Oer Bombenprozeß voraussichtlich in Altona.
Berlin, 23. Jan. Die Voruntersuchung in der Dornbenwerserafsäre, diegegen43Ange- schuldigte geführt wurde, ist geschlossen worden. Wie das „T>. erfährt, wird die Strafkammer voraussichtlich Berlin für unzuständig erklären. Der Prozeß wird wahrscheinlich vor dem Schöffengericht Altona zur Verhandlung kommen. In dem einzigen Bombenanschlag in Berlin auf das Reichstagsgebäude sind die Täter nicht ermittelt worden, irgend welche Anhaltspunkte für einen Zusammenhang zwischen den Angeklagten in diesem Verfahren mit dem Attentat gegen den Reichstag bestehen nicht. Der größte Teil der Bombenattentäter ist g e st ä n - d i g. Der Prozeß wird daher keine besonders großen Ausmaße annehmen.
Aus aller Welt.
Zehn Lchnlkinder
bei einem Autobusunglück gelötet.
3n der Nähe des Städtchens verea (Ohio U. S. 2L) wurde an einem Bahnübergang ein mH 23 Schulkindern besetzter Automobil, o mnibue von einem personenzug der Neuyorker Zenlralbahn erfaßt. Zehn kinder und der Führer des Autobusses wurden auf der Stelle g e - lötet. Acht Studenten der Hochschule Berea waren, kur; bevor das Unglück geschah, ausgesliegen. Bei den Opfern handelt es sich um Schüler der unteren Klassen einer anderen Schule. Der Bahnübergang, an dem sich das Unglück ereignete, führt über eine viergleisige Strecke der Heu- yorker Zentralbahn. Der Autobus befand sich gerade auf der 2TI i ff e des Bahndammes, als et von einem nach Lhikago fahrenden Zug erfahf und völlig zerlrümmerf wurde. Der Anprall war so gewattig, daß die Trümmer- stücke und versfümmelfen Leichen hundert Ifieter weif aus dem Bahndamm zerstreut wurden. Die Schmerzensrufe der verletzten und Sterbenden erhöhten den Schrecken des furchtbaren Unglücks. Da» Personal des Unglückszuges, der sofort zum halten gebracht wurde, beteiligte sich im Verein mit den Bewohnern der in der Nähe befindlichen Jarmen an dem Rettuugswerk. Dieses Aulobusunglück ist da» vierte, das sich im Laufe der letzten drei Wochen im Staate Ohio ereignet hat.
Havarie des .Monte Cervantes".
Wie ans Buenos Aires gemeldet wird, ist der „Monte Cervantes", eines der bekanntesten Passagierschiffe der Hamburg-Südamerikanischen Dampfschifsahrtsgesellschaft in der Magel- Ian-Straße auf einen Felsen aufgelaufen. Die Passagiere, darunter etwa 400 Vergnügungsreisende, konnten wohlbehalten an Land gebracht werden.
Jrau Neumann von einem Schlaganfall betroffen.
Die in der Breslauer Heilanstalt für Rerven- kranke zur Beobachtung ihres Geistes- z u st a n d e S untergebrachte Wirtschafterin Frau Reumann, die sich bekanntlich unter dem Verdacht des Mordes bzw. der Mittäterschaft an dem Mord des Professors Rosen in Untersuchungshaft befindet, hat einen S ch l a g a n f a l l erlitten. Ihr Zustand ist besorgniserregend. Die Untersuchung auf den Geisteszustand der Frau Reumann war abgeschlossen. Frau Reumann sollte gerade wieder in das Untersuchungsgefängnis zurückgeführt werden, als sie erkrankte. Der Zusammenbruch der Bank für Deutsche Beamte.
Die von der Polizei geführten Ermittelungen in der Angelegenheit der vor mehreren Monaten zusammengebrochenen Bank für Deutsche Beamte, wobei einige tausend kleine Einleger um ihr ganzes Hab und Gut gekommen sind, haben nunmehr dazu geführt, daß gegen leitende Beamte der Bank ein Verfahren in die Wege geleitet wurde. 3m Lause der Ermittelungen ergab sich so viel belastendes Material, daß einige der Vernommenen vorläufig fest genommen und dem Vernehmungsrichter im Polizeipräsidium vorgeführt wurden.
