Einzelbild herunterladen

Austausch zu ennitten. Der Minister betont, bofi bi# angebot en<n Gegengaben zwar «ine wesentliche Bereicherung bes Aegyptischen Museums in Berlin bilden wurden, daß diese Gegenstände aber nicht erlauft werden dürfen durch den Verlust eines Kunstwerkes von so lebhafter Gegcnwanswirkung, wie sie von der Nofretete ausgehe.

Oie 400-Zahrfeier der Augsburger Konfession.

Augsburg, 21. Juni. (XU.) Augsburg steht völlig Im Zeichen der Feierlichkeiten zum 400- jÜhrigen Gedächtnis der Augsburger Konfession Die Stadt prcnrgt in reichem ^laggenichmuck, und durch die Strasten wogt eine festlich ge­stimmte Menge Mit der Eisenbahn bereit« am SamStag trafen eine Anzahl von Sonder­zugen ein kommen Scharen von Gästen nach Augsburg. Die Mitglieder des Deutschen Evangelischen Ki rchena usschusse» sind seit Freitag in Augsburg versammelt, um die letzten Vorbereitungen für die Gedächtnis­feier und für den Zusammentritt des Kirchen­tages in Rürnbera zu treffen. Auch zahlreiche Vertreter ausländischer Kirchen sind bereit- ein- aelrofsen. Um 21 Uhr leitete eine Abendmu- s i k vyn tausend Vläsern deS bayerischen Po­saunenkorps-Verbandes aus dem Maximilian- Platz das Fest in würdiger Feier ein.

Am Haupttag sanden an allen Platzen der Stadt Versammlungen statt. Die Gottesdienste, die in sämtlichen evangelischen Kirchen abgehalten wur­den, hatten einen gewaltigen Zuspruch zu ver­zeichnen. Den glanzvollen Höhepunkt deS Tages bildete der grobe historische Je stzug, der sich in der dritten Aachmittagsstunde durch die ©traben der alten Stadt bewegte. Aach dem Feftzug sand aus dem Vkaximtliansplah einr grobe historische Kundgebung statt, bei der die vieltausendköpfige Menge das Lutherlied sang.

euischlandfahrt des(Sraf Zeppelin"

»Gras Zeppelin" ist am Samstagnachmittag von Friedrichshafen über Augsburg, München, Leipzig nach Berlin gefahren, wo er auf dem Flugplatz von Staaken bereits um Mitternacht eintraf. Gr bat dann ohne Aufenthalt seinen Kurs nach Rorden genommen, um 1,15 Uhr Aeu-Strelitz passiert und um 4.15 Uhr übet Warnemünde. Kopenhagen erreicht, wo er um drehte und direkten KurS aus Berlin nahm, das am Sonntagvormittag um 7 Uhr wieder erreicht war. Aach einer kurzen Schleifenfahrt landete er gegen 7.30 Uhr in Staaken, wo sich zur Begrüßung von Dr. Eckener u. a. auch Bürger­meister Scholz eingefunden hatte. Das Luftschiff startete sodann am Sonntagvormittag um 9 Uhr nach Hamburg unter Führung des Kapitäns Lehmann, da- nach einer Fahrt über Mecklen­burg und Schleswig-Holstein gegen 15 Uhr er­reicht wurde Gegen 17 Uhr landete das Luft­schiff. Während des Passagierwechsels ereignete sich ein unerwarteter Zwischenfall, daS Heck des Schiffes ging plötzlich in die Höhe, es gab einen unfreiwilligen Start, wobei Kapitän Leh­mann und mehrere Passagiere auf dem Flugplatz zurückbleiben mußten, dagegen haltende Po­lizeimannschaften mitgenommen wurden, da eine zweite Landung nicht mehr möglich war. Die Zurückgebliebenen wurden mittel- Flugzeug nach Berlin befördert. Am Montagvormittag stteg das Luftschiff um 7.03 Uhr zu einer Rund­fahrt über Berlin auf, die gegen 9 Uhr beendet war. Um 9.20 Uhr startete das Flugzeug erneut zu einer Fahrt nach den Ostsee- b ä b er n. Morgen soll sich eine Dchle s ien - fahrt anschlietzen.

