Kinderliebes junge» Mädchen mit Näbkenntniften liebt Stellung tm HauSh. ob. alö Kin» dermädchen ». 15. 6. ob. 1.6. Schr. Ang. tr. 8251D a. b. (yh.Jüu.
UIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIID
Suche für meine Tochter
Stelle
wo sie da- Koche» erlernen kann, in Hotel od.Prtvathau» Schr. Ang. u. 02732 tut den Gieß. Anz. üiiHiuiiiiiüimiüiuirafl
b" 01 Äh*"“*
Ä-t
Milk
J18 Espenlaub.
feug, hi SÄS
:»S et Fsugplah .’M«.» vvi ,r ®^!Din6igfeit »u ^ch<- sollen in De. ' ^.Me von iehn werden soll.
^stänkisihen Dorf.
Funkspruch.) heimgesucht wurde Einwohner Mende Hosheim in Unter- 6 Scheunen mit ngebäuden ein Sos Feuer ist -urch in Kerbseld zu 2c. '*« mit Streich, standen.
n Lharleroi.
der Eisenbahnverwal- n Eharleroi brach am 9.30 Lhr nachts ein ■ einen ganz außer« 8 annahm. In kurzer tekompler in Flammen i Bemühungen gelang rand auf seinen Herd liegenden Gebäude zu ad Akten wurden zer- Glich.
ftanzösischen Stabt.
SB. Fun^Pruch.) 3n t drei Wochen eine bisher, wie der ,21a« unterZ Jahren zum
fee fn tolumbue.
3. April.
tr vor bet WX chuntz bei Fuchi« dah nach seinem Ta- 318 Sträflingen um« m die Zellen so« des Feuers geoff- befreit worden wamu sucht festzustellen, ob onen. die mm nach ;ommcn hat. tatsächlich er um Aevolverfchuffe.
irutt
lllage.
0
Ptf ■
0 2
6 A
!l ^nont" SV Jd<n5ti'n orte ’ ,(,6lndto
□
■H
15&
USsaAk. (i(L auch Westen wAr l^11 nerkbar. 5JD <)iiWr'
1... bereits zu mir
ÄÄS S'JSS«'" 11,6
ern,0tr Meist fürS^'^W11
wW»
[Vermietungen | ^tiaUcrbcitcrtiaac derLtadt
2-3 Zimmer darterrc.»!.Dampf, oetzunq, fliehendem raltellt- u. warmem -wasser, für «ureau- aioeife. Arzt ob. auch Iabnarzt geeignet, Mtgi't zu vermiet. Mr. Angebote unt. °2712a.b. Gieß. Anz.
| Mietgesuche M-tar-Wng. pnrt. ober 1. Stock, für GeschäftSzwecke tn verlebröretcher t'ane von auswärtig, ivttma gesucht. Durch Ringtausch kann tn Qhefeen Taufchwvb- nung uon4-53imm. geboten werben.
Lchr. Angeb. unter 02742 a. d.Gteß. Anz.
Aus der Provinzialhaupistadi.
Sieben, den 24. April 1930.
Der neue Anzug.
31» die Frühlingsfonne so Warm schien, ging auch ich -um Kaufmann und suchte mir Stoff auS .u einem Frühlingsanzug. Lange habe ich ge- «zhlt, bis mir endlich ein braunes Tuch zusagte. Juhcrdcm meinte der Verkäufer. braun sei nw- ^Jlso heute hat der Schneider den neuen 2ln- abgelieserl. Dort hängt er auf dem Stuhl.
