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Baße er bit Landwirtschaft um der Selbst» erh altung willen gezwungen, sich selbstän­dig zu machen. Der Idealismus der national» sozicuisten sei nicht zu verkennen, aber mit ihnen zöge die Gefahr einer Romantik in die Politik ein, die sich überschlage. Gr befürchte, dah bei den Beziehungen zwischen den Deutschnationalen und Nationalsozialisten die letzteren sich als di« stärkeren erweisen würden.

Reich-Minister Ireoiranu»

betonte, dah nach 11 Jahren des RingenS um die beNere Gesinnung und die größere Grund- sa-festigkeit die Zeit gekommen sei, den konser­vativen Gedanken zum Einsatz zu bringen. Wan tönnc sich nicht mit der Verneinung begnügen, sondern müsse mit Hand anlcgen. Kein Staat könne ohne konservativen Gegenpol be­stehen Die Geschichte lehre im übrigen, dah in Zeiten der Rot man sich immer aus die ton» servative Rechte a l s die letzte Ret­tung besonnen habe. Run gelte es, eine Mehrheit für den Generalfeldmar­schall und für seine politischen Ideen zu schas­sen. SS sei groteSk, daß die Partei, die 1928 mit dem Ausruf in den Wahlkampf gezogen sei: M ehr Macht dem Reichspräsiden­ten", dem Reichspräsidenten in dem Augen-

Wenn Ihre

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in der Freitags- oder in der Samstags­nummer des Gießener Anzeigers durch sorgfältige, wirksame Satzausstattung

werben soll

dann geben Sie sie bitte spätestens im Laufe des Mittwochs beziehungsweise Donnerstags in der Geschäftsstelle auf

blick in den Rücken gefallen fei, als Männer im Kabinett diese Idee hätten durch­führen wollen. Das verstünde im Lande nie­mand. Es sei nicht zu verkennen, dah die Schaf­fung einer neuen Partei angesichts der wirt­schaftlichen Lage schwierig sei, aber Staats­politik müsse vor Interessenwünschen gehen. ES sei schwierig gewesen, gegenüber den Parteiführern die Wünsche deS Reichspräsiden­ten in dem Kabinett Drüning durchzusehen, aber die Männer des Kabinetts seien entschlossen, durchzuhalten biS zu dem Tage, da die ihm ge­stellten Aufgaben gelöst seien.

GineKundgebungdesStahlheimS

Berlin, 23. Juli. (CND.) Der Bundesvorstand des Stahlhelms ist heute hier zusammengetreten, um zu den bevorstehenden Reichstagswahlen Stel­lung au nehmen Als (Ergebnis der Beratungen gibt der Stahlhelm folgende Kundgebung bekannt: Mehr und mehr zeigt sich, dah im heutigen Deutschland eine parlamentarische R e - g i c r u n g nicht mehr möglich ist Der Stahl­helm halt sich bereit für den herannahenden Zeit- punkt, in dem die regierenden Männer nicht mehr durch die Parteizugehörigkeit bestimmt, sondern lediglich nach dem Grade ihres natio­nalen Wollens und ihres Willens er- loren werden. Der Stahlhelm beteiligt sich daher a!s Bund nicht an der kommenden Wahl, in welche tiotz der Einigungsbemühungen des Stahlhelms die Parteien der Rechten in noch größere Zerrissenheit eintreten als bisher. Der Pund erwartet von keiner der bestehenden Parteien die Rettung des deutschen Volkes. Er macht es aber trotzdem sämtlichen Kameraden - n r Pflicht, ihr Wahlrecht auszuüben, lediglich, um auf alle Fälle ein weiteres Anwachsen der roten Flut zu verhindern. Es heiht dann weiter: Das Verbot des Stahlhelms im Rhein­land wurde von der preußischen Regierung auf ein Gesetz gestützt, das vom Feinde auf Grund des Versailler Diktates erzwungen war. Wir erkennen picht an, gegen dieses Gesetz verstoßen zu haben. Seit Jahren bestehen im Bunde Anordnungen, die das verhindern. Die Auslegung, wasmilltä- risch" sei, lag im Belieben der verbietenden Polizei­stellen Rechtsmittel, wie sie die Weimarische Ver­fassung gegenüber jedem Verwaltungsakt oorschreibt, waren nicht gegeben. Deshalb fordern wir, daß bei Anwendung dieses Gesetzes die Entscheidung, ob eine Betätigungmilitärisch" ist, in der Hand der militärisch - sachverständigen Behör­den, also beim Reichswehrministerium, liegt Fer­ner fordern wir, daß zum Schutze gegen Willkür» liehe Verbote die von Stahlhelmkameraden im Reichstag mehrfach beantragte Beschwerde als Rechtsmittel in das Gesetz eingefügt wird. Bis eine Sicherung der Vereinigungsfreiheit und des nationalen Betätigungsrechtes errichtet ist, laben die Unterverbände sich sorgfältig davor zu hüten, der Polizei Vorwände zum Einschreiten zu dielen. Weiter hat der Bundesvorstand beschlossen, den 11. Reichsfrontsoldatentag am 4. und 5. Oktober 1930 am Rhein, und zwar im Raume von Koblenz bis Bingen stattfinden zu lassen

