Oer Fremdenverkehr in Gießen.
3m Winterhalbjahr 1929 1930 (Oktober bi» einschließlich März! hat sich der Zrem den- verkehr in Gießen im Vergleich zu den entsprechenden Monaten de» Vvriahres rviede- rum in ansehnlicher Weise gestei - gert.
Es übernachteten in der Zeit vom 1. Oktober 1929 bis 31 März 1930 in 22 Hotels und Gasthöscn, sowie in einer Pension insgesamt 19 750 Fremde mit 23 350 Liebernachtungen. (3n der gleickcn Zeit des vorhergehenden IahrcS wurden insgesamt 16192 Fremde mit 25 066 Liebernachtungen gezählt.)
Der Fremdenverkehr im Winterhalbjahr 1929 1930 verteilt sich im einzelnen wie folgt: Oktober 3676 Fremde mit insgesamt 5339 Liebernachtungen: Rovember 3568 Fremde mit 5113 Liebernachtungen: Dezember 2513 Fremde mit 3775 Liebernachtungen: Januar 3253 Fremde mit 4675 Liebernachtungen: Februar 3251 Fremde
mit 4687 Liebernachtungen: März 3489 Fremde mit 4761 Liebcrnachtungcn.
Don den im Winterhalbjahr hier angekommenen Fremden hatten ihren ständigen Wohnsitz in Hellen 3601, Hessen-Rassau 4225. Rheinland und Westfalen 3679, übriges Preußen 3479, Vaden 653, Rheinpfalz 349. übrige» Bayern 633, Württemberg 527, Sachsen 809. übrige» Deutschland 1435, Ausland 363. Besondere Veranstaltungen größeren Stil» während der Berich t-zeit, die auf den Fremdenverkehr Einfluß ausgeübt hätten, lagen nicht vor.
Dieses erfreuliche Ergebnis des Fremdenverkehrs in unserer Stadt ist zu einem großen Teile der außerordentlich rührigen Arbeit de» Der- kehrSvereins und deS Stadtverkehrsamtes, die in engster Wsise zusammenarbeiten, zu verdanken. 'Die Bürgerschaft kann au» den vorstehenden Ziffern klar erkennen, wie wichtig eine rührige DerkehrSwerbung für unser Gemeinwesen ist.
Klus der provinzialbauptstadt
Gießen, den 19.Juni 1930.
Tanz um die Laterne.
Täglich kehren die Rächte später bei un» ein. denn die Sonne verabschiedet sich nicht mehr so eilig wie vor Monaten. Sie freut sich ihrer herrlichen Strahlenkraft, die die Erde so grün und blumenbunt gemacht, daß jede Wiese wie eine Märchenau prangt, jeder Wald wie ein Wunder- dom dem hohen Himmel sich entgegen türmt. Sie freut sich der tollkühnen Schleifen der flinken Schwalbe, der jubilierenden Steilflüge der kleinen Lerche, die „an ihren Liedern emporklettert", und der schönen Kreise, die der Storch in kunstvollem Segeln hoch ins Blaue zirkelt. Sie freut sich des überschwenglichen DogelkonzertS und des Restglücks der kleinen Meisen im Busch, der zierlichen Bachstelzen am Wiesengewässer, die emsig und besorgt ihre Zungen betreuen. Erst wenn sie ihre Lieblinge ermüdet und still sieht, rafft sie ihre goldene Schleppe und geht am Horizont unter im wundervollsten Farbenspiel des Gewölk»^ dessen Rachleuchten die kurze Frist der Dämmerung zauberisch verklärt.
Dann aber flammen wider da» einbrechende Dunkel Laternen auf, die menschlichen Pfade zu erhellen. Ihr Licht steht wie eine Phalanx von gezückten Lanzen gegen die andrängende Rächt. In den Hauptstraßen stoßen die Lichtinseln schattenlos ineinander, und das Dunkel verkriecht sich in die tiefsten Häuserwinkel. Aber in weniger belebten Gassen und am Rande der Stadt führt die einsame Laterne einen stummen, aber zähen Kampf gegen die anstürmende Rächt. Doch sie kennt die Macht ihrer Strahlen und kichert leise in ihrem gläsernen Gehäuse, wenn etwa ein Windstoß, den die Rächt auf gestachelt, wütend wider sie an rennt. Sie ragt wie ein kleiner Leuchtturm auf, den Menschen, der aus dem Dunkel der Landschaft kommt, heimführend in die helle Stadt.