44 ift bei mir immer so ein feierlicher Augen- blick, wenn ich zum erstenmal in einen neuen 3nz'ug schlupfe. Nachdem ich alle-, aber auch alles, Knöpfe, Taschen, Schnallen usw. genau besichtigt und geprüft habe, stelle ich mich vor den Spiegel. Ich bin nicht eitel, aber wenn der neue Anzug zum erstenmal getragen wird, dann habe ich doch wohl das Recht, mich einmal vor den großen Spiegel zu stellen und mich von vom und von hinten -r- mit Hilfe eine- Handspiegel» — genau zu betrachten! Erleichtert qtme ich auf, wenn ich sagen kann: .Er vaht tadellosl" Hat ja auch eine Unmenge Geld gekostet. — Aber nun' kann man sich wieder sehen lassen. Was wird Freund Konrad sagen! 3a, so ein neuer Anzug hebt das Ansehen. Kleider machen Leute.
Es gibt ja Idealisten, die glauben, man könnte — wenigstens für die Männerwelt — eine sogenannte Normalkleidung schafsen. Doch sind das wohl noch Lustschlösser: denn gerade in der Abwechslung liegt doch der Netz, und die Kleidung, die schon ein wenig persönlich sein muh, übt einen gewissen Zauber aus. Es ist ein Stück von uns. So ein Anzug gibt uns nicht nur Schuh gegen Kälte und Witterungsumschläge, sondern verleiht dem Inhaber auch eine persönliche Note. Er hat Einfluß auf mein Auftreten, mein Selbstgefühl wird gehoben, wenn ich gut gekleidet gehen kann. Wir suhlen das manchmal schon, wenn wir unsere FeiertagS- kleidung anziehen. Der Sonntag ist kein richtiger Feiertag, wenn wir unseren Werktagsanzug tragen. Oder umgekehrt, wenn unsere Kleidung nicht in Ordnung ist, waS ja immer einmal Vorkommen kann, fühlen wir uns nicht sicher, straucheln wir manchmal über die einfachsten Dinge der Welt und sind nachher sebr unzufrieden über unser Benehmen. So gleichgültig ist also die Kleidung keineswegs.
Ich hatte einmal das Pech, daß mir bei einer Hochzeit das Kragenknöpfchen zersprang und mein Äragen fortwährend die Neigung hatte, nach oben zu rutschen. Ich mußte beständig nach dem Binder greifen, ob er auch noch richtig faß, hatte meine Hände mehr im Nacken als vor mir auf dem Tisch und konnte mich deshalb nur sehr vorsichtig umdrehen. Dabei saßen auf beiden Seiten von mir zwei allerliebsteDamen. Es waren sürck terliche Qualen für mich. Das natürlichste wäre ja gewesen, wenn ich ihnen ein- geftanben hätte, tn welcher Not ich mich befand. Aber ich war damals noch ein schüchterner Iüngling.
Unsere Kleidung muh den gegebenen Anlässen und Gelegenheiten angepaht sein. Nehmen wir die Sache nicht zu gleichgültig! Nachlässigkeit oder sogenannte Originalität in der Kleidung können sich nur ganz berühmte Leute leisten. Hermann LdnS z. B. erlaubte sich öfters einen wichen Kleiderscherz. Aber er war auch dafür bekannt. Wir andern Sterblichen müssen uns fügen. Nicht so, daß wir jede Modeneuigkeit mitmachen sollen, das ist nicht nötig, aber wir sollten doch im Nahmen des Herkömmlichen bleiben. Deshalb muß die Kleidung richtig gewählt werden. Es ist ja nicht nötig, daß wir zum Frühstück einen bei anderen Nock tragen, jum Mittagessen einen anderen Anzug und auf der Straße wieder etwas anderes. Das kann sich nicht jeder leisten, die wenigsten von unS haben Geld und Zeit dazu. Zum Sklaven der Kleidung darf man nicht werden.
Der Anzug muß nicht nur tadellos rein fein, sondern er muß auch richtig gewählt werden. Das sind Äußerlichkeiten, die oft von größtem N.ihen für uns fein können. Denken wir nur an unfern ersten Besuch, den wir irgendwo machen muffenI Da spielt der Anzug eine große Rolle, und wir wollen doch einen guten Eindruck machen! Der deshalb bei solchen Anlässen geschmacklos gekleidet daherkommt, hat schon viel verloren. Ich sah neulich zufällig, daß ein Herr im schwarzen Anzug braune Schuhe trug!
