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Schweres Caroinenunglütf in Italien.
Mark mehr en, b.i. flöge«
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olizei nahG i sind insg(|amt 118,8 Mi llionen )n 6,8 Millionen ion 18.8 Mil« sich die Gemein« en um 12 Mil bisher.
ehr ermutigen!) den Gemeinden ie Statut wob
Md die anderen Parteien insge'amt neun Sitze «langt. Die Große der Regierungsmehrheit Mrfte die Stabilisierung der politi- Ichrn Lage in Japan sichern und es dem Ministerpräsidenten Hamagut'chi ermöglichen, leine Wirtichafts-- und Sozialpolitik ohne Störung Lurchzusiihreir.
i»t: verschütteten Häuser unter dem Schnee be«
Sofien V&M. 6
lMrligen Zeitlage auf der Kirche ruhen. Die «Jwndlagen allen sittlichen Wesens seien vielfach • t-fcbfittert. 3n der Jugend wachse vielfach ein
oiu, l uul ।ui vu/uutiii, sondern für allrholartitzen Getränke bedeutet.
Aus aller Welt.
Eröffnung der altpreutzischen Gencralsy «ode.
Sie1 neugewählte neunte Generalsynode, die verfassungsmäßige Gesamtvertretung der ev an- gl lisch en Kirchen der a l t p r e u ß i sche n Union, tourt« feierlich eröffnet. Als Präses ■ »irtc v. Winckler, als Vizepräsidenten D. ’Zffio (ff (Aachen) und Graf von Sehdlih- 'Simdreczki, toiedergewä^lt. Dr. Winckler wies ■ n seiner Begrüßungsrede auf die schweren inne- ■rei und äußeren Sorgen hin, die in der gegen-
^Uriels tage, loas dem [tc der Gast, ei irt sein, aber« ein, unb ebeno ach oder Handel haben lvir ja,
da spielte oas . Iahrhunderis ott erhalte
Hilfe für die Grenzlande.
Tie Hrage der Finanzierung.
Berlin, 23. Febr. (Priv.-Tel.) Die im Kabi- wlt beschlossene Finanzierung der diesjährigen 2c1programme für die Grenzgebiete im Westen nD Osten ist, wie wir erfahren, vor allem in kn deutschen Ostprovinzen auf großen W i - -erstand gestoßen, man wendet sich da egen. I if3 pie Mittel für den Osten um drei Mil» i'.Dnen gekürzt worden sind, die aus pari» i.jschen Gründen der Finanzierung des West-
, hogrammd zur Verfügung gestellt wurden, andgebungen in Schneidemühl faßten Reso- itionen, in denen an die Reichsregierung die Liderung gerichtet wurde, zunächst das Ost- i o g r a m m intensiver zu betreiben. Es dürfte :rr nach Lage der Dinge kaum damit zu rechnen iin, daß die beschlossene Regelung eine Abände- ii'j erfährt, da die bevorstehende Räumung er dritten Zone auch eine rasche Reu- ^anlficrung der west lichen Verkehrsragen notwendig macht, worauf vor allem ich der Reichsminister für die besetzten Gebiete,
! r. W i r t h, besteht. Man glaubt aber, daß es Laufe der Zeit doch noch möglich sein wird, n Rotprogrammen für die Grenzgebiete, sobald e» die Kassenlage des Reiches erlaubt, weitere Dittel zuzuführen.
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11 Kenn,;tn ^.Ntellun. ^mittleren iS* U Der durch vbedars ,m Preußen, be> dn Aus- > und Gemein. leußische. Der {erklärt sich
-e Zen. Ausgaben echt Gemeinden und irtzleichrzahtrn ' Pden. Würde mmen«, ber ^nd Straft, und Gemeinden Jen, so bekamen 1 Millionen außerdem noch 'uer, die all« die Sonder« Wr&dutj 't - fo wüt« Millionen doch für die nen Mark
Der Wahlsieg der Regierung in Japan ÄT okio , 23. Febr. (WTD.) Rach dem nun«. mhr vorliegenden Gesamtergebnis der Wahlen hol die Regierung eine Mehrheit von 80 Mandaten über alle anderen Par-
Reklameverbot für Alkohol in Derkehrsanstalten.
