Wallstreet für ein Moratorium
Vorstellungen bei Hoover
Neuyork, 22. Oft. (TU.) „Universal Service" meldet aus Washington: Während Präsident Hoover, Staatssekretär Stimson und Schatzsekretär Mellon einem Moratorium für Deutschland stark ablehnend gegenüberständen, setzte sich i n Wallstreetkreisen wegen der amerikanischen Kapitaleinlagen in Deutschland in Höhe von 2% Milliarden Dollar immer mehr die Ueberzeugung durch, daß ein Moratorium nicht länger hinausgeschoben werden könne Den Standpunkt der Wallstreet habe der Gouverneur der Federal Reservebank, Harri so n, am Montag in einer Unterredung mit Präsident Hoover nachdrücklichst vertreten. Er habe gleichzeitig die Forderung erhoben, daß die Regierung ihre bisher ablehnende Haltung in der Frage einer Verkoppelung der Reparationszahlungen mit der Rückzahlung der interalliierten Kriegsschulden einer Revision unterziehen müsse.
Demonstrationsverboi auch in Braunschweig
Braunschweig, 22.DFL (TU.) Der braunschweigische Innenminister Dr. Franzen hat folgende Bekanntmachung veröffentlicht: Wie mir bekannt geworden ist, werden im ganzen Freistaat in den letzten Tagen Flugblätter verteilt und Plakate zum Anschlag gebracht, öie in oer- leumderischer und beleidigender Weise unrichtige Angaben über die Vorgänge bei der Verhaftung des Landwirts Guth durch die Berliner Polizei bringen. Dieselben Vorgänge feilen auch in gleich ent- stellter Form zum Gegenstand einer großen Kundgebung des Reichsbanners Schwarz- r o t g o l d am kommenden Freitag gemacht werden.
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Rettungsversuche über Tag.
sich sehr tief bücken, um nicht gegen den Stein zu stoßen. Dann kommen acht Kohlenwagen. Gleich dahinter zwei Sanitäter, genau so schwarz und erschöpft wie die Bergleute. Sie tragen eine verdeckte Bahre. Einer von uns hebt die Decke: „Kenne ich, war erst ein halbes Jahr hier."
Nirgendswo ein Laut. Nach der furchtbaren Wandrung eine Kurve. Was da links von uns
liegt, ist Todeslast. Mehr als 50 Meter lind hier zu Bruch gegangen und darunter liegt der Tod. Es ist dunkel und eng. Beladene Kohlenwagen und ein unversehrtes Dynamitlager. Dann geht es nicht mehr viel weiter. Das Dunkel und das Geröll decken alles zu.
Wir gehen zu dem alten Gang, immer mehr i n das Zentrum der Katastrophe. Der Stollen trieft. Die Luft wird immer schwerer. Sohle 360 ist zu Ende. Ein neuer Förderkorb, klein und primitiv, die Seitenwände sind offen. Lin flottes Gleiten und der Korb plantscht in morastiges Wasser: Wir sind aus Sohl e 4 6 0.
Träger haben wieder die Hände voll zu arbeiten. Der Weg geht durch Wasser und über Trümmer zurück. Wir tragen schwer an den Toten, wir stöhnen und dampfen. Als wir wieder oben angelangt waren und das helle Tageslicht erschauten, wurde es uns zu einem Geschenk Gottes, dah wir immer und ständig in heller Sonne und freier Luft leben dürfen.
Die Wirtschastsnot im Aachener Revier.
Der Verlust der Absatzmärkte für die rheinische Kohle.
Alsdorf, 23. Ott (TA.) Die leitenden Ingenieure blicken ernst. Menschliches Leid stürmt auf sie ein und die wirtschaftlichen Lasten türmen sich. Infolge der abseitigen Ber- kehrslage des Reviers können nur unter den größten Anstrengungen die Betriebe aufrecht- erbalten werden Durch hohe Frachtsätze ging
Herves Revisionsfeldzug und die deutsche liechte.
