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Nr. 4(1 Drittes Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesfen)Zreitag, 21. Zebruar 1950
Turnen, Sport und Spiel.
Fechten tmTurngauHeffen(D.T.)
Anfängerprüfung.
bpw. 3n Wetzlar trafen sich am Sonntag die Anfänger im Fechten des Gaues Hessen zur Prüfung auf Florett und leichten Säbel. Insgesamt traten 8 Fechterinnen und 20 Fechter 3ur Prüiung an, die sich auf eine theoretische und drei praitischr Hebungen erstreckte. Die Prüfung wurde von Gausechtwart Kühn (Friedberg) geleitet, dem als Kampfrichter die Fechter Gerhardt (Tv. 1846 Gießen), Hennig (Mtv. Gießen), Mulch (Wetzlar). Hahn und 3er- l i ch (Dad-Aauhcim) zur Seite standen. Sämtliche Prüflinge bestanden und konnten in die 3ung- scchterinnen- bzw. Iungmanncnk ässe eingereiht werden. ^Nachstehend die Rangfolge:
Fechterinnen-Florett: Erna Kutscher, Tv. 1860 Vad-Aauheim, 20 Punkte: Hanni Pseiffer. Tv. Wetzlar, 19 P.: Gretel Heyer, Tv. 1860 Bad-Aauheim, 16 P., und vom Tv. 1 846 Gießen: L. Mohr, 16 P.: E. Wirth, E. Fehn, L. Scheel, CH. Castein.
Fechter-Florett:- Kipp, T. u. Spv. Marburg, 17 P.; Chateau. T. u. Spv. Marburg, 15 P.: Kutscher, Tv. 1830 Dad-Aauheim, 15 P.: Meyer und Leister, Tgm. Friedberg, 15 P.: Sänger, T v. 1 8 4 6 Gießen, 15 P.: ferner Krick, Tv. 1860 Dad-Aauheim, Frankenberger, Tgm. Friedberg, Baumann, Mtv. Gießen, Enhlin, Tv. 1 8 4 6 Gießen, Kilian, T. u. Spv. Marburg, Koch, Tv. 1 8 4 6 Gießen, Kühn, T. u. Spv. Marburg.
Fechter-Säbel: Gissel, Hoffmann, Clms- häuser, Tv. Wetzlar, 14 P.: Enhlin und Weber, Tv. 1 846 Gießen, 13 P.: Kühn und Kilian, T. u. Spv. Marburg.
Hochschulsport.
Die am 15. und 16. Februar in Aachen stattgehabten Deutschen Hochschulmeisterschaften sahen wieder die Universität Gießen erfolgreich. 2m Ee.äiezehniampf, Oberstufe konnten unter stärkster Konkurrenz stud. med. vet. Dierking den 10.Sieg und stud. agr. Kähne den 11. Sieg für unsere Hochschule erringen.
V. f. D.
V. f. B. und Ockershausen kämpfen um die Gruppen- meisterichaft.
Durch ihren Sieg über „Germania", Marburg, ist die Ligamannschaft des V. f. D. mit dem Tabellenersten, F. V. Ockershausen, punktgleich geworden und hat zur -Zeit den zweiten Platz, der zum Ausstieg in die nächsthöhere Spielklasie (1. Dezirksligaklaste) berechtigt, inne. Der Labellenstand in der Gruppe Lahn, wie ihn auch das amtliche Organ im Bezirk Hessen- Hannover im W. S. D. und für die Gaue Gießen- Wehlar und Marburg, die „Allgemeine Hessische Sportzeitung" in Ar. 6 veröffentlicht, ist folgender: 1. Ockershausen: 14 Spiele, 9 gewonnen, 2 unentschieden, 3 verloren, 30:18 Tore, 20:8 P.; 2. CB. s. CB. Gießen: 14 Sp., 9 gew., 2 unentsch., 3 verl., 32:23 T., 20:8 P.: 3. Spielvereinigung 1900 Gießen: 14 Sp., 9 gew., 1 unentsch., 4 verl., 49:30 T., 91:9 P.: 4. Germania Marburg: 14 Sp., 8 gew., 1 unentsch., 5 verl., 43:25 T., 17:11 P.: 5. Spv. Wetzlar: 14 Sp., 4 gew., 5 unentsch., 5 verl., 25:36 T., 13:15 P.: 6. Breidenbach: 14 Sp., 4 gew., 0 unentsch., 10 verl., 41:40 T., 8:20 P.: 7. Herborn: 14 Sp., 4 gew., 0 unentsch., 10 verl., 18:47 T., 8:20 P.: 8. Wallau: 14 Sp.,
Die blonde Sklavin.
