Ausgabe 
20.6.1930
 
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Sreitag, 20. Juni (950

der angenehmen Seite und kannten infolge gröbe­ren (Eifere und belle re n ccfyuftoer mögen» die Gaste mit dieser hoben Niederlage nach Hause schicken.

Die 1. Mannschaft und die Iugcndmonnschast empfängt nächsten Sonntag die gleichen vom Turn­verein Dorheim bei ixriebberg.

Groben Busecks (Erste wird das Spiel crfatzgc- jdimiutit bestreiten müssen, dürste aber trotzdem in» folge gröberer Spielerfahrung als Sieger hervor- gehen.

öpieloereiniflunfl 1900 Gießen.

6. Die Blauweihen beendeten am SamSlag- abenb die Fußballsailvn 1929 30 auf dein Sport­platz an der Liebigshöhe in wenig erbaulicher Weise Die Einheimischen muhten gegen die Viga* elf des Fußbastsportverein» Bergen eine Nieder­lage mit 4:2 Toren hinnehmen. Man muh An­gehen, dah der Sieg der Gäste in dieser Hohe verdient war, wenn sich auch beide Parteien ein meist ausgeglichenes Tressen lieferten. Der Giehener Sturm zeigte ein so zerrissenes Spiel, Wie man es selten von ihm gewohnt war und begang dabei immer wieder den alten Fehler, den Gegner durch Innenspiel zu Überwinden, statt sich des erfolgreichen Flügelangriffes zu bedienen. Dielleicht lag die Schuld im Fehlen des SturmsührerS Adelberger, der durch Neuweiler nicht ersetzt werden konnte. Alle Giehener hielten säst ohne Ausnahme den Ball zu lange, der dadurch oft in den Besitz de» slinken Gegners kam, während 1900 die besten Chancen ungenutzt verloren gingen. Besonder» Glitsch hat sich mit seinen vielen Rückgaben eine Spielweise angewöhnt, die der Mannschast nicht zum Dorteil gereicht. Die Spielvereinigung hatte ihren besten Mann im linken Läufer Katz, Während Brambach im Tor eigentlich zwei Treffer hätte verhüten können. Ansprechend spiel­ten die Verteidiger, Wurden aber zum Schluffe durch Versagen der Vvrderleute allzusehr über­lastet.

Nach längerem FeldsPiel kam Bergen durch ein Eigentor der Giehener bei einem Eckball zum ersten Treffer. 1900 glich zwei Minuten später durch Foulelfmeter auS, da der Rechts- auhen bei einem rasanten Angriff ganz in TorS- nähe unfair gelegt wurde. Bald nach dem Seiten­wechsel schoh Heilmann für 1900 das Füh­rungstor nach recht fchöner Leistung; dann liehen sich aber der Gästchüter und die beiden Riefenverteidiger durch brillante Abwehrleistun­gen nicht mehr bezwingen. Die Plahbefitzer Heften sehr nach in ihrer Kampfkraft. Man baute regel­recht ab. Der schnellere und srischere Gegner nutzte diese Schwäche geschickt aus und stellte durch drei Weitere Treffer seinen Sieg sicher.

V. f. 25.

DaS Gesellschaftsspiel der Ligareserve gegen die erste Mannschaft AhlarS endete mit einem 4:2-6ieg der DfDer. Diese standen letztmalig in ihrer alten bewährten Aufstellung und lie­ferten ein prächtige- Spiel. Sie waren mit einem lobenswerten Eifer bei der Sache, kombinierten gut und verstanden zu fchiehen. Angenehm ent­täuscht war man von der Leistung der Gäste, die durch ein beachtenswerte- Können überraschten und der Plahels den Sieg nicht leicht machten. Besonder- gefallen konnte ihr halbhohes, präzise» Zuspiel, gepaart mit einer außerordentlichen Schnelligkeit. Wenn die Ligareserve trotzdem mit zwei Toren Unterschied gewann, so zeigt die», dah sie in bester Fahrt war. Eine erfreuliche Tatsache, um so mehr, als sich mit diesem Tressen einige ältere verdiente Spieler deS Platzverein»