IBeifere Austritte

aus der Oeutschnationalen Partei.

Berlin, 24. Juli. (ERB.) Die Abg. Schröter, Landwirt in Schlesien, und Bergwerksdirektor Leo­pold sowie das geschäftsführende Vorstandsmitglied des Vereins deutscher Eisen- uhb Stahlindustrieller Abg. Dr. Reichert sind aus der Deutschnationalen Volkspartei ausgeschieden.

Radauszenen im Sächsischen Landtag.

Dresden, 23. 3uli. (Xil.) Der Landtag hielt Heute seine letzte Sitzung vor den Sommer- serien ab. Rach Erledigung der Tagesordnung schlug Präsident Weael vor, die nächste Sitzung am 30. September abzuhalten. Hiergegen erhoben die Kommunisten Wider- s p r u ch, wobei sie von Tribünenbesu­chern unter st ü y t wurden. Ein Tribünen- besucher, der eine schwere Beleidigung in den Saal gerufen hatte, wurde mit Gewalt von der Tribüne entfernt. Hieraus begann eine Delcidigungskanonade auch unten im Saab Der Präsident konnte sich kein Gehör verschaffen und unterbrach die Sitzung. Da sprangen die Kommunisten auf die Bänke der Sozialdemo­kraten, und eS kam zu einem Handgemen g e, dem einige besonnene Elemente aber bald ein Ende bereiteten. Rach Wiederaufnahme der Sitzung schloß der Präsident drei kommunistische Abgeordnete von der Sitzung aus. Keiner der Ausgeschlossenen verlieh den Saal. Die Sitzung wurde noch einmal unterbrochen. Bei Wiedereröffnung gab der Präsident bekannt, dah der Abgeordnete Renner für einen Tag, die Ab­geordneten Siegel und Slndermann für je 21 Tage ausgeschlossen seien. (Lärm bei den Kom­munisten.) Rach weiterer kurzer Aussprache ging der Landtag in die Ferien.

Aus aller Welt.

Der deutsche Iuristentag auf 1931 verschoben.

Mit Rücksicht auf die am 14. September dieses Iahres anstehenden Reichstagswahlen muß der deutsche Iuristentag, der vom 10. bis 13. September 1930, also unmittelbar vor den Reichstagswahlen, in Lübeck stattfinden sollte, auf Beschluß der ständigen Deputation des deut­schen Iuristentages abgesagt werden. Er wird statt dessen mit unveränderter Tagesordnung im September 1931 in Lübeck stattfinden.

Tristan und Isolde" in Bayreuth.

Auch der zweite Abend der FestspieleTristan und Isolde", war ein voller Erfolg. Dor ausverkauftem Hause ging das Werk mit einigen Reubesetzungen in Siegfried Wagners Inszenie­rung über die Bühne. Im Mittelpunkt der Lei­stungen stand Ranny Larsen-Todsens alles über­ragende ,Isolde" und derTristan" Lauritz Melchiors. Mit hinreißender Wirkung dirigierte Toscanini zum ersten Male den Bayreuther Tristan.

Bisher 62 Todesopfer in Lübeck.

Nachdem in den letzten vier lagen ein Stillstand in ber Krankheits» und Sterblichkeitsziffer bei den mit dem Tuberkulosepräparat gefütterten Säuglin­gen eingetreten war, hat sich Mittwoch wieder ein Todesfall ereignet. Die Zahl der Todesopfer beträgt nunmehr 62. Krank find 57, gebessert 73, gesund bzw. in ärztlicher Beobachtung 59 Säuglinge.

Aufklärung

der vuxtehuder vergiftungserscheinungen.

