koM. Mieu Vreezanb. du 3nfct rastloser Arbeit, Produkt menschlichen Fleißes! Wenn ich in zwei Oahren Wiederkehre, werden die Schleusen schon in voller Tätigkeit sein, wird der 30 Kilometer lange Abfchluhdamm fix und fertig dastehen und der dräuenden Nordsee ein gebieterisches Halt zurufen. Dis hierher und nicht weiter! Menschen- aeist siegt über die Macht der Elemente. Neuland wird geboren! Lind wo heute noch die Nut rauscht, wird ein Jahrzehnt später frucht
barer Ackerboden und saftige- Weideland sich ausbreiten. Man mag unserer von politischen und wirtschaftlichen Wirren zerrissenen Gegenwart nachsagen, was man will. Wenn sie so Großartiges noch zu schaffen und zu vollenden vermag, kann man an keinen Abstieg und an keinen Untergang glauben. Ein Werk wie dieses gibt Mut. gibt Hoffnung und neue Zuversicht in unsere Kraft...
Wirischast.
Oie Arbeiiömarltlage in Hessen und Hessen-Nassau.
Lieber die Arbeitsmarktlage in Hessen und Hessen-Nassau berichtet das Landesorbeitsamt Frankfurt a. M.: Die Besserung der Arbeitsmarktlage hat sich in der ersten Apnlhälfte fortgesetzt, das Tempo der Auf- wartsbewegung ist jedoch langsamer geworden. Die Zahl der Arbeitsuchenden ging von 206 207 auf 191210, dcts ist um 14 997 oder 7.3 v. H. zurück: in der zweiten Märzhälfte verringerte sie sich um 20 293 oder 9 v. H. Die Hauptunter- stützungsempsänger in der Arbeitslosenversicherung gingen von 127 410 auf 112 595, also um 14 814 oder 11,6 v. H.» zurück (in der Zeit vom 15. bis 31. März um 15 007 oder 10.5 v. H.). Die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger in der K r i sen fürs o r g e stieg während der Derichtszeit um 453 von 17 886 auf 18 339. Die Arbeitsuchendenzahl überstieg in diesem Frühjahr die des Vorjahres am 31. März um rund 36 500, am 15. April aber um rund 44 100. Die zu Llngunsten der diesjährigen Zahlen bestehende Spanne hat sich also erheblich vergrößert. Das gleiche ungünstige Bild zeigen die Zahlen der Hauptunterstützungsempfänger in Arbeitslosen- und Krisenunterstühung. Bei ihnen betrug die Lieberhöhung am 31. März rund 17 800, am 15. April 30 600. Auch in dieser Berichtszeit ging die Belebung des Arbeitsmarktes wie seither schon vorwiegend von den Aeußen- berufen aus. Daß sie nicht so stark war, als im Vorjahr, hat seine Llrsache in der geringeren Aufnahmefähigkeit der Landwirtschaft und in dem Kapitalmangel, der besonders die Bautätigkeit hemmt. Andererseits erfuhr die Lage eine gewisse Abschwächung durch rückläufige Tendenz im Spinnstoffgewerbe, in der Portefeullle- und Tabakindustrie und in den Angestelltenberufen: letztere weisen eine Zunahme an Arbeitsuchenden um rund 900 auf. Ferner drücken auf den Arbeitsmarkt die vielfach erfolgten Entlassungen von Neuausgelernten aus allen Derufsgrup- pen. besonders aus dem Metallgewerb«. 3m Bekleidungsgewerbe ist ein erfreulicher Saisonaufschwung festzustellen, der aber nur die Schneiderberufe enllastet und im allgemeinen auch schwächer ist als im Vorjahr. 3n der Schuhindustrie blieb die Lage unverändert ungünstig.
He fische Girozentrale.
