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so trifft die- das "Reich. Alle diese Umstände müssen bei der Prüfung der Möglichkeit einer Tarifermäßigung sehr sorgfältig abgewogen wer­den. Bei dem Nachdruck, mit dem die ReichS- regierung die Preissenkung im 3^*yrcffe der Wirtschaft verfolgt, darf die Oeffentlichkeit über­zeugt sein, bah kein Weg unversucht bleiben wird, um ein für die Allgemeinheit und auch für die Reichsbahn annehmbares Ergebnis zu­stande zubringen.

Die Indienkonferenz.

Die Forderungen der indischen Fürsten.

London, 17. Nov. (TU.) Die englisch-indische Konferenz tritt am Montag zu ihrer ersten Sitzung zusammen, um das Arbeit-Programm festzustellen. Di« indischen Fürsten sind, soweit die Nachrichten erkennen lassen, bereit, sich einem allindischen Bund unter folgenden Vor­behalten anzuschliehen: 1. Der Dizeköniy in Indien soll der Vertreter des Königs bletben: 2. alle dynastischen Fragen wie Thronfolgerheirat ustz>. bleiben ihnen selbst Vorbehalten, und die Bundesregierung soll keinen Einfluß auf sie haben; 3. sie wollen Einnahme-Anteil an allen öffentlichen Diensten haben, wie Eisenbahn Kanäle usw. in Britisch-Indien und den indischen Staaten; 4. die Armee soll unter der Oberleitung des Dizekönigs verbleiben, der die Truppen der indischen Staaten je nach Not­wendigkeit verwenden kann; 5. die bestehenden Verträge mit der Krone sollen in Kraft bleiben und nicht in neue Abmachungen mit der allindischen Regierung umgeändert werden; 6. die bisherigen Vollmachten des Dize- kvnigS für gewisse Dinge, wie z.D. Mißwirt­schaft in den Staaten, sollen an den Fürsten- r a t übergehen. Die Fürsten sind bereit, die Frage der Grenzverteidigung als «irre Frage deS englischen Weltreiches anzuerkennen. DaS Problem der zentralen gesetzgeben­den Gewalt ist noch nicht erörtert worden. Die Fürsten sind in den obengenannten Punkten einmütig mit Ausnahme des Nizam von Hai- derabad.

Die Hinduführer sollen sich damit «in* verstanden erklärt haben, die Nordwestgrenz« und daS Punjabgebiet als vorwiegend mo­hammedanisch anzuerkennen und daS Sind- gebiet von der Provinz Bombay abzutrennen. Die Frage der mohammedanischen Mehrheit in Bengalen wurde noch nicht besprochen. Sie soll der Entscheidung des Aga Khan überlassen bleiben.

Aus aller Wett.

Do» Rheinland-Album wird dem Reichspräsidenten überreicht.

Reichspräsident von Hindenburg empfing den Vorsitzenden des Deutschen Luftfahrt- verbandeS, Staatsminister a. D. Dr. Domini- c u S. und nahm aus dessen Händen das Album entgegen, das die Grüße der deutschen Städte an daSbefreiteRhelnland aus Anlaß deS vom Deutschen Luftfahrtverband ver­anstalteten Rheinlandbesreiungslluges entkält.Der Herr Reichspräsident bat Herrn Domini- cuS, den Veranstaltern und Förderern dieses Flu­ges seinen Dank für die dem befreiten Rheinland erwiesene Anteilnahme zu übermitteln und brachte bei dieser Gelegenheit lein persönliches lebhaftes Interesse für den deutschen Flugsport zum Aus­druck.

Lin Lehrgut für Reichrwehrsoldalen.

Das Wehrkreiskommando Stettin hat das 750 Morgen großen Gut Grammen im vorpornrner- schen Kreise Franzburg-Barth angekauft, um es als Lehrgut für Reichswehrsoldaten zu verwenden, die nach ihrer Entlassung zur Landwirtschaft übergehen wollen.

Vie Aufräumungsarbeiten in Lyon.

Unter den Trümmern der eingestürzten Gebäude liegen noch dieLeichenvoncinemFeuer- Wehroffizier, zwölf Feuerwehrleu­ten, einem Polizeioffizier und drei Polizeibeamten sowie schätzungsweise zehn Bewohnern. 200 Personen sind obdachlos. Montagvormittag geriet von neuem eine Grdmasse in- Rutschen, ohne daß neues Unheil entstand. Nach Bergung der Leichen dürfte es noch Wochen bauern, ehe die Unglucksstätte wieder aufge­räumt ist.

Der Ozeanflieger Levine verhaftet.

