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Ich Ivar daher höchst unglücklich, als mir eine« Tages Professor von Leyden, der damalige Direktor der Poliklinik für innere Krankheiten, dem ich als chemischer Assistent zugeteilt war, den Auftrag gab, ich solle den chemischen Wirkun­gen der Krebsbakterien nachforschen. Mir war diese Arbeit sehr unwillkommen, weil sie mich von meinem mir lieb gewordenen Spezialgebiet abdrängte. Geheimrat von Leyden ging damals daran, eine besondere Abteilung für Krebskranke an seiner Klinik einzurichten, und gerade als er verreist war, kam die ministerielle Genehmigung mit der Aufforderung, sofort mit den Vorarbeiten zu beginnen. Mir blieb also als Geheimrat von Leydens Vertreter nichts weiter übrig, als die Pläne auszuarbeiten, die auch von dem zuständi­gen Ministerialdirektor genehmigt wurden.

Immer noch war mein Verhältnis zur Krebs­forschung nur lose, ja sogar, als ich die beiden inzwischen eingerichteten Krebsbaracken leitete, sehnte ich mich noch nach anderer wissenschaftlich­medizinischer Arbeit. Doch kam mit der Tätigkeit das Interesse und die Einsicht von der enormen Wichtigkeit einer planmäßigen Krebsbekämpfung.

hatte ich an ihr Lehrer werden Annen. Doch das genügte mir nicht, und so machte ich noch einmal schwere Hungerjahre durch, um auch an der Akademie zu studieren. Dann zog ich nach Berlin und hungerte weiter. Denn meine Bilder wollte niemand haben: der Impressionis­mus stand in voller Blüte, und dem war meine Arbeit durchaus entgegengesetzt. Nur war es da­mals leichter als heutzutage, sich gelegentlich ein paar Mark zu verdienen. Da gab es eine große Zahl von Wettbewerben, an denen man teil- nehmen konnte, und bei denen häufig wenig­stens ein Trostpreis herauskam. Das war nicht viel, aber es reichte doch, um ein paar Wochen zu leben. Und schon regelmäßiger gab es Arbeit bei Hausbauten, Zimmer waren zu bemalen das konnte damals noch nicht jeder Dekora­tionsmaler, weil es oftmals kunstvolle Figuren zu malen galt. Aber auch das war ein saures Brot: am meisten kränkte mich, daß ich nie so viel verdiente, um nur einmal einen Monat ungestört arbeiten zu können. Erst 1909, nach Njährigem Warten, kam das große Glück: ich verkaufte ein Bild, für dreihundert Mark

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Frühlingsstimmung am Staffelfee (Oberbayern).

Inzwischen wurde ich 1914 zum Direktor des Städtischen Krankenhauses in Derlin-Lichtenberg berufen, und damit aus aller wissenschaftlichen Betätigung herausgerisfen. Aber schon zwei Iohre später bekam ich eine Berufung an das Institut für Krebsforschung. Diese wichtige An­stalt bestand damals noch aus denselben Baracken, die ich vor Iahren eingerichtet hatte, und es fehlte am Notwendigsten zu ihrer Einrichtung. Ich machte Verbesserungsvorschläge, die auch mit Anterstühung meines Direktors. Geheimrat Orths, das Wohlwollen des Ministers fan­den. Als Geheimrot Orth 1923 die Leitung des Instituts niederlegte, wurde ich sein Nachfolger.

Sie sehen also, auch ein Wissenschaftler geht nicht immer einen ganz geraden Weg, und auch er kann manchmal erst nach vielen Umwegen seinen eigentlichen Lebensinhalt finden.

Die Schauspielerin Mhe Dorsch:

Niemals selbstzufrieden sein!

habe mit siebzehn Iahren auf eigenen putzen gestanden, ganz allein in einer fremden Stadt. Ich war klein und arm und habe es nicht besser gehabt als all die andern. Ich habe nicht als Star begonnen, sondern alseine Else" in perVersunkenen Glocke", während eines Gast­spiels der Sorma in Nürnberg. Aber ich hatte die große Hoffnung im Herzen. Sie hat mich stets gestützt und aufrechterhalten.

