Nachdruck verboten.
21. Fortsetzung.
Sie
Sie
und
auf
auf
Astoria-Lichtspiele
13 Uhr und 16 bis 18 Uhr.
6529c
Die zu zahlende erste Rate beträgt für
Hauptrollen:
IUJsC
Proszeniumsloge, Rangloge und 1. Rang (Reihe 1—2)
Bratensoße
ohne Braten
Los
Er-
Los
ßrafenso
Radio
Photo
Telefunkendienst
Der» Ecke
hatte! Ersehen Sie mich, Sie diese Sorge von mir
sti>sg zu-
Sie befehlen, Selene!' Ich bitte, Averson!"
RM.
25
gutes Wort für ihn Averson! — Wollen nehmen?"
„Es soll sein, wie „Ich befehle nicht!
Rottach-Berghof. Vielleicht laufe ich davon, wenn Papa weiter so unausstehlich bleibt."
sicher", lachte Sabine.
Hella küßte die Mutter traumverloren die Wange. „Wann kommst du wieder?"
„Ich weist es nicht, mein Liebes!"
„Es wird ganz entsetzlich fein, ohne dich
aus dem Vahnsteig und legte ein sorgfältig fchnürtes Paket auf Helenes Sitzplatz in die eines ersten Klassckupces.
„Haben Sie auch überlegt, Helene, was zu tun beabsichtigen?"
Sie nickte, sah nach den beiden Töchtern
brett, drückte sie sorglich in die Ecke und dann selber nach, die Türe hinter sich lehnend.
„Helene! Ich lasse Sie so nicht reifen! müssen erlauben, dast ich mitkomme!"
bat diese, etwas auf- und abzugehen, sie habe mit Onkel Averson noch einiges zu besprechen.
Der Direktor sah den beiden Gestalten nach. Drost und schlank gewachsen, wie der Vater, mit dem Charme der Mutter und deren Geschmeidigkeit gingen sie wiegenden Schrittes den Perron entlang.
„Wenn ich nicht wiederkommen sollte, Averson, bleiben Sic bitte den Meinen der Freund, der Sie mir immer gewesen sind."
„Was soll das heihen, Helene?" Er hatte ihre Hand ergriffen.
„Sie machen sich unnütze Gedanken, Averson." Das Lächeln, welches sic in ihr Gesicht zwang, schlug zu einem halben Weinen um. „Ich will nichts, als nach Sankt della Travestare wallfahrten, dort Buße hm und mich der Strafe beugen, die er über mich verhängen wird."
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Sie schüttelte den Kopf und tupfte mit ihrem Taschentuch die Tränenspuren von den Wimpern. „In Rottach-Berghof find Sie nötiger, lieber Freund. Mein Mann wird die Mädchen wie Rönnen halten, denen kein Scherz und kein Lachen mehr erlaubt ist. Holen Sie die Kinder manchmal zu einer Spazierfahrt ab. Sie machen den armen Dingern Freude und mich verpflichten Sic zu Dank hierfür! — ilnb vergessen Sic nicht Klein- Iust ein wenig Trost zu bringen. Er ist so einsam! Die Schwiegermutter hat keine Zeit für ihn und mein Mann denkt nur noch an seinen Aeltesten. Lind nun gehe auch ich, die ich doch wenigstens ab und zu eine Liebkosung oder ein
2. Rang (Reihe 2—3)
2. Rang (Reihe 4—5)
„Das ist mittelalterliche Sentimentalität, Helene. Eine Ausgeburt krankhafter Phantasie. Dünkt es Sie nicht selbst als eine unwürdige Komödie?"
„Eine Komödie? — Das sagen Sie, Averson. und wissen doch um meine Schuld! Lind haben doch vor sechzehn Jahren an mein Gewissen appelliert und mich gewarnt, dast es einmal erwachen würde? Erwachen mühte! — Lind nun, da ich aus Schlaf und Dämmer aufgeschrien habe, soll ich es wieder totschweigen? — Olein! Olun soll es sprechen! Wenn ich gerichtet bin, wird es von selbst verstummen."
Er hatte seinen Ann unter den ihren geschoben und ging nach der Richtung, welche die beiden Mädchen genommen hatten. „Soll ich mit Ihnen reifen, Helene? — Ober soll ich nachkommen? — Ein einziges Wort —"
„Ich weist cs. Averson!"
Der verängstigte -Zug, der sich plötzlich um ihren Mund grub, weckte tausend Besorgnisse in ihm. „Ich löse mir eine Fahrkarte, Helene!"