Df? ArbeitSloseuversichttung.

Annahme der Veitragserhöhunst im Meichdrat.

Berlin. 21.3uni. (VDZ.) Der Reichsrat beriet am Samstag die Reform der Arbeitslosen­versicherung.

Der Berichterstatter Ministerialdirektor Dr. Widmann schilderte die Entwicklung der Arbeitslosenziffer, die dazu führe, daß die Reichs- regicrung die Durchschnittszahl für 1930 nicht mehr tote im Frühjahr auf 1,2, sondern auf 1,6 Millionen schätze. Bei 3,5 Prozent Arbeits­losenbeitrag würde dann der Fehlbetrag der ReichSanstalt 443 Millionen betragen. Die in dem Entwurf vorgesehene Reform der Arbeitslosen­versicherung soll eine Ersparnis von etwa 115 Millionen erbringen. Bei einer Bei­tragserhöhung um io Prozent würde jedoch auch bann der Fehlbetrag noch 231 Millionen ausmachen. Deshalb sieht der Entwurf eine Beitragserhöhung um ein volles Prozent vor. Der dann noch ungedeckte Rest von 134 Millionen soll durch Erhöhung des Reichszuschusses um 34 Milli­onen und durch ein Reichsbarlehen von 1 00 Millionen ausgeglichen werden. Der Entwurf der Reichsregierung hat ferner die Wartezeit für alle Lebigen verlän­gert und bicVerfügung ber iln t e r ft ü t - zung bei freiwilliger Qlrbci td auf­gab c vorgesehen. 3m übrigen enthält ber Ent­wurf die Abstufung ber Enterstüyung nach der Dauer der vorauSgegangenen Beschäftigung.

Diese bedeutet nach Meinung ber Ausschüsse Lenkung der Leistungen. Weitere Ersparnisse durch Reformen hielt man nicht für möglich. Deshalb hat die Mehrheit der Ausschüsse der Beitragserhöhung um ein Prozent trotz schwerer Bedenken wegen ber weiteren Belastung von Arbeitgeber unb Arbeit­nehmer zugestimmt. allerdings in der Er­wartung, bah biefe Mehrbelastung burch eine Reform ber Krankenversicherung unb Lenkung der Krankenlassenbeiträge ausgegli­chen wirb.

Die Aovelle wurde bei Stimmenthaltung von Hamburg, Bremen, Lippe. Braunschweig. Thü­ringen unb einiger preußischer Provinzen an­genommen.

Der letzte Gegenstand war ber Gesetzentwurs über bie Fälligkeit und Verzinsung der Aus- wertungshypotheken. Um einem mög­lichst großen Teil ber Gläubiger ben Anlaß zur Kündigung zum 31. Dezember 1931 zu nehmen, sieht bet Entwurf vor. daß der jetzt 5 Prozent betragende Zinssatz ab 1. Januar 1932 auf einen nach Lage des Geldmarktes an­gemessenen Satz von ber Reichsregierung er­höht werden kann. Ferner soll der Gläubiger innerhalb einer dreijährigen Liebergangsfrist an eineeinjahrigeKünbigungsfristge- b u n ben sein. TilHungshypotheken sollen ebenso behandelt werden wie Künbigungshypolheken.

Die Vorlage wurde mit 39 gegen 22 Stimmen angenommen.

Raturschutz fürbedrohte Gebiete im KreiseFnedberg

Die geographisch-naturwissenschaftliche Abteilung der heimatkundlichen Arbeitsgemein­schaft des Kreises Friedberg (Bors. Dr. Knieriem. Bad-Nauheim) hak im Anschluß an «inen Vortrag von Lehrer Oßwald (Bad-Nau- heim) überDie pslanzen-geographische Durch­forschung der Heimat" im Interesse von Wissenschaft und Unterricht bei den zuständigen Behörden N a - tu rschutz mahn ahmenur folgende Gebiete des Kreises Friedberg gefordert: 1. Gipsclgcbiet des Wintersteins, 2. Irolliuswiesen bei Ockstadt, 3. Salz­flora bei Bad-Nauheim und Wisselsheim, 4. Grube Johanna bei Butzbach, 5. Salzmoor bei Münzen­berg und 6. Steinberg bei Münzenberg.