Ich habe gespürt, daß eine Mittagsmahlzeit langst verdaut ist, wenn man abends vom Theater kommt, und daß in solchem Falle der Magen knurrt. Ich habe mir die Hütchen und Kleidchen, die ich brauchte, selbst genäht, trotzdem ich es mcht gelernt hatte - und ich habe oft bis in die flacht hinein gestichelt. Niemand kann b«haup- ten daß er mir in dieser Zeit geholfen hätte. Ich habe im Winter keinen Pelz getragen, sondern ein dünnes Frühjahrsmäntelchen, und wenn man mich erstaunt deswegen ansah, habe ich gesagt ich wäre so abgehärtet. In Wirklichkeit habe ich sehr gefroren.

Heute trage ich zwar einen Pelz, einen durch­aus warmen Pelz, aber trotzdem habe ichs nicht minder schwer. Niemals würde ich mir einbil­den, schon alles erreicht zu haben. Denn ich weih daß auf den höchsten Hohen die Gefahr des Ab- sturzes um fo größer ist. Und daß man deshalb immer wieder kämpfen, niemals ruhen, immer lernen, immer wirken muh. Ich habe noch sehr viel vor und will noch sehr vielwerden". Mehr werden alsDie Dorsch".

Prof. Max Pechstein,

Maler und Graphiker.

Lehr- und Hungerjahre.

toar- ehe ich etwas wurde? Nun, eigentlich alles, was auch nur im entferntesten bildenden Kunst zusammenhängt. Und zwischendurch immer Maler.

Mein Interesse für die Malerei erwachte schon sehr früh. Der Zeichenunterricht in Der Schule Anregungen. Und ein schönes Marienbild in der Kirche meiner Heimatstadt ließ mich zum erstenmal Die Gröhe der Kunst Äo i*1 ""ine Schulzeit beendet hatte, wurde ich Maler, allerdings nur Lehrling bei einem Dekorationsmaler Vier volle Iahre muhte ich in die Lehre gehen. Aber meine freie Zeit ge° horte schon damals der Kunst: was ich sah, brachte ich m mein Skizzenbuch

3n der Arbeit bekam ich nur selten den Psnsel in die Hand, meistens bestand die Tätig, reit tm Hin- und Hertragen der Geräte. Al« ich endlich, nach vier langen schweren Iahren frei" war ging es nach Dresden, dort gab es ja eine Kunstgewerbeschule und die Akademie. Und dort wollte ich lernen. Mit Unterbrechungen gelang es mir auch, mein Studium durchzuführ^n U

Als ich die Kunstgewerbeschule absolviert hatte,

damals eine Menge Geld und lebte davon einen ganzen Sommer auf dem Lande. Seit­dem ging es vorwärts, und ich brauchte feine Zimmer mehr anzustreichen.

DerSchaufpielerMxpallenberg:

vom Souffleurkasten auf den Spiegelberg.

Ich hatte nie die Absicht, Schauspieler zu wer­den, sondern verkaufte nach Beendigung meiner Schulzeit zunächst zwei Iahre lang in einem renommierten Geschäft Wiens schöne farbig be­druckte Stoffe. Nebenbei besuchte ich abends die Handelsschule oder vielmehr, ich besuchte sie nicht und pflegte mir in solchen Fällen meine Entschuldigungszettel selbst auszustellen. Durch einen Mitschüler wurde dies dem Direktor init- geteilt. Damals hätte ich den Menschen ohrfeigen können, heute bin ich ihm dankbar, da ich höchst­wahrscheinlich ein sehr schlechter Kaufmann ge­worden wäre. Der Direktor der Handelsschule warf mich hinaus, und auch mit dem Geschäft war's aus.

Für mein Leben gern wäre ich nun Humorist geworden. Das ging aber nicht so schnell, wie ich mir das dachte, und so nahm ich zunächst da« Angebot eines Freundes an, der mir ein Enga- gement bei einer Wanderschmiere in Naila in Aayern besorgte. Nach hartem Kampf mit meinem Vater fuhr ich nach Bayern ins Ungewisse. Ich war damals 16 Iahre alt und hatte in meinem Leben noch nie auf der Bühne gestanden.

Gleich nach meiner Ankunft muhte ich Die Rolle eines Gecken in Dem StückDas Nullerl" spielen. Der Tücke des Objekts hatte ich es zu verdanken, daß ich bereits am nächsten Morgen fristlos ent­lassen wurde. Mein zur Maske gehörender Schnurrbart hatte sich nämlich im Eifer de« Spiels etwas gelöst und war beim Zwirbeln an einem Finger klebengeblieben. Tränenden Auges verlieh ich meinen ersten Direktor.