„Olein!" wehrte sie heftig. „Was soll ein Zweiter auf diesem Wege nach Canossa? — Ich muß ihn allein gehen, wie ich allein die Schuld beging, und beten und sühnen und die Büste tragen — alles — alles allein! — Ach, Averson, warum läßt uns der Himmel schuldig werden?"
Llnbeherrscht schluchzte sie auf. Er erschrak über das Wimmern, das aus ihrem Munde kam und wandte sich rasch dem Abteil zu. Sie unter den Achseln fassend, hob er sie über das Tritt-
Bestimmt:
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Lya de Patty und Warwick Ward.
Die Handlung spielt in dem Verbrecberviertel von Dublin. Kriminaldrama von unerhörter Spannung.
der Mannlochdeckkalten, Straßen- sinkkasten usw.
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Er beugte sich herab und zog ihre Hand an seine Lippen, verharrte so und hob erst nach einer langen Weile wieder den Kopf zu ihr empor.
Weiße Mädchenfinger legten sich brausten auf bie Klinke der Koupeetüre. „Skirf ich kommen, Mama?"
1. Rang (Reihe 3—4), Sperrsitz (Reihe 1—11)
Loacnrückplatz, 1. Rang (Reihe 5—6) Sperrsitz (Reihe 12—14)
Sperrsitz (Reihe 15—18), 2. Rang
Rad) Einzahlung auf Postscheckkonto Frankfurt a. M. Rr. 37210 „Kasse des Stadttheaters Gießen" erfolgt lieber,en» düng der Abonnementskarten.
„Gewiß, Sabine!"
Averson reichte feine Hand der schlanken Gestalt entgegen und zog sie in das Abteil. Die Dreizehnjährige trug ein feines Rot auf den Wangen und einen Ausdruck von Verlegenheit in den blauen Augen.
„Wo ist Hella?"
„Sie kommt im Augenblick." Averson las etwas Flehend-Llnausgefprochenes im Blick des Mädchens und benutzte den Vorwand, noch einen kleinen Früchtekorb zu erstehen, um nach der älteren der beiden Schwestern Llmschau zu halten.
Die Fünfzehnjährige kam tändelnden Schrittes an der Seite eines jungen Mannes, der mit der Geste des Gentleman den Platz neben ihr behauptete. Averson maß ihn kühl, hörte dessen Namen auf Hingen: „Graf Hhlmar Donners- woba".
„Die Mama sorgt sich, Kinb." Ein knappes Reigen nach betn Fremden hin. — Hellas Arm durch den seinen ziehend, führte er sie nach dem Abteil und wartete, bis sic eingestiegen war. Ein flüchtiger Blick zeigte ihm, wie der Graf noch immer auf dem gleichen Flecke stand und ihr nachsah.
Selene hatte recht: Er war in Rottach-Berghof nötig. Sehr nötig sogar! Er öffnete eine Bonbonniere und hielt sie den beiden Mädchen entgegen. Sabine griff lächelnd hinein. Hella wählte bedächtig, sah ihn an, errötete und drückte für eine Sekunde feine Sand an ihre Wange.
Wie gut, daß Selene nichts von dem Fremden wußte! Sie hätte sonst eine Sorge mehr mit auf bie Reise genommen. Wozu fTe mit neuer Llnruhe belasten? Averson nahm sich vor, bie Augen offenzuhalten unb war dem Zufall dankbar, daß er ihn gleich auf die richtige Fährte gesetzt hatte. Man konnte sich ja nad) diesem Grafen erkundigen.
Er sah Hella an unb lächelte. Fünfzehn Jahre konnten zuweilen ein sehr gefährliches Alter fein. Liebe kleine Hella, gut, daß eine Hand fich schützend über dich streckte. Dis Die Mutier zurück- kam, wäre es vielleicht zu spät. Lind Der Vater? —
Durch das offene Fenster kam Der Hall zu- fdjlagenber Türen. Das Gewirr der Stimmen verstärkte sich. — Es toar Zeit!
Averson hob sich vom Sitze: „Geben Sie wohl, Helene. Ich hoffe, baß Sie von sich hören lassen. Sie wissen, wie ich mich sorge." Die Gegenwart ber Mäbchen verbot jebes intimere Abschiebnehmen. Rur bie Hände der schönen Frau hob er an seinen Mund und ließ sie erst nach Sekunden wieder sinken.
„Dleibt brav,Kinder!" bat bie Mutter stammelnd.
„Für Die paar Wochen, die du fort bist, tob-
Kartoffellieferung.
Die Lieferung von zirka 1500 Zentner reiner „Jndustrie'-Speifekartosfeln, groß- fallende unb gclbsleischige Ware, soll im Wege des öffentlichen Anerbietens vergeben werden.
