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Deutsche Gti-Meisterschasten 1931.

Dir Vorbereitungen fast beendet

Dach Mitteilungen oes Organiialion£-HuS- schusseS find die Vorbereitungen für die vom fk bis 9. Februar stat.findenden Deutschen Skimeister- schäften in Lauscha-Emstthal fast beendet. Am i 6. Februar wird der 18-Äilometer-2auf, am fol- gerrden Tage der Staffellauf und am 8. Februar das Springen abgcwickelt, während am Schluß- tage der 50-5tilomeler-ßanglauf vor sich geht. Die Strecke für die ßangiäufe ist kreisförmig um die beiden Orte Lauscha-Ernstthal angelegt, das Springen findet auf der verbesserten und allen Anforderungen gerecht werdenden P Oppenheimer- Scharbe statt. Zum Training steht die Marllieget- Schanze bei Lauscha zur Verfügung, die ebenfalls ein neues Profil erhalten hat. Heben diesen rein ! sportlichen Vorbereitungen hat man auch die lln- terbringungS- und DerkehrSf ragen gelöst. Die Er­hebungen haben ergeben, daß genügend Quartiere zur Verfügung stehen und daß die Verkehrsmittel ausreichen. um den zu erwartenden Zustrom zu bewältigen. Durch Sonderzüge, Autobusse wird eine reibungslose Beförderung gewährleistet. Alle Vorbereitungen sind dank der aufopfernden Arbeit der Ausschüsse innerhalb der Arbeitsge­meinschaft der Wintersportvereine Lauscha-Ernst-

chal sehr sorgfältig getroffen worden, die hoffent­lich durch günstige WitlerungSverhältnisse belohnt wird.

Tlorroeget starten in Oberhof.

Der Rorwegija-e Ski-Veroano trifft jetzt schon Vorbereitungen zur Entsendung einer starten Staffel für die vom 13. bis 16. Februar in Ober­hof stallfindenden Internationalen Ski- meiflerfcfcaften, die erstmalig Deutschland übertragen wurden. Unter der zchnköpfigen Ex- pedition werden die besten Vertreter Rorwegens sein, deren Auswahl aber noch nicht getroffen ist.

Kurze Sportnotizen.

Vienna Wien gestaltete daS erste Spiel ihrer Deutschlandreise in München vor 10 000 Zu­schauern zu einem eindrucksvollen 3: l-(2: 0)-6icg überBayern" München.

D i e indische Hockeh-Studenten- E lf, die zur Zeit eine Deutschlandreise unter­nimmt, wurde in Hamburg geschlagen, sie unter­lag gegen den Llhlenhorster HC. mit 2:3 (2:1).

Di e Deutsche Turnschule in Berlin ist jetzt durch eine Stiftung in den Besitz eines SegelslugzeugeS gelangt, das auf den Hamen Dominicas" getauft wurde.

Wirtschaft.

Befriedigende deutsche Gesamternte für 1930.

Aach dem amtlichen Bericht ergeben sich für bas Deutsche Reich folgende Gesamt- ernteerträge (in 1000 To.): Winterroggen 7593, Sommerroggen 86, Winterweizen 3446. Sommerweizen 343, Winterspelz 138, Winter- »erste 475, Sommergerste 2385, Hafer 5656, Ge­menge aus Getreiden aller Art 565, Früh­kartoffeln 2868, Spälkartosseln 44 232, Zucker­rüben 14 919, Hunfelrüben 30 402, Klee 9675, Luzerne 2071, Bewässerungswiesen 2125, andere Wre'en 23117.

Die Ergebnisse der diesjährigen Ernte blei­ben zwar gegenüber dem Vorjahr bei Doggen (um 5,8 Prozent), Gerste (um 10 Prozent) und Hafer (um 23,4 Prozent) zurück, über­treffen aber zumeist sowohl die vorjährige Ernte, als auch die Ernten im Durchschnitt der letzten sechs Jahre. Im Vergleich zum Mittel der Ern­ten in 19241929 haben sich mengenmäßig er­höht: CBrotge treibe um 10 Prozent, Gerste um 2.6 Prozent, Kartoffeln um 24,5 Prozent, Zuckerrüben um 39,8 Prozent, Wiesen- heu um 12 Prozent, Kleeheu um 11 Prozent, Luzerne um 30,4 Prozent.