Mit einer Kündigung begann meine Theater­laufbahn, und Kündigungen waren auch weiter­hin an Der Tagesordnung. Sie waren die einzigen Effekte, die ich, nach niemals mehr als Drei­tägigem Wirken, erzielen konnte. Nach einem solchen Hinausschrnih muhte ich einmal Passau, wo ich beim Dortigen Stadttheater als Inspizient und für kleinere Rollen engagiert war, bei Nacht und Nebel fluchtartig verlassen. Ohne meine Koffer natürlich, Die hatte Die Wirtin für rest­liche Miete zurückbehalfen.

In Sternberg in Mähren war ich für kleine Rollen engagiert worden. Als ich ankam, war Der Souffleur gerade durchgebrannt. Also muhte ich in Den Souffleurkasten. Wie ich kurz darauf in demselben Theater Den Spiegelberg in Schillers Räubern" spielte, schrieb Der Kritikus des zu­ständigen Kreisblattes:Herr Pallenberg hatte diesmal den Souffleurkasten mit Dem Spiegelberg vertauscht und erntete durch feine Darstellung Erfolg."

Auf diesenErfolg" hin wurde ich als Komiker nach St. Pölten bei Wien engagiert. Auch dort hatte ich eigenartigerweise Erfolg, was jedoch den Direktor nicht hinderte, mich am anderen Tage zu entlassen, da er nämlich selbst Komiker war.

In Ischl kam endlich das sogenannte große Engagement, auf das ich nie gehofft hatte und das meinen kühnsten Erwartungen widersprach. Direktor Iarno entdeckte mich dort und ver­pflichtete mich für das Theater in Der Iosephstadt in Wien. Trotz Des Erfolges, Den ich dort in kleineren Rollen hatte, wurde ich fürs erste nicht wieder engagiert. Durch Zufall erhielt ich Dann nad> längerer Zeit eine Rolle in dem Stück Kater Lampe". Und diese Rolle habe ich auch wiederum nur Dem Zufall zu verdanken, daß tm Regiebuch als charakteristische Merkmale für den ^c^iuspieler angegeben waren, er müsse klein, rothaarig und bucklig fein. Da die« wenigstens teilweise auf mich zutraf, erhielt ich die Rolle und erspielte mir meinen ersten große« Erfolg.

Ein modernes Krüppelheim in Gießen.

Q3om Hessischen Fürforgeverein für Krüppel, Sih Darmstadt, wird unS geschrie­ben:

Am l.Iuni wird in Gießen mit Dem Bau einet orthopädischen Universitäts- f 11 n 11 und eines Krüppelheims begonnen. ?ouhcrr ist Der Hessische Fürsorgeverein für Krüppel c. B., Sitz Darmstadt, Dem es in mehr­jähriger Sammlungsarbeit und durch Den Er- trag einer Lotterie gelungen ist, Den größten ^eil Der Bausumme aufzubringen. Mit Der Er­richtung von Klinik und Heim wird auch in Hessen d'eTAusbilDung Der Aerzte in Der ortho­pädischen Wissenschaft gefördert, so Daß die Tat Des Fürsorgevereins durchaus geeignet ist, das Krüppelelend zu mildern und Die neue Einrichtung nicht nur Dem ganzen Land zugute kommt, sondern Darüber hinaus Segen bringen totrD. Die Tätigkeit des Fürsorgevereins auf Dem Gebiete Der Heilfürsorge und Der ErwerbS- fdhigmachung Verkrüppelter ist im ganzen Lande bekannt. Wie feine Arbeit auf diesen Gebie­ten gewürdigt wird, wird man ihm auch sicher Förderung bei der neuen Einrichtung zuteil wer­ben lassen. An Der Bausumme fehlen noch rund 150 000 Mark. Wenn jede Familie Hessens eine Kleinigkeit gibt, durste es leicht fein, Dieses Geld nochaufzu bringen. Der Herr Minister des Innern hat eine Haussammlung zu diesem Zweck genehmigt, und die Landessach- gruppe Erheber in Der Gewerkschaft hessischer Gemeindebeamten hat beschlossen, sich in den Dienst der Wohltätigkeit zu stellen Und zu helfen, die Sammlung durchzuführen. Auf dem Lande wollen in gleicher Weise Die Stromgelderheber tätig werden. Sie führen Die amtlichen Sammel- Iiftcn zur Ginzeichnung Der Paben. Versäume niemanD, fein Scherflein beizutragen, Damit die neue Klinik wirklich aus Mi11eln des gan- 5 * n V o lkes erbaut wird. Wenn durch­schnittlich jede Familie eine Reichsmark spendet mnh daS Werk gelingen 1