Eine Anfrage Aechbergs an Seldte Hugenberg und Hitler
Berlin, 22. Okt. (TU.) Arnold R e ch b e r g hat an Seldte, Hugenberg und Hitler am 19. Oktober folgendes Telegramm gerichtet:
Gustave Heros, Herausgeber der französisch- nationalen Zeitung „La Dictoire", bittet mich, bei Ihnen anzufragen, ob Sie deutsch-franzö- fische Derständigungzu von Heros in feinem Blatt ümrissenen Bedingungen annehmen. Diese Be- dingungen sind:
Streichung der Reparationslasten, sobald Vereinigte Staaten von Amerika sich mit der Annullierung der von den Alliierten an sie geschuldeten Summen einverstanden erklären; Rückgabe des Saargebietes an Deutschland ohne Volksabstimmung, ebenso stimmt Frankreich dem Anschluß Oesterreichs an Deutschland zu; T o g o und Kamerun werde an Deutschland zurück- gegeben. Deutschland soll gegen ein deutschfranzösisches Militärbündnis das gleiche Militärstatut wie Frankreich und Effekttvbeftände in Stärke der im französischen Mutterland stehenden Truppen erhalten; freundschaftliche Intervention Frankreichs bei Polen für Rückgabe des Korridors an Deutschland. Diese Bedingungen sind in der Ausgabe der Zeitung „La Victoire" vom 16. Oktober d. I. veröffentlicht. Gustave Heros telegraphiert mir, daß von Ihrer Antwort Erfolg der Aktion abhängt. Ich möchte auch meinerseits die Wichtigkeit Ihrer Antwort betonen. Erbitte Ihre Drahtnachricht zwecks Weitergabe an Gustave Hervs.
Die presse zur Ernennung Sever.ngs
Die Bergung von Verletzten.
Mutter meint, er läge im Bardenberger Krankenhaus. War noch keine zwei Monate hier."
Berlin, 22. Okt. (ERB.) Der sozialdemokratische „A b e n d" schreibt zum Wechsel im preußischen Innnministerium, die Ernennung Karl Severings zum preußischen Innenminister werde in allen Kreisen als Antwort auf die nationalsozialistischen Diktatur- und Staatsstreichdrohungen aufgefaßt werden. Die Lage erfordere heute mehr den Polizeiminister als den Dsrwaltungs- m i n i st e r an der Spitze des preußischen Iminen- Ministeriums — Die „D o s s i s ch e Zeitung" (Ullstein) nennt Severing den rechten Mann auf dem rechten Platz. Waenting sei ein guter Innenminister gewesen, aber Severing der bessere, die stärkere Persönlichkeit. — Das „Acht-Uhr- Abendblatt" (Dem.) sieht in der Rückkehr Seve-
Rücksn stärken und der Peichsregierung Hilfsstellung in dem Konflikt mit Thüringen und ähnlichen Fragen geben. — Die „K r e u z z e i t u n g" (deutschnatl.) sieht in Severing das Kampfsignal gegen rechts. Severing heiße Offensivkrieg. Braun habe gewußt, warum er das Spiel mit Brüning wagte und gehe nun brutal mit seinen Absichten heraus. Das Blatt richtet an das Reichskabinett, insbesondere an die Minister, die bisher die Zusammenarbeit mit der Sozialdemokratie abgelehnt haben, die Frage, ob sie nun von sich aus die Konsequenzen ziehen, und dem Zustande ein Ende bereiten wollten, der darauf hinauslaufe, die Sozialdemokratie wieder in den Sattel zu heben. — Auch die „Deutsche Zeitung" (deutschnatl.) bezeichnet die Ernennung Severings als eine Herausforderung, die blitzartig die innerpolitische Zuspitzung beleuchte. Das herrschende System habe seinen hervorragendsten Vertreter in die Front ge st eilt. Die nationale Bewegung werde dies als Klärung begrüßen, denn sie wisse, dah in demselben Grade, wie ihr Gewalt entgegengesetzt werde, auch ihre eigene Kraft wachse. — Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" (Dolksp.) schreibt, daß die Ernennung Severings keineswegs dem Wahlergebnis vom 14. September entspreche. Es sei eine öffentliche Kampfansage in dem Sinne, dah die Sozialdemokratie von ihrem Platz nur weichen werde, wenn ihr eine größere Macht entgegengestellt werde.. Cs sei zu befürchten, daß die Ernennung Severings neues Oel ins Feuer gießen werde. — Die „Tägliche Rundschau" (Christl.- Soz.) findet, dah die neueste überraschende Leistung Brauns sachlich die größten Bedenken erregen müsse. Severing als preuhischer Innenminister bedeute ein sozialdemokratisches Kampfprogramm. Anter den heutigen Verhältnissen sei Severings Ernennung eine politische Provokation. — Die „Börsen-Zei- tung" (kons.) schreibt, nachdem die Reichsregierung sich durch Anlehnung an Dreitscheid parlamentarisch im Reichstag gerettet habe, fühle sich Braun in seiner preußischen Position so sicher, wie selten zuvor und demonstriere dieses Gefühl der Sicherheit durch die zweifellos eindrucksvolle Kundgebung, die Oie Berufung Severings zum preußischen Innenminister darstelle.