Ein Beschluß des volkswirtfchafllichcn Ncichslagsanöfchnffcs
Berlin, 22. Febr. (DDZ.) Der Dolkswirt- stastliche Ausschuß deS Reichstag; beendete die erste Lesung deS Schankstäitengese )entwurfs, den et In „G a st st ä t te ng e s e tz" umgetauft hat. Labei wurde mit den Stimmen der Sozialdemo- haten, der Kommunisten, des Zentrum; und tcc 2lbgecrdneten Dr. Stratbmann (Dnt.) und Hrtwig (Ehr. Rat. Arb. Gem.) ein von Sozial- dnivkratcn und Kommunisten eingebrachter Antrag angenommen, der die Reklame für alkoholische Getränke in öffentliche n Verkehrsmitteln und Verkehr sanft alten verbietet. Der Regie- vmgsen Wurf zum Schankstättengcseh batte nur ein Retlameverbot für Trinkbrannt- Pein in ösfentli^en Verkehrsmitteln und Ver- kklirsanstalten vorgesehen. Don der Deutschen
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stc hdem wurde der Streichungsantrag Im Aus- huß abgclehnt und sogar eine Verschärfung der . .icilimmung beschlossen, die ein Reklameverbot Wege, Wastei« Mt nur für Schnaps, sondern für alle i Millionen p" " ' * **•" ~ '
t>'i en davongetragen. Die Regierungspartei L.nseito hat insgesamt 273 Mandate erlangt, nämlich einen Gewinn von 101 und einen Äcrlust von zwei Mandaten. Die Oppositions- Malert Wau 4xrt<i Seihukai hat einen Gewinn von neun MW*en Lonb« Md einen Verlust von 73 Mandaten zu ver- n( dem in sei« ßtichnen. Die Anzahl ihrer Mandate ist auf 174 im Zusammen« Wuckgegangen Die Partei der P r o l etarier Schössling eines dre der Unflb Han g t gen haben je fünf it feinem Worte
in Mirtz /' ühn engaguL len vtel gj
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. IM ^n0* iStift heran, der mit Befürchtungen erfüllen müsse. nDrnamen fcl , ? EH? Menschenanhäufungen um die y öfters vor, IA 0 ßstädte herum stellen die Kirche vor neue, fly Änna oder «Aufgaben. Die Derflochtenh-eit der Kirche Mn- ar.red'le. mi. Poll und Staat werde nicht immer so an- ;*t tveitrr E rtionnt, wie es zu erwarten wäre. Der Redner In der Kenner. aQ<^ seine Enttäuschung darüber aus, daß die in UassÜ^'Luh a n d l u n gen über den Staats- ids y11 jlxrtrag mit der evangelischenKirche gegeben. M vor 14 Tagen eingeleitet worden seien, ob- äen All lwthl bereits vor acht Monaten von staatlicher ^E.lnngM cZkit« die unverzügliche Inangriffnahme der Der- iAenl"®D. !Adlungen zugesichert gewesen sei. Eine der i niichen Wem Aufgaben der Generalsynode werde es fein, .Mach- itz.e Stimme zu erheben gegen einen Ansturm :I jf.ejc-n das Christentum, wie man ihn zur Zeit
i r 2 u h l a n d vor sich sehe. — Rach feierlicher ^zbeino^ t Li.»flichtung der Mitglieder beschloß die Synode e kp. ipar I« iw Einsetzung der Ausschüssefür die verschie- »inetent' iWcn Arbeitsgebiete, die die Synode beschäftigen sich?^ «W W Vcxrdm.
Schweres Lawinenunglück in Italien.
! ^was büL6^ Mehrere Landhäuser bei Bolognola wurden »att der if^rch eine Lawine verschüttet. Der L im^ , !3cfc>ine sind 15 Menschen zum Opfer gefallen, schlllölf/ SN; wurden aus den Schneemassen zutage ge- X0‘ fiö:)<rt. Vermutlich liegen noch sechs Tewohner
Ä?Ikspartei wurde im Ausschuß die Strei- ■u it g dieser Bestimmung beantragt. Mit Rück- . Tic auf die Stellungnahme der beteiligten Wirt- Emnmrßr. Kofldtreife hatte sich die Regierung auch mit lrnxmm= Mer Streichung einverstanden erklärt.