Tin Streif um das Patentrecht an den Reißverschlüssen.
Mehrere Berliner und auswärtige Firmen, die im Besitz von Patentrechten an Reißverschlüssen sind, haben sich zu einer Patent-Treuhandgesellschaft für Reihvcrschluß- fabrikanten zusammengcschlossen. Die neue Gesellschaft warnt bereits öffentlich vor der Verletzung ihrer Schuhrechte und droht, Fabrikanten, Händler und gewerbliche Verbraucher, die gegen diese Schuhrechte verstoßen, zivil- und strafrechtlich verantwortlich zu machen. Der Zusammenschluß beruht darauf, daß gegen die etwa 25 Reißverschlußpatente, die für Deutschland in Betracht kommen, und gegen die dazu gehörigen Gebrauchsmusterschuh - Bestimmungen Patent- verletzungen vorliegen, gegen die die Interessenten sich durch den Zusammenschluß schühen zu müssen glauben.
jünfzigfausend Kilo Tabak verbrannt.
Vor einiger Zeit waren von einem Tabak- importeur in 5000 Kisten etwa 250 000 Kilogramm Virginia-Tabal über Mainz nach Köln eingeführt worden. Bei der Der- zolluna ergab sich ein Konflikt zwischen dem Importeur undder Zollbehörde. Rachdem der Importeur inzwischen flüchtig geworden war. lagen die Tabakmengen in zehn Waggons verstaut bei einer Kölner Speditions- sirma. Statt den herrenlos gewordenen Tabak zu versteigern, gab das Hauptzollamt den Auftrag, zunächst 1337 Kisten mit einem Inhalt von 56 850 Kilogramm Tabak zu vernichten. Die
Zerstörung übernahm die Müllverwertung in Merheim. Da die Maschinen jedoch versagten, ging man dazu über, den Tabak auf offenem Felde in Kiesgruben zu verbrennen, nachdem man ihn vorher mit Benzin übergossen hatte. Das Zerstörungswerk hatte Tausende angelockt, unter denen sich zahlreiche Arbeitslose befanden, die unter Lebensgefahr die Kisten aus dem Feuer holten. Die Vernichtung des Tabaks hat bis jetzt an Unkosten über 3000 M k. erfordert.
Pest im Oranje-Jreiffaaf.
3m Oranje-Freistaat sind in der Gegend von Heilbron 33 Personen unter Pestverdacht erkrankt. Man vermutet, daß es sich um D u - bonenpest handelt. Etwa die Hälfte der Fälle nahm einen tödlichen Verlaufs Die Opfer sind sämtlich Eingeborene. Die Bevölkerung ist sehr beunruhigt.
Aus der Provinzialhauptsiadt.
Gießen, den 23. Januar 1930.
Leidenschaft und Vernunft.
Es kommt wohl nicht selten vor, daß wir Worte des Tadels finden, wenn wir Menschen sehen oder von ihnen vernehmen, daß sie rückhaltlos ihrer Leidenschaft folgen. Es gibt ja so viel Unsinniges in der Welt, und fast alles hat seine Urfache in einer ungezügelten Lei bensch a f t. Sie macht blind für die Eingebungen der Vernunft, das Törichtste und Tollste macht sie möglich, das Derwerflichste führt sie durch. Wenn irgendeiner über Unglück klagt, man suche vorerst die Leidenschaft. Irgendwo ist sie verborgen. Vielleicht ist nicht der vorn Unglück Verfolgte der Schuldige, gleichviel, Leidenschaft wird doch ihre Hand mit im Spiele haben.