oben voll Kohle. Ein Gleis ist frei. Da kommt langsam ein einzelner „Hund" gefahren, mit einer grauen Decke überdeckt. Am Kopfende eine Berg- mannslaterne. Der Wagen wird umgekippt und zwei Bergknappen, bis zu Tode erschöpft und vor Kohlenstaub und Dreck kaum kenntlich, heben ihre Last heraus. Drei tote Kameraden, genau so schwarz wie die Lebenden. Wieder geistert aus dem Schachtschlund ein Licht, wieder ein Hund mit der graubraunen Decke behängt.
Wir nehmen unsere Laternen auf und gehen in den schwarzen Schlund hinein. Nach 50 Meter kehren zwei von uns um. Die Luft wird noch süßlicher und feucht und der Stollen fängt an, enget und niedriger zu werden. Wieder Lichter. Von der Decke flieht das Wasser. Der Verkehr - wird lebhafter. Zwei Wagen begegnen sich, der eine leer, der andere mit der grauen Decke... Der Tote hat den Vorrang, der teere Wagen wird umgeworfen. Jetzt eine Stelle, die vom Wasser tmD schwarzem Schlamm trieft. Man muh
Wir sind am Ende des Stollens. Hier I rjng5 verstärkte Garantie für die Aufrechterhaltung ist es noch fürchterlicher. Eine steile Eisenleiter ber Verfassung der demokratischen Republik in geht senkrecht in die Höhe. Eine kleine Bühne Preußen.
und dann wieder eine Leiter und so achtmal fas» gn ejnem gewissen Gegensatz zu diesen Aeuße- 60 Meter hoch. Da liegen sie am Geseük, an den rungen sicht die Stellungnahme der „G e r m a n i a" Bühnen beim Hau, siebenfach, achtfach überein- Zentrum), die politische Gründe für den Mi- andergetürrnl, tot und erstickt. Schauerliche nisterwechsel für maßgebend hält. Das Blatt fragt, Bilder. Die Toten müssen mühsam an den ©et- 0[) bje Ersetzung des etwas professoralen weichen len heruntergelassen werden. Aus der Sohle s$aentig durch den stärkeren Severing auf eine nimmt man sie in Empfang. Hier ist dte einzige Verstärkung des sozialdemokratischen Stelle im Schacht, wo man kommandieren hört. Einflusses in Preußen hinauslaufen solle. Der Mann hier unten an der Leiter schreit heiser $ann h^te Herr Braun der Ablehnung der Miß- nach oben, wenn wieder ein Totenbündel ange- trauensanträge und des Antrages auf Landtagskommen ist. Am furchtbarsten ist die s ü h l i ch e auf(öfung eine sehr weitherzige und L u f t, die zum Erbrechen retzt. Reiner Don Den roeitgef)enbe Auslegung gegeben Das Leuten ist erbittert, aber sie haben etwas unfag- Piatt gibt weiter der Erwartung Ausdruck, dah bar Müdes in der Stimme. Eben senkt man wie- Severing in den gegenwärtig so gespannten Zeiten der einen jungen Burschen am Seil hinab und ba9 größte Maß von Objektivität in noch einen und dann einen alten Mann Alle aüen |e(nen Handlungen an den Tag legen werde.