In dankenswerter Weise hat das Kreisamt Fried- berg sich eingehend mit den obengenannten Vor­schlägen bejchastigt und nach einer mündlichen Rück­sprache eine Ortsbefichtigung vorgeschlagen, die vor einiger Zeit ausgcsuhri wurde. Vom Kreis- amt nahmen Kreisdireklor Rechthien und Reg- Rat D r. Meyer teil. Außerdem hatte das ftYeis- amt noch eingeladen: Ministerialrat Weber (Finanzministerium, Abt. für Forst- und Kamera!- Verwaltung), Oberbaurat Berk (Bad- und Kurver- waltung Bad-Nauhe-.m), ferner die Oberförster. Förster, Bürgermeister, Lehrer und sonstige Inter- essiette der Gemeinden, in denen die schutzbedürf­tigen Gebiete liegen.

Die bedrohten Gebiete wurden nacheinander be­sucht: an Ort und Stelle wurde von den Beauf­tragten der heimatkundlichen Arbeitsgemeinschaft (Knieriem und Oßwald) kurz auf die Bedeu­tung des betreffenden Gebietes aufmerksam gemacht und im Anschluß daran die Vorschläge für den Naturschutz besprochen.

Das Gipfelgebiet des Wintersteins stellt eine klippenartige Aufragung des sehr wider- standsfähigen Taunusquarzits dar, der im Alter- tum der Erde als sandige Ablagerung in einem nicht tiefen Meer entstanden ist. Er setzt den Rauvt- fanun des Gebirges zusammen und ist an Näyr- stoffcn ziemlich arm, deshalb ist er Waldträger. Steinbruchbetrieb und tiefgreifenbe forstliche Ver­änderungen sind von dem Gipfelgebiet des Winter­steins fernzuhalten, auch soll der steile Zugangsweg vom Forsthaus, der in seinen obersten Teilen eine «urch natürliche Derwitteruna erzeugte Feljenmeer- bildung zeigt, in seinem Zustand erhalten bleiben. Dieser Forderung kann deshalb schon leicht ent- sprochen werden, da bereits ein bequemer Fußweg vom Forsthaus zum Gipfel vorhanden ist.

Vom Winterstein aus wurde auch auf die Trol- lius wiesen bei Ockstadt hingewiesen. Die europäische Trollblume ist eine hochnordische Pflan­zenart, die leider stark auf den Wochenmärkten der Städte Friedberg und Bad-Nauheim zum Verkauf kommt. Der Bürgermeister und Beigeordnete von Ockstadt versprachen für den Schutz zu sorgen, vor allen Dingen auch darauf bedacht zu fein, den Boden nicht durch Entwästerung und künstliche Düngung für bie Trollblume ungeeignet zu machen.

Für die Salzflora bei Bad -Nauheim unb Wisselsheim wird schon seit Jahren immer wieber ber Naturschutz gefordert. Die Be­sichtigung ergab, baß das Gebiet in seinem jetzigen

Zustand, der allerdings nicht mehr in allem der urfprungtidx ist, erhalten werden kann, und zwar am besten dadurch, daß der Staat das Gelände erwirbt. Er kommt bannt auch in den Besitz der hier frei auslretenden kohlenfäur-haltigen Salz­quellen. Ein solcher Plan hat bereits vor dem Kriege einmal die Bade- und Kurverwaltung beschäftigt. Außerdem wurde oorgeschlagen eine Regelung der Flutoerhältnisse der Wetter bzw. des Mühlbaches, damit das Grundwasser nicht zu einer weiteren Aussüßung der durchsalzten Bodenschichten beiträgt und dadurch die Lebensbedingungen der Salzflora und -fauna dauernd verschlechtert. Durch die langsam fortschreitende Versüßung sind strenge Salzpflanzen bereits ausgestorben. Die Quellen sind ein geologi­sches Denkmal bester Art, die ein anschauliches Lehrbeispiel frei austretender kohlenföurehaltiger Quellen darsicllen, wie sie in der Vorzeit auch wohl im Ufatal bei Nauheim floffen unb dort ben Anstoß zur Salzbereitung gaben.