Der Großhandelsindex. Die auf den Stichtag des 17. Dezember berechnete Großhan­delsindexziffer der Statistischen Reichsamtes ist mit 117,9 gegenüber der Vorwoche (118.3) um 0,3 v. H. zurückgegangen. Von den Hauptgruppen hat sich die Indexziffer für Agrarstosse mit 110,9 um 0,5 v. H. erhöht. Die Indexziffer für Kolo­nialwaren ist um 0,6 v. H. auf 105.4, diejenige für industrielle Rohstoffe und Halbwaren um 0,7 v. H. auf 109,6 und die Indexziffer für in­dustrielle Fertigwaren um 0,3 v. H. auf 142,9 gesunken.

Der Erzbergbau im Aovember. Lieber die Lage des Erzbergbaues im Hovember wird berichtet: Siegerland: Die Eisenstein, förderung ist im Laufe des Jahres immer mehr zurückgegangen. Eie betrug im Hovember nur noch 122 000 Tonnen, gegen 190 000 Tonnen im Januar. Hoch ungünstiger gestaltete sich der Absatz. Sollte die Reichs- und Staatsbeihilfe und damit automatisch die Vergünstigung der Reichsbahn nicht mehr weillrgewöhrt werden so würde damit das Schicksal des Siegerländer Bergbaus besiegelt fein. L a h n - D il l - G e - biet einschl. Oberhessen: Die Lage hat sich nicht gebessert. Eine Grube ist im Laufe des Agnats stillgelegt worden, zwei weitere sind mit Ablauf des Monats zum Er i.'gen gekommen. Die Produktic-nsbedingungen der verb eibmden Gru­ben werden durch anteilige Erhöhung der all­gemeinen Unkosten und durch die unvermeid i' en Kosten der stilliegenden Betriebe weiter er­schwert.

Kontingentierungsplan für die deutsche Zuckererzeugung. Wie WTD.- HandelSdienst erfährt, sind die schon seit langem schwebenden Verhandlungen über die Kontingen­

tierung der deutschen Zuckererzeugung dadurch zu einem gewissen Abschluß gekommen, daß in einer gemeinsamen Sitzung aller beteiligten Verbände bet deutschen Zuckerindustrie der vorgelegte Kon- tingentierungSplan, der eine Einschränkung der Erzeugung bringen wird, einstimmig angenommen wurde. Sache der Gesamtheit der deutschen Zuckerfabriken wird es nunmehr sein, in einer ' demnächst stattfinkenden Haup v rfemmiung bieien Plan anzunehmen. Die Einschränkung der deut­schen Erzeugung erfolgt ohne jede Rücksicht dar­aus. ob die bisher in Brüssel geführten inter­nationalen Verhandlungen über Besserung der Weltzuckerwirtschaft jetzt oder später zum Ab­schluß kommen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. HL, 22.Dez. Tendenz: schwä­cher. Auch zu Beginn der neuen Woche eröff­nete die Börse wieder in schwächerer Haltung, da besondere Anregungen nicht vorlagen. Daneben lagen auch keine Kaufaufträge vor,- im Gegen­teil, es kam erneut Material an die Märkte. 5>ie Kulisse schritt ebenfalls zu weiteren Glattstellun- gen, da der schwächere Schluß der Reuyorker Börse vom Samstag und ein Artikel der Frank­furter Zeitung über die Weltwirtschaftskrise ver­stimmten. Der Jahresbericht der Berliner Han­delskammer mit seinem etwas zuversichtlicheren Tone machte kaum irgendwelch.n Eindruck. Be­reits im Vormitlagsverkehr nannte man schwä­chere Kurse: die Verluste nahmen zu Beginn der offiziellen Börse nur in einigen Elektrowerten- grö­beres Ausmaß an. Das Geschäft war ziemlich klein, da die Spekulation vor den Feiertagen keine Llnternehmungslust ze g e. Gegenüber den Schluß- kursen vom Samstag t.aten zumeist Kursabschläge von 1,5 bis 3 Proz. ein; stärker angeboten lagen Wieder Elektrowerte. AEG, Gesjürel, Schuckert und Licht & Kraft verloren 1,75 Prozent bis 4,5 Prozent. Siemens waren ebenfalls schwächer. Don Chemiewerten waren I.-G.-Farben 1,60Pro­zent gebefert, Scheideanstalt 1 Proz. Me^allgesell- schaft blieben relativ gehalten. Am Markte der Zellstofswerle waren Verluste b.s 1,75 Proz. fest- zuste'len. Montanwerte weiter vernachlässigt. Es ergaben sich hier Verluste von >/r bis 1 Proz. Am Dauunlernchmun s:.arkt verloren 3 ment Heidelberg und Wayß & Freitag erneut je 1 Proz., während Ho zrnann kaum verändert lagen. Am Dankenmarlt büßten Reichsbankantelle 2.5 Proz., die übrigen Werte bis 1 Proz. ein. Schwächer lagen außerdem Deutsche Linoleum mit minus 1.5 Proz. und Thüringer Gas mit minus 2,75 Proz. Kunstseidiaklien b'ieben be­hauptet. Am An eihemarkt lagen Deutsche An­leihen unverändert. Von fremden Werten zogen Mexikaner auf die Schu denza) ungen etwas an. Hach den ersten Kursen traten auf Interven­tionen und k eine Deckungen kleine Besserungen ein, die bis zu 1,25 Proz. gingen. Lahmeyer er­seh.enen mit Minus-Minus-Zeichen und wurden schließlich minus 5 Trc». zur Hotiz gebracht. Ein Grund für diesen Rückgang war nicht zu erkennen. Am Geldmarkt tt>T Tagegeld zum Satze von 5 Proz. etwas mehr gefragt Am Devisenmarkt