Die schweren Krankheitserscheinungen nach einem HochzeitSmahl in Buxtehude haben nun ihre Ausklärung gefunden. Auf Grund der bakteriologischen Untersuchung ist der Erreger der Cholera nostras festaestellt worden, die eine Abart der echten Eholera ist. Wie die Erreger dieser Krankheit in den Kreis der Hoch­zeitsgesellschaft gekommen sind, steht noch nicht einwandfrei fest. Man nimmt aber an, daß einer der Hochzeitsgäste der Keim­träger der Bazillen war und die übrige Gesellschaft angefteat hat. Diese Vermutung wird durch den Umstand bestärkt, daß nur die Gäste eines beftimmten Tisches er­krankten, während die Personen, die an dem zweiten Tische Platz genommen hatten, aus­nahmslos gesund blieben. Der Tod des 80- jährigen Hamburger Gastes, der zu den erkrank­ten Personen gehörte, wird auf hinzugetretene Herzschwäche zurückgeführt. Die Behörden haben strenge Maßnahmen getroffen, um ein Liebergreifen der Krankheit auf weitere Per­sonen zu verhindern. Die Erkrankten befinden sich durchweg auf dem Wege der Besserung, so daß mit ihrer Genesung zu rechnen ist.

Jaff 300 Opfer der amerikanischen Hitzewelle.

Auf die Hitze der letzten Tage folgten in vielen Teilen des Landes schwere Gewit­ter st ö r u n ge n, bei denen etwa 20 Personen durch Blitzschlag, Er'.rinken, Schornstci. einstürze oder Automobilunfälle ums Leben kamen. Die Hitzewelle hat insgesamt etwa 300 Opfer ge­fordert

Mit dem Autobus auf den Bürgersteig.

Ein Kraftomnibus, der während des Schühen- fesles in Ottersberg bei Stade (Hannover) den Verkehr nach dem Schützenplatz vermitt.lte, geriet plötzlich aus den Fußsteig und überfuhr vier Personen. Eine Frau wurde ge­tötet, ihre Tochter erlitt einen schweren Schä­delbruch während der Sohn und der Schwieger­sohn der Getöteten leicht verletzt wurden. Der Führer des Gefährts ist geflüchtet.

Aus eigenartige Meise ums Leben gekommen.

In Kassel stieß ein Pferdefuhrwerk beim Einbiegen in den Hauptweg der Schrebergarten- Vereinigung an der Schwanenwiese mit dem linken Hinterrad des Wagens gegen eine Fahnen­stange. Die Stange fiel nach vorn um un's die Kugel, die oben an der Fahnenstange be­festigt war, traf den neben den Pferden einher» gehenden Gespannführer auf den Kopf und durchschlug die Schädeldecke, so dah der Fahr­bursche wenige Minuten später verstarb.

Aus öer provmzialdouptstatN.

Gießen, den 24. Iuli 1930.

Halte die Zunge fest!

Es gab eine Zeit, die schämte sich nicht, solche Ermahnungen zu geben. Sie hatte eS weniger daraus abgelegen, mit geistreichen Redewendun­gen zu blenden, oder durch Modedinge zu über­raschen, sondern sie legte Wert darauf, sich das Leben einzurichten nach Grundsätzen, die eine gewisse Allgemeingültigkeit besaßen. Lind es war nicht so übel, wenn der alte Baier dem Sohne Ermahnungen gab. die er aus seiner langen Lebenserfahrung geschöpft hatte, es war auch nicht schlecht, wenn der Sohn diese Ermahnungen gern auf nahm und nach Möglichkeit von ihnen Ruhen zog Ratürlich wurde davon allein die Welt auch nicht zum Paradies, aber es hatte doch einen Zweck, so zu handeln und so zu denken. Diel Oberflächlichkeit, viel Seichtigkeit wurde ver­mieden. man suchte nach Lebensdeutung in ruhi­ger, schlichter Weise, und fand diese Deutung ganz einfach im Leben selbst. Man brauchte keine Künstelei und keine philosophischen Systeme, aber man kam im Grunde weiter ohne sie alS heute, wo die oberflächliche Kenntnis eines philosophi­schen Systems oft nur dazu dient, mit ein paar Schlagworten herumzuwerfen und auf diese Weise billig Eindruck zu schinden.