handeln. Der hier gezeigte LebenSauSschnitt kann durchaus in allen Einzelheiten sich einmal so dargestellt haben (obwohl eS nicht besonders wahr­scheinlich ift) aber e» Wäre salfch, daS hier entworfene Bild zu verallgemeinern oder als Norm anzusehen. DaS wäre ein unwahre-, verzeichnetes Bild, gegen da- sich die unter ähn­lichen Bedingungen zu Hunderten arbeitenden jungen Studentinnen mit Recht verwahren wür­den. Roman: gut, das mag gelten; aber fein »Zeitroman", kein Schlüsselroman, keine Bild­reportage auS der Wirklichkeit. (Wir haben auch unter keineswegs immer rosigen Verhältnissen studiert und unfern Doktor gemacht; aber wenn man an diese Zeit -urückdenkt, dann kommt einem doch manches und gerade in den entscheidenden Szenen recht unwahrscheinlich und eben ro­manhaft vor.) Dabei soll nicht übersehen werden, dah eine ganze Reihe von Motiven durchaus gut und richtig gesehen und empfunden und ganz echt gestaltet ist. Bemerkenswert scheint unS allerdings, daß der Film die Verhältnisse des RomanS insofern verschiebt, als er mehr Gewicht aus die Liebesgeschichte als auf die Problematik der im Lebenskampf stehenden Studentin legt, und daß er überdies da- Schicksal des Professor» AmbrosiuS mehr in den Vordergrund stellt, so daß die Gestalt der Studentin Willsüer gelegentlich etwas zurücktritt oder ganz verdeckt wird, ilebri- gens ist das Werk Wieder einmal typisch für die Schwierigkeiten und Widerstände, die sich der Uebernayme einer Romanhandlung in die filmi­sche Bildersolge entgegen stellen: es ist nicht zu übersehen und eS ist ein Mangel des Film», daß er (gegen Ende) an entscheidender Stelle eine Lücke in der Entwicklung klassen läßt, die der Roman mit starken Mitteln auszufüllen und zu gestalten bemüht war. Man wird im Film vor Tatsachen gestellt, deren Zustandekommen nut eine lebhafteJJhantafie sich rekonstruieren kann. Aus dielen Teil der Entwicklung Wäre e» aber gerade seht Wesentlich angekommen. Wenn ander» es sich hier ernstlich um den Roman einer Stu­dentin handeln sollte, der aus der rauhen Wirk­lichkeit und dem realen Leben genommen ist. ES wird unter der Regie von Fred Sauet anerkennenswert gut gespielt. In der Titelrolle; die Tschechowa; sympathisch und glaubhaft und durchaus nicht, wie man vielleicht hätte ver­muten können, zu alt für die Partie. Ebenso überzeugend Wirft neben ihr Stahl-Nach­bau r (Professor Ambrosius); von den Chargen vor allem Valentin und Etlinger in ein paar fein auftgearbeiteten, kurzen Szenen. Der Film sollte, so problematisch er ist, gerade in einer Llniverfitätsstadt mehr interessiertes Publikum anziehen, als bei der gestrigen Pre­miere im Lichtspielhaus anwesend war.

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Nr. 142 Zweiter Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen)

Turnen, Sport und Spiel

Der Allgemeine Deutsche Turnerbund hielt

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stud. chem. Helene Willfüer".

Stummer Film, nach dem bekannten und sehr nftrittenen Roman der Dicky Daum. Der Ro-

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Wert. Seine Radioanlage weift Neuerungen und Lei­stungen auf, wie sie bei keinem anderen Schiss der Welt vorliegen. Die Telesunkenstation an Bord ent­hält 5 Sender für lange, mittlere und kurze Wellen, alle mit den dazugehörigen ausgedehnten Empfangs­anlagen, insgesamt 9 Empfänger, fo dah man von einer Radio-Grostanlage an Bord fprechen kann. Sämtliche Sender können mit Hilfe eine» Maschinen­gebers Schnellbetrieb biS zu ISOWorten durchführen, sie können gleichzeitig nebeneinander arbeiten, ohne die eigenen Empfänger an Bord zu stören, ermög­lichen also Duplex» und Triplexverkehr. 9 Funkossiziere sind nötig, um den Verkehr zu bewältigen, der auf einer der letzten Überfahrten 50000 Worte, einschließ- lich 1725 kommerzieller Telegramme, erreichte.

Zur Funkanlage der.Bremen'' gehört auch ein Telesunken-Peiler, der kürzlich dem Führer de» Dremen-PoftflugzeugS, das in 1100 km Entfernung von der Küste nach Boston mit der Post von Bord der .Bremen" mit Hilfe des Katapult» abgewogen und unterwegs in dichten Nebel geraten war, Den Rückflug zu dem in schneller Fahrt nach Neuyork be­findlichen Mutterschiff durch Zurücktelegraphieren der zu steuernden Kurie ermöglichte.