Schone Kleider Helsen uns, unterstützen uns, ja, sie sind manchmal entscheidend bei wichllx^n Angelegenheiten. Daß das all von unseren Damen in noch größerem Maße gilt, weih ich. Ich werde mich aber hüten, hier etwas über Damenkleidung und -Mode zu schreiben. Da fühle ich mich nicht zuständig. Das darf ich aber sagen, daß mir die Damenkleider immer besser gefallen haben als unsere Herrenan^üge: denn die Damenkleidung zeigt doch viel mehr Abwechslung, bringt viel mehr Licht und Farbe in eine Gesellschaft als der ewig gleichbleibende schwarte Frack. Und ich glaube, daß meiner Frau em neues Kleid noch mehr Freude macht, als mir mein neuer Anzug. Das nehme ich ihr auch flar nicht übel und habe dafür das gröhte Der- ständnis.
Leider ift mein Geldbeutel anderer Ansicht, doch das gehört ja nicht hierher. R.
Zehn Gebote für Wanderer.
Die Abteilung Rhein-Main-Gau der Deutschen Bergwacht c. D , Sitz Frankfurt a. M.-Niederrad, hat folgende zehn Gebote für das Verhalten bet wandernden Iugend aufgestellt:
1. Achtet die Gebiete des Forstmannes! Zündet kein Feuer im Walde an! Der Schaden aus einer einzigen Fahrlässigkeit kann unermehlich werden.
2. Meidet die Schonungen! Wo der Wald aufgezogen wird, ist kein Tummelplatz.
3. Laßt die Hände vom jungen Grün! Da» Abreißen von Zweigen schädigt die Geben» traft der Bäume und Büsche und verunstaltet ihr Aussehen.
4. Beschädigt und zerstört nicht die Schutz- Hütten, AussrchtSstätten und Ruhebänke! Ieder Ilnfug ist hier Raub am Genüsse deS Mitmenschen.
5. Schützt die Wegemarkierungen in Wald und Flur! Die Gebirgs- und Wandervereine haben mit ihrer Anlage viel Mühe und Kosten zum Wohle der Allgemeinheit aufgewandt.
6. Verunreinigt nicht die Rastplätze! Berlaßt sie, wie jeder sie zu finden hofft: sauber, ohne Haufen von Eier- und Apfelsinenschalen, Drot- papier und Schokoladenpackungen.
7. Achtet des LandmanneS Arbeit! Zertrampelt nicht Wiesen und Felder wegen eines Straußes von Blumen, der alsbald verwelkt und meist schon an der nächsten Wegbiegung wieder weg- geworfen wird.
Roggenbroiisiviiaminreicher alsWezenbroi!
8. Zerzaust nicht die Weidenbüsche, um die »Kätzchen" bündelweise sortzuschleppenI Das Gesetz hat Strafe auf solchen Raub gesetzt. Hebt Selbstzucht und Vernunft.
9. Laßt mutwillige Zerstörung und Verschandelung nicht tatenlos geschehen! Mahnt übermütige und böswillige Elemente zur Einsicht.
10. Haltet Wald und Flur wie ein großes Heiligtum, daS alle Besucher aus der Hast deS Tageswerkes zu reiner Freude an der herrlichen Gottesnatur erheben will.
Gictzcncr . se.