Die Hessische Girozentrale, die sich bekanntlich am 1. Januar 1930 mit der Kommunalen Landesbank zu einer Gemeinschaftsbank rrnter der Firma Landeskommunalbank- Girozentrale für Hessen vereinigt hat. ' berichtet letztmals über das 3ahr 1929, und zwar - wie in den Vorjahren wieder gemeinsam mit dem Hessischen Sparkassen- und Giroverband. Dach dem Derbandsbericht stiegen die Spareinlagen bei den hessischen öffentlichen Sparkassen zwar weiter um 38,2 Millionen Mark, blieben damit aber hinter dem Zuwachs im Jahre 1928 (51,1 Millionen Mark) nicht unbeträchtlich zurück. Der Rückschlag setzte ein, als die Reparationsverhandlungen im Frühjahr 1929 sich allzu lange hinzogen und mehrfach dem Scheitern nahe waren. Die Rückzahlungen wuchsen auf 88,1 Millionen Mark (in 1928 nur 64 Millionen Mark) an, und wenn auch die Einzahlungen mit 126,4 Millionen Mark gegenüber 1928 (115,2 Millionen) ebenfalls ein Ansteigen zeigten, so konnte damit das Mehr an Abhebungen nicht ausgeglichen werden. Die für Ende 1929 ausgewiesene Gesamtsumme der Spareinlagen bei den hessischen öffentlichen Sparkassen von 204 Millionen Reichsmark entspricht (abgesehen von dem Llnterschied im inneren Geldwert) rund der Hälfte des Vorkriegsbestandes, gewiß eine respektable Sparleistung innerhalb sechs Jahren. Auf jeden fünften Hessen entfällt wieder ein Sparbuch bei einer öffentlichen Sparkasse. Mit der Gesamtzahl der Ende 1929 be
stehenden Konten (272 000) sind wieder nicht weniger als 83 Prozent der Vorkriegsziffer erreicht. 3m Aktivgeschäft stehen bei den Sparkassen an erster Stelle. die Hypothekendarlehen mit 52,64 Prozent, die Gemeindedarlehen mit 26,42 Prozent der Spareinlagen. Für den Wohnungsbau haben die Sparkassen bis Ende 1929 nicht weniger als 44 Millionen Mark zur Verfügung gestellt.
Die Hessische Girozentrale war in ihrer Betätigung durch die bekannten ungünstigen Verhältnisse auf dem Kapital- und Geldmarkt stark gehemmt. 3mmerhin konnte sie den Gemeinden, Städten und Gemeindeverbänden an kurz-, mittel- und langfristigen Darlehen annähernd 7 Millionen Mark neu beschaffen, womit die Gesamtsumme dieser Darlehen auf rund 57 Millionen Mark stieg.
*
• Arbeiterentlassungen bei der Mansfeld AG. Der in unerwartetem und außerordentlichem Ausmaße eingetretene Preissturz am Kupfermarkt veranlaßt die Mansfeld AG. für Bergbau und Hüttenbetrieb, Eisleben. den Abbau der ärmeren Feldesteine, sowie den Versuchsbetrieb auf dem Röhrig-Schacht stillzu- legen und eine erhebliche Herabsetzung der Löhne zu betreiben, da andernfalls bei dem ausschlaggebenden Anteil der Löhne an den Selbstkosten eine wirtschaftliche Weiterführung der Betriebe unmöglich ist. Von den sofortigen Entlassungen aus den Schächten werden zirka 800 Mann der Grubenbelegschaft betroffen. Auf den Hütten werden erst in einiger Zeit nach Maßgabe der Förderungseinschränkungen Entlassungen im mäßigen Llmfange erfolgen.