Bei der Grube Johanna, einem ertrunkenen Eiscnbergwerk bei Butzbach, hat sich in einer Wald­parzelle auf kalkigem Untergrund in südlicher Rang­loge eine geradezu ideale Pflanzcngcnofsenfchaft auf sehr engem Raum unb typischen Buchenwald­begleitern von zum Teil stark montanem Einschlag, wie z. B. Türkenbundlilie, Sanikel, oielblumige Maiblume, Seidelbast, Waldbingelkraut, (Einbeere und vielen anderen angesiedelt. Rier gilt es, das gegenwärtige Waldbild in bezug auf Belichtung und Bestockung in seinem jetzigen Zustand zu erhalten. Nach Ansicht der anwesenden Forstbeamten ist das auch für die Zukunft durch Anwendung eines vor- sichtigen^Blenderbetriebes durchaus möglich.

Das Salz m vor bei Münzenberg ist in seiner Art nicht nur ein einzigartiges Naturdenk­mal Ressens, sondern auch eine deutsche Naturselten- beit. "Reben einer großen Anzahl von Salzpflanzen ist das Moorgelände auch durch eine interessante Kleintier- und Dogelwelt (Kiebitz) ausgezeichnet. Leider mußte bei der Besichtigung feftgefteut wer­den, daß das Gebiet, das von allen am dring­lichsten des Schutzes bedarf, stark der Vernichtung preisgegeben ist. In an sich löblichem Fleiß hat ein Siedler bereits weite Strecken des Moores in Kul­tur genommen. Der Schutz dieses Naturdenkmales begegnet großen Schwierigkeiten, da das Salzmoor als Siedlungsland besonderen Bestimmungen unter- liegt. Man war sich aber darüber klar, daß gerade hier alles versucht werden müsse, Naturschutzmaß- nahmen zu erreichen. Wenn der Staat nicht in der Lage fei, dann müsse versucht werden, private Rilse, vor allem für bie Entschädigung ber Siedler, bereit zu stellen. Spätere Geschlechter werden uns Dank wißen, wenn wir ihnen dieses Stück besonderer Reimat in seinem jetzigen Zustand erhalten können!

Am Steinberg bei Münzenberg ragen aus den Rangmiefen zahlreiche riesige Blöcke aus verkieseltem Konglomeraten klippenartig auf, bie erst in der Neuzeit der Erdgeschichte entstanden sind: einige weisen Bearbeitungsspuren auf. Das Bild muß in feinem jetzigen Zustand erhalten werden die Obstbaumanlagen schaden nichts es muß auch verhütet werden, daß die Blöcke, wie an einigen Stellen schon geschehen, abgesprengt werden.

Aus der Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 23.3uni 1930.

Sonnenwendfeier der Siudentenschast.