Die Kartoffeln müssen gesund und Hand- verlesen sein. 65300
Vielleicht haben Sie schon manchmal beim Bereiten von Kartoffeln, Gemüse, Knorr Makkaroni oder Nudeln daran gedacht, wie sehr diese Speisen gewinnen würden, wenn man ihnen Bratensoße zufügen könnte. Aber woher die Soße nehmen, wenn kein Braten da ist? Da hilft Ihnen „Knorr-Bratensoße”. Ein Würfel zulöPfg. gibt soviel Soße wie 2 Pfund Braten*
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Für die Stadl Hungen. Kreis Gießen, sollen die Lieferungen und Arbeiten zur Fortführung der Kanalanlage unter Bezugnahme auf die Reichsverdingungsord-
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Wir suchen für unsere in Deutschland und Oesterreich eingesührte Bauspar- genossenschaft mit testen ZuteilungS- leimtnen infolge Nmorganisalion erfahrene Bezirksvenreter auch Architekten gegen Ünsichcrung höchster Bezüge. 6538V
„Despa“ Deutscher Sparerdank, e. <«. in. b. H., Wiesbaden.
Die den Abonnenten zugcgangene Postkarte ist bei der Einlösung vorzulegen: Besteller, denen Postkarten über Platzzuweisung nicht zugegangen sind, erhalten an der Theaterkasse nähere Auskunft.
Gießen, den 24. September 1930.
Der Oberbürgermeister
I. B.: Dr. Rosenberg.
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fahren erster Tage in den verschiedenen
Gartenanlagenann. nehmen lausend Aufträge an, auch pach allen Stationen, per Stückgut u.Waggon- ladungen. 16551D
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Die bestellten Abonnements für die Dienstags-, Mittwochs- und Freitags-Bor- stcllungen sind an der Theaterkasse — Iohannesstraße 3 — abzuholen, und zwar: Freitag, den 26. September, für die Dienstags-Abonnenten, Samstag, den 27. September. für die Mittwochs-Abonnenten, Montag, den 29. September, für die Freitags-Abonnenten in der Zeit von 10 bis
Die Lieferungsbedingungen, die in den Angeboten ausdrücklich anzuerkenncn find, können während der Dienftftunden hier eingeschcn oder gegen Erstattung der Selbstkosten von uns bezogen werden.
Angebote sind verschlossen mit der Auf- schrisi „Kartoffellicscrung" bis zum öffnungstermin
Helene Chlodwigs Schuld und Sühne.
Roman von 3- SchneiderHoerstl.
Llrhcber-Rechtschuh durch Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa.
„Hella!" — — Ein Trcinenflrom ergehe Stimme Des Mädchens, bas sich jetzt mit Hal1«4 loser Heftigkeit an Helenes CB ruft warf: „Rimnl uns Doch mit! Er merkt es ja gar nicht, toeml wir fort finb.“ |
„Kinb!" ,--
„Wenn du in vier Wochen nicht zurück bist, springe ich in den See ober ich tue sonst etwas! ganz Llnvernünftiges. — Du wirst sehen, Mama!"
„Averson!" schrie Helene auf.
Der Direktor war auf ben Bahnsteig gespruwi gen, hatte erst Sabine, bann Hella zu sich herab- gerissen unb warf bie Türe zu.
„Averson!" Helenes kleines Taschentuch flatterte im Luftzug, ben bie fahrenden Wagen anschwellen ließen: „Hella!"--Die schlanke Gestalt ihrer
Aeltesten lief zu ihrem Entsetzen neben den kreischenden Rädern her, hob Den Arm, streckte die Hand nach dem Fenster hinauf — stolperte — fiel.---„Hella!"--
Helenes aufgeriffene Augen sahen nichts als den Herrn, der herbeigesprungen war, bas Kind mit einem einzigen Griff ernporrih. weg von ber Wucht bet zerrnalrnenben Räber. — Die beibeix Gestalten taumelten für Sekundenbruchteile. Dann ftanben sie. Hella streckte bie Hand nach bet; enteilenben Mutter unb warf ihr -einen Kuß nach.
Barmherziger Gott! So groß ist meine Schuld, daß Du auch noch Dieses zweite Leben von mit; fordern wolltest!
In Die Ecke zurücksinkenD, Drückte sie, halb bewußtlos von dem nachwirkenden Schrecken Den Kopf in die Polsterung. Mit umflorten Augen starrte sie auf die Rauchfehen, Die draußen ait den Fenstern vorüberjagten.
„Wann kommst du wieder?" hatte Sabine gefragt. Wie gut, daß sie auf keiner Antwortz bestanden hatte. — Denn keines von allen ahnte« daß es ein Abschied für immer war.