Die Leistungen der Telesunlen-Stationen an Bord des Luftschiffes »Gras Zeppelin" während de» Rund­flugs um die Erde sind noch in guter Erinnerung. Das Luftschiff stand, als e» Neuyork ansteuerle, mit der Südpol-Expedition deS Commander Byrd über 12000 Kilometer Entfernung in Verbindung.

Ein spezielle» Anwendungsgebiet der Hochsre- guenztechnik ist die Telephonie längs Hochspannungs­leitungen zur Verbindung der Elektrizitätszentralen mit ihren llnterftationen. Hier ist als besondere Lei­stung hervorzuheben, bah c$ gelungen ist, auf einer 220OOO-Volt-Leitung 450 Kilometer weit von Köln nach einem groben Umspannwerk bei Stuttgart ein­wandfreie Telephon Verbindung herzustellen.

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athleten daran teil und hofft auf einige Erfolge. Mohl hat für Kugelstoßen, DiskuS und Hammerwerfen gemeldet. Er wird auf dem Platz der Spielvereinigung belfere Abwurfverhältnisse antreffen al» an den vergangenen Sonntagen und kann damit auch eine bessere Leistung auf- ftellen. Jakob springt hoch und mut Iw Hochsprung kann er vielleicht einen Platz belegen.

- Büttner und R Fischer laufen die 400 Meter. Sie müllen beide ichon in lehr guter Form fein. Wenn sie sich gegen Kalfel durchsetzen Wollen. Helfe geht über die 5000 Meter. Er hat hierbei Gelegenheit, die am Dorsonntag erlittene Schlappe Wieder Wettzumachen Koch startet erstmalig über 100 Meter und hat Kugel und Diskus belegt. G Müller hat sich die 1500-Meter-Strecke gewählt. Ob sie sich in diesen Konkurrenzen zurechtfinden, ist adzu- Warten. Nagel bestreitet die für Alte Herren ausgeschriebenen Konkurrenzen 100 Meter, Weit­sprung und Äugclftofien. Wenn er im 100-Meter- Laus dieselbe Leistung aufbringt wie in Wetzlar, sollte er Chancen haben. Außerdem hat D f.D. eine lOxlOO-Meter-Iugendstassel gemeldet.

25unöe0furnfaa des Allgemeinen Deutschen Turnerbundes.

Frankfurt a. M. feinen 7. Bundesturntag ab. der in allen Teilen einen guten Derlaus nahm. Die Berichte der Ausschüsse zeigten gute Leistun­gen. Zur Zeit nennt der ADT. etwa 50 000 Mitglieder sein eigen Der Beitrag wurde im Hinblick auf die Wirtschaftliche Notlage nicht er­höht. Die Bundesmeisterfchaften für 1931 wurden vom Schwäbischen Turn- und Spielverband über­nommen. Der Bundeswaldlaus findet im Rhein­land statt. Die Wahlen brachten Deränderung in dxn Bundesvorstand.t Herr Schuber aus Weil im Dors übernimmt den Bundesvorsih. Der seitherige Dundesjugendwart Fink, Schwal­heim in Oberhessen wird wiedergewählt.

Turngau Lahn-Dünsberg.

Leichtathletischer Vereinsweltkampf In Kinzenbach.

1. Rodheim 83 Punkte; 2. Kinzenbach 78 Punkte; 3. Launsbach 55 Punkte.

In dem am letzten Sonntag zu Kinzenbach aus- getragenen Vereinswettkampf konnte Rodheim mit 5 Punkten Vorsprung als knapper Sieger vor Kin- zeiibach hervorgehen, während Launsbach weit zu­rück den 3. Platz belegte. Die Kämpfe wurden bei prächtigem Wetter durchgeführt und brachten sehr schöne Leistungen. Nachstehend die Resultate:

100 Meter: 1. Schieserstein (Launsbach) 11,8; 2. Heitz (Rodheim) 12,3; 3. Schlierbach (Rodheim) 12,6; 4. Mandler (Kinzenbach) 12,8 Sek. Das Feld lag bis 90 Meter auf gleicher Hohe, wo Schieferstein mächtig antrat und mit 2,5 Meter sicher hegte. Die Zeit ist als gut zu bezeichnen, da auf einer Gras- bahn gelaufen wurde.