______________________ Die oppositionelle Preise bezeichnet
die Betreuung Severings als eine Radikalisierung
, und Aktivierung der preußischen Regierungspoli- tik im Kampfe gegen die Opposition. Fast alle Blätter unterstreichen besonders das Verhalten des Ministerpräsidenten Braun, das geradezu diktatorisch sei. Die „Deutsche Tageszeitung" (Landbund) meint, dah Waentig nicht den erwarteten Zuwachs an Energie für Braun gebracht habe, den dieser gegenüber den anderen I Regierungsparteien haben wollte. Die Wiederberufung Severings richte sich in erster Linie gegen die Strömung im Zentrum nach einer I größeren Selbständigkeit gegenüber der sozialdemokratischen Vorherrschaft der Preuhenregie- I rung. Severing solle offenbar Dr. Wirch den 1
Mil Den Reünngsmamschasten im Schacht
Alsdorf, 22. Okt. (TA.) Dem Berichterstatter der „TA." gelang es, zusammen mit einer Gruppe von Rettungsmannschaften in den Förderkorb zu gelangen, und in die Tiefe zu fahren. Er schilderte seine Erlebnisse wie folgt:
Der dunkle Korb geht langsam in die Anter- toelt von Anna 1 360 Meter tief. Die Stollen sind weit und hell und ziemlich warm, aber em süßlicher Geruch liegt Darin. In langen Reihen stehen die kleinen Kohlenwagen, die „Hunde", bis
Etwa zehn Sanitäter und Arbeiter hocken auf dem kleinen Förderplatz. Durch den Kohlenstaub blicken gelbliche Gesichter. Man kommt nur langsam vorwärts. Der Verkehr ist rege, Wagen um Wagen, alle voll der traurigen Totenlast. Ein paar Meter entfernt lagen sie, Drei, vier, nebeneinander, übereinander. Sie hatten fliehen wollen, doch da wurden sie von dem Gift umklammert. Ein Knappe betrachtet einen Toten und sagt in einem Ton, der ans Herz greift: „Armer Junge! 16 Jahre! Die
Hepp scheidet aus -em Land-un-präsi-ium aus.
Graf Katckreuth vorfitzender Präfident.
B c r (l n, 22. Okt. (III.) Der Reichslandbund teilt mit: Jn verfolg des Rücktritts des Ministers Schiele vom Amt des vorfihführenden Präsidenten des Reichslandbundes trat der Bundesvorstand des Reichslandbundes zur Regelung der Präfidialfrage zusammen. Nachdem die beiden anderen bisherigen Präsidenten B e t h k e und Hepp und der vorübergehend in das Präsidium eingetretene Freiherr v. wi 1 mowfki ihre Aemter dem Bundesvorstand zur Verfügung gestellt hatten, wurden zu Präsidenten neugewählt die Herren Bethke, Hepp und Graf von kalckreuth. Zu dem fahungsgemäh vom Bundesvorstand zu bestimmenden v o r s i h s ährenden Präsidenten wurde alsdann Graf von .Salckreuth gewählt. Präsident Hepp legte । darauhin sein Amt nieder. Die dadurch von neuem erforderliche Wahl eines dritten Präsidenten soll bei der nächsten Bundesvor- stondssihung erfolgen. Der Bundesvorstand I war einmütig der Ansicht, daß hierfür^un-'-in Vertreter des bäuerlichen Besitzes aus dem Westen in Betracht komme.