Vornan von Hermann Weick.
12 Fortsetzung. 'Nachdruck verboten
„Gehen Sie hinaus an Ihre Arbeit l" herrschte er den Angestellten an, ohne aufzublicken.
Als Aönneberg die Tür hinter sich geschlossen hatte, lachte er höhnisch auf.
Der alte, bucLige Angestellte hob furchtsam den weißhaarigen Kopf von dem dicken Buch, in dem er gerade schrieb.
„Hatten Sie Streit mit Herrn Honnecker?" flüsterte er scheu.
„Er hat heute wieder seinen Koller! Da muh er brüllen!" gab Aönneberg kurz zur Antwort.
Er setzte sich an seine Schreibmaschine, arbeitete aber nicht. Ein triumphierendes Lächeln geisterte über sein hageres Gesicht.
Wie er sich freute, dem Berhaßten diesen Streich gespielt zu hoben! Wenn Honncck r wüßte, daß seine Schilderung falsch war, daß er, Willy Aönneberg, den Herrn gesehen hatte, mit dem sich seine Aichte am Zoologischen Garten getroffen hatte!
Er zog ein kleines, abgegriffenes Aotizbuch heraus und starrte grinsend auf eine fünfstellige Zahl.
Was gäbe der großmächtige Herr Honnecker darum, wenn er diese Aummer kennen würde ..., die Aummer des Wagens, in dem der fremde Herr mit der jungen Dame vorhin davongefahren war! ...
Die Tur zum Aebenzimmer wurde aufgerissen. Honnecker trat heraus und ging rasch, ohne Ojufo oder Blick für die Angestellten, hinweg.
Ohnmächtige Wut fieberte in ihm.
Es war zum Haarausraufen, daß dieser Esel von Aönnebcrg die Spur Evas verloren hatte!
Für ihn stand es jetzt fest, daß Eva eine Zusammenkunft mit einem Herrn hatte. Bielleicht weilte sie jetzt noch bei ihm, vielleicht lag sie in seinen Annen, sie küftten sich ...
Eifersucht peitschte ihn. Keuchend flog sein Atem.
Als er daheim erfuhr, daß Eva noch nicht zurückgekommen sei, verlieh er sogleich das Haus.
Er ging in der Aähe seiner Billa hin und her. Bielleicht, daß Eva sich von ihrem Geliebten Heimbegleiten lieh: dann würde er sich auch gleich diesen Herrn vornehmen.
Er wartete, Stunde um Stunde, Eva erschien nicht.