* AbschlüsseimLahmeyer-Konzern. Die Frankfurter Localbahn AG.. Frankfurt a. M., beantragt die Verteilung einer Dwidende von wieder 8 Prozent: die Elektrizitätswerk Homburg v. d. Höhe AG. schlägt wieder 5 Prozent vor.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M, 22. April. Tendenz schwächer. An der ersten Börse nach den Osterfelertagen waren die Kurse allgemeinfchwächer. Die sich häufenden Arbeiterentlassungen in der 3n° dustrie. jetzt auch bei der 3.-G.-Farben und bei Mansfeld, und das Scheitern der internationalen Kunstseide-Verhandlungen verstimmten in erster Linie und bewirkten Abgaben in den betreffenden Werten. Das Geschäft kam nur sehr zögernd in Gang, da die Aufnahmelust infolge des anhaltenden Ordersmangels gering war. Man bemerkte verschiedentlich kleine Verkäufe, um beträchtliche Kursrückgänge herbeizuführen. Die Llmsatztätigkeit blieb minimal. Rach den ersten Kursen hielt die Abgabeneigung an. und es ergaben sich meist neue Einbußen. Man verwies dabei auf den schwächeren Schluß der gestrigen Reuyorker Börse und die außenpolitischen Schwierigkeiten infolge des Einspruchs Polens gegen die Agrarzölle. Außerordentlich schwachen Verlauf hatte der Kunstseidemarkt. Aku und Bembera eröffneten je 5v. H. abgeschwächt, wobei der Verlustabschluß der amerikanischen Tochtergesellschaften zur Schwäche beitrug. 3.-G.- Farben gaben aus dem erwähnten Grunde 2 v. H. nach und verloren später «erneut 0,5 v. H. Metallgesellschaft konnten jedoch ihren Kurs behaupten. Am Clektromarkt waren AEG., Schuckert und Siemens angeboten und bis 3.5 v. H. schwächer. während Chadeaktien ihren Kurs behaupten konnten. Montanaktien lagen still, Rheinstahl verloren im Einklang mit der Farben- Schwäche 1,5 v. H. Mansfeld lagen weiter sehr schwach, so daß ein Kurs zunächst nicht zustande kam. Am Dankenmarkt waren Commerzbank 1,75 v. H. gedrückt, Dresdner Dank behauptet. Deutsche Anleihen waren gut behauptet, ausländische Renten still. 3m weiteren Verlaufe konnte sich die Tendenz leicht erholen, offenbar wurde von Dankseite interveniert. Die Geschäftstätigkeit ging jedoch noch weiter zurück. Am Geldmärkte hielt die starke Flüssigkeit an.
De? Satz für TageSgeld wurde um 1 v. H. auf 4 v. H. herabgesetzt. Am Devisenmarkt lag Paris international fester. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1913; gegen London 20,3758; London gegen Kabel 4,860z; gegen Paris 123,96; gegen Mailand 92,74; gegen Madrid 38,95; gegen Schweiz 25,0775; gegen Holland 12,08.
Berliner Börse.
Berlin. 22. April. Schon vormittags und an der Vorbörse war man infolge der aus der 3ndustrie vielfach vorliegenden ungünstigen Nachrichten eher schwächer gestimmt. Orders lagen nicht vor. so daß das Geschäft fast ausschließlich von der Spekulation bestritten werden muhte. Neben den Arbeiterentlassungen der Großindustrie, so z. B. im Leunawerk der 3. G. Farben, bei Mansfeld infolge der Depression am Kupfermarkt, bei Stahlverein usw. waren es vor allem die Nachrichten vom vorläufigen Scheitern des internationalen Kunstseidepaktes und von den Verlustabschlüssen der amerikanischen Kunstseidegesellschaften, die diesem Markt eine Schwäche verliehen, und auch die übrige Dörse stärker nach unten beeinflußten. Auch die schwächere gestrige Neuhorker Dörse und die außergewöhnlich großen Haldenbestände an Ruhr- kohlen blieben nicht ohne Einfluß auf die Tendenz. Es ergaben sich zu Deginn des offiziellen Verkehrs für die Hauptwerte häufig Abschläge bis zu 3 Prozent. Darüber hinaus verloren Aku 5,90 Prozent, Demberg 6,5 Proz.. Ostwerke 4,5 Prozent, Polyphon 7,25 Proz.. Rheinische Braunkohlen 4,25 Proz., Siemens 3,75 Proz., und auch 3. G. Farben büßten 2,90 Prozent ein. Relativ widerstandsfähig lagen A. E. G. Bei Thörl Oel bewirkten günstige /Nachrichten eine zwei- prozentige Sonderbewegung nach oben. Schneider- und Schade-Aktien lagen gleichfalls geringfügig gebessert. Deutsche