Am Sonntagabend fand vor dem Bismarckturm an ber Rarbt bie übliche Sonnwenbfeier ber Studentenschaft statt, verbunden mit einem Fackel- z u g burch die Stadt. Kurz nach halb neun Uhr marschierte die Studentenschaft mit Musik nach dem Bismarckiurm. Rier entbot ber Vertreter ber Stu­dentenschaft dem anwesenden Rektor der Landes- Universität Prof. Dr. 'Srüggemann, sowie ben zahlreichen Studenten besonderen Gruß. Er wies darauf hin, daß bie Anwesenheit Er. Magnifizenz ein betulicher Beweis sei für das Zusammengehörig- keitsgefühl von. Dozenten unb Studentenschaft, die bereit seien, vereint zu gehen unb vereint zu feiern. Im übrigen mahnte er £ur Einigkeit unb Selbst- erziehung der deutschen Studentenschaft. Nach dem @dang des LiedesDer Gott ber Eisen wachsen ließ" wies Rektor Prof. Dr. Brüggetnann auf die schöne Sitte ber Studentenschaft hin, zur Sonn- menbfeier vor dem Bismarckdenkinal zusammen­zukommen, um gleichzeitig ben Gründer des Reiches zu ehren. Die Erhaltung bes von Bismarck geschosse­nen beutschen Reiches sei nur durch Einheit unb Freiheit möglich. Leiber seien wir !n unserem deut­schen Vaterland von der Einheit weit entfernt. Man müsse erst dem Vaterland bienen unb bann ben Parteien. Die Einigkeit innerhalb bes beutschen Volkes sei die Vorstufe der Freiheit. Das deutsche Volk müffe nach dem Vorbild Bismarcks unb Rin- benburgs hanbeln, bann werbe es sich wieder seinen Platz zurückerobern, ben es einst innerhalb der Völker eingenommen habe. Unter Absingen des LiebesFlamme empor" wurde das Sonnwend- feuer entzündet, worauf stuck, tbsol. Scherer die Feuerrede hielt. Er erläuterte kur, ben Urfprung unb bie Bedeutung ber Sonnwendfeiern, wies auf die hohen Aufgaben ber akabemifchen Jugend unb bereu Milarben an dem Wiederaufbau unseres Vaterlandes hin unb forderte von ber Stubenten- schäft weitgehenbes Verständnis für die sozialen Nöte der Ietttzcit Das deutsche Volk brauche Willensstärke charakterfeste Führer, diese heran- zubilden, sei Ausgabe ber einzelnen studentischen Korperationen Die Sonnwendfeiern hätten dies­mal an vielen Plätzen des Deutschen Reiches eine besondere Bedeutung, sie seien verbunden mit ber Befreiung des besetzten Gebietes. Die beutsche Studentenschaft müsse mehr denn je den gemein» famen nationalen Willen zur Volkseinheit bekunden und an ber Wieberaufrichtung unserer Nation Mit­arbeiten. Nach bem Gesang des Deutschlandliedes zog die Studentenschaft mit Fackeln nach der Stadt zur Wohnung des Rektors. Rier erscholl nach ben Dankesworten bes Rektors das LiedBurschen heraus", worauf sich der Zug nach dem Oswalds- garten bewegte unb hier nach Absingen des Liedes Gaudeamus igitur" auflöste.

Gießen im Lustpostverkehr 1930.

Vom 1. Mai ab ist Gießen an den unmittel­baren Luftpostverkehr wieder angeschloffen wor­den. Mit dem um 8.20 älhr hier ankommenden (Richtung Frankfurt a. M.) und um 8.30 LIHr hier abgehenden (Richtung Hannover) fotoic mit dem um 18.25 ilfcr hier ankommenden (Richtung Han­nover- und um 18.35 Uhr (Richtung Frank­furt a. M.) hier abgehenden Flugzeugen werden Luftpostsendungen (gewöhnliche und eingeschrie­bene Vriefe, Postanweisungen und Pakete mit

der BezeichnungLuftpost") weiterbefördert.

Schlußzeiten: 1. für die Luftpostsendun­gen in nördlicher Richtung (Hannover usw.) für gewöhnliche Briefe spätestens 8.20 Uhr bei der Posthilfsteile Flughafen, spätestens 7.20 Uhr beim Postamt I, für die übrigen Sendungen spätesten- 7J2O Uhr beim Postamt l: 2. für die Luftpost­sendungen in südlicher Richtung Frankfurt a. M. für gewöhnliche Briese spätestens 18.25 Uhr bei der Posthilfstelle Flughafen, spätestens 17.35 Uhr beim Postamt I, für die übrigen Sendungen späte­stens 17 25 Uhr beim Postamt i.

Die mit der Luftpost beförderten Sendungen erreichen den Bestimmungsort wesentlich früher als gleichzeitig aufgelieferte Sendungen ohne die BezeichnungLuftpost". Das um 8.30 Uhr in Richtung Hannover hier abfahrende Flugzeug hat anschließende Luftpostverbindungen nach Am­sterdam, Berlin, Borkum, Bremen, Breslau, Hamburg, Kiel, Leipzig, London, Magdeburg, Marienbad, Rotterdam, «Stettin. Wangerooge, Westerland, Wyk usw. Durch die ungünstigen Bahnpostverbinbungen nach Frankfurt a. M. las­sen sich auch die von Frankfurt ausgehenden Luftposkverbindungen mit Vorteil ausnuhen. Ins­besondere lassen sich bei Benutzung d?r Luftpost­verbindungen nach den außereuropäischen Län­dern ganz erhebliche Zeitgewinne erzielen.

