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Vornan von Hans Friedrich.

L1rheber-Rechtssä,uy durch Verlag Oskar Meister. Werdau i. Sa.

13. Fortsetzung Nachdruck verboten

Danz meine Meinung! Lind da die Sache eilig ist, empfehle ich Ihnen, zu depeschieren!" Er machte aus seinem Herzen keine Mördergrube, setzte ganz offen und ehrlich hinzu:Es würde mich riesig freuen, wenn wir dem Schwaihofer den Rang ablaufen könnten."

Und weil feine Tischgenossin nicht davauf rea­gierte, fragte er bestürzt, als könne er das Gegen­teil nicht fassen:Sie nicht, liebe Mute?"

Sie nickte lebhaft.

Aber natürlich! Gleich jetzt lauf ich hinüber zur Post und schicke ein Telegramm an Papa."

Während sie das sagte, schweifte ihr Blick wie in weite Fernen.

Inzwischen ging Gutenberg wieder hinüber in den angrenzenden Speisesaal. Die LInterredung zwischen Schwaihofer und Riml mußte unter allen Llmständen gestört werden. Kam er zu spät? Hatte der Münchner den Auftrag schon in der Tasche? Als der Schriftsteller an den Tisch der beiden trat, erhob sich der Wirt, reichte Schwaihofer jr. die Hand, sagte:Wir sprechen noch darüber. Heute kann ich mich nicht entschließen."

Llm Gutenbergs Mund spielte ein vergnügtes Lächeln.

Mute, freue dich!

* * *

Der Gmeiner Sepp sollte recht behalten: Am nächsten Tag war sein Herr noch nicht in der Jagdhütte. Der Hirsch blieb auch heute vor Rach­stellungen verschont. Es wurde nichts gegen ihn unternommen.

Lind so machte Sepp flink seinen Dienst, streifte durch das Holz, kritzelte die Wildfährten und -Wechsel in sein Rotizbuch und war schon am zeitigen Rachmittag wieder droben beim Falkner.

Die magere Miedl lachte und zeigte die großen Zähne.

Bist mir einer, Sepp! So an Iager mit so­viel Zeit hab ich meiner Lebtag noch nie net g'sehen."

Der Gmeiner hockte nieder und stopfte sich um­ständlich seine Pfeife. Llnd weil er nichts er­widerte, sagte die Miedl ein wenig verächtlich: .Wie der Herr, so 's G'scherr."

Da nickte der Iäger lebhaft zustimmend. Er kippte sein Stamperl Enzian zum Vorzugspreis von zwanzig Groschen (für die Fremden dreißig!) hinter die Dinde und wischte sich behaglich schmun­zelnd den martialischen Dari.

Dann erst fand er Zeit zu einer Entgegnung. Die Mied! wußte schon, daß er mit der Widerred nicht so flink war. Die Iäger kannte sie meist als schweigsame Leute.

Bist gscheut, Miedl! Der Herr Schwaihofer hat a Gspusi drunten im Tal und fei Iager

.. schlayt den Tag heroben beim Falkner tot! unterbrach ihn jach die Dirn und eilte hinein in die kleine Gaststube. Es waren eben Touristen vom Brunnenkogel gekommen. Die hatten immer Durst, und bis zum Falkner war es erst die Hälfte Weg.

Der Iäger lachte ihr nach daß sein blatter­narbiges Gesicht einen freundlichen Zug bekam.

Höllische Bostgeigen die Miedl is flink mit dem Graser!" knurrte er in seinen Bart. Mittler­weile war ihm die Pfeife ausgegangen, und cs kostete Zeit und Llmstände, sie wieder in Brand zu sehen.

Ludwig Schwaihofer pflegte immer zu sagen: So fix der Sepp im Revier ist, so langweilig läßt er sich außerdienstlich an."

Llnd damit hatte er recht.

12.

Roch vor Sonnenaufgang stand Heinz Guten­berg vor dem Gasthof. Sein Blick hing am offe­nen Fenster des Zimmers, das Mute Hansen be­wohnte. Roch stand er unschlüssig, wie er sich be­merkbar machen könnte, ohne daß es die andern Gäste störte, da tauchte schon der braune Pagen­kopf des Mädchens zwischen den Vorhängen auf.

Komm gleich!" rief die Malerin leise herab.

Wenige Minuten später gingen sie den Wie- sengang zur Haimrachalp entlang. Erdmute sah heute wieder entzückend frisch aus in ihrem kleid­samen Dirndlkostüm, das den Anforderungen des Bergsteigens angepaßt war. Im Rucksack trug sie den Farbkasten mit den Lltensilien, während Gu­tenberg den Proviant und die Feldstaffelei über­nommen hatte.