Es dunkelte, die Aacht kam, die Strahen leerten sich von Menschen ... Peter Honnecker verharrte wie ein Tier, das auf der Lauer liegt, an der Ecke der beiden Strahen, die sich nahe seinem Hau.e
2 gew., 3 unentsch., 9 verl., 20:39 T., 7:21 P. Durch die Punktgleichheit Ockershausen und des B. f. D. sind zwischen diesen Vereinen zwei weitere Spiele notwendig geworden, um den Gruppenmeister zu ermitteln. Die spielleitende Behörde bzw. der zuständige Fuhball-Sachbcarbeiter des Bezirks Hessen-Hannover hat bereits für kommenden Sonntag, 23. Februar, das Vorspiel (auf dem Waldsportplah) und für Sonntag, 9. März, das Rückspiel in Ockershausen angeseht. Die D. f. B.-Mannschaft steht erneut vor einer schweren Ausgabe. Wohl hat sie den Vorteil des eigenen Platzes, dies darf jedoch keineswegs Veranlassung für sie sein, sich deshalb von vornherein ein Plus zuzurechnen. Sie muh mehr als in allen bisherigen Verbandsspielen Energie und Siegeswillen aufbringen, wenn sie das bedeutungsvolle Treffen gewinnen will. In der Derdandsspiel- serie gewann V. f. D. gegen Ockershausen beide Treffen. Das Vorspiel auf hiesigem Platz entschied er nach durchweg überlegen durchgesührtem Kampf mit 2:0 für sich. 3m Rückspiel auf dem dortigen Platz mit seinen unzulänglichen Ausmaßen hielt es wesentlich schwerer, reichte aber immerhin zu einem verdienten l:0°Sieg. 2n Anbetracht der Bedeutung des Spiels wird es einen harten Kampf geben, um so mehr, als sich die Gegner ziemlich gleichwertig sind und es für beide um die Erringung des Meistertitels geht. Was die Plahelf an Ballbehandlung und Kombination Ockershausen vielleicht voraushaben sollte, ist diese in der Lage, durch Ausdauer und Härte wieder auszugleichen.
Am morgigen Samstag wird in einer in Gießen stattfindenden Sitzung des Bezirksvorstandes der Einspruch des F. V. Wallau verhandelt.
Die zweite Mannschaft folgt einer Einladung des Sportvereins Oberschmit- ten bei Aidda. Die Spielstarke des Gastgebers ist hier nicht bekannt, so daß über den Ausgang nichts vorausgesagt werden kann.
Auf eigenem Platz hat die erste Jugend- mannschaft die gleiche Heuchelheims im fälligen Pflichtspiel zum Gegner. Aach ihrer guten Leistung am Vorsonntag zu urteilen, sollte man ihr einen Sieg zutrauen können.
Einen s chweren Stand wird die zweite Jugend gegen die gleiche von Aiedergirrnes aus dortigem Platz haben, zumal sie mit Ersah anireten muß.
Auch die dritte I u g e n d e l f wird wenig Aussicht auf einen Sieg haben: fie steht der ersten Jugend Garbenteichs auf dortigem Platz gegenüber und sollte gegen den körperlich kräftigeren Gegner im besten Fall ein Unentschieden erzielen.
Spielvereinigung 1900 Gießen.
Im ersten Gesellschaftsspiel nach der Verbands- spiel-Saison wird der 1. F. C. 02 Frankfurt a. M. -Rödelheim am kommenden Sonntag in Gießen antreten. Den Gästen geht ein sehr guter Ruf als faire, technisch sehr gute Mannschaft voraus. Da die 1902er die gleichen Eigenschaften besitzen, ist mit einem schönen Freund- schäfte spiel zu rechnen. Die Süddeutschen spielen schon seit Jahren im Westmain.reis des Mainbezirks eine führende Rolle. Wäre die Mannschaft am vorigen Sonntag gegen den Kreis- mcifter, „Sportfreunde" Frarusurt a. M., nach anfänglicher 2:0-Führung am Schlüße nicht unterlegen, dann rangierte sie heute hinter diesem auf dem zweiten Tab.llenplah; trotzdem aber hat sie immer noch unter zwölf Bewerbern die vierte Stelle inne. 1903 bestreitet das Spiel
Plötzlich ging ein Ruck durch feine Gestalt. Er verbarg sich hinter einem Daum.
Wenige Ähritte von ihm entfernt hielt ein Auto. Eine Dame stieg aus, bezahlte den Chauf- feur, der Wagen fuhr weiter, Honnecker sah, daß kein Passagier mehr darin sah ...
XIII.
Als habe sie ein Gespenst erblickt, fuhr Eva Witte bei Honneckers Erscheinen zurück. Wie Donnergrollen dröhnten ihr seine höhnischen Worte in den Ohren.