Auskunft in Luftpostangelegenheiten beim Post­amt I (Bahnhofstraße 85) Schalter 1 unb 6, beim Postamt II (Schulstraße 11) Schalter 3 unb außer­dem bei den Femsprechanschlüfsen Rr. 2812, 2590. 2708, 2603 und 3474.

Gartendiebe an der Arbeit.

3n der Rächt von Samstag auf Sonntag, waren in den Gärten am . rechten Lahnufer Gartendiebe am Werk 3n einem Falle spreng­ten sie gewaltsam das Schloß der Gartentüre und entwendeten aus der Hütte u. a. ein Hemd, eine Gartenschere usw. 3m Dunkel der Rächt rissen sie auch noch grüne Erdbeeren ab. So­genannte kleinere Leute mußten am Sonntag­morgen die Entdeckung machen, daß ihre Crd- beeranlagen vertreten unb geplündert waren. Polizeiliche Anzeige ist erstattet.

Hierzu wäre zu bemerken: 3n der herannahen- den Erntezeit reicht das vorhandene Feldschuh­personal bei wettern nicht aus. um den Gärten vor Gesindel einen wirksamen Schutz angedeihen au lassen. Unter den derzeitigen Pslichtar - b e itern befindet sich aber infolge des herr­schenden Arbeitermangels gewiß eine große An­zahl von wirklich verttauenswürdigen Perso­nen, die als Hilfsfeldschuhpersonal verpflichtet werden könnten, um so der Allge­meinheit vielleicht wirksamere Dienste leisten zu können als dieses durch Leistung der Pflicht­arbeit der Fall ist. Unter ihnen gibt es auch vielleicht Radfahrer. Die Feld- unb Garten- bezirke der Gemarkung müßten unter besonderen Patrouillenschutz gestellt werden, der ins­besondere zur Rachtzeit in Tätigkeit zu treten und unter Aufsicht des Feldschutzpersonals zu arbeiten hätte, das bedauerlicherweise bisher noch ohne Hunde Dienst tun muß. Unsere sehr zahlreichen Kleingärtner, die nach der Berufs­arbeit in fleißiger Weise ihre Gartenstücke selbst bestellen, keine ausländischen Erzeugnisse verzeh­ren und hierdurch der deuttchen Volkswirtschaft besondere Dienste leisten, sind eines solchen be­sonderen Schutzes ganz gewiß wert. Der zustän­digen Stelle unterer Stadtverwaltung wird der vorstehende Wunsch zur Erwägung empfohlen. Vielleicht nimmt sich auch unser rühriger Obst-

fflÄ der Sache an. unterstützt

die Behörde mit Ratschlägen und sttkkek für er­folgreiche Anzeigen Prämien.

Bornotizcn.

lageefalenber für Montag Licht­spielhaus, Bahnhofstraße: TonfilmDas Rheinland- möbel".

Etadttheater Gießen. Man ichreibt uns: Morgen abend findet im Stadttheater eine geschloffene Vorstellung des Vereins für das Deutsck>- tum im Ausland (Ortsgruppe Gießen) statt. Es wird AngermeversFlieg, roter Adler von Tirol- gegeben. Das Raus ist bereits auvoerkauft.

Straßensperrung. Das Refsifche Polizei- amt teilt mit. Der schmale Teil des üirchen Platzes zwischen Marktplatz und Kaplanrigasie wird uh Montag, 23. Juni, mittags 12 Uhr, bis jimi Mitt­woch gegen Abend wegen Gleisarbeiten der elek- trifchen Straßenbahn für jeglichen Fuhrwerksvcr- kchr gesperrt. Die aufgeslellten Sperr- und Um- leitungsschildcr sind zu beachten.