* * *
Dunstig, von Kanälen und Flußarmen durchzogen, lag die ungeheure Ebene des Po vott matter Rovembetsonne umspült. Moore und Sumpflachen, Sandbänke, Lagunen und Rohrdickicht, in denen Frösche unb ben Sommer üben Hekatomben von Moskitos hausten, glitten an ben Schnellzugswagen vorbei.
Die Mais- unb Weizenfelber waren abgeerntet. Die hereinbrechenbe Dämmerung wurde von den« wütenden Schirokko durchschauert, welcher mit ungeheurer Geschwindigkeit über bie Ebene dahin* brauste.
Helene drückte das ^Gesicht tief in das un< bequeme Kissen bes Schlafwagens und hielt die Augen krampfhaft geschlossen. Zwischen das für- renbe Geräusch ber Wagen bohrten sich Alarmsignale. Irgcnbwo drohte der Damm zu bersten unb Die gefährdeten Bewohner ber umliegenden Ortschaften hielten nun Wacht, den gefürchteten Bruch zu verhüten unb die Wälle durch Faschinen und Sandsäcke zu stützen. i
(Fortsetzung folgt.)
Ab morgen Donnerstag bis einschließlich Sonntag
Doppel-Programm
toill die 1. Januar Aufloertun Gesetz finZx Hypotheken. Pfandrechte, DechMW lichrn Fvr schulden u dann AnN einer offen lösungsanfi Instituten fchreibunge Liese Duh überlassen, so bleibt ei herigen R<
Die unte ten dinj wertete, /im) Dom 1 dinsen. 'S Aeichsregre (1. Oktober rats feftgef Fand ein, 1. Januar ] die Parteien gesches cir Zinssatz (5 die Zeit nc haben, bieil Ebenso ist, jede Vereint regierung b Letzte Zin- Drchte gelte vorgesehen.
. Aeichsieow,
De1< 16. Juli l
«->-> Ä t«»'S «i»t V. feilen, die Zahlung 0 tvertunM 59. W teilt. lind ' 1932 allem Hypotheken Landschule unternehme Hypotheken liarden^ scheinlich. । Al erforderte schien es tungsgläul weiteren mußte do' Abwägung Ausgleich hat der alt lösung M Jechts- M, nämlich dai zinsung de Gesetz über die im Ae» ueröffentlid
Dar Ges
II.
Die Nacht nach dem Verrat
Adreßbuch Stadtplan
und Einwohner- und Geschästsverzelchniffen von 1 Städten und 74 Ortsgemeinben mit etwa 100000 Einwohnern nebst wertvollem Wirt- schasts- und kulturgeschichtlichen Sonderabschnitt / preisWReichsmark Oberhesflscher Adreßbuchverlag, Gießen, Schulfir. 7
nung vergeben werben, unb zwar:
1. Lieferung Der SteiiueugrÖßren von 20 bis 40 cm l. W. (zusammen 465 m), der Zezpentröhren von 40 bis 80 cm l. W. (zusammen 576 m),
Donnerstag, ben 2. Oktober 1930 vormittags 10 Uhr hier einzureichen.
Gießen, ben 22. September 1930.
Direktion der Landes-Heil- und Pflegeanstalt Gießen.
Die Präriefalle
Ein spannender Sensations- und Abenteurerfilm aus dem Wilden Westen.
Donnerstag, den 25. September 1930, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im „Löwen", Neuenweg, dahier, zwangsweise gegen Barzahlung:
einen Spiegelschrank, drei Nähmaschinen, eine Flurgarderobe,' drei Grammophone mit 25 Platten, zwei Klaviere, zwei Büfetts, zwei Strebenden, einen Auszieh- üsch mit fünf Stühlen, drei Sofas, fünf Chaiselongues, zwei Regulatoren, einen Eisschrank, einen Gasherb, vier Schreibtische, zehn Lodenmäntel, einen Kassen- schrank, drei Bertikos, eine Sdjreib- maschine, zwei Wanbuhren, eine Vitrine, einet» Sessel, sechs eiserne Träger, eine Standuhr, einen Agawagen, drei Tische, einen Bücherschrank, IN Stühle einen Zimmerteppich, ein Wirtschaftshilfen, acht Warenschränke, 100 Kokosbesen, Zwölf Roßhaarbesen, 15 Kinberklapp- stuhle, zwei Holländer, zwölf Pferdchen, acht Puppenwagen, 92 Kinberspiele, 40 Fahrleinen, fünf Waschleinen, 24 Frucht- scicke, 20 Feldstühle.