Sie wol.te etwas sagen, aber der Hals war ihr wie zugeschnürt.
Don Angst gejagt, schritt sie vor Honnecker her ins Haus. Ihre Beine trugen sie kaum mehr die Treppe hinaus. Ihr graute namenslos vor den nächsten Minuten.
Ein rettender Gedanke durchzuckte ihr fiebriges Gehirn: sie wollte in ihr Zimmer eilen, die Tür verschließen ...
Aber Honnecker riß sie zurück.
„Hier herein!" sagte er brutal und zerrte sie am Arm in fein Arbeitszimmer.
Sein harter Griff lieh sie auch drinnen nicht
„Wo warst du?"
Eva tooLte etwas sprechen, irgend eine Ausrede für ihr spätes Heimkommen sagen: aber als sie in Honneckers Gesicht sah, das in unmenschlicher Wildheit glühte, versank ihr jede Hoffnung.
„W.l.st du endlich antworten?" schrie Honnecker und schüttelte sie an den Armen. „Das heißt, du brauchst mir nichts zu sagen! Ich weih alles! Ich weih, dah du bei deinem Geliebten warst und jetzt direkt von ihm kommst!"
Eva stockte der Herzschlag.
Das Zimmer drehte sich um sie.
Honnecker wuhte alles! ... Er wußte von ihrem Zusammentreffen mit Felix ..., er war ihr heimlich gefolgt ..., hatte sie beide beisammen gesehen ...
Aun war alles verloren!
An ihrem Entsetzen erkannte Honnecker, daß er das Richtige getroffen hatte.
Seine Wut kannte nun keine Grenzen mehr. Er schrie Eva an, er überschüttete sie mit Schmähungen. Unvermittelt stieß er hervor:
„Wie heißt der Mann, bei dem du gewesen bist?"
Ein Hoffnungsstrahl zuckte in Eva Witte auf.
Honnecker kannte Felix nicht! ... So drohte wenigstens dem Geliebten feine Gefahr.
„Wie heißt er?" schrie Honnecker nochmals.
Felix Schulhofss Bild tauchte vor Eva auf. Als habe es Wunderkraft, verlieh es ihr ungeahnten Mut zum Widerstand.
Aiemals würde sie des Geliebten Aamen preisgeben! älnö wenn sie sterben mühte, seinen Aamen würde Honnecker nie durch sie ersahrenl
wahrscheinlich in stärkster Aufstellung. Die Bodenbeschasfenheit des Sportplatzes ermöglicht, das Spiel zu jeder Zeit, also auch bei Eintritt schlechteren Wetters, auszutragen. Der Ausgang des Treffens ist vollständig offen.
Dor dem Ligaspiel treten die Al tenHerren der Spielvereinigung 1903 der Fußballmannschaft des Ruderklubs „H a s s i a" - Gießen entgegen. Die „Hassia" treibt im Winter Fußball als Ergänzungssport und hat es darin schon zu beachtlichen Leistungen gebracht. Man wird den Dlauweihen bei dieser Begegnung wenig Siegeschancen zusprechen können.
Dem Sviel voraus geht das Iugendpflichtspiel 1 90 0 1. Jugend gegen WehlarerSport- verein 1. Jugend. Die Gäste sind ungeschlagen, 1900 verlor in Wetzlar sein einziges Spiel. Daraus ergibt sich daß sich am Sonntag die beiden zur -Zeit besten Iugendmannschaften des Gaues Gi h:n-W:hlar gegenüb.rftchen. Der Sieger ist nicht vorauszusagen.
Die Ligareserve spielt ein Gesellschafts- Rückspiel gegen den F. C. S t e i n d o r f bei Wetzlar. Das Dorspiel in Steindorf ging für 1900 hoch verloren. Aach dem hohen (10:1) Sieg der Steindorfer vom vergangenen Sonntag zu urteilen, muß deren S ttelstärke zur -Zeit wieder recht gut fein, so dah auch diesmal auf ein erfolgreiches Abschneiden der Gießener wenig Hoffnung besteht.