Rach einigen belanglosen Redensarten schnitt die Malerin ein bestimmtes Thema an.

Denken Sie sich nur: Schwaihofer wollte durch­aus mit von der Partie sein! Gestern abend hat er mich gefragt, wann ich die Hochtour zurHo­hen Oed" unternehme."

Lind Sie?"

Ich habe ihm gesagt, daß in dieser Woche wohl nichts daraus werden würde ..." Sie lachte und freute sich wie ein Kind, den Münchnerver­seht" zu haben.

Dann herrschte wieder Schweigen. Als sie an einen Dergbach kamen, reichte Gutenberg dem Mädchen die Hand. Lieber einige große Steine gelangten sie trockenen Fußes hinüber. Lind jetzt litt es den Mann nicht länger, er muhte Ge­wißheit haben über das Verhältnis des Münch­ners zu der Dresdnerin.

Warum haben Sie sich nicht lieber Schwai­hofer anvertraut? Sie waren sein Gast in der Iagdhütte auf dem Brunnenkogel, er hat von Zchnen ein Bild angekauft Schwaihofer ist ein hübscher Kerl und trotzdem schneiden Sie ihn?!"

Als er dabei Mute ins Gesicht sah, erschrak er über den trotzigen Zug um ihren Mund. Das war nicht mehr Herbheit, das war Trotz!

Mit zurückgeworfenem Kopf gestand sie:Eben, weil sich der schöne Herr Schwaihofer für un­widerstehlich hält, laß ich ihn abfallen."

Gutenberg schwieg. Er wußte genug. Also liebte sie ihn doch! Ganz klar: Dieser kindlich-kindische Trotz war Liebe, verborgene, verheimlichte Liebe!

Sie waren an der Wegkreuzung angelangt. Eine kleine Tafel wies bergwärts, nach der Haimrach­alp. Lind mm stockte die Llnterhaltung. Der jäh ansteigende Pfad machte die Menschen kurzatmig.

Hochwald nahm die Wanderer auf. Roch herrschte tiefe Sttlle. Rur aus dem Tal klang das dumpfe Rauschen der Oehtaler Ache herauf, dieses ewige Wahlen und Schleifen der von der Flut mitgerissenen zentnerschweren Steine, das wilde Aufschäumen der alle Hindernisse überwin­denden Wasser.

Stehenbleibend, wies Erdmute mit gestrecktem Arm über eine den Blick freigebende Waldbloße.

Die Brunnenkogelhüttc brennt!"

Erdmutes Malerauge war begeistert. In der Tat sah es aus, als ginge das aus der Ferne nur als winziges Pünktchen sichtbare Llnterkunsts- haus in Flammen auf. Die Sonne schüttete ihre erste Glut verschwenderisch über die höchsten Gip­ser aus.

Gutenberg nickte anerkennend.

In diesem gottgesegneten Fleckchen Erde gibt es auf Schritt und Tritt neue Motive für die Malersleute."

Ein halbes Stündchen später kam ihnen ein Iunge entgegengesprungen.

Hallo, das ist doch der Bergbauernbub, der mir neulich in der Früh das Malkastel auf den Brunnenkogel getragen hat!" rief Erdmute.

Der Iunge hatte sie auch gleich erkannt.

Wo kommst denn her, von Haimrach?" wollte das Mädchen wissen.

Der Bub bejahte.Din schon vor Tag hinauf, hab eine schöne Empfehlung von Herrn Echwai- hofer sagen müssen, und der Dergführer soll sich in der nächsten Woche einen Tag freihalten für den Grieskofel."

Die Malerin fingerte ein Geldstück aus ihrem Drusttäschchen und reichte es dem Knaben.

Da! Sag dem Herrn Schwaihofer, der Führer wär nicht mehr nötig, weil ich die Hochtour schon heute unternommen hätte. Llnd wenn er nach­kommen möcht', so tät's uns freuen, den Herrn Gutenberg und mich."

Der Bub hatte schon seinen Dank heraus und seinBehüt Gott", und sprang flintfüßig den Pfad hinab.

Lachend sah Mute zu ihrem Begleiter auf. Der war verdüstert.

Was haben Sie da nun wieder angestellt?" fragte er, wenig erfreut.

Sie zeigte ihm in sorglosem Lachen die Zähne, Was denn?" Ich hao doch nur den Schwai­hofer ein bißchen gefrotzelt!"

Llnd wenn er nun wirklich kommt?"

Da lachte Erdmute noch mehr.