., Das Verfahren gegen den Bauer Gundermann.
- Mgep Der Bauer Gundermann aus dem Dorse ^'^itätKi" -L'-rcfe bei Zielenzig, der seinen geistes.
«juf^titQnfen Bruder zwölf 3ahre lang ial eE„. $ ü n einer Dachluke gefangen ge hal- i» ^mnvatl^ 0' en hatte und von der Kriminalpolizei fest- BKeiommen worden war, ist dem Amtsgericht in - P . M 51 vB'ilen§ig vorgeführt worden. Der Richter nahm ln : 12^4 vom Erlaß eines Haftbefehls Abstand, da
hrstuhM jp-it ötxbet Fluchtverdacht noch Verdunkelungsgefahr >1
vorliegen. Die StaatZanwaltschast Frankfurt a. O. har gegen Gundermann das Verfahren auf Grund des § 239, Absatz 2 des Strafgesetzbuches eröffnet, der eine Zuchthausstrafe bis zu zehn Jahren vorsieht, „toonn die Freiheitsentziehung über eine Woche gedauert hat, oder wenn eine schwere Körperverletzung des der Freiheit Beraubten durch die Freiheitsentziehung oder die ihm während derselben widerfahrene Behandlung verursacht worden ist".
Aus der Provinziashlluptstadt
Gießen, den 24. Februar 1930.
Prof. Dr. Se H-Oarmstadt 7O3ol)rc alt.
Der hessische Gelehrte Professor Dr. Adalbert Seitz in Darmstadt bcgehl am 24. Februar seinen 7 0. Geburtstag. Professor Seitz hat sein Leben vor alkm der Schmetterlingsforschung gewidmet, und wir dürfen in dem jetzt Siebzigjährigen wohl einen der bedeutendsten Gelehrten der Entomologie sehen. Professor Seitz wurde am 24. Februar 186J in Mainz geboren und studierte an der Universität Gießen zunächst Medizin. Sein Hauptinteresse galt schon von früher Jugend an der Zoologie, besonders der Entomologie, und so befaßte er sich auch an der Universität bald mit diesen naturwissenschaftlichen Gebieten. Später unternahm er viele Reisen, die ihn in die entlegensten Teile der Erde führten. Mit dem reichen Schatz seiner Forschungen tonnte er schließlich ein Werk bcg.nnen und durchführen, das ein riesiges Kompendium der Schmetterlingstunde darstellt. Die Groß- schmetterlinge der Erde", dessen erste Lieferung bereits 1906 erschien und das heute nut 630 Lieferungen nahezu vollendet ist. Eine völlig neue Richtung hatte seiner Tätigkeit die Uebernahme der Leitung des Frankfurter Zoologischen Gartens gegeben, und es gelang ihm in den 16 Jahren seiner Direk- tion, bis zum Jahre 1908, dieses Institut nicht nur in seinem Tierbestand, sondern auch in seiner Wirtschaftlichkeit beträchtlich zu heben. Als sich Professor Seitz unter Verzicht auf Pension zugunsten der Arbeiter des Zoos von dessen Leitung nach Darmstadt zurückzog, hatte der Frankfurter Tiergarten Oie glänzendste Jahreseinnahme seit seiner Grün- düng zu verzeichnen. Professor Seitz wohnt auch heute noch in Darmstadt und hat in letzter Zeit am Senckenbergianum in Frankfurt gearbeitet. Der Ge° lehrte entzog sich aber kurz vor seinem 70. Geburtstag den wohlverdienten Ehrungen seiner Heimat und der deutschen Wissenschaft dadurch, daß er wieder nach Brasilien abreifte, das er schon vor drei Jahren jum ersten Male nach dem Kriege be- sucht hatte. Er erfreut sich auch dort, wie weit im Auslande, der größten Wertschätzung der gelehrten Well.