1900s dritte Mannschaft spielt voraus- sichtlich in Großen-Buseck gegen die dortige erste Elf und dürfte dabei, trotz guter Aufstellung um eine Aiederlage nicht h.rumkommen.
Die zweite Jugend fährt zum Pflichtspiel nach Aßlar. Cs ist fraglich, ob sie auf dem fremden Platz ihren Siegeszug fortsetzen kann, obwohl man auf Grund der seitherigen Leistungen damit rechnet.
Ein Ges:l schas s p el tragt die dritte Jugend in öteinborf bei Wetzlar gegen die dortige erste Jugend aus. Der Ausgang ist ungewiß.
Die zweite Jugend wird im Pflichtspiel gegen die erste Jugend vom Wetzlarer Sportverein wohl unterliegen. Das Spiel findet in Wetzlar statt.
Handball im Männerturnverein (D.T).
Am kommenden Sonntag wird die zweite Mannschaft des Gießener Männerturnvereins einer Einladung der 1. Mannschaft des Turnvereins Durg-Gemü.'.den Folge leisten. Das Dorspiel im vorigen Jahre konnten die Männerturner mit einem hohen Resultat gewinnen, doch haben die Burg-Gemündener im letzten halben Jahre sehr an Spielstarke zugenommen. Trotzdem liegt ein Sieg der Einheimischen, komplette Aufstellung vorausgesetzt, im Bereiche der Mög.ich- leit.
Handball im Lahn-Dünsberg-Gau
Zur Fortsetzung der Verbandsspiele treffen sich am kommenden Sonntag in Garbenteich der derzeitige Tabellenführer Garbenteich und der Meister Tv. Londorf. Den letzten Resultaten nach zu urteilen, ist ein sehr scharfer Kampf zu erwarten, der erst mit dem Schlußpfiff des Schiedsrichters entschieden ist. In Dorlar trifft die Platzmannschaft auf Staufenberg, die einen knappen Sieg erringen sollten. Das Spiel Wieseck gegen Kinzenbach fällt aus, da Kinzenbach seine Mann- schäft aus der Derbandsrunde zurückgezogen hat. Wieseck trifft daher mit Beuern in Beuern zusammen und wird einen sicheren Sieg mit nach Hause nehmen.
Mit brutalem Griff zwang Honnecker sie in die Knie.
„Willst du endlich sprechen?"
„Aein!"
„Lind wenn ich dich zwinge?"
Furchtlos sah Eva zu ihm auf. Was Tag daran, was mit ihr geschah! ... Wenn nur Felix kein Leid widerfuhr!
„Du wirst mich niemals zwingen, den Mann, den ich liebe, zu verraten!" sprach sie fest.
Ein Wutschrei kam über Honneckers Lippen, als Eva ihm offen ihre Liebe zu dem anderen bekannte.
Seine Augen traten beinahe aus den Höhlen. Wahnsinn loderte in seinen Bücken. Seine Hände griffen nach Evas Hals, würgten sie ... Eva versuchte, zu schreien ..., aber nur ein ersticktes Röcheln kam aus ihrem Mund ...
Plötzlich ließ Honnecker von ihr ab.
Sein Gesicht wechselte den Ausdruck. Ein heimtückischer, lauernder Zug war nun darin.
Man durfte nichts überstürzen! Eva entging seiner Rache nicht ..., aber den anderen, der sie ihm geraubt hatte, mußte er noch vorher treffen!
Heute wußte er feinen Aamen noch nicht, eines Tag'-s aber würde er ihn erfahren! Eines TageS würde sich Eva doch verraten, dann würde er dem anderen zeigen, ob ein Peter Honnecker sich das, was ihm gehörte, so einfach wegnehmen lieft!
Mit brutalem Lächeln sah er auf die Zusammengekauerte.