Aber sie wird zum Irrlicht für alles nächtliche Surrer- und Flügclvolk der Insekten. Ihre Strahlen blenden und verwirren den raschen Flug» dahinpfeilenden Rachtfchwärmer, und reißen ihn wie mit magnetischer Stromgewalt in die Grelle des Lichtstems. Gr vergißt deS lockenden Dufts der nächtlich geöffneten Kelche und der süßen Rektarlabe, an der er sich berauschen wollte. Lichttrunken rennt er gegen die Glaswand der seltsamen Riesenblüte und umkreiselt sie in rasender Erregung. Einige Motten und Fliegen gesellen sich zu ihm und erliegen wie er dem Lichtzauber in wirbelndem Tanz. Plötzlich stürmt mit harten Flügeldecken ein summender Käfer wider die grelle Wandung, daß er von dem Anprall zurücktaumelt und fast auS feiner Flugbahn stürzt. Lim so wütender wiederholt er seine Einbruchsversuche in den Lichtkern mit stärkerem Gebrumm in tollen Ringen und Spiralen. Immer größer wird der Kreis der Tänzer, immer dichter geknäult der Tanz. Kleine Motten liegen bereits mit zuckenden Flügeln am Boden und scheiden vorläufig auS aus dem wilden Turnier. Ob sie sich noch einmal erheben werden? Ein großflügeliger Käfer fällt ebenfalls hart an den Boden. Seine hellbraune Unterteile und noch Heller gesäumten Flügeldecken verraten einen bekannten Wasserbewohner, den Gelbrand. Wahrscheinlich war er zu einem Liebesabenteuer auf- geftlegen und fein Flug zu einem anderen Gewässer hatte ihn unglückseligerweise am Licht- seld der Laterne vorbeigeführt. Ich setze ihn in daS hafcc Gebüsch eines Gartens und wünsche ihm Glück auf den Weg.
Der Taumel um die Laterne dauert fort Ein großer zuckender Schatten, ein seltsames Flattertier ist auf einmal unter die Winzigen gefahren. Eine Fledermaus! Schon stürzt sie sich ins Dunkel zurück und ist verschwunden. Aber auch der große schone Rachtschmetterling ist nicht mehr unter den Schwirrenden.
Wieviele noch wird der geräuschlos huschende Tod, die flatternde Fledermaus, verschlucken? —
Der Tanz geht weiter, der Irrlichttanz, der Todestanz... P. B.
Daten für Freitag, 20 Funi.
Sonnenaufgang 3 43 LIHr, Sonnenuntergang 20.19 Uhr. — Mondaufgang 0.33 LIHr, Mond- untergang 13.09 LIHr.
1849: der Dichter Franz von Schönthan in Wien geboren: — 1868: der Schriftsteller Walter Bloem in Elberfeld geboren.
Gießener Wochenmarktpreise.
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 140—150, Matte 30-35 Pf. da» Pfund. Käse 10 Stück 60—140 Pf., Sier 10-11 Pf. daS Stück: Wirsing 15—20, Spinat 10—15, Römischkohl 10—15, Dohnen, grüne, 40—45, Spargel
40—65, Erbsen 25—30, Wischgemüse 10, Tomaten 40—70, Zwiebeln 10—15, Rhabarber 10—15, Kartoffeln, alte. 4,5—5, Kartoffeln, neue, 10—12, Dörrobst 30—35, Kirschen 30—60,. Stachelbeeren 20—25, Erdbeeren 40—60, Aprikosen 70—80, Honig 40- 50, Rüsse 60—70 Pf. daS Pfund: Tauten 70—80 Pf. das Stück, Iunge Hähne 120—130. Suppenhühner 100—120 Pf. daS Pfd.: Blumenkohl "30—70, Salat 8—10, Salatgurken 25 bis 60, Ober-Kohlrabi 8—10, Rettich 10—20 Pf. das Stück: Gelbe Rüben 8—12, Radieschen 10 bis 15 Pf. daS Bund: Kartoffeln 3.80—4.00 Mk. per Zentner.
Hornoti;en.
— Tageskalender für Donnerstag. Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde: Dortrag von Prof. Dr. Hummel „Bilder von einer Reise durch Afrika", 20.30 Uhr, im Großen Hörsaal des Physik. Instituts. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Helene Willfuer".
— Stadttheater Gießen. Man schreibt un»: Am kommenden Dienstag gibt das Stadttheater auf Veranlassung der Gießener Ortsgruppe des Vereins für das Deutschtum im Ausland außer Abonnement „Flieg, roter Adler von Tirol" von Angermeyer.
— Der Bund „Haus und Schule" veranstaltet am Freitag, 20. (Juni, 20 Llhr, einen Familienabend im IohanneSsaal mit Vorträgen über „Die Bedeutung der Alkoholfrage im Familienleben" und mit musikalischen Darbietungen des Verein- für christliche Musik. Man beachte die heutige Anzeige.