Gesellschast Lebig-Museum
Die Gesellschaft Liebig-Museum hielt am gestrigen Sonntagvormittag im Physiologischen Institut eine öffentliche Versammlung ab, in der Geh. Rat Prof. Dr. Sommer zunächst sehr interessante Mitteilungen über die Einrichtung eines Liebig-Zimmers in Bad Salzhausen und die Anbring-ang einer Tafel daselbst machte. Es ist beabsichtigt, alles, was mit der Tätigkeit Liebigs in Bad Salzhausen zusammenhängt, zu sammeln und in dem Liebig-Zimmer in Bad- Salzhausen unterzubringen. Weiter erklärte Geheimrat Sommer einen von Dr. QL van den Velden in Weimar gestifteten genealogischen Wandteppich, welcher eine Lieber sicht über die Llhnen I. von Liebigs darstellt. Sodann gedachte Geheimrat Sommer des verstorbenen Geh. Medizinalrat Dr. Adolf Weber, Darmstadt, der als Schüler Liebigs von diesem in seinen wissenschaftlichen Arbeiten wesentlich beeinflußt worden sei, und wies auf die wertvolles -Material enthaltende Festrede Geheimrats Dr. Weber hin, deren Druck beabsichtigt sei. Außerdem gab Geheimrat Sommer Kenntnis von wertvollen Stiftungen der beiden Frl. Körner aus dem Rachlaß ihres Vaters, des Baumeisters und Architekten Iohs. Körner, welcher s. Zt. für Liebig einen Plan für die Anlage der Liebigshöhe anfertigte. Dieser Plan zeigt, daß die jetzige Liebigshöhe nur einen Rest des früheren Geländes der Liebigshöhe darstellt. Das damals zur Liebigshöhe gehörige Terrain erstreckte sich il a. auch über das Gelände, wo heute die Volkshalle steht. Die Stiftung enthält weiter ein Zeugnis, das Liebig seinerzeit dem damaligen Baumeister und Architekten Körner ausgestellt hatte. Wei.er wurden dem Lie^ ig-Muieum von Rordamerika Dllder der nordamerikanijchen Chemiker zur Verfügung gestellt, außerdem wurde das Museum durch eine Sendung von Driesen Liebigs, die allerdings mehr familiengeschichtlichen Charakter tragen und von Verwandten aus Chile zur Verfügung gestellt wurden, bereichert. Zum Schluß wies Geh. Rat Sommer noch auf den im Verlag der Gesellschaft Liebig-Museum erschienenen, von Dr.-Ina. Fritz Hildebrandt (Hannover) verfaßten Aussatz „Miniaturen aus dem Liebig-Museum" hin und gab davon Kenntnis, daß die Arbeit der Gesellschaft feit 1924 vorwärts geht und das Werk einen außerordentlichen Aufschwung genommen habe. Anschließend hielt Oberarzt Dr. S ch o p p e r vom Pathologischen Institut in Gießen einen sehr interessanten Vortrag über: „Das Zellwachstum unter verschiedenen physikalischen und chemischen Einwirkungen in Glai-kulluren." Die Ausführungen des Vortragenden wurden durch FllmbilLer entsprechend erläutert. An den Vortrag schloß sich eine Mitgliederversammlung, in welcher über die Verleihung der Liebig-Museum-Medaille an die Liebig-Gesellschaft m. b. H. in Köln a. R h. Beschluß gefaßt wurde.
Handarbeits-Ausstellung der Alice-Schule.
Das technische Lehrerinnen-Seminar der Alice-Schule stellt auch in diesem Jahre Nadelarbeiten feiner Schülerinnen zur Schau. Die Dinge, nach Farben in Gruppen geschlossen, zeigen, wie man in einfachstem Material durch leichte Hantstiche oder Maschinennähen Kleidunys- stücke, Wäsche und Gegenstände der Wohnungseinrichtung vielseitig, eigenartig und zwcckentsprcch.nd gestalten kann. Da ist einfachstem Druckstoff allerlei Schürzenform gegeben und ihm durch Fallenlegen und Abnähen eine reiche Musterwirkung ohne Hilfe jedes Besaßstosfes abgewonnen, jedes Schürzchen hat irgendeinen besonderen Reiz. Ein einfacher Nesielstoff ist durch eine Streifenfante in Indem- threnstoff in eine Kaffeedecke verwandelt, der ein paar Stichreihen ihr besonderes Gepräge geben. Ein Wäschestück mit Tüllkäntchen, durch eine farbige
Stichreihe an den Stoff genäht, hat trotz des ein- 1 fuchsten Heistellung^materials em reiches Aussehen beiommen. UeberaU sieht man, wie einfachster Werkstoff richtig verarbeitet, mit Liebe und Phantasie gestaltet, Wertdinge ergibt. Die Armut des Geldbeutels muß durch Reichtum der Idee ausgeglichen werden. Gerade in armen Zeiten, wie der heutigen, ist es ja Aufgabe der Frau, mit den bescheidensten Mitteln doch dem Kulturmenschen gemäße Lebensform zu erm.glichen und Armut nicht zur Armseligkeit werden zu lassen.