„Du hast ja auf einmal viel Mut, meine Liebe!" sagte er in beißendem Hohn. Er lachte auf. „Du scheinst übrigens immer wieder von Zeit zu Zeit derartige mutige Anwandlungen zu haben! Das hat ja auch dein Mann damals zu spüren bekommen, nicht wahr!"
Eva Witte hatte sich aufgerichtet. Bei Honneckers letzten Worten wich sie entsetzt einige Schritte zurück. Wie in einer Abwehr hob sie die Hände.
„Sprich jetzt nicht davon! ..stammelte sie.
Er sah sie drohend an.
„Ich werde darüber sprechen, wann es mir paßt ..., ob jetzt ober später einmal, das wird sich finden!"
Seine Stimme wurde nun wieder ganz kalt und sachlich:
„Don heute ab wirst du das Haus nur in meiner Begleitung verlassen! Ich werde dem Dienstpersonal strengste Anweisung geben, jeden deiner Schritte im Hause zu überwachen und alle Dersuche, wegzugehen, zu verhindern! Wir wollen doch sehen, wer hier der Herr ist!"
Wie eine Schlafwandlerin schleppte sich Eva Witte in ihr Zimmer. Dort brach sie zusammen.
Ihre Aerven versagten den Dienst. Hemmungsloses Weinen erschütterte ihren Körper.
Schwimmen im Gau Hessen D.T.
Kommenden Sonntag findet im städtischen Dolksbad zu Gießen wiederum eine Gauvor - schwimmer stunde statt. Den Turnerinnen und Turnern soll Gelegenheit zur Ab eguna bet Prüfung für den Grund- und Prufungoschein der Deutschen Le bens-Rcttungs-Gc seil, «Hast gegeben werden. Für den Grundschein werden 8, für den Prüsungsschein 10 Bedingungen gefordert. Der Schwimmer muß im Schwimmen, Tauchen und in aller Rettungs- und Wiederbelebungsarbeit unbedingt sicher sein.
Arbeiter-Turm und Sporibund.
Am kommenden Sonntag hat Gießen auf dem Trieb die erste Mannschaft W i e s e ck s im Rückspiel zum Gegner. Der Ausgang ist offen» zulassen.
Dorher treffen sich die Iugendmannschaften beider Vereine.
Auf dem Wiesecker Sportplatz wird der Aeu- ling des Bezirkes, L i ch I, der l b-Mannschast Wiesecks gegenübertreten. In diesem Spiel werden die Einheimischen wohl Sieger bleiben.
Am vergangenen Sonntag tagte in Gießen: der diesjährige ordentliche Bezirksfuhball- t a g des 3. Bezirkes. Don 31 fußballspielenden Vereinen des Bezirkes waren 27 Vereine vertreten. Die Berichte, die gedruckt vorlagen, wurden von den einzelnen Funklionären mündlich erläutert und ergänzt. Festgestellt konnte werden, daß auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die Bewegung ein gutes Stück vorwärtsgeschritten ist. Waren es doch am Schluß des Jahres 31 Vereine mit 35 cf iven und 12 Jugendmannschafien, die das Fußballspiel im Bezirk ausübten. Auch in technischer Beziehung konnte eine gute Weiterentwicklung festgestellt werden. In finanzieller Beziehung brachte das Jahr einen guten Abschluß. Aach der Berichterstattung ging der Vertreter des Kreises in längeren Ausführungen auf die geplanten organisatorischen Aende- rungen innerhalb des Kreisgebietes ein. Besonders beschäftigte er sich mit dem bies.ährigen Kreisfest, das in Darmstadt stattsindet, mit dem Länderspiel Oesterreich—Deutschland, bas am 3. Mai in Frankfurt ausgetragen wirb, und mit Iugenbfragen. Hieran schloß sich eine lebhafte Aussprache. Die Wahlen ergaben die Wiederwahl des seitherigen Spiel-Ausschusses, bis auf den Schriftführer, als der Schorn- b e r - Wieseck gewählt wurde. Aachdem die Wahl der Delegierten zum Kreistag vorgenommen war. folgten die Anträge. Ein Antrag des Dor- standes, der eine spieltechnische Ein- und Umleitung der Gruppen und Klassen innerhalb des Bezirkes bringen soll, wurde angenommen. Ein weiterer Antrag, jede Mannschaft des Bezirkes solle jährlich ein Spiel ohne Rückspielverpflichtung im Westerwald austragen, wurde ebenfalls einstimmig angenommen. Aachdem noch der Beginn der diesjährigen Serie auf den 16. März festgelegt worden war, konnte der Dezirksspiellei- ter nach vierstündiger Beratung die Tagung schließen.