800 Meter: 1. Bcpler (Kinzenbach) 2:2,3; 2. Schlier­bach (Rodheim) 2:3,6 Min.; 3. Bender (Rodheim); 4. Winter (Launsbach). Beplcr führte von 'Anfang an und siegte, in schönem Stil laufend, sicher. Die Zeit ist als besonders gut zu bezeichnen.

4X100-Mcter-Staffel: 1. Rodheim 46,2; 2. Kin­zenbach 47,1; 3. Launsbach 48 Sek. Sicherer Sieg Nodheims.

Weitsprung: 1. Schieferstein (Launsbach) 6,50; 2. Heitz (Rodheim) 6,15; 3. Leib (Kinzenbach) 5,98; 4. Bender (Rodheim) 5,80 Meter. Eine schone Lei- ftung des Siegers, welcher 6,15, 6,32 und 6,50 Meter erreichte.

Hochsprung: 1. Schlierbach (Rodheim) 1,56; 2.

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Zentrale der für diesen Derkehr bestimmten Sender ist die der TranSradio A.G. gehörende Großfunkstelle in Hauen. Dort find nicht weniger als 11 Kurzwellen­sender ausgestellt, die mit Hilfe von Gtrahlwerfem nach den verschiedensten Richtungen mit den lernen Gegenstationen der fremben Hemisphären arbeiten. Die Strahlwerfer auf der Sende- und Empfangs­station erhöhen die Empsangsstärken um das Mehr- tausendfache, so dah selbst in Zeiten größter Schwä­chung noch genügend Empsangsenergie vorhanden ist. Wortgeschwindigkeiten bi» zu 300 Worten in der Minute sind durchaus möglich. Auf der Linie Rauen - Buenos Aires erzielt man im Tagesdurch­schnitt lOOWorte pro Minute. Die Beförderung eines eiligen Dörsentelegramms von Berlin nach Neuyork dauert nur einige Minuten von der Auslieferung des Telegramms bis zur Aushändigung an den Adressa­ten. Der für den kommerziellen Betrieb benutzte Groh« stationSempfänger sieht allerdings etwas anders aus als etwa einRundfunkempfangSapparat.Erist2Meter hoch, 0,8 Meter breit, wiegt rund 7 Zentner und ent­hält nicht weniger al» 19 Rohren.

Viele der transozeanischen Radiolinien sind auch für Telephonie eingerichtet, die nach Buenos Aires steht seit 1929 im öffentlichen Verkehr. Aus der Linie Berlin-Bangkok hat der siamesische Prinz Pura- chatra versuchsweise l1 , Stunden lang von seinem Palast in Bangkok aus mit Bekannten in der Pri­vatwohnung in Berlin und Hamburg wie ein Fern­sprechteilnehmer zu den andern gesprochen, wobei die Verständigung so klar und deutlich war, als ob die 9000 Kilometer zwischen Siam und Deutschland gar nicht vorhanden gewesen wären.

Gleichzeitig mit den Telephonieversuchen auf der Linie Nauen-Buenos Aires erfolgten ermutigende Verlache mit drahtloser Dildübertragung. Ein hüb­sches Beispiel für die praktifche Bedeutung dieser Bildübertragungsversuche war die -Übertragung der Photographie des Augenhintergrundes eines in Der- [in erkrankten Argentiniers nach Buenos Aires, die aus diagnostischen Gründen flch als unaufschiebbar herauSstellte. Das Bild des Augeninnern wurde in 8 Minuten nach Dueno» Aires telegraphiert. An Hand der Photographie konnte der argentinische Arzt sofort seine Diagnose stellen und mit demselben Kurz­wellensender, der für die drahtlose Bildübertragung diente, sein Gutachten seinem Berliner Kollegen zurücktelephonieren. Eine Übersendung der Netzhaut­photographie mit dem Postdampfer hätte mindestens 16 Tage gedauert.