Da ist eine Ehe unglücklich. Die Frau jammert, Kinder verwahrlosen, Ursachen Den Mann hat die Trinksucht, die Spielleidenschaft gepackt, oder er folgt dem Hang zum Nichtstun. Ich farmte eine Familie, die alle Voraussetzungen bot für ein glückliches Leben. Eine finanzielle Grundlage war da, ein Erbe. Die Frau hatte durch einge- brachtes Gut das Besitztum vermehrt. Die Möglichkeiten. zu verdienen, waren nicht ungünstig. Und doch dauerte es nicht lange, so war die Familie in Rot, und die Frau mußte mit viel Arbeit trachten, wenigstens das Schlimmste, den Hunger, von den Kindern, abzuwehren. Warum? Der Mann fand sausend Entschuldigungen dafür, daß er heute und morgen nichts arbeiten muhte. Bald war er gesundheitlich nicht auf der Höhe, dann wieder verschob er die Arbeit aus irgendeinem Grunde, er vertrödelte die Zeit, tändelte mit dem und jenem, nur einer zielbewuhten Arbeit wußte er sich hartnäckig zu entziehen. Was anderes als Leidenschaft ist es denn, wenn es auch nicht die himmelstürmende ist. von der die Jugend ,'uweüen schwärmt. Aber auch di: stürmende Leidenschaft ist nicht besser, denn sie ist meist ein Strohfeuer, das allerlei Unheil anrichtet, so daß die Menschen, wenn die Leidenschaft verflogen ist, sich fragen: Wie konntest du so töricht sein, so unsinnig handeln?
Aber die Leidenschaft läßt sich wohl nicht ganz aus unferm Dasein verbannen. Und zuweilen vermag sie auch Gutes hervorzubringen. Manche große, schöne Tat wäre unterblieben, wenn die Leidenschaft nicht gewirkt hätte. Aber sie bedarf der Ueberwachnng: eS ist nötig, daß sie eine Aufsichtsbehörde über sich hat, und das kann nur die Vernunft sein, das Bemühen, ihr keine Herrschaft einzuräumen, wenn andere Belange ihr entgegenstehen, die wichtiger und größer sind als das. was die Leidenschaft zu erreichen strebt. Cs mag nicht immer leicht sein und es ist gewiß auch nicht bequem, seine Handlungen und sein Fühlen immer dem Richter dos Verstandes zu unterwerfen, aber es ist notwendig, wenn man nicht Gefahr laufen will, zu den Schiffbrüchigen zu zählen. Man kann einem Jähzorn steuern, wenn man will; einige schlimme Erfahrungen belehren darüber, daß es besser ist, ein to e n i g Zeit verstreichen zu lassen, bevor man dem Zorn die Tat folgen läßt. Man kann einer verzehrenden anderen Leidenschaft begegnen, wenn man sich fragt, ob das, was heute so wichtig genommen wird, in zehn Jahren nichts von seiner Wichtigkeit eingebüßt haben wird.
Wir bewundern zuweilen Menschen, die rasch vorwärtskommen, und reden davon, daß sie Glück haben. Das Geheimnis ihres Erfolges hat mit Glück nur insofern zu tun, als sie das Gluck mit festem Willen gezwungen haben, ihnen günstig zu sein. Was sie getan haben, ist nur das: Sie haben Herrschaft über sich gewonnen, Herrschaft über ihre Leidenschaften, und damit werden sir Herren des Erfolges, des Glücks. S.
Taten für Freitag 24 Fanuar.
Sonnenaufgang 7,50 Uhr, Sonnenuntergang 16,35 Uhr. - Mondaufgang 3,52 Uhr, Mond- untergang 11,50 Uhr.
1679: der Philosoph Chr. Frhr. v. Wolff in Breslau geboren; — 1712: Friedrich der Große in Berlin geboren; — 1776: der Dichter E. Th. A. Hoffmann in Königsberg geboren.