Daß das Seminar versucht, seine Zöglinge für diese Aufgabe der Frau heranzubilden, daß es sich bemüht, aus ihnen Lehrerinnen zu machen, die es versuchen werden, in der ihnen anvertrautcn jungen Generation den gleichen Geist liebevollen Schaffens im Dienste der Behaglichkeit und Verschönerung des Lebens bei allem klaren Erfassen von Zweckmäß.gkell und Gebrauchswert zu wecken, das zeigt ein Gang durch die Ausstellung. Eine Menge Farbübungen, in Buntpapier g.klebt und in Stichen gefügt, geben ein Bild von dem ernsten Bemühen der Schülerinnen, die Augen zu öffnen für die reiche Natur und sie zu lehren, in ihr gute Farbzusammenstellungen zu finden. Bastelarbeiten in Holz und Pappe stellen Lehrmittel und Kinder- spielzcug, bcwcgsiche Holztiere. Druckversuche in Stcmpeldruck zur Verzierung von Buchdeckeln werden gezeigt. Kostümpuppen geben über die Tracht in den verschiedensten Zeiten Aufschluß. Die Textilgegenstände für eine Z mmereinridjtung zeigen, wie einem „möblierten Zimmer", auf das die junge berufstätige Frau in der R.gel angewiesen ist, mit Hilfe einiger Waschstoffe ein wobnliches, persönliches Gepräge gegeben werden kann. Aus dem Blatt wird durch Auflegen der grauen Leinendecke und des Viereckpolsters tagsüber ein Divan, das Kopfsiffen verschwindet in einem farbigen Ueberzug, der mit
Eßt mehr Roggenbrot!
vier Knöpfen schnell geschlossen den weißen Kissen- bezug deckt und schützt. Der Tisch bekommt eine passende Waschdecke, und das Fenster eine luftige, dreifarbige Gardine, hinter das Bett, den Tages- divan, kommt ein Rupfenbehang, und so fügt sich eins ins andere, daß aus der Schablone des „möblierten Zimmers" das „Eigenheim" sich formt, dem die junge Bewohnerin den Ausdruck ihrer Persönlichkeit geben kann. Diese Zimmereinrichtung ist als Gemeinschaftsarbeit des Seminars entstanden. Die Erwägung, daß nur die Grundfarben blau, rot, gelb, sich jeder Zimmereinrichtung einfügen lassen, hat schnell die Farbenwahl entschieden. Eine Einteilung in Gruppen verteilte die Herstellung der einzelnen Gegenstände, zu denen jede entwerfen, bedenken, gestalten hat helfen müssen. Nur ein Einfügen des einzelnen in die Gesamtheit ermöglichte Einheit der Arbeit.
So zeigt diese Arbeit, daß das Seminar neben der Pflege persönlicher Eigenart auch die Erziehung zur Gemeinschaft sich angelegen sein läßt und das Gefühl in den jungen, ihr anvertrauten Menschen zu wecken sucht, daß die Schwere unserer Zeit nur von treuer Gemeinschaft getragen werden kann und der einzelne sich der Gesamtheit einzufügen hat.
Mochten recht viele durch den Besuch der Ausstellung dem ernsten Streben der Schule Gutes zu leisten, Anerkennung zollen!
Schweres Llnqlück auf der Krofdorfer Chauffee.