Der vorstehenden Mitteilung können toig noch hinzufügen, daß Die orthopädische Kliniv auf dem Gelände an Der Ecke Klinikstratze/Gaffkh- straße/Uhlandstrahe errichtet wird. Den Bauplatz m Der Größe von runD 60 000 Quadratmeter hat Die StaDt Gießen in Anbetracht des gutem Iweckes dieses Baues geschenkweise zur aferfüi gung gestellt. In Ergänzung unseres ersten 'Bet richt« über dieses Bauvorhaben (Gieß. Anz. Nr. 67 vom 20. März) sei noch bemerkt, daß Den Bauentwurf von dem Leiter Des städtischen Hoch- bauamtes, Stadtbaurat G r a v e r t, aud gearbeitet und Der Bau unter der Leitung des städtischen Hochbauamtes errichtet wird. Der Kliniksbau. mit Dem Der stäDtebauliche Abschluß Der Klinik» straße erreicht wird, soll so gefördert werden, daß er bis zum Iuni nächsten Iahres fertiggeftellt ist. Die Gießener Baulieferfirmen und Hand­werksmeister sollen zu Den Sauarbeiten in weit- möglichster Weise herangezogen werden, Damit auch durch diesen Bau das heimische Baugewerbe eine Belebung erfährt. Die Klinik wird vor-, erst für die Aufnahme von 60 Betten eingerichtet, ]cD°d) sollen günstige Erweiterungsmöglichkeiten für spätere Baunotwendigkeiten schon jetzt vor­gesehen werden. Für die klinische und ambulante Behandlung Der Patienten will man in au«- reichendem Maße Raum schaffen und natürlich auch Die neuzeitlichsten Errungenschaften der eint schlagigen Wissenschaft und Technik anwenden. Besonderer Wert wird darauf gelegt, daß nicht allein die bewegungsfähigen Patienten, sondern auch Die bettlägerigen Kranken reichlich Licht und Luft erhalten und mit ihren Lagerstätten ohne Schwierigkeiten ins Freie gebracht werden können, um in einem mit reichem Blumenschmuck! ausgestatteten Garten Erholung zu finden. Unten anderem wird auch ein großer Turnsaal und! ein Spielhof für gymnastische Uebungen Der Pa-, tienten geschaffen werden.

Ausbau des Gießener Klughafens.

Der Gießener Flughafen, nach der 2Iub Hebung des Fluahafens in Kastel die einzige Flug­zeugstation zwischen den Flughäfen Frankfurt a. M. und Hannover und ferner zukunftsreicher Landeplatz d e r künftigen West-Ost- Fl u g l i n i e T r i e r Ä o b l e n z L c i p z i g, hat in den letzten Wochen eine bedeutsame E r- weiterung seiner Anlagen erhalten.

Vor einigen Jahren mit Dem schonen Flugplatz- gelände und einem bescheidenen Blockhaus als Un­terkunft für Den Flughafenmonteur in das Luft­verkehrsnetz eingegliedert, nahm unser Flughafen­betrieb rasch einen erfreulichen Aufschwung. Neben den täglichen Zwischenlandungen der Verkehrsflugzeuge sorgten im Laufe Der letzten Jahre mehrere Sportslugveranstal- t u n g e n Dafür, Daß Der Gießener Flughafen weit über Das engere Heimatgebiet hinaus vorteilhaft bekannt wurde, insbesondere auch in der Flieger- weit. Dadurch und dank entgegenkommenden und verständnisvollen Verhaltens ucr Flughafenleitung gegenüber Den verschiedensten Wünschen der Flieger und Der Flugplatzbesucher hob sich Die Frequenz immer Mehr, so daß man berechtigten Grund hatte, vor einigen Jahren an Stelle Des einstigen Block­hauses ein massives und in seiner baulichen Glie­derung zweckmäßiges

Flughafengebäude zu errichten, gleichzeitig auch eine zementierte Rollbahn für die Flugzeuge anzulegen, auf der

Bau einer Flugzeughalle.