Halt die Zunge f e st 1" war daS Mahn­wort eines unterer Alten, der selbst die Zunge recht gut zu gebrauchen verstand, in Zeiten deut­scher Erniedrigung aufrüttelnb wirkte, und so Worte fand, die auch heute noch, obwohl sie vor hundert Iahren und mehr gesprochen wurden, ihre Gültigkeit und ihren Wert besitzen. Es ist nicht damit getan, nicht zu sprechen, sondern darauf kommt es an, zur rechten Zeit das rechte Wort zu finden. Daß sie das Wort nicht zu gebrauchen versteht, wird man unserer Zeit kaum nachsagen wollen. Ob sie allerdings immer den richtigen Gebrauch davon macht, daS ist eine andere Frage. Denn das ist wichtig, aus welchem Grunde daS Wort kommt, welcher Ge­sinnung eS entsteigt. Lauschen wir heute in daS TageSgetriebe wieviel häßliche Worte kom­men auf unS zugeflogen I Und ist nicht jedes Wort zugleich ein Spiegel der Seele? Wäre die Gesinnung lauter und rein, wie könnte ein häß­liches Wort über die Lippe finden! Wäre das Denken groß, wie könnten kleinliche Gehässigkeiten zum Vorschein kommen! Wäre das Empfinden schöner und edler, wie könnte sich ein unflätiges Wort vorwagen!

Wir sind alle gewiß keine Engel. Aber der Sinn für Edles und Schönes ist uns doch gegeben. Warum wird er so oft verschüttet? Wie kommt es. daß wir uns so wenig abwenden von dem unschönen, dem brutalen, dem gehässigen Worte? Dient es uns wirklich so viel, wenn wir uns der Kraftworte bedienen, die das feinere Empfinden verletzen? Diente es uns nicht viel mehr, wenn wir Worte solcher Art gar nicht in unserm Sprachschatz führten? Denn solche Worte be­schmutzen nicht den, der sie hört, sondern den, der sie spricht.

Halt die Zunge fest! Das ist ein Wort, das nicht nur der Klugheit dient, sondern auch dem Menschen selbst, der sich als Änlturträger fühlt. O. S.

Gießener Wochcnmarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt Butter 160 bis 180 Pfennig, Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 10 bis 15, Weißkraut 10 bis 15, Rotkraut 15 bis 20» Spinat 25 bis 30. Römischkohl 8 bis 10, Dohnen (grüne) 20 bis 25, (gelbe) 25 bis 30, Unterkohlrabi 10 bis 15. Erbsen 15 bis 20, Tomaten 30 bis 60, Zwiebeln 10 bis 15, Pilze 30 bis 35, Kartoffeln (neun) 6 bis 7 (pro Zentner 5,50 bis 6 Mk.), Frühapfel 30 bis 35, Birnen 20 bis 30, Dörrobst 30 bis 35, Kirschen 25 bis 40, Heidelbeeren 30 bis 35, Stachelbeeren 15 bis 20, IohanniSbeeren 15 bis 20, Himbeeren 40 bis 45, Brombeeren 60 bis 70. Pflaumen 30 bis 35, Aprikosen 50 bis 55, Pfirsiche 60 bis 80, Mirabellen 40 bis 45, Reineclauden 50 bis 60, Rüsse 60 bis 70, Honig 40 bis 50, junge Hähne 120 bis 130, Suppenhühner 100 bis 120 Pfennig pro Pfund: Tauben 70 bis 80, Eier 11 bis 12, Blumenkohl 30 bis 70, Salat 10 bis 20, Salatgurken 20 bis 40, Einmachgurken 2 bis 5, Oberkohlrabi 8 bis 10, Rettich 10 bis 15 pro Stück: gelbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 8 bis 10, Radieschen 10 bis 15 Pfennig pro Bund.

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Tageskalender für Donnerstag. Gießener Ferienkurs: Vortrag von Beigeordneten Dr. Hamm:Der moderne Städtebau" (Film), Phy- fikalifches Institut 20 Uhr. Militärstreichkonzert auf derLiebigshöhe". 20 Uhr. Lichtspielhaus. Bahnhofstraße:Die letzte Kompagnie".

Die Gesellschaft L i e b i g - M u s e u m lädt in unserem heutigen Anzeigenteil zu einem öffentlichen Vortrag von Professor Praetorius (Darmstadt) überVorfahren, Nachkommen und Sippschaft von I. v. Liebig" am lammenden Sonntag im Liebig.Museum ein. Nach dem Vortrag findet die Mitgliederversammlung statt. (Siehe Anzeige).

Vereinfachung des hessischen Meldeverfahrens. Im he'sischen Innen­ministerium sind zur Zeit Vorarbeiten im Gange, um das seither bei der Erfüllung der polizei­lichen Meldevorschrift geübte Verfahren zu ver­einfachen und vor allem das persönliche Erschei­nen aufzuheben. Es soll in Zukunft ein von dem Meldepflichtigen auszufüllendes Formular Ver­wendung finden, das auch den internen Melde- gang vereinfacht.