Am kommenden Samstag findet in Wißmar der diesjährige ordentliche Bezirksturntag statt. Hier werden die Delegierten der Turnvereine des Bezirkes über die Angelegenheiten ihrer Sparte beraten.
Der Sonntagvormittag bringt ebenfalls in Wißmar den diesjährigen ordentlichen Bezirkstag.
Plötzlich jagte es sie auf. Wirr gingen ihre Augen umher.
Was hatte er gesagt: ... sie dürfe das Haus nicht mehr verlassen! ...
Das konnte doch nicht sein! Sie muhte doch morgen wieder fort! Felix erwartete sie ja!
Wie ein Tier, das gefangen ist und vergeblich an den Stäben seines Käfigs rüttelt, lief sie in ihrem Zimmer hin und her. Ihre Gedanken jagten sich.
Aber je länger sie überlegte, desto größer wurde ihre Aiedergeschlagenheit Honnecker würi e alle Mittel anwenden, um seinen Willen durch- zusctzen; dafür kannte sie ihn.
Sie fand keinen Schlaf in dieser Aacht. In ohnmächtiger Verzweiflung wälzte sie sich in den Kissen.
Mit blassem, verstörtem Gesicht ging sie am andern Tag umher. An den verschlossenen Mienen der Dienstboten erkannte sie, daß Honnecker bereits seine Anordnungen getroffen hatte. Ein junges Mädchen, das bisher vorwiegend Eva zu Dienstleistungen zugeteilt gewesen war und eine große Verehrung für sie hegte, verließ an diesem Morgen für immer das Haus: ‘"onneder schien sie nicht für verläßlich genug g halten zu haben.
Gegen Mittag schlich Eva in honneckers Arbeitszimmer. Sie wollte versuchen, an Felix Schulhofs zu telephonieren, damit er sie vorerst nicht mehr erwarte.
Sie hatte schon den Hörer abgenommen, da kam ihr ein Gedanke. Rasch ging sie zur Tür und riß sie auf.
Honneckers Diener stand lauschend davor.
Empörung bemächtigte sich Evas.
„Was machen Sie hier?" stieh sie zornig hervor.
Der Mann zuckte mit den Schultern, sagte aber nichts darauf.
..Ich verbitte mir ihre Unverschämtheiten: merken Sie sich das!"
Der Diener blickte Eva frech an.
..Bitte, beschweren Sie sich über mich bei Herrn Honnecker!"
Da wußte Eva, daß sie verspielt hatte. Jeder ihrer Schritte, jede ihrer Handlungen wurden scharf bewacht. Aus Honneckers Befehl hatte der Diener sie belauscht: auf diese Weise hoffte Honnecker wohl, die Telephonnummer zu erfahren, die sie anrufen würde. Es war ein Glück, daß sie den Lauscher rechtzeittg entdeckt hatte; sonst wäre Felix jetzt verraten.
Aun würde er sie heute vergeblich erwarten unb_ sich ihr Aichtkommen, ihr Schweigen nicht erklären können. Er würde traurig sein, sich nach ihr sehnen, sich vielleicht um sie sorgen...
Vielleicht würde er ihr auch zürnen, weil er ihr unbegründetes Fernbleiben nicht verstand. Sie konnte es nicht ändern...
(Fortsetzung folgt)