Vor einigen Wochen wurde mit dieser Arbeit bet gönnen, Die in den letzten Tagen beendet wurde. An der östlichen Seite des Flughafens, in Der Nähs Des Flughafengebäudes, ist die 25 Meter lange, 15 Meter breite und 7,50 Meter hohe Flugzeughalle errichtet worden. Die Wände Der Halle bestehen aus einer Eisenkonftruktian mit Mauerwerk, so Daß bet ganze Bau massiv ist. Die Halle, in Der 8 b i s 10 Sportflugzeuge bequem unD absolut gesichert aufgeftellt werben können, hat nach Westen, nach Dem Flugplatzgebäude zu, Schiebe« salttore aus Wellblech, Die 22 Meter lang und 6,50 Meter hoch finD. Die Tore sind sehr leicht zu Hand- haben unD durch «ine sinnreiche Konstruktion Der Laufschienen so weit zur Seite zu schieben, Daß meh­rere Flugzeuge gleichzeitig die Halle verlassen können. Auf einer Kiesrallbahn können die Flugmaschinen die zementierte Rollbahn und von Dort die weite Flugplatzfläche erreichen. Neben der Flugzeughalle ist ein

Fliegerheim

beschossen worden, in Dem Uebernachiungszimmer für die Flieger und eine kleinere Reparaturwerk­stätte sich befinden. Beide Gebäude liegen >m Walde, von dem sie von drei Seiten umgeben finD.

Mit dieser Erweiterung unserer Flughafenanlagen ist di« Verwaltung, die Luftverkehr 21. (9. Oberhessen-Lahngau, nicht nur den Wün-

Osterkirchgang im Spreewald.

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Die Maschinen bis vor das Flughafengebäude her­anrollen und von dort aus starten können. Dadurch haben die Flugpassagiere Die Möglichkeit, bei regne­rischem Wetter mit wenigen Schritten über Die Treppe und den Vorplatz des Flughafengebäudes ohne Beschmutzen der Stiesel und der Kleider ins Haus und von dort zum Flugzeug zu gelangen.

Hatte man Damit für Die Passagierfliegerei gut gesorgt und dem Publikum in Dem modern unD behaglich eingerichteten Flughafengebäude eine Erholungsstätte geschaffen, so blieben für Die Sportfliegerei bislang noch bedeutsame Wünsche unerfüllt. Es fehlte eine Flugzeughalle, in der die Flugmaschinen der Sportflieger, die eine Reihe von Tagen hierblieben, untergebracht wer­den konnten. Bisher mußten diese Flugmaschinen über Nacht auf dem freien Flugplatzgelände stehen- blcibcn, wobei sie natürlich den Witterungsunbilden mit allen Folgeerscheinungen ausgesetzt waren. Mit der immer mehr steigenden Frequenz unseres Flug­hafens durch die Sportflieger konnte Die weitere Beibehaltung des bisherigen Notzustandes Der Flug- zeugnotübernachtung nicht mehr länger vereinbart werben. Man entschloß sich Daher in richtiger Er­kenntnis Der sachlich unabweisbaren Notwendigkeit, zum

scheu der Sportfliegerei gerecht geworden, sondern sie hat auch einer weiteren Hebung Des Flugzeugverkehrs, die in nächster Zeit durch die Aufnahme des

Luflftachtbelriebs von unserem Flughafen aus kommen wird, in bester Weise den Weg bereitet unD damit der Stellung unseres Gießener, Flughafens im Flugzeug-Personen- und -Frachtverkehr ein« weitere bedeutsame Festigung gegeben.

Man darf wünschen, daß eine anhaltend starke Jnteressennahme des Publikums am Flugverkehr und der inDuftriellen Firmen am Flugzeugfracht, verkehr die Bemühungen der Flughafenoerwaltung auf immer stärkere Eingliederung unseres Flug­hafens in den nationalen und internationalen Flug­verkehr kräftig unterstützen möge.

fixfürs Haar was tun: PIXÄVON-Sfampfynl