Es kosteten auf dem heutigen Wochcnmarkt: Butter 140 bis 170 Pfennig, Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bis 140, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 15 bis 20, gelbe Rüben 10 bis 12, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 15 bis 20, Spargel 160 bis 170, älnterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 10 bis 15, Feldsalat 80 bis 100, Tomaten 70 bis 80, Zwiebeln 8 bis 12, Meerrettich 50 bis 70, Schwarzwurzeln 40 bi» 60, Kartoffeln 4,5 bis 5 (pro Zentner 3,80 bis 4 Mk.), Rhabarber 20 bis 25. Aepfel 10 bis 15, Dörr- obst 30 bis 35, Nüsse 50 bis 70, Honig 40 bis 50, junge Hähne 120 bis 130, Suppenhühner 100 bis 120 pro Pfund: Tauben 70 bis 80, Eier 10, Blumenkohl 50 bis 100, Salat 20 bis 25, Salat- gurken 75 bis 80, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 20, Sellerie 10 bis 40 pro Stück: Radieschen 15 bis 20 Pfennig pro Bund.
Bornotizen.
— Tageskalender für Donnerstag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Liebeswalzer". — Aftoria Lichtspiele: „Der Kampf um die Goldfelder" und „Ich hab' mein Herz im Autobus verloren".
— Stadttheater Gießen. Man schreibt uns: Die erfolgreiche Operette „3n der Johannis- nacht" von Jean Gilbert, Spielleitung Intendant Dr. Rolf Prafch, steht viermal hintereinander auf dem Spielplan. Davon sind zwei Aufführungen geschlossene Vorstellungen (Sonntag, 27. April, 15 Uhr, und Montag, 28. April, 20 Uhr) und zwei Aufführungen öffentlich: Freitag, 25. April, 19.30 Uhr, Sonntag, 27. April, 19 Uhr. — Am 30. April wird sich Frau Auguste Prasch-Grevenberg in der Rolle der Großmutter vom Gießener Publikum verabschieden. — In Vorbereitung „Clavigo" von Goethe (Spielleitung Hans Tannert).
•• D i e Dienststunden deS Polizeiamts für den Publikumsverkehr ab 1. Mai sind von 7.30 Uhr vormittags bi-s 12 Uhr mittags und von 3 bis 5 Uhr nachmittags, Samstags von 7.30 bis 12 Uhr mittags. Für Samstagnachmittag ist in der Zeit von 4.30 bis 5.30 Uhr ein Cildienst eingeführt, bei dem aber nur Anträge, die unaufschiebbar sind, erledigt werden können.
*• Hanns Heitzig vom Stadttheater Gießen wurde für die Saison 1930’31 als jugendlicher Held, Liebhaber und Bonvivant an das Stadtthea- ter Hanau verpflichtet.
" Die 3immermei ft cr-3tDang »Innung, Stadt- und Landkreis Gießen, hielt am Dienstag im Restaurant Hopfeld eine Sitzung ab. Nach Erledigung verschiedener geschäftlicher Angelegenheiten fand die feierliche Ueberreichung der Gesellenbriefe an die Iunggesellen aus dem Zimmerhandwerk statt. Obermeister Rinker, Nonnenroth, betonte in seiner Ansprache an die Iunggesellen, daß für sie der Ernst des Lebens jetzt erst beginne. Bei den derzeitigen Verhältnissen sei es befembere Pflicht eines jeden Menschen, an seiner Weiterbildung zu arbeiten. Oberreallehrer i.R. Haggemüller forderte die Iunggesellen auf, ihrem Stande Ehre zu machen, mit ungetrübtem Blick in die Zukunft zu schauen und am Wiederaufbau unserer Wirtschaft mitzuhelfen. Geschäftsführer Kirchner wies auf die besonders im Zimmerhandwerk schwierigen Verhältnisse hin und betonte, daß heute im Konkurrenzkampf sich nur der behaupten könne, der über weitgehende Kenntnisse verfüge. Prüfungsmeister Rohm, Wieseck, empfahl in diesem Zusammenhang den Iunggesellen, in die Fremde zu gehen, damit sie ihre Kenntnisse vermehren und ihren Gesichtskreis erweitern könnten, während Altmeister Schäfer. Beuem, weitere praktische Ratschläge gab. An der diesjährigen Gesellenprüfung tm Zimmergewerbe haben mit Erfolg teilgenommen: W. Schwarz, Mainzlar; K. Luh, Allendorf (Lahn): Karl Schmitt, Al-
bach; Alb. D o r m c b I. Klein-Linden: W. Sei n- b o r n, Holzhausen; Heinrich Scheid, Linden- struth; H. Werner, Lollar: Artur Brück, Leihgestern; Emst Misch 1 cr, Lich. Richard Alles, Eberstadt: Karl Rohm, Wieseck: Karl Krämer, Langsdorf.