Der Ozeanflieger Levine ist in der Nacht zum Montag auf dem Semmering unter Beschuldigung der Fälschung französi­scher Münzen verhaftet worden. Die Ver­haftung erfolgte auf Grund der Anzeige eines Graveurs, bei dem Levine Stempel bestellt hatte, von denen er behauptet, daß sie zur Herstellung von Fliegermedaillen dienen sollten. Am Mon­tagfrüh wurde Levine von Kriminalbeamten nach Wien gebracht. Die Wiener Polizei hat es ver­mieden, die Angelegenheit bekanntzugeben, da keine greifbaren Beweise für ein Ver­schulden Levincs vorliegen und sie von vornherein damit rechnete, daß Levine wieder auf freien Fuß zu fetzen wäre.

1 Ein französisches Min-Lustschiff abgestürzt

Paris, 17. Nov. (WTB) Das französische MarineluftschiffV. 10", das aufgestiegen war, um das deutsche FlugschiffDo. X" zu empfangen, ist in der Nähe von Rochefort infolge Gas­verlustes abgestürzt. Die Besatzung konnte sich durch Absprung retten. Das Luftschiff war 60 Meter lang und hatte einen Inhalt von

3500 Kubikmeter. Dr. Dornier hat dem Be­fehlshaber der französischen Marinestation Roche­fort ein Telegramm gesandt, in dem er sein Bei­leid zu dem Absturz des Marineluftfchiffes zum Ausdruck gebracht hat.V. 10 war aufgestiegen, um nach demDo. X zu forschen, von dem man keine Nachricht hatte.

Do X auf seinem Landeplatz bei La Rochelle vor dem Start nach Bordeaux.

-.

Wie vom Sonderberichterstatter des WTD. be­richtet wird^ hatten sich auf Einladung der Dor- nierwerke Vertreter des französischen Luftfahrt­ministeriums, des Marineministeriums sowie Ver­treter der deutschen und Pariser Presse nach Dor- deaur begeben, um das Flugschiff Do X zu be­sichtigen. Als der Zug um 9.30 Uhr in Bläh einlief, konnte man von ihm aus bereits die aus dem Nebel auftauchende gespenstisch anmutende Form des Riesenflugschiffes bemevken. Es hatte bereits gwei Motoren angeworfen und harrte Der Fluggäste, die in zwei aufeinan- derfolgend-en Gruppen von je 50 Personen sich in bereit liegenden Barkassen an Bord begaben und während eines 10 Minuten dauernden Rundfluges um das Gironde-Delta bzw. von der Landungsbrücke aus die Sicherheit und Eleganz des Do X in allen Manöverbewegun­gen zu verfolgen in der Lage waren. Besonder« Aufmerksamkeit und Bewunderung erregte d i e unglaublich kurze Startzeit von 43 Sekunden, die der Apparat brauchte, um un­

ter Ausnutzung seiner zwölf Motoren aufzusteigen.

Vom Ufer aus beobachtete eine zahlreiche Menge unter Ausrufen der Bewunderung und des Entzückens die einzelnen Bewegungen des Riesenapparates. Allenthalben war man des Lobes voll und nicht ein einziges Wort war zu vernehmen, das irgendwie in den Rahmen dessen fiel, was einige deutsch-feindliche Pariser Blätter durch wichtige Überschriften zu insi­nuieren versuchten. Der Empfang, den Dr. Dor­nier und das Flugschiff in Bordeaux gefunden haben, ist überaus herzlich gewesen. Gestern hat halb Bordeaux dem Flugschiff, wenn auch nur aus der Ferne, einen Besuch abge­stattet. Dornier beabsichtigt, grundsätzlich den Flug nach Amerika über Lissabon und die Azoren durchzuführen, falls es die Witterungsbedingungen gestatten. Man verhehlt sich jedoch nicht, daß die IahreSzeit, die dafür gewählt ist, sehr u n g ü n st i g für ein derartiges Unternehmen ist.

Zweimal zum Tode verurteilt.

Das Breslauer Schwurgericht verurteilte den 29jährigen Hausdiener Schiewek wegen Mordes in zwei Fällen zweimal zum Tode und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Schiewek hatte im Ianuor 1928 die Prostituierte Marie Kristen aus Breslau und im Februar 1930 seine von ihm getrennt lebende Ehefrau auf bestialische Weise getötet. Da es sich um z w e i L u st m v r d e handelte, wurde unter Ausschluß der Oeffentlich­keit verhandelt.

Lin Antifafchiftenprozeß in Lugano.

In Lugano begann der Prozeß gegen den italienischen Flieger Bassanesi und seine sieben Mitangeklagten, die Bassanesi bei der Vorbereitung und Ausführung des Flu­ges ParisGenfTessinMailand am 9. bis 11. Iuli geholfen haben. Im Namen des anti­faschistischen Komitees für Gerechtigkeit und Frei­heit wurden am 11. Iuli mittags Flugblätter über Mailand abgeworfen. Bassanesi ist dann auf dem Rückfluge über dem S t. Gotthard abgestürzt. Unter den Mit­angeklagten befinden sich u. a. der Friedens­richter Carlo M a r t i g n o l i von Lodrino in Tessin, auf dessen Wiese Bassanesi vorschrifts­widrig gelandet ist sowie der frühere Chef­redakteur des©ordere della Sera", A.Tar- chiani. und der Iournalist Carlo Ros seit.