nannte man Mark gegen Dollar 4.1951, gegen Pfund 20,3750, London gegen Kabel 4 85.5. g g:n Paris 123.60, gegen Mailand 92,75. gegen Madrid 45.70, gegen Schweiz 25.0025, gegen Holland 12,07.

Berliner Börse.

Der 1 in, 22. Dez. Da von dem ft Ulen Wochen- fchluß in Heuyork keine Anregung auSgehen konnte, lag _ der heutige Dormittagsverkehr wenig verändert und zurückhaltend. Vorbörslich sah es dann aber so aus, alS wenn die Tendenz eher freundlicher werden würde. Man verwies auf die Erklärung des GerlingkonzemS, daß die Meldungen von EamStag über Anschluß- Pläne jeder Grundlage entbehren, noch mit einer 12prozentigen Dividende zu rechnen fei, disku­tierte den Jahresbericht der Berliner Industrie- und Handelskammer, nach dem gewisse Aussichten für eine Besserung der Lage vorhanden seien, und beschäftigte sich mit dem Monatsbericht der DD- Dank zur Wirtschaftslage. Interessant ist in die­sem, daß er feststellt, daß die Verzinsung und Abtragung der privaten Auslandschuld, die gegen­wärtig nach Abzug der Auslandguthaben auf 60 Milliarden geschäht wird, durchaus im Verhältnis der deutschen Leistungsfähigkeit liegt. Wider Er­warten kam dann zu den ersten Kursen Ware andenMarkt, doch soll heute mehr die Pro­vinz der Abgeber gewesen fein. Besonders am Farbenmarkt, in Reichsbankanteilen und einigen Elektrowerten war das Angebot größer, und hier soll auch die Schweiz als Verkäufer aufgetre­ten fein. Die Kursverluste waren hier mit 3 Prozent etwas über den allgemeinen Rahmen hinausgehend. Ganz vereinzelt waren kleine Er­holungen festzustellen. So erholten sich Ilse Berg­bau um 2 Prozent, Gebrüder Körting um 1,25 Prozent, und Basalt um 1 Prozent. Deutsche Anleihen lagen etwa behauptet. Don Ausländern waren Mexikaner auf die Meldung, daß der Kon­greß 15 Millionen Pesetas für Begleichung der AuSlandfchuld bctoilligt habe, mit Plus-Plus- Zeichen und biS zu 1 Prozent fester. Unifizierte Türken erschienen mit PluS-Plus-Zeichen und notierten 5,75 nach 5,10 Prozent. Der Pfand­briefmarkt war ganz unentwickelt. Reichsschuld- buchforderungen 0,25 bis 0,50 Prozent schwächer. Geld zum Jahresende versteift. Tagesgeld 3,75 bis 5,75, MonatSgeld 7 bis 8 Prozent, Waren­wechsel 5.5 Prozent zirka. Im Verlaufe gaben die Kurse bei ruhigem Geschäft weiter etwas nach: später trat auf Deckungen und Interventionen eine Erholung ein, und man konnte verschiedentlich Kursbesserangen von 1 bis 8 Pro­zent fcftftelfen, selbst gegenüber dem Anfang. Hamburg-Süd wurden verspätet 3,5 Prozent über letzte Hotiz festgesetzt,