In der Rächt zum Sonntag ereignete sich auf ter Äroföor(er Cyaussee in tter Raße des Umspannwerkes ein schwerer älnglücksfall. Der Anfang der 2ver Jahre stehende Albert Dolk- m a n n aus Heuchelheim befand sich mit seinem Motorrad, auf dem er noch einen Bekannten bei sich hatte, auf der Rückfahrt von Launs- bach. Als die beiden Motorradler in die Rähe des ^Imspannwerkes kamen, sahen sie plötzlich eine Gruppe von Männern vor sich, die auf dem Marsche von Krofdorf nach Gießen begriffen waren. Dem Lenker des Motorrades, Albert Vollmann, gelang es leider nicht mehr, seine Maschine noch vor den Fußgängern zum Stehen zu bringen, und so fuhr er in d i e Gruppe hinein. Hierbei kam Volkmann mit seiner Maschine zu Fall und schlug mit dem Kopfe so hart auf die Landstraße auf, daß er bewußtlos an ter Stelle des Zusammenpralls liegen blieb. Auch der Mitfahrer stürzte, kam aber zum Glück mit leichteren Verletzungen davon. Don den Fußgängern, in Gießen wohnhaften Herren, erlitt einer Kopfverletzungen. Der am schwersten mitgenommene Motorradführer D o l k m a n n wurde von der Freiwilligen Sanitätsko'onne vom Roten Kreuz mit dem Sanitätsauto der Chirurgischen Klinik zugeführt. H'.er liegt der bedauernswerte junge Mann heute vormittag noch bewustlos in ernstem Zustande darnieder. Allem Anschein nach hat er einen schweren Schädelbruch davongetragen. Lieber die Llrsache des bedauerlichen Lln- glücksfalles liegen bis jetzt sichere Angaben noch nicht vor.
Taten für Dienstag, 25. Februar.
1841: der Maler Auguste Renoir in Paris geboren (gestorben 1919); — 1911: der Maler Fritz von ^Ihde in München gestorben (geboren 1848).
Bornotizen.
— Tageskalender f ü r Montag. Gießener Konzcrtverein: „Mozart-Requiem", 20 Uhr, in der Stadtkirche. — Oberhessischer Kunstvercin: Ordentl. Mitgliederversaimnluag, 18 Llhr, Stadthaus (Bergstraße). — Handelsund Gewerbebank e. G. m. b. H.: Generalversammlung, 20 Ufjt, im Restaurant „Hindenburg". — Lichtspielhaus Dahnhositraße: „Die eiserne Maske" und „Weekend-Freuden". — Astoria-Lichtspiele: „Die gehe'.mn.svo.le Macht" und „Roch find die Tage der Rosen".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen, Dienstag. 25 Februar, wird zum letztenmal Wedekinds „Musik" gegeben. — Mittwoch, 26. Februar, zum letztenmal im Abonnement „Wie es Euch gefällt" von Shakespeare. — „Drei alte Schachteln", Operette von Walter Kollo, wird am Freitag, 28. Februar, zum letztenmal aufgeführt. — Am Fastnachtssonntag, 2. März, wird eine Karnevalspremiere herausgebracht, und zwar der ulkige Schwank „Weekend im Paradies" von Arnold und Bach. Spielleitung hat Heinrich Hub, der selbst die Thielscherrolle im Stück spielt.
** Reichsbahnpersonalie. Der seitherige Dienststellenleiter des Bahnhofs Siegburg, Reichsbahnoberinspektor Brettschneider, wurde zum Bahnhof Gießen als Vertreter des Bahnhofsvorstandes, Amtsmann Dorr, versetzt. Er hat seinen Dienst am hiesigen Bahnhof bereits angetreten.
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^Zctterooraussage.
Die Wetterlage steht nach wie vor im Zeichen hohen Luftdruckes. Der allgemein weitere Barometeranstieg bei gleichzeitiger Ausdehnung des Hochs dauert fort. Ueacr Südskandinavien, das mitten im Bereich des Kerngebietes liegt, erreicht das Barometer einen Stand von nahezu 790 mm. Im nordöstlichen Teile des hohen Druckes ist Bewölkung und stellenweise auch etwas Riederschlag ausgetreten. Für unser Gebiet wird sich jedoch keine Aenderung bemerkbar machen, wenn auch zeitweise leichte Bewölkung vorherrscht. Ebenso erfahren die Temperaturen keine wesentliche Aenderung.
Wettervoraussage für Dienstag: Heiter, auch zeitweise schwach bewölkt, trocken, leichter Rachtsrost.
