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Zuchthaus

für einen ungetreuen Postbeamten.

WSN. Darmstadt, 23. Sept. Ein in den 40er Jahren stehender Postschaffner von hier hatte sich am Montag vor dem Bezirks-' schössengericht wegen Beraubung und Ver­nichtung von Amerika-Briefen ,u verantworten. Er hatte dadurch etwa 10 0 Dol­lar erbeutet. Wegen Amtsunterschlagung wurde der ungetreue Beamte äu einem Jahr Zucht­haus und 150 Mark Geldstrafe verurteilt.

Kirche und (Schule.

t'anDtrcie Wicfcen.

Göbelnrod, 21. Sept. Der langersehnte Festtag bet Schule in weihung konnte heute gefeiert werden. Anfang März d. 3. war der Bau begonnen worden, jetzt ist er vollendet. Unter den Klängen der Musik zogen der Gemeinde- und der Schulvorstand, Ehrengäste, die Dercinc und die festlich geschmückte Schuljugend durch das Dorf zu dem neuen Schulhose. Der Gesangverein bot zur Feier zwei Ehöre, auch die Schüler sangen mit Begeisterung ihr Festlieb. Der Bauleiter. Dauinspektor Kimpel (Gieyen), übergab mit einer Ansprache über die Entstehung und Aus­führung deS Baues den Schlüssel an den Ddrtre- ter der Gcmeinbe, Bürgermeister Weber. Dieser übernahm ben Schlüssel und damit den Bau, begrüht- die Gäste aus nah und fern und dankte allen, die bei dem Bau geholfen hatten. Ein Schüler Iprach einen Weihespruch, worauf Lehrer Allendörfer die Festrede hielt. Als Der- treter des KreisschulamteS sprach Schulrat Fischer lGiehen). der vor Jahren schon die erste Anregung zum Bau des neuen Tchulsaales gegeben hatte. 3n dem neuen Schulsaale sprach

Pfarrer Döll lWirberg) olS OrtSpfarrer und Mitglied deS Schulvorstandes zu den Kindern. Auch Schulrat Fischer richtete noch eine kurze Ansprache an die Kinder, die darauf von der Ge­meinde eine Brezel erhielten. Bei der folgen­den allgemeinen Besichtigung deS SaaleS fand dieser allgemeine Anerkennung. Die Gemeinde hatte hieraus ihre Gäste im Gemeindezimmer. daS während des Neubaues in drangvoller Enge den Schülern als Notschulfoal gedient hat, zum Kaffee eingeladen. Während dieser Bewirtung wurden mxb eine Reihe von Ansprachen ge­halten. So sprach Pfarrer Döll über die Ge­schichte der Schule im ersten Jahrhundert ihres Bestehens und feierte die beiden Vorsitzenden deS Gemeinde- und Schulvorstandes. Ferner sprach Schulrat Fischer und beglückwünschte die Gemeinde äu dem wohlgelungenen Neubau, der die unhaltbaren Zustände im alten Lchulsaale beseitigte und auch der Lehrerwohnung. die wohl durch den Umbau im Jahre 1897 schon sehr ver­bessert worden war, eine wünschenswerte Ver­gröberung brachte. Beigeordneter H Kern dankte namens des Gemeindevorstandes besonders dem Bürgermeister für alles, was er bei der Vor­bereitung des Baue- und bei diesem geleistet hat. Die beiben früheren Lehrer dankten für die Ein­ladung und erzählten auS ihrer Wirkungszeit in Göbelnrod, Zur Unterhaltung der Gäste trugen die Kinder einige Scherzgedichte und Mundart- fachen vor, auch kam der Dorshumor in einem Zwiegespräch in Mundart zu Ohr. Diese Dar­bietungen fanden reichen Beifall, besonder- daS Zwiegespräch erregte stürmische Heiterkeit.

0 Holzheim, 22. Sept. Gestern beging die hiesige Evangelische Gesellschaft unter Leitung von Prediger Tripplcr, Drotz-Rech- tenbach, im überfüllten BereinSyaufe iyr 3 a y - ressest. Trotz des ungünstigen Welter- waren

auch auS den umliegenden Orten zahlreiche Gäste erschienen. Ein Posaunenvortrag eröffnete die Feier. Festredner war Missionar S ch ä s e r. Haufen. Auster dem hiel'.en noch Ansprachen Pre­diger Pfeifer. Lich, und der Ort-geistliche Pfarrer Schmidt. DaS Lchlustgebet sprach Leh­rer Bah. Ober-Hörgern. Gesang-vor träge des gemischten Thore- lChormeister W. Engel- um­rahmten daS Ganze.