Anleihen behauptet Von Ausländern Bosnier und Mexikaner fester, Türken und Anatolier schwächer. Der Pfandbriefmarkt war noch unentwickelt. Der Geldmarkt liegt ziemlich unverändert. Tagesgeld 3,5 bis 5 Prozent, Monatsgelb 5,5 bis 7 Prozent. Warenwechsel zirka 4J5 Prozent. Auch im Verlaufe blieb die Haltung an den Effektenmärkten zur Schwäche neigend. Nachdem sich Aku und Demberg, sowie Polyphon vorübergehend leicht erholt hatten, wurde es allgemein bis zu 1 Prozent schwächer. Aku verloren weitere 2 Prozent. Nur für Mansfeld, die man mit Minus-Minus-Zeichen an der Maklertafel notiert sah, konnte vorerst noch kein Kurs festgesetzt werden; man schätzt ihn auf zirka 86 Prozent nach 94,5 Prozent an der letzten Börse. Bemerkenswert schwach tendierten im Verlaufe Hapag und Nordd. Lloyd, die bei einem Kurs von 112 Prozent nachgaben. Otavi notierten 53,5 Mark nach 55,90 an ber letzten Börse.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 22. April. Auftrieb: Rinder 1027 Stück; darunter Ochsen 280, Dullen 55. Kühe 419, Färsen 220. Kälber 239, Schafe 44, Schweine 3248. Es wurden notiert: Rinder. Ochsen, vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts: 1. jüngere 57—60, 2. ältere 53 bis 56; sonstige vollfleischige: jüngere 48—52. Dullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 55—58, sonstige vollfleischige oder aus- gemäftete 49—54. Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 48—51, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 44- 47, fleischige 38 bis 43, gering genährte 30—37. Färsen (Kalbinnen, 3ungrinder): vollfleischige, auÄgemästete, höchsten Schlachtwerts 58—61, vollfleischige 54 bis 57, fleischige 50 -53. Kälber. Deste Mast- und Saugkälber 80—86. mittlere Mast- und Saugkälber 74—79, geringe Kälber 60—73. Schweine. Dollfleischige Schweine von zirka 240—300 Pfd. Lebendgewicht 70—72, desgl. von zirka 200—240 Pfd. Lebendgew. 73—75, desgl. von zirka 160—200 Pfd. Lebendgew. 73—75, fleischige Schweine von zirka 120—160 Pfd. Lebendgewicht 70—73. Marktverlauf: Rinder ruhig, nahezu ausverkauft. Schweine ruhig, zum Schluß abflauend geringer Lieberstand. Fettschweine fast unverkäuflich. Kälber rege, geräumt
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) stein Platz zum Fußballspielen.
3n dem Eingesandt des „Gieß. Anz." vom 4. April wird der Zustand der unteren Klinik- straße bemängelt, und zwar mit Recht. Auch der Einsender vom 11. April weist auf die unhalt-
| baren Zustände Yin. Es ist zu hoffen und zu wünschen, daß die Stadtverwaltung ball? dafür sorgt, daß die geschilderten Mißstände beseitigt werden. Der Einsender vom 11. April regt nun an, daß der freie Platz Ecke Credner- und Klinik- strahe wieder für die Fußballspieler freigegeben würde. Diesem Ansinnen kann man nicht bei- stimmen, denn an eine offene Straße und auf so beschränkten Raum gehört kein Fußballspielplatz. Der Platz wurde früher als Fußballspielplatz benutzt. Rach vielen Deschwerden der Anwohner und Passanten wurde das Fußballspielen bann verboten, weil die Passanten durch die frei- fliegenden Dälle belästigt wurden. Das Fußballspielen darf keineswegs auf dem fraglichen Platz wieder erlaubt werden. Ein paar große Sandhaufen für die kleineren Kinder wären eher angebracht. W.
Letzte Nachrichten.
Urteil im Wormser Kommunistenprozeß.
Darmsladk, 22. April. (TU. Drahtmeldung.) Das (Ecroeiferfc Schöffengericht verkündete heute vormittag das Urteil gegen 20 Angeklagte, die sich wegen der bekannten Unryhen in Worms am 10. bis 14. Januar d. 3. zu verantworten hatten. Der hauptongeklagte und Führer, der kommunistische Landtagsabgeordnete Oskar Müller, wurde wegen Aufreizung und wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt zu einem 3ahr 3 Monaten Gefängnis verurteilt. 13 weitere Ange- klagte erhielten Gefängnisstrafen von 3 Wochen b i s zu einem 3ahr. 6 Angeklag^ muhten mangels Berodfes f r e i gefp r o che« werden.