Gjetzcner Wochcnmarktpreisc
Cs kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: -Butter 130 bis 170, Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bis 140. Wirsing 15 bis 20. Weiß- kraut 10 bis 15. Rotkraut 15 bis 20. gelbe Rüben 12 bis 15. rote Rüben 12 bis 15. Spinat 25 bis 35, Unter-Kohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 20 bis 25. Rosenkohl 30 bis 35. Feldsalat 100 bis 120. Endivien 80 bis 100. Tomaten 70 bis 90. Zwiebeln 10 bis 15, Meerrettich 50 bis 80, Schwarzwurzeln 40 bis 60, Kartoffeln 4‘ 2 bis 5, Aepsel 10 bis 15, Birnen 10 bis 15. Dörrobst 30 bis 35. Honig 40 bis 50, junge Hähne 120 bis 130. Suppenhühner 100 bis 120. Gänse HO bis 130. Rüsse 50 bis 80 Pf. das Pfund; Tauben (Stück- 70 bis 90, Kisteneier 15 bis 16, frische Landeier 15 bis 16, Blumenkohl 50 bis 100,
Salat 30 bis 40, Ober-Kohlrabi 10 bis 15. Lauch 5 biS 15. Rettich 10 biS 20. Sellerie 10 bis 40 Pf. das Stück; Kartoffeln der Zentner 3.80 bis 4 Mk., Wirsing 10 bis 12 Mk., Weißkraut 7 bis 8, Rotkraut 10 bis 12, Aepsel 10 bis 12, Dirnen 8 bis 10 Mk.
Bornotizerr.
— Tageskalender für Donnerstag. Industrie- und Handelskammer Gießener Hoch- schulgesellschaft: ..Volkswirtschaftlicher Kursus: Thema: Die für den Kaufmann und Gewerbetreibenden wichtigen Teile des Dürgerlichen Gesetzbuchs". 20.15 Uhr. Großer Hörsaal. — Ortsausschuß der Angestellten-Versicherung: Licht» bilder-Vortrag, 20.30 Uhr, im Caf6 Leib. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße. ..Aufruhr im Jung- gesellenheim". - Astoria-Lichtspiele: „Das Galeerenschiff".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen findet als große Vorstellung der Frankfurter Operetten-Gastspiele die Ausführung der Operette „Gin Walzertraum" statt. Spielleitung dieser entzückenden Strauh- operette hat Direktor Hans Baars. „Ein Walzertraum" hat bei seiner Premiere hier ganz ausgezeichnet gefallen. - Sonntag, 26. Januar, 18.30 Uhr, (Fremdenvorstellung) „Kyrih-Phrih". — Dienstag, 28. Januar, erste Wiederholung von „Die andere Seite" (Spielleitung Intendant Dr. Prasch). - Mittwoch, 29. Januar. Lustspielpremiere ..Du wirst mich heiraten" von Louis Verneuil. — Donnerstag, 30. Januar, einmaliges Gastspiel Paul Wegener „Der Gedanke".
- Der Goethe-Bund vermittelt mit seinem nächsten, am Montag, 27. Januar, statt findenden Dichter abend die Bekanntschaft mit einer interessanten Dichterversönlichkeit: Alfred Reumann. Der Dichter hat auch in unserer Stadt eine große Lesergemeinde, so daß der Abend allseits wohl Beachtung finden wird. (Siehe heutige Anzeige.)
— Der Bund „Haus und Schule veranstaltet am Freitag. 24. Januar, einen Familienabend in der Johanneskirche, bei dem Pfarrer Müller einen Vortrag halten wird über „Epipbaniasgedanken in Bezug auf die heutige Zeit Siehe gestrige Anzeige.
— Oeffentlicher Vortrag des Jung- deutschen Ordens. Am morgigen Freitag, 20 Uhr, spricht in einem öffentlichen Vortrage, den der Jungdeutsche Orden Gießen im Casö Leib veranstaltet, Dr. jur. Reinhardt Höhn aus Jena, der Leiter der staatswifsenschaftlichen Abteilung des Ordensamtes, über die jungdeutsche Erneuerungsbewegung und den im Entstehen begriffenen christlich-nationalen und sozialen Block der Mitte. Der Redner wird sich dabei eingehend über den Weg, den die Volksnationale Reichsvereinigung gehen wird, aussprechen. Unsere Mitbürger seien hiermit auf diese Versammlung aufmerksam gemacht. (Siehe heutige Anzeige.)