Stirnen, (Sport und (Spiel, v. f. s.

Dast die Ligamannschaft gegen die spiel­starken Fuldaer .Borussen" keine Sicges- chancen haben würde, war vvrauSzusehen. Sie mustte sich denn auch mit 0:4 geschlagen be­kennen. Trotzdem überrascht die Höhe deS Re» sultatS. da man erhosst hatte, dast eS der VfB.- Elf gelingen würde, die Tordifferenz- knapper zu gestalten. Man must jedoch berücksichtigen, dast sie immer noch mit Ersatz anzutreten gezwun­gen war und austerdem reichlich Pech hatte. Ohne Zweifel war Fulda in jeder Beziehung besser. Sein Zuspiel war genauer, sein StellungSver- mögen ausgeprägter und die Zusammenarbeit zwischen den Mannschaftsteilen durchdachter Auch physisch hatten die Einheimischen ein PluS, jedoch dies alles nicht so stark, dast die Differenz von vier Toren daS Kräfteverhältnis beider Mann­schaften richtig wiedergäbe. Die VfB -Elf zeigte keine schlechte Leistung, sie zwang den Gegner zur Hergabe seines ganzen Konncms und kämpfte bis zum Schlust um Verbesserung des Resultat-.

Die Ligareserve stand der ersten Mann­schaft des Sportvereins Niederweisel gegenüber, die sie nach hartem Kampf mit 2:1 zu schlagen vermochte. Anfänglich fiel eS den DsB.ern schwer, sich auf dem unzulänglichen Platz

zurechtzufinben, sie führten aber bei Halbzeit mit 2:0. Niederweisel konnte später auf 1:2 t*er< bessern und verstand eS unter Einsatz der gan* *en Energie, trotz drückender lieber legen bett Gie< stens, da- Resultat biS -um Schlust zu haltern Dem Spielverlauf nach hätte da- Torverhältnis höher auSfallen müssen.

DaS Lokaltreffen auf dem Waldfportplatz zvi« schen der dritten Mannschaft der Spiel­vereinigung und der gleichen de» V f B. endet« mit einem unerwartet hohen 4:1 -Sieg de» Platz- vereinS. Don Anfang an forcierte man gleich stark daS Tempo Schon bald nach Beginn gelang es VfB., den Führungstreffer zu buchen. Die erste Halbzeit verlief bei verteiltem Felbfpiel und forschen Angriffen beiderseits, ohne dast die eine oder andere Partie befonber» im Vor­teil gewesen wäre. Die Torlatte verhinderte einen zweiten Erfolg der Platzelf. Kurz vor der Pause gelang den Spielvereinlern, von denen ein Wann wegen regelwidrigen Spiels den Platz verlassen mustte, der Au-gleich. Wenige Minuten nach Wiederbeginn ging VfB. erneut in Führung und hatte von da ab bi» zum Schlust bedeutend mehr vom Spiel. 3m weiteren Verlauf gelang e» ihm noch, zwei weitere Dore zu e nieten und damit da- Endergebnis auf 4:1 zu stellen.

Die AI»3ugcnb stand im Pflichispiei der gleichen RiederweiselS auf dortigem Platz gegenüber und erzielte einen hohen Sieg. Sie war der Plahels, trotz deren groben Eifer», weit überlegen und gewann mit 7:0.

(Sportverein 1929 Bieber.

Spo. Bieber 1 Leihgestern I 0:0.

Am Sonntag standen sich diese Mannschaften zum DerbandSspiel gegenüber. Trotzdem Bieber mit zwei Ersatzleuten antreten mutzte, konnte e» ein 0:0 erzielen.

RollsMsporl im Gießener Eisverein e.V. Vorführungen im Rollschuhlauf: Freitag. 26 Sept. 1930, 20 Uhr, in der Turnhalle des Gymnasiums. 6531 D

Anschließend Zusammenkunft und Be­sprechung aller Interessenten im Klub­zimmer des Caf» Asioria Der Vorstand.

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