•• Sitzung des P r o v i n zi al a u s s ch u s - ses. Am Samstag, 21. (Juni, vormittag- 8.30 LIHr beginnend, findet im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen eine öffentliche Sitzung des ProvinzialausschufseS der Provinz Oberhesfen statt mit folgender Tagesordnung: 1. Antrag der Reichsbahndirektion Frankfurt am Main auf Enteignung von Gelände zur Erweiterung des Bahnhofs Reuhaus in Homberg an der Ohm: 2. Gesuch des Ferd. Wasser- ko r t in Frankfurt a. M. um Erlaubnis xum Betriebe einer Gastwirtschaft im Haufe Dieichstr. 1 in Vilbel: hier: dessen Berufung gegen das Urteil des Kreisausschusses LeS Kreises Friedberg vom 22. Februar 1930; 3. Klage des Be- zirkssürforgeverbandes Frankfurt a. M. gegen den Bezirksfürsorgeverband Friedberg auf Erstattung von Derpflegungstosten der Gertrude Albrecht aus Raumburg.
•• Personalien. Ernannt wurde am 6. (Juni: der Gendarmeriehauptwachtmeister a. Pr. Georg Gimbel zu Homberg a. d. Ohm zum Gendarmeriehauptwachtmeister, mit Wirkung vom 1. (Juni 1930; am 7. (Juni: der Polizeihaupt- Wachtmeister Hans Reumann zu Darmstadt zum Kriminalhauptwachtmeifter, mit Wirkung vom 1. (Juni 1930 ab.
" Dilligkeitsmaßnahmen zugunsten der Desitzer steuerfreier Reichsanleihen bei der Vermögenssteuer. In den von Bücherrevisor Hermann Will zu Gießen herausgegebenen „Aktuellen Steuerfragen" (Rundschreiben Rr. 12) lesen wir: Don den Besitzern der Reichsanleihe 1929 wurde Klage darüber geführt, daß die Reichsanleihe trotz' der zugesicherten Steuerfreiheit zur Vermögenssteuer 1930 herangezogen wird. Rach einem Erlaß des Reichsfinanzministers vom 28. Mai 1930 — S. 3540 A. 2200 III — wird voraussichtlich der am 1. (Januar 1928 begonnene Hauptfeststellungszeit-
raum der Einheitswerte auch noch auf das Kalenderjahr 1930 ausgedehnt werden. Der Rcichs- finanzminister gibt zu, daß bann, soweit nicht die Voraussetzungen für eine Reufeststcllung der Einheitswerte nach § 75 des ReichsbewertungS- geseyes vorliegen, eine Steuerpflicht bet Reichsanleihe 1929 besteht. Er tünbigt aber an, baß er nach Erlaß der Verordnung zur Ausdehnung des Hauptfeststellungszeitraumes auf 19^0 im Dillig- keitswege anordnen werde, daß allen Steuerpflichtigen, die am 1. (Januar 1930 nachweisbar Reichsanleihe 1929 im Rennbettag von 1000 Mk. und darüber gehabt haben, auf Antrag der auf die Anleihe entfallende Vermögenssteuerbetrag erlassen wirb. Schon jetzt ist bet entsprechende Betrag auf Antrag unter Anrechnung auf die feit 1930 zu entrichtenden Vorauszahlungen zinslos zu stunden. Für 1929 wird dagegen eine Ermäßigung der Vermögenssteuer aus diesem Grunde abgelehnt.
** Beleuchtung der Burg Gleiberg. Aus Anlaß des Sommerfeftes des Gleibergvereins am nächsten Sonntag, 22. d. M„ findet außer tarn bereits bekanntgegebenen Programm auch eine Burgbeleuchtung statt.
Don der Badenburg. Das Landhaus, daS zu der ehemaligen Farbmühle gehört, erhält ab 1. (Juli einen neuen Besitzer, bet bort eine Silberfuchsfarm anlegen wirb.
Verfehlungen eines Zinanzbeamien.
WER. Frankfurt a. M., 18. (Juni. Gin bei der Finanzkasse West beschäftigter Beamter, der 28 Iahte lang Soldat und Beamter wat, der früher im Postdienst stand, ehe er von der Finanzbchörde übernommen wurde, kam durch die Krankheit feiner Frau in mißliche Verhältnisse. Die 268 Mark Monatsgehalt reichten nicht mehr auS, um die Bedürfnisse der Familie zu decken. Da vergriff er sich an ©teuergelbern. Als ihm von einem Viehhändler hundert Mark gezahlt wurden, unterschlug er diesen Betrag und bei anderer Gelegenheit hat er sich aus der Kasse mehrere hundert Mark angeeignet. Roch ehe die Behörde die Sache aufdeckte, hatte der Beamte den Schaden wieder gut gemacht. Wegen Llrkunden- f ä 1 sch ung in zwei Fällen und Amtsunterschlagung wurde er vom Großen Schöffengericht zu acht Monaten Gefängnis verurteilt.