— „Entstehung und Heilung der Frauenkrankheiten." lieber dieses Thema veranstaltet der Naturheilverein Gießen am kommenden Montag im Katholischen Bereinshaus einen Frauenvortrag, bei dem Dr. Malech (Gießen) als Vortragender sprechen wird. Näheres in der heutigen Anzeige. *
LU. Don der Landes-Universität Gießen. Einen Ruf an unsere Universität haben angenommen: der ordentliche Professor Dr. phil. Wilhelm Rudolph aus Tübingen auf die ordentliche Professur für alttestamentliche Wissenschaft, der ordentliche Professor an der Universität Prag, Dr. Theodor Mayer auf die ordentliche Professur für Geschichte; der ordentliche Professor an der Universität Utrecht in Holland. Dr. Heinrich Jakob auf die ordentliche Professur für innere Veterinärmedizin. — Professor Dr. Hirt, der Ordinarius für vergleichende indogermanische Sprachwissenschaft und Sanskrit, wurde zum Ehrenmitglied der Linguistic Society of America ernannt.
L.U. Universitäts-Gottesdienst. Am Sonntag, 26. Januar, vormittags 11.15 Uhr, Hn- bet in der Reuen Aula ein Universitäts-Gottesdienst statt. Die Predigt hält Professor D. Bertram.
” Die Vormerkungen für die Polizeilaufbahn gesperrt. Die Polizeiabteilung des Innenministeriums wird zur Zeit wieder in stärkstem Maße mit Gesuchen um Einstellung als Polizeianwärter in die Dereitschaftspolizei (früher Schutzpolizei) bedacht. Es wird deshalb von zuständiger Seite darauf hingewiesrn. daß seit dem 1. Januar die Vormerkliste bis auf weiteres gesperrt, ist. Für die Reueinstellung von .Polizeianwärtern, die alljährlich am 1. April und 1. Oktober erfolgt, sind bereits 120 Vormerkungen erfolgt. Der Gesamtbedarf beträgt für 1930 nach den jetzigen Plänen aber höchstens 50.
•* Der Reubau der Handels- und Gewerbebank in der Goethestraße, der in den letzten Monaten des vorigen Jahres rasch emporgewachsen war, konnte dank der günstigen Witterung nach vorübergehender Einstellung der Arbeiten nun im Rohbau vollendet werden. Der Zimmermann hat das Dach, in diesem Falle ein flaches, auf das Haus gelegt und ein Däumchen kündet das bedeutsame Ereignis. Um nach althergebrachter Weise das Richtfest zu begehen, versammelten sich Bauherrschaft, Unternehmer und Arbeiterschaft gestern nachmittag im Aquarium, wo bei leiblicher Atzung und frohen Liedern durch verschiedene Ansprachen all derer gedacht wurde, die mitgeholfen hatten, ben Dau in feiner jetzigen Form zu erschaffen. Ganz befonbers brachte bas in poetischer Form ein gemeinschaftlich gesungenes Lieb, gebichtet von einem Mitglied« bes Aussichtsrates. zum Ausbruck. Es schildert die Entwicklung des Baues vom feuchten Grund heraus bis zum Dach, sowie im weiteren Verlauf bis zur Vollendung und ist ein hohes Lieb der Arbeit und des Handwerks. In dem Bau kann nun, da er unter Dach ist, weitergearbeitet werben, so daß eine größere Zahl Unternehmer und Arbeiter Beschäftigung finden, was
gerade in der jetzigen Zeit, wo die behördliche Bautätigkeit fast vollständig ruht, zu begrüßen ist. Mit Ausnahme des flachen oberen Daches ist bas Bauwerk vollständig massiv hergestellt. Es bildet, sowohl von der Südanlage wie vom Seltersweg gesehen, ein markantes Stück Strahen- bild und wird dank seiner günstigen Lage in hervorragender Weise berufen sein, seinen Zweck zu erfüllen,
** Einen Reichsberufswettkampf d c r Angestelltenjugendzu dem alle Handels, chüler, Lehrlinge und yungangeftellte bis zu 20 Jahren (männlich und weiblich) zugelassen sind, veranstaltet am Sonntag, 26. Januar, in allen Orten Deutschlands zu gleicher Zeit, vormittags 11 Uhr, der Jugendbund bes Gewerkschaftsbundes der An- gestellten (GDA.). Die Teilnahme ist freiwillig und völlig kostenlos. Es werden einheitliche Ausgaben gestellt, unter denen sich jeder Teilnehmer wählen kann! Neben wertvollen Ehrenpreisen, u. a. eine Zeppelinfreifahrt von Dr. Hugo Eckener, sind zahl- reiche Ortsgruppen-- und Gauprcise für die besten Lösungen ausgesetzt. (Man beachte die heutige Anzeige.)
