leser ergeben.

Die Wörter bedeuten:

1 wohlriechende Blume, 2 Land in Asien, 3 Ge­würzpflanze 4 Wasserjungfer, 5 Beinbekleidung, 6 Fußbodenbelag, 7 deutscher Dichter, 8 Gestell für Bücher, 9 Pelz, 10 Herrschertitel, 11 Wareneinfuhr, 12 Gestein, 13 Iahresscst, 14 kleines Reptil, 15 moderner deutscher Dichter, 16 aufgeklebtes Kenn­zeichen, 17 Naturerscheinung, 18 Monat, 19 Halb­edelstein, 20 Iägerwaffe, 21 niederländischer Maler, 22 Erfinder.

puffelspiel.

Knecht Rupprecht zieht durch die Winternacht Was hat er uns wohl mitgebracht?

V

weitere Zunahme der Zahl der Geisteskranken usw. und ist aus der anderen Seite bedingt durch Die eben erwähnte Reduzierung des Staats- zuschusscs. Schließlich ist ein Mehraufwand von rund 1300 Mk. bei dem TitelJugendfürsorge" entstanden. Dieser Mehraufwand erllärt sich in der Hauptsache durch die für 1931 in Vorschlag gebrachte ausnahmsweise älebernahme der gesam­ten Kosten für Heilkuren, soweit sie von den Eltern nicht gezahlt werden können. Es war zu berücksichtigen, daß die Landes-Versicherungs­anstalt den seitherigen Zuschuß von 5000 Mk. in Wegfall kommen ließ. Auf der anderen Seite sollen die Gemeinden, die durch das riesenhafte Anschwellen der Zahl der Wohlfahrtserwerbs­losen, für deren Unterstützung die Gemeinden ganz aufzukommen haben, etwas entlastet werden. Die Zahl der Kuren ist auf die Hälfte herabgesetzt. In den Gemeindevoranschlägen werden insgesamt durch die vorgeschlagene Aebernahme der Kosten auf den Kreis gegenüber 1930 erspart 9500 Mk.

Für die laut Kreistagsbeschlutz vom 2. Juni 1930 gewährten

Vaudartehen

aus einer Gesamtsumme von rund 100 000 Mk. find wieder 3000 Mk. Zinszuschüsse in den Vor­anschlag eingestellt. Besondere Beachtung darf der

Kreisabdeckerei Garbenleich

geschenkt werden Das Ziel der Reuregelung des Pachtverhältnisses der Kreisab- deckere w rdeDerr ngerungderKreis- leistungen. Gewinnung eines zwer.obigen äleberblicks über die Beiriebsergebnisle und Siche­rung eines ordnungsmäßigen Betriebs. Zu diesem Zwecke wurde ein auf ein Jahr begrenzter Probe-

Vertrag mit einem neuen Pächter abgeschlossen Hierdurch wurde zunächst erreicht, daß die An­schaf, ung eines sonst zu Lasten des Kreises zu beschaffenden Transportautos unter­bleiben konnte, da der Probepächter in der Lage war, sich ein Auto aus eigenen Mitteln zu befchaf en Der der früheren Pächterin gewährte Zuschuß von 100 Mk für Monate, in denen der Anfall an Großvieh weniger als 20 Stück betrug, ist zugunsten der Kreiskasse in Wegfall ge­kommen Die Vergütung für die Abholung der Konfiskate in Kreisorten kommt nun ebenfalls dem Kreis zugute. Die Rachprüfung des B e - triebsergebnifses zeigt eine erheb­liche Verbesserung gegenüber früher. Die Zahl der verarbeiteten Chargen beträgt heute etwa 100 pro Jahr, während nach früheren An­gaben nur 60 bis 70 Chargen in Betracht kom­men. Die Ausbeute an Fett hat sich mehr als vervierfacht, die Ausbeute an Fleischmehl etwa verdoppelt. Die Verhältnisse der Kreisabdeckerei sind jetzt wesentlich leichter zu überblicken, so daß die Festsetzung eines endgültigen Vertrags dem­nächst möglich sein wird.

Die Gesamtsumme der Ausgaben

für die Betriebsabteilung des Voran­schlags, die die allgemeine Verwaltung, das Polizeiwesen. Schulwesen, die Aufwendungen für Kunst und Wissenschaft, das Bauwesen, die all­gemeine Förderung der Wirtschaft. die Wohl­fahrtspflege und das Gesundheitswesen ein­schließlich der Erwerbslosen- und Wohnungs­fürsorge, soweit sie auf den Kreis entfällt, Auf­wendungen für Anstalten und Einrichtungen, das Finanz- und Steuerwesen und Aufwendungen für das Vermögen und die Schulden deS Kreise-

umfaßt, wurden von 809 279 Mark im Rechnungsjahr 1930 auf 758622 Mark gesenkt. An der Steuerverteilung zwi­schen dem Gesamtkreis und den Landgemeinden soll nichts geändert werden.

Der AbschnittVermögen" weist keine nennenswerte Veränderung auf.

Der (Befamtelat schließt in Einnahme unb Ausgabe mit 983 766 Reichsmark gegenüber

1 036 537 Reichsmark im Vorjahre.

Vergeßt zu Weihnachten auch die Tiere nicht!

Wir bringen uns in diesen Tagen erneut zum Bewußtsein, daß neben dieser Welt voll Sorge und Unfrieden, voll Angst und Elend eine Welt der Güte unb Liebe besteht. Durch allerlei äußere Zeichen, durch Gaben und Lichterglanz versuchen wir die­jenigen, die uns lieb sind, und manchen, den wir in dieser kalten Welt leiden wissen, einen Schimmer aus diesem Reich des Verstehens und der Freund­lichkeit spüren zu lassen. Da wollen wir nicht ver­gessen, daß neben der Menschheit auch eine Schar Don Tieren in einem Leben voll Mühe und Ent­behrung steht. Auch sie müssen unverdient leiden, wie oft im Dienst der Menschheit.' Der Reichtum der Liebe aber ist da für alles, was da lebt und leidet. Lebendige Liebe kennt keine Grenzen. Sie überflutet auch die dicken Mauern, die wir aus Be­schränktheit und Gewohnheit zwischen uns und der lebendigen Mitschöpfung errichtet haben.

Wo ein Hofhund hungert und friert, wo das Vieh schlecht gepflegt in engen, unsauberen Ställen das Leben vertrauert ober ungenügend versorgt wird,