Die Kurzwellenkelephoniestationen sollen neuer­dings auch zur telephonischen Verbindung mit auf See befindlichen Schiffen nutzbar gemacht werden. An Stelle des EtrahlwerferS mit Reflektor muh dann ein einfaches, nach allen Seiten strahlendes Gebilde alS Antenne dienen. Diele Schiffe find schon mit Kurzwellenempfängern ausgerüstet, darunter auch die .Bremen" des Norddeutschen Lloyd. Dieses Schiff ist auch sonst in radiotechmscher Hinsicht recht bemerkens-

man war bereits eine ungleiche Leistung, in der Gutes und Mißlungenes sich begegnen. Der Film, abweichend von der Dorlage, wie meist in der­artigen Fällen, hinterläßt ähnlich zwiespältige Eindrücke wie die Lektüre des Buches. Es kommt aus die Einstellung und die Ansprüche an, die man an das Werk erhebt: Wenn man den Film als Spielsilm mit einer durchaus romanhaften Handlung werten will, dann darf er im ganzen als gelungen, in einzelnen Teilen sogar als ausgezeichnet gelten. Sucht man im Film etwa die gültige Gestaltung der modernen Stu­dentin. dann ist er ebenso verfehlt wie der Ro­man, wo er mit dem gleichen Anspruch auf tritt. Es kann sich in beiden Fällen nicht um das typische Schicksal der modernen studierenden Frau

Schmidt (Rodheim); 3 Schieferstein (Launsbach) 1,56 (durch Stechen entschieden); 4. Bcpler, L. (Kin­zenbach) 1,51 Meter.

Stabhochsprung: 1. Bepler D. (Kinzenbach) 3,16; 2. Beplcr, L (Kinzenbach) 3,06; 3. Reetz (Rodkeim) 2,96, 4. Bender (Rodheim) 2,86 Meter Eine schone Leistung des Siegers.

Kugelstoßen: 1. Bepler, W (Kinzenbach) 10,26; 2. Winter, E (Launsbach) 10,08; 3. Winter, K (Launsbach) 9,63; 4. Bepler, L (Kinzenbach) 9,42 Meter. Hier entschied der letzte Wurf des Sieger», welcher bis dahin erst 9,40 Meter erreicht hatte

Steinstoßen: 1. Heitz (Rodheim) 6,56 2. Bepler, L. (Kinzenbach) 6,53; 3. Hassclboch sRodhcim) 6,23; £ Beplcr, W (Kinzenbach» 6,21 Meter. Knapper Sieg, welcher mit dem zweiten Wurs erzielt wurde.

Diskuswcrsen: 1. Bcpler, R. (Kinzenbach) 26,90; 2. Harr (Launsbach) 25; 3. Winter, E. (Launsbach) 24,78, 4 Halsclbach (Rodheim) 24,50 Meter. Schlechte Leistungen. Unerwarteter Sieg von Bcpler, welcher hier zum erstenmal im Wettkampf stand.

Speerwerfen. 1. Schmidt (Rodheim) 39,13; 2. Heitz (Rodheim) 38,68 ; 3. Bcpler, R. (Kinzenbach) 36,74; 4. Leib (Kinzenbach) 36,08 Meter. Schmidt kam hier Nicht recht in Schwung und konnte nur knapp vor seinem Vercinskamcraocn siegen.

Schleuderballwerfen: 1. Bcpler, W. (Kinzenbach) 41,72; 2. Bcpler, L. (Kinzenbach) 41,44; 3. Hasscl- bach (Rodheim) 38,02; 4. Heitz (Rodheim) 37,01 Meter. Sicherer Sieg der Dcbrüder Bepler, welche bereits mit den ersten Würfen drei Meter vor den anderen lagen.

Handball im Lahn-Dünsberg-(Hau.

To. Lollar 1. Mannschaft Garbenhelm 1. Mann­schaft 3:1 (1:1).

Vergangenen Sonntag standen sich die Mann­schaften zum Rückspiel aus dem Raunheimer Sport­platz gegenüber. I)as Spiel, welches durchweg sich in sehr scharfem Tempo abwickelte, war zunächst ausgeglichen, bis Lollar unhaltbar das Führungs­tor schoß. Karbenheim, welches mächtig drängte, Halle noch vor Halbzeit Gelegenheit, auszugleichen, fo daß es mit 1 1 in die Pause ging. Run fand sich Lollar noch besser zusammen und konnte noch zwei Tore erzielen. Alles in allem ein sehr schönes Spiel und fair von Anfang bis Ende.

Lollar Jugend Garbenheim Jugend 3:0.

Auch bei den Iugendmannschaften war ein sehr flottes Spiel zu sehen. Lollar kam mit seinem guten Sturm, unterstützt von einer flinken Läuferreihe, bald in Führung, spielte auch weiterhin überlegen, und so wurde das Spiel verdient mit obigem Re­sultat gewonnen.