Oas Londoner Flottenabkommen unterzeichnet.
London, 22. April. (WTB. Eigener Draht- bericht.) Um 12.40 Uhr wurde der Londoner Flotlenvertrag von den Delegierten unter, zeichnet.
„Graf Zeppelin^ in Bonn gelandet.
Bonn a. Rh^ 22. April. (WTB. Eigener Draht- berlcht.) Das Luftschiff „Graf Zeppelinland e t e um 13.25 Uhr unter dem Jubel von Zehn« lausenden von Zuschauern und dem Gesang des Deutschlandliedes aus dem Flugplatz Hangelar.
400 Todesopfer des Zuchlhausbrandes m Amerika. Kolumbus, (Ohlo), 22.April. (WTB. Funkspruch.) Nach späteren Schätzungen der Opfer bei dem Zuchthausbrand (ogl. die Meldung auf der ersten Sdte) beträgt die Zahl der Toten 400, die der Verletzten mindestens 30 0. Das Gefängnis, das nur für 2000 Sträflinge vorgesehen ist, hatte nahezu 5000 Insassen. Das Feuer brach um 6 Uhr abends zur Zeit der Einschließung der Sträflinge in ihre Zellen an Zwei verschiedenen Stellen gleichzeitig aus und breitete sich bd starkem Westwind rasch aus, so daß die Sträflinge der oberen Zellen st ockwerke wie in Fallen gefangen waren, während ein Teil der Sträflinge he- roisches zur Rettung der Eingeschlossenen vollbrachte, zerschnitten andere die Schläuche und hinderten die Löscharbeilen. Um Mitternacht befanden sich etwa 2000 Mann Militär und Polizei an der Brandstelle. Etwa 1500 Sträflinge wurden wieder in ihre Zellen zurückgebracht. Ueber 1000 trieben sich jedoch im Gefängnis herum und versuchten, neue Brände zu entfachen. Auch für die ersten Brände in den Zellengebäuden wird Brandstiftung nunmehr als erwiesen angesehen. da an mehreren Stellen ölgetränkte Lumpen gesunden wurden. Die Ordnung war im Gefängnis am Morgen wiederhergestellt. Der Brand stellt die folgenschwerste Feuersbrunst dar, die die Vereinigten Staaten in den letzten Jahrzehnten erlebt haben. Er ist, was die Zahl der Opfer anlangt, nur,zu vergldchen mit dem Brand im 3ro- quois-Theater in Chicago 1903 und der Erdbeben- und Brandkalasirophe von San Franzisko 1906, wo 400 bis 500 Menschen umkamen. 3m Gegensatz zu diesen Katastrophen war bei dem gestrigen Brande der Sachschaden ganz gering. Er betrug noch nicht 20 000 Dollar.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse
Reichsbankdiskont 5 v. h., Lombardzinsfuß 6 v. h.
Banknoten.
27,75
4,3
24,9
6,95
{Rente
9,7
9,8
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an.
16,5
7,95
2,45
6,95
<% befiel. Serie II . . .
6% Rumänische vereinh
4% Oesterrerchtsche (Solbrente . . 4,20% Seslerreichtsche Silberrente 4% Oetterreichische Einheitliche Rente . .
4% UngatW Goldrente .... 4% Ungarische Staatsrente V. 1910 454% desgl. von 1918 . . .
4% Ungarische Kronenrente . . . 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anl.
Serie l ...
7,1
7,05
von 1903 ......
Rumänische vereinh. Rente von 1913 ..........
t% Rumänische vereinh. Rente .
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. ZIL
16,4
7,9
22,4
2,45 6.9
2,5
25
21,25
22,13
2,4
7,05
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß«!
l»Uhr»
Schluß«
Anfang«
kurs |
Kurs
lurs
Kurs
Datum
17. 4-
22. 4-
17. 4-
22- 4-
6% Deutsche Retchsaweihe
von 192? .....
87,1
87
7% Deutsche Reichsanleihe
Von 1929 .....
100,6
Deutsche Äul.-Ablbi^ Schuld mit
Kluslos.-Rechten .....
55,85
56,2
55,65
56
Desgl. ohne LluSlos^Rechte . . . 8% Hess. Bolksstaat von 1929 (rückzahlb. 102%)......