Amtliche Wintersportnachrlchten.
Vogelsberg. HoherodsLvPf: Klar, minus 5 Grad, 22 Zentimeter Schnee, 1—2 Zentimeter Reuschnee, Pulverschnee, Ski- und Rodelmöglichkeit sehr gut. — Herchenhainer Höhe: Klar, minus 1 Grad, 15 Zentimeter Schnee, 3 bis 5 Zentimeter Reuschnee, Pulverschnee, Ski- und Rodelmöglichkeit sehr gut.
Sauerland. Winterberg: Nebel, — 5 Grad, 15 cm Schnee, 1—2 cm Neuschnee, lückenhaft; Ski» und Rodelmöglichkeit sehr gut.
Schwarzwald. Feldberg: Klar, — 11 Grad, 115 cm Schnee, 1—2 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski- und Rodelmöglichkeit sehr gut.
Alpen. Garmisch-Partenkirchen: minus 8 Grad, 5 Zentimeter Schnee, Pulverschnee, Ski- und Rodelmöglichkeit sehr gut — Berchtesgaden : Klar, minus 7 Grad, 21 Zentimeter Schnee, Pulverschnee, Ski- und Rodelmöglichkeit sehr gut
•• 7 5. Geburtstag einer alten Gieh- n e r i n. Am 25. Februar begeht Frau Luise W i l k e r, Gießen, Goethestrahe 67, in vollster körperlicher und geistiger Frische ihren 75. Geburtstag. Frau W i l k e r ist die Witwe des im Jahre 1919 verstorbenen Rechnungsrats Alexander Wilker. Sie entstammt der alten Gießener Familie Iughardt. Die Jubilarin feiert ihren Ehrentag im Kreise ihrer Kinder und Enkelkinder in Amsterdam, wo ihre Tochter mit Dr. med. Schoenewald verheiratet ist, während ihr Sohn als Major a. D. in Frankfurt a. M. lebt.
** Ein ausgezeichneter Wintersporttag war den Freunden des Ski- und Rodelsports gestern auf dem Hoherodskopf und im Oberwalde geboten. Schon mit dem Mittagszug am Samstag, in der Hauptsache aber mit dem Frühzuge am gestrigen Sonntag begaben sich von Gießen aus viele Wintersportler hinauf ins Gebirge, so daß man auf dem Hoherodskopf wintersportlichen Hochbetrieb hatte.
** Autobusfahrt zum F u ß b a l l - L a n - derfpiel in Frankfurt a.M. am kommenden Sonntag richtet die Kraftverkehrsgesellschaft „Hessen" von Gießen aus ein. Fahrtinteressenten seien auf die heutige Anzeige hingewiesen.
** Eine Steuerprotestkundgebung in Gießen. Wie im Anzeigenteil unserer Samstagausgabe bekanntgegeben, wird das Handwerk im Kreise Gießen am kommenden Samstagnachmittag im Saale des „Aquariums" mit einer Steuerprotestkundgebung vor die Oeffentlichkeit treten. Redner ist der Syndikus Dr. Lindemann von der Handwerkskammer Darmstadt.
Bürgerme.ster Buxdaum-Oarmstadt nicht wiedergewählt.
WSN. D a r rn st a d t, 22. Febr. Nachdem in der letzten Stadtratssitzung bei der Wiederwahl des Bürgermeisters Buxbaurn Stimmengleichheit (25 Stimmen mit ja, 25 mit nein, 1 Stimme ungültig) erzielt worden, sollte beute zur Klärung der Rechtslage die Wiederwayl wiederholt werden. Der Stadtrat schloß sich dabei in seiner Mehrheit einem Ausschußvericht an, der auf Grund eines juristischen Gutachtens zu dem Ergebnis kam, daß die Wiederwahl Buxbaums ab- gelehnt sei. Bürrermeister B u x b a u m , der sein Amt seit mehr als zwanzib Jahren bekleidete und sich große Verdienste um die Stadt Darmstadt und ihre bauliche Gestaltung erworben hat, ist somit nicht wiedergewählt.
Winterkur
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Im Taunus bei Frankf.a.M. — Prospekte durch
WW San.-Ral Dr, M. Schulze-Kahl eyss, Nervenarzt