Sine fabelhafte Zlugleistung.
215 Kilometer Stundengcschwindigkrit!
Darmftadt, 23. April. (WSN.) In Fortsetzung der Leistungsflüge mit dem von der Akademischen Fliegergruvpe Darmstadt erbauten Klein-Doppeldecker D 18 startete Mittwoch srüh der Fluglehrer Neininger zu einem lOO.fiilo« mcter-Geschwindiakeitsflug. Start- und Landungsstelle lagen bei Bickenbach a. d. B. Der Rundflug führte über Neu-Jsenbura und Erfenhcim. Es wurde nach vorläufiger Feststellung eine Stundcnge- schwindigkeit von 215 Kilometer er- Aieli. Der Westrekord für Kleinflugzeuge dieser Art steht auf 192 Stundenkilometer, rie Anerkennung der Leistung des Darmstädter Flugzeuges hangt von der Nachprüfung der Meßinstrumente durch die Flugbehörd« ab.
Die Diebesfahrien eines Gchraubenschluckers.
Er Hal auch In Gießen „gearbeitet".
Frankfurt a.M., 23. April. (WSN.) In G i e- ßen, Offenbart), Hanois Mainz und Frankfurt würben im vergangenen Sommer Mäntel- und Fahrraddieb stähle in Schulhäusern begangen. Auf diesem Spezialgebiet betätigte fick) der Schneider Robert Schäfer, der, als man ihn von Hanau nach Preungesheim brachte, nach feiner (Einlieferung allerhand Schluckmanöoer ausführte, um die goldene Freiheit wiederzuaewinnen. Außer einem offen stehenden Taschenmesser hat er auch eine Flügelschraube verschluckt, die etwa ein halbes Pfund schwer war. Es mag wohl einige Mühe gekostet haben, ihm diese Gegenstände wieder „abzunehmen" aber es gelang doch, den Patienten wiederhcrzustellen, der eine schr traurige Vergangenheit hat. Die Tage seiner Freiheit waren stets gezählt, denn er pendelte zwischen Fürsorgeanstatten und Gefängnissen hin und her. Er wurde von einer vierzehnjährigen Muster geboren und zeigte srüh- zeitig einen Hang zum Stehlen und zu asozialem Verhalten. Fünfmal schon ift er aus Anstalten ent- wichen. Seine Unterbringung in einer Verwah- rungsanftalt wäre das Gegebene, allein es fehlt an den gesetzlichen Erfordernissen. Das Große Schöffen- geeicht, vor dem sich Schäfer wegen 4 9 D lebst a h l s f ä 11 e n zu verantworten hatte, nahm fort- gesetzte Handlung an und erkannte auf 2 Jahre Gefängnis.
Buntes Allerlei.
hunderttausend Mark für eine Zeichnung Albrecht Dürer».
Sine Feder- und Tuschzeichnung Albrecht Dürers ift von einer Gruppe von Kunstfreunden zum Preise von 5000 Pfund Sterling für b a» Britische Museum erworben worden. Es handelt sich um das Porträt einer Frau. Die ungewöhnlich große Zeichnung ist von 1505 datiert und war 1928 in Nürnberg ausgestellt. Das Germanische Museum hatte sich damals vergeblich bemüht, die Zeichnung zu erwerben.
Lin neuer Weltrekord Llndbergho.