11,05
11,15
11,1
11,2
94,5
95
Oberhejsen Provinz • Anleihe mit
Auslos.-Rechten......
Deutsche Komm. Sammelabl.
52
—
—
—
Anleihe. Serie 1 ...
8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse.
53,5
E-
53,3
—
XJH unkündbar bis 1934
98
—
72,5
—
7% Franks. Hyp^Bank Goldpse unkündbar blfi 1932
90,75
4’1% Rheinische Hyp.»Bank
Liqu. Goldpse. . . . .
6% Pr. Landespsandbrtesanstatt.
85,4
—
-
—
Pfandbriefe R. 17
8% Pr. Landespsandbrtesanfialt,
98,5
—
98,5
—
Komm^Lbl. R. 16 .
95
_
95
7% Pr. LandespfandbrtesanstaU,
Pfandbriefe R. 10 ....
A.E.<8. abg. Vortriegfi-Obligatio-
90,25
—
90,25
—
nen. rückzahlbar 1932 .....
95
—
—
—
Frankfu
rt a.211.
Berlin
Frankfurt a. M. |
Berlin
Schluß, fürs
t«Uhr» Kurs
Schluß« kurs
Anfang- Kurs
Schluß» kurs
1»llhr. Kurs
Schluß» kurs
Anfang» Nurs
Datum
17- 4.
22. 4.
17. 4.
22. 4.
Datum
17 4.
22 4-
17 4-
22. 4.
Hamburg-Amerika Paket ... 7 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 8 Hansa Dampfschiff.....10
Norddeutscher Lloyd.....8
Allgemeine Deutsche Tredttanst. 10 Barmer Bankverein .... 10 Berliner Handelsgesellschaft . 12 Commerz, und Privat-Bank . 11 Darmstädter und Nationalbank 12 Deutsche Bank und
Disconto-Gesellschaft, ... 10
Dresdner Bank ...... 10
Reichsbank ........ 12
A.T.G............8
Bergmann.........9
Elektr. Lieferungsgesellschaft. 10
Licht und Kraft......10
Felten & Guilleaume . ■ -
Gesellschaft für Elektrische
Unternehmungen .... 10 Hamburger ElektrtzitätS-Werke 10 Rheinische Elektrizität .... 9 Schlesische Elektrizität. ... 10 Schuckert L Co. ...... li Siemens & Halske . . . • . 16 Transradto ...... .8 Lahmever L Co.......io
Buverus . . . ....... 6 Deutsche Erdöl ....... 6 Essener Steinkohle ...... 8 Gelsenkirchener ....... 8
Hvesch Eilen.....•<,.«%
ktöln-Neuessen........ 7 Mannesmann-Röhren .... 7 Manvfelder Bergbau . .... 7 Oberschlei. Eisenbevarf . . . . b Oberschles. Kokswerke..... 7 Phönir Bergbau......6%
Rheinische Braunkohlen • . 10 Rheinstahl..... 6
Riebeck Montan ...... 7,2
113,75
117
136
176,5
231
150,5
146,25
292
175,75
164
129
180
190 256
171
72
140,75 125
108,75
104,9
235
112
160,75
149,5 145/5
174,5
172
128,5
181,5
190,13 251,5
113,5
113,75
172 161,13 113,75 116,75
136
177 161,75 230,25
150,25
146 291,5
175,9
197
164
173
130
180,25 138,75
176,5
191 255,5
171,25
72,25
102 143,9
141,25
125
113
231,5
104
111,4
109 101,5
73,5 109.5
105.25
235 115,75
113
161,5
113 116.25
128 176.5 160,75 230,25
149,5 145,5
292
174,75
187
171,9
128
181,5 138,5 148,5
176 190,5 252,25
71,75 101,6 143,5
141
125,5
102,5 109,5 107,75
108,5 104,9
230 113,25
Bereinigte Stahlwerke.....