Oberheffen.
Landkreis Gießen.
DLich, 18. (Juni. Die Bautätigkeit in unserer Stadt hält sich in diesem Jahre in mäßigen Grenzen. Es werden zur Zeit an Wohngebäuden errichtet: in der Mengesstrahe ein Einfamilienhaus, an der Butzbacher Straße zwei Einfamilienhäuser und ein weiteres Wohnhaus in dem Garbenteicher Weg. Auch im neusten Stadtviertel, in der Jahn- ftraße, wird in diesen Tagen ein Wohnhaus begonnen. Ferner ist noch der Bau eines größeren Wohnhauses in dem Garbenteicher Weg geplant. — Einen nicht gerade günstigen Eindruck auf die Besucher unserer Stadt macht der Anblick, der sich den Fremden beim Verlassen des Bahnhofsgebäudes bietet. Auf der gegenüberliegenden Seite der Bahn- Hofstraße stand jahrzehntelang der kaum zehn Quadratmeter Grundfläche messende Pferdestall eines auswärts wohnenden Milchfuhrmanns. Da der Stall völlig baufällig war, sollte er von Grund
aus neu aufgebaul werden Das geschah auch, dis bie Baupolizei von dieser Art „Verschöne- rung“ des Landschaft »bilde» Kenntnis erhielt und Einhalt gebot ©eit dieser Zett, inzwischen sind viele Monate ins Land gezogen, slchl bet halb erbaute Stall mit seinem durch Pfosten ge» st unten alten Dach zur „Augenweide" aller Einwohner und Gaste unserer Stadt und zur „Zierde* des Bahnhossplatzcs da. Wie lange mag er noch weiter als Tummelplatz einiger in der Nachbarschaft wohnenden Hühnersamilien und als Unterschlupf für Versteck spielende Kinder sein beschauliche» Da- sein führen?!
Kreis Büvinqcn
ch Ortenberg, 18. Juni. Das Sängerfest des Gesangverein» „Frohsinn" zu Ortenberg anläßlich feines 90jährigen Jubiläums verlief dank des schönen Wetters und der mustergültigen Organisation der Ausschüße zur allgemeinen Zu-
Wenn Ihre
Empfehlungsanzeige
in der Freitags- oder in der Samstagsnummer des Gießener Anzeigers durch sorgfältige, wirksame Satzausstattung
werben soll
dann geben Sie sie bitte spätestens im Laufe des Mittwochs beziehungsweise Donnerstags in der Geschäftsstelle auf
friedenheit. Während des Sonntags hauptsächlich war ein starker Besuch von Fremden zu verzeichnen, der Samstagabend mit seinem Kommers, sowie der Montag mit dem Jugendfest galt mehr der einheimischen Bevölkerung.
Erweitertes Vezirlsschöffengericht Gießen.
• Gießen, 18. (Juni Ein vielfach wegen Eigentumsvergehens vorbestrafter Arbeiter aus Aöfelb hat einem Atthänbler bort einen Sack mit weißen Lumpen verkauft, ber, wie sich kurz banach herausstellte, biesem selbst aus seinem Lager gestohlen worben war. Er hatte sich deS- hattr wegen Einbruchbieb stahl» im wiederholten Rückfall zu verantworten. Seine Behauptung, ber Sack mit Lumpen habe schon lange auf dem Speicher seiner Eltern gestanden und er habe ihn in beten Auftrag verkauft, würbe widerlegt; es fanden sich Zeugen aus einem anderen Ort, die bestätigten, daß Leinenstücke aus dem Sack von dem Althändler bei ihnen gekauft worden waren. Der Beweis jedoch, daß der Angeklagte den Diebstahl selbst ausgeführt hatte, ließ sich nicht mit Sicherheit erbringen: es erfolgte daher nur Verurteilung wegen Hehlerei. und zwar mit Rücksicht auf die zahlreichen Vorstrafen, die strafschärfend wirkten, und anderseits auf den geringen Wert de» Gegenstandes eine Gefängnis strafe von vier Monaten.
Eine weitere Strafsache gegen einen Gemeinderechner, dem Amtsunterschlagungen ^ir Last gelegt werden, wurde nach bet Beweisaufnahme vertagt, ba Zweifel an ber Zurechnungsfähigkeit bes Angeklagten entstanden waren. Er soll auf seinen Geisteszustand untersucht werden.____
Sprechstunden Der Redaktion.
11.30 bi» 12.30 Uhr. 16 bi» 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen
Anzeigenausträge sind lediglich an die Geschäfts st eile zu richten.
Für unverlangt eingesandte Manuskripte ohne beigefügte» Rückporto wird keine Gewähr übernommen.________________________________
Verantwortlich für Lokales: I. V.: Dr. Thyri 0 t.
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