beide in Pads wohnhaft. Letzterer, der Professor an der Universität Florenz war, half dem Sozia­listenführer Turati 1926 zur Flucht nach Corsica und entfloh selbst 1928 von der Verbannung auf Lipad nach Afdka. Schließlich ist auch angeklagt der Direktor der Pariser ZeitungL'Avion", Gustave Brabant, der mit Bassanesi bis Lo­drino floh und von hier aus mit der Eisenbahn und mit dem Gepäck Dassanesis nach Paris zurückreiste. Die Bundesanwaltschaft hat von einer Anklage wegen Verletzung fremben Gebietes und wegen Verübung einer völkerrechtswiddgen Handlung abgesehen. 7Der Flieger hat sich nur wegen Ve rletzung der Luftverkehrs­ordnung der Schweiz zu verantwoden. Bassanesi wird verteidigt durch den Pariser Rechtsanwalt Moro-Giafferi, der am Sonntag­nachmittag zusammen mit Tarchiani und dem Ehepaar Rosselli in Lugano eintraf und von der Menge mit Evviva-Rufen emp­fangen wurde. Als Entlastungszeugen find u. a. die bekannten italienischem Politivrr Graf Sforza und der Sozialistenführer Turati geladen. Die Vernehmung Dassanesis ergab kei­nerlei neue Momente. Er bemühte sich offensicht­lich, seine Mithelfer zu schützen und verwei­gerte beharrlich, Angaben über den unbekannten Mithelfer, sowie darüber zu machen, woher die Flugblätter stammten und wo er sie an Bord des Flugzeuges genommen

hatte. Bassanesi lehnte e- auch ab, sich darüber au äußern, wohin er mit feinem Flugzeug ge­flogen war, nachdem er daS Schweizer Gebiet verlassen hatte und ob er wirklich bis Mailand gekommen war.

Odfunbe in Pommern.

Auf dem Gute de» Grafen Behr in Bu » dors in Pommern, auf dem bereits feit längerer Zeit nach Del gebohrt wird, haben sich jetzt D elf pur en ge­zeigt. Es erfolgten dauernd Erdausbruche. Die zu­tage aeförberten Stoffe sollen in den nächsten Tagen untersucht werden. Man hofft, aus ein abbaufähige» Dellager zu stoßen.

Die Wetterlage.

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Wettervoraussage

Der hohe Druck hat sich mehr nach dem Festland» konzentriert und beherrscht infolgedessen unsere Wet- terlage. Unter dem Einfluß der absinkenden Luft- massen bleibt vorerst das meist klare Wetter erhalten, so daß der Frost standhält und sich sogar noch etwas verschärfen dürfte. Bon Westen yer sind jedoch die Anzeichen einer späteren Umgestaltung der Wetter- läge bereits vorhanden, denn Warmluft verursacht im Bereich der britischen Inseln erneut Barometer­fall und Niederschläge.

Aussichten für Mittwoch: Fortdauer des Frostwetters, stellenweise neblig und bewölkt, sonst meist heiter und klar.

Aussichten f ü r Donnerstag. Rückgang des Frostes und Witterungsumschlag wahrscheinlich.

Lufttemperaturen am 17. November: mittags 3,8 Grad Celsius, abends 2,5 Grad; am 18. November: morgens1,4 Grad. Maximum 3,9 Grad, Mini­mum 2 Grad. Erdtcmperaturcn in 10 cm liefe am 17. November: abends 2,8 Grad; am 18. Novcm- der: morgens 2 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 5 Stunden. Niederschläge 1,1 mm.

Der Kaffee rollt zur Bahnstation.

Nicht überall sind die Weg« für Autos fahrbar. Oft leistet der primitive Ochsenkarren dem Fatendelro, dem Farmer, wertvolle Dienste, besonders auf den Gebirgspflanzungen, wo die wertvollen Hoch- gewächse geerntet werden.

Für Kaffee Hag, den coffeinfreien, echten Bohnen­kaffee, werden allerfeinste, auserlesene Hoch- gewichse verwendet. Daher der unübertreffliche, feine Geschmack des Kaffee Hag, der jeden Kenner begeistert

Dabei Ist Kaffee Hag frei von Coffein und voll­kommen unschädlich. Auch Kindern darf man Ihn unbedenklich geben.

Mehr Genuß und gute Gesundheit durch Kaffee Hag.

Sparen an Jacht: Ist Sp

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Je feiner die Arbeit, desto besser muß das Licht sein. Darum sollte niemand an lebensnotwendigen Dingen, zu denen das Licht gehört, sparen, denn schlechte Beleuchtung schadet dem Auge und erschwert jede Arbeit. Lichteinschränkung ist kein vernünftiges Sparen.

Jeder Elektro-Lichtfachmann liefert Ihnen die für Sie notwendige Arbeitsplatzbeleuchtung.