Garbenleich Jgd. Dorlar Jgd. 14:5 (3:4).

Einen weiteren schönen Erfolg in ihrer Siege»- ferie konnte die Varbenteicher Jugend am ver­gangenen Sonntag aus eigenem Platze für sich verbuchen. 3n der ersten Halbzeit Waren die Gäste etwas überlegen. Nach Seitenwechsel än­derte sich daS Bild erheblich, und sah man jetzt die Gastgeber dauernd in Front. Der hohe Sieg der Platzmannschaft ist insbesondere auf die Schußsreudigkeit des Innentrio» des <5türme» und die glänzende Arbeit deS Torwart» zurück- zusühren. Bei den Gästen, welche immer ein flottes und offene» Spiel zeigten, ist besonders der Mittelstürmer hervorzuheben.

Handball im T. V. Sfoßen-Buseck.

Mlv. Gießen 1. Schüler Großen-Vuseck 1. Schüler 0:10 (0:6).

Am vergangenen Sonntag trafen sich beide Mannschaften zu einem Freundschaftsspiel in (Bro- ßen-Buseck. Die Schüler Busecks enttäuschten nach

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Spitzenleistungen der deutschen Radiotechnik.

Von Dberingenieur K Hirsch, Serlin.

Während e» eine deutscheRadioindustrie schon feit Beginn des Jahrhundert» gibt, hat bat große Publikum mit dem Radio erst seit Einführung bet Rundfunks, also feit etwa sechs Jahren nähere Be­kanntschaft gemacht. Durch den Rundfunk konnten sich Millionen von Hörern auf Grund eigener Beobach­tungen von den Errungenschaften de» Radio» un­mittelbar überzeugen. Durchtonen doch heute nicht Weniger als 250 Rundfunksender die europäische At­mosphäre zwischen Ural und Atlantik. Die Fülle des Gebotenen ist bereit» manchem zu viel. Deshalb geht daS Bestreben in der letzten Zeit dahin, das jetzige Heer der vielen kleinen, öfters sich gegenseitig stören­den Sender durch eine Auswahl weniger, aber beson­ders kräftiger und gut modulierter Großsender zu ersetzen, wodurch dem Gedränge der 250 ein* Ende beschieden wäre. Der erste dieser neuen .starken" Sen­der Europas, der jetzt in Betrieb gekommen ist, ist der Gender der Telefunken-Gesellschaft in Oslo. Mit seinen 60 KW in der Antenne ist er 40 mal stärker als der alte Sender in Oslo und immer noch doppelt so stark wie der Deutschlandfender in Konigswusterhau- fen, so bah man wohl von einer Spitzenleistung der deutschen Rundfunksendertechnik sprechen kann. Die ebenso kräftige wie klare Stimme dieses Riesen ist weit über Norwegen hinaus bis nach Ägypten hin zu Horen.

Der hohe Stand der Rundsunkfendertechnik wäre aber als wertlos zu bezeichnen, wenn er nicht durch gute Empfangsapparate auSgenutzt würde. Auch auf diesem Gebiet sind große Fortschritte zu verzeichnen. Dor allem gilt es. solange die Einschränkung der Zahl der Sender noch nicht durchaeführt ist, Apparate zu konstruieren, mit welchen sich eine genügende Tren­nung der dicht aufeinanderfolgenden Stationen durch­führen läht, ohne bah bie Tonqualität und die Klang­reinheit leibfct. Diese Forderungen konnte nur ein Mehrkreisempfänger erfüllen.

Als Beispiel eines derartig modernen Fememp- fangsapparates kann der Telesunken 40 dienen, ein Zweikreisempfänger für Guropaempfang ohne Au- fjenantenne. In ihm finden wir die Echirmgitterröhre, bie uns bas Jahr 1929 gab, und die infolge ihrer auherordentlichen Derstärkungsziffer heute bereit» zum eisernen Bestand eines modernen Empfangs­geräts gehört.

Parallel mit der Entwicklung der mit mittleren Wellen arbeitenden Rundfunktechnik und nicht min­der stürmisch verlief die Entwicklung der Technik der Kurzwelle. Hier verdienen einige Rekordleistungen hervorgehoben zu werden. Die Kurzwelle dient be­kanntlich vor allem zur Überbrückung sehr großer Ent­fernungen, also für den transozeanischen Verkehr. Die

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Leichtathletik.