' Volkswirtschaftliche Studien­reise von Studenten der Universität Gießen. Das Institut für Wirtschaftswissen­schaft an der Universität Gießen veranstaltet

neben kleineren Besichtigungsfahrten in die näher« Umgebung regelmäßig am Ende des Sommer» femcsterS unter Führung von Professor Dr. Günther eine größere Studienreise, um den Studenten Gelegenheit zu geben, die in den Verlesungen erworbene tyeorelilche Kenntnis der Volkswirtschaft auch durch die praktische An­schauung zu unterbauen. Die beiden letzten Reifen hatten in das Saargebiet und nach Kassel- Hannover-Hamburg geführt; in diesem Iahr vom 19. Iuli biS 2. August soll Oberschlesien besucht werden, dieses wichtige Grenzland. daS leider den meisten Deutschen unbekannt ist. Richt nur Fabriken und Bergwerke werden dort be­sichtigt, sondern unter sachkundiger Leitung wird auch eine große Grenzfahrt unternommen, die den Teilnehmern die brutale Sinnlosigkeit und Unhaltbarkeit der neuen Grenzziehung vor Augen führen wird. Die Hinreise nach Ober» schlesien wird von den Teilnehmern zu einem Besuch der Hygieneausstellung in Dresden benutzt, während die Heimreise durch die Tschechoslowakei führen soll, um P r a g und die großen Schuhfabriken von Bata in Zlin kennenzulernen.

* Die Steuerfreiheit für Derfas« fungsfeiern. Nach einer Verordnung vom 2 Juli 1929 sind Veranstaltungen, die am 11 August aus Anlaß und zu Ehren des Verfassungstages unternommen werden, von der Vergnügungssteuer befreit. Die Befreiung hangt also davon ab. daß es sich um eine Veranstaltung am Verfafsungstage selbst handelt, dah sie durch ihn veranlagt ist und ihm zu Ehren stattsindet. Nur wenn alle drei Voraus­setzungen zusammentreffen, besteht da» Recht auf Steuerfreiheit

* DienJtJubiläum bei der Reichs­bahn. Am heutigen 24. Juli kann der Lokomotiv­führer GeorgStauß. Hillebrandstraße 12 wohn­haft, sein 25. Fahrdienstjubiläum im Dienst der Reichsbahn begehen. Der Jubilar erfreut sich sowohl in seinen Berufskreisen als auch darüber hinaus bei zahlreichen Mitbürgern großer Wertschätzung.

* Regatta des W a s f e r f p o r t v e r e i n s Hella s". Die Ehrenpreise für die am Sonntag, 27. Juli, stattfindende Regatta des Wassersport- verein»Hellas" sind im Schaufenster der Kunst­handlung Karl Riebel. Marktplatz, ausgestellt. Eintrittskarten sind im Vorverkauf zum Preise von 50 Pf ebenfalls dort zu haben. Man beachte die gestrige Anzeige.

** Freie Lehrer st eilen Im Kreise Alsfeld. Im Kreise Alsfeld sind evangelische Leh­rerstellen zu besetzen in Otterbach-Rülfenrod. Hain­bach, Wettsaasen, Windhausen, Ober Gleen, Ober- Ohmen und Nieder-Ohmen. Dienstwohnungen sind überall vorhanden und sofort beziehbar.

weitere Lokalnachrichtcn im zweiten Blatt.

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Wettervoraussage.

Die Beendigung der Störungstätigkeit steht immer noch nicht in Aussicht. Im Bereich des tiefen Druckes lagen heute morgen über dem östlichen Deutschland und Holland einzelne kleine Störungen, die maß- gebend für die Wetterlage sind. Auch unterem Ge­biet dürfte somit weitere Bewölkung zugeführt wer­den zeitweise Niederschläge sind zu erwarten. Wenn auch durch die Südwestluft leichter Temperatur­anstieg eingetreten ist, so führt der von den briti­schen Inseln nach dem Festlande gelangende Zu­strom kühler Lust wieder zu Rückgang, so daß mäßig warmes Wetter vorherrschen wird.

Aussichten für Freitag: Meist bewölkt und zeitweise Niederschläge, mäßig warm.

Aussichten für Samstag: Weiterhin mäßig warm. Bewölkung mit Aufheiterung wech­selnd, einzelne leichte Schauer.

Reifewetterdienst.

Garmisch-Partenkirchen. 14 Grad. Cel­sius. Windstille. Regen.

Baden-Baden. 13 Grad Celsius, Ostwind, stark wolkig.

Borkum. 14 Grad Celsius, Südostwind, wolkig.

Sroinemünbe. 15 Grad Celsius. Ostwind, Regen.

Nur kurze Zeit mit Wasser zu kochen