Otavt Minen......16'/,
Kaliwerke Aschersleben ... 10
Kaliwerke Westeregeln ... 10
Kaliwerke Salzdetfurth ... 15
I. G. Farben-Jndustrle. . . 12
Dynamit Nobel ....... 6
Goldschmidt ........ 5
Metallgeiellschaft. ...... 8
Philipp Holzmann......7
Zementwerk Heidelberg . . 10
Eementwerk Karlstadt. ... 10
Wavb & Frey tag......8
Schultheis Patzeuhofer ... 15
Ostwerke.........12
Aku...........18
Bemberg........ 14
Zellstoss Waldhos .... 18»/.
Zellstoff Aschaffenburg ... 12
Charlottenburger Wasser ... 8
Dessauer Gas . . ...... 9
Deutsche Linoleum ......
Maschinenbau A.-G. .....<) Not. Automobil ...... v
Orenstein & Koppel . .... 6
Svenska ..........
Frankfurter Malchin« .... 4
Heyligenstaedt ....... 0
Funghans. ....... 6
Lechwerke..........8
Mainkraftwerke Höchst a. M.. . 8
Mtag 10
Äebr. Roeder . ...... 10
Botgt & Hoeffner ...... 9
Süddeutsche Zucker .... 10
98,25
226,5
229,5 390
175,5
154 71,5 72,5
108
109,_5
143
92,5
117 147
42,5
35
40,5
39,5
97,9
132
103.5 218
160,75
I ! I I I I 8 > I I I 1 1 IIJI 11118211 5 1 I | I £ |S | | |
98,5 55,75 227 230,5 390,75
175,5 83,65
71,9 73 108,75
109,75
91,5
296,75 248,75 116,75 147,75 188,5
106 173 42,75 253,5
20,5 79,75
154 358
36 40
39
131,75
218 161
58"
54
227
234
394
174,75
71
71,5
108,5
110
91,5
293
245,5
113 142,5 187,5
105
172
42.5 253,75
19.5
76,75
152
361
131,5
Äeriln, 17-April
Selb
Brief
Amerikanische Noten .....
4,169
4,189
58.28
Dänische Noten........
111,80
112,24
Englische Noten .......
20,33
20,41
Französische Noten ......
Holländische Noten......
16,405
167.96
16,465
5itn lienische Noten ......
?? ii
Norwegische Noten......
111,80
112,24
Deutsch-Orsterr.,Li00 Kronen
58.86
59.10
Rumänische Noten ......
2,465
2,483
schwedische Noten ......
112.23
Schweizer Noten .......
81,21
Spanische Noten .......
53 01
Tschechoslowakische Noten . .
12,375
12435
Ungarische Noten ...
72,97
73,27
17-April
22. April
Amtliche Geld
Notierung Bries
Amtliche Notierung
Geld
»rief
Amst.» Rott.
168,27
168,61
168,50
168,84
Buen.-AireS
1,630
1,634
1,626
1,630
Brfl.-Antw.
58,425
58,545
58,41
58,53
Christtanta.
112,06
112,28
112,06
112,28
Kopenhagen
112,07
112,29
112,08
112,30
Stockholm .
112,58
1'2,73
112,49
112,71
Helfingfors.
10,535
10.559
10,539
10,559
Italien. . . London. ..
21,95
21,99
21,955
21,995
20,358
20,398
20,353
20,393
Ncuhork ..
4,1855
4,1935
4.187
4,195
Parts. . . .
16,41
81,145
16,45
16,415
16,455
Schweiz •.
81,305
81,145
81,205
Spanten. .
52,47
52,57
52.22
52,32
ftaDan - . .
2,068
2,072
2,070
2,074
Rio de Jan. Wien in
0,490
0,492
0,490
0,492
DtfL abgest.
58,977
59,097
58,985
59,105
Prag .... Belgrad . .
12,397
12,417
12,404
12,424
7,422
7.426
7,410
7,424
Budapest. .
73,13
73,27
73,135
73,275
Bulgarien.
3,034
3,040
3,034
3,040
Lissabon . .
18,78
18,82
18,78
18,82
Darutg. . .
Konstantin.
81,37 1,785
81,53
1.789
81,36 1,784
81,52 1,788
Athen. . .
Canada . .
5,445
5,455
5,435
5,445
4,183
4.198
4,184
4,192
Uru iuay..
3.896
3.904
3,876
3,884
Cairo .. .
20,875
20,915
20,875
20,915