Oberst L i n d b e r g h, der bekannte amerikanische Ozeanflieger stellte in Begleitung seiner Frau al» Navigator eine neue Welthöchstleistung mit einem Fluge über das amerikanische Festlaud von Küste zu Küste auf. Er bewältigte die Strecke Los Angeles—Neuhork in nur 14 Stunden 44 Minuten mit einer Zwischenlandung in Wichita (KansaS). Der bisherige Rekord betrug 17 Stunden 38 Minuten. Lindbergh benutzte ein eigens für diesen Flug erbautes Flugzeug und hielt sich in Höhen von 3000 bis 7000 Meter. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 288 Kilometer in der Stunde.
Lin tausendjähriges Hirschgeweih.
Bei Baggerarbeiten im Stüdnitzfließ bei Bal - ft c r (Kreis Dramburg) wurde ein gut erhaltenes kapitales Hirschgeweih zutage gefördert, das nach sachverständigem Gutachten mindestens tausend Jahre alt ist. Die Hirschart, der dieses Geweih den Formen nach angehört, ift heute vollkommen ausgestorben. Das Geweih wird dem Dramburger Kreis • Heimat - Museum überwiesen werden.
Entlarvte Falschmünzer.
3n Mörs versuchte, wie auS Krefeld gemeldet wird, ein aus Hamburg stammender Mann bei einem Mehgermeister mit einem falschen Fünfmark st ück zu bezahlen, worauf dieser ihn fc ft nehmen ließ. Bei der Durchsuchung fand man in den Taschen des Verhafteten mehrere Rezepte für Metall-Legierungen, sowie die Adresse eines Mannes in Walsum. Beamte der Mörser Polizei fuhren sofort nach Walsum und nahmen den Verdächtigen in feiner Wohnung fest. 3n feinem Keller fand man eine modern eingerichtete Zalschmünzer- Werkstatt zur Herstellung von Fünsmarkstückcn. Das ganze Gerät wurde beschlagnahmt und nach MörS gebracht.
Nachspiel einer Kriegstragödie.
Die Erinnerung an eine furchtbare Tragödie des Krieges wird wachgerufen durch die Nachricht, daß die Heberrefte von einem Offizier und 57 Mann de» englischen Monitors „G l a t - t o n“ geborgen worden sind und am 3. April mit mllitärischen Ehren auf dem Friedhof von Glllingham beigesetzt werden sollen. Der Monitor war am 16. September 1918, acht Wochen vor dem Wasfenstlllstand, im Hasen von Do
ver. der Nervenzentrale der Kanalverteidigung, in Brand geraten. Da die Gefahr einer Erplos ton bestand, die zu ungeheuren Zerstörungen geführt hätte, erfolgte Befehl, das Fahrzeug zu torpedieren, wobei von btt aus 303 Mann bestehenden Besatzung über 100 den Tod sanden. 3m 3ahre 1926 gelang es, daS Schiff an die Wasseroberfläche zu bringen und landeinwärts zu schleppen. 3m Lause der Abbruchsarbeiten wurden dann allmählich die Skelette eine» Teiles der mit dem Fahrzeug versunkenen britischen Seeleute gesunden und den Marinebehörden übergeben.
Büchertisch.