Der kommt nicht, weil ek weih, dah Sie mit von der Partie sind." Lind geheimnisvoll:Auf Sie ist er nämlich eifersüchtig."

Gutenberg hatte sich schwer auf seinen Stock gelehnt. Als er sich nun zum Weitergehen wandte, sagte er geheuchelt unzufrieden:Sie werden sich diese gute Partie verscherzen. Einen Ludwig Schwaihofer bekommt nicht jede."

Aber Mute ließ sich nicht beirren.

Pah, ich mag ihn gar nicht!"

Gutenberg glaubte zwar nicht an die Aufrichtig­keit dieser Worte, aber er nahm sie immerhin für gewichtig. Llnd gestand:Ich kann ihn auch nicht besonders gut leiden. Er hat so toaä an sich ich weist mich nicht recht auszudrücken ich halte ihn für einen Schürzenjäger..

Mute pflichtete ihm bei.

Er ist ein Easanova, ein ganz schlimmer." Lind es fiang wie ein unterdrückter Seufzer.

* * *

So, die Malerin hast 'troffen und was hat sie g'sagt?" Schwaihofer. eben fertig zum Aus­stieg nach der Hütte, konnte seine Reugierde kaum zügeln.

Der Dergbauernbub richtete seinen Auftrag wortgetreu aus.

Wer war in ihrer Begleitung?"

Der Herr Gutenberg, ber, was beim Gstrein Heinrich wohnt."

So, so, der Malesizsakra also wart' mal dös wem ma glci hoam ...

Lind dann zögerte er doch noch ein Weilchen, der Ludwig Schwaihofer. Als er allein war, legte er erst val ordentlich los mit seinem Aerger.

Kruzitürken, da wer i net klug! Don mir laßt sich's Deandl busseln, und mit dem sakrischen Duch- stabenmanndl klimmt's die Berge aufi..

3a, das war allerdings merkwürdig.

Llnd dann entschloß sich Schwaihofer doch, die Einladung Erdmutes anzunehmen. Wenn er den Weg über die Haimrachalp nahm, konnte er sie nicht verfehlen. Die zwei Stunden Vorsprung al­lerdings würden nicht mehr einzuholen sein.

Später, auf dem Weg durch den Hochwald, sprach Schwaihofer mit sich, stieß die Worte in Atemnot keuchend hervor, natürlich in Dialekt, wie immer, wenn er erregt war und ganz aus sich her­ausging.

Teuxl, ganz narrisch bin i nach dem Deandl I

Llnd wieder noch einer Weile:Dös is Hoch- g'wächs!"

Dann merkwürdig ruhig:I glaub, der Vater hat am End nix dagegen einz'wenden..." Llnd im Gedenken an die Worte Gutenbergs von der Fu­sion:Mer braucht doch die Firma net mit z' hei­raten ..."

Cs war wirklich schon viel, wenn Schwai­hofer jun. dermaßen von einemDeandl" einge­nommen wurde, daß er an eine dauernde Bin­dung dachte. In München, bei seinen Freunden, hätte diese einseitige Zwiesprache berechtigtes Er­staunen erregt. Also so weit war es schon mit ihm. Wenn alle Stränge rissen, wollte er Erdmute Hansen heiraten! Schade, daß seine Angebetete nichts von den hinterhältigen Plänen be$ hüb­schen Iungen ahnte! Eine schlechte Mischung hätte diese Kreuzung bestimmt nicht ergeben.

Aber Erdmute Hansen kümmerte sich im Augen­blick wirklich nicht um den zukünftigen Direktor der Münchener Motoren-Werke! Sie dachte jetzt überhaupt nicht an die Zukunft. Sie war ganz und gar, mit Haut und Haar, in die Gegenwart ein- gespannt.

(Fortsetzung folgt.)

MARGARINE

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daulichkeit der Speisen er­höht, Ist sie für kleine und große Menschen so gesund, daß kluge Hausfrauen nichts anderes mehr verwenden.

Bitte-noch ein Ramabrot!" Welche Mutter hört es nicht gerne?

Jede Mutter Ist glücklich, wenn es ihrem Kinde schmeckt, wenn es mehr verlangt Aber nicht nur des Wohlgeschmacks wegen streicht sie sein Brot reich­lich mit Rama Margarine, sondern vor allem der näh­renden und wärmebilden­den Eigenschaften wegen. Auch weil Rama die Ver-

Mit Rama kochen heißt hygienisch kochen. Denn Rama besitzt die Reinheit und garantierte Frische, durch die jedes Essen schmackhaft und bekömmlich wird.

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