Bezirkekmeisterschasten von Hessen- Hannover in Gießen.

ö. Für kommenden Sonntag hat der Bezirk Hessen-l)annooer die Spielt*Peinigung 1900 (Biegen mit der Durchführung seiner Meistcrschasten beauf­tragt. Rach einer Zeitspanne von sechs Jahren wird man also (Belegenheit haben, die Elite der seicht- athleten aus (Böttingen, Kassel, Fritzlar, Marburg, Wetzlar, Weilburg usw. am Start zu sehen. Zehn Vereine mit über 100 Teilnehmer haben ihre Mel- bung abgegeben, so daß in allen Konkurrenzen interessante Kämpfe zu erwarten sind. Der auf- strebende' Dau Dießen-Wetzlar wird dabei mit ollen Kräften versuchen, den (Bau Kassel zu übertrumpfen. Die meisten Teilnehmer von den Vereinen stellen 1900 Dießen mit 35 und Hessen-Preußen Kassel mit 23 Athleten. Die meisten Nennungen wurden zum 100-Meter-Lauf abgegeben und zwar 34. Schaurig, Freund, Hessen-Preußen, Müller, Weil­burg, und Duyot 1900, sind die aussichtsreichsten Bewerber, lieber 200 Meter findet man dieselben Namen, dazu Dundlach, Kurhessen, und Deist, 1900. Die 400 Meter sind natürlich Schaurig, Kassel, nicht zu nehmen, der zu den Besten in Deutschland zählt, lieber 800 Meter wird Bepperling 1900, seine Meisterschaft vom Vorjahr zu verteidigen haben, wobei er mit Drößel und Althoff, Kassel, zu rechnen hat. Die 1500-Meter-Strecke ist diesmal nicht so stark besetzt. Peters I 1900, ist hier Favorit, da Wolbert, der sympathische Hessen-Preuße in keinem (rfn.ielrcnnen startet. Auf den Plötzen erwartet man Roukstadt (Kassel), Dünther 1900, und Hebrling (Wetzlar). Der 5000-Meter-Lauf verspricht eine beson­dere Delikatesse, da hier die alten Rivalen Schey- hing (Kassel) und Paul 1900, wieder erbittert ringen werden. In dcn beiden letzten Jahren konnte der Hessen-Preuße jedesmal knapp gewinnen. Diesmal will aber Paul den Spieß umkchrcn, da er sich stark verbessert hat und bei der Hitze auch der Härtere ist. Die 110-Meter-Hürden bringen eine Wieder­holung des Kampfes Sobottko gegen Hopfenmüller. Die Sprungbewerbe find durchaus offen. Im Hoch­sprung sind mit Weil 1900, Capello (Wetzlar) und Schaurig II, drei Leute am Start, die alle schon 1,70 Meter übersprungen haben. Dazu kommt noch der gute Jakob vom VsB. Dießen. Den Weitsprung wird sich jedoch Rauschs Hessen-Preußen, wohl kaum nehmen lassen. Im Stabhoch hat der talentierte Jung 1900, die besten Aussichten. In den Würfen wird sich weder Mohl, VfB., das Kugelstoßen, noch Paulus (Wetzlar) das Diskuswerfen entgehen lassen. Paulus wird olles daran setzen, um die Spitze, die ihm am Sonntag von Hänchen (Berlin) mit 45,50 Meter entrissen wurde, zurückzugewinnen. Vollkom- men offen ist das Speerwerfen. Dr. Schlotthouer (Fritzlar) und Hopfenmüller 1900, sind die beständig­sten Werfer. Die Staffeln bringen meistens Zwei­kämpfe zwischen Hessen-Preußen und der Spiel­vereinigung. Mit 4 mal 100, 4 mal 400, 4 mal 1500, 10 mal 100 und 10 mal 100 für Jugend wird das Programm sehr interessant belebt. Der Veranstalter wird sein besonderes Augenmerk darauf richten, daß die Kämpfe so rasch wie möglich abgewickelt wer­den, damit der Zuschauer immer in Spannung bleibt, was gut möglich ift, da nur in einer Klasse gestartet wird.

V.f.B. Leichtathletik.

Am kommenden Sonntag finden auf dem Sportplatz der Spielvcreinigung 1900 die le i ch t- athletischcn BezirkSmei st erschuften statt. D. f. B. nimmt mit feinen besten Leicht-

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