— ZritzDorrmann: „Sie oderwir — Mahnungen zu persönlicher Tüchtigkeit, zu ftan- despolitischem und genossenschaftlichem Zusammen^ schluh im Lebensmittel-Einzelhandel. Aufsätze, Reden und Berichte für die Erhaltung der Individualwirtschaft. Edeka-Verlagsgesellschast m.b.H., Bcrlin-Wllmersdorf. 4.50 Mk. (531.) — Fritz Borrmann, M, d.R., Generaldirektor her Edeka- Zentralorganisationen, überliefert mit diesem Werk der Oeffentlichkeit eine Auslese seiner chriftstellerischen Arbeiten und Reden. Die össent- liche Tätigkeit Borrmann- stand allezeit im Zeichen des wirtschaftlichen und kulturellen Fort- chritts unserer Volksgemeinschaft, den er nur durch die Möglichkeit des selbstverantwortlichen Schaffens breitester Schichten deS deutschen Mittelstandes gewährleistet sah. Trotz aller weltanschaulichen Verirrungen und Verwirrungen einer schicksalsschweren Periode blieb zwar im deutschen Volk die äleberzeugung von der Notwendigkeit der Erhaltung einer gesunden Individualwirtschaft lebendig, aber eine erbitterte Gegnerschaft hat eingesetzt, die die Existenz aller selbständigen Berufe In schwere Fährnis brachte. Gegen sie führte Borrmann den Kampf mit Kopf und Hand. Gr hat auf seiner Front gesiegt, hat Tausende selbständiger LebenSmittel-Klein- händler um die Fahne der Selbsthilse geschart. In dem Werk „Sie oder wir —" ist das Ge- heimni» seines Erfolges enthalten, eines Erfolge», der weit über die Grenzen des deutschen Leben»- mittel-Kleinhandels hinaus von höchster Beachtung ist.
— Der ^K un st wart". (Verlag G. D. W. Eallwey, München.) Henry von Heiseler. einem Dichter, dessen Name in allen Handbüchern über neuere Literatur fehlt, dessen Bedeutung jedoch weit über das heute schon alS beträchtlich geltende literarische Niveau hinaus- geht, ist ein großer Teil de» Aprilheste» gewidmet. AIS Proben werden geboten ebclge- formte Verse aus dem Zyklus ^.Die drei Engel", ein dramatische» Fragment «Die Werbung", die Erzählung «Der Begleiter", ferner sachlich interessierende Tagebuchauszeichnungen au» Sowjetrußland und schließlich älebersetzungen Puschkins und SwinbumeS, die Heiseler, der hervorragende Sprachbegabung besah, als genialen lieber» setzer erweisen.
— Philosophie und Leben. Herausacgc- ben von Prof. Dr. August Messer, Vcrlaa Felix Meiner, Leipzig. 6. Jahrgang 1930. Viertelj. 3 Hefte 2 Mark, Einzelheft —.80 Mark. — Das Heft bringt zwei bedeutsame geschichtsphilosophische Aufsätze über den bekannten Berliner Universitäts-Professor Kurt Breysig, weitblickende Betrachtungen über „Seelen- formen, Gesellsrt-aftslchre und Geschichte" und von Dr. Julius Steinberg, Bonn, eine, verborgene Zu- samenhänae aufspürcnde Studie über „Umwege ethischer Kultur". Der Herausgeber setzt feine Analyse von Heideggers Werk „Sein und Zeit" fort. Die „Ausspract)e" beschäftigt sich mit Haeckels sog. „Fälschungen", mit Chamberlain, der Welteislehre u. n.
Berliner Börse.
Berlin, 24. April. (WTB. Funkspruch.) Nachdem gestern abend in Frankfurt a. M. leichte Kurs- abbröcklungen eingetreten waren, kam im heutigen Frühverkehr wieder eine zuversichtliche Stimmung zum Durchbruch. Die vorliegenden Momente lassen noch keinen sicheren Rückschluß auf die Tendenz zu, doch nimmt man an, daß die trotz des bevorstehenden Ultimos recht leichten Geldoerhältnisse der sreund- licheren Grundstimmung eine Stütze bieten werden. Kurse wurden noch nicht genannt da das Geschäft bisher noch nicht eingesetzt hat. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Paris 123,95, London gegen Mailand 92,80, London gegen Spanien 39, London gegen Buenos 43,48, London gegen Berlin 20,3650, London gegen Kabel 4,8630, Kabel gegen Berlin 4,1880.
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Religionsgesellschast. Sabbatfeier den 26. April. Freitag abend 7.10 Uhr: Samstag vormittag 8; nachmittags 4; Sabbatausgang 8.25. — Wochengottesdienst morgens 6.30; abends 7 Uhr.