«Frankfurt.. Getreidebörse.

Frankfurt a. M.» 22. Dez. Am Produkten­markt herrschte heute ausgesprochene Feiertags­stimmung. Der Besuch war ziemlich schwach. Das Angebot von Brotgetreide war gering; das Ge­schäft hielt sich, da besondere Anregungen nicht vorlagen, jedoch in den engsten Grenzen. Weizen eröffnete unverändert. Hur feinste Braugerste war etwas gesucht. Am Mehlmarkt stockte das Geschäft fast vollkommen. Bei unveränderten Mühlenforderungen wurden Leine Dedarfskäufe gemacht Futtermittel waren sehr ruhig, bei un­veränderten Preisen. Die allgemeine Marktlage war ruhig, aber stetig. Cs wurden notiert: Wei­zen (Hessen und Provinz Hessen-Hassau) Hekto­litergewicht 74 Kilo 262,50 bis 233.50; Roggen (Hessen, Provinz Hessen-Hassau und älnterfran- kan) 175; Braugerste 212,50 bis 217,50; inl. Hafer 155 bis 160; Weizenmehl, südd. Spezial 0, 40,50 bis 41,75; Roggenmehl 26.50 bis 27.50; Weizen­kleie 9,10 bis 9,20; Roggenkleie 8,75 bis 9; Erbsen 25 biS 31; Linsen 25 bis 60; Heu 6 bis 6,50; Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreht, 3 bis 3,25; gebündelt 2,75 bis 3; Treber, getrocknet, 10,50 bis 10,75 Mark. Tendenz, ruhig.

o-rankfurter Schlachtviellmarkt.

Frankfurt a. M., 22. Dez. Auftrieb: 910 Rinder, darunter 159 Ochsen, 44 Dullen, 387 Kühe, 275 Färsen; 877 Kälber; 87 Schafe; 4123 Schweine (538 Litauer). Es wurden notiert: Rinder: Ochsen: Vollfleisch.ge. ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 52 bis 55 Mk., (ältere) 47 bis 51, sonstige vollfleischige (jüngere) 41 bis 43; Dullen: jüngere, vollfleischige, höch­sten Schiachtwerts 51 bis 55. sonstige vollfleischige oder ausgemästete 43 bis 50; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 42 bis 45, sonstige Vollfleisch ge oder ausgemästete 35 bis 41. fleischige 30 bis 34; Färsen (Kalbinnen. Iung- rinder): vyllfleisch-ge, auSgemäftete. höchsten Schiachtwerts 52 bis 55, vollfleischige 47 bis 51,

fleischige 41 biS 46. Kälber: beste W..st­und Saugkälber 73 bis 75. mittlere Mast- und Saugkälber 68 bis 72. geringe Kälber 60 bis 67. Schweine: Zettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 60 biS 62, vollsleischige Schw^me von etwa 240 biS 300 Pfund 60 bis 62, von etwa 200 bis 240 Pfund 62 bis 64, von etwa 160 bis 200 Pfund 61 bis 63, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 60 biS 62 Mk. Warktverlauf: Rinder ruhig, ausverkauft Schweine ruhig, ausverkauft. Kälber und Schafe mittelmäßig, geräumt Beste Kälber über Hotiz.

Kunst und Wissenschaft.

Die Staatsprelfe der Preußischen Akademie der Künste.