Weitere Deileidskundgebungen gingen ein von Dem österreichischen Bundespräsidenten, von den Regierungen des benachbarten Hollands, ferner Belgiens, Frankreichs, der Sowjetunion, Norwegens, schließlich vorn Kardinalerzbischof von Köln, dem BrernerSenat, dem Provinzialausschuß der Rheinprovinz mit einer Spende von 10 000 Mark, dem Deutschen Beamten- bund, ebenfalls mit einer Spende von 10000 Mark, und dem Kreis Düren mit einer Spende von 5000 Mark. Der Reichspräsident, die Reichsregierung und die preußische Regierung haben ihrerseits aus ihren Dispositionsfonds beträchtliche Mittel als erste Hilfe für die Hinterbliebenen zur Verfügung gestellt.
daß die dort eingeschlossenen Bergleute nach Zuschüttung ihres eigenen Schachtes sich nicht nach einer anderen Seite zurückziehen konnten.
Teilnahme in aller Welt.
Berlin 22. Okt. (WTB.) Der Königliche Großbritannische Botschafter Sir Horaee Rum - bolbt stattete heute dem Herrn Reichspräsidenten einen Besuch ab und sprach ihm im persönlichen Auftrage des Königs von England dessen Beileid zu der schweren Grubenkatastrophe in Alsdorf aus. Der Herr Reichspräsident bat Den Botschafter, dem König seinen herzlichen Dank für diese Anteilnahme zu übermitteln.
Der süddeutsche Markt, durch modernen Ausbau Der holländischen Gruben der Aus- l a n d a b s a tz verloren. Die darniederliegende Aachener Industrie zählt kaum noch als Abnehmer. Die Steigerung der Koks- und Gaserzeugung, das als Kerngas nach Köln gelangt, kann den Verlust der Absatzgebiete nicht voll ausgleichen. Neben der selbstverständlichen Pflicht der Versorgung der Hinterbliebenen wird deshalb die Frage der Absatzförderung im Aachener Revier, die auch Die Möglichkeit zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen bringt, in der nächsten Zeit nicht nur bergbauliche Kreise, sondern auch Staat und Reich beschäftigen müssen.
Oldenburg-Lanuschau antwortet Groener.
Berlin, 22. Okt. (CNB.) Herr v o n O Idenburg - I a n u s ch a u hat auf den offenen Brief des Reichswehrministers Groener folgende Antwort veröffentlicht:
Sehr geehrter Herr Minister!
Ihren in der Presse heute veröffentlichten Brief an mich will ich Ihnen ebenso offen beantworten. Der Ahrenerlah bleibt nach wie vor nicht verständlich. Dah der Erlaß anders aufgefaßt werden konnte und anders aufgefaht worden ist, als Sie es in Ihrem Bries dcm- ftellen, beweisen die Leipziger Verhandlungen. Ein ehrliebender Soldat braucht keine Geschenke, um seine Pflicht zu tun. Ich gebe nicht zu, daß Die Verfehlungen der Offiziere nicht disz iplinarisch hätten erledigt werden können. Die ungeheuere Aufregung in allen nationalen Kreisen und Der für die Reichswehr selbst hervorgerufene Schaden muhten von Ihnen vorausgesehen werden.
Aber nicht diese Vorgänge, auch nicht Ihr eigenes Verhalten Dabei, waren der Grund für mein Auftreten im Reichstag. Jchwollte nach- holen, was nach Der vorn Herrn^Reichskanzler mir gegenüber betonten altpreuhischen Tradition Sache Der Regierung gewesen wäre. Es ist untragbar, dah im Gegensatz zu Ihrer Darstellung Offiziere unter Berufung auf Den Herrn Reichspräsidenten angesichts der Truppe durch Kriminalbeamte verhaftet werden. Durch diesen Mißbrauch des Namens Hindenburgs wird das verdunkelt, was als Inbegriff alles Soldatentums wir zu besitzen so glücklich sind: die Autorität des Feldmarschalls. Diese Feststellung glaubte ich als ältester Offizier des Reichstags dem Feldmar- schall schuldig zu sein.
Ich habe Die Ehre zu sein Ew. Exzellenz gan$ ergebenster
v. OlDenburg-Januschau, Königlich preußischer Major a. D.