Verkehrsunfall. Gestern, Sonntag vor­mittag gegen 11 Uhr, stieß an der Ecke Südanlage und Gartenstrahe ein Motorradfahrer, der fein Fahrzeug nicht fchnell genug zum Stehen bringen konnte, mit einem Wagen der Elektrischen zusam- men. Durch den Anprall wurde dos Moto, rod be­schädigt, während sein Besitzer und der Beifahrer mit bem Schrecken davon kamen

Die Uraufführung im Gießener Etadttheater, die übermorgen in Bad-Nau­heim ftattfinbet, beginnt um 20 Uhr im Mlcincr. Bühnensaal des Kurhauses. Die Spielleitung des LustspielsIch habe keine Zeit ...!" hat Oberspiel- (eiter Rans Tannert. Sling, der unlängst ver­storbene, bekannte Berichterstatter derVoss. Ztg ", hat den Entwurf zu diesem Stück kurz vor seinem Tod Earl Rößler zur endgültigen Bearbeitung über­geben.

Liselotte Fuhrmann, bie zwei Jahr« dem Ensemble des Stadttheaters angchörle, wurde an das Stadttheater Magdeburg als jugenblidje erste Relbin unb EHaratierspielerin verpflichtet.

Oie Wetterlage.

Mre

T'»u 7-_

S8

.Pan»

JO

L o

©wortrnfoionene-. eototen Kto«*

# Sehnet Adraoptm e Ntoei K OeWitttf.©Wind»tillt.O-' XtV leichter Ost ciisjiQt» »udsOöwcs» Q iltirmuthc- "ordweit 61c Pfeile fliegen mit dem »finde Oie ociotn Stationen jtuienden Za len geben die Temperatur en. D-e Limen verbindet) Oru mt glcKbcm uf n<ere>ni*eei» umgerecnneie» Letwruti

Wettervoraussage.

Durch bie starke Erwärmung bes Festlandes im Lause des gestrigen Tage- ist der hohe Druck Über Deutschland weiter zum Abbau gelangt. Somit ist der ozeanischen Störung die Möglichkeit gegeben, sich mehr und mehr südlich auszu­breiten. Dies hat sich auch bereit- durch Auszug von Bewölkung gezeigt. Die Temperaturen lagen bei uns heute morgen noch über 20 Grad, wäh­rend sie an der Westküste Irlands schon unter 10 Grad zurückgegangen sind. Da an ber Sud­seite der Störung auch in Deutschland eine West­windströmung aufkommt, so toerben kühlere ozea­nische Luftmassen nach dem Kontinent fließen. Bei ihrem Zusammenstoß mit der kontinentalen Warmluft wirb der Himmel vielfach bewölkt bleiben und Gewitterstörungen werden sich aus- lösen, die zeitweise mit Gewitterregen verbunden sind. Die Temperaturen gehen dabei etwas zurück.

Vorhersage für Dienstag: Bewölkt, auch aufheitemo, ®etoittcrft6umgen ober Ge­witterregen mit etwas Abkühlung.

Lufttemperaturen am 22. Juni: mittags 28,1 Grob Celsius, abends 19,2 Grad: am 23. Juni: morgens 23 Grad. Maximum 30 Grad, Minimum 13,6 Grad.

Relfewctlerdlenst.

Garmisch-Partenkirchen. 18 Grad, ge­stern heißer Tag, Südroestwmd, heute morgen heiter bis halb bedeckt, gestern meist heiter.

Swinemünde. 22 Grad, gestern warmer Tag, Südostroind, heiter bis halb bedeckt, meist heiter.

Westerland auf Sylt. 19 Grad, gestern heißer Tag, Südwind, heiter bis halb bedeckt, ge- stern meist heiter.___________________________________

Verantwortlich für Lokales: I. D.i Dr. Thyriot.

Kaiser-Natron

milde im Oeschmack und sehr bekömmlich, bringt Erleichterung und Linderung bei Sodbrennen. Ide gen teure, wirkt beruhigend. Men verlange eu r drück - lieh Kalter Natron nur In grüner Original Packung, hbebate Reinheit garantiert, memala lose, in den menten Oetchdften. Rezepte gratlt.

Holate Wwe Bielefeld _ (t-

KunststODferei König repariert Kleidungsstücke, Seidenstrümpfe und Teppiche in 34 Tagen / Arbeit konkurrenzlos! >**Walltorsir.l21x