Oeffentliche Mahnung.
Das 1. unb 2. Ziel Kanal-, Straßenreini- gungs- unb Müllabfuhrgebühren 1930 wird hierdurch zur Zahlung bis spätestens 6. Oktober 1930 einschließlich gemahnt.
Nad) Ablauf dieser Frist erfolgt Einzug ber rückständigen Beträge auf Kosten ber Schuldner. e 6529C
Gießen, den 24. September 1930. Stadtkasse Gießen.
„Wirb cs immer so bleiben, wie jetzt? — Ja, Vater?"
Statt jeber Antwort neigte sich Franko herab unb preßte sein Gesicht gegen Die Schulter Des SohneS.
Er fühlte die Knabenfinger mit leichtem Drucke auf feinem Aermel ruhen. Die junge Stimme war völlig ausgeglichen unb trosterfüllt. „Ich hätte hoch auch sterben können! Richt, Vater? - So barf ich hoch wenigstens bei bir bleiiben! Ist das nicht barmherzig von Gott?"
„Barmherzig von Gott!" Frankes Zähne bissen sich in bas Leinen bes Rachthemdes, bas über bie Achseln Des Knaben fiel.
Er habcrte mit Dem Schöpfer! Helene wollte bitten gehen zu ihm! Lind Hubert, der Getroffene, der von seiner Hand niedergeschmettert unb geschlagen, war ausgesöhnt mit Diesem Gott unb fanb sogar noch ein Wort bes Dankes für die Qual Des LebenDürfens.
* . *
Die beiben Töchter hatten Helene nach München begleitet. Die Gcheimrätin war auf Rottach unentbehrlich. Franke trennte sich nicht von seinem Aeltesten.
Averson ftanb mit einem Strauß Dunkler Rosen
Arbeitsvergebung.
Die zur Erweiterung der Wasserleitung erforderlichen Arbeiten, wie Herstellen der Sammelkammer des Hochbehälters, des Rahrgrabens, Lieferung der Rohre, Form- stücke und Ausrüftungsgegenstände, werden getrennt nad) drei Losen' zum öffentlichen Wettbewerb ausgeschrieben. Angebotsvor- drucke lind Pläne liegen bei uns zur Ein- ficht offen. Angebote werden daselbst, solange der Vorrat reicht, zum Selbstkostenpreis ausgegeben. 6539D
Die Angebote find verschlossen, postfrei und mit Anschrift „Wasserleitung Lauter- bad)" versehen bis zu dem am Donnerstag, dem 2. Oktober 1930, vormittags 11 Uhr, stattfindenden Lröffnungvtermin bei uns einzureichen. Die Eröffnung erfolgt im Beisein der Bewerber. Die Zuschlagsfrist beträgt drei Wochen.
Lauterbach, den 20. September 1930. Hessische Bürgermeisterei.
Walz.
Gelände
mit Wasseranschluß und guter Anfuhr- Möglichkeit, als Lagerplatz
geeignet, im Südostviertel Gießens, bevorzugt am Nahrungsberg, in den Eichgärten oder Schiffenbergertal, zu pachten, evtl, zu kaufen gesucht. Schr. Angeb. unt. 6535D an den Gieß. Anz.
Kartoffellieferung.
Für das hiesige Landgerichtsgesängnis soll die Lieferung von 150 Zentner guter, gesunder, gelbfleischiger Speifefarloffeln — Industrie — vergeben werden. 6537D
Die Lieferung hat in Säcken frei Ge- fängnishof zu erfolgen.
In Frage kommt nur erstklassige, nicht mit der Schippe bearbeitete Ware.
Angebote und Proben sind bis zum Eröffnungstermin
Montag, dem 6. Oktober 1930 vormittags 10 Uhr
auf der Geschäftsstelle der Statsanwalt- fd)nft — Altes Justizgebäude, Zimmer 9, Erdgeschoß — abzugeben.
Zuschlagsfrist eine Woche.
Gießen, den 24. September 1930.
Der Oberstaatsanwalt
am Landgericht ber Provinz Oberhessen.
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Schachtmauerwerk usw. 6540D Pläne und Bedingungen liegen auf unserem Amt zur Einsichtnahme offen, und es können Leistungsverzeichnisse, soweit der Vorrat reicht, kostenlos von hier bezogen' werden. (Eröffnung der Angebote Samstag, den 4. Oktober 1930, vormittags 11 Uhr, bei uns. Zuschlagsfrist drei Wochen. Freie Auswahl bleibt vorbehalten.
Gießen, den 22. September 1930.
Hessisches Kulturbauamt.
H. Steinbach, Regierungsbaurat.