Schühenbund Lahn-Dill-Hüttenberg.
* Gleiberg, 21. Jan. Der Schützen- bund Lahn-Dill-Hüttenberg hielt dieser Tage bei Schühenbruder Riebergall in der Gleibergwirtschast seine diesjährige Bundesversammlung ab, die von dem ersten Bundesvorsihenden, Heiland (Steindors). geleitet wurde. Es wurde u. a. beschlossen, ab dieses Jahr ein Dundesschießen und ein Preisschiehen abzuhalten. Beim Bundesschiehen soll mit dem ersten Siege die Dundeskette und ein Geldpreis verbunden sein, die weiteren Preise sind Geldpreise, auherdem soll den drei ersten Siegern ein Diplom überreicht werden. Das Preisschiehen übernimmt für dieses Jahr der Schühenklub in Oberbiel, und zwar am 25. Mai. das Hauptbundes- schießen wurde dem Schühenklub „Roland" in Klein-Linden übertragen und soll am 3. August stattfinden. Die nächstjährige Bundesversammlung übernimmt ter Schützenverein von Steindorf. Die Vor- standswahl hatte nachfolgendes Ergebnis: l. Vorsitzender Heiland, Steindors, 2. Vorsitzender L e n h a r d t, Lönberg, 1. Schriftführer Schepp, Steindors, und Kassierer Stadler, Biskirchen a. d. Lahn.
Oie Wetterlage.
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Gworxenlos. O neuer. Qnaro Dedecnt, ® woiklo, • Gedeckt. •Reoe^ * Schnee odraupein. - Nebel T. Gewitter,©Windstille. -O-« ** leichter o$i -nissiger Südsüdwest q stürmischer NordWesl Ole Piene fliegen mit dem Winde. Die beiden Stationen stehenden Zahlen geben die Temperatur an. Pie Limen verbinden Orte mit.gielchetg lutneeresniveau umgerechneten Luftdruck
Wettervoraussage.
Das Hochdruckgebiet beherrscht weiter die Wetterlage. Während es die letzten Tage zu vielfacher Rebelbilduirg, welche auch tagsüber anhielt, führte, beginnt sich jetzt die Rebeldecke mefjr aufzulösen und Aus klaren herrscht vor. Auch in unserem Bezirk dürfte nur stellenweise die Rebelbildung noch anhalten und sonst mehr aufheiterndes Wetter zu erwarten sein. Dabei gehen die Temperaturen, welche sich seither wenig änderten, etwas mehr zurück und leichter Racht- froft tritt auf.
Wettervoraussage für Freitag. Rur stellenweise nebelig, sonst wolkig mit Aufheiterung, leichter Rachtsrost.
W i 11 e r u n gS a u S s ich t e n für Sa m s - t a g. Wenig Aenderung der Wetterlage.
Lufttemperaturen am 22. Januar: mittags 2,8 Grad Celsius, abends 0,6 Grad; am 23. Januar: morgens — 0,5 Grad. Maximum 3,1 Grad, Minimum —1,1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 22. Januar: abends 0,9 Grad; am 23. Januar: morgens 0,6 Grad Celsius.
Amtliche Mntersporinachrichten.
Harz. Braunlage: klar, minus 3 Grad, durchbrochene Schneedecke, Sportmöglichkeit nur stellenweise vorhanden.
Schwarzwald. Feldberg: klar, 1 Grad, 25 Zentimeter Schnee, gekörnt, Ski- und Rodel- Möglichkeit gut.
Alpen. Hirschberg: klar, 1 Grad, 60 Zentimeter Pulverschnee, Sportmöglichkeit für Rodel mäßig, für Ski gut.
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