Berlin. 20. Dez. (WTB.) Der Wettbewerb um die Großen Staatsprci|e der Preußischen Akademie der Künste für Maler und Bildhauer ist heute em« schieden worden. Der Große Staatspreis für Maler ist Hans Feibusch in Frankfurt a. TL, der für Bildhauer Hermann Blumenthal in Berlin ver­liehen worden. Ferner wurden an den Maler E. W. Ti a t) in Berlin und den Bildhauer Ernst Kunst in Berlin Prämien verliehen.

Gründung einer japanischen Goethe-Gesellschaft.

WTB. Tokio, 19- Dez. In Dorbereitung deS für 1932 bevorstehenden Goethe-IubilaumS und zur Förderung germanisti'cher und Goethe Studien tn Japan wurde heute unter Mitwirkung mehrerer IlniversitätSpro es'"ren deS Landes die Gründu g einer japanischen Goethe-Ge­sellschaft beschlossen.

Bücheriisch.

Carl Müller-Rastatt: Günther. Eines Dichters Schicksal. Rovelle. Mit einem Hachwort dcs Verfassers. ReclarnS Universal- Bibliothek Hr. 7107. Geh. 40 Pf., geb. 80 Pf. (660). Johann Christian Günther, der Held dieser packenden Rovelle, ist der große Lyriker der deutschen Barockzeit Er war ber erste, der im Gegensatz zur gelehrten Dichtung seiner Epoche aus dem Leben schöpfte. das er selber lebte, und in Gedichten voll lohender Leidenschaft zum Aus­druck brachte, wie er sein Glück und sein Leid embfanb. Zu diesem Dichterleben braucht nichts hinzu erfunden zu werden: wie es ab.tef, ist es eine vollendete tragische Rovelle. Das hat Müller-Rastatt erkannt, und so erzählt er nur, was wirklich gewesen ist. Er gibt da! ergreifende Schickfalsbild eines großen Dichters und zu­gleich einen interessanten Querschnitt durch daS Leben im deutschen Barock.

Iwan Schmeljow: Liebe in bcfl Krim. Roman. Aus dem Russischen übertragen und mit einem Rachwort versehen von R Can- breia. Rcclams älniversal-Bibllothek Rr. 7108 9. Geh. 80 Pf., geb. 1,20 Mk. (659). Schmeliow ist eine der bedeutendsten dichterischen Persön- llchkeiten unter den russischen Emigranten. Die vorliegende Erzählung rührt noch aus ber Zeit vor dem Kriege her und zeigt Schmeljow von seiner liebenswürdigsten Seite. Die farbengesät­tigte Schilderung der grandiosen Krimlandschaft, die lebensträchtigen Gestalten der urtümlichen tatarischen Menschen, das pittoreske Äebenein- anber von alter mohammedanischer DolkSlultur und modernem Kurbetrieb und inmitten die junge Liebe ber beiden Tatarenkinder, die an den Widerständen so tragisch zerbricht: daS ist mit dichterischer Kraft und Hrfprüng ichkeit gesehen und gestaltet.

Grete von älrbanitzkh: Zwischen den Spiegeln. 142 Seiten 8°. Stuttgart 19.0, EngelhomS Romanbibliothek Band 1012. Drosch. 1 Mr., Leinen 1,75 Mk. (561). Das von Sozio­logen und Philosophen heftig diskutierte Thema der moöemen Ehe und der Geburtenverhütung erhält durch dieses Buch, daS ohne Parteinahme nur vor Erleben und Erleiden spricht, eine über­raschende neue Beleuchtung.

Agnes Haeckel, geb. Huschte, Ernst Haeckels zweite Frau. Ein Nachtrag zu dem Bries- wechselroman: Franziska von Altenhausen. Don Walter Haeckel. 28 Seiten 8°. Mit einem Bild. Preis 50 Pfg. Verlag Adolf Tienken, Pritzwalk. (664.)

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Dienstag, den 23. Dezember.

Johannevkirche. 15 Uhr: Weihnachtsfeier der Kin- dcrkirche der Lukasgemeinde, Pfr. Bechtolsheimer; 16 30: Weihnachtsfeier der Kinderkirche der Johan- nesgcmeinde; Pfr. Ausfeld.

Kurs^eiiel der Berliner und Frankfurter Äörfe.

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