Verantwortlich für Politik: i. V.: Ernst Blumschein. ■ ■ ■ ■■ ■ -
Eine Errungenschaft der Schuhindustrie.
Der alten, renommierten Schuhwarensirma Adolf Baer, am Marktplatz, ist es gelungen, den Alleinverkauf der berühmten „Lingel-Herrenschuhe" zum Einheitspreis von 16,60 Mark für Gießen und Umgegend zu bekommen. In vielen großen Städten, wo diese Verkaufsstellen eröffnet worden sind, haben diese Lingelschuhe durch ihre wundervollen Farben und Ausführungen den größten Beifall gefunden. Nur durch Rationolifierung und Spezialisierung war es möglich, für diesen Preis eine solche hochwertige Dualität zu liefern. Interessenten werden gebeten, ohne jeden Kaufzwang die neu aufgenommene Ware zu besichtigen. 2715A
Wissenschaftliche Werke
Sondergebiet aer
BrUhl’schen Druckerei
5-6-3immet- Woljnung
mitBadezilnm. u. Zubehör von xubig. Mieter «nur Erwachs.» für fofon oder fpäter gesucht Breiöw. kleine 4»Ztm.-Wobn. kann tn Tausch gegeben werd. Dringlichkeit»- schein vorhand. Schr. Ang. unt. 3250L) an den Gieß. Anz. erb.
Beschlaanahmefreie 34 Simmet gesucht. Schr. Ana. u. 02722 an d. GH. An».
Kinderloses Ebev. «Postbeaniier» sucht 1-2 Zimmer »um 15. Mai oder 1 Zum. Schriftliche Angeb. unter 02720 an den Gieh. Au».
IM Zimmer mit Kochgelegenheit aes. Schr. Angeb. u. 02723 a. d. Gies.Anz.
Wer gibt an ruhiges junge» Ehepaar 1*2 Zimmer nebst Küche baldmögltchst ab? Schr. Ang. u. 02737 an den Gteh. Anz.
e 3n der
Sttdanlage wird etn möbl. Zimmer gewünscht oonetnem Studenten, der Angebote u. Nr. 02716 über die GeschäfiSst. d.Gieb.Anz.erbttlet.
|Stellenangebote|
Für sofort junger Kontorist gesucht, d. zu Ollern die Lehre beendet hatte. Schr. Angeb. mit GebaltSansor. u. 5ieugnlSabschr. unt 02726 a. d.Gteh.Anz.
Weißbinder'
Lehrling kann noch clmteten. 8u erfr. i. d. Gefchst. d. Gieh. Anz. 02739
MM mit guter Schulbildung u. guter Handschrift kann sofort etntreten. 02738
Kurt Mobr, Assekuranzgefchaft, OieBei,Vuörotofir.28. Meldungen zwischen 5 und 6 Ubr nach in.
Tüchtiges Tagesmädchen Aum l.Mai von 7 bis 4 Ubr gesucht. 02719 FraeDr.Klrehheleer Ostanlage 12 IL
Hiesige Großhandlung lucht für sofort kaufm. Lehrling evtl, nicht fortbtl- dungSschulvfltchtig.
Schrtill. Angeb. mit kurzem Leben-laus u.0-2735 a. d.Gß Anz.
Perfektes Servierfräulein gegen Gehalt und Prooiston möglichst aum t Mm gesucht.
Offerten mit Bild an Aug. Schmivt, Hotel Westerwalder Hoi, Hcrboru. e*D
Brave», fleißiges Mädchen für Mittwoch- und Samötagvorm. gef. Liebigstr. 99 I. OT.y
[Stellengesuche)
JungerKaulmann d. Ouern feine Lehre beendet hat.
sucht Stellung.
Aus hohen Lohn wird nicht gerechnet. Schr. Angeb. unter 02728 an d. Gieß. Anz. erb.


